17. März 2016

Härzlich wilkomme i Davos (13. – 20. Februar 2016)

Reisebericht von Jürgen Baur
FROSCH Reiseziel Single-Sportclub Derby +-39 in Davos, Schweiz

Vor fast genau zehn Jahren war ich mit Frosch bereits einmal in Davos: Damals jedoch im Sportclub Real – den Sportclub Derby, gab es noch nicht. Daher sollte es jetzt ins Derby gehen …

Die Busanreise

Meine Skireise startete mit dem Bus ab Köln. In dieser Saison war der Abfahrtsort jedoch nicht wie bislang Köln – Deutz sondern der Fernbus-Bahnhof am Flughafen Köln/Bonn. Dieser ist zwar auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen, doch je nachdem wann der Bus am Sonntagmorgen zurückkommt, kann man unter Umständen stranden (Gastronomie und einen Rewe Supermarkt gibt’s in den Terminals). Alternativ kann man das Auto in Parkhaus P3 abstellen und kommt auch Sonntagmorgen ohne Verzögerung weg (Online-Tarif des Parkhauses spart regelmäßig min. 10 Euro).

Nachdem auch andere Reiseveranstalter den Abfahrtsort nutzen, fanden sich gegen 22 Uhr doch viele Reisende an den Bussteigen ein. Der Bus nach Davos, ein doppelstöckiger Bröskamp-Bus, war sowohl für die Gäste des SC Derby als auch des SC Real eingesetzt. Im oberen Bereich des Busses waren die Relax-Sitze und unten die Standard-Plätze. Für das Gepäck stand neben den Kofferräumen im Bus auch noch ein Anhänger zur Verfügung – mehr als ausreichend Platz für alles! Los ging’s in Richtung Berge und Schnee …
Ungewöhnlich früh näherten wir uns Davos. Zunächst stiegen die Gäste des SC Real aus und ein paar Minuten später stand unser Bus unterhalb des SC Derby: Begrüßung durch die Hausleitung, Gepäck reinbringen und ab zum Frühstück.

01_SC_BlickMorgendlicher Blick vom Eingang des Derby auf die Bergwelt

Während wir ausgiebig frühstückten, kümmerten sich die Teamer um den Skipass. Anschließend kurz umziehen und mit ein paar anderen Fröschen konnte der erste Skitag auf der Parsenn beginnen.

02_Parsenn_TotalpErholung an der Schneebar Totalp

Gegen 15 Uhr konnten die Zimmer bezogen werden. Zuvor konnte man jedoch Schwimmbad und Sauna nutzen, so dass an- und abreisende Gäste sich auch einen angenehmen Tag in Davos und in Sportclub machen konnten.

Der Sportclub Derby

Der heutige Sportclub Derby kann auf eine längere Geschichte als Hotel im Luftkurort Davos zurück blicken (wer mehr über Davos und das Haus erfahren will, kann dies während einer Präsentation im SC erfahren, die vom Frosch Team angeboten wird). Die Zimmer im Hauptgebäude sind einfacher als im Neubau und je nach Lage im Gebäude hatten Mitreisende auch unfreiwillig akustisch am Abendprogramm teilhaben können. Im Neubau ist man davon jedoch unbehelligt und freut sich über die doch recht geräumigen Zimmer.

Der Skikeller findet sich im Untergeschoss des Hauptgebäudes und verfügt über beheizte Skischuhständer, die über zwei Räume verteilt sind. Snowboards lassen sich etwas ungünstig abstellen, da entlang der Wände am Boden Metall-Halterungen für Ski und keine separaten Ständer oder Halter vorhanden sind.

Auch Schwimmbad und Sauna finden sich im Hauptgebäude. Eine Terrasse beim Schwimmbad schafft die Möglichkeit, sich nach einem Saunagang im Schnee zu wälzen.

03_Pool_AussenSchwimmbad mit Terrasse zur Schnee-Abkühlung

Für Schwimmbad und Sauna konnte man an der Rezeption gegen Entgelt bzw. Pfand auch Bademantel und –tuch erhalten.

Achja, natürlich ist da noch Davos vor der Tür:
Eine Kleinstadt in den Schweizer Bergen. Hier findet man wohl alles, was man braucht: Bereits an der Promenade unterhalb des Sportclubs finden sich einige Geschäfte, so beispielsweise auch Migros und coop pronto (hier auch Coffee-to-go) und die Bushaltestelle Dischmastrasse für die Linienbusse nach Davos Platz und Skigebiete am Jakobs- und Rinerhorn.
Ungefähr 250m entfernt ist die Parsenn-Bergbahn, die den Zugang zum größten Skigebiet von Davos eröffnet. Die schwarze Davos-Talabfahrt von der Parsenn endet beim SC Real.

04_DavosTalabfahrt nach Davos

 Daneben bietet Davos auch noch Winter-Wanderwege, ein Eis-Stadion, Erlebnisbad, umfangreiche Einkaufsmöglichkeiten und vieles mehr.

Die Skigebiete

Davos hat mehrere Skigebiete. Das größte davon ist die Parsenn. Dieses und fast alle anderen Gebiete kann man im Rahmen des Ski-Guidings erkunden, welches ab Sonntag angeboten wurde. Wie üblich findet das Guiding in unterschiedlichen Geschwindigkeits-Gruppen statt. Durch diese Guidings lässt sich zum einen das Gebiet kennen lernen und zum anderen schnell Kontakt zu Mitreisenden finden.

Ein paar Worte zu den Skigebieten:

  • Die Parsenn bietet nicht nur die längste Abfahrt (knapp 12km bis Küblis, leider geht es von dort nur mit der Bahn zurück) sondern auch die meisten Pisten aller Schwierigkeitsgrade. Ferner mit 2.844m den höchsten Punkt des gesamten Gebietes, Boarder- und Skicrosspark, Geschwindigkeitsmesstrecke, Iglu-Dorf etc. und stellt auch eine Pistenverbindung nach Klosters (von dort Anschluss zur Madrisa mit Zubringerbus) her.
  • Das Jakobshorn, welches erst zur Mittagszeit Sonne erhält, ist aufgrund von Funpark, Skihütten (Whirlpools an der Jatz-Hütte) etc. eher der Eventberg und demnach meist auch voller als die Parsenn. Allerdings finden sich hier auch einige breite Pisten.
    Am Fuß des Jakobshorn (Bolgen) findet sich eine Halfpipe und Anfänger-Skilifte (Learn-to-Ski Kurse starten hier)
  • Das Rinerhorn ist rund 30min vom SC Derby entfernt und mit dem Bus oder Bahn zu erreichen. Es ist bei weitem nicht so sehr besucht, wie die Parsenn oder das Jakobshorn, wenngleich sich eigentlich ein paar interessante Pisten dort befinden (unbedingt mal die 10 zur Talstation nutzen). Überdies gibt es eine Rodelstrecke. Größter Nachteil – insbesondere für Snowboarder: Abgesehen von der Kabinenbahn aus dem Tal finden sich hier ausschließlich Schlepplifte. Diesbezüglich zu erwähnen, der Rodeo-Schlepper am Hubel, der um die Ecke läuft.

05_RinerhornBergstation der Rinerhornbahn

  • Die Madrisa, ein Familienskigebiet bei Klosters, ist gekennzeichnet von vielen Kindern und Schleppliften.
    Ab Klosters sollte man einmal mit der rhätischen Bahn (UNESCO Weltkulturerbe) zurück nach Davos Dorf fahren: Möglichst auf der linken Seiten Platz nehmen und das Panorama genießen (der Skipass gilt auch für die Bahn).
  • Zu erwähnen ist noch Pischa: Aufgrund hoher Verluste ist der einzige noch verbliebene Lift nur noch zeitweise in Betrieb. Heute richtet sich das Gebiet eher an Schneeschuh- und Langläufer, Winterwanderer – jedoch auch Freerider!

06_MadrisaMadrisa Land im Madrisa-Gebiet

Im Tal von Davos finden sich auch diverse Langlauf-Loipen – sowohl für Skating als auch für die klassische Technik. Der Einstieg ab dem SC Derby ist denkbar einfach und nur gut 400m entfernt: Vom Derby die Dischmastrasse nach unten laufen, Bahnlinie und Bach überqueren und danach kann’s los gehen.

Skiverleih

Im SC Derby gibt es – wie in vielen anderen Frosch Sportclubs – eine Skistation und so besteht die Möglichkeit, Ski im Haus zu leihen und auch preiswert einen Ski-Service durchführen zu lassen.

Neben Abfahrtski konnte auch Freeride-Ausrüstung und Langlauf-Ski sowohl für Skating als auch die klassische Technik ausgeliehen werden. Langlauf-Schuhe mit NNN-Bindung gab’s im Sportclub; Skischuhe konnten in einem Sportgeschäft an der Parsenn-Bahn geliehen werden.

07_Parsenn-BahnIn der Parsenn-Standseilbahn zum Weissfluhjoch

Ski- und Snowboardkurse

Im SC Derby findet sich auch eine Frosch Skischule, die bei den Kursen mit der Skischule im SC Real zusammen arbeitet. Das Angebot umfasst neben Learn-to-Ski, Snowboard-Anfänger, Fortgeschrittenen-Kurse für Ski und Snowboard, Steps beispielsweise zu Technik auch Einführungen in die Langlauf-Techniken. Preislich erscheinen mir die Kurse durchaus günstig zu sein. Es wurden jedoch – mangels Nachfrage – nicht alle Kurse durchgeführt.

Ich nahm zum einen an einem Ski F-Kurs teil: Drei Tage mit jeweils 3 Stunden.
Nachdem jeder Kursteilnehmer sein Können auf der Piste vor den beiden Skilehrern zeigte, erfolgte am ersten Kurstag eine weitere Einteilung in zwei Gruppen. Durch diese zusätzliche Einordnung wurde gewährleistet, dass ungefähr gleich starke Skifahrer/-innen zusammen waren und niemand über-/unterfordert wird. Während der erste Kurstag noch harmlos war und so manche Ausführung an einen früheren Skikurs erinnerte, ging es am zweiten und dritten Tag dann deutlich mehr zur Sache: Nicht nur Technik- und Carving-Übungen zehrten an den Kräften. Der Kurs fand überwiegend auf roten jedoch auch auf schwarze Pisten auf der Parsenn statt. Zwischen den zweiten und dritten Kurstag gab’s einen Tag frei, um sich etwas zu erholen. Im Ergebnis konnte ich doch auch einiges an neuen Kenntnissen mitnehmen!

08_Parsenn-KursCarving Übungspiste im Skikurs

Zum anderen nahm ich an einer zweistündigen Einweisung Langlauf Skating teil. Skating-Ski und Schuhe gab’s im SC Derby. Kursort war das Langlaufzentrum von Davos. Ich gebe es zu: Am Anfang hatte ich doch meine Schwierigkeiten mit der für mich neuen Technik. Es wurde jedoch besser! Im Vergleich zur klassischen Technik erreicht man mit Skating doch höhere Geschwindigkeiten – allerdings auch mit entsprechender körperlicher Anstrengung. Spaß hat es uns Kursteilnehmern allemal gemacht, schließlich dehnten wir den Kurs aus und liefen auf der Loipe zurück in Richtung Sportclub. Für mich war danach klar: Skating gilt es auszubauen!

Das weitere Programmangebot

Wie in allen Frosch Sportclubs üblich, befand sich bei der Rezeption auch ein Überblick über das Wochenprogramm. Allerdings wird das Tagesprogramm für den Folgetag auch während des Abendessens präsentiert – man verpasst also in der Regel nichts aus Unwissenheit.

Neben dem bereits angesprochenen Angebot an Ski-Guidings und Kursen, auch externen Veranstaltern (unter anderen Gleitschirm-Fliegen) gab es an den Nachmittagen und Abenden weitere Programmpunkte:

  • an zwei Tagen Apres-Ski an der Schnee-Bar vor dem Club; einmal auch mit frischen Waffeln
  • Kaffee und Kuchen an der Bar
  • An zwei Tagen stand Wellness in der Sauna im Mittelpunkt mit Aufguss, Früchten und Säften
  • Hausgolf mit einem mobilen Loch quer durch den SC Derby
  • an den Abenden auch Kicker-Turnier, Nagel-Contest, Dating-Spiele, Dart usw. jeweils mit Party-Ausklang

Das individuelle Verwöhnprogramm konnte beispielsweise mit Massagen ausgeweitet werden.

Abfahrtstag und die Rückreise

Am letzten Reisetag, der mit viel Sonne begann, mussten morgens die Zimmer geräumt werden. Das Gepäck konnte in der unteren Etage der Hausverbindung Hauptgebäude – Neubau untergebracht werden. Duschen stehen bei der Sauna, die nachmittags auch in Betrieb war, zur Verfügung. Demnach konnte man auch den letzten Tag nochmals zum Skifahren oder in der Loipe nutzen. Tagsüber setzte heftiger Schneefall ein und als wir am Spätnachmittag ins Tal ab fuhren, lag auf den Straßen bereits eine geschlossene Schneedecke.

Nach dem Heimkehrer-Süppchen begann das Beladen des Busses gegen 17:45 Uhr – Abfahrt gegen 18 Uhr. Auf schneebedeckter rutschiger Straße ging es runter nach Klosters und je näher wir nach Landquart kamen, umso weniger Schnee gab es.

Die weitere Rückreise war verlief ausgesprochen ruhig und viel schneller als gedacht: Gut eine Stunde vor der ausgeschriebenen Zeit erreichten wir Köln Flughafen.

09_Parsenn_WolkenÜber den Wolken auf der Parsenn

Fazit

Für mich war es die zweite Skireise nach Davos und ich kann mir sehr gut vorstellen, wieder nach Davos zu fahren: Die relativ hohe Lage macht es schneesicher, die Vielfalt an möglichen Sportarten und auch die Größe der Stadt machen Davos als Wintersportort interessant.
Der SC Derby ist ein Haus mit vielen Gästen und der persönliche Kontakt zu den Teamern ist eingeschränkter als in manch anderen Clubs. Allerdings sorgten die Teamer auch hier für einen angenehmen und positiven Urlaub in den Schweizer Bergen – vielen Dank dafür!

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