19. April 2006
„Chez la Tante“ in St. Gervais-Megève ist eine Reise wert
Zum Frosch Reiseziel Trois Vallées
Reisebericht von Ines u. Michael Belker, 17.-26.02.2006
Unser erster Urlaub mit „Frosch-Reisen“ in ein Skigebiet, was für uns bisher unbekannt war, da es hierüber noch nicht viele Informationen „Reiseberichte“ gab.
Anreise
Hbf Essen: Abfahrt um 18.30 Uhr
Die Fahrt im Schlafbus war angenehm und obwohl kein „Bett“ zur Verfügung steht, konnte man auf den umgebauten Liegen sogar ein wenig schlafen. Der Vorteil bei diesen Nachtfahrten ist, dass einem die Anreise nicht so lang vorkommt, weil man erstmal damit beschäftigt ist sich untereinander kennen zu lernen und die noch „spät zu steigenden Frösche“ in Köln, Frankfurt und Karlsruhe Willkommen zu heißen, obwohl die Karlsruher nur noch im Halbschlaf wahrgenommen wurden. Am nächsten Morgen nach dem Betten zurückbauen hatten wir nur noch eine Stunde Fahrt vor uns. In der allerletzten Kurve vor dem Ziel mussten die Busfahrer tatsächlich noch die Ketten montieren, da es ansonsten kein Weiterkommen gab, denn es schneite, schneite und schneite. Herrlich, der Beginn eines wunderschönen Urlaubs.
Dann hieß es die Eigenleistung zu aktivieren:
Das Gepäck wurde ausgeladen, in einen Jeep verfrachtet und zur Gondelstation gefahren. Von dort aus wurde das Gepäck in die Gondeln gepackt, hoch gegondelt und oben angekommen wieder ausgepackt, auf den Rattrack verladen und nach einem kurzen Fußmarsch, vom Rattrack ins Hotel verstaut. Das einzige Problem am heutigen Tage: ein ordentlicher Schneesturm. Unter diesen Bedingungen und dem Gepäck-hin-und-her-Getrage hatten wir uns das nunmehr anstehende Frühstück ehrlich verdient. Eine kleine Genugtuung: wir hatten nun eine Woche vor uns mit einem ungläubig schönen Bergpanorama – mitten auf der Piste und fernab von Straßen und Autos und die „alten Froschreisenden“ mussten Abschied nehmen.
Hotel
„Chez la Tante“ ist ein mittelgroßes aber schon älteres Hotel mit einer herrlich großen Sonnenterasse, die wir auch ausreichend nach Abzug des Schneesturms (ab Montag) nutzen konnten. Zimmer sind klein aber zweckmäßig und schließlich sind sie nur zum Schlafen da. Unser Zimmer war noch nicht ganz fertig, somit konnten wir die Zeit nutzen und uns schon mal mit den Pisten, soweit man sie beim Schneesturm sehen konnte, anvertraut bzw. getestet. Leider fuhren aufgrund des Schneesturms noch nicht alle Gondeln und wir hatten das „Vergnügen“ die letzten 100 Meter zum Haus zu Fuß und vor allem berghoch zu gehen. Da wir Neulinge waren und noch nicht alle möglichen Wege zu unserem Haus kannten, mussten wir dem Credo „Alle Wege führen zum Chez la Tante“ folgen. Morgens um 7.30 Uhr bietet sich folgender Anblick:
Das kann nur ein schöner Tag werden.
Bei gutem Wetter hat das Hotel „Chez la Tante“ den Vorteil, egal auf welcher Piste oder in welchem Nachbarort man sich gerade befindet, man kann den gelben Anstrich des Hauses von überall sehen.
Verpflegung
„Essen wie Gott in Frankreich“
Dieser Leitsatz stimmt in allen Bereichen. Das Frühstück ist einfach großartig und in Büffetform sehr vielseitig:
Frisch gebackenes Brot, Schoko- und normale Croissants, Toast, Nutella, Marmelade, Joghurt, große Auswahl an Käse und Wurst, vielseitige Müsliecke, frisches Obst, Saft, Milch, Kaffee, Tee und das Phänomen Eierkochen. Das Eierkochen ist in dieser Höhe wirklich eine Wissenschaft für sich, denn das Ergebnis war jeden Morgen unterschiedlich – mal weich, selten mittel aber meistens hart. Wer wollte konnte sich für unterwegs Pistenbrote schmieren, denn hierfür wurden extra Brottüten ausgelegt. Wo hat man heutzutage so etwas noch?
Das Abendessen ein Gedicht.
Als Vorspeise meistens Suppe, frisches Brot und ein reichhaltiges Salatbüffet. Bei den Hauptspeisen ebenfalls als Büffetform kann man zwischen unterschiedlichen Gerichten wählen oder auch alles ausprobieren sogar die Vegetarier werden bedacht. Die Gerichte sind mit Liebe und vor allem frisch zubereitet, leider so gut, dass man meistens zu viel ist. Damit nicht gut, nach dem guten Essen kommt dann noch eine Käseplatte mit bestem französischen Käse und zum guten Schluss noch ein super leckerer Dessert oder auch mal Kuchen. Alternativ wurde auch mal ein Raclette- oder Fondue-Abend gemacht. An manchen Abenden wäre dann ein Abendspaziergang nicht schlecht, aber meistens ist man vom langen Skitag und vom guten Essen einfach nur noch müde.
Skigebiet
Ein großes und vor allem vielseitiges Gebiet. Gott sei Dank hatten wir am Sonntag eine Einführungstour in das Skigebiet mit den „Frosch-Skilehrern“. Ein Vorteil der Gäste von Chez la Tante, man kann als erstes die frisch präparierten Pisten herab fahren und das herrliche Bergpanorama genießen, wenn die Täler noch unter einer Wolkendecke „schlafend“ liegen.
Die Pisten werden hier unterschieden zwischen „Grün“, „Rot“, „Blau“ und „Schwarz“ gekennzeichnet. Viele Pisten verlaufen parallel bzw. kreuzen sich, sodass man auch mit unterschiedlichen Leistungsstärken eine Gruppentour unternehmen kann. Die Pisten sind großen Teils sehr breit und nicht so überlaufen, wie in anderen Skigebieten. Hier kann man mit Genuss „Carven“. Überraschenerweise gibt es hier überwiegend Tellerlifte und einige Sessellifte bzw. Gondeln. Zu empfehlen ist die Tour nach Rochbrune, kann man gut mit der Rochearbois-Großraum-Gondel erreichen. Ein wunderschönes großes Skigebiet bis zur Frauen-Weltcup-Abfahrt Cote 2000. Man muss nur die Uhr im Auge behalten, damit man sich frühzeitig auf die Rückfahrt begibt, denn ab 15.00 Uhr wollen alle die Rücktour antreten und man muss lange Wartezeiten an die Gondeln und Liften im Kauf nehmen.
Auf den Touren hat man herrliche Ausblicke z.B. vom Mont Joly auf das Mont-Blanc-Massiv. Mit dem Blick in die Ferne kann man die Seele richtig baumeln lassen und alle Sorgen vergessen.
Ansonsten
Als Rahmenprogramm wurde eine Fackelwanderung mit Glühweinverköstigung, ein Kickerturnier, eine interessante Weinprobe, Waffelbäckerei, Sambakurs und ein Glühwein-Sonnenuntergangs-Trunk angeboten. Man konnte aber auch im Kaminzimmer sitzen, lesen, Spiele machen oder nur quatschen oder sich im TV-Raum mit einer alten „Flugzeugbestuhlung“ aufhalten. Wer wollte nutzte zum Relaxen die finnische Sauna (könnte ein wenig größer sein), Dampfsauna oder den Whirlpool. Saunahandtücher wurden vom Haus gestellt.
Mein persönliches Erlebnis war die Bergtour „Vallèe Blanche“ mit dem erfahrenen und interessanten Bergführer Pierre Pisano.
Gestartet wurde von Chamonix. Mit der Gondel sind wir bis auf 3.842 m hochgefahren und von dort nach einer kleinen Kletterpartie mit den Ski losgefahren. Das Panorama und die einmalige Gletscherwelt waren gigantisch und für diesen Ausblick wurde man für sämtliche Strapazen entschädigt. Die Tour war sensationell und würde sich noch mal machen, denn das nächste Mal wird die Tour nicht die gleiche sein, da sich die Eis- bzw. Gletschermassen ständig bewegen.
Unser Fazit: Dies war nicht unsere letzte Tour mit Frosch-Reisen und St.-Gervais-Megève wird uns wieder sehen. Unsere Gruppe war einfach nur super, viele nette Leute. Wir hatten jeden Tag viel Spaß miteinander

Am 5. Juli 2007 um 16:13 Uhr
Der Urlaub war toll, vielleicht der beste, den ich je mitgemacht habe. außerdem habe ich hier meine große Liebe kennen gelehrnt!
Am 7. August 2007 um 12:53 Uhr
Von diesem tollen Ziel haben uns im letzten Jahr alle Reisenden, die wir in Zermatt und am Arlberg getroffen haben, vorgeschwärmt. Leider lag dort im letzten Jahr kaum Schnee. Für 2008 war das Ziel fest eingeplant und jetzt wurde dieses Ziel, wie auch Zermatt, aus dem Katalog gestrichen. Echt schade…