8. März 2016

Eine Reise in die Vergangenheit

Reisebericht von Annette
FROSCH Reiseziel Sportclub Maloja Palace in St. Moritz – Maloja, Schweiz

Mitte Januar geht’s um 20.00 Uhr mit dem Bus vom neuen Abfahrtsort Köln/Bonn Flughafen los. Für uns Kölner ist es ganz praktisch. Die Anbindung mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist gut. Während wir auf dem Bus warten, sitzen wir im Warmen im Flughafengebäude.

Mit dem Bus geht es durch die Nacht in den Schnee. Um 9.00 Uhr kommen wir in Maloja an. Besonders gespannt sind wir auf das ‚Maloja Palace‘. Bei der Ankunft blicken wir auf das riesige Hotel, es thront am Ende des Silser Sees. Es wirkt von außen schon mal beeindruckend.

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Die Eingangshalle ist imposant. Der Speisesaal, mit Stuck an den Decken, lässt uns in die „alte“ Zeit hinab tauchen, als Frauen mit (langen Röcken) Schlittschuh liefen und große Pferdekutschen vorm Eingang hielten und die „edlen“ Herrschaften durch die Landschaft kutschierte.

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Die Zimmer sind geschmackvoll und modern eingerichtet. Ein Mix aus Glas, Holz, Granit. Eyecatcher sind Möbel aus der „Hochphase“ des Maloja Palace. Unser Zimmer der Kategorie B hat neben dem Schlafzimmer auch ein Vorzimmer mit Küchenzeile, Sitzgarnitur, Esstisch und Stühlen, die wir allerdings nur als Kleiderständer gebrauchen.

Der Eingangsbereich und das Treppenhaus sind beeindruckend groß. Im Wintergarten mit den alten Sprossenfenstern und mit Blick auf die Berge kann man ebenso wie im großen Speisesaal noch den alten Glanz des Hauses spüren. Mit etwas Phantasie fühlt man sich in die Zeit um 1896 zurückversetzt und sieht die Damen der damaligen Gesellschaft mit ihren wallenden Kleidern und den großen Hüten durch die Gänge gehen.

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Zurück zur Gegenwart: Nach dem Frühstück fahren wir mit dem Bus zum Skigebiet Corvatsch. Drei Skigebiete können wir von Maloja angefahren: Corviglia, Corvatsch mit Furtschellas und in das weit entfernte Diavolezza mit Lagalb.

Die Anfahrt zu den Skigebieten ist sehr lang. Täglich hat man ca. eine einstündige Anfahrt bis man auf der Piste auf dem Ski steht. Während der Busfahrt entschädigt der Blick auf die Berge und auf den Silser See etwas für die weite Anfahrt.

Die Bushaltestelle ist in der Nähe des Hauses gut erreichbar. Auch wenn der Weg um das Haus – wegen seiner Größe – weiter zu sein scheint, als die Strecke zur Bushaltestelle. 😉

Nicht so schön ist, dass wir immer umsteigen müssen, um ins Skigebiet zu kommen und wenn man ungünstig ankommt, muss man leider auch schon mal 25 Minuten auf den Anschlussbus warten.

Deshalb freuen wir uns, dass für das Maloja Palace an verschiedenen Tagen ein Bus eingesetzt wird, der uns am Haus abholt und direkt zum Skigebiet fährt. Das erspart uns Zeit und das Umsteigen.

An unserem Ankunftstag sind wir zum Corvatsch gefahren. Das Besondere: Das Nostalgierennen. Wir begegnen Menschen in nostalgischem Outfit auf nostalgischen Ski, alles sehr authentisch.

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Wir verbringen den ersten von sieben sonnigen und schönen Tagen auf der Piste.

Zurück im Hotel sind abends auch die Selbstanreisenden da. Wir sind um die 60 Leute. Zum Abendessen, sehr gemütlich und kommunikativ an großen runden Tischen sitzend, genießen wir den ersten Abend. Das Team stellt uns zwischen Hauptspeise und Nachtisch das Tagesprogamm für den nächsten Tag vor.

An unserem zweiten Tag fahren wir gemeinsam mit der Gruppe zum Corvatsch. Das Skigebiet ist nicht besonders groß, dennoch machen wir bei der Skigebietsführung unsere Pistenkilometer. Die Skigebietsführung geht nur den halben Tag, bis 12:45 h. Wir haben ausreichend Schnee, auch wenn es gerne noch etwas mehr hätte sein können. Um 16:13 😉 fährt der Shuttelbus wieder zurück zum Maloja Palace. Praktisch. J

Den Abend lassen wir am Haus mit Glühwein ausklingen. Après Ski ist in der Schweiz nicht angesagt und schon gar nicht im Maloja Palace. Das sollte man wissen, wenn man sich für diese Reiseziel entscheidet. So ist auch die Musik beim Glühwein eher gediegen als stimmungsmachend. Etwas mehr stimmungsmachend hätte es ruhig sein können.

Nach dem Abendessen können wir beim Quiz – bei Fragen rund um das Gebiet – testen, wie gut wir tagsüber bei der Skigebietsführung aufgepasst haben.

An einem Tag geht es zur Diavolezza und zur Lagalb. Die Fahrt dauert über 1 ½ Stunden. Deshalb geht es auch schon früh los. Der Bus fährt um 8:45 h. Leider liegt der Schnee nicht besonders üppig. Deshalb ist auf der Lagalb nur eine Piste offen. Der Blick von dort oben auf dem Gletscher und ins Tal ist faszinierend. Nach zwei bis drei Abfahrten nehmen wir den Bus zur Diavolezza. Das gegenüberliegende Skigebiet.

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Mit der Gondel geht’s nach ob. Die Gletscherabfahrt ist leider gesperrt. Zu wenig Schnee. Von oben sehen wir die Gletscherspalten, wo sonst die Route entlang geht. Der Blick ist atemberaubend und wir sitzen wir in der Sonne und genießen das Umfeld. Kaum zu glauben, dass wir Januar haben. Es ist so warm, wie im März.

Noch einen spannenden Programmpunkt haben wir uns für den Tag vorgenommen: Eine Fahrt mit der Rhätischen Eisenbahn von Diavolezza nach Alp Grüm (2.091 m über dem Meer). Sie dauert 25 Minuten.

Der Bahnhof in Alp Grüm ist umgeben von einer einmaligen Berglandschaft. Vom Palü-Gletscher mit dem Palü-See über die Ebene von Cavaglia. Ein Panorama bis hin zu den italienischen Alpen. Nach 30 Minuten Aufenthalt nehmen wir die Bahn zurück nach St. Moritz. Die Fahrt ist im Skipass inbegriffen.

Insgesamt werden in der Woche drei Skigebietsführungen angeboten. Da keines der drei Skigebiete (Corvatsch, Corviglia und Daiavoleza/Lagalb) sehr groß ist, erstrecken sich die Führungen lediglich auf den Vormittag.

Ein besonderer Programmpunkt außerhalb des Skifahrens: Eine Dorfwanderung durch Maloja geführt von einem Einheimischen. Der Abschluss des Rundweges endet bei Kaffee und Kuchen im Maloja Palace. Hier schließen wir – die wir von der Skipiste kommen – uns der Runde an und lauschen den Geschichten rund ums Maloja Palace.

Weitere Programmpunkte in der Woche sind Kickerturnier, Fackelwanderung und Spieleabend.

Am Wochenende unserer Abreise findet das bekannte Polospiel in St. Moritz statt. Das wollen wir uns nicht entgehen lassen und mischen uns unter die pelzbesetzte High Society.

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Es gibt auch eine Tribüne für Jedermann, so sitzen wir komfortabel während die Jockeys mit ihren Pferden über’s Polofeld jagen. IMG_1224

Das Essen im Maloja Palace war gewohnt gut Jeden Tag gab es vier Gänge. Eine Suppe, Salat, Hauptspeise und Nachspeise. Wie zu erwarten, wenn man in der Schweiz ist, gab es an einem Abend Schweizer Raclette.

Es war ein rundum sonniger und schöner Skiurlaub mit High Society Anschluss.

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