<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Frosch-Blog Reiseberichte Sportreisen und Skiurlaub &#187; Costa Rica</title>
	<atom:link href="http://www.frosch-blog.de/reisen/sommerreisen/fernreisen/costa-rica/feed" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://www.frosch-blog.de</link>
	<description>Reiseberichte über Sportreisen, Singlereisen, Eltern-Kind-Reisen und Wintersport</description>
	<lastBuildDate>Thu, 26 Jan 2012 10:34:59 +0000</lastBuildDate>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=3.1.2</generator>
		<item>
		<title>Pura Vida oder &#8220;Was ist los ist in Costa Rica&#8221;</title>
		<link>http://www.frosch-blog.de/reisebericht-costa-rica-3/1421</link>
		<comments>http://www.frosch-blog.de/reisebericht-costa-rica-3/1421#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 19 Nov 2007 16:31:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Timo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Costa Rica]]></category>
		<category><![CDATA[Fernreisen]]></category>
		<category><![CDATA[Startseite]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.frosch-blog.de/reisebericht-costa-rica-3/1421</guid>
		<description><![CDATA[Pl&#246;tzlich herrscht Stille im Bus. Alle halten die Luft an. Der ein oder andere sendet innerlich den Sto&#223;seufzer gen Himmel, nach dem dieser Br&#252;ckentyp im Volksmund benannt wird: „Oh-Gott-Br&#252;cke“, hatte Reiseleiter Ivork erkl&#228;rt. Doch Busfahrer Fabio setzt unser Gef&#228;hrt samt Inhalt vorsichtig auf die andere Seite. Nochmal gut gegangen. Einer der mit Lehm und Steinen verputzten Baumst&#228;mme, aus denen die Br&#252;cke besteht, h&#228;tte unter dem Gewicht auch wegbrechen k&#246;nnen. Das w&#228;re nichts Au&#223;ergew&#246;hnliches, jetzt, in der Regenzeit, wo das Holz schnell morsch wird [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Tagebuch einer Abenteuerreise<br />
von Susanne Schwarzb&#252;rger </strong>(susanne.schwarzbuerger at t-online.de)<strong><br />
FROSCH Reiseziel <a href="http://www.frosch-sportreisen.de/fernreisen/rundreise-costa-rica.asp">Costa Rica aktiv</a></strong></p>
<p>Pl&#246;tzlich herrscht Stille im Bus. Alle halten die Luft an. Der ein oder andere sendet innerlich den Sto&#223;seufzer gen Himmel, nach dem dieser Br&#252;ckentyp im Volksmund benannt wird: „Oh-Gott-Br&#252;cke“, hatte Reiseleiter Ivork erkl&#228;rt. Doch Busfahrer Fabio setzt unser Gef&#228;hrt samt Inhalt vorsichtig auf die andere Seite. Nochmal gut gegangen. Einer der mit Lehm und Steinen verputzten Baumst&#228;mme,  aus denen die Br&#252;cke besteht, h&#228;tte unter dem Gewicht auch wegbrechen k&#246;nnen. Das w&#228;re nichts Au&#223;ergew&#246;hnliches, jetzt, in der Regenzeit, wo das Holz schnell morsch wird.<br />
Wie gef&#228;hrlich diese Situation im Vergleich zu einigen anderen im Laufe des 16-t&#228;gigen Frosch- bzw. Aventoura-Aktivurlaubs erlebten (und weitgehend heil &#252;berstandenen) war, ist f&#252;r uns nicht wirklich absch&#228;tzbar. Immerhin gab es gegen Ende unserer Reise in Costa Rica 18 Tote, tausende Verletzte und ihres Wohnraums Beraubte aufgrund von heftigen &#220;berschwemmungen mit Erdrutschen nach tagelangen Regenf&#228;llen. Der Notstand wurde an unserem Abreisetag ausgerufen, und Ivork sorgte sich sichtlich um die Einhaltung des Reiseplans mit der nach uns folgenden Gruppe. Vor allem wegen der „Oh-Gott-Br&#252;cken“. Doch vielleicht lieber der Reihe nach:</p>
<p>3.10.07 – 1. Tag<br />
Das Abenteuer beginnt f&#252;r vier von 15 Gruppenreisenden (zwischen 29 und 70 Jahren) bereits auf dem Stuttgarter Flughafen: der KLM-Flug nach Amsterdam wird kurzfristig annulliert; kaum jemand, der auf die Maschine gebucht war, m&#246;chte einfach nur nach Amsterdam. Ein kleines Chaos bricht aus, wer kommt wie weiter? Einziger Vorteil der Situation: Katja, Stefan, Albrecht und ich finden uns schnell im Gew&#252;hl und heraus, dass wir zusammen geh&#246;ren. Das macht die Lage ertr&#228;glich und dank des sich gruppendynamisch entwickelnden schwarzen Humors sogar geradezu lustig. Wir kommen an dem Tag aber trotz vieler Diskussionen mit diversem Flughafenpersonal nur bis nach Amsterdam und d&#252;rfen dort vom Hotel aus telefonieren, um Tierra Verde/Aventoura in Costa Rica und Freiburg zu verst&#228;ndigen.</p>
<div style="text-align: center"><img alt="Costa Rica" id="image1438" src="http://www.frosch-blog.de/wp-content/uploads/2007/11/Ohgottbruecke.jpg" /></div>
<p>4.10.07 – 2. Tag<br />
W&#228;hrend unsere Reisegenossen sich schon die besten Pl&#228;tze im Mikrobus aussuchen d&#252;rfen, um damit durch den Nationalpark Braulio Carillo von San José nach Puerto Viejo de Sarapiquí zu fahren, m&#252;ssen wir wieder zum Flieger. Die anderen schauen sich bei schw&#252;ler Hitze den arch&#228;ologischen Park Alma Ata an, uns bleibt immerhin ein kurzer Bummel durchs k&#252;hle Amsterdam. Und dann verlieren wir in Orlando beinahe noch Katja. In den USA geboren, aber nur mit einem deutschen Reisepass ausgestattet – das ist ein Problem. Man f&#252;hrt sie ab. Kurzfristig lachen wir nicht mehr. Doch gerade noch rechtzeitig taucht sie wieder auf.<br />
In San José werden wir abgeholt und gleich noch drei Stunden lang nach Sarapiquí gefahren. (Das Reiseprogramm, wie es im Katalog steht, wurde n&#228;mlich ein bisschen verdreht, da Martinair den Dienstagsflug Amsterdam-San José gestrichen hatte und der Trip daher schon im Vorfeld um einen Tag verschoben werden musste).<br />
Im Hotel El Bambú ist alles dunkel, der ganze Ort wirkt wie tot. Von au&#223;en eine Entt&#228;uschung, ist die &#220;berraschung anderntags umso gr&#246;&#223;er, umgeben von Urwald zu sein. Nachts konnte man das nur erahnen: Die ungewohnte Ger&#228;uschkulisse – Glucksen und Gluckern, Vogelschnattern, Zirpen und Pochen – gepaart mit der schw&#252;len W&#228;rme verhindert das Durchschlafen.</p>
<p>5.10.07 – 3. Tag<br />
Der Tag der Fr&#246;sche und Schmetterlinge: bei der Dschungelwanderung mit Ivork und Hilfsf&#252;hrer Roberto – beide mit dicken Kn&#252;ppeln zum Schlangen vertreiben ausgestattet – entdecken wir mittelgro&#223;e platte Silberfr&#246;sche, farblich angepasste Laubfr&#246;sche und winzig kleine, sehr h&#252;bsche Jeansfr&#246;sche (die roten mit den blauen Beinen). Eine riesige Stabheuschrecke, ein kleiner Leguan und eine mittelgro&#223;e Giftschlange, Libellen und immer wieder Schmetterlinge wollen bewundert werden. Vor allem der gro&#223;e blaue Morfo, der von au&#223;en so unscheinbar wirkt. Br&#252;llaffen br&#252;llen weit oben in den Urwaldriesen.<br />
„Kinder in Costa Rica lernen als erstes Schwimmen, Radfahren und Reiten“, erkl&#228;rt uns unser Pferde-Guide am Nachmittag. „Denn das brauchen sie hier“. Schwimmen, um zu &#252;berleben und den Umgang mit Rad und Pferd, um sich fortbewegen zu k&#246;nnen. Sein junger Neffe reitet auch mit; er ist angeblich erst zum zweiten Mal dabei, geht aber selbstbewusst mit seinem Tier um. Geritten wird in Westernmanier: mit Westerns&#228;tteln, breiten Steigb&#252;geln und nur einem Strick in der Hand als Z&#252;gel. In einer Hand, wohlgemerkt. Die Pferde haben keine Trense im Maul, nur den Strick um die Schnauze gelegt. Und das funktioniert. Unser Guide &#246;ffnet und schlie&#223;t wendig gro&#223;e Gatter ohne abzusteigen, ein richtiger Cowboy.<br />
Bald ziehen Regenwolken auf. Wir zwei Reiterinnen treffen die vier wieder, die zum Rafting waren (und strahlend wiederkommen) und sammeln anschlie&#223;end mit dem Bus die Restgruppe auf, die sich derweil auf einer Kakaoplantage &#252;ber alles Wissenswerte rund um Anbau und Weiterverwertung dieser Pflanze informiert hat. Solche Plantagen gibt es in Costa Rica fast nur noch zu touristischen Zwecken. Denn seit vielen Jahren plagen sich die Costaricaner mit einem Sch&#228;dling ab und k&#246;nnen keinen Kakao mehr in ausreichenden Mengen produzieren. F&#252;r Touristen wird hier, auf der Hacienda Pozo Azul, auch Vanille angepflanzt.</p>
<div style="text-align: center"><img alt="Costa Rica" id="image1439" src="http://www.frosch-blog.de/wp-content/uploads/2007/11/Regentour.jpg" /></div>
<p>6.10.07 – 4. Tag<br />
Piña morgens, mittags und abends. Als Saft, als Shake mit Wasser (en agua) oder Milch (en leche), im Essen, roh oder gebraten. Costa Rica, das Land der Ananasbarone. Wer glaubte, die Tropenfrucht w&#252;chse auf B&#228;umen, muss sp&#228;testens heute seine Meinung revidieren: Ananas-felder so weit das Auge reicht auf der Fahrt Richtung Boca Tapada. Und immer mal wieder eine schmale Br&#252;cke &#252;ber ein rei&#223;endes Fl&#252;sslein, oh Gott. Doch erstmal besuchen wir noch den Schmetterlingsgarten von Pozo Azul. Dort flattern sie uns um die Ohren, landen teilweise auf silbrigen Haaren und wei&#223;en Oberarmen: Falter aller Gr&#246;&#223;en und Farben. Ein frisch aus der Larve geschl&#252;pfter Morpho h&#228;lt still und posiert auf der Hand f&#252;rs Foto.<br />
Irgendwo am Tres-Amigos-Fluss steigen wir bei br&#252;tender Hitze vom Bus in Kanus um und flussabw&#228;rts geht die Fahrt. Leider ist die Str&#246;mung nicht so stark, dass man nicht noch kr&#228;ftig paddeln m&#252;sste. Kurz nach der Einm&#252;ndung des Tres Amigos in den Río San Carlos, Grenzfluss zu Nicaragua, steuern wir das Ufer an. Es gibt mal wieder was zu lachen, als Stefan beim Ausstieg bis zu den Knien im Schlamm stecken bleibt und ohne Hilfe nicht mehr heraus kommt…<br />
Mit leckeren, Schinken, K&#228;se, Tomaten, Gurken…, gef&#252;llten Tortillafladen und – nat&#252;rlich – Ananassaft gest&#228;rkt, geht es weiter. Kurz vor Schluss darf nochmals gelacht werden, als ein Kanu kentert. Bald sind wir alle aber genauso nass wie dessen Insassen, da noch vor der Landung heftiger Gewitterregen einsetzt. Aber nur die beiden Verungl&#252;ckten haben zu dem Spott und der N&#228;sse noch den Schaden in Form von verlorenen Sonnenbrillen und Flipflops zu beklagen.<br />
Mit der Laguna Lagarto Lodge erwartet uns null Komfort, daf&#252;r aber eine nicht zu &#252;berbietende location mitten im Dschungel. Fabio bietet sich an, uns nach dem Abendessen noch „eben“ nach Boca Tapada in die Karaokebar zu fahren. Es stellt sich heraus: die Fahrt dauert &#252;ber eine halbe Stunde. Einfach. Aber der Spa&#223; lohnt sich f&#252;r die sieben, die das Angebot annehmen. Zwar ist das Café wegen einer Veranstaltung in der N&#228;he &#228;u&#223;erst schwach besucht, daf&#252;r singen die anwesenden Einheimischen umso sch&#246;ner, trauen wir uns, uns enthemmt der L&#228;cherlichkeit preiszugeben und erhalten gratis schwei&#223;treibende Salsastunden von Jorge, den wir dort kennenlernen.</p>
<p>7.10.07 – 5. Tag<br />
Dschungelleben die Zweite: Vorbeiziehende Aras spielen Wecker. Zahlreiche farbenfrohe V&#246;gel kommen, um sich an den f&#252;r sie aufgeh&#228;ngten Bananen g&#252;tlich zu tun. Von der Fr&#252;hst&#252;cksterrasse aus bestaunen wir auf noch n&#252;chternen Magen ihre Sch&#246;nheit. Tukane und Kolibris kommen auch.<br />
F&#252;r die heutige Wanderung stehen in der Lodge Gummistiefel f&#252;r alle bereit. Bald sehen wir warum, auch wenn Ivork betont, dass die Wege heute in absolut gutem Zustand seien. Wir beobachten Klammeraffen, sehen einen Camouflage-Frosch (den gr&#252;n-schwarzen), riesige Spinnen, hohe B&#228;umen mit Riesenwurzeln und Affenschaukeln. Doch die spannendste Show des Tages erwartet uns zur&#252;ck an der Lodge: mindestens eine Stunde lang werden wir Zeuge, wie eine relativ kleine Giftschlange eine gro&#223;e Fledermaus verspeist.<br />
Nach dem Essen besucht uns ein Nasenb&#228;r. Der versucht abzur&#228;umen, was die V&#246;gel morgens &#252;brig gelassen haben. Dann ist lazy sunday afternoon in H&#228;ngematten und auf Schaukelst&#252;hlen bei mal wieder p&#252;nktlich einsetzendem Gewitterregen angesagt. Nach dem Abendessen ist abermals Showtime, diesmal mit Henry und geplant: Der stets gut gelaunte Lodge-Angestellte pfeift f&#252;r uns Josefine, Mama H&#228;sslich, Kleiner Dicker, Hund und andere zusammen und wirft ihnen Fleischbrocken vor. Im Schein unserer Taschenlampen schauen wir zu, wie die Kaimane langsam aus dem Wasser kriechen und sich ihr Futter holen. Josefine l&#228;sst sich sogar den Schwanz t&#228;tscheln.<br />
Anschlie&#223;end holt Henry nochmal seine Rotaugenlaubfr&#246;sche aus dem Terrarium, die genauso auf Hildegards Gesicht abfahren (und springen), wie in Pozo Azul die Schmetterlinge auf ihre Haare.</p>
<div style="text-align: center"><img alt="Costa Rica" id="image1436" src="http://www.frosch-blog.de/wp-content/uploads/2007/11/Affe.jpg" /></div>
<p>8.10.07 – 6. Tag<br />
„Wenn da eine Schlange war, dann ist sie jetzt bestimmt schon wieder weg.“ Recht gelassen nimmt der Nachtw&#228;chter der Albergue la Catarata in Fortuna die Nachricht auf. Setzt sich dann aber doch – ganz langsam – in Bewegung, um sich die beschriebene Stelle vor unserem Bus mal n&#228;her anzuschauen. Mit Taschenlampe, denn es ist stockfinster. Und auf einmal wird er ganz schnell, ruft: „Die ist gef&#228;hrlich, die muss man t&#246;ten“, greift zu einem Kn&#252;ppel und erschl&#228;gt das Reptil. Anscheinend hatten wir Gl&#252;ck; arglos hatten wir sie uns nach dem Aussteigen minutenlang im Scheinwerferlicht angeschaut. „Wenn die zuschnappt, kann man gleich bei San Pedro (dem heiligen Petrus) vorsprechen&#8221;, meint der Totschl&#228;ger zu Ivork.<br />
Auf dem R&#252;ckweg vom Arenal-Vulkan hatten wir bereits eine hochgiftige Schlange fotografiert. Die kleine quietschgelbe Eyelash-Viper ruhte sich an einem Mauerpfosten aus und war Fabio aufgefallen. Ansonsten haben wir einen Gro&#223;teil des Tages im Bus verbracht – die Fahrt von Boca Tapada nach Fortuna zieht sich. Auf der Strecke wurde eine Schule besucht und mit Leguanen zu Mittag gegessen. Es gab Gelegenheit zum touristischen Shoppen in Fortuna – eine merkw&#252;rdig Mischung zwischen Western- und Touristenstadt – und eine kleine, nette Wanderung &#252;ber den Silencio-Trail, immer mit Blick auf den aktiven Arenal.<br />
Nach dem sp&#228;tabendlichen Schlangenschreck schaltete der Nachtw&#228;chter noch zuvorkommend die Lichter am Pool ein. Ausnahmsweise regnet es nicht, da suchen wir Abk&#252;hlung beim n&#228;chtlichen Plantschen.</p>
<p>9.10.07 – 7. Tag<br />
Um vier Uhr morgens h&#246;rt man Hahnenschreie und Hundegebell statt kr&#228;chzender Aras. Der „richtige“ Dschungel ist weit weg. Nach dem leckeren Fr&#252;hst&#252;ck mit Fr&#252;chten, frischen S&#228;ften, pancakes mit Sirup, Reis mit Bohnen und R&#252;hreiern starten wir den schwei&#223;treibenden Aufstieg zum Wasserfall, dem Catarata Río Fortuna. Wenngleich auf halbem Weg wieder Regen einsetzt, genie&#223;en wir am Ziel nicht nur die Aussicht, sondern auch ein erfrischendes Bad. Auf dem R&#252;ckweg verzichten wir auf Regenjacken: lieber regen- als schwei&#223;nass!<br />
Heute wird es nachmittags sch&#246;n. Gerade rechtzeitig f&#252;r eine neu entdeckte abenteuerliche Leidenschaft: Canopy. Die acht, die &#252;ber H&#228;ngebr&#252;cken wandern, haben sich definitiv die langweiligere Aktion ausgesucht. Wir sieben am&#252;sieren uns bei unserer Unterweisung in die Kunst des Tarzanspielens mit dem s&#252;&#223;en Guide Antonio, tanzen mit den Br&#252;llaffen auf dem Seil und juchzen vor Vergn&#252;gen, wenn’s mal schneller wird. Manchmal kreischen wir aber auch vor Angst, wenn wir glauben, nicht rechtzeitig stoppen zu k&#246;nnen. Beim Canopy Los Cañones im Preis inbegriffen ist der Besuch der so genannten hei&#223;en Quellen: einer Poolanlage mit einem Becken, dessen Wasser circa 37 Grad warm ist. Nachdem wir uns an den verschiedenen superschnellen Rutschen ausgetobt haben, schl&#252;rfen wir an der wet-bar leckere Cocktails. Dabei sitzen wir auf Barhockern unter der Wasserlinie.</p>
<p>10.10.07 – 8. Tag<br />
Absolut phantastisches Radwetter herrscht beim Besteigen der Mountainbikes am Arenalsee. Einige Kurven weiter &#252;berfallen uns Paparazzi von Aventoura mit Kameraklicken: sie foto-grafieren f&#252;r den n&#228;chsten Katalog. Bei herrlichem Sonnenschein genie&#223;en wir ein Fr&#252;chte-Picknick am See und immer wieder wundersch&#246;ne Aussichten auf das gegen&#252;berliegende Ufer und den Vulkan. Bei einem im Schweizer Stil gebauten Hotel legen wir eine Pinkelpause ein. Da hat es leider schon wieder zu regnen begonnen. Gl&#252;cklicherweise ahnen wir nicht, dass es so bald nicht mehr aufh&#246;ren wird. Immerhin verzichten wir deswegen auf das angebotene Bad im See und schlagen uns lieber beim deutschen B&#228;cker den Bauch mit Apfelstrudel und K&#228;sekuchen voll. Unser Bike-Guide Emanuel lernt heute auch dazu: Wiener W&#252;rstchen muss man nicht pellen!<br />
Der Regen str&#246;mt, der Drei-Kilometer-Aufstieg &#252;ber die Piste hinauf zur Eco-Lodge Lake Coter ist steil, die meisten verzichten, geben ihr Bike ab und setzen sich entweder in den Bus oder nehmen Schusters Rappen. Die, die fahren, fluchen.<br />
Mit Sicherheit w&#228;re die Aussicht von den phantastischen Zimmern hinunter auf den See ebenso phantastisch. Leider bekommen wir sie nicht zu Gesicht. Nicht heute und nicht morgen. Dieses Regenwetter soll nun eine Woche sp&#228;ter im Ausrufen des Notstandes m&#252;nden. – Da hilft nur der Kaffee auf der &#252;berdachten Zimmerterrasse zum Aufw&#228;rmen (Maschinen sind in den Zimmern vorhanden) und schlie&#223;lich das Starkbier an der Hotelbar zum Verdr&#228;ngen.</p>
<div style="text-align: center"><img id="image1425" alt="Costa Rica" src="http://www.frosch-blog.de/wp-content/uploads/2007/11/Wasserfall-Fortuna2.jpg" /></div>
<div style="text-align: center"><img alt="Costa Rica" id="image1437" src="http://www.frosch-blog.de/wp-content/uploads/2007/11/Arenalsee1.jpg" /></div>
<p>11.10.07 – 9. Tag<br />
Der Blick nach drau&#223;en bringt keine neue Aussicht. Heftige Regeng&#252;sse die ganze Nacht. Wir sind auf Nebelwaldh&#246;he. Keiner will den Berg mit dem Rad runter. Also bestellt Ivork unser Essen bei dem Frauenprojekt kurzerhand um und Fabio f&#228;hrt uns mit dem Bus. Kurze Reue unten auf der Stra&#223;e: hier ist das Wetter kurzfristig besser, die Sonne l&#228;sst sich eine Zeitlang blicken. Doch nochmal umbuchen ist jetzt nicht drin.<br />
Die Frauen empfangen uns mit leckerem Essen – das konventionell gekocht wurde. F&#252;r die Solarkocher – ein Ausstellungsobjekt stammt &#252;brigens aus Alt&#246;tting – muss halt die Sonne scheinen. Wir setzen durch, ab Nicoya bis zu unserem Ziel an der Pazifikk&#252;ste, Sámara, zu radeln. Abweichend vom Plan. (Nur Mark und Lisa fahren beinhart, begleitet von Emanuel, gleich ab dem Frauenprojekt &#252;ber die Schlammpiste los). Allerdings wissen wir jetzt, warum der Reiseplan diese Variante eigentlich nicht vorgibt. (Wer vor Ankunft in Sámara aber nochmal lachen m&#246;chte, besuche kurz die barocke Kirche in Nicoya und studiere die reizvoll ins Deutsche &#252;bersetzte Inschrift an den Taufbecken links vom Eingang): Die Strecke geht keine 100 Meter lang geradeaus, sie verl&#228;uft entweder aufw&#228;rts oder abw&#228;rts. Bei str&#246;mendem, prasselndem, gie&#223;endem Dauerregen. Mit Schlagl&#246;chern. Bergauf ist einfach nur anstrengend – zumal, wenn man bef&#252;rchten muss, dass die Kette beim Runterschalten abspringt, so dass man lieber einen etwas h&#246;heren Gang benutzt – bergab hingegen schlichtweg Sch… Wer schon mal ein schutzblechloses Mountainbike gefahren ist, wei&#223;, was ich meine. Die von Ivork versprochene kilometerlange Abfahrt existiert nicht. Die letzten zwei Kilometer ist es schon stockfinster. Niemand kann glauben, dass wir satte drei Stunden f&#252;r die 36 Kilometerstrecke unterwegs waren.<br />
Im Hotel Belvedere fallen wir samt Klamotten gleich in den Pool. Nasser geht eh nicht mehr. Und auch kaum ersch&#246;pfter. Beim Essen in einem nahe gelegenen Lokal m&#252;ssen die au&#223;en Sitzenden Schirme aufspannen, um von hinten nicht wieder nass zu werden.</p>
<div style="text-align: center"><img alt="Costa Rica" id="image1440" src="http://www.frosch-blog.de/wp-content/uploads/2007/11/Samarastrand1.jpg" /></div>
<p>12.10.07 – 10. Tag<br />
Muss der Typ, der den Pool absaugt, so einen Krach machen? Oh, er ist schon fertig, doch der laute, schnorchelnde L&#228;rm h&#228;lt an. Da d&#228;mmert es: Br&#252;llaffen fungieren hier als Wecker. Dabei m&#252;ssten wir endlich einmal nicht fr&#252;h aufstehen. Es regnet sowieso. Nur die halbe Gruppe rafft sich auf, mit Ivork radzufahren. Wir andern h&#228;ngen ab. Bummeln am Strand. Baden im lauwarmen Pazifik. Essen und trinken in einer kleinen Strandbar, besuchen das Internetcafé…<br />
Nach dem Abendessen beim Italiener besuchen wir die „Kieferbar“ (Ivorks Deutsch ist leider manchmal etwas missverst&#228;ndlich, daf&#252;r wei&#223; er aber &#252;ber alles „was ist los ist in Costa Rica“ gut Bescheid). Hier gibt es andere gestrandete Touris, Surfer, die Dorfjugend, eine Tischtennisplatte, einen abgenutzten Tischkicker, ein Billardtisch und Dartsscheiben. Und gute Cocktails. Genug, um uns diesen und die n&#228;chsten beiden Abende zu am&#252;sieren.</p>
<p>13.10.07 – 11. Tag<br />
Es regnet nur selten und verhalten, da kann man nicht klagen. Also raffen sich jetzt vornehmlich die auf, die gestern ausgeruht haben, und machen sich heute auf die Radtour an die Playa Carillo. Diesmal hat Ivork nicht gelogen: es ist tats&#228;chlich nur ein nennenswerter Berg auf den schnell zu bew&#228;ltigenden acht Kilometern zu nehmen; sch&#246;n ist es hier; am Palmen ums&#228;umten, ewig langen und leeren Strand ist endlich ein l&#228;ngeres Sonnenbad m&#246;glich; h&#252;bsche Muscheln und Steine zieren den Sand. Als st&#228;rkerer Regen einsetzt, gehen wir einfach ins Wasser und springen Wellen – wunderbar!<br />
Die im Programm angek&#252;ndigte Radtour an die Playa Barrigona muss dennoch ausfallen, ebenso der Besuch eines Schildkr&#246;tenstrandes. Wegen der Regenf&#228;lle sind die Fl&#252;sse derart &#252;ber die Ufer getreten, dass sie zum Teil nicht mehr &#252;berquert werden k&#246;nnen. Dazu geh&#246;rt einer auf dem Weg zu diesen beiden Zielen. .<br />
Zur&#252;ck in Sámara kommen die Br&#252;llaffen gerade zu dem Baum neben der Rezeption und lassen sich zum ersten Mal aus n&#228;chster N&#228;he fotografieren. Das ist nat&#252;rlich interessanter als die Diskussion mit dem deutschen Hotelier (Manfred aus Marbach am Neckar) &#252;ber die politische und wirtschaftliche Lage Costa Ricas, die durch das Affenspektakel unterbrochen wird. Letzten Sonntag gab es n&#228;mlich einen Volksentscheid f&#252;r oder gegen die Unterschrift des Pr&#228;sidenten Oscar Arias unter das CAFTA – Central American Free Trade Agreement, hier auch TLC genannt (Tratado de Libre Comercio) mit den U.S.A. Die Costaricaner haben sich – knapp, mit etwa 48 zu 42 Prozent – daf&#252;r entschieden. Unser Hotelier meint: „Eine Entscheidung von Reich und Gebildet gegen Arm und Ungebildet“. Interessant ist, dass es &#252;berhaupt ein Referendum gab – einzigartig in der recht autokratisch gepr&#228;gten lateinamerikanischen Welt. Aber Costa Rica ist das mittelamerikanische Land mit der l&#228;ngsten demokratischen Tradition und &#252;berhaupt untypisch. Diese Aussage bed&#252;rfte jedoch l&#228;ngerer Erkl&#228;rungen, f&#252;r die hier kein Platz ist. Zum Teil wird sie uns Carlos liefern, unser Mountainbike-Guide am letzten Tag.</p>
<p>14.10.07 – 12. Tag<br />
Den regenfreien Vormittag nutzen Claudia, Inge und ich nochmal zum Reiten. H&#246;hepunkte der Tour (Affen kennen wir ja nun schon): der tolle Aussichtspunkt hoch &#252;ber dem Meer im Wald und der Galopp am Strand. Nachmittags bringt sich jeder irgendwo vor dem heftigen Regen in Sicherheit: in Bars, den wenigen Touristenl&#228;den, dem Internetcafé oder im Hotel…</p>
<p>15.10.07 – 13. Tag<br />
Lang ist die Busfahrt zur&#252;ck nach San José. Noch l&#228;nger w&#228;re sie ein bis zwei Tage vorher gewesen, als die Stra&#223;en noch nicht wieder von umgest&#252;rzten B&#228;umen und Erdrutschen befreit waren. Der hoch gelegene Aussichtspunkt, an dem wir zum Mittagessen stoppen, bringt mal wieder keinerlei Sicht: Regen, Nebel, Regen…<br />
Ankunft in San José; nach einer kurzen Stadtrundfahrt haben wir eine Stunde Zeit zum Bummeln. „Warum seid ihr so still?“, m&#246;chte Ivork anschlie&#223;end auf der Fahrt nach Ciudad Colón wissen. Vermutlich denken alle das Gleiche: wir m&#246;chten ihn nicht in seinem Nationalstolz beleidigen, indem wir aussprechen, was wir von seiner Hauptstadt halten – n&#228;mlich gar nichts. Die h&#228;sslichste Kapitale, die ich je gesehen habe. Der Nachbau des franz&#246;sischen Nationaltheaters in klein, den die Kaffeebarone Anfang des letzten Jahrhunderts veranlassten, wirkt derma&#223;en deplaziert zwischen den Fast-Food-Lokalen und Billigl&#228;den, die in den gradlinigen und schmucklosen H&#228;userzeilen untergebracht sind, dass er den Schockeffekt durch den Kontrast noch verst&#228;rkt. Dabei ist das Theater der ganze Stolz der Ticos.</p>
<div style="text-align: center"><img id="image1424" alt="Costa Rica" src="http://www.frosch-blog.de/wp-content/uploads/2007/11/San-Jose.jpg" /></div>
<div style="text-align: center"><img id="image1422" alt="Costa Rica" src="http://www.frosch-blog.de/wp-content/uploads/2007/11/IMG_1080.jpg" /></div>
<p>16.10.07 – 14. Tag<br />
Der letzte Tag, der eigentlich der erste gewesen w&#228;re. Carlos, Janie und Giovanni holen uns mit eigenem Mikrobus und Top-Mountainbikes vom Hotel Marañón ab und bringen uns hinauf auf den Poás. Der weltgewandte Carlos weiht uns in perfektem Englisch und unterhaltsam zusammengefasst in die Geschichte sowie die politische und wirtschaftliche Situation des Landes ein. Die Einf&#252;hrung ist auch am Schluss der Reise noch interessant. Jetzt wissen wir immerhin schon besser, wovon er spricht. Politisch liegen Carlos und Ivork allerdings nicht auf einer Linie (so war Ivork gegen den TLC), was in erhitzten Diskussion auf Spanisch zwischen den beiden m&#252;ndet. Nun ja, vor allem diskutiert unser Reiseleiter.<br />
Auf dem Vulkan haben wir Gl&#252;ck. Zwar ist der Himmel nicht gerade blau, aber wir haben freie Sicht auf den beeindruckenden Krater bis hin zur Karibikk&#252;ste und sp&#228;ter noch auf eine sch&#246;ne, wassergef&#252;llte Laguna, die laguna Botos.</p>
<div style="text-align: center"><img id="image1423" alt="Costa Rica" src="http://www.frosch-blog.de/wp-content/uploads/2007/11/Poas.jpg" /></div>
<p>Die 21-Kilometer-Abfahrt auf den Bikes finden manche „geil“; ich eher anstrengend. Denn nur kontinuierliches Bremsen sichert eine kontrollierbare Geschwindigkeit. Einer der speed-bumps, vor denen wir ausdr&#252;cklich gewarnt wurden, wird Inge zum Verh&#228;ngnis. Hat sie die Bodenwelle &#252;bersehen oder davor zu stark abgebremst? Keiner hat es gesehen, sie selbst kann sich aufgrund des erlittenen Schocks sp&#228;ter an nichts mehr erinnern. Auf jeden Fall landet sie in hohem Bogen mit dem Gesicht auf dem Asphalt und ist erst einmal eine Weile bewusstlos. Gut, dass wir eine &#196;rztin dabei haben. Die steigt mit Inge in den Bus um und checkt sie auf Gehirnersch&#252;tterung oder &#228;hnliches. Nicht auszudenken, wie der Sturz ohne Helm ausgegangen w&#228;re…<br />
Mit den Bikes radeln wir bis mitten in die Doka-Kaffeeplantage. Nach einem feinen Mittages-sen lernen wir alles &#252;ber den Kaffee: von der Bohne &#252;ber die Anpflanzung, Ernte und Weiter-verarbeitung bis hin zu den verschiedenen Sorten und Geschmacksrichtungen, die durch das R&#246;stverfahren entstehen. Sehr interessant (den Kaffee gibt es im Supermarkt allerdings we-sentlich g&#252;nstiger zu kaufen als auf der Plantage selbst).<br />
Nun regnet es auch endlich wieder. Zur&#252;ck im Marañon versucht uns das Personal beim Ab-kassieren &#252;bers Ohr zu hauen. Kein sch&#246;ner Zug am letzten Abend.</p>
<p>17.10.07 – 15. Tag<br />
Vorbei. Ein letztes Mal steigen wir zu Fabio in den Bus, l&#228;dt er das immer schwerer geworde-ne Gep&#228;ck ein (nicht nur durch Eink&#228;ufe, sondern durch das viele Wasser und den Dreck haben die Koffer an Gewicht zugenommen). Wir fahren zum Flughafen, der Abschied – schmerzlich aber schnell. Eine anstrengende, lange R&#252;ckreise steht uns bevor…</p>
<p>Fazit: Die Costa Rica ist jedem zu empfehlen, der sich gerne in der Natur bewegt und Freude an exotischer Botanik und Fauna hat. Hier kann man relativ gefahrlos, da von professionell arbeitenden Guides geleitet, den Dschungel erkunden, raften, reiten, sich von B&#228;umen abseilen (Canopy), biken, Kanu fahren und und und. Was manchem vielleicht fehlt, ist das, was man gemeinhin unter Kultur versteht. Alleine die Architektur: Es lebten hier keine bedeutenden pr&#228;kolumbischen V&#246;lker wie die Inkas oder Mayas, die bedeutende Bauwerke geschaffen h&#228;tten, noch haben sich hier Kolonialherren wirklich niedergelassen und f&#252;r h&#252;bsche Barockst&#228;dtchen gesorgt. Costa Rica war immer eine Art Durchreiseland. So sind die St&#228;dte und Ortschaften regelrecht h&#228;sslich, mit ihren nur ein- bis zweist&#246;ckigen schmucklosen, schachbrett-artig verteilten H&#228;usern. So stellt man sich allenfalls den wilden Westen vor. Auch einheimi-sche Musik h&#246;rt man selten. Aus den Radios schallen englische Kl&#228;nge, selten h&#246;rt man la-teinamerikanische, geschweige denn authentisch costa-ricanische Rhythmen. Im Restaurant rei&#223;t einem der Kellner den Teller weg, sobald man fertig gegessen hat. Mag man nichts mehr bestellen, erh&#228;lt man sofort die Rechnung – ungem&#252;tlich! Essen, Trinken, Kleidung in normalen L&#228;den – das ist alles &#228;u&#223;erst preiswert. Dazu im Kontrast stehen die recht hohen Preise (europ&#228;isches Preisniveau) f&#252;r die touristischen Aktivit&#228;ten, die immer gleich in Dollar aus-gewiesen sind. Die Guides sprechen gr&#246;&#223;tenteils hervorragend Englisch und sind meist super-freundlich, charmant, witzig… – das ist ihr Gesch&#228;ft. Wirklich pers&#246;nlich/menschlich erf&#228;hrt man selten etwas von den Leuten, auch nicht, wenn man flie&#223;end Spanisch spricht. Daher ist meine pers&#246;nliche Meinung: Die Reise hat mir sehr gut gefallen, ich hatte viel Spa&#223;, nette Mitreisende, habe viel gesehen – trotz Regens – aber meine Cuba-active-Reise hat mir besser gefallen. Denn in Cuba hatte ich das Gef&#252;hl, viel mehr von der Realit&#228;t des Landes mitzube-kommen.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.frosch-blog.de/reisebericht-costa-rica-3/1421/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Reisebericht Costa Rica</title>
		<link>http://www.frosch-blog.de/reisebericht-costa-rica-2/455</link>
		<comments>http://www.frosch-blog.de/reisebericht-costa-rica-2/455#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 06 Oct 2006 11:56:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Timo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Costa Rica]]></category>
		<category><![CDATA[Fernreisen]]></category>
		<category><![CDATA[Startseite]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.frosch-blog.de/reisebericht-costa-rica-2/455</guid>
		<description><![CDATA[Dieses Jahr habe ich mich mal f&#252;r Costa Rica als Reiseziel entschieden und die Reise war ihr Geld wirklich wert.
<p><img class="centered" id="image470" alt="Costa Rica" src="http://www.frosch-blog.de/wp-content/uploads/2006/10/Wasserfall-Fortuna.jpg" /></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><a title="&#246;ffnet www.frosch-sportreisen.de" target="_blank" href="http://www.frosch-sportreisen.de/fernreisen/rundreise-costa-rica.asp">Zum Frosch Reiseziel Costa Rica</a></strong></p>
<p>Dieses Jahr habe ich mich mal f&#252;r Costa Rica als Reiseziel entschieden und die Reise war ihr Geld wirklich wert.</p>
<p><img align="right" alt="Costa Rica" id="image461" title="Costa Rica" src="http://www.frosch-blog.de/wp-content/uploads/2006/10/in-San-Jose.jpg" /><strong>Mittwoch, 28.12.05:</strong> Kurz vor 12 Uhr bin ich zu meinen Eltern gefahren, habe meinen Hund abgeliefert und meine Mutter hat mich nach Hamburg zum Flughafen gebracht. Mein Gep&#228;ck lie&#223; ich gleich bis San Jose/Costa Rica durchchecken und um 15 Uhr startete mein Flug von Hamburg nach Z&#252;rich. Dort ladete ich um 16:35 Uhr, suchte mein neues Gate und verbrachte Ewigkeiten mit warten da mein Flieger nach Madrid erst um 19:35 Uhr ging. In Madrid sa&#223;en wir nach der Landung um 21:35 Uhr eine dreiviertel Stunde im Flugzeug fest, weil der Bus der uns zum Terminal fahren sollte uns auf der Landebahn nicht gefunden hat. Mir war das ja so ziemlich egal, aber ganz viele wollten noch ihren Anschlussflug nach Santiago bekommen! Im Flughafengeb&#228;ude habe ich dann den &#8220;Amigo„-Schalter gesucht und dort wurde mir gesagt in welchem Hotel ich &#252;bernachte und welchen Bus ich dahin nehmen mu&#223;. An der Bushaltestelle traf ich 2 Iren die zum gleichen Hotel wie ich mussten und ebenfalls am n&#228;chsten Tag nach Costa Rica flogen. Mein Hotelzimmer war o.k., ich wollte da sowieso nur schlafen und dann weiter fliegen.</p>
<div style="text-align: center"><img alt="Costa Rica" id="image470" src="http://www.frosch-blog.de/wp-content/uploads/2006/10/Wasserfall-Fortuna.jpg" /></div>
<p><strong>Donnerstag, 29.12.05:</strong> Nach dem Fr&#252;hst&#252;ck bin ich wieder mit dem Bus zum Flughafen gefahren und um 12:45 Uhr startete mein Flug nach San Jose/Costa Rica. Der Flug dauerte ewig und ich konnte schon gar nicht mehr sitzen und dann kam die Durchsage das wir in Guatemala zwischenlanden. Ich hab echt gedacht das kann nicht war sein, neben mir bekam ich eine neue Nachbarin und die fragte ich gleich mal ob sie auch nach Costa Rica fliegt. Aber nein, sie will nach Honduras. Zum Gl&#252;ck sind wir aber erst San Jose angeflogen und dann flog der Flieger ohne uns nach Honduras, sonst h&#228;tte ich echt einen Sitzkollaps bekommen. W&#228;hrend des Fluges habe ich Anja kennengelernt die in meiner Reisegruppe ist und sie machte mich mit Annika bekannt die ebenfalls in unserer Gruppe ist (die Beiden hatten sich zuf&#228;llig am Flughafen kennengelernt). Gelandet sind wir um 19:35 Uhr Ortszeit (-6 Stunden zu Deutschland, abends war es um 18 Uhr zappenduster und hell wurde es um ca. 5 Uhr), durch den Zoll kam ich ohne Probleme und bei, einreichen der Einreisepapiere gab es ebenfalls keine Schwierigkeiten. Mit meinem Gep&#228;ck suchte ich dann meinen Abholer bzw. machte meine Reisegruppe ausfindig. Wir sammelten uns alle an einen bestimmten Punkt, machten uns alle miteinander bekannt und wurden dann nach Ciuad Colon zu unserer Lodge El Maranon gefahren. Ich hatte ein halbes Doppelzimmer ,gebucht (wie fast alle), nur meine Zimmerkollegin Britt war noch nicht da, es hie&#223; sie ist irgendwo stecken geblieben und kommt einen Tag sp&#228;ter. Das Zimmer war sehr einfach, 2 Betten, ein winziges Bad (Toilettenpapier darf man nichts ins Klo schmei&#223;en, sondern in den M&#252;ll da sonst der Abflu&#223; verstopft), die Fenster waren mit Fliegengitter versehen, alles war sehr hellh&#246;rig (klingelte ein Wecker waren alle wach, erz&#228;hlte einer etwas konnte der Nachbar alles gut mith&#246;ren) und die Bauweise war sehr landestypisch (unter dem Motto:das wird schon halten).</p>
<div style="text-align: center"><img alt="Costa Rica" id="image467" title="Costa Rica" src="http://www.frosch-blog.de/wp-content/uploads/2006/10/unsere-Lodge-de-Ninos.jpg" /></div>
<p><strong>Freitag, 30.12.05:</strong> Die Grillen, Eichh&#246;rnchen und was hier sonst noch so rum fliegt und l&#228;uft machen einen H&#246;llenl&#228;rm, ich bin unz&#228;hlige male nachts aufgewacht weil es so laut war. Beim Fr&#252;hst&#252;ck haben wir uns alle untereinander bekannt bemacht ,insgesamt waren wir 14 Personen, 2 P&#228;rchen-Andreas(49)&#038; Susanne(43) und Frank(37) &#038; Katrin(31), Yvonne und Claudia reisten zusammen und die restlichen waren alle alleine. Zwei Jungs hatten wir noch dabei, Christoph und Meinolf und der Rest waren M&#228;dels, Miriam (25) war die J&#252;ngste, dann folgte ich und die anderen waren alle zwischen 30 und 37 Jahre alt, eine gut gemischte Gruppe. Nach einer Wochen bildeten sich dann kleine Gr&#252;ppchen weil man halt mit dem einen besser klar kam und die Interessen gleich waren als bei den anderen,aber ist ja ganz normal und hat nicht gest&#246;rt. Unser Reiseleiter Guillermo(64) stie&#223; beim Fr&#252;hst&#252;ck dazu und erz&#228;hlte uns ein bisschen was &#252;ber den Reiseablauf und dann fuhren wir mit dem Bus in die n&#228;chste Kleinstadt Ciuad Colon. Wer wollte konnte auf die Bank gehen und Geld tauschen und sonst stand der Supermarkt noch hoch im Kurs. US$ hatte ich von Zuhause aus mitgebracht, aber in solchen kleinen D&#246;rfern kommt man nur mit der Landesw&#228;hrung dem Colones (600 Collones gleich 1 Euro) weiter. Also habe ich einen Teil meiner US-Dollars getauscht. Die Bank funktioniert dort etwas anders als bei uns, bevor man Eintritt mu&#223; man eine gl&#228;serne Schleuse betreten, darin wird man durchleutet, von da aus geht es zur Rucksack Kontrolle und dann endlich durfte man sich nebeneinaander (nicht hintereinander) am Schalter anstellen. Der Supermarkt glich eher einer umgewandelten Garage, sehr einfach und absolut kein Vergleich zu unseren Superm&#228;rkten. Alles war offen, viele Fliegen (nat&#252;rlich im Obst und Gem&#252;se) und an der Kasse war das Personal ununterbrochen damit besch&#228;ftigt dich zu beschei&#223;en. Das Wechselgeld musste sofort nachgez&#228;hlt werden und die versuchten es immer wieder falsch rauszugeben. Wir sind in den Friedenspark der Universidad para la Paz gefahren, aber das war wirklich nur ein kleiner See mit einer Erhebung wo diverse Statuen drauf standen, fand ich eher langweilig, vorallem wurde daf&#252;r noch Eintritt verlangt. Anschlie&#223;end sind wir ein kleines St&#252;ck mit dem Bus gefahren und haben das Waldreservart Rodeo erwandert, am Ende des Weges war ein Flu&#223; wo wir erst mal unsere F&#252;&#223;e k&#252;hlten. Zur&#252;ck im Hotel a&#223;en wir etwas und mit Claudia, Annika, Katrin, Frank und Meinolf wanderte ich auf eigene Faust in der Gegend herum, entlang an Kaffeeplantagen den ganzen Berg hinauf und wieder runter. Hinunter war das so steil das man m&#252;he hatte langsam zu gehen und im Zimmer taten mir meine Kniescheiben so doll weh das ich die Knie absolut nicht mehr knicken konnte. Nachts als ich bereits schlief kam endlich meine Zimmergenossin Britt angereist und ri&#223; mich aus tiefen Tr&#228;umen. Die &#196;rmste ist 2 Tage durch die Welt geflogen, weil ein Fliger &#252;berbucht war und &#252;ber Umwege ist sie dann irgendwann doch noch in Costa Rica gelandet, allerdings ohne Gep&#228;ck!</p>
<p><strong>Samstag, 31.12.05:</strong> Morgens sind wir um 8 Uhr mit dem Bus zu dem Vulkan Poas gestartet. Etwa 1,5 Stunden dauerte die Fahrt und den Rest mussten wir auf guten Asphaltstra&#223;en zur&#252;ck legen. Der Vulkan ist noch aktiv, war aber bei unserem Besuch ganz ruhig und man sah nur das er ab und zu dampfte.Von dort aus wanderten wir zu einer Lagune (ein ehemals aktiver Vulkan wo jetzt kristallklares Wasser drin ist) und sahen auf dem Weg ein kleines Eichh&#246;rnchen (das war kleiner und zierlicher als unsere). Auf der R&#252;ckfahrt hielten wir kurz an einer Kaffeeplantge und guckten uns die Pflanze genauer an und dann setzten wir unseren Stadtrundgang in San Jose fort. Das ist vielleicht ein durcheinander dort, Staub, L&#228;rm, Autos, Hupkonzerte und ein totales Wirrwarr mit der Bev&#246;lkerung. Alles lief und fuhr kreuz und quer durcheinander, keine Ahnung ob da irgendein Konzept hinter steht. In der Markthalle wurden wir Europ&#228;er total begafft, es war nicht so das wir etwas beguckten, sondern wir wurden eher beguckt. Sooft scheinen da keine Besucher zu kommen. Es wurden dort viel Obst und Gem&#252;se angeboten, Fisch, Fleisch, Kleidung und alles was in Costa Rica zum Leben gebraucht wird. Die Museen waren wegen Silvester geschlossen (mein Gl&#252;ck), aber sonst graste Guillermo alles mit uns in der Hitze ab. Mir war das echt zu langweilig und Katrin, Frank, Christoph und Meinolf auch, da haben wir uns kurzzeitig mal abgesetzt und sind sp&#228;ter wieder zur Gruppe gesto&#223;en. Britt war noch schlauer und gleich am Anfang &#8220;abhanden„gekommen. Abends wurde ein Salsa-Kurs angeboten und wir wollten Silvester feiern. Bis 22 Uhr haben wir durchgehalten, aber dann ging gar nichts mehr, wir wollten nur noch ins Bett. Um Mitternacht bin ich kurz von der Knallerei aufgewacht, aber sofort wieder eingeschlafen.</p>
<p><strong>Sonntag, 01.01.06:</strong> So, heute verlie&#223;en wir das El Maranon und sind mit dem Bus nach La Fortuna gefahren. Die Fahrt dahin dauerte etwas 4 Stunden und zwischendurch sind wir in San Ramon bei einem Zigarrenproduzenten angehalten und haben uns zeigen lassen wie man eine Zigarre(in Costa Rica hei&#223;en die Zigarren dann nicht Havanna wie auf Cuba, sonder einfach Habanna!) dreht, Katrin wurde dann auserw&#228;hlt ebenfalls eine Zigarre zu drehen. In La Fortuna bezogen wir unsere Zimmer und sind dann zu einem im Regenwald gelegenen Wasserfall gewandert. Auf dem Weg dahin sahen wir ganz viele Kolibries, einen bunten Tukan, Amazonen und am Wegesrand stand ein Mann der frische Kokosn&#252;sse verkaufte. Der hatte eine zahme Amazone da rum fliegen und die nahm ich gleich mal auf den Arm. Der Vogel ist dann kreuz und quer an mir rumgeklettert, wuschelte in meinen Haaren herum und versuchte alles an mir anzuknabbern. Am Wasserfall war es richtig toll und darunter zu baden super erfrischend, allerdings musste man ein wenig wegen der Str&#246;hmung aufpassen und das Wasser war eiskalt. Der Weg zur&#252;ck ging gleich doppelt so schnell, weil wir alle voller neuer Energie waren und unsere K&#246;rpertemperatur etwas im Wasser abgek&#252;hlt wurde.</p>
<p><strong>Montag, 02.01.06:</strong> Wir starteten zu unsere 2-t&#228;gigen Regenwaldwanderung in den Bospue de los Ninos. Ein kleines St&#252;ck fuhren wir mit unserem Bus und weil dann die Stra&#223;e aufh&#246;rte mussten wir in so einem &#8220;Pick up&#8221; (ein offener LKW, wie man ihn aus diversen Afrika-und Asienfilmen kennt) umsteigen und sind zum Rande des Regenwaldberges gefahren. Von dort aus ging es zu Fu&#223; weiter, unser Rucksack (das Gep&#228;ck blieb in der Lodgue, wir nahmen nur Sachen f&#252;r eine Nacht mit) wurde zum Gl&#252;ck hochgefahren und wir wanderten durch ganz dichten Gestr&#252;pp. Voran ging unser &#8220;Machetenmann„ der den Weg mit seiner Machete freischlug und dann kletterten, rutschten und sprangen wir im G&#228;nsemarsch hinterher. Das war ein richtiger Akt, die Wanderung dauerte ca. 3 Stunden lang und das durch einen richtigen zugewachsenen Urwald. Wege mussten wir uns suchen, der Schlamm war super rutschig und wir sind st&#228;ndig geschlittert (heller Schlamm rutscht besser als dunkler Schlamm war meine Erkenntnis am Abend), teilweise mussten wir kleinere Abh&#228;nge auf gut Gl&#252;ck runter springen und hoffen das man festen Untergrund erwischte, manchmal halfen Lianen zum festhalten. Ich ging direkt hinter unseren &#8220;Machetenmann„, da war der &#8220;Weg„ noch einigerma&#223;en begehbar, aber ich m&#246;chte nicht wissen wie es den Letzten in unserer Gruppe gegangen sind, ich denke die sind im Schlamm nur noch weg gerutsch und konnten froh sein wenn sie nicht irgendwo in der B&#246;schung landeten. Unsere F&#252;hrer ist dann auch direkt vor mir in ein Tierbau gefallen, das Loch war zugewachsen und auf einmal sah ich nur noch einen Kopf aus der Erde rausschauen, wie gut das er vor mir ging. Als wir den Wald verlie&#223;en mussten wir noch ca. 2 Stunden lang in der prallen Mittagssonne den restlichen Berg hochwandern. Teilweise hab ich echt gedacht, das ich gleich umkippe, mit der Sonne war das echt die H&#246;lle. Meine Beine waren total zerstochen (Sandfliegen, die Stiche jucken noch nach 3 Wochen!!!), schlammig und meine Schuhe nicht mehr identifizierbar (habe ich immer noch nicht sauber bekommen). Irgenwann erreichte ich endlich unsere Urwaldlogde oben auf dem Berg, die Sicht war atemberaubend sch&#246;n und als ich in den Spiegel guckte traf mich fast der Schlag. Mein Gesicht war knallrot, so als h&#228;tte ich alles von der Sonne verbrannt, aber das war nur die Anstrengung, denn nach 2 Stunden hatte ich wieder meine normale Gesichtsfarbe. Es gab zum Gl&#252;ck gleich Mittag und ich war so ausgehungert das ich quasi dr&#252;ber herfiel und vor Ersch&#246;pfung dann fast mit dem Kopf in meinen Teller reinfiel. Es gab Reis mit Br&#252;he, H&#252;hnchen und dazu verschiedenes Gem&#252;se (M&#246;hren, K&#252;rbis, Manniok, Bohnen, Mais). Gleich 2 Stunden sp&#228;ter wanderten wir weiter zu einem Wasserfall (der Weg war wesentlich einfacher) und auf dem R&#252;ckweg zu unserer Urwaldlodge kamen wir an einem herrlichen See vorbei wo wir den Rest des Tages drin geschwommen sind. Abends gab es Fisch zum Abendbrot und 2 Waldratten (sehen so aus wie eine gro&#223;e Maus und sind rotbraun) tummelten sich in unserem Essensraum. Die hatten auch absolut keinen Respekt oder viel Hunger und stibitzen sich was von unserem Essen. Unsere Zimmer waren sehr einfach, man k&#246;nnte sagen ein Gruppensaal wo jeder sein Bett (mit Moskitonetz und durchgelegener Matratze) hatte und WC und Dusche waren sehr ekelig (es gab da zum hellh&#246;rig das ich schon Affen im Zimmer vermutete). Punkt 20 Uhr geisterten wir mit unseren Taschenlampen zum Z&#228;hne putzen herum und keine 5 Minuten sp&#228;ter h&#246;rte man keine Stimmen mehr, weil alle bereits tief und fest vor Ersch&#246;pfung schliefen.</p>
<div style="text-align: center"><img alt="Costa Rica" id="image458" src="http://www.frosch-blog.de/wp-content/uploads/2006/10/Fahrt-in-den-de-Ninos.jpg" /></div>
<p><strong>Dienstag, 03.01.06:</strong> Bereits um 5:30 Uhr war ich wach und bin aufgestanden. An dem See wo wir waren kommen n&#228;mlich morgens bei viel Gl&#252;ck Tapiere zum Trinken hin. Ich bin also alleine dahin gewandert und traf dann im Wald erst Britt und sp&#228;ter Claudia. Leider kam kein Tapier dazu, aber es war trotzdem total beeindruckend das Morgenschauspiel mit den ganzen V&#246;geln zu beobachten. Beim Fr&#252;hst&#252;ck bekamen wir dann allerdings Besuch von einem Nasenb&#228;r der hinterm Haus nach Abf&#228;llen w&#252;hlte. Wir gingen nach dem Fr&#252;hst&#252;ck wieder wandern (eine Herde Pekaris-sowas wie Wildschweine kreuzten unseren Weg) und zwar zu einer hei&#223;en Schwefelquelle wo wir alle eine Schlammpackung auflegten. Das war nur eine ganz kleine Stelle in einem Bach wo es kochend hei&#223; war, brodelte, dampfte und nach Schwefel roch. Die Heilerde darunter soll sehr gesund sein (wird bei uns s&#252;ndhaft teuer verkauft) und wir klatschten uns den Matsch ins Gesicht (das war eine Sauerei). Mit dem Schlamm im Gesicht wanderten wir weiter und dabei sahen wir garantiert aus wie irgendwelche Eingeborenen, wir haben uns gegenseitig angeguckt und uns nur kaputt gelacht. Zum Gl&#252;ck gibt es da au&#223;er uns keinen der uns h&#228;tte sehen k&#246;nnen, denn 2 Stunden sind wir bestimmt so furchterregend herumgewandert. An unserem See konnten wir alles abwaschen, sahen 10 Jahre j&#252;nger aus und unsere Haut war wirklich ganz seidig glatt. Nach dem Mittag verlie&#223;en wir unsere Lodge und wanderten auf einfachem Wege der Berg wieder runter bis uns der &#8220;Pick up„ aufsammelte und zur&#252;ck nach La Fortuna brachte. Ein freudiges Ereignis in unserem Zimmer: Britt´s Gep&#228;ck ist endlich da!!! Wo auch immer es soooo lange war!</p>
<p><strong>Mittwoch, 04.01.06:</strong> Heute lie&#223;en wir es ruhiger angehen und haben eine Tagestour zum Cano Negro gemacht. Das ist ein See mit vielen Flussabzweigungen an der Grenze zu Nicaragua(wir mussten auf der Fahrt unsere Passportnummer und Namen angeben damit wir nicht ausversehen in Nicaragua einreisen und da bleiben). Ein Bus holte uns an unserer Lodgue ab und nach ca. einer Stunde hielten wir an einem Baum wo sich Unmengen von gro&#223;en Leguanen in der Sonne aalten. Der Baum liegt wahrscheinlich so gut in der Sonne das er ein regelrechter Anzugspunkt f&#252;r diese Tiere zu scheinen ist. Am Cano Negro stiegen wir in ein kleines Boot was nur f&#252;r uns reserviert war und dann fuhren wir ganz gem&#252;tlich durchs Wasser und sahen so viel Tiere wie noch nie. Kaimane in Mengen, Kapuzineraffen, Br&#252;llaffen, Schildkr&#246;ten, Leguane, Wasserechsen, Eisv&#246;gel, Komorane, L&#246;ffler, Silberreiher, Schlangenhalsv&#246;gel usw. Zum Mittag legten wir an, a&#223;en in einer palmbedeckten H&#252;tte zu Mittag (Reis, Bohnen, Ananas, Melonen, hat unser Bootsf&#252;hrer von Land aus mitgenommen), dann schipperten wir noch etwas durch Wasser, legten wieder am Ufer an und der Bus fuhr uns zur&#252;ck. Ganz pl&#246;tzlich stoppte der Bus bei voller Fahrt und was war??? Unsere Fahrer hat ein Faultier im Baum entdeckt und das bewunderten wir nun alle. Es ist mir absolut unbegreiflich wie er dieses eine v&#246;llig getahnte Tier w&#228;hrend der Fahrt im Wald entdeckt hat.</p>
<p><strong>Donnerstag, 05.01.06:</strong> Um 7:45Uhr haben haben wir gefr&#252;hst&#252;ckt und danach sind wir zu den H&#228;ngebr&#252;cken gefahren. Es regnete ganz sch&#246;n, aber im Regenwald war es einigerma&#223;en gesch&#252;tzt und im Laufe des Vormittags h&#246;rte es ganz auf zu regnen. Die H&#228;ngebr&#252;cken fand ich nicht so abendteuerlich wie ich es erwartete h&#228;tte. Im Regenwald waren vern&#252;nftige Wanderwege und einzelne Schluchten waren mit gro&#223;en oder kleinen H&#228;ngebr&#252;cken verbunden. Ganz am Ende sahen wir dann wenigstens ein Faultier ganz oben im Baum, ich h&#228;tte das nie erkannt so wie die getahnt sind. Nachmittags haben wir dann eine ganz tolle Vulkanwanderung am Arenal-Vulkan &#252;bernommen. Die Wege waren einfach irre, rechts und links ca.4 Meter hohes Schilfgras und irgendwann kamen wir an richtigen Vulkangestein an was wir erkletterten. Durch den Wind und einigen Schauern war das etwas unangenehm, aber trotzdem sch&#246;n. F&#252;r den R&#252;ckweg konnten wir den normalen Wanderweg w&#228;hlen oder den Dschungel. Keine Frage, wir nahmen den Dschungel und das war fast noch heftiger als die andere Dschungelwanderung. Leider hatten wir keine Machete dabei und krauchten so durch´s Dickicht, dabei schl&#228;ngelte sich eine giftige Korallenschlange &#252;ber unseren Weg und ein wilder Truthahn bekam es mit der Panik zu tun als wir da auftauchten. Nach ca. 2,5 Stunden fuhren wir ersch&#246;pft zur Lodge zur&#252;ck, machten uns frisch, fuhren zum Essen in die Stadt und dann zum Arenal-Vulkan. Der Vulkan ist noch aktiv und wir haben mitgekriegt wie der noch richtig &#8220;gespuckt„ hat. Gerade im dunkeln war das ein einzigartiges Schauspiel, wie diese roten Gesteinsbrocken hin und her flogen und das Lustigste an der ganzen Sache waren die Gl&#252;hw&#252;rmchen. &#220;berall flogen die herum und es blinckte am ganzen Himmel, entweder gelb-wei&#223; vom W&#252;rmchen oder rot vom Vulkan.</p>
<div style="text-align: center"><img alt="Costa Rica" id="image469" src="http://www.frosch-blog.de/wp-content/uploads/2006/10/Wanderung-am-El-Arenal.jpg" /></div>
<p><strong>Freitag, 06.01.06:</strong> Ab heute hei&#223;t es Fahrrad fahren! Morgens nach dem Fr&#252;hst&#252;ck wurden unsere Fahrr&#228;der angeliefert und jeder bekam ein ma&#223;geschneidertes Fahrrad zugeteilt (sch&#246;ne Mountainbike´s mit 2 verschiedenen Gangschaltungen), dazu einen Helm und Fahrradhandschuhe. Wir hatten 2 Fahrradguides (Rico und keine Ahnung wie der Kleine hie&#223;, fahren beide Costa Ricanische Nationalmannschaft) die uns gute (spanische und englische)Tips gaben und w&#228;hrend der Radtour begleitete die ganze Zeit ein Versorgungsfahrzeug.</p>
<div style="text-align: center"><img alt="Costa Rica" id="image471" src="http://www.frosch-blog.de/wp-content/uploads/2006/10/Wir-radeln.jpg" /></div>
<p>Ich kam mir schon fast vor als fahre ich hier Tour de France. Andreas f&#228;hrt Zuhause viele Fahrradrennen (dementsprechend gute Kondition hatte er und er hatte keine M&#252;he damit unsere Guides zu &#252;berholen und das Team anzuf&#252;hren), aber sonst waren wir alle eher Hobbyfahrer. Die Fahrradtouren waren echt lustig, weil sich gleich am ersten Tag abzeichnete wer konditionell mith&#228;lt und wer die &#8220;Looser„ sind. Wir waren dann auch so ehrgeizig und sind richtige Rennen gefahren &#252;ber die Strecke, haben Teams gebildet usw. Eigentlich war es so gedacht das Rico vorne f&#228;hrt und unsere kleiner Guide der Letzte ist damit keiner verloren geht( das Feld zog sich mit der Zeit auch ca. 2 km auseinander, weil welche schneller waren als die anderen) und unsere Versorgungsfahrzeug mit Danillo als Fahrer (hupen scheint seine Leidenschaft zu sein!) fuhr die Strecke immer rauf und runter um zu gucken ob noch alle da sind oder ob jemand was braucht(Wasser!!! Ich habe bestimmt 3 Liter in mich hineingekippt). Am 2. Tag konnten unsere Guides allerdings nicht mehr so richtig mithalten, Andreas fuhr sowieso allen davon, Claudia (Marathonl&#228;uferin) hielt sehr gut mit und in mir erweckten ungeahnte Kr&#228;fte und Kondition. Ich war selbst total &#252;berrascht &#252;ber mich selbst und fuhr mit an der Spitze, allerdings habe ich beim bergauf fahren zuviel Zeit verloren, daf&#252;r aber die verschenkte Zeit wieder eingeholt. Unsere erste Etape f&#252;hrte uns von unserer Lodge in La Fortuna zu unserer n&#228;chsten Lodge La Alondra in die N&#228;he von Arenal. Das waren knappe 40km bergauf und bergab, teilweise war das so steil das wir beim runterfahren stark bremsen mussten um nicht in den Verkehr zu geraten. Die Strecke war wundersch&#246;n, Berge, der See, eine klasse Landschaft und eine gute Asphaltstra&#223;e. Zwischendurch haben wir ein kleines Fr&#252;chtepicknick eingelegt (Melone, Papaya und Ananas) und dann ging es weiter zu unserer Lodge (direkt am Arenalsee)die wir Mittags v&#246;llig durchgeschwitzt erreichten. Beim Duschen sind dann auch gleich zwei Duschen mehr oder weniger explodiert, es hie&#223; von Anfang an wir sollen den Hahn mit einem Schuh &#246;ffnen, weil angeblich mal jemand einen gewischt gekriegt hat als er es mit der Hand versuchte. Tja, ich wei&#223; nicht wie aber es gab im Nachbarzimmer ein Kurzschlu&#223; in der Dusche, es machte Peng und Andreas &#038; Susanne standen kreidebleich im Garten, einige Sekunden sp&#228;ter das selber mit Katrin &#038; Frank. Wir haben die Duschen etwas genauer unter die Lupe genommen und unserer Elektriker hat nur mit dem Kopf gesch&#252;ttelt und meinte das sei lebensgef&#228;hrlich (wir haben´s fotografiert und jetzt beim Reiseveranstalter eingereicht). Das konnte ich sogar sehen das dass nicht fachgerecht ist, alle Leitungen lagen offen oder mit etwas Isolierband verkleidet um den Duschhhals herum und das kann auf Dauer nicht gut gehen. Nachmittags sind wir in die Stadt (also 1 Supermarkt, 1 Tankstelle und ´ne B&#228;ckerei) gefahren und haben bei einem deutschen B&#228;cker halt gemacht. Der war richtig gut drauf, ist von Deutschland ausgewandert und hat sich dort mit seiner B&#228;ckerei selbst&#228;ndig gemacht. Im Garten tummelten sich seine Hasen, Hunde und ein Leguan und Miriam und ich sa&#223;en bestimmt 2 Stunden lang bei ihm im Privatgarten und haben gequatscht.</p>
<div style="text-align: center"><img alt="Costa Rica" id="image466" src="http://www.frosch-blog.de/wp-content/uploads/2006/10/Strand-bei-Samara.jpg" /></div>
<p><strong>Samstag, 07.01.06:</strong> Um 6:45 Uhr sind wir aufgestanden und nach dem Fr&#252;hst&#252;ck sind wir im Bus ein kleines St&#252;ck bis Tilaran gefahren und von da aus startete unsere n&#228;chste Etappe. Es war super windig, so das man kaum stehen konnte und fast weggeflogen ist, ich zog erst meine Regenjacke als Windschutz an, aber die hat sich so aufgeblasen das ich die w&#228;hrend der Fahrt schnell wieder auszog und ins Auto schmi&#223;. Tja, und dann packte mich oben auf einen Berg eine Windboe und hob mich samt Rad richtig von der Stra&#223;e ab. Ich hatte null Chance und konnte in keinster Weise etwas ausrichten, mich ri&#223; der Wind in voller Fahrt von der rechten Stra&#223;enseite mit, ich hob mit dem Rad vom Boden ab und landete dann samt Fahrrad im linken Stra&#223;engraben. Zum Gl&#252;ck ist kam gerade kein Gegenverkehr, sonst wei&#223; ich nicht wie das ausgegangen w&#228;re. Mein Helm (Gott sei dank mussten wir den tragen) sa&#223; ganz schie&#223; auf´m Kopf, mein rechter Arm war total aufgesch&#252;rft und blutete und das linke Bein sah genauso aus. Meine Trinkflasche war hin&#252;ber und die Gangschaltung verbogen. Vor und hinter mir fuhr zu dem Zeitpunkt keiner und den Sturz hat au&#223;er mir niemand mitbekommen, selbst als ich da lag war noch keiner in Sicht und ich hiefte mein Rad selber aus dem Schottergraben raus, klopfte den Dreck ab und fuhr weiter. Kurz darauf wartete Rico an einer Kreuzung (damit wir auch alle richtig abbiegen) und ich lie&#223; von ihm meine Rad wieder richtig hinbiegen und auf die Wunden kam Desinfektionsmittel. Nach 30 km endete unsere Strecke, wir stiegen in den Bus und fuhren &#252;ber die Panamerika ca. 1,5 Stunden nach Nicoya wo wir zu Mittag a&#223;en. Das Mittagessen war ausnahmsweise mal inklusiv und wurde von einigen Damen auf einen sogenannten Sonnenherd gekocht. Das Essen war super lecker (Reis, Kartoffelbrei, Bohnen und ganz viel verschiedenes Gem&#252;se). Wer wollte konnte jetzt die restlichen 30km(80% bergauf!!!) in der Mittagssonne per Rad zur&#252;ck legen und das wollten wir nat&#252;rlich. Mir sind &#252;ber Nacht scheinbar Muskeln gewachsen oder ich wurde gedopt! Mein Fahrrad und ich waren eins, ich hatte es total raus in welcher Sekunde ich in welchen Gang schalten musste und selbst beim bergauf fahren hatte ich eine bessere schnellere Technik entwickelt (ich denke da kann ich noch mehr raus holen, wenn ich am Ball bleibe) als am Vortag. Ich bin geradelt was das Zeug h&#228;lt, hatte so einen Spa&#223; dabei und Andreas und ich haben weit das Feld angef&#252;hrt. Mal war er weit vor mir, aber sobald es bergab ging hatte ich ihn wieder. W&#228;hrend eines Zweikampfes (was waren wir ehrgeizig, w&#228;hren die anderen sich gequ&#228;lt haben) bergauf ist dann meine Kette abgesprungen, was war ich sauer(war allerdings mein Schaltfehler) und dann war ich zu n&#228;mlich das Ding wieder aufzulegen (war mir zu kompliziert mit den ganzen Zahnr&#228;dern) und musste warten bis Rico mich endlich mal eingeholt hatte&#8230;, er legte meine Kette rauf und ich konnte weiterradeln. Ich habe aber bestimmt eine halbe Stunde gebraucht um Andreas nur sehen zu k&#246;nnen. Halb tot sind wir dann in Samara in unserem Hotel angekommen und ich war so durchgeschwitzt das ich kaum meine Hose ausziehen konnte, alles klebte und die Dusche war ein wahrer Genu&#223;. Samara ist ein kleiner einfacher Ort direkt am Pazifikstrand und da kam so richtiges S&#252;dseefeeling bei uns auf, abends sa&#223;en wir ganz oft am Strand mit einem Cocktail oder wir lagen in den H&#228;ngematten die &#252;berall am Strand zwischen den Palmen hingen, ja das schon so ein bisschen wie in dem Film &#8220;The beach„.</p>
<p><strong>Sonntag, 08.01.06:</strong> Meine Beine sehen ganz furchtbar aus, zerstochen ohne Ende, dazu blaue Flecke und &#252;berall Sch&#252;rfwunden, aber immerhin sch&#246;n braun und meine F&#252;&#223;e genauso. Heute lie&#223;en wir es etwas ruhiger angehen und sind dem Rad 20km zum benachbarten Strand gefahren. Den Schotterweg konnte man gut befahren, einen Flu&#223; mussten wir durchquren und dann tauchte ein ganz toller Strand auf, au&#223;er uns war kein Mensch da. Unter zwei Palmen haben wir unser Quartier aufgeschlagen und sind dann in die Fluten gesprungen. Oh, war das schon, allerdings waren die Wellen sehr hoch und leicht gef&#228;hrlich. Wir wurden richtig unter Wasser gedr&#252;ckt, rumgeschleudert und tauchten ganz woanders wieder aus. Erst war das be&#228;ngstigent, aber dann hatten wir richtig Spa&#223; daran gefunden. Am Strand liefen einige kleine Krebse rum und Pelikane schwammen auf dem Wasser. Abends bin ich nach dem Essen (zur Abwechslung habe ich mal einen Hamburger gegessen!) gleich ins Bett gefallen, weil ich ganz sch&#246;n kaputt war.</p>
<p><strong>Montag, 09.01.06:</strong> Heute haben wir die andere Richtung eingeschlagen und sind dort zum Strand geradelt, wir haben sogar Affen auf der Tour dahin gesehen. Nach einer Stunde relaxen am Strand wurde mir das zu langweilig und au&#223;erdem wollte ich nicht viel mehr als Fahrrad fahren. Ich hatte irrsinnigen Spa&#223; daran und fuhr Kilometer weit, erst zu dem Strand von gestern, dann wieder zur&#252;ck, hielt hier und dort (eine braune Schlange kreuzte meinen Weg, unz&#228;hlige Leguane, einige Eichh&#246;rnchen und viele Kolibris habe ich gesehen) und dann hatte ich meine 60km voll und bin duschen gefahren ins Hotel. Nachmittags sind wir zu unserer Reittour aufgebrochen. Ein Auto (da wo wir wieder hinten drauf sitzen mussten) fuhr uns zu den Pferden und dann ritten wir brav hintereinander los und ein Hund begleitete uns. Zuerst ging es in einen Wald, &#252;ber Stock und Stein, bergauf und bergab. Wir sahen viele Affen, einen Nasenb&#228;r im Baum und dann endlich ein G&#252;rteltier! Danach hatten wir bereits seit Tagen Ausschau gehalten und nie eins entdeckt. Als es leicht d&#228;mmerte durchquerten wir einen Flu&#223; und trabten dann zum Strand. Das war wirklich toll und mu&#223; ein Bild f&#252;r die G&#246;tter gewesen sein, wie eine Herde Pferde da im Sonnenuntergang entlangdonnerte am Strand. Einige Leute z&#252;ckten in windeseile ihre Kameras und fotografierten uns. Am Strand wurden gerade kleine Babyschildkr&#246;ten ausgesetzt (da war eine Aufzuchtstation) und wir kamen gerade zum richtigen Zeitpunkt. Ich bin ins Wasser reingeritten und da konnte man sehen wie die ganzen kleinen Babyschildkr&#246;ten um die Wette paddelten. Zur&#252;ck zur Ranch ging es wieder durch den Flu&#223; und im schnellen Trapp zur&#252;ck, weil es schnell dunkel wurde. Die Reittour war total sch&#246;n und wir waren alle so begeistert, vor allem weil man von da oben doch andere Dinge sieht als zu Fu&#223; oder auf dem Rad.</p>
<p><strong>Dienstag, 10.01.06:</strong> Unser erster Relaxingtag, aber ich bin den halben Tag geradelt und dann zusammen mit Claudia und Miriam an den Strand gegangen. Das mit dem baden war allerdings so eine Sache, weil im Wasser nicht sichtbare Feuerquallen (eine harmlose Art)sind. Man sp&#252;rt sie einfach nur, fl&#252;chtet aus dem Wasser und sieht 2 Tage so aus als wenn man in Brennesseln gebadet hat und diese Erfahrung machten wir dann auch. Mit meinen Postkarten ging ich noch zur Post, aber die waren da selten n&#228;mlich und hatten auch keine Lust sich gro&#223;artig zu bequemen. Ich kaufte Briefmarken und steckte meine Karten ein, aber bis heute ist noch keine angekommen.</p>
<div style="text-align: center"><img alt="Costa Rica" id="image465" src="http://www.frosch-blog.de/wp-content/uploads/2006/10/Reiten-in-Samara.jpg" /></div>
<p><strong>Mittwoch, 11.01.06:</strong> Bereits um 7:30 Uhr starteten wir unseren Weg zur&#252;ck zu unserer Startlodge El Maranon. Katrin &#038; Frank verabschiedeten sich schon, weil sie bereits heute abfliegen und per Taxi zum Flughafen fahren. Unsere Gep&#228;ck wurde auf auf´s Busdach geschnallt und dann sind wir zum Golf von Nicoya gefahren. Stiegen in ein kleines Boot (was lange nicht anspringen wollte) und schipperten durch die Mangrovenw&#228;lder auf die Insel Chira. Wir haben sogar 4 Krokodile gesehen die um unser Boot schwammen, viele Fregattv&#246;gel, L&#246;ffler, Reiher, Pelikane und einen gro&#223;en Leguan. Das Boot konnte nicht direkt am Ufer anlegen und wir gingen die restlichen Meter zu Fu&#223; durch´s Wasser. An Land wanderten wir etwa eine halbe Stunde wo wir dann an einer H&#252;tte Essen bekamen (ganz leckeren Fisch mit Reis und Brokkoli), eine kurze Mittagspause einlegten (eine riesiege Heuschrecke krabbelte mein Bein hoch&#8230;) und dann mit dem &#246;ffentlichen LKW (wir wieder hinten auf der Ladefl&#228;che) zur&#252;ck zum Hafen fuhren, mit dem Boot &#252;bersetzten und wieder in unseren Bus einstiegen. Es war entsetzlich hei&#223;, auf der Insel schwitzen wir bereits wie doof, aber im Bus war das echt m&#246;rderisch. Irgendwann legten wir einen Eisstop(nur abgepacktes Eis essen, niemals frisches!!!) ein und dann ging die 4st&#252;ndige Fahrt weiter und wir waren total ger&#228;dert als wir endlich ankamen. Britt und ich bekamen diesmal die Lodge im Privatregenwald und hatten eine eigene Terasse. Das Zimmer ist total zugewuchert und etwas abseits von den anderen, deshalb Privatregenwald. Abends a&#223;en wir alle zum Abschied zusammen und tranken unseren Rum aus. Wir haben n&#228;mlich w&#228;hrend der Reise immer mal wieder ein Fl&#228;schchen Rum(die beste Qualit&#228;t &#252;berhaupt und g&#252;nstig zu unseren Verh&#228;ltnissen gesehen) gekauft, Ananas darin eingelegt und uns lustige Abende gemacht und die Reste mussten nun alle aufgebraucht werden.</p>
<p><strong>Donnerstag, 12.01.06:</strong> Von Britt nahmen wir beim Fr&#252;hst&#252;ck Abschied, sie ist dann alleine mit dem Bus an die Karibikk&#252;ste gefahren und wollte dort noch einige Tage bleiben. Claudia, Miriam, Christoph, Meinolf und ich sind mit dem &#246;ffentlichen Bus nach San Jose gefahren (die Fahrt kostete ca. 25 Cents und dauerte 30 Minuten!!!) und da herrschte immer noch das gleiche Gewusel wie vor 2 Wochen. Wir haben uns relativ schnell aus den Augen verloren und mir war das ganz recht so, dann konnte ich in Ruhe bummeln gehen und gucken. Ich bin wieder in die Markthalle gegangen wollte scheinbar das Fleisch gleich verkaufen. Beim Anblick der &#8220;Fischabteilung„ bin ich ganz neidisch geworden, soviel Auswahl und zu so g&#252;nstigen Preisen. Auf dem Tiermarkt bin ich auch gelandet, Hunde, Meerschweinchen, M&#228;use, V&#246;gel und sogar Fische wurden angeboten aber unter was f&#252;r unm&#246;glichen Bedingungen, ich bin schnell weiter gegangen. Irgendwann musste ich auf Toilette und da es keine &#246;ffentlichen Klo´s gibt bin ich auf ein nobles Hotel zugesteuert und habe nach den &#8220;Banos„gefragt. Im gro&#223;en Spiegel auf´m Klo sah ich dann das meine Vordertasche ge&#246;ffnet ist und ich ahnte es bereits, mein Portemonaie war weg und die Haarb&#252;rste die davor lag ebenfalls. Einfach geklaut, ich kann mich an keine Situation erinnern wo es h&#228;tte passiert sein k&#246;nnen, ich habe h&#246;llisch auf meinen Rucksack aufgepasst, aber so was geht scheinbar wirklich sekundenschnell. Aber ich bin ja nicht ganz doof, denn jeder hat uns gewarnt das man in San Jose beklaut und &#252;berfallen wird und als Europ&#228;er f&#228;llt man eh gleich bei den Einheimischen ins Auge.</p>
<p>Mein Portemonaie war eine Attrappe, ich habe ein ganz altes Portemonaie genommen, das mit Papier und kleinen Steinen gef&#252;llt und der Dieb hat sich bestimmt gefreut, den Verlust meiner Haarb&#252;rste konnte ich verschmerzen, habe mir gleich eine Neue gekauft. Nach dem Schock bin ich noch vorsichtiger durch die Stra&#223;en gelaufen, bin &#252;ber einen Handwerksmarkt geschlendert und irgendwann wurde mir die Hitze, das Gew&#252;hle und dieses Un&#252;berschaubare zuviel und ich bin zur&#252;ck zur Busstation gegangen. Mein Bus fuhr auch einige Minuten sp&#228;ter ab, von der Haltestelle in Ciuad Colon bin ich zur&#252;ck zur Lodge gewandert und habe auf die zum relaxen in die H&#228;ngematte gelegt. Die anderen Vier kamen kurze Zeit sp&#228;ter genauso kaputt zur&#252;ck. Um 19 Uhr stand der Shuttlebus zum Flughafen vor der T&#252;r, ich habe mich bei allen verabschiedet, gewunken und dann ist meine Gruppe zum Flugzeug gefahren und ich blieb ganz allein zur&#252;ck geblieben. Unsere Urlaub endete hier sozusagen und ich bin am n&#228;chsten Tag auf eigene Faust weiter nach Panama geflogen.</p>
<p>Sonja Holst</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.frosch-blog.de/reisebericht-costa-rica-2/455/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>3</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Costa Rica Activ – Pura Vida M&#228;rz 2006</title>
		<link>http://www.frosch-blog.de/costa-rica/43</link>
		<comments>http://www.frosch-blog.de/costa-rica/43#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 15 May 2006 12:39:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Timo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Costa Rica]]></category>
		<category><![CDATA[Fernreisen]]></category>
		<category><![CDATA[Startseite]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.frosch-blog.de/costa-rica-activ-pura-vida-maerz-2006/43</guid>
		<description><![CDATA[Zum Frosch Reiseziel Costa Rica von Angela Fandreyer Aufgeregt vor so einem langen Flug und der Reise habe ich schon am Flughafen D&#252;sseldorf die ersten Mitreisenden getroffen. Was meine Nervosit&#228;t abrupt sinken lie&#223; und den langen Flug &#252;ber Madrid auch erheblich verk&#252;rzt hat. Nach nicht endenwollenden elf Stunden Flug von Madrid nach San José und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Zum Frosch Reiseziel <a target="_blank" title="&#214;ffnet die Website von frosch-sportreisen.de" href="http://www.frosch-sportreisen.de/fernreisen/rundreise-costa-rica.asp">Costa Rica</a></strong></p>
<p>von Angela Fandreyer</p>
<p><img align="right" alt="Costa Rica" id="image45" title="Costa Rica" src="http://www.frosch-blog.de/wp-content/uploads/2006/05/af-01.jpg" />Aufgeregt vor so einem langen Flug und der Reise habe ich schon am Flughafen D&#252;sseldorf die ersten Mitreisenden getroffen. Was meine Nervosit&#228;t abrupt sinken lie&#223; und den langen Flug &#252;ber Madrid auch erheblich verk&#252;rzt hat. Nach nicht endenwollenden elf Stunden Flug von Madrid nach San José und einer wackeligen Landung sind wir endlich angekommen. Mit dem Shuttlebus zum Terminal ging es noch an einem sehr beeindruckenden „Flugzeugfriedhof“ vorbei. Am Flughafen und beim anschlie&#223;enden gemeinsamen Abendessen im Hotel, haben wir die Reisegruppe uns erst mal kennen gelernt.</p>
<p><img align="right" alt="Costa Rica" id="image46" title="Costa Rica" src="http://www.frosch-blog.de/wp-content/uploads/2006/05/af-02.jpg" />Nachdem ich meine erste schlaflose Nacht in San José, weg. Div. Dschungelger&#228;usche und V&#246;gel, &#252;berstanden hatte, fing am n&#228;chsten Morgen gleich das Abendteuer an.<br />
Wenn „Engel reisen“ gibt es voraussichtlich gutes Wetter und so hatten meine Mitreisenden und ich auch das Gl&#252;ck den Krater des Vulkans Poás besichtigen zu k&#246;nnen. Dieses Erlebnis wird mir noch lange in Erinnerung bleiben, denn wenige Tage sp&#228;ter hat sich der Vulkan entschlossen ein Gemisch aus Steinen und Wasser auszuspucken. Folge war, eine ca. einw&#246;chigen Sperrung und danach kontrollierte F&#252;hrungen kleiner Gruppen zum Krater. Wir sind noch in den unbeschwerten Genuss gekommen, das gesamte Gel&#228;nde zu bestaunen und die ersten Kolibris zu entdecken. Die R&#252;ckkehr vom Vulkan wurde mit einer down hill Mountenbiketour kombiniert. Im Tal haben wir nach einem superleckern Mittagessen die anliegende Kaffeeplantage besichtigt.</p>
<p><img align="right" alt="Costa Rica" id="image47" title="Costa Rica" src="http://www.frosch-blog.de/wp-content/uploads/2006/05/af-03.jpg" />Am n&#228;chsten Tag sind wir zu unserer ersten Lodge auf dieser Rundreise aufgebrochen. Diese Lodge war ein erster Vorgeschmack darauf, was uns noch erwarten w&#252;rde, Zimmer mit Blick in den Dschungel, eine supersch&#246;ne Anlage. Von hieraus haben wir eine Wanderung in einem Privatpark mit einer der l&#228;ngsten H&#228;ngebr&#252;cken Costa Ricas unternommen. Das war eine ganz sch&#246;n wackelige Angelegenheit. Leider sollten die Tiere noch auf sich waren lassen.</p>
<p>Am n&#228;chsten Tag hie&#223; es wieder Kofferpacken und weiter zur n&#228;chsten Lodge, mit einem vorherigen Zwischenstopp in einem „Vergn&#252;gungspark“. Hier hat sich die Gruppe geteilt, ein Teil ist zum Rafting und ich habe mich mit einer Mitreisenden und Ivork unsem Reiseleiter zum Reiten entschieden. Es war ein wundersch&#246;nes Erlebnis mit den Pferden durch Matsch und Sumpf zu reiten, umgeben vom purem Dschungel. Die Tour f&#252;hrte &#252;ber Berge und H&#252;gel rauf und runter und durch einen Flu&#223; bei dem man aufpassen musste, seine F&#252;&#223;e nicht gleich mit zu baden.</p>
<p><img align="right" alt="Costa Rica" id="image48" title="Costa Rica" src="http://www.frosch-blog.de/wp-content/uploads/2006/05/af-04.jpg" />Danach ging es weiter zur n&#228;chsten Lodge, die richtig versteckt an der Grenze zu Nicaragua liegt. Bis jetzt war dies die sch&#246;nste Unterkunft, nicht direkt die Zimmer, aber das ganze drum herum. Morgens wurden an einem Baum im Garten Bananen f&#252;r die Tukane und andere V&#246;gel aufgeh&#228;ngt. Man wusste gar nicht wo hin man schauen sollte. V&#246;gel in ihrer sch&#246;nsten Pracht, direkt vor der Nase. Es war einfach himmlisch. Aber nicht nur die V&#246;gel, sondern auch die Wanderungen hier waren einfach super sch&#246;n und erlebnisreich. Wir sind mit Gummistiefeln losgelaufen, in den Regenwald &#252;ber Baumst&#228;mme, oder einfach nur &#252;ber Steine, die als Br&#252;cken dienten. Entdecken konnte man hier einige Fr&#246;sche, K&#228;fer, Affen und mit ein bisschen Gl&#252;ck sah man Aras vorbeifliegen. Am Nachmittag habe ich noch eine supersch&#246;ne Kanufahrt unternommen, ohne mir dabei Gedanken zu machen, was im Wasser leben k&#246;nnte. Abends haben wir in diesem Gew&#228;sser eine F&#252;tterung der Kaimane erleben d&#252;rfen, die nat&#252;rlich auch alle einen Namen hatten. Gerufen wurden diese mit „kleines Fr&#228;ulein“, „mein Hund“ und anderen liebevollen Namen. Der Abschied aus diesem Paradies wurde uns mit anhaltendem Regen und Nebel ein wenig erleichtert und auch mit der Aussicht auf die n&#228;chsten Erlebnisse, die uns in La Fortuna erwarteten.</p>
<p><img align="right" alt="Costa Rica" id="image49" title="Costa Rica" src="http://www.frosch-blog.de/wp-content/uploads/2006/05/af-06.jpg" />In La Fortuna angekommen, erlebt man erst mal einen Kulturschock, denn Fortuna selber hat sich zu einer touri Hochburg entpuppt. Wir hatten aber Gott sei Dank wieder eine gem&#252;tliche ruhige Lodge am Rande es Rummels. Von dieser haben wir zun&#228;chst einen Ausflug zum Wasserfall mit Badevergn&#252;gen unternommen und abends durften wir aus sicherer Entfernung die Lavastr&#246;me des Vulkans „Arenal“ bestaunen. Am n&#228;chsten Morgen haben wir unsere Rucks&#228;cke gepackt, um zu unserer Dschungellodge zu wandern. Die Wanderung fand in sengender Sonne statt, das Ganze auf breiten Wegen mit supersch&#246;nen Landschaft. Nach einem kurzen Zwischenstopp, zum Baden im Fluss, um das letzte Mal seine Kr&#228;fte aufzutanken, f&#252;hrte uns der Weg nur noch endloslang den Berg hinauf. Wenn man den ersten H&#252;gel erklimmt, sieht man schon den N&#228;chsten. Und wenn man glaubt, nach der n&#228;chsten Kurve w&#228;re es geschafft, wird man schon eines weiteren H&#252;gels ansichtig. Endlich oben angekommen wird man daf&#252;r mit einem erfrischenden Bad im See, einer kalten Dusche und einem g&#246;ttlich leckeren Essen belohnt.</p>
<p><img align="right" alt="Costa Rica" id="image50" title="Costa Rica" src="http://www.frosch-blog.de/wp-content/uploads/2006/05/af-10.jpg" />Die Wanderungen im „Regenwald der Kinder“ stellte alles bis jetzt Gesehene in den Schatten. Da es die Nacht geregnet hatte, forderte der Dschungel uns heraus. Wer gibt den sch&#246;nsten Rutscher in den Matsch ab, oder wer traut sich &#252;ber die morsche Br&#252;cke? Aber keine Sorge, auch hier gab es teilweise gespannte Seile, die einem beim &#252;berqueren Hilfe leisten sollten, oder beim rutschigen Abstieg zum Blick auf einen weiteren Wasserfall. Den Abstieg von dieser versteckten Lodge durften wir auf den Ladefl&#228;chen von Jeeps erleben, und uns noch einmal fragen, wie wir den gesamten Weg am Vortag in sengender Sonne &#252;berhaupt schaffen konnten.</p>
<p><img align="right" alt="Costa Rica" id="image51" title="Costa Rica" src="http://www.frosch-blog.de/wp-content/uploads/2006/05/af-11.jpg" />Nach einer weiteren Nacht zur&#252;ck in la Fortuna, haben wir uns in str&#246;mendem Regen auf die Mountenbikes geschwungen, um dem Paradies an der K&#252;ste n&#228;her zu kommen. Die erste Tour hat uns um den Arenalsee zu einer deutschen B&#228;ckerei und danach zur n&#228;chsten Unterkunft gef&#252;hrt. Der Weg dorthin begann mit einem Anstieg auf Asphalt und wurde durch eine h&#252;gelreiche Strecke auf Schotter mit Schlagl&#246;chern vers&#252;&#223;t. Am n&#228;chsten Morgen gab es eine noch schwierigere Tour. Ich hingegen habe mich erst mittags entschieden wieder aufs Bike zu setzen, um bei br&#252;tender Hitze auf einer recht anstrengenden Schotterstecke, zum Besuch des Solarprojektes, zu radeln. Von hier aus hat uns der Bus ins Paradies nach Sámara auf der Halbinsel Nicoya gebracht.</p>
<p><img align="right" alt="Costa Rica" id="image52" title="Costa Rica" src="http://www.frosch-blog.de/wp-content/uploads/2006/05/af-14.jpg" />Im Hotel in Sámara angekommen, durften wir die liebevoll gemachten Zimmer beziehen und haben einen ersten Rundgang durch den Ort gemacht. Den Abend in einer der Strandbars ausklingen lassen. Am n&#228;chsten Tag gab es gleich eine weitere Radtour zu einem der sch&#246;nsten Str&#228;nde. Hier habe ich mich im Meer beim Wellenspringen, und im Schatten der Palmen so verbrannt, dass ich am n&#228;chsten Tag die Radtour zu einem wohl noch sch&#246;neren Strand ausgesetzt habe. Das Hotel wird von einer deutschen Auswandererfamilie gef&#252;hrt und l&#228;sst keine W&#252;nsche offen. Es liegt ruhig am Ortsrand und hat zwei kleine Pools die mit Pflanzen eingerahmt sind. Auch hier gibt es keinen Touri Alarm. Man kann diese sch&#246;ne Anlage allein oder in der Gruppe und den wenigen andern G&#228;sten genie&#223;en.</p>
<p><img align="right" alt="Costa Rica" id="image53" title="Costa Rica" src="http://www.frosch-blog.de/wp-content/uploads/2006/05/af-15.jpg" />In Sámara haben wir noch weitere Abenteuer erleben d&#252;rfen. Mit Kajaks morgens zum Schnorcheln, was entfehlenswerter ist, als dies mittags mit dem Boot zu tun. Mittags kommt die Flut und der Wellengang kann zu einem echten Abenteuer werden. Abends haben drei meiner Mitreisenden und ich einen Ausritt in den Sonnenuntergang unternommen. Wir wurden mit den Pferden zu einer Aussichtsplattform gef&#252;hrt. Auf dem Weg dorthin sind wir tausenden von Krebsen begegnet, die sich schnell im Laub vor uns versteckten. Danach ritten wir zum Strand, wo wir noch den letzten Teil des Sonnenuntergangs bestaunen durften.</p>
<p>Sámara hat aber noch einiges mehr zu bieten, vor allem sollte man sich nicht die kulinarischen Hochgen&#252;sse entgehen lassen. Ivork, unser Reiseleiter, hat uns am ersten Abend in ein Fischrestaurant gef&#252;hrt. Hier habe ich mir mit einer Mitreisenden eine Fischplatte der besonderen Art geteilt. Auf dieser waren u.a. eine Languste, Kebse, Garnelen, Muscheln und vieles mehr. F&#252;r Fischliebhaber ein wahrer Hochgenuss. Am n&#228;chsten Abend wurde dies durch Spagetti in Avocadoschrimpsso&#223;e fast noch &#252;bertroffen. Was man hier auf keinen Fall auslassen sollte sind die himmlischen Caipi Fresa Cocktails, die Frucht S&#228;fte mit Wasser oder Milch und nicht zu vergessen das costaricanische Bier Imperial.</p>
<p>Nach drei supersch&#246;nen, sehr hei&#223;en Tagen am Strand, mussten wir uns von diesem Paradies losrei&#223;en, um die letzte Nacht in San José verbringen zu k&#246;nnen. Die Reise von der Pazifikk&#252;ste zur&#252;ck dauert ca. sieben Stunden. Unseren letzten halben Tag haben wir zum Abgew&#246;hnen in der City von San José verbracht. San José ist, wenn man aus dem Dschungel kommt nicht der Ort, den man wirklich besuchen m&#246;chte. Es ist laut, dreckig und es gibt auch nicht wirklich viel zu sehen. Aber San José ist auf jeden Fall die bessere Alternative, als vor dem langen Heimflug im Hotel auf die Abreise zu warten.</p>
<p>Nach einer langen Nacht im Flugzeug, wieder in Deutschland angekommen, wurde ich mit frostigem Aprilwetter begr&#252;&#223;t.</p>
<p>Zum Abschluss noch mal vielen Dank an Ivork unser Reiseleiter, meine Mitreisenden und alle Guides, die diese Reise zu einem unvergesslichen Erlebnis gemacht haben.</p>
<p>Costa Rica – Pura Vida</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.frosch-blog.de/costa-rica/43/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Reisebericht Costa Rica</title>
		<link>http://www.frosch-blog.de/reisebericht-costa-rica/87</link>
		<comments>http://www.frosch-blog.de/reisebericht-costa-rica/87#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 16 Mar 2006 12:54:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Timo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Costa Rica]]></category>
		<category><![CDATA[Fernreisen]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.frosch-blog.de/reisebericht-costa-rica/87</guid>
		<description><![CDATA[Zum Frosch Reiseziel Costa Rica von Dirk Kr&#228;hmer Zum ersten Mal mit FROSCH und dann noch in so ein fernes Land! Ich war schon sehr aufgeregt und habe vorher extra noch einen Crashkurs Spanisch gemacht. Das war auch gut so. Es ist schon praktisch, wenn man etwas versteht, auch die Speisekarte – aber mit Englisch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Zum Frosch Reiseziel <a target="_blank" title="www.frosch-sportreisen.de" href="http://www.frosch-sportreisen.de/fernreisen/rundreise-costa-rica.asp">Costa Rica</a></strong></p>
<p>von Dirk Kr&#228;hmer</p>
<p><img align="right" alt="Costa Rica" id="image88" title="Costa Rica" src="http://www.frosch-blog.de/wp-content/uploads/2006/05/dk-affe.jpg" />Zum ersten Mal mit FROSCH und dann noch in so ein fernes Land! Ich war schon sehr aufgeregt und habe vorher extra noch einen Crashkurs Spanisch gemacht. Das war auch gut so. Es ist schon praktisch, wenn man etwas versteht, auch die Speisekarte – aber mit Englisch kommt man auch gut zurecht.</p>
<p>Es war 6 Uhr morgens am D&#252;sseldorfer Flughafen, die Akkus f&#252;r die Kamera waren geladen und um 8 Uhr ging es dann ab mit dem Flieger in den S&#252;den. Kurzer Stop in Madrid und weiter nach San Jose Airport – Ankunft nach etwas mehr als 11 Stunden. Trotzdem ist es Nachmittag und es regnet. Am Taxistand traf ich schon die ersten Miturlauber. Unsere Gruppe bestand aus 12 Leuten von Anfang 20 bis ende 40. Nach einer rasanten Fahrt im Kleinbus kamen wir zu unsere ersten Lodge. Etwas Kleingeld sollte man immer parat haben, da hier fast jeder gerne ein kleines Trinkgeld sieht f&#252;r seine Dienste. Mein Zimmer war einfach und sauber, wie eigentlich alle Lodges auf dieser Reise. Seine Luxusanpr&#252;che, falls vorhanden, sollte man aber in Deutschland lassen, da alles sehr einfach gehalten ist.</p>
<p><img align="right" alt="Costa Rica" id="image92" title="Costa Rica" src="http://www.frosch-blog.de/wp-content/uploads/2006/05/dk-wald.jpg" />Wie im Katalog beschrieben, wurde ich tats&#228;chlich vom Gesinge der V&#246;gel am n&#228;chsten Morgen geweckt, gegen 5 Uhr – bl&#246;des Jetlag! Aber nicht schlimm, da es schon morgens viele unbekannte Tiere und Pflanzen zu sehen gibt. Nach dem leckeren Fr&#252;hst&#252;ck mit frischen Fr&#252;chten und super Kaffee wurde die Reise besprochen und dann ging es ab in die kleine Stadt Cuidat Cologne. Mit Hilfe des Reiseleiters konnte man dort auch gut Geld am Automaten abheben. Danach vorbei an Kaffeeplantagen in den Park der Uno Friedens Uni und schon ein kleiner Vorgeschmack auf den Urwald.</p>
<p>Am n&#228;chsten Morgen ging es zum Vulkan Poas auf 2700 m H&#246;he, mit anschlie&#223;endem Kaffeetrinken auf einer Kaffeeplantage. Am Nachmittag Stadtbesichtigung von San Jose im Regen. Abends Salsa-Kurs – leider war ich schon zu m&#252;de und habe lieber meine Augen geschont.</p>
<p><img align="right" alt="Costa Rica" id="image89" title="Costa Rica" src="http://www.frosch-blog.de/wp-content/uploads/2006/05/dk-lodge1.jpg" />N&#228;chstes Ziel war Fortuna. Nach einem halben Tag Busfahren und Besuch der Zigarren-&#8221;Fabrik&#8221; waren wir dort und konnten unser neuen Lodge beziehen. Und nachmittags noch zum Wasserfall mit kurzer Abk&#252;hlung im Wasser. Traumhaft! Auch hier gab es ein sehr leckeres Fr&#252;hst&#252;ck und an der Decke &#252;ber uns lief ein Gekko und beobachtete uns. Wir besuchten an diesem Tag noch die H&#228;ngebr&#252;cken. Ein tolles Erlebnis, &#252;ber und in den B&#228;umen zu laufen!</p>
<p>Einen Tag sp&#228;ter war auch schon die Bootsfahrt durch eine tolle Botanik mit vielen Tieren wie z.B. Affen, Kaimane, Schildkr&#246;ten, Leguane, Faultiere &#8230; F&#252;r Freunde der Fotografie noch ein Tipp: nehmt ein Teleobjektiv und ein Makro mit, es lohnt sich! Abends wurde an der Lodge gegrillt, eine umfunktionierte Autofelge diente als Grill, dazu viel Gem&#252;se. Von hieraus konnte man auch den nicht weit entfernten Vulkan h&#246;ren, der fast immer etwas Lava ausspuckt. Hier gab es auch einen Internetraum, wer wollte, konnte dort kostenlos seine e-mails abrufen, oder die neuesten Ergebnisse seines Fussballvereins erfahren.</p>
<p><img align="right" alt="Costa Rica" id="image90" title="Costa Rica" src="http://www.frosch-blog.de/wp-content/uploads/2006/05/dk-pflanze.jpg" />Auf der Ladefl&#228;che eines LKWs ging es am n&#228;chsten Tag an den Rand des Regenwaldes der Kinder. Von nun an weiter zu Fu&#223;. Etwas Kondition sollte man schon mitbringen, gerade bei dieser Luftfeuchtigkeit, die einen kaum trocken l&#228;sst. Nach einigen Stunden laufen ( 4 bis 6 Stunden &#8230;) und vielen Informationen &#252;ber Pflanzen und Tiere kamen wir – ich schnaufend – zur Urwaldlodge. Hier haben wohl fr&#252;her die Waltons gewohnt &#8230; Kurze Zeit sp&#228;ter hat man den Marsch schon fast wieder vergessen, denn es gab Essen – zur Abwechslung mal Bohnen mit Reis, Reis mit Bohnen kannten wir ja schon.</p>
<p>Zwei Tage sp&#228;ter ging es von Fortuna per Mountainbike zur neuen Unterkunft am Arenalsee. Die R&#228;der waren sehr gut und wurden abends immer wieder nachjustiert, auch die Guides waren klasse. Abends gab es einen Cocktail auf Kosten des Hauses, da der Nachtisch in der K&#252;che wohl zu Boden fiel und uns nicht mehr angeboten wurde.</p>
<p>Weiter mit dem Bike zur n&#228;chsten Lodge – ich habe die letzte Etappe dann doch lieber mit dem Servicebus genossen, es ging ja schlie&#223;lich an den Pazifik und ich wollte f&#252;r den n&#228;chsten Tag fit sein. War auch gut so, denn die Radfahrt am n&#228;chsten Tag zu einem traumhaften Strand mit Palmen und super Brandung war kein Zuckerschlecken: Die Wege waren gut matschig und wir mussten mit dem Rad auf der Schulter einen Fluss durchqueren. Egal, es hat sich mal wieder gelohnt. Abends ging es in die Ragga-Bar zum Chillen mit dem guten Costa Rica Bier IMPERIAL. Nach drei Tagen &#8220;relaxen&#8221; ging es dann leider wieder zur&#252;ck (mit dem Bus) nach Ciudat Cologne in unsere erste Lodge.</p>
<p><img align="right" alt="Costa Rica" id="image91" title="Costa Rica" src="http://www.frosch-blog.de/wp-content/uploads/2006/05/dk-strand1.jpg" />Auch wenn es oft anstrengend war, der Regen uns nicht immer verschont hat (genau wie die Stechviecher) und unser Reiseleiter Guillermo immer einen genauen Zeitplan hatte (leider waren 20 Minuten meistens eher 45), war es ein super Urlaub – mehr als ich erwartet habe und noch besser als ich es hier beschreiben kann (mit Fotos kann ich es besser). Ich f&#252;hlte mich immer sicher, obwohl es dort wahrscheinlich auch Kriminelle gibt- die gibt es in Deutschland ja auch. Die Einheimischen waren immer recht freundlich zu uns, man darf sie nur nicht hetzen, die Uhren ticken in Costa Rica etwas langsamer- liegt wohl auch an den feucht/warmen Klima.</p>
<p>Kleiner Tipp noch: Gro&#223;e K&#228;fer bei&#223;en nicht, die wollen nur spielen! Danke an FROSCH und Aventura, an die Reiseleiter und die netten Menschen in Costa Rica.</p>
<p>Enjoy &#8220;la pura vida&#8221; !</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.frosch-blog.de/reisebericht-costa-rica/87/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>

