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Vom 15.-22.10.2009 – Korfu im Herbst

Reisebericht von Karen Marggraf [karen.marggraf at t-online.de]
FROSCH Reiseziel Sportclub Korfu, Griechenland

Meine Freundin und ich haben dieses Ziel gewählt, da es mit einem interessanten Sportangebot lockte und Ende Oktober vielleicht noch nicht zu kalt ist.

Wir landeten morgens sehr früh auf der Insel Korfu. Nach 50 Minuten Fahrt kamen wir in Agios Georgios an. Die Hotelanlage ist nah am Meer in einem sehr schönen Garten gelegen . Da wir noch auf die Freigabe der Zimmer warten mussten, ging es erstmal an den Pool. Wir hatten uns darauf eingestellt, dass das Wetter schlechter wäre und genossen die Sonnenstrahlen, nach dem ersten Frost in Deutschland. Die folgende Woche über hatten wir weiterhin sommerliche Temperaturen und das Wasser war mit über 20 Grad auch fantastisch. Es wurde Abends zwar schon sehr kühl und Nachts hat es oft geregnet, gewittert und gestürmt, aber morgens klarte es immer wieder auf und wir konnten an den geplanten Aktivitäten bei bestem Wetter teilnehmen.

1-Korfu

Das auch hier die Nachsaison begonnen hatte, war deutlich zu sehen, denn die meisten Gastronomiebetriebe und kleinen Hotels hatten schon geschlossen. Die Supermärkte verkauften ihre Reste und die Mietwagenstationen hatten teilweise auch schon geschlossen.

Nachdem wir erstmal die nähere Umgebung erkundet hatten, waren wir begeistert von der Nähe zum Meer und dem kilometerlangen Sandstrand mit seinen bizarren Sandskulpturen.

2-Sandskulptur

Die Hotelanlage verfügt über einen tollen Pool mit Bar und vielen Schattenplätzen im Garten sowie einen top Tennisplatz und ein Volleyballfeld.

Wir hatten ein Zimmer mit Balkon und Blick in den Garten. Die Größe und Ausstattung der Zimmer war sehr gut, die Badezimmer könnten allerdings mal eine Renovierung vertragen. Wir haben uns hier trotzdem sehr wohl gefühlt.

3-Blick-Fenster

Gefrühstückt wurde im Foyer, da es im Garten zu kalt war und abends ging es in die Mangobar auf der anderen Straßenseite direkt am Meer. Eine tolle Chill- out – Bar im Sommer, denn die bequemen Möbel auf der Terrasse laden bei wärmeren Temperaturen zum Sundowner ein. Für uns war es leider zu kalt, um abends den Blick zu genießen. Zum Abendessen haben wir uns immer die wärmsten Klamotten angezogen. Aber nach dem Essen wurde im Innenbereich an der Theke immer ganz nett abgefeiert.

Nachdem am Sonntag die Frosch-Schnuppertouren stattgefunden hatten, haben wir uns am Montag für die Biketour zum Nachbarstrand entschieden.

Es war eine sehr rutschige Fahrt durch die Olivenhaine, da der sehr lehmige Boden von den Regenfällen nachts aufgeweicht war. Wir sahen sehr schnell aus wie schlammige Frösche, aber dann am Ziel angekommen wurden wir belohnt mit einer schönen Badebucht mit Sandstrand und einer erfrischenden Meeresbriese.

4-Nachbarstrand

Auch hier war bis auf eine Taverne alles schon geschlossen und wir waren die einzigen Touris. Auf der Rückfahrt mussten wir doch noch einige Steigungen mit dem Bike erklimmen und für mich stand dann auch fest: Eine Bike-Tour mit höherem Anspruch brauchte ich nicht versuchen.

Am Dienstag haben wir an einer Wanderung teilgenommen, die mit einem einstündigen Transfer in den Norden begann. In Agios Georgios Pagon wurden wir aus dem Bus „geworfen“ und es hieß laufen, laufen, laufen…… Es ging durch Olivehaine und immer wieder hatten wir freien Blick auf beide Küsten und auf das Festland Albaniens und Griechenlands. Die Temperaturen waren optimal zum Wandern und es machte sehr viel Spaß. Mittags trafen wir an der Festung Angelokastro ein, die in schwindelnder Höhe über dem Meer erbaut wurde. Hier konnten wir dann auch gemeinsam in einer Taverne etwas Essen und Entspannen. Wer Lust hatte, konnte die Festung besteigen und wurde mit einem fantastischen Blick über das Meer belohnt.

5-Klippenblick

Weiter ging es zur Bucht Paleokastritsa, wo auf den Felsen die Klosteranlage Moni Panagia Theotokou lag. Die Anlage lag in einem liebevoll gepflegten Garten oberhalb des Meeres mit einem tollen Ausblick über die Klippen. In einem kleinen Souvenier-Shop konnte man Heiligenbildchen und Olivenölfläschchen kaufen. Ganz schräg war hier die Atmosphäre, da das Radio ACDC mit highway to hell spielte. Von hier ging es dann mit dem Bus zurück.

Wir haben auch an der Wanderung Coast-To-Coast teilgenommen und an der Tour nach Korfu-Stadt. Leider hatte man hier nur wenig Zeit das „Sissi-Schloss“ zu besichtigen und an der zweiten Station bei einem Kloster wären wir auch gern noch geblieben. Hier gingen wir direkt an der Landebahn des Flughafens entlang über einen Damm im Meer und mit Glück erlebt man, wie ein Flieger über einen hinweg zur Landung ansetzt. Wir hatten genug Zeit die  Stadt zu besuchen und die kleinen Gassen und netten Geschäfte zu genießen. Korfu Stadt ist sehr lebendig und die Griechen genießen abends das Zusammensein in den Arkaden-Cafés.

Wir haben uns dann noch mit ein paar Fröschen getroffen und unter die Griechen gemischt.

6-Archillion

Die nächste Nacht brachte viel Regen und Sturm und auch der folgende Tag war grau in grau, aber das Naturschauspiel Meer, Blitze und Wellen war auch mal ganz interessant zu erleben.

Alles in Allem war es mal wieder ein toller Urlaub. Man muss vorher wissen, wenn man zum Saisonschluss fährt, dass das Wetter nicht mehr so gut ist und man auf das eine oder andere Sportangebot verzichten muss. Tennis und Tischtennis ging fast nie und das Surfen war für Anfänger nicht machbar.

Ich war wieder beeindruckt von den fitten  Frosch-Teamern, die immer eine nette Alternative oder Idee hatten und so manches Mal improvisieren mussten. Am letzten Abend z.B. war das Wetter so stürmisch und regnerisch, dass wir nicht mehr auf der Terrasse der Mangobar essen konnten. Somit mussten 40 Leute woanders untergebracht werden. Es stand eine Bus bereit und wir wurden in eine griechische Taverne gebracht. Auch hier war Improvisation gefragt. Es regnete an verschiedenen Stellen durch das Dach und gegessen wurde, was auf den Tisch kam. Der Koch, der in seinem früheren Leben mal Stripper war, zauberte stundenlang warme und kalte griechische Speisen für uns, es war ein super geselliger Abend. Im Anschluß ging es dann zurück zu den anderen Fröschen, wo dann kräftig Abschied gefeiert wurde.


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