<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Frosch-Blog Reiseberichte Sportreisen und Skiurlaub &#187; Cuba</title>
	<atom:link href="http://www.frosch-blog.de/reisen/sommerreisen/fernreisen/cuba/feed" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://www.frosch-blog.de</link>
	<description>Reiseberichte über Sportreisen, Singlereisen, Eltern-Kind-Reisen und Wintersport</description>
	<lastBuildDate>Thu, 26 Jan 2012 10:34:59 +0000</lastBuildDate>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=3.1.2</generator>
		<item>
		<title>Cuba aktiv (20.03.-04.04.07)</title>
		<link>http://www.frosch-blog.de/reisebericht-cuba-aktiv/1001</link>
		<comments>http://www.frosch-blog.de/reisebericht-cuba-aktiv/1001#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 11 Jun 2007 15:00:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Timo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Cuba]]></category>
		<category><![CDATA[Fernreisen]]></category>
		<category><![CDATA[Startseite]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.frosch-blog.de/reisebericht-cuba-aktiv/1001</guid>
		<description><![CDATA[Nachdem ich denn auch nach einer unfreiwilligen &#220;bernachtung in Madrid erst am 21.03.2007 in Havanna angekommen bin , wurde ich direkt vorm Zoll bereits von anderen Mitreisenden die auch erst mit dieser Maschine (also einen Tag sp&#228;ter als geplant) ankamen angesprochen und am Kofferband entstand auch gleich ein Zusammengeh&#246;rigkeitsgef&#252;hl. Nach dem Zoll empfing uns Ramsiz (der eigentlich einen anderen Namen hat den wir uns allerdings nach seiner Empfehlung gar nicht erst versucht haben zu merken) und 3 weitere Teilnehmer die auch eine Zwischen&#252;bernachtung in Madrid hatten. Somit haben wir unsere Reisegruppe vervollst&#228;ndigt die insgesamt aus 16 Personen im Alter von 24-62 Jahren bestand [...]
<p><img src="http://www.frosch-blog.de/wp-content/uploads/2007/05/Leguan2.jpg" alt="Cuba" width="480" height="257" class="centered" /></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Reisebericht von Petra Tiemann<br />
FROSCH Reiseziel <a title="Cuba aktiv" href="http://www.frosch-sportreisen.de/fernreisen/rundreise-kuba.asp">Cuba aktiv</a></strong></p>
<p>Nachdem ich denn auch nach einer unfreiwilligen &#220;bernachtung in Madrid erst am 21.03.2007 in Havanna angekommen bin, wurde ich direkt vorm Zoll bereits von anderen Mitreisenden, die auch erst mit dieser Maschine (also einen Tag sp&#228;ter als geplant) ankamen, angesprochen und am Kofferband entstand auch gleich ein Zusammengeh&#246;rigkeitsgef&#252;hl. Nach dem Zoll empfing uns Ramsiz (der eigentlich einen anderen Namen hat, den wir uns allerdings nach seiner Empfehlung gar nicht erst versucht haben zu merken) und 3 weitere Teilnehmer, die auch eine Zwischen&#252;bernachtung in Madrid hatten. Somit haben wir unsere Reisegruppe vervollst&#228;ndigt, die insgesamt aus 16 Personen im Alter von 24- 62 Jahren bestand. Nach einem kurzen Transfer zum Plaza bin ich nur noch ziemlich ersch&#246;pft in mein Zimmer eingekehrt, jedoch nicht ohne vorher noch etwas von anderen gerade heimkommenden Teilnehmern &#252;ber die verpasste Stadtf&#252;hrung und den Salsaworkshop zu erfahren.<br />
Am n&#228;chsten Morgen konnte ich dann den Ausblick &#252;ber Havanna von der Fr&#252;hst&#252;cksterrasse genie&#223;en.</p>
<div style="text-align: center"><img alt="Cuba" id="image1011" src="http://www.frosch-blog.de/wp-content/uploads/2007/05/Ausblick-PLAZA-.jpg" /></div>
<p>Ich habe mich die ganze Zeit gefragt, ob ich tats&#228;chlich da bin oder ob der Wecker gleich klingelt und es alles nur ein atemberaubender Traum war.<br />
Nach einem der besten Fr&#252;hst&#252;cksbuffets, die wir auf dieser Reise haben sollten, haben wir dann um 9:00 (kubanische 9:00 – p&#252;nktlich sind wir im Prinzip nie abgefahren &#8211; aber es musste auch nicht einmal jemand noch geweckt werden! ) das Hotel verlassen, um mit dem Bus &#8211; der gleichzeitig als Transportmittel f&#252;r die Fahrr&#228;der diente &#8211; in die Tabakprovinz &#8220;Pinar del Rio&#8221; aufzubrechen.</p>
<p>Bei Tageslicht betrachtet ist die Natur grandios und schnell verstummen die Gespr&#228;che, da alle die Aussicht bestaunen. Beim ersten gro&#223;en Propaganda-Schild au&#223;erhalb Havannas muss dann auch angehalten, damit alle &#8220;kleinen Japaner&#8221; ( zu denen ich auch unbestritten geh&#246;re ) ein Foto machen k&#246;nnen.</p>
<div style="text-align: center"><img alt="c" id="image1003" src="http://www.frosch-blog.de/wp-content/uploads/2007/05/Erstes-Propagandaschild.jpg" /></div>
<p>Wir werden im Verlauf der Reise noch feststellen,  dass es Propaganda selbst im kleinsten Dorf in H&#252;lle und F&#252;lle gibt.<br />
Die Tabakfinca ist deutlich kleiner, als wir es erwartet haben, aber es ist deshalb nicht weniger interessant,  denn hier wird meine Wissensl&#252;cke geschlossen, wie sich die Tabakst&#228;rke einer Zigarre beeinflussen l&#228;sst.<br />
Weiter geht’s zur H&#246;hle &#8220;Santo Tomas&#8221;. Wir alle erwarten, dass es dort kalt sein wird und haben entsprechende Bekleidung mit &#8211; die wir nach kurzer Erkl&#228;rung, dass in H&#246;hlen immer die Jahresmitteltemperatur herrscht &#8211;  im Bus lassen.<br />
Die Tropfsteinh&#246;hle ist  riesig und die Helme die wir ausgeh&#228;ndigt bekamen taten gute Dienste, denn fr&#252;her oder sp&#228;ter ist jeder mal an der H&#246;hlendecke angesto&#223;en.</p>
<div style="text-align: center"><img alt="Cuba" id="image1004" src="http://www.frosch-blog.de/wp-content/uploads/2007/05/Hoehle-Santo-Tomas.jpg" /></div>
<p>Auf dem Weg zum Hotel, das atemberaubend direkt mit Ausblick auf das Vinales Tal unglaublich sch&#246;n gelegen ist, kommen wir an  einer Riesenwandmalerei auf der Au&#223;enseite des Berges vorbei, die die Entwicklung von der Molluske bis zum Homo sapiens darstellt. Lebenswerk des kubanischen Malers Leovigildo González Morillo.</p>
<p>Im Hotel angekommen stellen wir fest, dass nicht &#252;berall ein Fahrstuhl zur Verf&#252;gung steht und wir mit Sicherheit bei der n&#228;chsten Rundreise auf das ein oder andere Teil zu Gunsten eines leichteren Koffers verzichten werden. Nach der Zimmerbesichtigung finden sich alle am Pool ein, um den grandiosen Ausblick zu genie&#223;en.Es f&#228;llt schwer, sich wieder loszurei&#223;en, um sich nach dem Abendessen den Ablauf der n&#228;chsten 2 Tage erl&#228;utern zu lassen. Ramsiz erkl&#228;rte die schwarzen Fahrr&#228;der als mittelgut und somit auch direkt, dass die Damen ein Vorrecht bei der Radauswahl haben.<br />
Danke Ramsiz. Die R&#228;der entpuppten sich jedoch am n&#228;chsten Tag als gar nicht so schlecht (zumindest die schwarzen ) und nachdem die notwendigen Einstellungen durchgef&#252;hrt wurden, konnten wir starten.</p>
<p>Die Radtour ging durch eine grandiose Landschaft, wobei man jedoch schnell lernte dass man m&#246;glichst die Luft anh&#228;lt wenn man von einem LKW oder Oldtimer &#252;berholt wird, denn die Abgasschwaden waren ebenfalls &#228;u&#223;erst atemberaubend. Nach kurzer Zeit stellen wir fest, dass die Geier &#252;ber unserer Gruppe kreisen.</p>
<p>Ramsiz beruhigt und erkl&#228;rt, dass es nicht an unserer sehr unterschiedlichen Kondition liegt, sondern das Geier auf  Kuba zum v&#246;llig normalen Bild geh&#246;ren. Falls jemand tats&#228;chlich nicht mehr kann, ist der Begleitbus sicher noch vor den Geiern zur Stelle. Im Laufe der 2-t&#228;gigen Radtour werden wir noch feststellen, dass auf unseren Begleitbus Verlass ist und er unerm&#252;dlich m&#252;de gewordene Biker einsammelt. Am Ende der ersten Etappe werden wir von einem Regenguss &#252;berrascht und so steigen fast alle f&#252;r die letzten Meter in den Bus. Das Hotel hier sollte sich als eines der eher schlechten entpuppen. Die Handt&#252;cher haben  die Gr&#246;&#223;e von G&#228;stet&#252;chern und das Wasser ist kalt und rieselt sp&#228;rlich. &#220;berhaupt habe ich w&#228;hrend der Rundreise deutlich h&#228;ufiger kalt als warm geduscht, aber man wird da auch anspruchsloser wenn man sieht, dass die Kubaner mit deutlich weniger auskommen m&#252;ssen und trotzdem oder gerade deshalb immer fr&#246;hlich und mit viel Musik im Blut durchs Leben gehen. Am n&#228;chsten Tag geht es weiter und auch wenn es nicht mehr so viele Steigungen zu bew&#228;ltigen gibt, so der st&#228;ndige Gegenwind auf Dauer sehr erm&#252;dend. Als Ramsiz dies am Vorabend ank&#252;ndigte, habe ich es noch f&#252;r einen Scherz gehalten. Nun gut &#8211; er hat Recht behalten.</p>
<p>Das Mittagsmahl, welches an beiden Tagen ein wirklich leckeres Picknick war,  hat dann zumindest bei mir  noch mal Reserven hervorgeholt, aber die letzten 3 km habe ich dann ganz entspannt im Bus verbracht &#8211; der Hintern wollte nicht mehr auf den nicht wirklich komfortablen Sattel . Auf jeden Fall ist derjenige im Vorteil, der eine richtig gute Radhose sein eigen nennt.<br />
In Soroa empf&#228;ngt uns eine tolle Hotelanlage mit um den Pool gruppierten Bungalows.</p>
<div style="text-align: center"><img alt="Cuba" id="image1005" src="http://www.frosch-blog.de/wp-content/uploads/2007/05/Hotel-Soroa.jpg" /></div>
<p>Hier haben wir einen Ruhetag, den aber fast alle dazu nutzen die n&#228;here Umgebung zu erkunden. Fr&#252;her befand sich das ganze Gebiet im Besitz eines gewissen Don Ignatio Soroa, der haupts&#228;chlich Kaffee anbauen lie&#223;. Heute sind es die etwas oberhalb des Ortes gelegenen Orchideeng&#228;rten von Soroa, wo &#252;ber 700 verschiedene Arten der wundersch&#246;nen Bl&#252;ten auf einem 35.000 qm gro&#223;en Areal gez&#252;chtet werden. Wir hatten Gl&#252;ck und haben einen sehr engagierten Pflanzenzeichner als F&#252;hrer durch den Orchideengarten gehabt. Ohne ihn h&#228;tten wir h&#246;chstens die H&#228;lfte gesehen und Dank seiner tollen F&#252;hrung wei&#223; ich jetzt auch wie eine Mimose der Pflanzenwelt aussieht.</p>
<div style="text-align: center"><img alt="Cuba" id="image1012" src="http://www.frosch-blog.de/wp-content/uploads/2007/05/mimose-vor-Beruehrung.jpg" /></div>
<div style="text-align: center">Mimose vor Ber&#252;hrung</div>
<div style="text-align: center"><img alt="Cuba" id="image1008" src="http://www.frosch-blog.de/wp-content/uploads/2007/05/mimose-nach-Beruehrung.jpg" /></div>
<div style="text-align: center">Mimose nach Ber&#252;hrung</div>
<p>Ein weiteres Highlight ist der Wasserfall von Soroa:<br />
Unterhalb der Villa schl&#228;ngelt sich ein Weg durch ein kleines W&#228;ldchen mit Johannisbrotb&#228;umen und Fichten hinab zum Salto de Soroa, der aus 22 m H&#246;he niederrauscht. In den ausgewaschenen, nat&#252;rlichen Becken ist auch ein erfrischendes Bad m&#246;glich. Jedoch muss man zugeben, dass der Wasserfall, der einen bei der sp&#228;teren Wanderung erwartet, noch deutlich sch&#246;ner ist &#8211; was vielleicht auch daran liegt, dass man dort nicht mit ganz vielen anderen Touristen vor Ort ist, sondern mehr die Ruhe der Natur wirken lassen kann.</p>
<p>Am n&#228;chsten Tag geht es zun&#228;chst mit dem Bus nach Santa Clara.<br />
Hier bekommt man das Gef&#252;hl, dass Che erst gestern gestorben sei, denn er ist allgegenw&#228;rtig. Die Einnahme von Santa Clara gilt als die gr&#246;&#223;te milit&#228;rische Leistung Che Guevaras. Nach zweij&#228;hrigem Guerillakampf gegen die zahlenm&#228;&#223;ig weit &#252;berlegene und von den USA unterst&#252;tzte Batista-Armee in den Bergen der Sierra Maestra war damit auch der Durchbruch in der Ebene geschafft und der Weg in die Hauptstadt Havanna frei.<br />
Nachdem die lange Zeit verschollenen Gebeine Che Guevaras in Bolivien gefunden worden waren, wurden seine sterblichen &#220;berreste 1997 nach Kuba &#252;berf&#252;hrt und am Ort seines gr&#246;&#223;ten Triumphes in einem eigens geschaffenen Mausoleum beigesetzt.</p>
<p>Weiter geht die Reise zun&#228;chst mit dem Bus, der aber bei dem Lungensanatorium mit der Aufschrift &#8220;Kurhotel&#8221; gegen einen offenen LKW getauscht wird, da die Stra&#223;en hier zu eng und schlecht f&#252;r den Bus werden.<br />
Jeder hat Gep&#228;ck f&#252;r 2 &#220;bernachtungen dabei, alles andere bleibt im Bus. Der LKW macht teilweise den Eindruck, als m&#252;ssten alle aussteigen und schieben &#8211; dann geht es wieder in rasanter Fahrt bergab. Der Besuch einer Achterbahn kann nicht spektakul&#228;rer sein. Im Zeltcamp angekommen werden wir mit einem Cocktail begr&#252;&#223;t und es wird gekl&#228;rt, wer mit wem ein Zelt teilt ( Einzelzelte sind normalerweise nicht m&#246;glich ). Danach geht es los &#8211; wir machen eine sch&#246;ne Wanderung in die Umgebung, bei der es die verschiedensten Pflanzen- und Tierarten zu sehen gibt. Leider ist unser F&#252;hrer an einer Halsentz&#252;ndung erkrankt, sodass ihm das Reden schwer f&#228;llt. Trotzdem ist er bem&#252;ht, uns m&#246;glichst viel von der fantastischen Natur n&#228;her zu bringen. Die Wanderung endet am Grillplatz ,wo das Spannferkel f&#252;r uns gegrillt wird.</p>
<p>Die Nacht wird sehr unruhig. Nicht nur, dass der ein oder andere schnarcht, denn wenn man dies endlich &#252;berh&#246;rt, f&#228;ngt morgens um 3 Uhr der Hahn an zu kr&#228;hen. Natur Pur. Nach einem Fr&#252;hst&#252;ck geht es in rasanter Fahrt zum n&#228;chsten Zeltcamp.</p>
<div style="text-align: center"><img alt="Cuba" id="image1010" src="http://www.frosch-blog.de/wp-content/uploads/2007/05/Zelten.jpg" /></div>
<p>Hier gibt es die besten Duschen w&#228;hrend der gesamten Reise.<br />
Von hier aus geht es zu einem grandiosen Wasserfall und zu einem Naturschwimmbad, das man auf jeden Fall ausprobieren sollte &#8211; selbst wenn man normalerweise eher keine Wasserratte ist. Nach einer weiteren Nacht im Zelt oder unter dem Vordach bringt der LKW uns zu dem Ausgangspunkt der letzten Wanderung. Diese gestaltet sich in einem zum Teil recht steilen Abstieg mit einem Stopp an einem weiteren Wasserfall, der zwar auch sch&#246;n ist, aber aufgrund der bereits gesehenen F&#228;lle nicht mehr wirklich beeindrucken kann. Die Tour endet bei einem Touristenrestaurant, welches weder besonders sch&#246;n, noch besonders gut vom Essen und Service her ist. Dieser Eindruck wird jedoch gleich wieder durch die Stadt Trinidad ausgeglichen. Wir beziehen unsere Zimmer im Hotel Brisas Trinidad del mar, welches in einigen Hotelbewertungen im Internet als Hotel des Schreckens bezeichnet wird. Keiner von uns kann dies best&#228;tigen. Das Hotel verf&#252;gt &#252;ber 2 à-la-Carte-Restaurants, welche Ramsiz auch netterweise schon mal f&#252;r uns reserviert hat. Ansonsten entspricht es einer &#8220;normalen&#8221; all-inclusive-Anlage  mit einem traumhaften Strand. Taxen zur Stadt Trinidad kosten 2 CUC pro Person und man sollte auf jeden Fall die M&#246;glichkeit nutzen, Trinidad bei der hereinbrechenden D&#228;mmerung zu bestaunen und die Livemusik am Casa del`a Musica zu genie&#223;en.<br />
Wenn man Gl&#252;ck hat bekommt man die Gelegenheit, den R&#252;ckweg mit einem nicht wirklich legalen Taxi anzutreten. Wir hatten einen 57-er Cadillac und es war die lustigste und beeindruckendeste Taxifahrt die ich bisher erlebt habe. Trinidad ist aber auch bei Tageslicht zu empfehlen, denn Trinidad wurde wegen seines fast vollst&#228;ndig erhaltenen kolonialen Stadtbildes unter Denkmalschutz gestellt.</p>
<div style="text-align: center"><img alt="Cuba" id="image1009" src="http://www.frosch-blog.de/wp-content/uploads/2007/05/Trinidad.jpg" /></div>
<p>Sehenswert sind die vielen kleinen Gassen mit ihren Kopfstein gepflasterten Stra&#223;en und den Kolonialbauten. Auch oder gerade wegen der restaurationsbed&#252;rftigen H&#228;user hat es einen ganz eigenen Charme.<br />
In der N&#228;he der Stadt  ist die &#8220;Hacienda de Iznaga&#8221;, das Herrenhaus des Zuckerohrbarons Iznaga. Hier steht auch der &#8220;Torre de Manaca Iznaga&#8221;, der 43 Meter hohe Wachturm. Dieser entstand durch den Wettstreit der Iznaga Br&#252;der um eine h&#252;bsche Mulattin. Ja, ja – was die M&#228;dels so alles bewirken!<br />
Hier muss man allerdings mit vielen Kubanern rechnen, die sich auf die Touristen eingestellt haben und versuchen, alles an den Mann zu bringen, was man auch nur Ansatzweise als Mitbringsel ansehen k&#246;nnte.</p>
<p><img align="right" alt="Cuba" id="image1006" title="Cuba" src="http://www.frosch-blog.de/wp-content/uploads/2007/05/katamaran.jpg" />Nicht zu vergessen ist der Katamaranausflug. Man sollte auf jeden Fall etwas W&#228;rmeres f&#252;r die Hinfahrt dabei haben, denn der Wind ist schon nicht zu verachten und das Wasser spritzt schon zum Teil ordentlich &#8211; auch die Sonnencreme darf hier auf keinen Fall fehlen. Es wird zun&#228;chst ein Schnorchelgang angeboten, der aber f&#252;r die meisten mangels ausreichender Ausr&#252;stung ausfiel. Diejenigen, die im Wasser waren meinten, dass die Str&#246;mung sehr stark war und somit doch eher was f&#252;r ausdauernde Schwimmer. Das Wasser selbst war super klar. Die Insel, die wir zur Mittagspause  angesteuert haben, ist absolut traumhaft:  Palmen, wei&#223;er Sand, riesige fast handzahme Leguane und Einsiedlerkrebse in rauen Massen. An und f&#252;r sich scheint die Insel unbewohnt zu sein und nur zu Ausflugszwecken werden die entsprechenden Nahrungsmittel herangebracht, was der Inselromantik aber keinen Abbruch tut. Wer mag kann auch hier noch mal ins Wasser gehen oder einfach die Eindr&#252;cke auf sich wirken lassen.</p>
<div style="text-align: center"><img alt="Cuba" id="image1007" src="http://www.frosch-blog.de/wp-content/uploads/2007/05/Leguan.jpg" /></div>
<p>Am Sonntag werden wir am Nachmittag von Ramsiz abgeholt (es sollte zun&#228;chst ein uns unbekannter Busfahrer sein, aber auf Kuba &#228;ndern sich Dinge schon mal schnell) und die R&#252;ckreise nach Havanna wird angetreten. Wir besuchen das historische Stadtzentrum der Kolonialstadt Cienfuegos, welches von der UNESCO zum Weltkulturerbe erkl&#228;rt wurde. Durch diese bevorzugte Stellung sind hier viele Geb&#228;ude liebevoll restauriert und man bekommt einen weiteren Eindruck von dem Reichtum vergangener Tage. Geht man jedoch hier in die Nebenstra&#223;en stellt man fest, dass nicht &#252;berall der finanzielle Segen der UNESCO niedergegangen ist.<br />
Sehenswert ist auf jeden Fall  der &#8220;Palacio de Valle&#8221; . Ein wundersch&#246;nes aber auch kurioses Geb&#228;ude (Palast), welches aus einem kreolischem Landhaus entstand. Das Geb&#228;ude hat drei T&#252;rme in verschiedenen Stilen:</p>
<p>Der erste Turm steht unter gotischem Einfluss und symbolisiert die St&#228;rke</p>
<p>Der zweite Turm steht unter Indischem Einfluss und symbolisiert die Liebe.</p>
<p>Der dritte Turm in maurischem Stil symbolisiert die Religion.</p>
<p>Die Familie des Zuckerbarons, der dieses erbauen lie&#223;, hat nur 2 Jahre hier gewohnt. Heute ist ein Restaurant in den R&#228;umlichkeiten untergebracht.</p>
<div style="text-align: center"><img alt="Cuba" id="image1002" src="http://www.frosch-blog.de/wp-content/uploads/2007/05/der-Palacio-de-Valle-.jpg" /></div>
<p>Mit diesen Eindr&#252;cken treten wir die R&#252;ckreise nach Havanna an. Hier sehen wir zum ersten und einzigen Mal w&#228;hrend unserer Rundreise einen Zug. Wir haben alle schon angenommen, dass es den nur in Erz&#228;hlungen gibt. Bei untergehender Sonne fahren wir auf der einzigen Autobahn der Stadt Havanna entgegen. Die letzte Nacht verbringen wir wieder im Hotel Plaza, ein idealer Ausgangspunkt zu abendlichen Streifz&#252;gen in die Altstadt. Wir haben gemeinsam noch einige Cocktails vernichtet und uns dem Flair der Stadt hingegeben.<br />
Auch der letzte Tag verging wie im Flug. Besichtigung der Tabakfabrik, Erkl&#228;rungen w&#228;hrend der Fahrt, Besichtigung des Platz der Revolution, Metropolenpanaorama von der Festung &#8220;Fortaleza de San Carlos de la Cabana&#8221;, wo man echte Cohibas kaufen kann, die man aber am Flughafen im Duty free deutlich billiger bekommt <img src='http://www.frosch-blog.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> . Anschlie&#223;end hat jeder noch Zeit, um noch einmal Havanna zu erkunden und die evtl. am ersten Tag verpasste Stadtbesichtigung nachzuholen, bevor man dann unausweichlich um 17:00 vom Bus zum Flughafen gebracht wird, von wo man die Heimreise antreten muss.<br />
F&#252;r mich war es trotz der Anreiseproblematik der bisher sch&#246;nste Urlaub. Auf Kuba scheint die Zeit stehen geblieben zu sein. Ich hatte ganz oft das Gef&#252;hl in einem alten amerikanischen Film zu stehen.<br />
Jeder Tag der Reise hat seinen eigenen Charme und keiner glich dem n&#228;chsten. Auch jetzt, wo ich schon 4 Wochen wieder daheim bin, denke ich oft mit einem L&#228;cheln an Kuba zur&#252;ck. Nat&#252;rlich darf man bei der ganzen Geschichte nicht vergessen, dass es sich hier auch bei vielen Dingen um Mangelverwaltung handelt und Kuba kein freies Land ist. Es ist aber nicht ansatzweise so arm, wie ich es vernutet h&#228;tte und die Kubaner strahlen eine Lebensfreude aus, von der sich die meisten Mitteleurop&#228;er etwas abgucken sollten.<br />
Das Programm dieser Reise bietet auf jeden Fall eine tolle Mischung aus Kultur, Natur, Rummel, Aktivit&#228;t und Entspannung.</p>
<p>Nun noch einige Tipps.<br />
F&#252;r die Zelt&#252;bernachtung sollte man auf jeden Fall unempfindlich sein oder einen Innenschlafsack dabei haben, denn es sind nun Leihschlafs&#228;cke und sind auch in einem entsprechenden Zustand.<br />
Unabdingbar ist ein gutes M&#252;ckenmittel.<br />
Auf jeden Fall sollte man ausreichend Material f&#252;r den Fotoapparat dabei haben, den sowohl Speicherkarte als auch Filmmaterial ist unversch&#228;mt teuer und zu fotografieren gibt es immer was.<br />
Man sollte nicht damit rechnen, irgendwo was waschen zu k&#246;nnen, denn die Aufenthalte in den Hotels reichen normalerweise nicht dazu aus, die Sachen auch trocknen k&#246;nnten.<br />
Eine gute Radlerhose ist sehr von Vorteil, denn die R&#228;der haben nur  “mittelgute“ S&#228;ttel</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.frosch-blog.de/reisebericht-cuba-aktiv/1001/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Cuba libre</title>
		<link>http://www.frosch-blog.de/reisebericht-cuba/356</link>
		<comments>http://www.frosch-blog.de/reisebericht-cuba/356#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 21 Aug 2006 15:14:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Timo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Cuba]]></category>
		<category><![CDATA[Fernreisen]]></category>
		<category><![CDATA[Startseite]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.frosch-blog.de/reisebericht-cuba/356</guid>
		<description><![CDATA[Zum Frosch Reiseziel Cuba aktiv Mit Frosch-Partner Aventoura auf Kuba unterwegs Reisebericht von Brigitte  (21. M&#228;rz bis 5. April 2006) Salsa, Sonne, Sozialismus –Kuba stand immer schon ganz oben auf meiner Reiseliste. Und weil das Lebensalter des „Commandante“ schon recht fortgeschritten ist, hie&#223; es, sich zu beeilen, bevor am Ende die Amis mit Fast Food [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zum Frosch Reiseziel <a title="&#246;ffnet www.frosch-sportreisen.de" href="http://www.frosch-sportreisen.de/fernreisen/rundreise-kuba.asp" target="_blank">Cuba aktiv</a></p>
<p><strong>Mit Frosch-Partner Aventoura auf Kuba unterwegs</strong><br />
Reisebericht von Brigitte  (21. M&#228;rz bis 5. April 2006)</p>
<p>Salsa, Sonne, Sozialismus –Kuba stand immer schon ganz oben auf meiner Reiseliste. Und weil das Lebensalter des „Commandante“ schon recht fortgeschritten ist, hie&#223; es, sich zu beeilen, bevor am Ende die Amis mit Fast Food Ketten auf Kuba einfallen. So haben ich – schon Frosch-erfahren und damit Aktivurlaub-erprobt, kurzentschlossen gebucht.<br />
Im Unterschied zu meinen sonstigen Frosch-Urlauben war der Veranstalter bei „Cuba Aktiv“ nicht Frosch, sondern der Kuba-Marktf&#252;hrer „Aventoura“, der neben dieser auch noch viele andere Cuba-Reisen im Programm hat. Dies ist auch der Grund, warum die aus 16 Personen bestehende Reisegruppe sehr heterogen war: Im Alter zwischen Ende 20 und Ende 50, Singles und Ehepaare. Aber, und das ist auch typisch f&#252;r Frosch, wenn man auch zun&#228;chst erschrickt, ob man denn wohl mit „denen“ Spa&#223; haben kann, so w&#228;chst die Gruppe doch sehr gut zusammen und der Abschied f&#228;llt letztlich schwer…</p>
<p><span style="font-weight: bold;"> RUNDREISE &amp; HOTELS</span><br />
Wohl damit alle Reisenden gleichzeitig ankommen (und weil’s f&#252;r den Veranstalter billiger sein wird), werden alle Fl&#252;ge &#252;ber Madrid gef&#252;hrt. Das hei&#223;t die Urlauber werden von unterschiedlichsten Flugh&#228;fen in Deutschland nach Madrid geflogen, wo es da mit Iberia (Achtung: schlechter Service, wenig Beinfreiheit) weiter nach Havanna geht. Das macht die Anreise nicht gerade zu einem Erholungstrip, aber gut, dazu fliegen wir ja auch nicht nach Kuba. Tipp: Vor der Buchung nach den Hinfl&#252;gen nach Madrid erkundigen – ein mehrst&#252;ndiger Aufenthalt auf dem Flughafen macht wenig Sinn (der Ausflug in die Stadt lohnt sich erst ab f&#252;nf Stunden, aber vielleicht plant Ihr ja einen Zwischenstopp mit &#220;bernachtung ein?).</p>
<p>Am Flughafen wurden wir von unserem Reisef&#252;hrer Leo in Empfang genommen und nach Havana gebracht. Statt wie angek&#252;ndigt im Inglaterra in Havana haben wir im ebenso traditionsreichen Hotel Plaza &#252;bernachtet. An dieser Stelle ein Wort zu den Hotels: Diese waren alle einen deutlich besseren Standard, als ich das von einem sozialistischen Land erwartet h&#228;tte. Dabei war das Plaza wohl von allen Hotels das „schlechteste“ (wegen des Miefs in den engen Zimmern und des Ger&#228;uschpegels) aber immer noch gut ertr&#228;glich. Von besseren Zeiten erz&#228;hlt die Fassade des Plaza und die gro&#223;e Empfangshalle im Art-Deco-Stil.</p>
<p>Nach dem ersten Mojito auf der Terrasse des Inglaterra stand am n&#228;chsten Tag die Havana-Besichtigung auf dem Programm. Teil der Besichtigung war der zweist&#252;ndige lustige Salsa-Einf&#252;hrungskurs – ohne den h&#228;tten wir ganz sch&#246;n alt ausgesehen, denn nat&#252;rlich wird getanzt, immer und &#252;berall – so ein Kuba-Urlaub ganz ohne Tanzen d&#252;rfte echt schwierig sein.</p>
<div style="text-align: center;"><img id="image351" src="http://www.frosch-blog.de/wp-content/uploads/2006/08/Salsa-Gruppe.jpg" alt="Cuba" /></div>
<p>Havana hat einen ganz eigenen, morbiden Charme. Wundersch&#246;ne Fassaden, aber oft v&#246;llig runtergekommen. Da findet man in Innenh&#246;fen neben der architektonisch wertvollen freischwingenden Treppe, die tats&#228;chlich inzwischen frei schwingt, weil nicht mehr richtig befestigt, wundersch&#246;ne Fliesenmuster auf Fliesen, die gerade von der Wand fallen oder schon den Boden „schm&#252;cken“, und neben dem rostigen Oldtimer steht ein Karren mit einem klapprigen Esel davor. Von den verfallenen Balkonen strahlen uns wei&#223;e W&#228;sche und fr&#246;hliche Kinder an. Aber die Altstadt von Havana ist Unesco-Welterbe, hier wurde viel Geld investiert – viele Stra&#223;enz&#252;ge sind schon mit viel Aufwand restauriert.</p>
<div style="text-align: center;"><img id="image350" src="http://www.frosch-blog.de/wp-content/uploads/2006/08/Musikopas.jpg" alt="Cuba" /></div>
<p><img id="image353" title="Cuba" src="http://www.frosch-blog.de/wp-content/uploads/2006/08/Tabakpfluecker.jpg" alt="Cuba" align="right" />F&#252;r Havana, nein, f&#252;r ganz Kuba bezeichnend: Musik. &#220;berall und immer wieder. Viele musizierende Opas (ich habe ein Faible f&#252;r Opas) à la Buena Vista Social Club – schmacht!<br />
Nach unserem Havana-Tag ging’s am n&#228;chsten Tag weiter nach Pinar del Rio, wo wir zun&#228;chst in einer H&#246;hle rumgekraxelt sind und dann eine Tabakfinca besichtigt haben. Beeindruckend fand ich die wundersch&#246;nen blauen Augen und die von der harten Feldarbeit geschundenen H&#228;nde des Tabakpfl&#252;ckers, der trotz aller M&#252;hsal gutgelaunt seiner Arbeit nachging. Es ist toll zu sehen, mit welcher Einfachheit Menschen hier gl&#252;cklich sein k&#246;nnen. Leo erz&#228;hlte uns, dass der Tabakpfl&#252;cker viele Jahre im Knast verbracht hat, weil er verbotenerweise einen Ochsen geschlachtet hat…<br />
&#220;bernachtet haben wir in niedlichen kleinen Bungalows beim Hotel Los Jasmines, das wundersch&#246;n oberhalb des Valle de Viñales liegt. Der Ausblick aufs Tal ist traumhaft. Aber: Man ist am Abend im Hotel „gefangen“ und muss, um nicht mit leerem Magen ins Bett zu gehen, das &#252;berteuerte Buffet essen. Sch&#246;n w&#228;re es daher, wenn der Bus auch f&#252;r Abendausfl&#252;ge eingesetzt w&#252;rde. Wir haben mit viel M&#252;he und zweist&#252;ndiger Versp&#228;tung gerade noch ein Taxi ins St&#228;dtchen Viñales ergattert, wo es wie &#252;berall viel Party und Live-Musik gab – nachts mussten wir daf&#252;r per „Anhalter“ fahren (was kein Problem ist, jeder Kubaner wird wohl f&#252;r den &#252;blichen Taxipreis die Touristen gerne ins Hotel zur&#252;ckfahren).<br />
Von Viñales startete die Fahrrad-Tour nach San Diego de Los Banos. Leider erwischte uns der Regen, weshalb wir von den im Reiseverlauf beschriebenen Sch&#246;nheiten der Landschaft kein Auge hatten &#8211; wohl aber f&#252;r die vielen Ru&#223;wolken, die die russischen LKWs bergauf – trotz Regens &#8211; &#252;ber uns gepestet haben. Praktischerweise war der Bus st&#228;ndig hinter uns, so dass wir irgendwann alle v&#246;llig durchn&#228;sst und verfroren eingestiegen sind. Da tat der von Leo gespendete Rum Wunder, der uns von innen w&#228;rmte.<br />
Tipp f&#252;r San Diego de Los Banos: Unbedingt mit dem Hotelchef Pedro Antonio eine Tour durchs Dorf machen! Besichtigt wird dabei auch die kleine Zigarrendreherwerkstatt von Pedro. Bei Pedro k&#246;nnt Ihr getrost Zigarren kaufen, denn mein Zigarrenfachmann hat mir best&#228;tigt, dass seine Zigarren sensationell gut sind (die gef&#228;lschten Zigarren haben oft eine schlechte Qualit&#228;t. Eigentlich darf man nur offizielle Zigarren mit Banderole und Siegel exportieren, also lasst Euch nicht erwischen!). Das Hotel in San Diego de Los Banos ist unspektakul&#228;r, daf&#252;r ist der Grillabend mit „einem der besten Bands Kubas“ wirklich spa&#223;ig.</p>
<div style="text-align: center;"><img id="image355" src="http://www.frosch-blog.de/wp-content/uploads/2006/08/Zigarrendreher.jpg" alt="Cuba" /></div>
<p><img id="image340" title="Cuba" src="http://www.frosch-blog.de/wp-content/uploads/2006/08/Aussicht-vom-Berg.jpg" alt="Cuba" align="right" /> Am zweiten Tag unserer Biketour hat uns das Wetter wieder belohnt. Richtig sportlich wird die Tour aber erst beim letzten Anstieg nach Soroa, bei dem viele aus- und in den Bus eingestiegen sind. Ein Wort zur Radtour: So spektakul&#228;r wie diese Radtour beschrieben war, fand ich sie ehrlich gesagt nicht. Ich hatte gro&#223;e Bef&#252;rchtungen, als zwar durchschnittlich fitte, aber wenig ge&#252;bte Bikerin auf wenig befahrenen holprigen Wegen durch die Tabakfelder mit der Gruppe nicht mithalten zu k&#246;nnen und sah mich in Gedanken schon vor Ersch&#246;pfung vom Fahrrad fallen. Die Sorge h&#228;tte ich mir sparen k&#246;nnen. Die Biketour f&#252;hrt zwar durch die Tabakgegend, nicht jedoch durch die Felder, man f&#228;hrt vielmehr ausschlie&#223;lich auf asphaltierten Stra&#223;en (was nicht immer angenehm ist, insbesondere nicht, wenn man Berg hoch von einem Oldie-Diesel-Truck &#252;berholt wird, der einen extrem zusmokt). Das Tempo ist dabei recht gem&#228;chlich, denn zum einen ist die Gruppe sehr heterogen, zum anderen f&#228;hrt st&#228;ndig der Bus hinterher, so dass man jederzeit einsteigen kann.<br />
Die Anlage in Soroa, in der wir dann zwei Tage blieben („Ruhetag“ – aber weswegen eigentlich?) ist zwar traumhaft sch&#246;n und dschungel-like (vor allem, wenn man wie wir eines der s&#252;&#223;en reetbedachten Bungalows erwischt), aber recht touristisch, und ansonsten ist rund um Soroa wenig zu tun. Der vielgepriesene Wasserfall ist viel unspektakul&#228;rer als der, den wir sp&#228;ter in der Sierra del Escambray sehen sollten. Kurzum: Den Aufenthalt h&#228;tte man um einen Tag abk&#252;rzen k&#246;nnen. Einen wundersch&#246;nen Ausblick hat man allerdings, wenn man den Berg bei Soroa besteigt – unbedingt Kamera mitnehmen!<br />
Von Soroa ging es weiter nach Santa Clara. Sp&#228;testens jetzt wird jedem klar, wie wichtig Che Guevara den Kubanern immer noch ist – Che ist omnipr&#228;sent und wird verehrt wie eine Mischung aus Papst und Pop-Ikone! Che ist au&#223;erdem fehlerfrei, zumindest vermitteln das die Fotos in seinem Museum: Che beim Tabakpflanzenpfl&#252;cken, Che beim Zuckerrohrschneiden, Che, wie er Santa Clara einnimmt und befreit&#8230; Man muss sich vor Augen f&#252;hren: Che Guevara hat 1965 das Land verlassen – vor mehr als 40 Jahren, und ist schon 30 Jahre tot, aber in den Herzen der Kubaner lebt er immer noch. Wir glaubten sogar, in Ches Mausoleum in den Augen von Reisef&#252;hrer Leo ein Tr&#228;nchen gesehen zu haben, und das, obwohl er doch jede zweite Woche dort ist. Naja, abseits des politischen: Gut aussehen tut Che ja schon <img src='http://www.frosch-blog.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<div style="text-align: center;"><img id="image342" src="http://www.frosch-blog.de/wp-content/uploads/2006/08/Che-mit-Leo.jpg" alt="Cuba" /></div>
<p>Von Santa Clara qu&#228;lte unser Busfahrer den Bus in die H&#246;hen der Sierra del Escambray, einer wundersch&#246;nen Gebirgslandschaft. An einem sehr h&#228;sslichen Riesen-Bau, der aber angeblich ein „Luxussanatorium“ ist (in das man als Nicht-Kubaner aber nicht reinkommt), wurden wir „umgeladen“ auf ein „Russisches Cabrio“ (Zitat Leo). Die Fahrt auf dem Teil ist abenteuerlich und macht eigentlich sauviel Spa&#223;, aber da mich bei der ganzen Sch&#252;ttelei &#252;ber Buckelpisten starke Bauchkr&#228;mpfe qu&#228;lten, bin ich dabei fast gestorben. (Kleine pers&#246;nliche Anmerkung: alle empfehlen f&#252;r diese Reise immer reichlich Immodium gegen Durchfall – ich hatte jedoch bei dem vielen sehr weichen Wei&#223;brot eher das gegenteilige ProblemJ)</p>
<div style="text-align: center;"><img id="image352" src="http://www.frosch-blog.de/wp-content/uploads/2006/08/Sierra-del-Escambray.jpg" alt="Cuba" /></div>
<p>Auch f&#252;r die zweit&#228;gige Wanderung hatte ich schlimmstes bef&#252;rchtet, dachte ich doch, dass man das komplette Gep&#228;ck f&#252;r die zwei Tage mitschleppen m&#252;sste. Aber stattdessen wird man mit den russischen Pick-Up-Trucks in ein Naturcamp gebracht, das sozusagen als Basislager dient. Von dort geht man dann kleinere Touren und ben&#246;tigt nichts weiter als Schwimmsachen und ein bisschen Wasser. Alles also total easy, feste Schuhe sind empfehlenswert, aber der Einkauf im Outdoor-Laden wirklich nicht erforderlich. Im Naturcamp kann man &#252;brigens wunderbar nachts feiern und abst&#252;rzen, und die Zeltnacht zum Tage machen! Was auch sinnvoll ist, denn dort oben in den Bergen war es sehr kalt – am besten alle Klamotten &#252;bereinander tragen! Noch ein Tipp f&#252;r Zartbesaitete: Die zur Verf&#252;gung gestellten Schlafs&#228;cke sind, wenn man &#252;berhaupt einen bekommt, wirklich nicht jedermanns Sache. Da lohnt sich das Mit-schleppen eines Innenschlafsacks.<br />
Die Wanderungen sind wundersch&#246;n, gr&#252;ne, abwechslungsreiche Landschaft, tropische W&#228;lder, Wasserf&#228;lle, in denen man baden kann, frisch gepfl&#252;ckte Fr&#252;chte und ein toller Wanderf&#252;hrer – wenn Samuel Euch auch f&#252;hrt, gr&#252;&#223;t ihn sch&#246;n von mir!<br />
Von den Bergen ging es, zun&#228;chst mit Pick-Up-Truck, dann weiter mit unserem Bus zur K&#252;ste – nach Trinidad del Mar. Das Hotel Trinidad del Mar ist sicherlich sch&#246;n, aber so all inclusive, wie man sich solche Anlagen eben vorstellt. Der Essensraum ist eine Massen-F&#252;tterungsanlage, das Animationsprogramm f&#252;r unseren Geschmack grauselig und wir waren uns alle einig: schnell raus hier! Guter Tipp: Statt des schlimmen „Fress-Saals“ gibt es in der Anlage in Richtung Strand ein sch&#246;nes Restaurant unter Reetdach, au&#223;erdem ein „a la carte“ Restaurant – in beiden kann man nach Voranmeldung kostenfrei essen – in jedem Fall eine gute Wahl!</p>
<div style="text-align: center;"><img id="image346" src="http://www.frosch-blog.de/wp-content/uploads/2006/08/Hotel-Trinidad-del-Mar.jpg" alt="Cuba" /></div>
<p>Die Abende haben wir meist im wundersch&#246;nen Kolonialst&#228;dtchen Trinidad verbracht. Trinidad ist voller Leben, voller Farben, voller Musik – einfach toll. Auf keinen Fall im Hotel bleiben und an der all-inclusive Cocktailbar abh&#228;ngen, sondern raus da! Auf einer gro&#223;en Freitreppe gibt’s jeden Abend Live-Musik mit Tanzprofis (und Anf&#228;ngern wie uns). In Trinidad gibt es au&#223;erdem eine H&#246;hlendisco, die wirklich sensationell ist und unbedingt besucht werden sollte. Allein schon der H&#246;hle wegen! Neben dieser gibt es noch viel mehr Nachtprogramm – wie die Open Air Disco „Fresa y chocolate“ – da wird die Nacht schnell zum Tag! Zur&#252;ck zum Hotel geht es dann mit illegalen Taxis, die schon bereitstehen &#8211; uralte Opas fahren die turistas zur&#252;ck ins Hotel – wohl polizeilich geduldet &#8211; ich bin ein Opa-Freak, und die Opas auf Cuba sind sensationell, soviel Charme, soviel Lebensfreude, so blaue Augen. Also bitte vergesst das Trinkgeld nicht!<br />
Der zum Hotel geh&#246;rende Strandabschnitt ist sehr sch&#246;n, das Meer t&#252;rkisblau und warm – man kann dort sehr gut abh&#228;ngen. Aber f&#252;nf Tage all inclusive ist f&#252;r meinen Geschmack zu lange, und wir f&#252;hlten uns, da sowohl unser Reiseleiter wie auch unser Bus uns verlassen haben, etwas alleingelassen. Niemand von uns hat das Animationsprogramm im Hotel genutzt, die Fahrr&#228;der sind so schlecht, dass man damit nicht mal um die Anlage kommt (Platter Reifen!). Man kann am Strand Boote ausleihen und vermutlich gibt es auch Aqua-Aerobic oder so – so richtig „Cuba aktiv“ ist das aber nicht.<br />
Einzige offizielle Programmpunkte waren der Ausflug zu der ehemaligen Zuckerrohr-plantage Managa Iznaga und der sehr gute Katamaran-Ausflug zu einer namenlosen Insel (oder habe ich den Namen blo&#223; vergessen?): Palmen, t&#252;rkisgr&#252;nes Meer, Sandstrand &#8211; Karibik pur. F&#252;r das Mittagessen auf der Insel haben unsere Skipper gesorgt, indem sie nach mehreren frischen Langusten tauchten, die quasi noch lebend in den Topf geworfen wurden – frischer geht es nicht.</p>
<div style="text-align: center;"><img id="image347" src="http://www.frosch-blog.de/wp-content/uploads/2006/08/karibikinsel.jpg" alt="Cuba" /></div>
<p>Nach einer Korallen-Schnorcheltour wurden wir auf der Insel von vielen Leguanen empfangen. So einem Urviech gegen&#252;ber zu stehen, ist schon ein einschneidendes Erlebnis – vor allem, wenn einem die Viecher dann beim Mittagessen &#252;ber die F&#252;&#223;e latschen – nix f&#252;r empfindliche M&#228;gen (Schuhe anziehen empfohlen!). Gesellschaft bekamen die Leguane von Baumratten, die so &#228;hnlich aussehen, wie ich mir Murmeltiere vorstellen (nicht, dass ich jemals eines gesehen h&#228;tte <img src='http://www.frosch-blog.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> , und beruhigenderweise mit den Ratten nur entfernt verwandt sind.<br />
Von Trinidad del Mar ging es wieder zur&#252;ck nach Havana. Eine Touristenfalle war der Besuch bei einer Krokodilfarm. Ein mehrst&#252;ndiger Umweg &#252;ber kurvige Landstra&#223;en, &#252;berteuerte Eintrittspreise und auf engstem Raum in fast ausge-trockneten T&#252;mpeln lebende Krokodile &#8211; wenn Leo beim Weg von Trinidad zur&#252;ck nach Havana abstimmen l&#228;sst, wer diese Farm besuchen m&#246;chte, h&#246;rt genau hin (er stellte die Frage so, dass man eigentlich nicht nein sagen konnte). Das kann man sich schenken!</p>
<div style="text-align: center;"><img id="image348" src="http://www.frosch-blog.de/wp-content/uploads/2006/08/krokodilfarm.jpg" alt="Cuba" /></div>
<p>Eigentlich hatte ich nicht mehr so richtig Lust auf Havana, nach der ganzen Erholung in Trinidad war mir Havana zu laut. Aber gut, ein leckeres Essen, ein gemeinsamer Absacker, und am n&#228;chsten Tag der obligatorische Besuch in der Tabakfabrik (viele Menschen an klitzekleinen Pulten, alle ganz fr&#246;hlich singend bei der lauten Beschallung) und bei Havana Club – den Tag kriegt man gut rum, bevor es dann abends – &#252;ber Madrid &#8211; zur&#252;ck nach Deutschland geht.</p>
<p><span style="font-weight: bold;"> IN THE MOOD</span><br />
F&#252;r mich hatte Kuba immer schon eine besondere Faszination – nicht erst seit „Buena Vista Social Club“. Meine Erwartungen wurden an jeder Ecke best&#228;tigt: &#220;berall Zerfall, aber auch sehr viel Sch&#246;nheit. Sch&#246;ne Farben, alte Kolonialstilh&#228;user, deren Fassaden abbr&#246;ckeln, die vielen rostigen Oldtimer (die gepflegten sind Taxis f&#252;r die turistas), Eselskarren – all das k&#246;nnte man mit „morbidem Charme“ umschreiben, und gerade darin liegt die Sch&#246;nheit und besondere Atmosph&#228;re des Landes begr&#252;ndet.</p>
<div style="text-align: center;"><img id="image349" src="http://www.frosch-blog.de/wp-content/uploads/2006/08/Kuba-Farben.jpg" alt="Cuba" /></div>
<p>Dazu die Musik! Die vielen guten Bands, die alten M&#228;nner, die mit ihren meist leuchtend blauen Augen trotz des vorger&#252;ckten Alters soviel Lebensgef&#252;hl, soviel Vitalit&#228;t ausstrahlen, dass unsereins sich darin ein Beispiel nehmen k&#246;nnte.<br />
Werbetafeln f&#252;r Coca Cola findet man nirgends, aber daf&#252;r Durchhalteparolen. Der Sozialismus hat dem Land seinen Stempel aufgedr&#252;ckt. Fidel ist allgegenw&#228;rtig. Und mehr noch als Fidel Che Guevara, Kubas Nationalheld, obwohl seit fast vierzig Jahren tot. Er wird verehrt wie eine Mischung aus Gott und Rockstar. &#220;berall findet man auch „Volveran“-Plakate – f&#252;nf politische Gefangene in den USA werden zu Nationalhelden. Bei mir entstand der Eindruck, dass mit den vielen Durchhalteparolen dem Volk der Nationalstolz geradezu eingeredet wird.</p>
<div style="text-align: center;"><img id="image345" src="http://www.frosch-blog.de/wp-content/uploads/2006/08/Durchhalteparolen.jpg" alt="Cuba" /></div>
<p><img id="image341" title="Cuba" src="http://www.frosch-blog.de/wp-content/uploads/2006/08/Biro-Kid.jpg" alt="Cuba" align="right" /> Aber wenngleich wir Westler oftmals nur den Kopf sch&#252;tteln ob der Schilderungen sozialistischer Ma&#223;nahmen, und erschreckt sind, in einem offiziellen Lebensmittelladen nur drei S&#228;cke Mehl zu finden, weil es sonst einfach nichts gibt f&#252;r normale Pesos (die Superm&#228;rkte, die die Touristenw&#228;hrung „peso convertible“ akzeptieren, sehen unseren dagegen recht &#228;hnlich) scheinen die Kubaner, zumindest nach au&#223;en, an ihr System zu glauben. Obwohl doch die Realit&#228;t in Form eines versteckten Kapitalismus l&#228;ngst Einzug gehalten hat. Ein Beispiel: Das offizielle Einkommen eines Polizisten (das sei laut Leo der bestbezahlte Beruf) betr&#228;gt umgerechnet 36 € im Monat. Das unseres Reiseleiters Leo gerade mal 20 €. Aber: Leo arbeitet im Tourismus und ist damit der King! Jeder aus unserer Gruppe hat ihm (verdientes!) Trinkgeld gegeben, er hat kaum Kosten f&#252;r Speisen und wird auch noch die eine oder andere Nebenerwerbsquelle auftun. Was aber macht der Fabrikarbeiter, der nicht an die turistas kommt?<br />
Da es offiziell keine Arbeitslosigkeit gibt, werden alle Menschen irgendwie besch&#228;ftigt. Ob Stra&#223;enkehrer, Zeitungs- oder Erdnussverk&#228;ufer: Obwohl man diesen Menschen ansieht, dass sie am unteren Ende der Gesellschaft stehen, sp&#252;rt man kaum Unzufriedenheit – fast alle erledigen ihren Job mit Begeisterung. Angesichts der hohen Diskrepanz zwischen staatlichem Einkommen und Touristen-Pesos, ist die Zunahme an Bettlern wenig verwunderlich. Frauen arbeiten mit dem Trick, ihre Kinder auf dem Arm mitzuschleppen, um Mitleid zu erzeugen. Sie fragen nach „saboa“. Gibt man ihnen Seife, fragen Sie nach „biro“. Wenn sie dann mit Kugelschreibern ausgestattet wurden, wollen sie noch Geld. Der &#252;bliche Tipp in Reisef&#252;hrern, den Bewohnern Seife mitzubringen, mag zwar auf dem Land sinnvoll sein, aber in den Touristen-St&#228;dten scheint mit Seife geradezu gehandelt zu werden, da die Touristen nat&#252;rlich die Seifen aus den all-inclusive-Clubs verteilen. Ich pers&#246;nlich denke, dass Geld letztendlich mehr hilft als Seife. Fragt mal Leo dazu! Auch die Prostitution auf Kuba bl&#252;ht, obwohl offiziell verboten: M&#228;nner berichten von mehr als eindeutigen Angeboten in Bars und Nightclubs.<br />
Von der vielfach beschriebenen Mangelwirtschaft haben wir dank der Professionalit&#228;t der Reiseagentur wenig gesp&#252;rt, diese haben wir allenfalls bemerkt, als unser “Russischer Cabrio” auf dem Weg vom Camp zur&#252;ck zum Nationalpark-Infozentrum wegen Spritmangel liegen blieb, und wir an einer Bushaltestelle ausharrten, bis unser F&#252;hrer Samuel mit viel pers&#246;nlichem Einsatz einen Schulbus &#252;berzeugen konnte, uns (verbotenerweise) mitzunehmen.<br />
Was bei einer solchen Rundreise wohl unvermeidlich ist: Gelegentlich wurden wir zu Stopps in Kneipen gef&#252;hrt, die &#252;berteuert waren – das ganze war nat&#252;rlich abgesprochen und wenig spontan. Der Charme Kubas, die Sonne, das Lachen, die Musik – das alles entsch&#228;digt f&#252;r die eine oder andere Kleinigkeit. Ich kann Euch deshalb nur empfehlen, so schnell wie m&#246;glich auch dorthin zu reisen. Viel Spa&#223;!</p>
<div style="text-align: center;"><img id="image344" src="http://www.frosch-blog.de/wp-content/uploads/2006/08/Cuba-Karre.jpg" alt="Cuba" /></div>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.frosch-blog.de/reisebericht-cuba/356/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Cuba – Eine Zeitreise</title>
		<link>http://www.frosch-blog.de/reisebericht_cuba_aktiv/324</link>
		<comments>http://www.frosch-blog.de/reisebericht_cuba_aktiv/324#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 02 Aug 2006 10:45:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Timo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Cuba]]></category>
		<category><![CDATA[Fernreisen]]></category>
		<category><![CDATA[Startseite]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.frosch-blog.de/reisebericht_cuba_aktiv/324</guid>
		<description><![CDATA[Cuba war schon immer ein Reiseziel, das mich interessiert hat. Sehr komisch fand ich es, dass es bei Frosch keinerlei Feedback zu der Reise gab. Jedenfalls gab es vor meiner Reise nie einen Reisebericht und auf dem Chatboard hat sich scheinbar auch niemand daf&#252;r interessiert.

Ich habe den „Sprung“ trotzdem gewagt und ahne inzwischen auch, warum noch niemand einen Reisebericht geschrieben hatte. Es ist kaum m&#246;glich die F&#252;lle der Eindr&#252;cke w&#228;hrend dieser Reise in Worte zu fassen!<p><img class="centered" src=" http://www.frosch-blog.de/wp-content/uploads/2006/08/bl_Vinales.jpg" width="500" height="311" alt="Tafelberg Cuba" /></p>
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zum Frosch Reiseziel <a target="_blank" title="&#246;ffnet www.frosch-sportreisen.de" href="http://www.frosch-sportreisen.de/fernreisen/rundreise-kuba.asp">Cuba aktiv</a></p>
<p>von Bianca L&#252;&#223;mann</p>
<p><span style="font-size: 10pt">Cuba war schon immer ein Reiseziel, das mich interessiert hat. Sehr komisch fand ich es, dass es bei Frosch keinerlei Feedback zu der Reise gab. Jedenfalls gab es vor meiner Reise nie einen Reisebericht und auf dem Chatboard hat sich scheinbar auch niemand daf&#252;r interessiert.<img align="right" alt="Cuba_Trockenhaus" id="image320" title="Cuba_Trockenhaus" src="http://www.frosch-blog.de/wp-content/uploads/2006/08/bl_Trockenhaus1.jpg" /></span></p>
<p><span style="font-size: 10pt">Ich habe den „Sprung“ trotzdem gewagt und ahne inzwischen auch, warum noch niemand einen Reisebericht geschrieben hatte. Es ist kaum m&#246;glich die F&#252;lle der Eindr&#252;cke w&#228;hrend dieser Reise in Worte zu fassen! Die Vielf&#228;ltigkeit der Insel und die zahlreichen interessanten, kuriosen und sch&#246;nen Erlebnisse haben mich jedenfalls sehr beeindruckt und ich wei&#223; gar nicht, wo ich anfangen und wo ich aufh&#246;ren soll- schlie&#223;lich soll es ja kein ganzes Buch werden. Dieser Bericht kann also nur ein kleiner Ausschnitt sein.</span></p>
<p><span style="font-size: 10pt">Nach einer sehr langen Anreise (aus Hannover mit Zwischen&#252;bernachtung in Madrid) war der erste Eindruck von Cuba durch Leo, unseren Reiseleiter gepr&#228;gt. Fast &#252;berschw&#228;nglich hat er mich begr&#252;&#223;t und ein Blick in sein fr&#246;hliches Gesicht hat gereicht und mir war sofort klar: Bei DIESEM Reiseleiter kann eigentlich nichts mehr schief gehen. Damit habe ich dann auch Recht behalten. Mit Begeisterung, viel Wissen auf allen Gebieten und mit einer guten Dosis Temperament hat uns Leo die sch&#246;nsten und interessantesten Orte und Landschaften seiner Heimat gezeigt, erkl&#228;rt und fast all unsere Fragen beantwortet. Und da hatte er einiges zu tun, denn im Verlauf dieser Reise dr&#228;ngen sich einem unz&#228;hlige Fragen auf. Von Leo kann man sehr viel quasi aus „erster Hand“ &#252;ber Land und Leute erfahren &#8211; schlie&#223;lich ist er Cubaner! Das habe ich als eine unheimlich gro&#223;e Bereicherung empfunden. Dar&#252;ber hinaus war er bei „Problemchen“ immer ansprechbar und stand mit Rat und Tat zur Verf&#252;gung. Danke noch einmal an dieser Stelle f&#252;r soooo viel Engagement!</span></p>
<p><span style="font-size: 10pt">Unsere Reisegruppe bestand aus 8 Teilnehmern. Angeblich variiert das Alter der Teilnehmer bei dieser Reise zwischen 18 und 60. In meinem Fall waren die meisten Teilnehmer in den 30ern. F&#252;r die Rundreise stand uns ein komfortabler Kleinbus zur Verf&#252;gung.</span></p>
<p><span style="font-size: 10pt">Schon die Fahrt vom Flughafen nach Havanna war bemerkenswert, denn ich hatte noch nie vorher eine so in Dunkelheit geh&#252;llte Gro&#223;stadt gesehen. Kaum Autos auf der Stra&#223;e, auf den Wegen einige dunkle Gestalten und Fahrr&#228;der ohne Beleuchtung waren zu sehen. Die erste Nacht verbringt man im traditionsreichen Hotel Inglaterra mitten in der Altstadt von Havanna. Die Eingangshalle hat mir schon einigerma&#223;en imponiert. Das Inglaterra ist das &#228;lteste Hotel Havannas und man f&#252;hlt sich sofort in die Zeit von vor ca.100 Jahren versetzt. Nachdem ich am Abend nach der Ankunft nur noch todm&#252;de ins Bett gefallen war, habe ich mich am Morgen ernsthaft gefragt, ob ich schon wach bin, als ich aus dem Hotel herausging, um neugierig vor dem Fr&#252;hst&#252;ck einen kurzen Blick auf die Umgebung zu werfen. Mein erster Gedanke: Das muss eine Filmkulisse sein! Oder eine Zeitreise!<img align="right" title="Trinidad_Cuba" id="image319" alt="Trinidad_Cuba" src="http://www.frosch-blog.de/wp-content/uploads/2006/08/bl_Trinidad.jpg" /></span></p>
<p><span style="font-size: 10pt">Nachdem ich mich w&#228;hrend des Fr&#252;hst&#252;cks einigerma&#223;en akklimatisiert hatte, haben wir Havanna w&#228;hrend einer Stadtf&#252;hrung mit Besuch der wichtigsten Museen auf uns wirken lassen. Havanna ist eine Stadt, die man sich selbst anschauen muss. Sie ist voller Kontraste und daher eigentlich unbeschreiblich. Auf der einen Seite hat mich die Atmosph&#228;re begeistert: Die amerikanischen Oldtimer, die kolonialen Fassaden, das Gewimmel auf den Stra&#223;en, &#252;berall Musik und die vielen Menschen unterschiedlichster Hautfarbe. Andererseits strahlen die morbiden Geb&#228;ude eine gro&#223;e Tristesse aus und man mag sich nicht vorstellen, unter welchen Lebensumst&#228;nden die Menschen dort leben. Es ist erschreckend zu sehen, welche Sch&#246;nheit dort verf&#228;llt. Die Stadt muss mal m&#228;rchenhaft gewesen sein und an nicht wenigen Ecken kann man davon auch noch etwas sp&#252;ren. Ich schwanke zwischen Nostalgie, Faszination und Betroffenheit, wenn ich an Havanna denke. </span></p>
<p><span style="font-size: 10pt">Am Nachmittag des ersten Tages hat Leo uns in der Tanzschule die passenden Tanzpartner organisiert, denn ohne Salsa ginge auf Cuba gar nichts! Relativ schell konnten wir uns Dank cubanischem Tanzpartner bzw. cubanischer Tanzpartnerin zu der Musik bewegen. Im Vergleich zu den Tanzeinlagen, die wir im Verlauf der Reise von Cubanern noch zu sehen bekamen, war das allerdings eher besch&#228;mend, was wir t&#228;nzerisch zu bieten hatten. Verst&#228;ndnislosigkeit herrscht bei den Cubanern dar&#252;ber, wie die Deutschen &#252;berhaupt durchs Leben kommen, ohne tanzen zu k&#246;nnen. Ehrlich! Tanzen und Musik scheint mir f&#252;r Cubaner einen &#228;hnlichen Stellenwert zu haben wie Essen und Schlafen: Lebenselixier und ein gro&#223;es Vergn&#252;gen. Vom Kleinkind bis zur Urgro&#223;mutter – alle tanzen!<img align="right" title="cuba_bananen" id="image317" alt="cuba_bananen" src="http://www.frosch-blog.de/wp-content/uploads/2006/08/bl_Bananen.jpg" /></span></p>
<p><span style="font-size: 10pt">Ein besonderes Highlight der Reise war f&#252;r mich die Fahrrad-Tour von Soroa nach San Diego de Los Banos. Die Strecke f&#252;hrt durch kleine cubanische D&#246;rfer, vorbei an Bananen- und Zuckerrohrplantagen und bietet immer wieder tolle Ausblicke auf palmenbewachsene H&#252;gel und auf die tropische Vegetation. Nach der Etappe hatte ich zun&#228;chst irgendwie den Eindruck, ich h&#228;tte einen Film gesehen. Alles schien so zeitentr&#252;ckt, exotisch und so fern von dem, was einen als Mitteleurop&#228;er im Februar f&#252;r gew&#246;hnlich so umgibt. In den D&#246;rfern scheint die Zeit vor Hunderten von Jahren stehen geblieben zu sein. Man begegnet haupts&#228;chlich Menschen auf uralten Fahrr&#228;dern oder zu Pferd, sieht einige Ochsenkarren und eher selten mal einen alten russischen LKW auf der Stra&#223;e, der als &#246;ffentliches Verkehrsmittel genutzt wird. Die vielen Eindr&#252;cke dieser Radtour habe mich jedenfalls fast umgehauen! Einfach genial.</span></p>
<table width="100%" cellspacing="0" cellpadding="0" border="0">
<tr>
<td valign="top" style="padding: 0cm">
<p align="center" class="MsoNormal" style="text-align: center"><!--[if !supportEmptyParas]--> <!--[endif]--><span /></p>
</td>
<td valign="top" style="padding: 0cm">
<p align="center" class="MsoNormal" style="text-align: center"><!--[if !supportEmptyParas]--> <!--[endif]--><span /></p>
</td>
</tr>
</table>
<p><span style="font-size: 10pt">Ein weiterer H&#246;hepunkt waren die Wanderungen in der Sierra del Escambray. Der Rucksack wird f&#252;r zwei Tage gepackt und dann geht es &#252;ber teilweise schwindelerregend steile holprige Wege zun&#228;chst motorisiert hinauf in das Gebirge. Die letzten Kilometer haben wir auf der Ladefl&#228;che eines alten russischen LKW zur&#252;ck gelegt. Ein anderes Gef&#228;hrt w&#228;re den Wegen jedenfalls auch nicht gewachsen gewesen! Nach dieser abenteuerlichen Fahrt, bei der ich mir den einen oder anderen blauen Fleck zugezogen habe (Schlagl&#246;cher!), sind wir, gef&#252;hrt von Wanderf&#252;hrer Samuel, in den Regenwald aufgebrochen. </span></p>
<p><span style="font-size: 10pt">W&#228;hrend der Wanderung haben wir immer wieder kleine Pausen eingelegt und Samuel hat uns auf interessante Pflanzen und V&#246;gel aufmerksam gemacht. &#220;berall kann man Kolibris in der &#252;ppigen Vegetation sehen und die Pflanzenvielfalt ist sicher f&#252;r jeden Pflanzenliebhaber ein Paradies. Unterwegs hatten wir dann auch noch die Gelegenheit im Fluss am Wasserfall zu baden, an Lianen zu schaukeln und bei einer Hacienda von Kaffeebauern einen Kaffee zu trinken. Der Kaffee in Cuba schmeckt sehr lecker. Er ist fast so stark, dass der sprichw&#246;rtliche L&#246;ffel in der Tasse steht. Auch als Teetrinker kann man da auf den Geschmack kommen. Ehrlich gesagt, bleibt einem manchmal auch nichts anderes &#252;brig, denn Tee gibt es eher selten im Angebot.</span></p>
<table width="100%" cellspacing="0" cellpadding="0" border="0">
<tr>
<td valign="top" style="padding: 0cm">
<p align="center" class="MsoNormal" style="text-align: center"><!--[if !supportEmptyParas]--> <!--[endif]--><span /></p>
</td>
<td valign="top" style="padding: 0cm">
<p align="center" class="MsoNormal" style="text-align: center"><!--[if !supportEmptyParas]--> <!--[endif]--><span /></p>
</td>
</tr>
</table>
<p><span style="font-size: 10pt">Die &#220;bernachtung w&#228;hrend der zweit&#228;gigen Wanderung findet bei einer Hacienda im 2-Personen bzw. Einzelzelt statt. Die <img align="right" title="Cuba_Camping" id="image323" alt="Cuba_Camping" src="http://www.frosch-blog.de/wp-content/uploads/2006/08/bl_Zelte1.jpg" /> &#220;bernachtung im Zelt ist eine Ausnahme w&#228;hrend dieser Reise. Insgesamt waren wir in guten Hotels mit 3 oder 4 Sternen, wobei der Standard durchaus mit S&#252;deuropa vergleichbar ist. Fast immer ist auch ein Pool mit Sonnenliegen vorhanden, die wir nat&#252;rlich kaum genutzt haben, weil wir oft erst am Abend das jeweilige Hotel erreichten. Die Lage der Hotels ist immer sehr sch&#246;n, meistens inmitten toller Landschaft gelegen. Besonders sch&#246;n ist die Umgebung des Hotels im Vinales-Tal. Bei Sonnenaufgang ist der Ausblick einfach &#252;berw&#228;ltigend. Ich konnte mich tags&#252;ber schon nicht daran satt sehen, aber am Morgen hat das Farbspiel bei aufgehender Sonne noch einen drauf gesetzt. Wundersch&#246;n!</span></p>
<p align="center" style="text-align: center"><!--[if !supportEmptyParas]--> <!--[endif]--></p>
<p><span style="font-size: 10pt">Nicht selten wird man w&#228;hrend der Reise sehr fr&#252;h am Morgen durch das Kr&#228;hen der H&#228;hne aus dem Schlaf gerissen und dazu gesellt sich dann sp&#228;ter das Gezwitscher der tropischen V&#246;gel. Bei der Zelt&#252;bernachtung kann es aber auch passieren, dass man von herabfallenden Orangen oder von schmatzenden Schweinen geweckt wird. Ich hatte noch nie vorher Schweine Orangen fressen sehen! Matratzen und warme Schlafs&#228;cke wurden uns beim Zelten gestellt, so dass es auch im Februar nicht ungem&#252;tlich im Zelt wurde. Wir hatten im Gebirge in der Nacht 9°C und eine Luftfeuchtigkeit von fast 90%. Warme Kleidung sollte also im Gep&#228;ck auf keinen Fall fehlen. </span></p>
<p><span style="font-size: 10pt">An dieser Stelle noch ein Hinweis zum Wetter: Leider musste ich feststellen, dass die Angaben aus dem Internet und auch in Reisef&#252;hrern nicht ungedingt stimmen. W&#228;hrend ich dort war, war abends eigentlich immer ein Pulli, Fleece-Pulli, lange Hose und Socken angesagt. Tags&#252;ber waren meistens Temperaturen von 18 – 20°, nur am Strand war es dann etwas w&#228;rmer. Im Sommer soll es auf Cuba bis zu 45° hei&#223; sein. Bei dieser Aktiv-Reise w&#252;rde ich den Sommer deshalb nicht unbedingt empfehlen, allerdings h&#228;tte ich mir etwas lauere Abende gew&#252;nscht. Zum Gl&#252;ck hatte ich auch eine dicke Jacke dabei, die eigentlich nur f&#252;r die Anreise gedacht war, dann aber auch auf Cuba zum Einsatz kam.</span></p>
<p><span style="font-size: 10pt">Die frischen Temperaturen haben sich auch bei der Katamaran-Tour bemerkbar gemacht. In einer etwa 3-st&#252;ndigen Fahrt geht es zu einer kleinen unbewohnten Insel. Kurz bevor man die Insel erreicht, wird an einem Korallenriff ein Stopp zum Schnorcheln eingelegt. Wir waren alle so durchgefroren vom Fahrtwind, dass zun&#228;chst niemand den Sprung ins Wasser wagen wollte, aber sp&#228;ter hat die Neugier gesiegt. Schlie&#223;lich ist man ja nicht jeden Tag in der Karibik!<img align="right" title="Blauer_Cuba_Strand" id="image318" alt="Blauer_Cuba_Strand" src="http://www.frosch-blog.de/wp-content/uploads/2006/08/bl_Strand.jpg" /> </span></p>
<p><span style="font-size: 10pt">Auf der kleinen Insel leben viele Leguane und Baumratten und &#252;berall wimmelt es von Pelikanen im Wasser. Bewachsen ist die Insel fast nur mit Mangroven und Palmen. Auf mich wirkte das Eiland einfach nur paradiesisch. W&#228;hrend der Fahrt hat die Crew eine Paella vorbereitet. Wer mag, kann auch noch Hummer dazu bestellen (Sehr lecker!). Gegessen wir dann auf der Insel am Stand unter st&#228;ndiger Beobachtung der Leguane und Baumratten, die nat&#252;rlich darauf hoffen, dass f&#252;r sie auch ein Teil abf&#228;llt. Viel zu schnell ging es von der Insel zur&#252;ck zum Hotel. Den Strand h&#228;tte ich mir gerne noch l&#228;nger gefallen lassen.<br clear="all" /> </span></p>
<p><span style="font-size: 10pt">Nicht alles war perfekt auf dieser Reise. Dass Cuba ein Entwicklungsland ist, merkt man an jeder Ecke. Zus&#228;tzlich pr&#228;gt nat&#252;rlich auch der Sozialismus. Das bedeutet, dass Pl&#228;ne nicht immer eingehalten werden k&#246;nnen und es ist nicht immer alles &#252;berall zu bekommen. Im Restaurant muss man darauf gefasst sein, dass man ewig auf das Essen wartet, dass man meistens nicht das bekommt, was man bestellt hat und dass die Rechnung mit viel Fantasie zusammengestellt wird. Auch Ersatzteile und gutes Werkzeug sind auf Cuba nur schwer erh&#228;ltlich, deshalb sind die Fahrr&#228;der f&#252;r die Touren nicht alle in einem einwandfreiem Zustand. Aber die Sch&#246;nheit des Landes entsch&#228;digt diese kleinen Einschr&#228;nkungen und das sollte niemanden davon abhalten, dieses interessante Land zu bereisen.</span></p>
<p><span style="font-size: 10pt">Das Essen fand ich w&#228;hrend der Rundreise manchmal etwas eint&#246;nig. Man lernt dabei aber die Gerichte kennen, die auf Cuba &#252;blich und verf&#252;gbar sind. Kurz gesagt: Das angebotene Essen schmeckt gut, aber es sind generell keine kulinarischen Hochgen&#252;sse, oder viel Abwechslung zu erwarten. Das Hotel Trinidad del Mar am Strand bietet dann nat&#252;rlich touristischen Komfort und viel Auswahl beim Essen. Willkommene Abwechslung bot auch ein vegetarisches Restaurant, das wir in Las Terrazas auf Leos Empfehlung hin aufgesucht haben. Das war geradezu ein Erlebnis. Ich kannte wirklich nichts vom dem, was auf der umfangreichen Speisekarte stand. Wir haben dann kurzerhand f&#252;r alle “von allem etwas“ bestellt und sind aus dem Staunen nicht mehr heraus gekommen. </span></p>
<p><span style="font-size: 10pt">Ein Besuch im Restaurant ist auf Cuba meistens durch sehr gro&#223;e Portionen und durch niedrige Preise gekennzeichnet. Wo bekommt man sonst ein Nudelgericht f&#252;r 0,90 Pesos? Ein Peso entspricht dabei 1 Dollar! Insgesamt habe ich nur einen kleinen Bruchteil meiner Reisekasse auf Cuba ausgegeben. Einerseits, weil vieles schon im Reisepreis enthalten ist, z.B. Eintritte ins Museum und Essen im Restaurant. Auf der anderen Seite gibt es auch nicht sehr viel zu kaufen. Abgesehen von Zigarren, Rum und hier und da einige Musikinstrumente.</span></p>
<p><span style="font-size: 10pt">Erw&#228;hnenswert sind nat&#252;rlich auch die Cocktails, die man schon mittags &#252;berall bekommt. Sehr erfrischend ist der Zuckerrohrsaft, den man bei mehreren Gelegenheiten frisch gepresst mit, oder ohne Rum trinken kann. Sehr schmackhaft! Auch das Obst &#252;bertrifft nat&#252;rlich geschmacklich gesehen unser importiertes Obst um L&#228;ngen!</span></p>
<p><span style="font-size: 10pt">Nach der abwechslungsreichen Rundreise mit sehr pers&#246;nlicher Atmosph&#228;re, auch in den Unterk&#252;nften, habe ich im Hotel Trinidad del Mar zun&#228;chst so eine Art Kulturschock bekommen. Die Umstellung war einfach zu krass. Pl&#246;tzlich haupts&#228;chlich von Touristen umgeben, alles m&#246;gliche im &#220;berfluss, Shops, Bars, Animation, Buffet&#8230;. Nach einem Tag hatte ich mich aber schnell eingew&#246;hnt. Der Strand am Hotel ist sehr sch&#246;n. Nicht so &#252;berf&#252;llt. Man kann herrlich den Stand entlang laufen und sich im t&#252;rkisfarbenen Meer erfrischen, Katamaran fahren, oder im Liegestuhl faulenzen. Leider war dazu gar nicht viel Zeit. Ruck-Zuck war der Aufenthalt zu Ende. </span></p>
<p><span style="font-size: 10pt">Jeder einzelne Tag dieser Reise war voller Eindr&#252;cke, Denkanst&#246;&#223;e und immer interessant und erlebnisreich, dass die Zeit viel zu schnell vergangen ist. Das Tagesprogramm war sehr gut organisiert. Insgesamt war es zeitlich straff geplant. F&#252;r Langschl&#228;fer und Faulenzer ist diese Reise eher nicht so geeignet. Auf Cuba gibt es aber auch so viel zu sehen, dass es auch sehr schade w&#228;re, die Zeit nur an einem Ort zu verbringen, oder den Tag zu verschlafen. Wer Interesse an dem Land, der Geschichte und an der vielf&#228;ltigen Natur hat, ist hier genau richtig. Auf dieser Reise kann man viele Facetten des Landes kennen lernen und ein St&#252;ckchen eintauchen in das typische, authentische Cuba. Das Programm bietet die richtige Mischung aus Kultur, Natur, Bewegung und Entspannung. Mir wird die Reise unvergesslich bleiben.<img align="middle" title="Vinales_Tal_Cuba" id="image321" alt="Vinales_Tal_Cuba" src="http://www.frosch-blog.de/wp-content/uploads/2006/08/bl_Vinales.jpg" /> </span></p>
<p><span style="font-size: 10pt">Hier noch ein paar Tipps, was ihr f&#252;r die Reise unbedingt mitnehmen solltet:<br />
Immodium in ausreichender Menge (auch f&#252;r die Mitreisenden, die eines der wirkungslosen Mittel mitgenommen haben. Danke noch einmal an Thilo, dessen gesamten Vorrat ich verdr&#252;ckt habe).<br />
Genug Filme oder Speicherkapazit&#228;t f&#252;r den Fotoapparat. Ich h&#228;tte alles, wirklich alles fotografieren k&#246;nnen!<br />
Geschenke! Es gab mehrere Gelegenheiten w&#228;hrend der Reise, etwas zu verschenken. Es ist Bedarf an allen m&#246;glichen allt&#228;glichen Dingen, die auf Cuba nicht erh&#228;ltlich sind. Am besten beim Veranstalter nachfragen!</span></p>
<p><span style="font-size: 10pt">Viele Gr&#252;&#223;e<br />
Bianka</span></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.frosch-blog.de/reisebericht_cuba_aktiv/324/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Cuba &#8211; wo der Hahn fr&#252;hmorgens kr&#228;ht &#8230; aber dennoch nicht beim Tr&#228;umen st&#246;rt</title>
		<link>http://www.frosch-blog.de/reisebericht-cuba-kuba/835</link>
		<comments>http://www.frosch-blog.de/reisebericht-cuba-kuba/835#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 30 Mar 2005 12:55:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>zwob</dc:creator>
				<category><![CDATA[Cuba]]></category>
		<category><![CDATA[Fernreisen]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.frosch-blog.de/reisebericht-cuba-kuba/835</guid>
		<description><![CDATA[“[...] la vida es sueño, y los sueños, sueños son“, worauf k&#246;nnte dieses gefl&#252;gelte Wort Calderón de la Barcas, des Klassikers aus dem spanischen Goldenen Zeitalter, besser zutreffen als auf diese Cuba-Reise? „Denn ein Traum ist alles Leben / Und die Tr&#228;ume selbst ein Traum“, schrieb dieser bereits 1636, ganz ohne an der von Frosch-Reisen angebotenen und von aventTOURa durchgef&#252;hrten Cuba-aktiv Reise teilgenommen zu haben. Wie konnte er ahnen...? [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Reisebericht von Susanne Schwarzb&#252;rger </strong>(susanne.schwarzbuerger at T-Online.de)<strong><br />
FROSCH Reiseziel <a title="Link &#246;ffnet in neuem Fenster" href="http://www.frosch-sportreisen.de/fernreisen/rundreise-kuba.asp">Rundreise Cuba &#8211; aktiv </a></strong></p>
<p>“[...] la vida es sueño, y los sueños, sueños son“, worauf k&#246;nnte dieses gefl&#252;gelte Wort Calderón de la Barcas, des Klassikers aus dem spanischen Goldenen Zeitalter, besser zutreffen als auf diese Cuba-Reise? „Denn ein Traum ist alles Leben / Und die Tr&#228;ume selbst ein Traum“, schrieb dieser bereits 1636, ganz ohne an der von Frosch-Reisen angebotenen und von aventTOURa durchgef&#252;hrten Cuba-aktiv Reise teilgenommen zu haben. Wie konnte er ahnen&#8230;?</p>
<p>Cuba-aktiv ist eine Traumreise! Und zwar im eigentlichen Wortsinn: Die lange, erm&#252;dende, in Matthias’ und meinem Fall noch um 24 Stunden verl&#228;ngerte Anreise (leider hatte der Flieger Frankfurt-Madrid so viel Versp&#228;tung, dass wir den Anschluss nach Havanna erst im zweiten Anlauf erreichten), die Ankunft zu fast nachtschlafender Zeit sowie die Cuba nachts beherrschende Dunkelheit – schlie&#223;lich muss Strom gespart werden, wo es nur geht – versetzt die Ank&#246;mmlinge bereits in jenen somnambulen Zustand, der die Unterscheidung zwischen Traum und tats&#228;chlichem Erlebnis erschwert. Was unsere Augen und Ohren in den darauf folgenden 15 Tagen und N&#228;chten entdeckten, war, obwohl der Wecker fast jeden Morgen un-urlaubsm&#228;&#223;ig fr&#252;h l&#228;uten musste, kaum dazu angetan, diesen Traum-Zustand aufzuheben. Da ist zum Beispiel gleich dieser bemerkenswerte Taxifahrer, der nicht nur die aus der Dunkelheit auftauchenden Hindernisse in Form von unbeleuchteten Fahrr&#228;dern, Pferdekutschen, usw. umsichtig umschifft, sondern dabei gleichzeitig durchaus kultiviert Konversation betreibt – ein krasser Gegensatz zu dem Madrider Kollegen, der uns in Spanien laut fluchend zum Flughafen kutschiert hatte und eines der Positivbeispiele von Fidels Bildungspolitik. Man sp&#252;rt durchaus, dass nirgendwo in Lateinamerika die Analphabetenquote so gering ist, wie in Cuba&#8230;<br />
Wo sind wir hier blo&#223; gelandet? Welch’ merkw&#252;rdige Mischung. Im Dunkeln zeichnen sich die ersten Luxus-Oldtimer ab. (Erst viele Tage sp&#228;ter, in Trinidad, sollte ebenfalls auf traumhafte Art und Weise mitten in der Nacht ein Traum des ein oder anderen Reiseteilnehmers in Erf&#252;llung gehen: die Fahrt im Chevy, 55er Baujahr, in Form eines illegalen Taxis, das uns zu siebt! mitnahm). Dann das Hotel Inglaterra, irgendwo zwischen Kolonial- und Jugendstil. Hier atmet die Tradition. Wie passt dazu die laute Salsamusik, die auch zu sp&#228;ter Stunde noch live auf der Veranda geboten wird? Was wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht ahnen: au&#223;er zum Fr&#252;hst&#252;ck sollte in den folgenden zwei Wochen kaum eine Mahlzeit mehr ohne Livemusik-Begleitung eingenommen werden. Und das nicht, weil wir Touristen sind. Das Musizieren ist in Cuba offenbar eine h&#228;ufig gew&#228;hlte Broterwerbsquelle. Und die meisten Musiker haben Talent, auch wenn auf Dauer die zu oft wiederholten Titel etwas nerven („¡Besame mucho!“). Doch man sp&#252;rt auch: der Buena Vista Social Club lebt.</p>
<p>Nachdem also die Stadtf&#252;hrung durch Havanna und der Salsa-Kurs leider verpasst wurden, besteht unsere erste Begegnung mit Leo(el), unserem Reisef&#252;hrer, aus einem kleinen Zettel, dem Aufruf zum Appell am n&#228;chsten Morgen um 8.30 Uhr zur Abreise. Uff. Habe ich nicht Urlaub?? Aber Leo &#252;berzeugt auf den ersten Blick. Leuchtende blau-gr&#252;ne Augen unter dem Baseballk&#228;ppi (so muss er sich keine Gedanken &#252;ber die Frisur machen, erfahren wir sp&#228;ter). Dynamisch. Voller Energie, durchaus auch Temperament, sehr sympathisch und kompetent und, sp&#228;testens wenn er im Bus zum Mikro greift, 100%iger Profi in Sachen Reisef&#252;hrung. Unnachahmlich sein Akzent, wenn er die Ortsnamen der St&#228;dte betont, die wir besuchen werden. Es geht also gleich los, zu acht in einem Bus mit 20 Pl&#228;tzen, plus Leo plus Busfahrer Ernesto, das ist bequem. Wir starten Richtung Westen. Einmal den ganzen Malecón hinunter – ohne hohe Wellen – durch den Stadtteil Miramar durch das faszinierend verkommene Havanna zur Autobahn Richtung Westen. Eh, Autobahn? Offiziell ist es eine, es f&#252;hren auch durchaus zwei Spuren in jede Richtung, getrennt durch einen prachtvollen Mittelstreifen, auf dem &#252;ppige Bougainvilleen und &#228;hnliches bl&#252;hen. Aber alle Verkehrsmittel sind auf Cubas autopistas zugelassen. So tummeln sich hier (falls man bei dem real existierenden Betrieb von „tummeln“ sprechen kann) nicht nur (gelegentlich) Autos und sonstige motorisierte Vehikel diverser Art – vor allem die sogenannten Russenlaster, die recht viele Menschen auf der offenen Ladenfl&#228;che unterbringen k&#246;nnen – , sondern auch die allseits pr&#228;senten Fahrr&#228;der, ausgefeilte andere Fahrradkonstruktionen, Pferdewagen, Ochsengespanne, und und und. Der Phantasie in Sachen Fortbewegung werden in Cuba keine Grenzen gesetzt, irgendwie und irgendwann kommt schlie&#223;lich jeder an sein Ziel.</p>
<p><img align="right" title="Cuba" id="image824" alt="Cuba" src="http://www.frosch-blog.de/wp-content/uploads/2007/05/ss_Foto-01.jpg" />Programm- und H&#246;hepunkte dieses Tages bestehen aus der Besichtigung einer kleinen Tabakplantage, dem Probieren der ersten Zuckerrohrmilch, nat&#252;rlich mit Rum, der Aussicht auf das einzigartige Valle de Viñales von dem Plateau neben dem Hotel Los Jazmínes – auf das wir uns dann schon mal vorfreuen d&#252;rfen – und aus dem Besuch einer H&#246;hle des insgesamt riesigen, circa 50 Kilometer umfassenden H&#246;henkomplexes Santo Tomás. Nach dem Abendessen genie&#223;t der ein oder andere die erste, auf der Tabakfinca erstandene Zigarre, kreist die erste Rumflasche in der Runde, die sich noch auf einer der kleinen Terrassen der einzelnen Reihenbungalows versammelt hat, in denen wir untergebracht sind. Leo ermahnt uns, um sp&#228;testens 7.30 Uhr am n&#228;chsten Morgen hinauszugucken, da sei die Aussicht auf das oft mit Fr&#252;hnebelschwaden durchzogene Tal am besten. Verschlafen ist hier, wie auch in fast allen anderen Orten, wo wir uns noch aufhalten w&#252;rden, schwierig, denn sp&#228;testens gegen vier beginnen die offenbar zahlreichen H&#228;hne zu kr&#228;hen. Das Landleben ist einfach laut. Aber in der Tat: wundersch&#246;n pr&#228;sentiert sich das Tal zu unseren F&#252;&#223;en im fr&#252;hen Morgenlicht. Der Sonnenstand betont das warme Orange-Braun der Erde, aus der K&#246;nigspalmen – Cubas Wahrzeichen – gr&#252;n herausragen, sowie die faszinierend geformten Mogotes, gr&#252;n bewachsene Kegelkarstfelsen. Das Ganze durchzogen von einem leichten Nebelschleier – eine Traumlandschaft.</p>
<div style="text-align: center"><img id="image825" alt="Cuba" src="http://www.frosch-blog.de/wp-content/uploads/2007/05/ss_Foto-02-03.jpg" /></div>
<p>Doch leider m&#252;ssen wir schon wieder Abschied nehmen, von diesem wunderbar gelegenen Hotel, es geht weiter. Da das n&#228;chste Hotel von der staatlichen Agentur &#252;berbucht wurde (das ist auch sozialistische Tourismusindustrie), m&#252;ssen wir ausweichen und leider auf die geplante Radtour durch dieses faszinierende Tal verzichten. Leo tr&#246;stet uns mit der Aussicht auf ein viel besseres Hotel, als eigentlich vorgesehen. Und in der Tat: das Hotel Moka in Las Terrazas ist einmalig. Es liegt inmitten eines Biosph&#228;renreservats nahe eines Sees inmitten der Sierra del Rosario – die Berge reihen sich wirklich kugelig wie an einem Rosenkranz um das Gebiet – und die B&#228;ume wurden beim Bau der Zimmer nicht gef&#228;llt, sondern f&#252;hren ganz organisch mitten durch. Gr&#246;&#223;tenteils werden wir in Einzelh&#228;usern mit Familienanschluss untergebracht. Die Zimmer samt Bad haben den einem cubanischen 4-Sterne Hotel entsprechenden Standard, sind allerdings beeindruckend gro&#223;. Aber man gelangt zu ihnen, indem man zun&#228;chst einmal K&#252;che und Wohnzimmer seiner „Gastfamilie“ durchschreitet. Sehr interessant. Ebenfalls privat, bei Maria, w&#228;rmen wir uns auf Schaukelst&#252;hlen vor dem laufenden Fernseher sitzend und hei&#223;en Kaffee schl&#252;rfend wieder auf, denn seit dem fr&#252;hen Nachmittag h&#246;rt es nicht mehr auf zu regnen und es ist betr&#228;chtlich abgek&#252;hlt. Dabei hatten wir, als es losging, unsere Radtour von Soroa nach Las Terrazas abgebrochen, da praktischerweise eh gerade an Thomas’ Rad die Pedale abgebrochen war.<br />
<img align="right" title="Cuba" id="image826" alt="Cuba" src="http://www.frosch-blog.de/wp-content/uploads/2007/05/ss_Foto-04.jpg" />Die circa 25 Kilometer, die wir geradelt waren, reichten uns auch, denn die Landschaft war hier kaum h&#252;gelig zu nennen. Es war richtig bergig und bei der Luftfeuchtigkeit doch sehr anstrengend zu bew&#228;ltigen. &#220;ber uns kreisten bereits die Truthahngeier&#8230; Doch bisweilen fand man auch Proviant auf dem Weg. Irgendjemand hatte auf der Stra&#223;e eine Honigwabe verloren, und da in Cuba alles verwertet wird und man solch einen Leckerbissen eh nicht alle Tage findet, machten sich Leo und Ernesto dar&#252;ber her. Wir mochten nicht so recht probieren.<br />
Pers&#246;nlich verpasse ich an dem Abend leider ein weiteres Highlight, von dem noch oft geschw&#228;rmt werden w&#252;rde: das Abendessen in einem vegetarischen Restaurant, wo allerlei sehr Exotisches serviert wird. Da mein Haus am weitesten vom Hotelgeb&#228;ude weg liegt und ich mich auf dem Weg zur&#252;ck von unserem Kaffeetrinken bei einbrechender Dunkelheit und nicht nachlassen wollendem Regen in dem labyrinthisch erscheinenden Dorf total verlaufe, und erst nach Hause finde, als ich eigentlich schon wieder an unserem Treffpunkt sein sollte, ich zudem nasse F&#252;&#223;e habe, f&#252;hle ich mich v&#246;llig demoralisiert und habe keine Lust mehr, noch mal aufzubrechen.<br />
Als Leo mich schlie&#223;lich suchen kommt – er hatte mir tats&#228;chlich einen Wagen geschickt, der mich aber nicht antraf, da ich ja noch durch die Gegend irrte – kann ich mich nicht mehr motivieren. Aber vielleicht hat das ja auch sein Gutes. Immerhin bin ich eine der wenigen, die nicht mit Dauerdurchfall zu k&#228;mpfen hat&#8230; (Imodium nicht vergessen!)</p>
<div style="text-align: center"><img id="image828" alt="Cuba" src="http://www.frosch-blog.de/wp-content/uploads/2007/05/ss_Foto-06.jpg" /></div>
<p><img align="right" title="Cuba" id="image827" alt="Cuba" src="http://www.frosch-blog.de/wp-content/uploads/2007/05/ss_Foto-05.jpg" />Am n&#228;chsten Tag scheint wieder die Sonne. Wir fahren zur&#252;ck nach Soroa, quartieren uns wieder in Bungalows ein, diesmal um den Pool gruppiert, besichtigen einen wunderbaren Orchideengarten und anschlie&#223;end einen gar nicht so spektakul&#228;ren Wasserfall. Nur einer von uns entschlie&#223;t sich zu einem Bad – mit Folgen. Er verletzt sich leicht am Fu&#223; als er von einem glitschigen Felsen abrutscht. Die Wunde infiziert sich, der Fu&#223; schwillt an, er bekommt Fieber &#8230; und kann sich so aber von der hervorragenden medizinischen Versorgung in Cuba mit eigenen Augen &#252;berzeugen – der ein oder andere aus der Gruppe beneidet ihn um die Pflege, die ihm die h&#252;bschen Krankenschwestern angedeihen lassen – aber das ist wieder eine andere Geschichte.</p>
<p>Unsere gro&#223;e Radtour steht am Folgetag auf dem Terminplan: Wir radeln von Soroa wieder gen Westen &#252;ber San Cristóbal und kleine Ortschaften nach San Diego de los Baños. F&#252;r mich eines der absoluten Highlights der Reise. Es ist Sonntag, alle Welt auf den Beinen und mit den abenteuerlichsten Verkehrsmitteln unterwegs. Und wir sind mitten drin. K&#246;nnen anhalten, wann wir wollen, etwas von Stra&#223;enst&#228;nden kaufen&#8230; Das hei&#223;t, es ist Leo, der uns wiederum zu Zuckerrohrmilch einl&#228;dt und eine Runde Bananen schmei&#223;t, da an diesen Orten nur mit cubanischen Pesos bezahlt werden kann. Und die haben wir nicht. Die M&#228;nner bestaunen insbesondere die cubanischen Frauen, die trotz der offensichtlichen Mangelwirtschaft sehr sorgf&#228;ltig zurechtgemacht auftreten. Fast keine ohne Nagellack. Die am Wegesrand h&#228;ufig exponierten Bilder und Namen von f&#252;nf in den USA politisch inhaftierten Cubanern („Volverán“) initiieren Gespr&#228;che &#252;ber Politik.</p>
<p>Das Hotel f&#252;r diese Nacht ist das schlechteste der ganzen Tour (alle anderen waren geradezu phantastisch, jedes auf seine Art). Architektonisch zwar recht h&#252;bsch (Baujahr 1920), aber etwas schmuddelig, mit schmierigem Gesch&#228;ftsf&#252;hrer, &#252;berteuerten Sandwiches und Versuchen, einen beim Abkassieren &#252;bers Ohr zu hauen, zudem am Sonntagnachmittag &#252;berlaut. Offensichtlich vergn&#252;gen sich hier cubanische Tagesausfl&#252;gler mit einer Karaoke-Show. Immerhin gibt es hier unter einer Palmdachh&#252;tte einen netten Grillabend f&#252;r uns, und die obligatorische Band am Abend ist hervorragend.</p>
<p><img align="right" title="Cuba" id="image830" alt="Cuba" src="http://www.frosch-blog.de/wp-content/uploads/2007/05/ss_Foto-11.jpg" />Es folgt ein ruhiger Tag, weitgehend im Bus, denn der Weg von San Diego bis nach Santa Clara ist weit. Wir stoppen nur in Havanna und lassen die R&#228;der da sowie zum Mittagessen auf einer wunderbaren Ranch mit angeschlossenem Zoo. Bei einer Art Roulettespiel mit Meerschweinchen gewinnt gleich eingangs Thomas die ausgelobte Flasche Rum. Die anderen Tiere sind exotischer, n&#228;mlich cubanisch. Die ca. 80 Jahre alten Schildkr&#246;ten, die sogenannten Baumratten (Jutías) und Schlangen (Majás), kleine Krokodile und noch mehr besuchen wir nach dem Essen (mit etwas aufdringlicher Band). Im Motel Los Caneyes schlafen wir in runden, palmgedeckten Bungalows, die jeweils etwa 6 Zimmer umfassen. Abends gibt’s eine Modenschau und etwas Disco.</p>
<p><img align="right" title="Cuba" id="image829" alt="Cuba" src="http://www.frosch-blog.de/wp-content/uploads/2007/05/ss_Foto-10.jpg" />Nicht nur, aber vor allem in Santa Clara, ist Che Guevara allgegenw&#228;rtig. Hier, wo der letzte gro&#223;e Kampf der cubanischen Revolution stattfand, ist der Revolution&#228;r aus Argentinien beerdigt. Hier hat man ihm ein wahrlich monumentales Denkmal errichtet, hier gibt es ein Mausoleum f&#252;r ihn und seine Kampfgef&#228;hrten sowie ein kleines aber feines Museum. Wir besichtigen nicht nur das, sondern auch die recht hinf&#228;llige Stadt sowie das Denkmal mit dem gepanzerten Zug, der Batistas Truppen Nachschub bringen sollte und dem die Revolution&#228;re in Santa Clara auflauerten, um ihn im Sturm zu nehmen – ohne Blutvergie&#223;en und mit viel List.</p>
<p><img align="right" title="Cuba" id="image831" alt="Cuba" src="http://www.frosch-blog.de/wp-content/uploads/2007/05/ss_Foto-12.jpg" />Doch schon lassen wir die Stadt hinter uns, Ernesto qu&#228;lt den Bus zum Teil in Serpentinen bergauf in die Sierra del Escambray, die Landschaft wird wieder vielf&#228;ltiger und immer gr&#252;ner. Dort, mitten auf dem Berg, auf 800 Metern H&#246;he, steht tats&#228;chlich ein auch so betituliertes „Kurhotel“, ein Lungensanatorium in einem riesigen Kasten. In seiner N&#228;he steigen wir um: von unserem Luxusbus in einen eigens f&#252;r uns bereitstehenden Russischen Lkw. Da muss man schon einiges Vertrauen beweisen, wenn man so ziemlich ungesichert auf dessen Ladefl&#228;che &#252;ber die 20 bis 30 Prozent-steilen Pisten rast. Aber wir lernen auch Samuel kennen, unseren Nationalparkf&#252;hrer f&#252;r diesen und den n&#228;chsten Tag. Ihn kennen zu lernen, ist eine weitere Bereicherung der Reise, denn der 49j&#228;hrige kennt sich nicht nur mit der Flora und Fauna der beiden Parks, durch die er uns f&#252;hrt, hervorragend aus, sondern er hat auch eine ganz eigene, irgendwie typisch cubanische Geschichte zu erz&#228;hlen – die wir aber erst bei einem Wiedersehen in Trinidad am Samstag drauf erfahren werden.<br />
<img align="right" title="Cuba" id="image832" alt="Cuba" src="http://www.frosch-blog.de/wp-content/uploads/2007/05/ss_Foto-13.jpg" />Bei „unserer“ Hacienda angekommen, gibt es zun&#228;chst einmal eine &#252;ppige St&#228;rkung unter gro&#223;en Weihnachtssternen und Palmen, beziehen wir unsere Zelte unter Orangenb&#228;umen, bevor wir uns mit Samuel auf den Weg durch den Urwald machen. Ziel ist ein beeindruckender Wasserfall, zwischendurch gibt es einen Badestopp an einem kleinen See mit kleinem Wasserfall und viele Erkl&#228;rungen und Erz&#228;hlungen zu Pflanzen und Tieren. Wir sammeln Urwaldkastanien und „Ochsenaugen“, bewundern immer wieder flatternde Kolibris, trinken am Schluss Kaffee bei einer kleinen Farm.<br />
Fast noch mitten in der Nacht tippe ich vor Schreck fast an die Decke: hier kr&#228;ht der Hahn unmittelbar neben dem Zelt, es l&#228;uft das Hausschwein vorbei und labt sich an Orangen, die Ger&#228;uschkulisse ist vielf&#228;ltig. Der Russische Truck holt uns nach dem Fr&#252;hst&#252;ck wieder ab, bringt uns wieder zur&#252;ck zum Bus, und Ernesto bringt uns zum Ausgangspunkt unserer heutigen Wanderung. Die f&#252;hrt weniger durch Urwald, sondern mehr durch fast zivilisierte Plantagen. Wir sehen viele Bananenb&#228;ume, Orangenb&#228;ume, Zitronenb&#228;ume und Kaffeekulturen. Ziel ist wiederum eine Art H&#246;hle, in die man allerdings waten oder schwimmen muss. Mittags wird uns auf einer anderen Hacienda ein ganzes Spanferkel kredenzt. Doch niemandem schmeckt es so recht. Beim Servieren ist es merkw&#252;rdigerweise schon stark abgek&#252;hlt und die dazu servierte Orangenso&#223;e ist stark gew&#246;hnungsbed&#252;rftig. &#220;berhaupt, sei am Rande bemerkt, ist Cuba nicht gerade das Land kulinarischer Hochgen&#252;sse. Aber im Traum isst man ja auch selten, oder?<br />
Mit dem Truck geht’s zur&#252;ck zum Treffpunkt, wo wir auch unseren Verletzten wieder einsammeln. Ernesto f&#228;hrt uns in Serpentinen auf der anderen Seite des Gebirges wieder hinunter nach Trinidad, bzw. an die Playa Ancón.</p>
<p><img align="right" title="Cuba" id="image833" alt="Cuba" src="http://www.frosch-blog.de/wp-content/uploads/2007/05/ss_Foto-15.jpg" />Mit dem Hotel Las Brisas erwartet uns sicher ein gewisser Luxus, mehr Abwechslung im Essen, und das alles all inclusive, aber wir sind zun&#228;chst einmal etwas geschockt. Nach soviel bunter Abwechslung und auch dem Gef&#252;hl, in Landschaft und ein wenig auch in Ortschaften eingetaucht zu sein, auch ein paar Einblicke in das Leben der Cubaner erhalten zu haben – nicht zuletzt durch die vielen Gespr&#228;che mit Leo –, d.h. bei dieser ganz individuellen Reisegestaltung (trotz Gruppenreise), erschreckt dieser laute Massenbetrieb erst mal. Das Hotel ist baulich sehr sch&#246;n wie ein kleines Dorf angelegt, die Lage am Strand absolute Spitze, aber in dem Hauptrestaurant geht es zu wie in einer Kantine, allein schon von der Ger&#228;uschkulisse her. Dazu kommen die &#246;ffentliche Animation, die vielen anderen Touristen, die nicht hier sind, um Cuba kennen zu lernen, sondern um ein paar Tage m&#246;glichst billig unter karibischer Sonne zu entspannen und gerne schon morgens um zehn den ersten Mojito bestellen und &#228;hnlich f&#252;r uns erst mal Ungewohntes. Doch bald entdecken wir auch hier authentisch cubanischen Charme. Vor allem in der Snack-Bar, wo es nicht ungew&#246;hnlich ist, auf einen Hot Dog fast eine Stunde zu warten, da der Koch nat&#252;rlich nicht in der Lage ist, seinen gro&#223;en Ofen mit mehreren Teilen gleichzeitig zu best&#252;cken und au&#223;erdem muss er unbedingt noch vorher mit einem Kollegen plaudern, da der sich sonst wom&#246;glich langweilen w&#252;rde. Das Unterfangen, nachmittags an ein Eis zu gelangen, setzt umfangreiche Spanischkenntnisse voraus und diverse Angestellte in Bewegung. Bis noch ein L&#246;ffel dazu aufgetrieben wird, kann die kostbare Abk&#252;hlung schon geschmolzen sein.<br />
Aber auch wir gew&#246;hnen uns ans tr&#228;ge Strandleben. Es sind uns ja eh nur zwei ganze Ruhetage verg&#246;nnt, denn zun&#228;chst einmal steht noch die Stadtbesichtigung von Trinidad an.</p>
<p><img align="right" title="Cuba" id="image834" alt="Cuba" src="http://www.frosch-blog.de/wp-content/uploads/2007/05/ss_Foto-17.jpg" />Wundersch&#246;n mit ihren pastellfarbenen niedrigen H&#228;usern ist die Kolonialstadt Trinidad del Mar. Nachdem wir noch von einem Aussichtsturm in der N&#228;he die Sicht auf die umliegenden Zuckerrohrplantagen, die Zuglinie und die nahen Berge auf der einen Seite sowie das Meer auf der anderen genossen haben, den Ansturm der H&#228;ndlerinnen vor dem Turm &#252;berstanden haben und uns mit noch einer, diesmal selbst gemahlener, Zuckerrohrmilch gest&#228;rkt haben, f&#252;hrt uns Leo durch die mit Kopfstein bepflasterten Gassen der kleinen Stadt, zeigt uns die Kirchen und organisiert eine Museumsf&#252;hrung. Im Museo Romántico an der Plaza Mayor k&#246;nnen wir anhand der ausgestellten M&#246;bel und Hausrats nachvollziehen, wie gut es sich die Kolonialherren haben gehen lassen.</p>
<p>In Trinidad irritieren vor allem die vielen Menschen, vorwiegend Frauen, die offensichtlich gezielt Gruppen ansprechen und nach Seife, Kugelschreibern, Kleidung und &#228;hnlichem fragen. Zwar waren wir auf solche Bitten vorbereitet, aber nicht darauf, dass man sich dann mit einem Seifenst&#252;ck etwa nicht zufrieden geben w&#252;rde. Sobald man etwas gibt, nimmt die Zahl der Bettler zu und die bereits beg&#252;nstigte Person verlangt noch mehr und wird geradezu aggressiv. Allem Anschein nach wird hier nicht gebettelt, um die eigene Not zu lindern, sondern um Ware zusammenzutragen, die sich hinterher auf dem Schwarzmarkt gut verkaufen l&#228;sst. Sp&#228;ter best&#228;tigt Leo diese Beobachtung und r&#228;t davon ab, etwas zu geben, da dadurch seiner Ansicht nach die Anzahl der Bettler nur potenziert werde.</p>
<p><img align="right" title="Cuba" id="image818" alt="Cuba" src="http://www.frosch-blog.de/wp-content/uploads/2007/05/ss_20.jpg" />Dass gleichzeitig eine gewisse Not herrscht, die die Menschen alles Verwertbare auch nutzen l&#228;sst, merkt man als Tourist oft nur an kleinen, scheinbar unbedeutenden Situationen. So finde ich z.B. zuf&#228;llig in meiner Jackentasche ein altes Einwegfeuerzeug, als Samuels Neffe, den wir Samstagabends samt Samuel in Trinidad treffen, zu einer Zigarette greift. Ich will ihm Feuer geben, in dem Moment geht das Feuerzeug kaputt, das R&#228;dchen, an dem man dreht, bricht irgendwie raus. Nun w&#252;rde unsereins das Billigding gleich wegwerfen, doch Samuel steckt es sorgf&#228;ltig ein, es wird repariert werden. Zudem wundert er sich sehr dar&#252;ber, dass ich, als Nichtraucherin, &#252;berhaupt ein Feuerzeug dabei habe. Gelegenheit, die eigenen Konsumgewohnheiten doch noch mal zu &#252;berdenken, die in so krassem Gegensatz zu dem stehen, was in Cuba m&#246;glich ist. Und: Wie w&#252;rden die Cubaner darauf reagieren, herrschte hier von heute auf morgen der Kapitalismus? Diese offene Frage beunruhigt in dem Land sicherlich viele, die schon bei seinen Fernsehansprachen beobachten k&#246;nnen, wie hinf&#228;llig ihr máximo líder Fidel Castro mittlerweile wirkt. Denn wer und was kommt danach?</p>
<p>Auch wenn diese Cuba-Reise f&#252;r den ein oder anderen mehr Fragen mit auf den Heimweg gibt, als er anf&#228;nglich hatte, genie&#223;en wir die letzten Tage recht unbeschwert. Unvergesslich auch die Katamaranfahrt nach Cayo Blanco, einer kleinen, etwa 30 bis 40 Kilometer der K&#252;ste vorgelagerten Insel, die so richtig nach Karibik-Reiseprospekt aussieht. Wir erleben schnorchelnd die Korallen- und Fischwelt, essen eine wunderbare Paella, zum Teil auch Hummer, an Tischen im wei&#223;en Sand, &#252;ber unsere F&#252;&#223;e huschen Warane in der Hoffnung auf den ein oder anderen Kr&#252;mel, mit dem restlichen Brot f&#252;ttern wir Cutías und im Wasser tummeln sich Pelikane. Auch ein riesiger roter Seestern ist zu bestaunen. Leo und Ernesto haben sich f&#252;r drei Tage verabschiedet; unser cubanischer Reisef&#252;hrer d&#252;rfte die Katamaranfahrt gar nicht mitmachen – er k&#246;nnte ja versuchen, aus Cuba zu fliehen&#8230;</p>
<div style="text-align: center"><img id="image819" alt="Cuba" src="http://www.frosch-blog.de/wp-content/uploads/2007/05/ss_21.jpg" /></div>
<div style="text-align: center"><img id="image820" alt="Cuba" src="http://www.frosch-blog.de/wp-content/uploads/2007/05/ss_22.jpg" /></div>
<p>Die n&#228;chsten beiden Abende erproben wir Trinidads Nachtleben. Unvergesslich die authentisch cubanische Disco Fresa y Chocolate, wo im Innenhof eines altehrw&#252;rdigen Geb&#228;udes nicht nur reine Salsakl&#228;nge gen Sternenhimmel steigen, auch zu Reggaeton (neue Form des Reggae, gemischt mit Rap, Dancehall, Hip-Hop und Salsa) und &#228;hnlichem wird abgetanzt, und zwar eng, eng, eng. Was so zu beobachten ist, grenzt an offenem Sex auf der Tanzfl&#228;che, dabei kreisen die selbst mitgebrachten Rumflaschen. Absolut abschreckend sind hier allerdings die Toiletten – die Details aus Frauen- und M&#228;nnersicht werden hinterher noch gerne ausgetauscht.<br />
Am n&#228;chsten Tag zieht es uns in die eher auch von Touristen lebende Disco Ayala, da der Eintritt von 10 Pesos f&#252;r Einheimische doch sehr hoch ist – auch wenn die Getr&#228;nke daf&#252;r frei sind. Hier, in Las Cuevas beeindruckt vor allem das der nat&#252;rlichen H&#246;hlenumgebung zu verdankende Ambiente. Einmalig sch&#246;n, diese H&#246;hlendisco.</p>
<p>Am Sonntag holt uns Leo wieder ab, auf der R&#252;ckfahrt nach La Havanna besichtigen wir noch Cienfuegos, eine, im Gegensatz zum nicht wesentlich gr&#246;&#223;eren Santa Clara, recht herausgeputzte Stadt, da hier, dank der ans&#228;ssigen Industrie, anscheinend Geld vorhanden ist, die Stadt zu pflegen und viele der sch&#246;nen Kolonialstilh&#228;user zu renovieren.<br />
Zur&#252;ck in Havanna erleben wir noch das Abenteuer „Restaurantbesuch auf eigene Faust und im Dunkeln“. Leo empfiehlt uns ein Lokal, das wir trotz genauer Beschreibung nur mit M&#252;he und Nachfragen finden – denn es ist wegen Renovierungsarbeiten geschlossen und es gibt au&#223;en (nat&#252;rlich) kein Schild. Die Dame, die uns diese Auskunft erteilt, empfiehlt uns ein anderes in einem Galicischen Kulturclub, nur wenige Ecken entfernt. Auch hierhin finden wir nur nach mehrmaligen Fragen auf der Stra&#223;e, entscheiden uns aber angesichts der bereits auf einen freien Tisch wartenden Schlangen dagegen, dort zu essen. Es ist Valentinstag – ob daher die Cubaner verst&#228;rkt essen gehen? Denn ansonsten ist schlie&#223;lich ein ganz normaler Montagabend. Als wir uns schlie&#223;lich in einem katalanischen Lokal niederlassen, knurrt uns der Magen und wir w&#252;rden gerne schnell essen. Aber Geduld muss man in Cuba bei so ziemlich allem mitbringen. Weit &#252;ber eine Stunde warten wir auf simple Kartoffeltortillas und &#228;hnliches. Nicht als Entsch&#228;digung, sondern weil der 14. Februar ist, erhalten die Damen zum Abschied immerhin eine Blume und die Herren, wie ungerecht!, eine Zigarre. Wir beenden die Soirée mit einem Daiquiri mit Hemingway, der in Bronze in El Floridita an der Theke steht. Hier geht es schnell mit der Bedienung. Daf&#252;r sind wir in der eleganten, &#252;berteuerten Bar aber auch fast die einzigen G&#228;ste. Au&#223;er Touristen verl&#228;uft sich hier niemand her.</p>
<p><img align="right" title="Cuba" id="image822" alt="Cuba" src="http://www.frosch-blog.de/wp-content/uploads/2007/05/SS_25.jpg" />Mein erstes Erlebnis am n&#228;chsten Morgen besteht in einem Bankbesuch. Die Geldinstitute &#246;ffnen eine Stunde sp&#228;ter als eigentlich vorgesehen. Wir Leo mir sp&#228;ter erkl&#228;rt, gehen auch die Schulkinder derzeit eine Stunde sp&#228;ter in die Schule, um die wegen Stromproblemen nicht vollzogene Umstellung auf die Winterzeit auszugleichen (es sind derzeit nur f&#252;nf, keine sechs Stunden Zeitunterschied zu Europa). Auch wenn man bereits vor der &#214;ffnung da ist und bereits als Zweite dran w&#228;re, darf man sich auf Wartezeiten gefasst machen. Denn bevor die Kunden bedient werden, m&#252;ssen nach dem Aufschlie&#223;en der T&#252;r erst mal die Computer (sofern vorhanden) hochgefahren und die Erlebnisse des Wochenendes ausgetauscht werden. Etwa 10 Minuten nach &#214;ffnung beginnt dann der Betrieb und der erste Kunde von vieren, die zun&#228;chst eingelassen wurden (es gibt innen noch mal vier Wartest&#252;hle), wird bedient. Dass ich das erleben durfte, habe ich der Tatsache zu verdanken, dass die Bankautomaten au&#223;en au&#223;er nationalen Karten nur Visa-Kreditkarten akzeptieren, keine Master-Card. Und dass mein Bargeld nicht mehr ausgereicht h&#228;tte, den ausgiebigen Einkaufsbummel durch Havanna zu finanzieren. Aber, wie sich erst bei der Abrechnung herausstellte, hat sich der Gang auch finanziell gelohnt. Der Wechselkurs war erheblich g&#252;nstiger als der Bar-Wechselkurs im Hotel.</p>
<div style="text-align: center"><img id="image823" alt="Cuba" src="http://www.frosch-blog.de/wp-content/uploads/2007/05/ss_27.jpg" /></div>
<div style="text-align: center"><img id="image821" alt="Cuba" src="http://www.frosch-blog.de/wp-content/uploads/2007/05/SS_24.jpg" /></div>
<p>Der letzte Tag vergeht schnell mit der Besichtigung der Zigarrenfabrik Partagás, einem ausgiebigen Spaziergang durch die Altstadt, dem Mittagessen auf der Dachterrasse eines an der Plaza de Armas gelegenen Traditionshotels (Wartezeit!), dem Besuch des Malecóns und dem Schie&#223;en der letzten Bilder – denn, fotografierenswert erscheint irgendwie alles, egal wohin man blickt, sieht man Traumwelten. Die allerdings betr&#228;chtlich stinken. Nach 14 Tagen auf dem Land empfinde ich Havanna als laut und &#252;belriechend, auch wenn malerisch f&#252;rs Auge. Beim Abendessen im China-Town versuchen wir nochmals (der Gro&#223;teil der Gruppe hatte das bereits am ersten Abend in Havanna getan) dem chinesischen Kellner beizubringen, dass 10 Prozent (Umsatzsteuer) nicht unbedingt 10 Pesos entspr&#228;chen, aber diese Logik ist f&#252;r ihn nicht ganz nachvollziehbar.<br />
Der dreisteste und g&#228;nzlich uncharmante Versuch, Touristen auszunehmen, begegnet uns am Flughafen auf der Damentoilette in Form von zwei Frauen, die eine Art Sperre errichtet haben und nur durchlassen wollen, wer ihnen zwei Euro f&#252;rs Toilettenpapier gibt. Bei manchen sind sie tats&#228;chlich erfolgreich&#8230;<br />
Doch davor genie&#223;en wir noch einen letzten Cocktail auf der Veranda des Inglaterra und verabschieden uns etwas wehm&#252;tig von unserem Leo und von Ernesto, der uns so ruhig und sicher durch sein Land chauffiert hat. Obwohl der ein oder andere von uns Spanisch spricht, sind wir mehrheitlich sicher, dass es optimal war, diese Reise nicht individuell durchgef&#252;hrt zu haben, da man dabei doch sehr viel Zeit allein auf so banale Dinge wie Essensbeschaffung verwenden m&#252;sste, ganz zu schweigen von der sonstigen Organisation. Es war eine Traumreise, deren viele Eindr&#252;cke mich sicher noch lange besch&#228;ftigen werden.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.frosch-blog.de/reisebericht-cuba-kuba/835/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>

