7. August 2017

Montaione, immer wieder Montaione (Toskana). Warum nur?

Reisebericht von Eberhard B.
FROSCH Reiseziel Sportclub Fattoria San Antonio in Montaione, Toskana

Warum fahre ich da immer wieder hin? Bereits das sechste mal. Am besten selber einmal hinfahren und eine Woche weit weg von allem sein, und dann weiß man warum.

Fangen wir von vorne an. Wenn alles gut geht und der Verkehr es zulässt, dann kann ich in 8 Stunden in Montaione sein. Der An- und Abreisetag ist in der Toskana der Sonntag. Damit ist die Anreise von München i.d.R. Stau frei. Bei der Rückreise sollte darauf geachtet werden, dass nicht gerade Ferienende oder vorher ein Brückentag ist.

Wer am Nachmittag ankommt, sollte unbedingt gleich nach Montaione gehen, ca. 20 Min. zu Fuß. An der Hauptstraße oben am Berg gleich rechts in die Eisdiele einkehren und sich das erste Eis in der Toskana gönnen. 50 Meter von der Eisdiele ist eine Terrasse mit einer wunderbaren Aussicht Richtung Apennin (ital. Gli Appennini). Damit beginnt alles.

Die Villa da Filicaja liegt etwas abseits und somit sehr ruhig. Ein Ruhepol. Einen Wasserpool gibt es auch. Abends wird erst einmal gut gespeist, bis ihr die ersten Hinweis und Tipps für die kommenden Tage von den Teamern erhaltet. Am Montag geht es mit einer Wanderung oder Biketour zum warm werden los. Für jeden Tag ist ein volles Programm vorgesehen. Von morgens bis in die Nacht hinein. Natürlich muss keiner überall dabei sein. Nur wer will. Im Angebot ist ganz neu „Yoga“. Kann ich nur empfehlen. Es ist das sanfte Yoga für Jedermann. Also nix mit Beine hinter dem Kopf oder Spagat. Auch was für Männer.

Das ist natürlich nicht alles. Die Tour nach Certalto (Zentrum des Elsatals) führt durch eine wunderbare Landschaft. In Certaldo gibt es dann den verdienten Cappuccino mit einer individuellen Verzierung auf dem Milchschaum. Selbstverständlich für jede Tasse ein anderes Motiv. Am Mittwoch ist dann Städtetag. Abwechselnd Florenz oder Siena. Wer da noch nicht war, sollte unbedingt eine Führung mitmachen. Am Abend ist man zwar erledigt, aber es lohnt sich. Die Eindrücke sind gewaltig. Hier spürt man noch das Mittelalter. Die nächsten Touren sind dann gerne Gambassi Terme mit Pinocchio, San Gimignano mit seinen mittelalterlichen Geschlechtertürmen, Volterra mit dem bekannten Staatsgefängnis, San Miniato, Lucca mit Puccini und nicht zu vergessen die Hausstrecke nach San Vivaldo. Alles nur zu empfehlen. Die traumhafte Landschaft, die Wanderwege durch Weinberge, die Trails durch Wälder und über Hügel mit einer immer laufend veränderten Landschaft lässt ein den Alltagsstress für diesen Tag vergessen. Eine Woche Urlaub reicht zu diesem vollen Programm nicht.

Letztens habe ich mir eine Woche ein eBike gemietet. Ja, jetzt werden alle Biker die Hände über den Kopf zusammen schlagen nach dem Motto: Wie kann man nur. Genau deshalb. Ich wollte einfach mal ein eBike eine Woche lang testen und nicht nur im Radlgeschäft. Ich war begeistert. Die Ghost-Fahrräder sind in einem sehr guten Zustand. Ein Akku von Bosch (sagt alles). Gerade am Hausberg kann man mit dem eBike gleich den Aufstieg genießen und kommt den ersten Kilometer entspannt an. Wollt ihr nicht Urlaub machen? Meine Tour mit anderen Fröschen nach Volterra führte durch wunderschöne Landschaft. Der letzte Anstieg von 500 Höhenmetern bei 30 Grad wurde zum Traum, wenn der Tacho über 18 km/h anzeigt und die Rennradfahrer einfach liegen …. Volterra kann anschließend nach der „Strapaze“ richtig genossen werden. Aber es kommt ja drauf an, was man will. Auch im schwierigen Gelände hat sich das eBike bewährt. Sicherlich nicht geeignet bei langen Tragestrecken und wenn längere Zeit über 27 km/h bergauf gefahren werden soll. Die Bikes werden von Nico in einem hervorragenden Zustand gehalten.

Nach solchen Touren macht es Spaß auf der wunderschönen Terrasse – die Aussicht wurde erweitert – von Gayane und Lukas mit einem tollen Abendessen verwöhnt zu werden. Bevor es soweit ist, gibt es ein Fitness-Programm von Laura. Da kann sich ein jeder austoben, der noch nichts gemacht hat oder immer noch nicht ausgepowert ist.

Das Ganze ist nur möglich unter der erfahrenen und immer hilfsbereiten Daniela. Sie ist die Seele und das Herzstück der ganzen Destination.

Auf den Geschmack gekommen? Na dann: a presto. Die Teamer freuen sich.

Ein Gedanke zu „Montaione, immer wieder Montaione (Toskana). Warum nur?

  1. Nina

    Ich kann deinen Reisebericht nur bestätigen. Ich war vor drei Jahren in der Toskana- Balsam für die Seele! Und ja, Daniela ist tatsächlich das Herzstück- aber alle Teamer haben sich damals ins Zeug gelegt, von Party unterm Sternenhimmel, bis zur Organisation der Liveübertragung des damaligen Finales der Fußballweltmeisterschaft…ein Traum!

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