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Sportclub König in Saalbach Hinterglemm (19.01.-28.01.2007)

zum Frosch Reiseziel Sportclub König in Saalbach-Hinterglemm, Österreich

Nach dem ich einige Male in der Schweiz war zog es mich in diesem Winter zum ersten mal nach Österreich, besser gesagt nach Saalbach-Hinterglemm um das berüchtigte Apres-Ski der Ösis kennen zu lernen. Der Frosch-Katalog nannte Saalbach als Party-Zentrum des Glemmtals, als entschloss ich mich für den SC König in Saalbach.

Saalbach-Hinterglemm

Am Abend des 19.01. stiegt ich also in Göttingen in den DB-UrlaubsExpress, und siehe da die Bahn kommt sogar pünktlich! Da aber 24 Stunden vorher „Kyrill“ über Deutschland zog hatte ich bei der ganzen Sache kein gutes Gefühl und dies bewahrheitete sich dann auch am nächsten morgen. Geplante Ankunft war um 8:18 Uhr in Zell am See, doch da standen wir in diesem Geisterzug ohne Personal noch in München Ost auf dem Bahnhof. Endlich um 9 Uhr setzte sich der Zug wieder in Bewegung und es ertönte die erste Ansage auf dieser Fahrt: „Wir haben 3:50 Std. Verspätung“ Wir saßen wirklich wie die letzten Döllmer in unserem 6er Abteil und es kam kein Personal, einfach nichts! Arme Deutsche Bahn!!! Service 6!

Gegen Mittag erreichten wir dann doch noch unseren Sportclub und wurden sehr nett mit einem verspäteten Frühstück empfangen, Kaffee und Saft gab es auch noch. Auf wenig Schnee waren wir ja vorbereitet, aber als wir von unserem Zimmer aus den Kohlmais betrachteten haben wir fast nicht mehr daran geglaubt in dieser Woche noch einigermaßen Ski fahren zu können. Der Regen am Tag zuvor hatte das Winter-Wunderland in eine Graslandschaft verwandelt.

Nichts desto trotz ging es am nächsten morgen auf den Schattberg (Die Talstation ist in 2 Minuten zu Fuß erreicht) und siehe da es gab doch noch Ecken mit Schnee. Die erste Erkundung führte uns dann über den Westgipfel zum Zwölferkogel und zurück und wir konnten kaum glauben das wir mehrfach dabei ins Tal abgefahren sind. Die Bescheinungsanlagen hatten weiße Straßen in die grüne Welt gezaubert und das fahren ging besser als erwartet. Mit einsetzenden Minustemperaturen im Tal begann es dann am Dienstag auch zu schneien und die Bedingungen wurden von Tag zu Tag besser, endlich weiße Welt!

Saalbach-Hinterglemm

In den ersten Tagen beschränkten wir unser Touren auf Leogang sowie die Schattenpisten auf der linken Talseite, ab Mitte der Woche wurden auch die rechtsseitigen Pisten immer besser, so dass wir uns auch auf die große Runde wagten. Wie sich herausstellte ein voller Erfolg und der Beweis dafür, dass sich der Skizirkus im Glemmtal auch bei wenig Schnee dreht.

Saalbach-Hinterglemm

Unsere Touren haben wir meist individuell gestaltet, da wir mit Anfang 20 doch jünger waren als die meisten Gäste in dieser Zeit im Sportclub, haben jedoch dann i. d. R. an den Mittagstreffen auf den Hütten teilgenommen. 35 Hütten und alle irgendwie ganz nett, aber unübertroffen ist definitiv die Thuneralm mit offenem Feuer und dem Stiegel für 2,50 € sowie wechselnden Tagesangeboten für 1,50 € (Spezi, Willi, usw.) A Wahnsinn, diese Hütten! Der Apres-Ski bei Bauer´s Alm im Tal hat uns leider nicht überzeugt, also blieben wir entweder länger auf dem Berg oder nutzten die sehr schöne und für einen SC auch große Sauna mit Dampfband und Finnischer Sauna.

Das Abendessen war immer sehr reichhaltig und lecker, versprochen war 4-Gang-Menü, geliefert wurde mehr! Einmal gab es ein wahnsinnig leckeres mediterranes Buffet mit Antipasti usw. und am Tag vor der Abreise sogar ein 5-Gang-Menü bei Kerzenschein. Nach dem Abendessen ging es an der Theke für alle die wollten noch bis tief in die Nacht weiter was man im 2ten OG auch leider noch gut mitbekam. Für meinen Geschmack auch etwas zu viel Animation. Ich denke auf einem Hüttenabend sollte es doch dem Gast überlassen sein ob er auf dem Tisch tanzt oder halt nicht, wenn’s passt kommt das schon ganz von alleine! Nett war das auch das Essen bei Hüttenabend im Preis inbegriffen war, nur für die gehfaulen schlug die Fahrt mit dem Snow-Train (Planwagen) mit fairen 4 € zu buche. An einem Abend verschlug es uns nach reichhaltigem Abendessen nach Hinterglemm um die Nacht zum Tag zu machen und siehe da, in Hinterglemm kein Problem! Allerdings muss man zu fuß schon 45-60 Minuten einplanen was der Verdauung aber nicht geschadet hat. Die Party dauerte bis morgens um halb vier und das Taxi brachte uns für 11 € zurück vors Hotel.

Fazit: Wenn es mal wieder ins Glemmtal geht dann wohl eher nach Hinterglemm und dann in 20 Jahren dann nach Saalbach J! Das Skigebiet ist einfach klasse und bietet wirklich allen Könner-Stufen etwas, dass Glemmtal ist definitiv mehr als nur eine Reise wert! Man sollte jedoch gut überlegen ob man nicht selber fährt, denn 50 € mehr (ggü. dem Bus) für eine Bimmel-Bahn-Fahrt bringen null Komfort mehr.
Liebe Frösche, was haltet ihr von einer Nordroute?!?!

Tim Junge


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