27. Juni 2011

Eine Reise in die Vergangenheit.

Reisebericht von Anette D.
FROSCH Reiseziel Sportclub Maloja Palace in St. Moritz/Maloja, Schweiz

Das Skigebiet rund um St. Mortiz im Engadin hat uns gereizt. Besonders gespannt waren wir allerdings auf das ‚Maloja Palace’. Bei der Ankunft sehen wir es schon in der Ferne. Es thront am Ende vom See und liegt etwas außerhalb von St. Moritz, in Maloja. Von außen wirkt es schon mal sehr beeindruckend.

Corinna empfängt uns am Hintereingang. Für den ersten Skitag lagern wir unser Gepäck in der „Sala de pingpong“ (Ping-Pong-Saal). Soviel Platz, um unseren Koffer zu öffnen und uns für den ersten Skitag fertig zu machen, hatten wir noch nie.

Zu Anfang ist es tatsächlich dann auch nicht so einfach sich im Haus zurecht zu finden. Des Öfteren stellen wir uns die Fragen: ‚Müssen wir nun rechts oder links den Gang entlang?’ Zweimal standen wir unbeabsichtigt in der Küche. Es war die falsche Richtung und die falsch Tür.

Die Zimmer sind sehr schön eingerichtet. Alles sehr geschmackvoll und modern. Ein Mix aus Glas, Holz, Granit. Eyecatcher sind Möbel aus der „Hochphase“ des Maloja Palace.

In manchen Zimmern sind noch die alten Waschbecken und alte verzierte Heizkörper vorhanden. Natürlich alles eingebettet in einem modernen Umfeld.

Der Eingangsbereich und das Treppenhaus sind beeindruckend groß. Im Wintergarten mit den alten Sprossenfenstern und mit Blick auf die Berge kann man ebenso wie im großen Speisesaal noch den alten Glanz des Hauses spüren. Mit etwas Phantasie fühlt man sich in die Zeit um 1896 zurückversetzt und sieht die Damen der damaligen Gesellschaft mit ihren wallenden Kleidern und den großen Hüten durch die Gänge gehen.

Die Aufenthaltsräume, wie Bibliothek, Fernsehraum etc. sind bezaubernd und ebenfalls in einem Mix aus modern und alt eingerichtet.

Viele alte Fotografien an den Wänden lassen Menschen erkennen, die zur Blütezeit dieses Hauses hier verkehrt sind. Man sieht Menschen Schlittschuhlaufen, Skifahren oder Hockey mit Sekt oder Champagnerflaschen spielen. Die damalige Elite.

Die Anfahrt zu den Skigebieten ist etwas länger. Ungefähr 15-20 Minuten fährt man mit dem Bus. Die Bushaltestelle ist gut erreichbar, in der Nähe des Hauses. Auch wenn der Weg um das Haus, wegen seiner Größe, weiter zu sein scheint, als die Strecke zur Bushaltestelle. 😉 Die längere Busfahrt ist nicht weiter tragisch. Wir haben die Landschaft jeden Tag aufs Neue genossen. Die Fahrt von Maloja geht am See entlang und wir hatten einen tollen Blick darauf und auf die dahinter liegenden Berge. Auch nach einer Woche wurden wir nicht müde, diesen Blick zu genießen.

Für Langlauf Fans bietet der See eine herrliche Fläche um sich auszutoben, natürlich nur solange, das Eis einen trägt. Von den Skigebieten aus konnten wir teilweise auf den See blicken und sahen viele schwarze sich bewegende Punkte: Snowkiting auf dem See.

Prominenz ist uns nicht über den Weg gelaufen. Obwohl eine aus unser Gruppe glaubte, das Grinsen von Martin Semmelrogge gesehen zu haben.

Drei Skigebiete sind wir von Maloja angefahren: Corviglia, Corvatsch mit Furtschellas und Diavolezza mit Lagalb. Der höchste Punkt ist der Corvatsch mit 3303 m. Der Schnee in den Nordhängen und den höheren Regionen war für die erste Aprilwoche noch sehr gut. Je tiefer wir kamen, umso sulziger wurde es. Aber wen überrascht das schon, in der ersten Aprilwoche. Sogar die eine oder andere Talabfahrt war noch möglich.

Der Blick von Diavolezza auf den Piz Palü hat bei uns Eindruck hinterlassen. Eine atemberaubende Gletscherkulisse.

Gemütlich an der Hauswand sitzend, haben wir das Glitzern des Gletschers in der Sonne genossen. Am Nachmittag sind wir dann entlang einer atemberaubenden Gletscherkulisse, die l0 km lange Gletscherabfahrt hinunter ins Tal gefahren. Danach haben wir den Berg gewechselt und uns in Lagalb ausgetobt. Den letzten Bus nach Maloja haben wir verpasst und mussten so mit der Rhätischen Eisenbahn fahren. Was sich im Nachhinein nicht als besonders tragisch herausstellte. Im Gegenteil, es war eine wunderschöne Fahrt durch das Engadin. Zwar ungewollt, deshalb nicht minderschön. Die Fahrt ist im Skipass enthalten.

Alles in allem war es eine wunderschöne Reise. Der Koch hat sich wieder mächtig ins Zeug gelegt. Die Sonne lachte die ganze Woche vom Himmel. Die Pisten waren gut präpariert. Schnee gab’s noch genug. Und ein Haus, wie es Frosch bisher noch nicht im Programm hatte und eine Reise wert ist.

Skiheil, Annette

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