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Champéry – Ein Reisebericht

Zum Frosch Reiseziel Chalet Souvenir in Champéry

von Andrea Fröhlich

Meine dritte Froschreise stand an, sie ging nach Champery in eines der größten Skigebiete mit über 600 Kilometer Piste. Was für eine Aussicht…

Wir sind abends in Münster in den Bus gestiegen. Nach Stationen in Essen, Köln und Frankfurt wurden hinter Karlsruhe an einem Rastplatz die Sitze zu Liegeflächen umgebaut. So hatten wir auf zwei Etagen Schlafpätze. Wir hatten diese Liegeplätze gebucht und kamen morgens gegen halb neun einigermaßen “ausgeschlafen” in Champery an.
Gerade fiel jede Menge Neuschnee – einen besseren Empfang gab es nicht. Die Hausleiterin Ina hieß uns alle herzlich willkommen. Wir kamen zunächst alle in den Genuss eines ausgiebigen Frühstücksbuffets. Es gab verschiedene Brotsorten, Brötchen, Müsli, Joghurt, frisches Obst, Wurst- und Käseauswahl, Marmelade und Nutella. Unsere Hausleiterin erzählte uns anschließend alles notwendige rund um das Haus, unseren Urlaub und natürlich zum Skigebiet.

ChamperyDas Haus liegt zentral im kleinen Ort Champery und hat insgesamt ca. 20 Zimmer. Unser Doppelzimmer war im nachträglich angebauten Teil, geräumig, mit neuem Badezimmer sowie einem Balkon. Im Haus gab es eine kleinere Sauna mit mehreren Ruheliegen. Eine Teamerin hat für einen moderaten Preis Massagen angeboten, die ich jedem nach einem langen Skitag empfehlen kann. Im Erdgeschoss war ein großer (Party-)Raum mit einer Bar sowie der Speiseraum. Ebenso war der Skikeller (leider ohne beheizte Skischuhstangen) von dort aus erreichbar.
Der Ort selbst ist klein und überschaubar. Neben kleinen Hotels, Restaurants, Bars und Cafés gibt es auch verschiedene Einkaufsmöglichkeiten (Boutiquen, Sportgeschäfte etc.) und Lebensmittelläden, eine Post und einen Crepesstand.
Für abends ist eine Art Club-Lounge genau gegenüber vom Haupteingang unseres Chalets sehr empfehlenswert – La Mine. Sie liegt in einem alten Weinkeller und ist komplett unterirdisch und sehr stylish. Die Gondel liegt wenige Minuten Fußweg von unserem Haus, mit der wir direkt ins Skigebiet auf ca. 2.000 m Höhe gebracht wurden. Es fährt auch ein Skibus durch das Dorf, zur Busstation sind ca. 2 Minuten Fußweg.

ChamperyDas Essen war immer sehr lecker und reichhaltig. Morgens wurde das bereits beschriebene Frühstücksbuffet angeboten. Wir hatten auch die Möglichkeit, uns Pistenbrote für die Mittagspause mitzunehmen. Abends gab es ein Vier-Gänge-Menue. Begonnen wurde mit einer Suppe, danach konnte sich jeder am Salatbuffet bedienen. Der Hauptgang variierte täglich (u.a. überbackene Schnitzel, Nudelvariaten, Fisch). Für Vegetarier gab es jeweils ein Alternativgericht. Abgeschlossen wurde das ganze mit einem leckeren Nachtisch. Getränke holten wir uns zuvor an der Bar.

Das Skifahren bzw. das Skigebiet war genial. Nach dem Neuschnee zu Beginn unseres Urlaubs hatten wir alles in allem gutes Wetter mit Sonnenschein und guter Sicht. Aufgrund der Größe des Skigebietes gab es immer die Chance, im jeweils anderen Land (Frankreich / Schweiz) besseres Wetter zu haben.

Selbst wenn unten in Champery Nebel lag, wurden wir während der Auffahrt mit der Gondel oft mit Sonne begrüßt. Das Gebiet bietet Pisten für jede Könnenstufe, so dass vom Anfänger bis zum langjährigen Fahrer genügend Strecken vorhanden sind. Selbstverständlich kommen auch Snowboarder auf ihre Kosten.
Neben den üblichen Pisten werden auch spezielle Funparks, Buckelpisten u.ä. angeboten.
Eine Talabfahrt ist auch möglich, dann geht’s mit dem Bus (ca. 5 Minuten Fahrt) nach Hause. Alternativ fährt man mit der Gondel wieder herunter. Im Reisepreis war ein halbtägiges Skiguiding sowie ein Skikurs inklusive. Beim Skiguiding gaben uns die Skilehrer einen Überblick über das Skigebiet. Die Skikurse wurden in unterschiedlichen Könnenstufen angeboten, eingeteilt hat sich zunächst jeder selbst. Nach dem ersten Tag wurden die Gruppen dann teilweise von den Teamern neu eingeteilt, damit die Gruppe möglichst homogen war und somit jeder etwas aus dem Kurs ziehen konnte. Der Skikurs (es gab auch einen Kurs für Snowboarder) fand an vier Vormittagen von 10-13 Uhr statt. Mittags haben sich alle Gruppen auf einer Hütte verabredet, so dass dann nach der Mittagspause individuelles Fahren angesagt war.

Champery

Von den Teamern wurde ein “Programm” angeboten. Am Sonntag Abend fand der Willkommensabend statt; durch eine sehr witzige Vorstellungsrunde lernten sich alle ein wenig kennen. An einem anderen Abend wurde eine Fackelwanderung durch einen Wald organisiert. Da wir über Altweiber dort waren, feierten wir eine leicht-verkleidete Party. Nachmittags gab es zweimal après-ski vor dem Haus mit Glühwein und Kuchen. Eines meines persönlichen Highlights war das Nachtskifahren. Mittwochs und samstags sind drei Pisten beleuchtet – ein tolles Fahrgefühl. Zuvor fand der Hüttenabend statt, von dem ich leider enttäuscht war. Die Hütte hatte wenig Atmosphäre, die Teilnehmer wurden geteilt (nach Käse-Fondue-Essern bzw. Pizza-Essern).

Die Gruppe von ca. 40 Personen kam aus ganz Deutschland und lag im Altersdurchschnitt von Ende zwanzig bis Ende dreißig. Die meisten kamen zu zweit oder in kleineren Gruppen.

Fazit: Es war ein sehr gelungener Skiurlaub in einem tollen Skigebiet. Die Teamer haben sich immer sehr engagiert. Für jemanden, der seinen Schwerpunkt auf Skifahren anstatt auf après-Ski setzt, ist hier richtig.


Ein Kommentar zu “Champéry – Ein Reisebericht”

  1. Jörg Schneider

    Ich finde das ist ein toller, gelungener und informativer Reisebericht.

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