16. Juni 2007
Reisebericht Grindelwald
FROSCH Reiseziel Skihütte Eigerblick in Grindelwald, Schweiz
Reisebericht von Birgit Hilken (bhilken at t-online.de)
Will man sich zur Vorbereitung seiner Reise über Grindelwald auf der entsprechenden Frosch-Homepage informieren, so wird man zunächst nur spärlich mit Informationen versorgt. Neben der offiziellen Reisebeschreibung befindet sich genau ein Reisebericht hier, über den Teamer ist gar nichts zu erfahren. Bis auf einige Kenntnisse zur Schneelage im Skigebiet, sind wir also am 2. März 2007 relativ unbedarft nach Grindelwald aufgebrochen.
Die Busreise verlief ruhig und sicher, die anwesenden drei Busfahrer sorgten für eine reibungslose Fahrt, so dass wir am Samstag bereits um 9.15 Uhr in Grindelwald ankamen. Die Reise verlief zusammen mit dem Veranstalter „Aktives Reisen“, die kurz vor Ankunft einen Werbefilm über ihr in Eigenregie geführtes Haus in Grindelwald laufen ließen. Da die Namen der Unterkünfte ( Eigerblick Village = Aktives Reisen und Hotel Eigerblick = Frosch Reisen) sich im wesentlichen ähneln, waren wir zunächst verwirrt, hatte doch diese Haus wenig mit einem Drei-Sterne-Hotel zu tun, sondern versprühte eher den Charme einer Jugendherberge.
Dieser Irrtum klärte sich jedoch gleich bei Ankunft auf, als unser Froschreiseleiter Tom uns im Bus in Empfang nahm. Nur wenige Meter entfernt lag nun unser gebuchtes Hotel, wo wir bei einem leckeren Frühstücksbuffet unseren ersten Urlaubstag begannen. Die ersten hochmotivierten Skiläufer unter uns wurden gleich mit allen notwendigen Informationen zum Skigebiet, Skipass und insbesondere den Busverbindungen versorgt, so dass bereits nach kurzer Zeit die ersten zur Piste aufbrachen. Die etwas „gemäßigteren“ Skifahrer verbrachten die Wartezeit auf die Zimmer in der gemütlichen Lobby des Hotels. Die Zimmer sind ebenfalls gemütlich und je nach gebuchter Kategorie unterschiedlich groß. Das Personal ist immer sehr freundlich, es herrscht eine sehr familiäre Atmosphäre. Der Hotelchef selber guckt zwar immer sehr grimmig, ist aber sonst „harmlos“.
Gegen Mittag konnten wir auch schon unser gebuchtes Equipment im Skikeller des benachbarten Clubs von Aktives Reisen entgegennehmen. Am Nachmittag blieb noch genug Zeit, um den Ort zu erkunden. Bis zum Zentrum dauert es zu Fuß ca. 15 Minuten, dort findet man dann kleine Geschäfte, Cafés und einen Supermarkt. Auch ein Sportzentrum mit Schwimm- und Eislaufhalle befindet sich im Ort, hierzu aber später mehr.
Nach unserem Abendessen, das sehr abwechslungsreich und lecker war, ging es rüber in den Club, um die gebuchten Skikurse zu organisieren. Schnell fanden sich die unterschiedlichen Niveaus in Gruppen zusammen. Für die fortgeschrittenen Anfänger sollte es gleich am nächsten Morgen losgehen. Die Skikurse werden von den Teamern von Aktives Reisen durchgeführt, für unseren Kurs kann ich nur sagen, dass Martin, unser Skilehrer, seine Sache gut gemacht hat.

Tom unsere Reiseleiter, von uns auch liebevoll „TOM TOM, unser Navigationssystem“ genannt, übernahm in der Woche die Skigebietsführungen, so dass wir sämtliche Gebiete der Umgebung kennengelernt haben. Da es sich bei Tom um ein Energiebündel ohne gleichen handelt, hatten selbst die sportlichen Fahrer unter uns Mühen, hier Schritt zu halten. Es gelang uns aber immer, ihn entsprechend zu bremsen, bzw. in mehreren Gruppen zu fahren, so dass jeder in seinem Tempo die Pisten abfahren konnte. Mittags trafen wir uns meist an einer verabredeten Hütte, um hier erste Erlebnisse, die schönsten Pisten und spektakuläre „Stunt“-Einlagen zu besprechen und die Sonne zu genießen. Wettermäßig haben wir sämtliche Varianten miterlebt: Sonne, Schnee, Nebel, das Highlight war aber der Morgen als wir bei strahlendem Sonnenschein die Pisten im neu gefallenen Schnee quasi als erste runterfahren konnten. Dieses Tiefschneeerlebnis wir sicher allen unvergessen bleiben. Besonders schön war auch die Tour, die wir alle gemeinsam zum Schilthorn unternommen haben. Nachdem der erste geplante Termin wegen Nebels nicht stattfinden konnte, zeigte sich das Wetter am Freitag von seiner besten Seite, so dass wir den Ausblick vom Schilthorn richtig genießen konnten. Mittags haben wir dann bei schönstem Sonnenschein auch noch unser Picknick im Freien abgehalten, Brot, Käse und Wein, was braucht der Mensch mehr…

Nach dem Skifahren standen dann regelmäßig weitere Programmpunkte von Tom auf dem Plan: zunächst natürlich das „Schnappen“, der feuchtfröhliche Abschluß eines gelungenen Skitages in einer Bar der Wahl, vorzugsweise mit hübschen Kellnerinnen
. Im Vergleich zur Après-Ski-Szene in Österreich ist die Schweiz scheinbar eher gemäßigt, trotzdem findet man überall Plätze, wo man noch kurz auf den Erfolg am Berg anstoßen kann. Für den allabendlichen Ausklang haben wir uns eigentlich immer in der gemütlichen Kneipe gegenüber des Hotels getroffen, der „Gade“. Hier gab es immer viel zu lachen, nicht zuletzt weil Tom uns mit seiner ihm eigenen Art in den Wahnsinn getrieben hat (Stichwort Schokoladenfondue, Insider wissen was gemeint ist).
Sportliches Highlight war neben der Bergbesteigung, die als Fackelwanderung getarnt war, sicher auch der gemeinsame Curling-Abend in der schon erwähnten Eishalle. Nach professioneller Einführung durch den Eismeister in die Technik des richtigen Stoßens des Steins (auf keinen Fall werfen!) und der dazugehörigen Drehbewegung, dem Curlen, haben wir zwei Teams gebildet und ein kleines Match gespielt. Völlig ungerechtfertigt und durch einen Zufallstreffer, hat TOM das Spiel zu Gunsten seines Teams entschieden, obwohl die andere Mannschaft die deutlich besseren Spieler hatte (ich war hier übrigens der Mannschaftskapitän, hatte ich das erwähnt?) Eine Revange steht noch aus, wird aber kurzfristig nachgeholt J
Der Barabend mit Livemusik fand aufgrund der am Tage absolvierten Pistenkilometer nur in kleiner Runde statt. Da sich die Bar in einem 4-Sterne-Hotel befand, war die Musik zwar sehr gut, die Getränkepreise aber unverhältnismäßig teuer, hier also Vorsicht beim Bestellen!
Am letzten Tag müssen die Zimmer bis 12 Uhr geräumt sein, die Koffer werden deponiert und in der Sauna können die Abfahrer noch duschen. Man kann den Tag also noch gut zum Skifahren nutzen, da der Bus erst abends um 19 Uhr abfährt. Um 17 Uhr kann man noch ein zusätzliches Abendessen buchen, so dass zum Abschied noch mal alle an einen Tisch kommen.

Tja und irgendwann lässt es sich dann nicht mehr vermeiden: Der Abschiedsmoment ist gekommen und wir müssen in den Bus einsteigen.
Ein ganz großes Lob an Tom, der die Woche so toll mit uns gestaltetet hat, die Crew vom Hotel, besonders auch an Daniel, der uns all die Nächte ertragen hat und natürlich an unsere tolle Truppe, die diesen Urlaub so unvergesslich gemacht hat.
Adé Grindelwald, bis zum nächsten Mal!
Birgit Hilken
