29. August 2017

Die Mäander der Sieg – Im Siegtal zwischen Dattenfeld und Schladern

Reisebericht von Corinna Ulbig

Frosch Regional-Tour am 19. August 2017

Nach fünf Regionalwandertouren im Koblenzer Raum mit dem Guide Peter Ritzheim, war es an der Zeit für mich, auch mal etwas Neues auszuprobieren: es sollte mit dem studierten Geografen Michael Schulze an die Sieg gehen.

Das Wetter meint es gut – als wir uns zu 9 Frauen und 2 Männern zum pünktlichen Abmarsch mit Michael um 10:45 Uhr auf dem kleinen Bahnhof Dattenfeld einfinden. Dieses Mal kommen die Teilnehmer aus Basel, Göttingen, Dortmund, Köln und Bonn und sind zwischen Anfang 40 und Mitte 50 jung.

Sogleich geht es zu einem Ortsrundgang, da dieser beschauliche Ort an der Sieg neben einer alten, jetzt restaurierten Burg auch noch die einzige Kirche mit Doppeltürmen in der Region, den Siegtaldom, zu bieten hat. Einen kurzen Moment der Stille im Dom lassen wir uns nicht nehmen.

An der Sieg entlang beobachten wir etliche Kanus – teilweise bei ihren “Mutproben“ an kleineren Stromschnellen.

Auf abenteuerlich anmutenden Pfaden geht es im Steilhang bergauf – immer wieder lugt die Sieg tief unten hervor.

Dann am Altarm der Sieg entlang, an Feuchtwiesen und Auenbereichen vorbei zu unserer Halbzeitrast unter einer alten Eiche.

Kurz zuvor zieht ein in der Landschaft auftauchender Frühkölschstand einige Mitwanderer wohl magnetisch an. Sie schließen jedoch rechtzeitig zur Pause und weiteren Ausführungen vom Guide wieder auf. Michael ist bestens vorbereitet und hat sogar Karten und Anschauungsmaterial für uns dabei mit deren Hilfe er uns das Mäandern der Sieg und ihre Begradigung erklärt. Auch über Hohlwege konnte ich etwas lernen. Immer wieder spürt man, dass er mit ganzem Herzen dabei ist und sein Wissen mit uns teilen möchte. Kein Wunder – sein Hobby ist auch sein Beruf!

Der folgende Anstieg zum Kolbenberg ist so steil, dass es seitlich Seile zum “Hochziehen“ gibt.

Das Tempo aber bei der ganzen Tour ist eher gemütlich, so dass niemand Probleme haben dürfte, bei Michael mitzuhalten. Kurze Pausen werden immer wieder zwischendurch eingelegt, wenn es wieder etwas Interessantes zu erklären gibt.

Über kurvenreiche schmale Pfade und idyllische Wiesenwege geht es schließlich zum vorletzten Anstieg – zur Burg Windeck bzw. den Überresten davon.

Während wir den fantastischen Ausblick auf das Siegtal und seine Flussschleifen genießen dürfen, bedient Michael ein weiteres Mal mit Hintergrundwissen und mitgebrachten Bildern der Burg früher unsere Neugier.

Einen letzten Anstieg später erblicken wir die Burg aus anderer Perspektive, nämlich gegenüber – vom höchsten Punkt der Tour oberhalb von Schladern.

Fast pünktlich erreichen wir gegen 16:00 das Ziel unserer Tour – den avantgardistischen Biergarten Elmores auf dem alten Kupferwerksgelände in Schladern. Wer ihn nicht kennt, sollte ihn unbedingt einmal besuchen, er ist wirklich sehenswert. Hier finden auch regelmäßig kulturelle Events von Kleinkunst über Kreativwerkstatt bis zu Konzerten statt.

Diese Idee haben an solch sonnigem Tag natürlich nicht nur wir, so dass man sich kaum vorstellen kann, noch ein nettes gemeinsames Plätzchen zu finden. Doch Michael hatte es geschafft, vorher für uns 2 beliebte Terrassentische mit wunderbarem Blick auf den Wasserfall zu reservieren.

Bei einem kühlen Getränk und einer leckeren Kleinigkeit zu  essen entspannen und genießen wir vollkommen.

Zurück geht’s vom Bahnhof Schladern dann in 2 Minuten wieder zum Ausgangspunkt Dattenfeld.

Ich für meinen Teil denke auf der Rückfahrt, dass Frosch wirklich ein gutes Händchen bei der Auswahl seiner Guides hat oder ist es nur Glück??

Danke an Michael für die interessante Tour und auch an die netten Mitwanderer.

Corinna Ulbig

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