21. August 2017

Geniale Woche in Westendorf 01.-08.07.2017

Reisebericht von Heike Hertle

FROSCH Reiseziel Sportclub Wilder Kaiser in Westendorf, Österreich

Eigentlich sollte es mal wieder nach Kitzbühel gehen. Nachdem das Tirol jedoch aus dem Froschprogramm genommen wurde, stand ich vor eine schweren Entscheidung: eine Woche Schweiz nach Champery oder Österreich nach Westendorf in eine Familienreisewoche, wo ich als Alleinreisende überhaupt nicht hin wollte. Aber mein Herz wollte unbedingt nach Österreich, das war eindeutig zu spüren. Dann eben ins verschlafene Westendorf, als Kompromiss. Und die Frösche in Münster versicherten mir vor Buchung, dass außer mir noch mindestens 5 andere Alleinreisende gebucht haben. Also gar kein Risiko allein unter Familien zu sein. ( Wobei ich grundsätzlich nichts gegen Familien habe!)

Mal wieder im Regen angereist, bezog ich mein sehr schönes Zimmer mit schönem Blick in die Landschaft. Beim Einchecken erfuhr ich, dass außer mir nur eine weitere allein reisende Person gebucht hat. Das hat mich schon schwer gewundert und enttäuscht. Aber dann kam´s: schon beim ersten Abendessen war klar, dass wir 14 Gäste eine super Mischung sind. Familien mit Kindern sind, wie Alleinreisende, auch immer sehr unterschiedlich. Und diese anwesenden Familien waren genial!

Am Sonntag regnete es immer noch. Trotzdem sind fast alle zur Bike Schnuppertour an den Schwarzsee bei Kitzbühel mitgefahren. Ziemlich durchnässt und verdreckt kehrten wir zurück und hatten einen bis drei Saunagänge verdient.

Montag: schon wieder Regen. Aber wir ließen uns nicht unterkriegen und wagten uns erneut auf die Räder. Richtung Hopfgarten, dann bergauf Richtung Wolkendecke und siehe da, allmählich ließ der Regen nach. Auf der Straubinger Käsealm trafen wir auf die Wanderer was zu einem recht fröhlichen, verbalen Schlagabtausch zwischen Bikern und Wanderern führte. Klassisch halt. Und ratet wer zuerst beim Hotel zurück war: logisch!

Am frühen Abend gab Hagen, unser Wanderguide und Yogalehrer, eine Schnupperstunde Yoga für Anfänger. Neeee, das ist gar nichts für mich…

Dienstag- bikefrei, Zeit für andere Pläne. Ich kam die Treppe herunter und wurde direkt von meinen Mitreisenden zum Wandern eingeteilt. Oh nein, auch das ist nicht wirklich mein Ding!  Aber mir wurde versprochen, dass ich den Berg rauf- und runtergequatscht werde.  Und das war dann auch so. Wunderschöne Ausblicke in die Natur, auf die umliegende Bergwelt und eine hervorragende Kaspressknödlsuppn auf der Rotwandalm- das hat sich schon gelohnt. Aber laufen, ich sag´s euch, das muss aus meiner Sicht so gar nicht sein.

 

Mittwoch durfte ich endlich wieder auf´s Rad. Unsere Gruppe war recht klein und unser Bikeguide Chris, in Kitzbühel bekannt wie ein bunter Hund, nahm uns mit auf eine recht anstrengende Tour auf einen Berg dessen Namen ich mir nicht merken konnte. Aber an den fantastischen Blick auf den Wilden Kaiser kann ich mich sehr wohl erinnern. Einfach nur schauen und genießen! Noch ein kleines Eis auf dem Rückweg in Kirchberg und die Tour nahm ihr Ende.

Foto Kaiserschmarrntour

Dann die Krönung am Donnerstag: „Heikes Kaiserschmarrntour“. Die ganzen Tage davor machte ich Chris und meine Mitreisenden verrückt mit dieser Tour.  Diese bin ich vor einigen Jahren schon mal gefahren und auch nur, weil mir ein genialer Kaiserschmarrn versprochen wurde. Es handelte sich um den Aschauer Höhenweg. Zunächst war ich mir nicht sicher, ob wir wirklich auf der richtigen Tour sind. Natürlich wuchs der Gruppendruck immer mehr, denn jeder wollte nun diese tolle Tour miterleben. Aber Chris hatte das alles im Griff. Er beruhigte mich und versicherte mir, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Die Strecke zieht sich ewig und man denkt immer wieder endlich oben zu sein. Und dann kommt doch noch eine Steigung und noch eine und… Dann waren wir oben. Aber weit und breit kein Kaiserschmarrn. Für mich wurde es nun immer enger denn die Erinnerung konzentrierte sich hauptsächlich auf den Geschmack und nicht die Position der Hütte in der ich derzeit war. Tatsächlich mussten wir noch ein ganzes Stück bergab fahren bis wir endlich zum „Gauxer Stadl“ kamen und kulinarisch belohnt wurden. Alle waren begeistert von der Tour, sagten sie zumindest,  und wir kamen auf gewohntem Weg ziemlich erledigt ins Hotel zurück.

Foto Hahnenkamm

Dann war schon wieder Freitag. Die Radgruppe schrumpfte nun auf drei Teilnehmer. Von Kirchberg aus mit der Fleckalmbahn hinauf und dann zum Hahnenkamm oberhalb von Kitzbühel rüber. Atemberaubende Ausblicke! Und einmal im Starthaus der legendären Streif stehen, das ist schon beeindruckend. Alles Wahnsinnige die sich da auf Ski runter stürzen! Die Abfahrt nach Kitzbühel runter war eine der längsten die ich je gemacht habe. Die Bremsen liefen zeitweise schon recht heiß…

Hahnenkamm Starthuette

Als wir zurückkamen, hatte das Froschteam tatsächlich den tags zuvor gelieferten Rollrasen verlegt. Dies gehört zur Geschichte rund um´s Haus. Da ein Anbau entstand, war noch recht viel Baustelle zu sehen und eben auch ein „Acker“ der zum Rasen werden sollte. Die engagierten Teamer machten uns die Woche sehr angenehm, sodass wir die Baustelle kaum wahrnahmen. Und zum Abschluss dann sogar ein echter Rasen, prima!

Gartenarbeiten

Abschließend: Westendorf ist zwar verschlafener als Kitzbühle, aber das war mir egal.  Tolles Haus, super Teamer, delikates Essen und tolle Touren, was will man mehr! Eine der besten Wochen die ich mit Frosch und ihren Gästen erlebt habe!

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