9. Oktober 2006
Kanuwoche Glasgoken und Campwoche Stömne
Zum Frosch Reiseziel Naturreservat Glaskogen, Värmland
Am 25.08.06 ging die Reise ab Münster mit dem Reisebus los. Nach 19 Stunden Bußfahrt, einigen Videos, Staus und schlafen, so weit es ging, kamen wir am Samstag in Stömne, einer alten Grundschule umgebaut zur Unterkunft an….Mittlerweilen hatten wir im Bus festgestellt, wer was macht und somit wusste man das man den einen oder anderen wieder sehen würde in den 14 Tagen.
Es war ca. 8 Uhr morgens, ein Teil fuhr weiter nach Idre, und der Rest holte seine Rucksäcke aus dem Bus um zum Haus zu gehen… dort erwarteten uns schon die anderen, die abends wieder abfuhren oder dort blieben um uns , die „Neuen“ zu mustern.
Ohne zu wissen was uns erwartet, setzen wir uns bei Sonnenaufgang vor die Schule. Uns wurde gezeigt wo wir was zum Frühstück bekamen. Alle Mann ran ans Buffet und erstmal schön gefrühstückt…. Gesättigt und ohne zu wissen was passiert, genossen wir die Sonnenstrahlen…einige Zeit verging … das Gerücht ging um das wir vor 16 Uhr nichts machen würden… voller Erwartung saßen wir nun dort.

Unser Guide Andreas war noch auf dem Weg von Norwegen nach Stömne, somit übernahm Christoph erstmal unsere Kanu Gruppe. Wir gingen zu 6 mit Rucksack um das Haus herum und bekamen jeder von uns eine 60 Liter Tonne, in der wir alle Persönlichen Sachen verstauen sollten, die mit auf die Reise gehen. 60 Liter, wie soll man da alles reinstecken? oh Graus…. Nach mehrmaligen ein und auspacken waren endlich nach einiger Zeit die Tonnen gepackt. Nun wurde eine große Plane auf den Boden gelegt, auf der sämtliche Lebensmittel gepackt wurde und wir bekamen die Anweisung:“ Packt alles ein, was Ihr meint, für die Woche Wildnis zu brauchen!“ Was braucht man so? 3 Spirituskocher, Geschirr, dann für 6 Tage was warmes zu Essen… Klöße, Grünkernplätzchen und diverse andere Trockenprodukte, die sich ohne großen Aufwand schnell verarbeiten lassen. Brot, Nutella, Margarine usw. ab in die Fresstonnen. 4 Tonnen für 6 Tage sollten reichen. Dann noch Säge Beil und Gitter für ein gutes Lagerfeuer… Es war mittlerweile 14 Uhr und unser Guide Andreas trudelte ein… Kurze Übergabe von den Guide´s und es ging an´s Boote packen. Anschließend packten wir „Räder“ unter die Boote um sie auch über Land zu „fahren“.

Es war so weit, die Reise konnte losgehen… gesagt getan fuhren wir mit den Booten nicht unweit von der Schule an einen Steg und setzen die Boote ein. Ach ja, vergas! Da wir mit Guide 7 Personen waren, fuhr Andreas mit einem Kajak alleine. Ab die Post und los. In jedem Boot saßen je eine Frau und ein Mann. Auf dem Värmeln See ging es erst einmal ein Stückweit nach unten. Damit wir nicht gleich am ersten Tag überfordert wurden, ruderten wir nur 1,5 Stunden den See runter und machten uns auf die suche nach einem passenden Platz. Gesagt getan, packten wir alles an Land und ab die Zelte aufbauen, Feuer machen und versuchen aus dem was wir mitbekommen haben was Vernünftiges zu Essen zu machen.

Nach dem Essen waren wir von der Reise noch geschafft und setzen uns nach dem wir alles im See mit Sand gespült hatten, auf die Steine am See um die Sonne zu genießen. Am ersten Abend wurden wir alle nicht „alt“ und verschwanden schon früh im Zelt. Am nächsten Morgen, gingen bei den einen oder anderen schon früh die Reisverschlüsse der Zelte auf um den Sonnenaufgang zu beobachten… Ich kann nur an dieser Stelle sagen:“ Er war wunder schön!!!“ Der erste der aufstand, sorgte dafür das heißes Wasser für Kaffee bereitstand für die anderen. „An dieser Stelle musste ich feststellen, dass es nicht jedermanns Sache war, Kaffee aus Seewasser zu trinken – Gewohnheit ist alles!!!
Nun ja, so gingen unser Tage rum…. Morgens Sachen packen, Zelte Tonnen füllen und ab aufs Boot und ab zum nächsten schönen Platz paddeln. Immer mal wieder paddelten wir alle Boote zusammen und machten „Seemeetings“ bei denen geraucht, Müsliriegel gegessen und einfach nur die ruhe auf dem See genossen wurde. (man war das schön)

Am 2ten Tag hatten wir etwas festen Regen, so dass wir eine Plane an 4 Bäumen befestigten um uns dort trocken zu halten.

In den 5 Tagen hatten wir 2 Bootsgänge über Land. Danke Andreas haben wir uns mit den Booten verlaufen und mussten einen Umweg von einer Stunde über uns übergehen lassen. Die Strafe für Ihn war kochen und abwaschen. Die Landgänge waren einmal ca. 30 Minuten aus den 1,5 wurden und einem 2,5 Stunden Landgang.
Bis Donnerstag ruderten wir alleine und sollten an diesem Tag auf die „Waldläuferwoche“, die ab Dienstag auch in´s Kanus umstiegen, zusammentreffen. Gar nicht mal so einfach sich an einem See in Schweden zu verabreden, wenn man nicht weiß wann. Nach ca 2 Stunden vergeblichem Suchen, beschlossen wir uns ein Lageplatz für die Nacht ohne die anderen zu suchen. Kurz noch mal übergesetzt, nur 100 m, dort fanden wir einen super Platz. Wie jedes Mal, erstmal essen kochen. Da dies unserer letzen Nacht sein sollte, wir aber wussten das nach uns keine „neue“ Kanu- Gruppe mehr kommt, beschlossen wir noch eine weiter Tag und Nacht draußen zu schlafen.
Am nächsten morgen legen wir dann los um uns einen neuen Platz zu suchen. Auf einmal sahen wir Kanus an Land liegen… es waren welche von „uns“… schnell ruderten wir hin und Tatsache, es war die Waldläufer Gruppe. Kurz raus aus den Booten und nen schnack gehalten. Auch sie blieben noch eine Nacht weiter draußen. Nun ja, da die Gruppe zu groß werden würde, entschlossen wir allein weiter zu reisen. Suchten uns für die letzte Nacht ein schönes Plätzchen. Am Samstag sind wir dann schon früh aufgebrochen, da wir mittags am Camp sein sollten. Am Camp angekommen, waren die anderen schon da, und machten alles was sie gebraucht hatten sauber.

Geschirr gründlich reinigen, Zelte zum trockenen aufstellen und Kanus reinigen. All das stand uns noch bevor. Nun ja auch das schafften wir gemeinsam. Nach einem arbeitsreichen Vormittag, der sich bis in den Nachmittag verlagerte, bekamen wir dann die Zimmer zugeteilt. Sie hießen wie Schulfächer… natürlich auf Schwedisch. Da wir ja die letzte Gruppe waren, waren die Zimmer nie voll belegt und man konnte sich so richtig “breit“ machen. Am Sonntag dann machten wir ab 9.30 Frühstück, bei den wir uns Lunch – Pakete für Mittags machen sollten…das zog sich so über die ganze Woche, denn es gab abends die warme Mahlzeit. Nun ja, gegen 11 machten wir uns mit nem Guide auf den Weg Stömne zu erkunden. Nach einer Stunde verließ uns der Guide, er mußte ins Camp und ließ uns alleine als Gruppe zurück. Also erkundeten wir alleine weiter die Gegend. Als wir an einem See vorbei kamen, überkam einige die Lust schwimmen zugehen, und wir machten dort rast. Dann wieder ab, gen Camp, noch etwas das Haus erkundet, mit dem einen oder anderen geklönt, Sauna, gespielt und dann gab es auch schon was zu essen. Anschießend machten wir noch ein Lagerfeuer im Hof und schlossen den Tag so ab. An den Anderen Tagen gab es Angebote wie 20 km Rad fahren zu einem umliegenden Wald, in dem wir ca 10 km gewandert sind, und die 20 km zurück. Immer schön mit den Mountenbike s die schon für uns bereit standen. An anderen Tagen gab es Touren mit dem Rad zu einem Fluss, an dem Kanus für uns standen, mit denen wir den Fluss runter paddelten und an einer verabredeten stelle mit dem Bulli wieder abgeholt wurden. An andren Tagen konnte, wer wollte 40 km mit dem Rad nach Arvika fahren, dort einkaufen und mit Rad zurück oder das Rad auf den Anhänger und mit dem Bulli zurück.
Das schöne an dem Urlaub war, man konnte alles machen, musste aber nicht. So verging dann auch die zweite Woche in Stömne, immer mit gutem Wetter. Samstagmittag sollte unser Urlaub zu Ende sein, doch erst am Abend kam der Bus um uns wieder nach Hause zu bringen. Nun ja auch die Zeit verbrachten wir mit lesen, spielen, lachen und noch mal schnell in Wald Beeren sammeln. Abend´s dann kam der Bus und nahm uns mit. Nach ca 17 Stunden kamen wir dann am frühen Nachmittag in Münster wieder an.
An dieser Stelle noch mal viel liebe Grüße an alle die an dem gelungen Urlaub mitgewirkt haben.
Anke Held

Am 2. Juli 2007 um 17:54 Uhr
Sehr schöner Bericht!
Gehe diesen Sommer selber als Guide in die Ecke!
Aber bitte nicht Rudern! Wir Paddeln!