29. Oktober 2007
Mountainbiken im Wallis – September 2007
Reisebericht von Sigrid K.
FROSCH Reiseziel Sportclub Carlton in Crans Montana, Wallis – Schweiz
Das Hotel Carlton in Crans Montana wurde mir in Montaione (Toskana) empfohlen, als ich im Sommer mit Frosch-Sportreisen im Weingut Filicaja war. Zwei Berlinerinnen – vielen Dank für den Tip – sagten mir, ich müsse unbedingt ins Carlton. Lange habe ich hin und her überlegt, ob ich mit dem Auto oder dem Zug reisen soll. Dann habe ich mich für den Zug entschieden und es auch nicht bereut.
Am 22. Juli 2007 fuhr ich um 9 Uhr vom Kölner Hauptbahnhof los. Nach dreimal Umsteigen kam ich um 16.30 Uhr in Sierre an. Direkt vor dem Bahnhof fand ich sofort den Linienbus, der mich nach einer halbstündigen Fahrt bis vor das Hotel Carlton in Crans brachte.

In meinem kleinen gemütlichen Einzelzimmer mit Holzfußboden habe ich mich direkt sehr wohl gefühlt. Ich war froh, ein Zimmer mit Balkon gebucht zu haben. Das kann ich nur jedem empfehlen, der sich auch in seinem Zimmer aufhalten will und einen schönen Ausblick liebt. Der Blick auf die schneebedeckten Berge ist einfach grandios.


Einen noch schöneren Ausblick hat man allerdings, wenn man in der Sauna im obersten Stock des Carlton ist. Diese Sauna ist einfach unbeschreiblich. Man muss sie erleben.


Beim Frühstück und Abendessen im stets liebevoll dekorierten Speisesaal lernte ich an Zwölfertischen schnell viele Mitreisende kennen. Wer etwas intimer speisen wollte, konnte auch an runden Tischen Platz nehmen. Essen und Service waren sehr gut. Man konnte sich morgens leckere Brote schmieren und Obst mitnehmen. Das reichte für den Tag. Das Frühstücksbüffet war reichhaltig und abwechslungsreich. Abends gab es immer eine leckere Suppe, Salate, ein Hauptgericht, meistens mit Fleisch, und einen leckeren Nachtisch. Vegetarier bekamen ein Alternativangebot, und häufig wurden aus fünf Vegetariern fünfzehn.
Die angebotenen Aktivitäten waren so vielfältig, dass ich gar nicht alles beschreiben kann. Ich habe mich aufs Mountainbiken konzentriert. Es gab unterschiedlich schwere geführte Touren und ein Techniktraining. Die Adventure-Tour war mir zu schwer. An diesem Tag habe ich mich der Wandergruppe angeschlossen und dabei entdeckt, dass mir Wandern auch Spaß macht. Ich bin auch alleine oder zu zweit mit dem Bike unterwegs gewesen, was unproblematisch war, weil alles ziemlich gut ausgeschildert ist. Abends wurde immer ausgetauscht, was man am Tag erlebt hatte: Wandern, Mountainbiken, Golfen, Klettern, Hochseilgarten, Markt in Sion, Bummeln in Sierre … Und die beiden Kinder hatten etwas mit Ina, ihrer netten Betreuerin, unternommen.
Auch beim Abendprogramm hat sich das Frosch-Team viel einfallen lassen. Die Nachtwanderung bei Vollmond hat mir sehr gut gefallen. Bei der Weinprobe im eleganten Salon und beim Feuerschlucken hat Stefan großes geleistet. Teamertaufe und Kickertournier in Verkleidung mit anschließender Party waren lustig. Bei „Sauna in Flammen“ konnte man nachts in der mit vielen Kerzen geschmückten Sauna bei Musik den Tag ausklingen lassen.


Die Fahrt nach Sion sollte man nicht verpassen. Das Städtchen hat Flair. Am Freitagmorgen, wenn Markt ist, kann man schön bummeln. Zurück nach Sierre sind wir entlang der Rhone geradelt. Das war nicht besonders anstrengend. Viele sind dann anschließend mit dem Bike noch die 1000 Höhenmeter zum Hotel hinaufgefahren. Ich bin in Sierre geblieben und habe das kleine Rilke-Museum besichtigt, was ich sehr interessant fand. Der Dichter Rainer Maria Rilke hat in seinen fünf letzten Lebensjahren hier gelebt und wurde durch die Walliser Landschaft inspiriert. Sein ehemaliges Wohnhaus liegt idyllisch oberhalb von Sierre. Ich bin dorthin geradelt und dann in die Zahnradbahn eingestiegen, die mich und mein MTB nach Montana gebracht hat.

Auch mich hat das Wallis inspiriert. Ein Grund dafür ist sicherlich das Carlton mit seiner speziellen Atmosphäre. Aber ohne das engagierte, freundliche, kompetente, lockere Super-Frosch-Team wäre es nur ein altes Gebäude aus den Zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts am Rande von Crans oberhalb einer Straße, auf der tagsüber viel zu viel Verkehr fließt. Und wegen der Orte Crans und Montana würde ich auch keinesfalls wieder ins Wallis reisen – aber ins Carlton mit seinen „Fröschen“ jederzeit wieder.

Vielen Dank an Falk, den besten MTB-Guide, und an Stefan, den vielseitigen Wanderführer, und an Ina, die zuverlässige Hausleitung, und an die Mädels vom Service, die alles im Griff hatten!!!

Am 27. Februar 2008 um 21:32 Uhr
Hallo Ihr Reiselustigen,
der Urlaub sieht ja richtig lustig aus. Nette Fotos, schönes Ambiente. Muss auch mal wieder im Frosch Reisen Katalog rumstöbern.
Lieben Gruß und einen schönen Abend
N.W.