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	<title>Frosch-Blog Reiseberichte Sportreisen und Skiurlaub &#187; Fernreisen</title>
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	<description>Reiseberichte über Sportreisen, Singlereisen, Eltern-Kind-Reisen und Wintersport</description>
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		<title>Chile – spektakul&#228;r</title>
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		<pubDate>Tue, 04 May 2010 10:38:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>zwob</dc:creator>
				<category><![CDATA[Chile]]></category>
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		<category><![CDATA[Startseite]]></category>

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		<description><![CDATA[„Chile aktiv“ - so hei&#223;t die Reise, die ich Ende 2009 absolviert habe. Als "Neufrosch" nur mit diffusen Vorahnungen, was mich dabei erwartet. „Chile – spektakul&#228;r“ - so lautet mein Fazit - so viele fantastische Eindr&#252;cke, imposante Natur und interessante Begegnungen... aber der Reihe nach [...]
<p><img class="centered" src="http://www.frosch-blog.de/wp-content/uploads/2010/05/reisebericht-4-tag3.jpg" alt="" width="480" height="360" /></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Reisebericht von Heiko Egenolf </strong>(heiko.egenolf at web.de)<strong><br />
FROSCH Reiseziel <a href="http://www.frosch-sportreisen.de/fernreisen/rundreise-chile.asp">Chile &#8211; aktiv</a></strong></p>
<p>„Chile aktiv“ &#8211; so hei&#223;t die Reise, die ich Ende 2009 absolviert habe. Als &#8220;Neufrosch&#8221; nur mit diffusen Vorahnungen, was mich dabei erwartet. „Chile – spektakul&#228;r“ &#8211; so lautet mein Fazit &#8211; so viele fantastische Eindr&#252;cke, imposante Natur und interessante Begegnungen&#8230; aber der Reihe nach:</p>
<p><strong>14.11.2009 &#8211; Ankunft in Santiago de Chile</strong><br />
Wenn man es nach gut 13 Stunden Flug schafft, sich aus dem Flugzeugsitz zu entfalten, ist man aus dem mitteleurop&#228;ischen Schmuddelherbst mitten im Fr&#252;hsommer gelandet. 25 °C und blauer Himmel lassen die Strapazen des langen Fluges schnell vergessen. Von den acht Teilnehmern der Gruppe finden sich am Flughafen allerdings nur sieben ein. Nr. 8 hat offensichtlich Probleme mit dem innereurop&#228;ischen Zubringerflug nach Madrid gehabt und muss nun einen Tag sp&#228;ter anreisen. Also brechen wir zu siebt auf und fahren ins Hotel Espana. 4 Sterne &#8230; in Chile bekommt man offensichtlich einen pro Zimmerwand &#8211; jedenfalls ist das Hotel eher &#228;ltlich und trist. Naja, zum schlafen wird&#8217;s reichen. Die Stadtrundfahrt beginnt mit einem Pflichtpunkt: die Auffahrt auf den Cerro San Cristobal, einen der Hausberge von Santiago, der eine fantastische Aussicht auf die Stadt und die dahinter aufragenden Andengipfel bietet.<br />
Danach geht&#8217;s zum Mittagessen. Margareta, unsere Reiseleiterin, legt uns die K&#246;nigskrabbe ans Herz, die hier „noch besser schmeckt als in Punta Arenas“, wo sie aus dem Meer geholt wird. Wirklich ein imposantes Tier, das da vor unseren Augen mundgerecht zerlegt wird. Aber viel Verpackung bietet manchmal nur wenig Inhalt &#8211; Ivo und ich sind um eine Erfahrung reicher, aber um jeweils 40 Euro &#228;rmer. Das Preis-Leistungs-Verh&#228;ltnis f&#252;hrt uns zu dem Schluss, es nicht auf den Vergleich mit Punta Arenas ankommen zu lassen.<br />
Nach dem Essen laufen wir &#252;ber die Plaza de Armas und sehen Kathedrale und Markthalle von innen, den Regierungssitz La Moneda dagegen nur von au&#223;en. Einen Cortado sp&#228;ter haben wir die Sehensw&#252;rdigkeiten der Innenstadt durch und fragen Margarete, was man nun noch unbedingt von Santiago sehen muss, wenn man nur diesen einen Tag hat. Daraufhin nimmt sie uns per Metro mit &#8211; ins Business-Viertel! Die moderne &#196;sthetik der Glast&#252;rme kann voll zur Geltung kommen, denn es ist Samstag, keiner arbeitet und daher haben wir die Stra&#223;en f&#252;r uns. Zwei Pisco Sour in einem Café helfen bei der Entwicklung der n&#246;tigen Gelassenheit&#8230;<br />
Wir beschlie&#223;en den Tag im Hotel mit ein paar Flaschen Rotwein der Marke „Casillero del Diablo“ &#8211; quasi als Vorbereitung f&#252;r den n&#228;chsten Tag&#8230;</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-3447" title="reisebericht-(1)--tag1" src="http://www.frosch-blog.de/wp-content/uploads/2010/05/reisebericht-1-tag1.jpg" alt="" width="480" height="360" /></p>
<p><strong>15.11.2009 &#8211; Ausflug ins Maipo-Tal</strong><br />
Sonne und strahlend blauer Himmel begr&#252;&#223;en uns. Wir k&#246;nnen das Wetter ausgiebig genie&#223;en bei unserem Fr&#252;hst&#252;ck, das wir im Freien auf der Plaza de Armas einnehmen&#8230; m&#252;ssen, denn die Dame, die in unserem Hotel (zur Erinnerung: 4 Sterne!) f&#252;r Fr&#252;hst&#252;ck sorgen sollte, ist einfach nicht gekommen&#8230; Katrin bot zwar an, selbst Hand anzulegen und zumindest Kaffee zu kochen, aber der junge Mann an der Rezeption hat keinen Schl&#252;ssel f&#252;r den Speiseraum.<br />
Heute begleitet uns Jimena in das Tal des Maipo-Flusses, wo wir eine Wanderung zur Cascada de las Animas unternehmen. Da der Wasserfall auf Privatland liegt, d&#252;rfen wir nicht alleine los, sondern m&#252;ssen, wie alle anderen auch, bis 12 Uhr auf unsere Guides warten. Und dann geht es wie im Almauftrieb herdenm&#228;&#223;ig bergan &#8211; bei mittlerweile 30 °C recht schwei&#223;treibend. Doch auf dem R&#252;ckweg bietet sich die Gelegenheit zu einem erfrischenden Bad unter einem Wasserfall.<br />
Anschlie&#223;end fahren wir zum Mittagessen ins Restaurant „La vaquita echá“. Dort machen wir Bekanntschaft nicht nur mit Marc, unserem bisher noch fehlenden Mitreisenden, sondern auch mit den Steaks „a lo pobre“ &#8211; mit gebratenen Zwiebeln, Spiegelei und Pommes frites. Klingt komisch, schmeckt aber gut &#8211; und ist deutlich reichhaltiger (und preiswerter) als die K&#246;nigskrabbe.<br />
Zum Digestif fahren wir ins Weingut Concha y Toro. Bei einer kleinen Tour sehen wir dann auch den „Casillero del Diablo“, den Teufelskeller. Ein paar der hier lagernden guten Tropfen d&#252;rfen wir anschlie&#223;end auch probieren.<br />
Wir lassen den Tag in einer Kneipe im K&#252;nstlerviertel Bellavista ausklingen, mit herrlichem Blick auf das abendliche „Andengl&#252;hen“. Zu diesem Zeitpunkt ahnt wohl niemand, dass dies der einzige Tag des Urlaubs mit „kurze-Hose-Wetter“ gewesen sein wird&#8230;</p>
<p><strong>16.11.2009 &#8211; Flug nach Punta Arenas</strong><br />
Aus dem Flugzeug heraus gibt es leider nicht viel zu sehen. Wo gestern noch blauer Himmel war, ist heute alles voller Wolken – &#252;ber der kompletten s&#252;dlichen H&#228;lfte des Landes.<br />
Auf halber Strecke machen wir eine Zwischenlandung in Puerto Montt. Die hier zusteigenden Passagiere haben alle dicke Winterm&#228;ntel an und sind damit passend gekleidet zur Ansage des Kapit&#228;ns vor der Landung in Punta Arenas. Wir vergewissern uns gegenseitig, und jeder hat „f&#252;nf Grad“&#8221; verstanden&#8230; Im Flughafen erwartet uns als neuer Reiseleiter Sebastian &#8211; und au&#223;erhalb der „patagonische Fr&#252;hsommer“: grauer Himmel, besagte 5 °C und eine sehr frische „Brise“. Wir lernen schnell, dass die Windst&#228;rken-Skala an diesem Ende der Welt ein wenig anders eingeteilt ist als in Mitteleuropa.<br />
Als wir die Kolonie Magellan-Pinguine am Seno Otway besuchen, f&#228;ngt es auch noch an zu regnen. Wir fahren weiter durch die endlose patagonische Steppe in Richtung Puerto Natales, und diese Stra&#223;e will offenbar genauso wenig enden wie der Regen, der mittlerweile aus tiefh&#228;ngenden dunklen Wolken f&#228;llt. Nach einer gewissen Zeit sieht man die Tristesse nicht mehr, da die Scheiben unseres Busses anlaufen. Gegen 21 Uhr sind wir in Puerto Natales. Nach einem Kaffee zum Aufw&#228;rmen geht es weiter zu unserem Zeltcamp&#8230; &#228;hem, wer will eigentlich bei diesem Wetter zelten? Es liegen noch ca. 80 km Schotterpiste vor uns. Irgendwann wird es dunkel. Kurz vor dem Ziel dann auch noch eine Reifenpanne am Gep&#228;ckanh&#228;nger. Unser Fahrer José ist nicht zu beneiden, in der Dunkelheit und bei Regen den Reifen wechseln zu m&#252;ssen. Kommen wir noch irgendwann an? … ja, endlich, um 23:30 Uhr. Der Dauerregen hat die Einfahrt zu unserem Zeltplatz derart aufgeweicht, dass wir mit unserem Gep&#228;ck zu Fu&#223; ein St&#252;ck durch die matschige Wiese d&#252;rfen. Naja, erstmal zu den Zelten &#8211; dort stehen sie&#8230; aber keine gro&#223;en Gemeinschaftszelte, sondern schicke kleine „Dackelgaragen“ &#8230; nochmal naja, g&#246;nnen wir uns nun in unserem „Speiseraum“ die in Aussicht gestellte warme Suppe. Die Suppe ist auch warm &#8211; aber leider der Speiseraum nicht! Der ist auf Au&#223;entemperatur, und so sitzen wir mit Jacke, M&#252;tze und kondensierendem Atem vor unserem Teller. Man kann schlingen, wie man will, aber die Suppe erreicht schneller Raumtemperatur als wir den Boden des Tellers&#8230; Die Aussicht, nun vier Tage bei konstant ca. 5 °C verbringen zu d&#252;rfen, befl&#252;gelt mich nicht wirklich, da ich eine Erk&#228;ltung ausbr&#252;te, die ich mir wohl auf dem Langstreckenflug eingefangen habe. Ich ahne aber, warum Frosch diese Reise in Kooperation mit Aventoura unternimmt &#8211; das hier entwickelt sich wirklich zum Abenteuer! Kurz vor 1 Uhr nachts kriechen wir endlich in unsere Schlafs&#228;cke&#8230;.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-3448" title="reisebericht-(4)---tag3" src="http://www.frosch-blog.de/wp-content/uploads/2010/05/reisebericht-4-tag3.jpg" alt="" width="480" height="360" /></p>
<p><strong>17.11.2009 &#8211; Torres del Paine Nationalpark, Tag 1</strong><br />
Irgendwann in der Nacht hat der Regen aufgeh&#246;rt. Als wir um halb acht aus dem Zelt kriechen, sehen wir zwei Dinge, die uns in der Dunkelheit der Nacht entgangen sind: zu einen ist die Wiese voller Tretminen. Ein kleines Kalb, das wohl auch zu den Verursachern geh&#246;rt, glotzt uns neugierig an.<br />
Zum anderen aber ist es die spektakul&#228;re Naturkulisse unseres Campingplatzes: die Wolken geben langsam den Blick frei auf das Paine-Massiv, das in ca. 30 km Entfernung mehr als 2000 m aus der Ebene aufragt. Nachdem die ersten Fotos geschossen sind, genie&#223;en wir das Fr&#252;hst&#252;ck, das unser Koch Luis f&#252;r uns zaubert. Angesichts der &#8220;improvisierten&#8221; K&#252;che kann man seine K&#252;nste gar nicht hoch genug bewerten, denn es gibt eine wirklich reichhaltige Auswahl mit frischem Obst, R&#252;hrei, Cornflakes, etc.  Besser als in so manchem 4-Sterne-Hotel&#8230; aber diese H&#252;tte in Santiago hat wohl schon jeder vergessen.<br />
So gest&#228;rkt machen wir uns auf in den Nationalpark. Eine erste kurze Wanderung einen H&#252;gel hinauf, und wir stehen am Mirador Condor. Der Ausblick ist gigantisch: die Cuernos del Paine und der Paine Grande liegen direkt vor uns, nun wolkenfrei, und zu F&#252;&#223;en dieser bizarr geformten Berge der Lago Pehoe &#8211; in einem T&#252;rkisblau, gegen das jede Karibiklagune alt aussieht. Einen Vorteil h&#228;tte eine solche Lagune allerdings: das Wetter. Auf dem H&#252;gel bl&#228;st ein Wind, der durchaus Flugversuche mit halb ge&#246;ffneten Jacken zul&#228;sst (f&#252;r patagonische Verh&#228;ltnisse also ein leichtes S&#228;useln &#8230;). Gar nicht so leicht, sich f&#252;r ein Foto in Position zu stellen ohne umzufallen.<br />
Wir setzen mit dem Boot &#252;ber den Lago Pehoe &#252;ber, um dort eine weitere Wanderung zu unternehmen. Die Sonne ist schon wieder weg, und der Windchill kommt richtig zur Geltung. Solange man aber in Bewegung bleibt, geht es. Wir umrunden das Massiv des Paine Grande. Die Gipfel sind derart zerkl&#252;ftet und in d&#252;nne Wolken eingeh&#252;llt, das man meint, in einer Kulisse von „Herr der Ringe“ zu wandern. Die windgebeugten B&#228;ume tun ihr &#252;briges dazu. Nach zwei Stunden sind wir am Ziel und k&#246;nnen wir in ca. 3 km Entfernung den Grey-Gletscher bewundern, der sich in den gleichnamigen See schiebt und diesen mit blau schimmernden Eisbergen f&#252;ttert.<br />
Zur&#252;ck im Zeltcamp wartet noch ein Highlight auf uns: Luis&#8217; 3-G&#228;nge-Men&#252;, das wirklich ausgezeichnet und reichhaltig ist. Wie macht der Mann das blo&#223; in dieser kleinen K&#252;che? Es schmeckt jedenfalls klasse &#8211; und es k&#246;nnte so richtig gem&#252;tlich sein, wenn der Raum auch noch warm w&#228;re&#8230; Sebastian erz&#228;hlt uns, dass der Aufbau eines Ofens nur knapp gescheitert ist (ein entscheidendes Teil wurde in Punta Arenas vergessen&#8230;). Daher m&#252;ssen wir wieder in voller Outdoor-Montur essen &#8211; und den Rotwein am Kaminfeuer in der K&#252;che aufw&#228;rmen, um ihn auf Trinktemperatur zu bringen! Und je nachdem, wie lange das geschieht, geht das ganze dann eben mehr in Richtung Gl&#252;hwein&#8230;</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-3449" title="reisebericht-(3)---tag4" src="http://www.frosch-blog.de/wp-content/uploads/2010/05/reisebericht-3-tag4.jpg" alt="" width="480" height="320" /></p>
<p><strong>18.11.2009 &#8211; Torres del Paine Nationalpark, Tag 2</strong><br />
Da meine Erk&#228;ltung mich noch im Griff hat, kl&#228;re ich mit Sebastian ab, dass ich heute aufs wandern verzichte und stattdessen mit José im Bus mitfahren m&#246;chte. Das ist kein Problem, und so setzen wir den Rest der Gruppe zur 4-Stunden-Wanderung in Richtung Laguna Verde ab. José und ich fahren mit dem Bus zum Endpunkt der Wanderung. Das ist immerhin auch eine Zwei-Stunden-Tour, da wir einmal komplett um den gro&#223;en Lago Sarmiento herum m&#252;ssen. Leider sind meine Spanisch-Kenntnisse nicht die umfangreichsten, aber dennoch klappt die Verst&#228;ndigung mit José gut. Und die Fahrt entwickelt sich zu einem einzigartigen Erlebnis. St&#228;ndig begegnen wir der anderen Vertretern der Tierwelt des Parks: Magellang&#228;nse, Schwarzhalsschw&#228;ne, Nandus und jede Menge Guanakos. Wir fahren weiter ostw&#228;rts um den See herum und kommen so in entlegenere Teile des Parks. Die Sonne kommt heraus, und beim Blick nach Osten sieht man nun schon bis nach Argentinien hinein. Ich bitte José um einen Fotostopp, als ein Gaucho postkartengerecht mit dem Paine-Massiv im Hintergrund durch die Pampa reitet. Als er &#252;ber den n&#228;chsten H&#252;gel verschwunden ist, genie&#223;e ich einfach die Aussicht auf die Landschaft und mache pl&#246;tzlich eine Erfahrung, die sich kaum wirklich beschreiben l&#228;sst: Stille. Absolute Stille. Kein Vogel, kein Wind &#8211; kein Auto und auch sonst kein Mensch. Einfach nichts &#8211; nur der „sound of silence“ &#252;ber einer rauen, aber unheimlich sch&#246;nen Landschaft, die einen in ihren Bann zieht. Das ist es wohl, was Bruce Chatwin in seinem Buch „In Patagonien“ schreibt: „Diese Erde ist eine unbarmherzige Liebhaberin. Sie verhext. [...] Sie nimmt Sie in ihre Arme und l&#228;sst Sie nie wieder gehen.“<br />
José und ich kommen schlie&#223;lich am Treffpunkt an und nutzen die verbleibenden Stunden bis zum Eintreffen der Gruppe f&#252;r ein Nickerchen im Bus (sp&#228;ter am Abend l&#228;uft die Diskussion, wer von uns beiden nun wen durch Schnarchen vom Schlafen abgehalten hat!).Beim Abendessen feiern wir noch Christians Geburtstag &#8211; irgendwoher zaubert Luis sogar einen Kuchen mit Kerze hervor!</p>
<p><strong>19.11.2009 &#8211; Torres del Paine Nationalpark, Tag 3</strong><br />
Der Tag beginnt mit klarem blauen Himmel und bester Sicht auf das Paine-Massiv von unserem Zeltplatz aus. Von den Wanderungen steht heute das Highlight an: es geht zur „Base de las Torres“. Vier Stunden pro Weg und gute 700 H&#246;henmeter gilt es zu &#252;berwinden f&#252;r den Blick auf die Granitt&#252;rme, die dem Park ihren Namen geben. Aber erstmal m&#252;ssen wir 1,5 Stunden durch den Park fahren, bis wir am Startpunkt sind. Dabei &#252;berqueren wir den Rio Paine auf einer Br&#252;cke, bei der ein Warnschild darauf hinweist, dass es wohl besser ist, wenn Fahrzeug und Passagiere die &#220;berquerung getrennt vornehmen&#8230; Einige von uns gehen auf Nummer sicher und nehmen daher ihren Rucksack mit aus dem Bus. Nachdem Mensch und Material heil &#252;ber die Br&#252;cke gekommen sind, k&#246;nnen wir dann starten. Die ersten 200 H&#246;henmeter sind recht schnell &#252;berwunden. Der Blick zur&#252;ck geht &#252;ber die Weiten des Parks, und nach vorne blickt man bald hinein ins Tal des Rio Ascensio. Nur eine kleine Biegung in das Tal hinein, und mit einem mal ist es wieder angeschaltet: das patagonische Kaltluftgebl&#228;se, Stufe 4&#8230; Wir gehen hinab bis zum Fluss (die 700 H&#246;henmeter sind also eine rein mathematische Angabe) und machen dort Rast. Am Fluss ist es sch&#246;n sonnig und windgesch&#252;tzt. Anschlie&#223;end geht es f&#252;r eine gute Stunde auf und ab durch einen zauberhaften Lenga-Wald, der einen wieder an &#8220;Herr der Ringe&#8221; erinnert. Am Ende des Waldes ein Schild: noch 45 Minuten bis zum Ziel. Aber die haben es in sich, denn es geht nun steil bergauf, durch die Mor&#228;ne eines Gletschers, der schon l&#228;ngst nicht mehr da ist. Trotz der teilweise riesigen Felsbrocken ist aber ein guter Weg angelegt. Der Gro&#223;teil der Gruppe sprintet diesen Hang hinauf, dass selbst Bergziegen blass w&#252;rden. Ich dagegen bilde keuchend und immer noch erk&#228;ltet mit Sebastian die Nachhut. Er beruhigt mich aber dahingehend, dass wir ein absolut normales Tempo gingen. Offensichtlich ist der durchschnittliche Fitnessgrad der Gruppe diesmal ungew&#246;hnlich hoch.<br />
Auch Sebastian und ich kommen schlie&#223;lich ans Ziel, und der Ausblick auf die drei Granitt&#252;rme, die vor einem in den Himmel ragen, ist schlicht atemberaubend. W&#228;hrend wir unsere Brotzeit genie&#223;en, f&#228;ngt besagter Himmel leider an, sich zuzuziehen und die Spitzen der T&#252;rme allm&#228;hlich in Wolken einzuh&#252;llen. Das sind nur die Vorboten eines pl&#246;tzlichen Wetterumschwungs: innerhalb weniger Minuten f&#228;llt die Temperatur merklich und ein paar Schneeflocken tanzen durch die Luft. Die Torres sind nun fast nicht mehr zu sehen, und so machen wir uns auf den R&#252;ckweg. Auch hier laufen die „Bergziegen“ wieder schnell einen Vorsprung heraus. Nach halber Strecke treffen wir uns alle im Refugio Chileno, um mit einem leckeren Cerveza Austral ein paar Kalorien aufzuf&#252;llen. Beeindruckt von dem, was wir gesehen haben, bauen wir aus den leeren Dosen die Torres-Landschaft nach (inklusive See und Kondor).<br />
&#220;berfl&#252;ssig zu erw&#228;hnen, dass die Bergziegen-Fraktion auch den Rest der Strecke deutlich schneller zur&#252;cklegt, Sebastian und ich bilden wieder die Nachhut. Wir haben viel Zeit f&#252;r eine gute Unterhaltung, bei der ich ihm vorschlage, all die Anekdoten, die er uns aus seinen knapp 10 Jahren in Patagonien erz&#228;hlt hat, als Buch zu ver&#246;ffentlichen. Schlie&#223;lich kann er wirklich gut erz&#228;hlen (und nach der Chatwin-Lekt&#252;re glaube ich mehr denn je an einen Erfolg!). Als wir aus dem Ascensio-Tal herauskommen und den weiten Blick auf den Park genie&#223;en, der nun im warmen Abendlicht vor uns liegt, ist sie wieder greifbar: diese faszinierende Stille. Sebastian findet eine andere treffende Bezeichnung daf&#252;r: „die Ruhe vor dem Sturm“&#8230;<br />
Erst kurz nach 21 Uhr sind wir zur&#252;ck im Camp. Ein wie immer exzellentes Men&#252; à la Luis ist ein perfekter Ausklang f&#252;r diesen anstrengenden, aber erlebnisreichen Tag.</p>
<p><strong>20.11.2009 &#8211; Auf nach Argentinien!</strong><br />
Zum Abschied von den Torres del Paine legt sich Mutter Natur nochmal richtig ins Zeug und bietet uns ein spektakul&#228;res Morgenlicht &#252;ber dem total wolkenfreien Paine-Massiv. Das ist wenigstens ein netter Nebeneffekt des fr&#252;hen Aufstehens, das aufgrund der langen Fahrstrecke, die heute vor uns liegt, n&#246;tig ist. Um 6:30 Uhr genie&#223;en wir das letzte Fr&#252;hst&#252;ck von Luis, und dann geht es los Richtung Grenze. Um 9:30 h sind wir dort, und hier hei&#223;t es nun Abschied nehmen von José. Wir wechseln den Bus und reisen aus Chile aus. Da das Verh&#228;ltnis zwischen Chile und Argentinien nicht so ganz unverkrampft ist, m&#252;ssen wir erst einige Kilometer durchs Niemandsland fahren, bis wir an den argentinischen Grenzposten kommen, um dort einzureisen. Die „speziellen Gepflogenheiten“ der Grenzer sind wohl auf die au&#223;ergew&#246;hnliche Lage dieses Postens zur&#252;ck zu f&#252;hren (das hier ist sicherlich nicht unbedingt ein „Karriere-Posten“&#8230;)<br />
Wir fahren stundenlang durch die argentinische Pampa&#8230; und der Begriff passt, denn es geht auf einer Schotterpiste durch eine flache, grasbewachsene Landschaft, die in ihrer Eint&#246;nigkeit mit dem grauen Himmel mith&#228;lt. Irgendwo im Nichts taucht eine Tankstelle auf. Hier biegen wir nun auf eine geteerte Stra&#223;e in Richtung El Calafate ab, wo wir um 13:30 h ankommen. Gest&#228;rkt mit ein paar Empanadas aus dem Supermarkt holen wir Iris ab, die uns als obligatorische Reiseleiterin zum Perito Moreno Gletscher begleitet. Als wir beim ersten Aussichtspunkt ankommen, regnet es wieder. Aber es h&#246;rt rechtzeitig auf, als wir unsere 90min&#252;tige Tour &#252;ber die Holzplanken starten, die zu verschiedenen Aussichtspunkten auf den Gletscher f&#252;hren. Und es ist wieder ein beeindruckendes Naturerlebnis: man steht nur ca. einen Kilometer weg von der Gletscherzunge, die an dieser Stelle mehr als drei Kilometer breit und &#252;ber 60 Meter hoch ist. St&#228;ndig knackt es irgendwo in diesen Eismassen, und immer wieder brechen kleinere oder gr&#246;&#223;ere Brocken ab, um mit ordentlichem Get&#246;se im Lago Argentino zu landen. So etwas im Bild festzuhalten, gelingt aber keinem unserer „Foto-Freaks“ (bis man das Knacken h&#246;rt, liegen die Brocken eben schon l&#228;ngst im Wasser).<br />
Wir verlassen den Perito Moreno und mit El Calafate auch wieder die Zivilisation &#8211; vor uns liegen noch gut 200 km Ein&#246;de bis zu unserem Quartier in El Chaltén. W&#228;hrend der Fahrt taucht die Abendsonne die Landschaft in ein sch&#246;nes warmes Licht. Nur die Berge liegen in den Wolken, so dass man den &#252;ber El Chaltén thronenden Monte Fitz Roy nur erahnen kann.<br />
Die Entfernungen sind schon gigantisch. Als wir um kurz vor 22 Uhr in El Chaltén eintreffen, haben wir gute 11 Stunden im Bus gesessen und &#252;ber 600 km zur&#252;ck gelegt. Von den Torres del Paine bis zum Perito Moreno sind es eigentlich nur ca. 80 km Luftlinie&#8230; wenn man so will: eine ganz spezielle „Erfahrung“ an diesem Ende der Welt&#8230;<br />
Die einzige Nacht in Argentinien noch vor uns, gehen wir zum Abschluss des langen Tages noch essen &#8211; und in Argentinien MUSS es einfach ein Steak sein! Zu den tellerf&#252;llenden Fleischst&#252;cken passen auch die Literflaschen Bier sehr gut&#8230; Salúd!</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-3451" title="reisebericht-(6)---tag7" src="http://www.frosch-blog.de/wp-content/uploads/2010/05/reisebericht-6-tag7.jpg" alt="" width="480" height="320" /></p>
<p><strong>21.11.2009 &#8211; &#8220;Auf abenteuerlichen Wegen zur&#252;ck nach Chile&#8221;</strong><br />
&#8230;so hei&#223;t es heute im Programm, und das ist wahrlich zutreffend. In El Chaltén besteigen wir einen „Volksbus“. Der ist nun schon unser drittes Gef&#228;hrt mit einem Riss in der Windschutzscheibe &#8211; das bleibt wohl nicht aus bei den vielen rumpligen Schotterpisten. &#220;ber eine solche geht es ins Hinterland bis zur Laguna del Desierto, die wir per Boot &#252;berqueren. Als wir an Land gehen, f&#228;ngt es an zu &#8211; schneien! Und zwar so stark, dass wir alle schnell Unterschlupf in einer H&#252;tte suchen. Da nun die Wanderung zur&#252;ck nach Chile losgehen soll, kramen alle ihre Regensachen hervor. Bevor wir losgehen k&#246;nnen, m&#252;ssen wir aber noch ausreisen. Also betreten wir alle die kleine H&#252;tte, in der ein besonders beflissener Grenzer alle unsere Passdaten fein s&#228;uberlich in ein Buch notiert, dessen Seiten mit korrekt vorgezeichneten Spalten versehen sind. Da an diesem Grenz&#252;bergang nur ca. 200 Leute pro Jahr vorbeikommen, und diese Eintragungen doch ein wenig eint&#246;nig sind, bem&#252;ht er sich um Smalltalk und fragt Birgit, die &#8220;from Austria&#8221; ist, wie viele K&#228;ngurus es denn bei ihr zuhause gibt&#8230; Und dann passiert es: irgendwann ist die Seite im Buch voll, und er muss umbl&#228;ttern. Auf der neuen Seite sind noch keine Spalten eingezeichnet! Das wirft unseren armen Grenzer ziemlich aus der Bahn. Aber schon nach einer Minute l&#246;st er sich aus seiner Schockstarre und greift sehr pragmatisch zum Lineal&#8230;<br />
Die Zeit, bis auf diese Weise neun Leute ausgereist sind, hat ohne &#220;bertreibung ausgereicht, dass drau&#223;en der Schnee in Sonnenschein und wieder zur&#252;ck in grauen Himmel &#252;berging. Wir lassen unser Hauptgep&#228;ck zur&#252;ck und wandern los, zun&#228;chst ein wenig bergauf, dann wird es flacher. Der Wald sieht nicht nur durch den frischen Schnee sehr m&#228;rchenhaft aus. Irgendwann unterwegs &#252;berholen uns die Pferde mit unserem Gep&#228;ck, das gut gegen die Wetterunbillen eingepackt ist. Das ist auch n&#246;tig, denn pl&#246;tzlich f&#228;ngt es wieder an zu schneien &#8211; richtig dicke Flocken, und im Nu ist alles wei&#223;. Sebastian schaut wieder durch die patagonische Wetterbrille und meint: „Wenn das so weitergeht, f&#228;ngt&#8217;s noch an zu schneien.“ Gut zwei Stunden sp&#228;ter steht irgendwo mitten im Wald tats&#228;chlich ein Grenzstein sowie Schilder, die einen &#8211; je nach Wanderrichtung &#8211; in Argentinien bzw. Chile willkommen hei&#223;en. Nach Rastpause und Gruppenfoto geht es nun langsam aber sicher abw&#228;rts. Der Wanderweg ist nun meist eine geschotterte Fahrpiste und daher nicht mehr ganz so sch&#246;n wie noch auf der argentinischen Seite. Knapp vier Stunden nach &#220;berschreiten der Grenze erreichen wir den chilenischen Grenzposten Candelaria Mansilla und sind nun endlich nicht mehr staatenlos. Die Toilette ist offiziell „Raum Nr. 15“ und mit einer akribisch genauen Inventarliste versehen, die sogar deutschen Anspr&#252;chen gen&#252;gen w&#252;rde (hier muss es wohl &#228;hnlich langweilig sein wie auf der argentinischen Seite&#8230;).<br />
Vom Grenzposten sind es noch ein paar Schritte bis zum Ufer des Lago O&#8217;Higgins, wo schon ein Boot auf uns wartet. Bevor wir das betreten, hei&#223;t es (leider) Abschied nehmen von Sebastian, der uns nun sechs Tage hervorragend, kompetent und sympathisch durch den S&#252;den Patagoniens gef&#252;hrt hat. W&#228;hrend wir &#252;ber den See schippern, muss der arme Kerl den ganzen Wanderweg wieder zur&#252;ckgehen. Insgesamt wird er schlappe vier Tage unterwegs sein, bis er wieder in zur&#252;ck in Punta Arenas ist.<br />
Nach einer knappen Stunde &#220;berfahrt erreichen wir Villa O&#8217;Higgins, wo uns mit Stefan als Reiseleiter und Fredy als Fahrer ein neues Team erwartet &#8211; und, hey, es gibt einen Bus ohne Riss in der Scheibe!</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-3452" title="reisebericht-(7)---tag8" src="http://www.frosch-blog.de/wp-content/uploads/2010/05/reisebericht-7-tag8.jpg" alt="" width="480" height="360" /></p>
<p><strong>22.11.2009 &#8211; Carretera Austral, die erste Etappe</strong><br />
In Villa O&#8217;Higgins beginnt eines der gro&#223;en Abenteuer Chiles: die Carretera Austral. Eine Schotterpiste, die zu Zeiten Pinochets der Wildnis abgerungen wurde, und von dieser abgelegenen Region bis nach Puerto Montt ca. 1500 km nach Norden f&#252;hrt. Der viele Sprengstoff, der zum Bau der Stra&#223;e n&#246;tig war, ist von Pinochet wenigstens mal einer sinnvollen Verwendung zugef&#252;hrt worden.<br />
Wir machen uns nun auf, Chile auf diesem Wege zu „erfahren“. Nach den ersten 100 km steigen wir kurz auf eine F&#228;hre, um den Rio Bravo zu &#252;berqueren. Fredy l&#228;sst uns von seinem Mate probieren. Sagen wir mal so: die Faszination, mit der die S&#252;damerikaner dieses Teeritual zelebrieren, erschlie&#223;t sich uns nur teilweise&#8230;. Nach weiteren 30 km durch den Urwald biegen wir ab nach Caleta Tortel. Ein sehr interessantes Dorf, das sehr entlegen an einer h&#252;geligen Bucht liegt. Die einzelnen Teile des Ortes sind alle durch Holzstege und -Treppen verbunden, und &#252;berhaupt ist alles komplett aus Holz, sogar der Kinderspielplatz&#8230;<br />
Nach weiteren 100 km l&#228;sst uns Stefan nochmal aussteigen und zeigt uns nur ein paar Schritte abw&#228;rts von der Stra&#223;e einen tollen Wasserfall. Die Sonne steht in unserem R&#252;cken und zaubert spektakul&#228;re Regenb&#246;gen in die aufspritzende Gischt. Interessant, dass nicht mal ein Schild an der Stra&#223;e auf eine solche Attraktion hinweist. In einem Land mit derart vielen Natur-Highlights ist das wohl einfach eines von vielen&#8230;<br />
Wir fahren weiter durch das Tal des Rio Baker und passieren in Cochrane den einzigen Geldautomaten in &#252;ber 200 km Umkreis. Die Landschaft ist einzigartig sch&#246;n, immer wieder ergeben sich tolle Blicke in die Weite, die am Horizont von in der Sonne leuchtenden schneebedeckten Gipfeln begrenzt werden. Man m&#246;chte viel &#246;fter anhalten, um Fotos zu machen oder einfach mal in Ruhe zu schauen. Aber das ist einfach nicht m&#246;glich, denn sonst kommt man ja &#252;berhaupt nicht voran, angesichts der Distanzen in diesem weiten Land.<br />
Nach insgesamt 350 km Schotterpiste erreichen wir am Abend unsere Cabanas direkt am Ufer des Lago General Carrera. Die H&#252;tten sind sehr gem&#252;tlich eingerichtet und der Ausblick auf den von Bergen eingerahmten See ist einfach fantastisch. Erich und ich m&#252;ssen allerdings in eine H&#252;tte aufs Nachbargrundst&#252;ck ausweichen, da in der eigentlich vorgesehenen Cabana eine Wasserleitung durch den Nachtfrost geplatzt ist. Das spricht f&#252;r klare N&#228;chte, und in der Tat: als wir vom Abendessen in unsere H&#252;tten zur&#252;ckkehren, spiegelt sich das Mondlicht im See, und die klare Luft in dieser sehr d&#252;nn besiedelten Gegend sorgt f&#252;r einen Sternenhimmel, an dem nicht nur das dicht &#252;ber dem Horizont stehende Kreuz des S&#252;dens fasziniert &#8230;</p>
<p><strong>23.11.2009 &#8211; Die Marmorgrotten</strong><br />
Am Morgen laufen Erich und ich nicht &#252;ber die Stra&#223;e, sondern am Strand entlang zum Fr&#252;hst&#252;ck. Die Sonne scheint von einem wolkenlosen Himmel und der See liegt in einem tiefen klaren Blau vor uns. Wir treffen ein deutsches Paar, das nun weiterreist, und k&#246;nnen ihre Erz&#228;hlungen gar nicht glauben, dass es die ganze letzte Woche nur geregnet hat. Da unsere Reisegruppe zahlenm&#228;&#223;ig &#252;berlegen ist, ist die Abstimmung eindeutig, dass wir das gute Wetter mitgebracht haben und auch behalten werden!<br />
Nach dem Fr&#252;hst&#252;ck fahren wir um das westliche Ende des Sees herum, um zu den Marmogrotten zu gelangen. Wir laufen zu Fu&#223; &#252;ber eine kleine Br&#252;cke, die den See vom angrenzenden Lago Bertrand abgrenzt und genie&#223;en herrliche Ausblicke &#252;ber das klare blaue Wasser, umrahmt von Bergen, deren Schneekappen in der Sonne glitzern. Der Bus f&#228;hrt nach uns &#252;ber die Br&#252;cke. Als er an mir vorbeif&#228;hrt, h&#246;re ich ein merkw&#252;rdiges regelm&#228;&#223;iges &#8220;flapp-flapp&#8221;. Schon wieder ein platter Reifen. Inwieweit Fredys &#8220;sportlicher&#8221; Fahrstil die Belastung durch die Carretera Austral unterst&#252;tzt hat, wissen wir nicht. Jedenfalls haben wir Gl&#252;ck, dass der Bus auf der Hinterachse doppelt bereift ist, so dass wir erstmal weiterfahren k&#246;nnen.<br />
Wir halten auf einer kleinen Anh&#246;he an. Von dort bietet sich ein einzigartiger Panoramablick &#252;ber den Lago General Carrera. Trotz seiner Ausma&#223;e (immerhin der zweitgr&#246;&#223;te See S&#252;damerikas) ist er heute so ruhig, dass sich die schneebedeckten Berge im Wasser spiegeln.<br />
Wir fahren noch weiter bis Puerto Tranquilo. Selten erschien ein Ortsname passender, denn hier kann man nicht wirklich vor Aufregung einen Herzinfarkt erleiden. W&#228;hrend Fredy sich unter dem Wagen an dem kaputten Reifen zu schaffen macht, entern wir ein Motorboot. In Dreierreihen sitzen wir dick eingemummelt, denn der Fahrtwind ist empfindlich kalt. Nach einigen Minuten sind wir bei den Marmorgrotten. Hier hat der See ein kleines Marmormassiv ausgeh&#246;hlt und meisterhaft glattpoliert. Langsam umkurven wir auch die gr&#246;&#223;ere Marmorkapelle und „landen“ sogar an der Marmorkathedrale an. Wirklich faszinierend, was die Natur hier ausgeschliffen hat. Und an manchen Stellen zwischen den Felsen ist der See so ruhig, dass man durch sein klares Wasser bis auf den Grund blicken kann.<br />
Am Nachmittag sind wir zur&#252;ck in den Cabanas. Das Tagesprogramm ist schon beendet, daher zieht sich die H&#228;lfte der Gruppe zum Relaxen zur&#252;ck. Christian, Erich, Ivo und ich fahren mit Stefan und Fredy gut zwei Kilometer bis zum Wasserfall El Maqui, der von der Stra&#223;e aus sichtbar den H&#252;gel herunterflie&#223;t. Fredy beschlie&#223;t, sein Gl&#252;ck beim Angeln zu versuchen. Angef&#252;hrt von Stefan geht der Rest &#252;ber eine Wiese und steht nach 10 Minuten am Fu&#223; des Wasserfalls. Stefan fragt uns, ob wir noch eine halbe Stunde dranh&#228;ngen wollen, um zum Kopf des Wasserfalls aufzusteigen. Klar machen wir das! Und sind &#252;berw&#228;ltigt von dem Ausblick, der uns dort oben erwartet. Ein 180°-Panoramablick &#252;ber den Lago General Carrera und die ihn einrahmenden Berge, allen voran der 4058 m hohe San Valentin. Leider sind mir nun die Superlative zur Beschreibung von Panoramen ausgegangen&#8230; aber bei diesem Ausblick sind wir alle sprachlos, und so sitzen wir einfach nur auf der Felskuppe &#252;ber dem Wasserfall, lassen uns die warme Abendsonne ins Gesicht scheinen und genie&#223;en diese Aussicht f&#252;r eine gute halbe Stunde.<br />
Am Abend gibt es noch das muntere H&#252;ttenwechselspiel: Katja und Christian beziehen eine eigene Cabana (wo das deutsche „Regenpaar“ ausgezogen ist). Daf&#252;r nehme ich das freigewordene Zimmer in der H&#252;tte bei Marc und Ivo (was die Wegstrecken zum Restaurant f&#252;r mich verk&#252;rzt!).</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-3453" title="reisebericht-(9)---tag10" src="http://www.frosch-blog.de/wp-content/uploads/2010/05/reisebericht-9-tag10.jpg" alt="" width="500" height="99" /></p>
<p><strong>24.11.2009 &#8211; Hoch zu Ross</strong><br />
Wieder ein perfekter blauer Himmel. Nach dem Fr&#252;hst&#252;ck fahren wir ein St&#252;ck ins Valle Leon. Dort hei&#223;t es aufsatteln f&#252;r eine ca. vierst&#252;ndige Reittour. Viele von uns sitzen zum ersten mal auf dem R&#252;cken eines Pferds, aber die Tiere kennen den Weg (und ihre Besitzer erst recht). Wir reiten st&#228;ndig bergauf, manchmal auf einem breiten Weg oder &#252;ber Wiesen, aber manchmal auch quer durchs Gestr&#252;pp (kleiner Tipp: wenn die Hose nicht lang genug ist, gibt&#8217;s durchaus ein paar blutende Kratzer an den Beinen). Man stellt fest, dass Pferde irgendwo auch nur Menschen sind: manche sind sehr eigen, und schneiden einem regelrecht den Weg ab, wenn man &#252;berholen m&#246;chte.<br />
Nach ca. zwei Stunden sind wir am Ziel angekommen und sitzen ab. Mit einem herrlichen Blick zum Gletscher Melincina genie&#223;en wir die mitgebrachten Sandwiches, gekochte Eier, Kaffee und mehr.<br />
Wir sitzen wieder auf, und Fredy m&#252;ht sich mit mehreren Kameras ab, damit jeder noch ein Gruppenfoto bekommt. Dann geht es wieder zur&#252;ck. Die Route variiert etwas, so dass wir nun auch mal einen Fluss queren. Bergab reiten ist ein wenig anstrengender als bergauf, wie mir meine Knie mitteilen. Leider lassen sich die Steigb&#252;gel nicht verl&#228;ngern. Auch mein Pferd verliert scheinbar ein bisschen die Lust, denn irgendwie reagiert der gute nicht mehr so auf meine Kommandos, wie er das noch auf dem Hinweg getan hat. Tja, und dann &#8230; schert er aus der Reihe aus und setzt sich einfach hin! Wie ein Kamel: erst Vorderf&#252;&#223;e einknicken, dann Hinterf&#252;&#223;e, und dann sitzen wir beide so da und parken. Gut zureden hilft nicht, und so hei&#223;t es f&#252;r mich absteigen und zu Fu&#223; weitergehen (was mir in dem Moment meine Knie aber durchaus gedankt haben). Kaum bin ich abgestiegen, steht der Gaul keck auf und f&#228;ngt an zu fressen. So was! Das nehme ich nun ein bisschen pers&#246;nlich. Das Pferd bleibt zur&#252;ck, es wird schon den R&#252;ckweg finden. xxxx, einer unserer Begleiter, bleibt auf dem Weg bei mir, aber viel langsamer als der noch berittene Rest der Gruppe bin ich auch nicht. xxxxx vermutet, dass mein Pferd krank ist, denn offenbar haben viele Pferde aufgrund des nassen Fr&#252;hlings und der damit verbundenen schlechten Qualit&#228;t des Futters Magenprobleme.<br />
Wieder unten am Ausgangspunkt angekommen, gibt&#8217;s f&#252;r die Reiter (und Fu&#223;g&#228;nger) erstmal ein k&#252;hles Bier oder andere Drinks.<br />
Als wir zur&#252;ck bei den Cabanas sind, hilft nur eines gegen die Anstrengungen dieses Tages: einmal in den See. Christian und Ivo sind „verr&#252;ckt“ genug, um zu einem kleinen Inselchen r&#252;berzuschwimmen. Katja, Marc und ich belassen es beim Durchwaten. Aber auch das k&#252;hlt die zerschundenen Beine (siehe oben&#8230;) gut genug.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-3454" title="reisebericht-(10)---tag11" src="http://www.frosch-blog.de/wp-content/uploads/2010/05/reisebericht-10-tag11.jpg" alt="" width="480" height="360" /></p>
<p><strong>25.11.2009 &#8211; &#220;ber Coihaique nach Puyuhuapi</strong><br />
Die heutige Tagesroute klingt wie eine logop&#228;dische &#220;bung. Man sollte dar&#252;ber nachdenken, dass diejenigen, die das dreimal hintereinander fehlerfrei aussprechen k&#246;nnen, f&#252;r diesen Tag ein Extra-Sitzkissen bekommen, denn was sich so lustig liest, hei&#223;t &#252;bersetzt: 530 km Fahrt &#8211; und davon zwei Drittel Schotterpiste! Nach gut 85 km davon lassen wir den Lago General Carrera hinter uns. Auch heute haben wir hier noch bestes Wetter, aber ein paar Wolken am Himmel lassen einen Wetterwechsel vermuten.<br />
Weitere 70 km sp&#228;ter machen wir einen Halt am Ufer des Rio Ibanez. Im Flussbett stehen zahlreiche leblose Baumst&#252;mpfe &#8211; die Folge eines Ausbruchs des nahegelegenen Vulkans Hudson, dessen Asche- und Lavaausw&#252;rfe dem Fluss und seiner Fauna die Lebensgrundlage entzogen haben.<br />
Nach drei Stunden Geruckel ein denkw&#252;rdiger Moment: zum ersten mal seit vier Tagen haben wir wieder Asphalt unter den R&#228;dern. Durch das pl&#246;tzlich sehr viel ruhigere Fahrger&#228;usch h&#246;rt man jeden f&#246;rmlich aufatmen. Es geht weiter durch eine Landschaft mit saftig gr&#252;nen Wiesen, die von K&#252;hen beweidet sind &#8211; erinnert ein wenig an den Schwarzwald. Kurz sp&#228;ter erreichen wir mit Coihaique, der Hauptstadt der Provinz Aisen, die erste gr&#246;&#223;ere Insel der Zivilisation seit einigen Tagen. Auf Anraten von Stefan haben wir bis hierher gewartet, um unsere Postkarten einzuwerfen, weil diese Stadt doch besser angebunden ist als das kleine Puerto Guadal am Lago General Carrera &#8211; und tats&#228;chlich: schon zwei Monate sp&#228;ter sind sie in Deutschland angekommen!<br />
Nachdem wir uns ein wenig die F&#252;&#223;e vertreten haben, fahren wir weiter. 120 km nach Coihaique ist es wieder vorbei mit dem Asphalt. Die Schotterpiste wird so richtig abenteuerlich, wenn es in das Gebiet des Nationalparks Queulat geht. Teilweise f&#228;hrt man wirklich mitten durch den Urwald, direkt links und rechts der Piste meterhohes Gr&#252;n, B&#228;ume, Farne, Nalcos (eine Rhabarberart mit riesigen Bl&#228;ttern). Wir halten an und wandern kurz durch den Bosque Encantado. Es ist wirklich ein verzauberter Wald, &#252;berall h&#228;ngt Moos auf und von den B&#228;umen. Es tr&#246;pfelt ein bisschen, was die Stimmung f&#252;r diesen Regenwald irgendwie abrundet.<br />
Kurz sp&#228;ter machen wir noch einen Stopp und laufen eine kurze Strecke zu einem Aussichtspunkt auf den Ventisquero Colgante, den h&#228;ngenden Gletscher. Schon interessant, wie er da so hoch oben in einem Bergeinschnitt h&#228;ngt und sein Schmelzwasser sich in zwei Wasserf&#228;llen in den tiefer liegenden Fluss ergie&#223;t.<br />
Den Rest der Schotterpiste bis Puyuhuapi sitzt man quasi &#8220;auf einer Backe ab&#8221; (klar, die andere sp&#252;rt man schon nicht mehr). Kurz vor 20 Uhr erreichen wir schlie&#223;lich das Casa Ludwig in Puyuhuapi. Nicht das einzige Zeichen vieler deutscher Wurzeln, schlie&#223;lich kreuzt hier die Via Otto &#220;bel die Via Hamburgo &#8230;</p>
<p>&#220;brigens: wem die viele Fahrerei zu langweilig ist, der kann die Schilder beobachten, die vor Gef&#228;llen oder Steigungen entlang der Carretera Austral stehen. Auf den ersten Blick nur ein Keil mit einem Auto drauf. Aber letzteres ist nie dasselbe! Auto oder Lkw, Kompaktklasse oder „Stretchlimo“, mit oder ohne Fahrer&#8230; es gibt mindestens 10 Variationen!</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-3455" title="reisebericht-(11)--tag12" src="http://www.frosch-blog.de/wp-content/uploads/2010/05/reisebericht-11-tag12.jpg" alt="" width="480" height="320" /></p>
<p><strong>26.11.2009 &#8211; Weiterfahrt zum Lago Yelcho</strong><br />
Nach einem gem&#252;tlichen Fr&#252;hst&#252;ck verlassen wir das Casa Ludwig und fahren weiter auf der Carretera Austral nach Norden. Nach 50 km machen wir Zwischenstopp in La Junta zum Auftanken. Auch wir m&#252;ssen einkaufen, denn am n&#228;chsten Tag m&#252;ssen wir die F&#228;hre nach Puerto Montt nehmen. „Wenn wir Gl&#252;ck haben, bekommen wir das schnelle Schiff &#8211; und dann dauert es nur 10 Stunden“. meint Stefan. Also decken wir uns im Supermarkt und der Panaderia entsprechend ein. Die restlichen 90 km der heutigen Fahretappe schaffen wir dann recht schnell. Unser Quartier, eine Anglerlodge direkt am Lago Yelcho, ist ein wahres Juwel: sch&#246;ne, ger&#228;umige Zimmer mit Sitzb&#228;nken in den Fenstern, von denen man aus &#252;ber den See blicken kann. Das nutzen einige, um mal einen richtigen relaxten Nachmittag zu verbringen. Es gibt aber auch ein Angebot f&#252;r diejenigen, die sich noch bewegen wollen, und so fahren Erich, Birgit, Ivo und ich mit Stefan zu einer Wanderung zum Glaciar Yelcho. Der viele Regen der Saison hat den Weg stellenweise ziemlich aufgeweicht, und irgendwann m&#252;ssen wir schlie&#223;lich vor den Riesenpf&#252;tzen kapitulieren und umdrehen. Unterwegs schneidet uns Stefan ein St&#252;ck Nalco zum Probieren ab &#8211; es sieht nicht nur so aus, sondern schmeckt auch nach Rhabarber. Das wahre kulinarische Highlight dieser Wanderung kommt aber noch. An einem sch&#246;nen Aussichtspunkt auf den Gletscher, direkt am Fluss, umrahmt von den gro&#223;en Nalco-Bl&#228;ttern greift Ivo in seinen Rucksack und zaubert zwei „Dosenbrot“ hervor. Ein wahrer Genuss, das k&#252;hle Cerveza Austral in der warmen Nachmittagssonne einzunehmen&#8230;</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-3457" title="reisebericht-(12)--tag13" src="http://www.frosch-blog.de/wp-content/uploads/2010/05/reisebericht-12-tag13.jpg" alt="" width="480" height="360" /></p>
<p><strong>27.11.2009  „We are sailing&#8230;“</strong><br />
Wie bereits erw&#228;hnt, das heutige Haupt-Verkehrsmittel ist nicht der Bus, sondern ein Boot: die F&#228;hre von Chalten nach Puerto Montt. Bis zum Startpunkt ist es nur eine Stunde Busfahrt, also bleibt noch Zeit, sich ein wenig in Chalten umzusehen. Das hat etwas von Katastrophentourismus, denn im Mai 2008 ist die Stadt von einer Schlammflut &#252;berrollt worden. Der Fluss durch die Stadt war nach einem Ausbruch eines benachbarten Vulkans weit flussaufw&#228;rts blockiert worden. Irgendwann wurde der Druck der aufgestauten Wassermassen so gro&#223;, dass sich eine gewaltige Flutwelle talw&#228;rts ergossen hat. Die Folgen davon sind immer noch un&#252;bersehbar: viele zerst&#246;rte H&#228;user, &#252;berall noch Schlamm und Sand in den Stra&#223;en und um die H&#228;user, zerst&#246;rte und herabh&#228;ngende Telefonkabel &#8211; auch wenn es wie eine Geisterstadt wirkt, leben immer noch Leute hier.<br />
Der triste graue Himmel tut hier sein &#252;briges zur Stimmung.<br />
Eine halbe Stunde l&#228;uft die F&#228;hre „Rincoya“ in den kleinen Hafen ein (eigentlich erstaunlich, dass es hierher immer noch eine regelm&#228;&#223;ige F&#228;hrverbindung gibt). Nach Stefans Erfahrung geh&#246;rt die Rincoya nicht gerade zu den Expressf&#228;hren, so dass wir uns eher f&#252;r gute 12 Stunden auf dem Schiff einrichten m&#252;ssen. Die F&#228;hre ist auch eher spartanisch eingerichtet (immerhin gibt es einen kleinen Kiosk an Bord) und so rechnen Ivo und ich die Wahrscheinlichkeit aus, vor der Ankunft in Puerto Montt an Langeweile einzugehen&#8230;<br />
Aber immerhin werden &#252;ber den PC im Kiosk ein paar Filme auf einem Fernseher gezeigt. Zum Warmwerden kommt eine National Geographic Dokumentation, u. a. &#252;ber Leute, die sich Nadeln durch K&#246;rperteile treiben und sich dann daran an der Decke aufh&#228;ngen. Danach kommt dann ein Spielfilm, in dem zwei der Hauptdarsteller relativ bald die Hosen runterlassen&#8230; also, Mitarbeiter der FSK h&#228;tten ihre helle Freude gehabt, da auch kleine Kinder an Bord waren.  Zur Entspannung gab es danach noch einen etwas horrorm&#228;&#223;ig angehauchten Thriller&#8230;.<br />
Wir gehen daher lieber mal raus an Deck (d. h. eine schmale Leiter hoch auf die oberen Aufbauten). Immerhin gibt es ab und zu einen Pinguin oder einen Seel&#246;wen zu sehen. Meistens aber nur Wasser und in der Ferne ein paar Berge. Hier und da ein M&#246;we. Es f&#252;hrt zu wahren Adrenalinschocks, wenn mal zwei M&#246;wen gleichzeitig aus verschiedenen Richtungen auf das Schiff zufliegen. So viel Abwechslung, man wei&#223; gar nicht, wo man zuerst hinschauen soll&#8230;. Irgendwann am Nachmittag, nach ca. 8 Stunden Fahrt, kommt aber wenigstens die Sonne raus, gerade rechtzeitig, um den Vulkan Calbuco, der langsam in Sicht kommt, zu bescheinen. Jetzt wird es noch richtig sch&#246;n an Bord. Wir essen unseren Proviant an Deck. Katja und Christian legen sogar ein T&#228;nzchen hin. Immer mehr Vulkane zeigen ihre schneebedeckten Gipfel, allen voran der sch&#246;ne Kegel des Osorno, der sich hinter dem Calbuco hervorschiebt.<br />
Nach ca. 11,25 Stunden (die sich auch mindestens genauso lange angef&#252;hlt haben) erreichen wir Puerto Montt. Als wir um 21.15h dort anlegen, gl&#252;hen die Vulkane f&#246;rmlich im Licht der untergehenden Sonne. Noch eine knappe Stunde Busfahrt, und wir sind in Ensenada angekommen. Wir wohnen dort in den Cabanas „Brisas del Lago“ direkt am Ufer des Llanquihue-Sees, nicht weit weg vom Osorno, dessen Silhouette malerisch vom Mond beschienen wird. Die Cabanas sind wirklich sch&#246;n und ger&#228;umig &#8211; und vor allem war hier mal jemand so schlau, die Gas&#246;fen schon anzuheizen. Ein schon lange nicht mehr gekannter Luxus, am Abend ein gew&#228;rmtes Zimmer zu betreten&#8230; vielen Dank daf&#252;r!</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-3458" title="reisebericht-(13)---tag14" src="http://www.frosch-blog.de/wp-content/uploads/2010/05/reisebericht-13-tag14.jpg" alt="" width="480" height="320" /></p>
<p><strong>28.11.2009 &#8211; Rund um Ensenada</strong><br />
Wie sagt ein altes chilenisches Sprichwort? „Der fr&#252;he Vogel knipst den Vulkan“. Um halb 8 leuchtet der wei&#223;e Gipfel des Osorno in der Sonne vor dem blauen Himmel, dass es eine wahre Pracht ist. W&#228;hrend Erich und ich bereits am Strand hinter den Cabanas Fotos machen, putzt sich Ivo noch die Z&#228;hne, bevor er dazu kommt. Aber als er rauskommt, ist der Vulkan weg &#8211; eingepackt in dichten Wolken. Tja, 10 Punkte f&#252;r Hygiene, aber ein paar hundert miese f&#252;r schlechtes Timing&#8230;<br />
Nach dem Fr&#252;hst&#252;ck st&#246;&#223;t Hanna zu uns. Sie wird uns f&#252;r die restlichen Tage begleiten und das Bike-Programm mit uns bestreiten. Wir verabschieden uns von Stefan und brechen auf zum Osorno, wo eine Abfahrt mit den Mountainbikes von 1200 m H&#246;he geplant ist. Von dort bietet sich eine fantastische Aussicht &#252;ber den See&#8230; sagt man jedenfalls &#8211; wir sind mittendrin in den Wolken, und man sieht kaum 10 m weit. Marc ist als einziger mutig (oder verr&#252;ckt?) genug, dennoch die Abfahrt zu wagen. Der Rest f&#228;hrt im Bus wieder zu Tal und steigt erst dort aufs Rad. Ich muss feststellen, dass die Frage nach der K&#246;rpergr&#246;&#223;e bei der Reisebuchung eher informativen Charakter hat, denn es gibt nicht wirklich ein passendes Rad f&#252;r meine zwei Meter. Fredy bietet mir an, zu seinem Haus zu fahren und mir eines von seinen R&#228;dern zu geben. Aber auch sein gr&#246;&#223;tes Rad hat zwar eine enorm lange Sattelstange, aber keinen passend einstellbaren Lenker &#8211; f&#252;r mich also mehr das Modell &#8220;Affe auf Schleifstein&#8221;.<br />
Wir radeln ein paar Kilometer &#252;ber die Stra&#223;e zu den Wasserf&#228;llen des Petrohué-Flusses und dann weiter bis zum Allerheiligen-See. Dort machen wir eine Wanderung entlang diverser Lavastr&#246;me des Osorno, dessen Gipfel nach wie vor von tiefen Wolken verborgen ist. Wetterbedingt improvisiert Hanna mit dem Programm so gut sie kann. Sie hat aber, nach all den Highlights und den doch vielen sonnigen Tagen bisher, von Anfang an einen recht schweren Stand.<br />
Nachdem wir unsere Runde am Lago Todos los Santos absolviert haben, k&#246;nnen wir entweder per Bus oder per Rad zur&#252;ck zu den Cabanas. „Bus“ w&#228;re die richtige Wahl gewesen, denn die Radfahrer werden von einem Regenschauer gewaschen, der sich selbiges hat. Mangels Gelegenheit zum Unterstellen werden die h&#246;chsten G&#228;nge reingehauen und gestrampelt, was das Zeug h&#228;lt. Als wir v&#246;llig durchn&#228;sst schlie&#223;lich auch in den Cabanas ankommen, werden wir von den „Busfahrern“ ungl&#228;ubig bestaunt, denn dort, nur 10 km weiter, hat es keinen Tropfen geregnet&#8230;<br />
Das Abendessen nehmen wir in einem ca. 1 km entfernten Restaurant ein &#8211; auf dem R&#252;ckweg trifft der Regen dann alle&#8230;</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-3459" title="reisebericht-(14)--tag15" src="http://www.frosch-blog.de/wp-content/uploads/2010/05/reisebericht-14-tag15.jpg" alt="" width="480" height="360" /></p>
<p><strong>29.11.2009 &#8211; Rafting-Tour</strong><br />
Wieder ein stark bew&#246;lkter Himmel &#8211; und wieder vom Osorno nichts zu sehen. Und die Wetteraussichten verhei&#223;en auch nichts gutes. Wegen der Aussicht auf Regen und K&#228;lte  wollen Katrin, Birgit und Erich auf die geplante Rafting-Tour verzichten, auch angesichts bereits mehr oder weniger ausgepr&#228;gter Erk&#228;ltungen. Die drei fahren mit dem Taxi nach Puerto Montt, um sich dort ein wenig umzusehen.<br />
Die restlichen f&#252;nf fahren zusammen mit Hanna zur Rafting-Base. Trotz leichten Regens gibt es hier ein paar erste kurze „Trocken&#252;bungen“, wie man im Boot sitzt, paddelt oder &#252;ber Bord gegangene Mitfahrer wieder hereinholt. Nach dem Anlegen der Rafting-Garderobe fahren wir zum Startpunkt, wo wir, frisch ausgestattet mit Paddel und Schwimmweste, noch ein paar hundert Meter durchs Gestr&#252;pp wandern m&#252;ssen, bevor wir endlich in die Boote kommen. Hanna und Marc gehen zusammen mit zwei chilenischen Touristen in ein Boot, Katja, Christian, Ivo und ich werden im zweiten Boot von Guillaume als „K&#228;pt&#8217;n“ begleitet. Ein weiterer Kollege der Outdoor-Truppe springt mit der Videokamera um uns herum und filmt, wie wir einsteigen. Dann f&#228;hrt er im Kajak vor, um auch spektakul&#228;re „Live-Aufnahmen“ von uns zu machen.<br />
Einen Vorteil hat der viele Regen der letzte Zeit: der Rio Petrohue f&#252;hrt m&#228;chtig viel Wasser, und wir entern den Fluss dort, wo es gleich richtig Spa&#223; macht! Es dauert keine halbe Minute, und einige bis zu 2 m hohe Wellen haben uns alle kr&#228;ftig gewaschen. Nun macht es auch nichts mehr aus, dass es anf&#228;ngt zu regnen. Die Berg- und Talbahnfahrt durch die Wellen sorgt f&#252;r gro&#223;es Gejohle allerseits, und Ivo haut es sogar kurzfristig vom Sitz (aber er f&#228;llt Gott sei Dank nur nach hinten ins Boot). Christians wasserfeste Kamera erweist sich als wirklich wertvoll f&#252;r eine zus&#228;tzliche Dokumentation (obwohl er sie an den heftigsten Abschnitten immer wegstecken muss, weil alle mitrudern m&#252;ssen). Viel zu schnell geht der Wildwasserabschnitt vorbei, und die letzten drei Kilometer bis zum Ausstiegspunkt treiben wir ruhig dahin (ab und zu wird eine Runde gepaddelt, um warm zu bleiben). Und wie bestellt rei&#223;t dabei der Himmel auf, und die Sonne w&#228;rmt uns auf. Wir steigen aus, ziehen uns wieder um (&#8230;interessant, wie viel Wasser noch in die Schuhe reingepasst hat) und fahren zur&#252;ck zur Base, wo es Chips, Obst, Kaffee und den unvermeidlichen Pisco Sour zum Aufw&#228;rmen gibt. W&#228;hrend wir uns darum k&#252;mmern, werden die Video-CDs fertig gemacht. Ein tolles Erlebnis war das!<br />
Den angebrochenen Nachmittag nutzen wir noch, um mit dem Bus nach Puerto Varas zu fahren. Hanna verhandelt einen Preis von 1000 Pesos pro Person (ca. 1,20 Euro &#8211; nicht schlecht f&#252;r &#252;ber 40 km Strecke). Wir laufen durch ein paar Stra&#223;enz&#252;ge und kehren dann ein im „Cafe Dane&#8217;s“ &#8211; die Kuchenvitrine ist eine Wucht, sie ist vermutlich der Ort mit der h&#246;chsten Kaloriendichte im Universum! Und ihr Inhalt ist extrem lecker&#8230;<br />
Ausger&#252;stet mit einigen Empanadas treten wir den R&#252;ckweg an &#8211; ohne Hanna &#8211; und m&#252;ssen nun f&#252;r den Bus 1200 Pesos zahlen. Aber angesichts des Wechselkurses f&#228;llt  die Inflationsrate von 20% innerhalb weniger Stunden ja eher wenig ins Gewicht&#8230;<br />
In der H&#252;tte von Katja und Christian lassen wir uns die Empanadas schmecken. Die Puerto-Montt-Shopping-Fraktion st&#246;&#223;t dazu, und so lassen wir den Abend bei Pisco, Rotwein und Bier feierlich ausklingen&#8230; schlie&#223;lich ist heute der 1. Advent!</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-3460" title="reisebericht-(16)---tag17" src="http://www.frosch-blog.de/wp-content/uploads/2010/05/reisebericht-16-tag17.jpg" alt="" width="480" height="360" /></p>
<p><strong>30.11.2009 &#8211; Wir improvisieren&#8230;</strong><br />
&#8230; schon wieder ein regnerischer Morgen. Das Wettergl&#252;ck hat uns ein wenig verlassen, wie es scheint. Jedenfalls ist es eindeutig zu schlecht f&#252;r die geplante Biketour. Gerd, der Chef von Aventoura, kommt zu einem kurzen Besuch vorbei. Er schl&#228;gt vor, nach Pucon zu fahren, weil dort die Wetteraussichten etwas besser (oder eher: am wenigsten schlecht) sind. Von dort aus k&#246;nnten wir die geplante Route der Radtour dann umdrehen und s&#252;dw&#228;rts fahren.<br />
Es gibt ja nun nichts, was wirklich dagegen spricht, und so steigen wir in den Bus und sitzen wieder ein paar Stunden darin ab, um nordw&#228;rts zu fahren. Um noch das beste aus dem Tag zu machen, schl&#228;gt Hanna den Besuch in einem Thermalbad vor. Da wir im Vulkangebiet unterwegs sind, wimmelt es nur so von hei&#223;en Quellen, die vielerorts in Form von Badeanstalten „erschlossen“ wurden. Die Termas Geometricas am Fu&#223;e des Vulkans Villarica gelten allgemein als sch&#246;nsten. Die letzten 17 Kilometer dorthin geht es &#252;ber eine vom Regen ziemlich durchgeweichte Schotterpiste, deren Adventure-Charakter durchaus mit der Carretera Austral mithalten kann.<br />
Interessant sind die am Eingang genannten &#214;ffnungszeiten der Thermen: bis „19 p.m.“! Das sollte uns ausreichen&#8230; Man bekommt am Eingang ein Handtuch und, wer m&#246;chte, eine extrem kleidsame Plastik-Haarhaube. In kleinen Holzkabinen kann man sich umziehen und sich dann eines von einem guten Dutzend Becken aussuchen, deren Wassertemperaturen zwischen ca. 35 und 42 °C liegen. Da st&#246;ren Regentropfen nicht mehr wirklich.<br />
Die Becken liegen alle malerisch in einem schmalen Bergeinschnitt, an dessen oberen Ende sich ein Wasserfall befindet. Der hat allerdings keine Verbindung zur Erdw&#228;rme, sondern ist Teil eines „normalen“ Gebirgsbachs &#8211; seine gef&#252;hlte Temperatur liegt deutlich unter 2 cm&#8230; Christian, der ja schon am Lago General Carrera durch hohe Kaltwasser-Resistenz aufgefallen ist, stellt sich trotzdem drunter &#8211; mir schleierhaft, wie er das ohne Frostbeulen &#252;berstanden hat&#8230;<br />
Nach gut zwei Stunden sind die Finger ausreichend verschrumpelt, und man zieht sich in Rekordgeschwindigkeit wieder an, um schnell ins warme Hauptgeb&#228;ude zu kommen &#8211; und dort gibt es eine extrem leckere hausgemachte K&#252;rbissuppe.<br />
Angekommen in Pucon, gehen wir nochmal kurz in die Stadt, die von Outdoor-L&#228;den und Tour-Veranstaltern dominiert ist. Wir w&#252;rden gerne am n&#228;chsten Tag den Gipfel des Villarica besteigen &#8211; aber alle Veranstalter haben schon geschlossen. Wir sind aber nicht etwa zu sp&#228;t. Vielmehr ist das ein untr&#252;gliches Zeichen, dass die Wettervorhersage f&#252;r den n&#228;chsten Tag keine Besteigung zul&#228;sst&#8230;.</p>
<p><strong>01.12.2009 &#8211; Wir improvisieren schon wieder&#8230;</strong><br />
&#8230;denn dieser Tag startet wieder grau, k&#252;hl und regnerisch. Und obwohl Pucon weiter n&#246;rdlich als Ensenada liegt, ist der Regen hier auch nicht w&#228;rmer&#8230;<br />
Das „Notprogramm“ f&#252;r den Vormittag hei&#223;t &#8220;Ojos des Caburgua&#8221;, eine Stelle, wo ein teilweise unterirdisch verlaufender Fluss wieder an die Oberfl&#228;che kommt. Ein ganz netter Park, mit viel Wald und ein paar Wasserf&#228;llen. Danach laufen wir noch ein paar Schritte am Ufer des Lago Caburgua entlang, aber bei dem Mistwetter ist der H&#246;hepunkt eindeutig ein Kiosk, in dem es die wohl gr&#246;&#223;ten Empanadas in ganz Chile gibt &#8211; sowie ein ganz junges K&#228;tzchen, das hier neugierig herumschleicht.<br />
Am Nachmittag fahren wir dann per Bus bis nach Futrono am Lago Ranco. Unterwegs halten wir kurz in Villarica an. Ein gewisses heimatliches Flair kommt auf, wenn man dort im Café Rostock einen Berliner kauft&#8230;.</p>
<p><strong>02.12.2009 &#8211; Radtour um den Lago Ranco</strong><br />
Man wird ja mit der Zeit bescheiden, was Anspr&#252;che an das Wetter betrifft. Heute morgen regnet es mal nicht, und die Wolken sind auch nicht so dunkelgrau wie an den letzten Tagen. Also k&#246;nnen wir nach dem Fr&#252;hst&#252;ck das Programm laut Plan angehen und die R&#228;der besteigen. Fredy &#246;lt die Ketten &#8211; die haben es nach den vielen Regentagen ziemlich n&#246;tig. W&#228;hrend wir uns startklar machen, rei&#223;t der Himmel immer mehr auf, und kurz nachdem wir Futrono hinter uns gelassen haben, kommt sogar die Sonne raus. &#220;ber asphaltierte Stra&#223;en geht es zun&#228;chst mal 23 km bis Llifen, den Lago Ranco immer in Sichtweite. Das „Fahrerfeld“, das sich unterwegs doch ein wenig aufgef&#228;chert hat, sammelt sich dort wieder, um Proviant f&#252;r die Mittagspause einzukaufen.<br />
Kurz hinter Llifen h&#246;rt der Asphalt auf, und neben dem Ger&#252;ttel haben wir auch die erste Bergwertung vor uns, die Marc souver&#228;n gewinnt. Der Berg l&#228;sst sich aber auch nach dem Motto „wer sein Fahrrad liebt, der schiebt“ bew&#228;ltigen. Dem folgt eine steile Abfahrt (ein paar Verhaltenstipps f&#252;r diejenigen, die zum ersten mal auf einem MTB sitzen, w&#228;ren daf&#252;r durchaus angebracht gewesen). An Ende der Abfahrt werden wir neugierig von einer Kuh und einem Pferd nebst ganz jungem Fohlen bestaunt, die an oder sogar auf der Piste liegen. Noch ein paar Kilometer und wir treffen uns alle wieder an einem Aussichtspunkt auf einen Wasserfall und machen dort Mittagspause. Hanna hat sich in der Zwischenzeit in den Bus begeben, der als „Besenwagen“ hinter uns her f&#228;hrt,. Sie hat von der letzten Reisegruppe ein paar besonders hartn&#228;ckige Viren behalten und ist daher nicht in Form.<br />
Mittlerweile hat sich auch das Wetter wieder „normalisiert“ (d. h. es ist wieder bew&#246;lkt und k&#252;hl). Wir starten zur letzten Etappe f&#252;r heute. Hanna meint, es kommen nur noch drei Steigungen, und dann geht es abw&#228;rts bis nach Lago Ranco hinein (nicht in den See, sondern den gleichnamigen Ort). Unter Naturwissenschaftlern ist nun der Wert der Zahl drei ziemlich klar umrissen &#8211; Hanna hat aber eine musikalische Ausbildung genossen, und so ist ihre Angabe mit einer gewissen k&#252;nstlerischen Freiheit versehen&#8230; oder es ist ein guter psychologischer Trick, der einen die folgenden ca. 15 mehr oder weniger langen Steigungen einfacher durchfahren l&#228;sst&#8230;<br />
Am h&#246;chsten Punkt liegt der Mirador Pitreno, an dem wir uns alle wieder sammeln und die rote Gesichtsfarbe abklingen lassen. Ab dort geht es nun endlich mal abw&#228;rts (meistens jedenfalls), und eine gute Stunde sp&#228;ter haben wir alle unser Tagesziel mit dem Rad erreicht. Zum „Auftanken“ suchen wir einen Supermarkt auf &#8211; hier lacht einen Paulaner-Bier in sportlichen 1 L -Flaschen an&#8230; aber ein Sixpack Escudo tut es auch als Proviant &#8211; schlie&#223;lich liegen noch 1,5 Stunden Busfahrt bis nach Entre Lagos vor uns.<br />
F&#252;r den Abend schl&#228;gt uns Hanna noch vor, in eine nahe gelegene Therme zu fahren, bei der im Eintrittspreis auch noch ein B&#252;ffet und jede Menge Getr&#228;nke (von Bier &#252;ber Wein bis zu Cocktails) enthalten sind. Und obwohl sie uns telefonisch bei der Zentrale in Santiago angek&#252;ndigt hat, scheitert der Besuch relativ kl&#228;glich bereits an der Pforte &#8211; geschlossene Gesellschaft, jemand hat das komplette Gel&#228;nde gemietet&#8230; Durch die Scheiben von Bus und Pf&#246;rtnerhaus kann man den Stummfilm beobachten, in dem Hannas Tiraden relativ gelassen am Pf&#246;rtner abprallen.<br />
Als zur&#252;ck nach Entre Lagos und ein Restaurant finden. Nach einigem hin und her finden wir eines mit Blick &#252;ber den Lago Puyehue. Wir m&#252;ssen es zwar durch eine regelrechte Baustelle betreten, brauchen aber immerhin drinnen keinen Helm. Daf&#252;r aber Geduld, denn es sind nur der Besitzer und seine Frau da, und die lassen sich durch hungrige und durstige Kundschaft nicht wirklich beeindrucken. Immerhin sind unsere Getr&#228;nke schon in Sichtweite bereit gestellt, als das Essen kommt&#8230;</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-3461" title="reisebericht-(18)---tag19" src="http://www.frosch-blog.de/wp-content/uploads/2010/05/reisebericht-18-tag19.jpg" alt="" width="480" height="360" /></p>
<p><strong>03.12.2009 &#8211; Radtour um den Lago Llanquihue</strong><br />
Heute, am letzten Urlaubstag, will sich Petrus‘ chilenischer Kollege wohl nochmal mit uns vers&#246;hnen: ein stahlblauer, wolkenloser Himmel begr&#252;&#223;t uns, so dass wir unser Fr&#252;hst&#252;ck sogar im Freien einnehmen k&#246;nnen. Danach besteigen wir den Bus und fahren bis Puerto Octay am Nordwestufer der Lago Llanquihue. Unterwegs gibt es immer wieder fantastische Ausblicke auf die schneebedeckten Gipfel der Vulkane Puyehue, Puntiagudo und zuletzt des Osorno (&#8230;es gibt ihn also doch noch)&#8230; was f&#252;r eine &#8220;Skyline&#8221;. In der Ferne sieht man noch weitere Vulkane aufragen (bis zu 9 Gipfel auf einen Blick).<br />
An einem Aussichtspunkt &#252;ber Puerto Octay werden die R&#228;der startklar gemacht. Ich ziehe es heute vor, mit Fredy im Bus die Nachhut zu bilden, denn „mein“ Fahrrad ist doch zu klein (wie mir am Vortag Knie und R&#252;cken mitgeteilt haben). Bei dem Wetter macht es sicher auch Spa&#223;, die Landschaft vom Bus aus zu genie&#223;en und gen&#252;gend Gelegenheit zum Fotografieren zu bekommen. Wie zum Beispiel gleich auf der ersten Anh&#246;he eine Viehweide, die einem Zoo nahekommt: Ziegen, Esel, Pferde, Alpakas, Nandus, Schafe und K&#252;he grasen in friedlicher Eintracht nebeneinander.<br />
Wir fahren weiter bis nach Frutillar. Die Uferpromenade ist herrlich bepflanzt mit allerlei Blumen, deren Bl&#252;ten sch&#246;n in der Sonne leuchten, und mit dem schneebedeckten Osorno am anderen Seeufer gibt es hier auch einen perfekten Bildhintergrund f&#252;r die Fotos. Nach einem Kaffee und einem St&#252;ck Kuchen geht es weiter. Auch der Friedhof von Frutillar ist sehr pittoresk. Wie im Ort selbst, so zeigen sich auch hier an vielen Namen auf den Grabsteinen die Spuren vieler deutscher Aussiedler in dieser Gegend.<br />
Fredy macht seine Sache mit dem Besenwagen sehr gut. Er h&#228;lt immer genug Abstand zum Schluss des Fahrerfeldes, so dass man ihn dort nicht bemerkt und sich nicht „gehetzt“ f&#252;hlt. Dazu m&#252;ssen wir zwar immer mal wieder stehen bleiben, aber das ist mir gerade recht, denn es gibt immer wieder sch&#246;ne Ausblicke, die man einfach mal in Ruhe genie&#223;en kann, und sei es „nur“ der Wind, der &#252;ber die Wiesen streicht und f&#252;r sch&#246;ne flatternde Muster auf dem Gras sorgt. Und immer wieder kommt der Osorno ins Bild, dessen Schneehaube in der Sonne fast blendet&#8230;<br />
In Llanquihue treffen wir Gerd wieder, der die letzte gute halbe Stunde mitradelt. Er ermuntert mich, ebenfalls nochmal aufzusteigen, aber ich erz&#228;hle ihm, dass die Angabe der K&#246;rpergr&#246;&#223;e auf dem Buchungsformular nicht wirklich dazu gef&#252;hrt hat, dass passendes Material vorhanden ist. Au&#223;erdem sitzt Ivo mittlerweile auf &#8220;meinem&#8221; Rad, da an seinem die Schaltung den Geist aufgegeben hat.<br />
Fredy und ich fahren dann vor nach Puerto Varas, Wir logieren im Hotel „Solace“ &#8211; das ist zum Abschluss nochmal ein richtig moderner und luxuri&#246;ser Nobelschuppen – verglichen mit dem „Espana“ in Santiago m&#252;sste es gute 35 Sterne haben&#8230; Gerd verabschiedet sich von uns (und entschuldigt sich nochmal bei mir, dass das mit dem Fahrrad nicht besser funktioniert hat), und wir ziehen los zu einer letzten Shoppingtour und anschlie&#223;endem Abendessen. Zum Abschluss gibt es nochmal &#8220;a lo pobre&#8221;, hier zum ersten mal in der Fischvariante &#8211; auch interessant. Auch die anderen Fischgerichte sehen alle sehr lecker aus. Sie sind vielleicht nicht ganz so reichhaltig&#8230; denn Christian bestellt sich nach seiner Fischplatte noch ein Dessert: ein Steak a lo pobre. O.k., zur Ehrenrettung des Restaurants muss man sagen, dass w&#228;hrend des ganzen Urlaubs durchaus beeindruckende Nahrungsmengen in Christians Magen verschwunden sind&#8230;<br />
In einer Kneipe am Hafen nutzen wir noch die Happy hour f&#252;r zwei Absacker, bevor wir dann in die &#252;beraus bequemen Betten fallen.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-3462" title="reisebericht-(19)---tag20" src="http://www.frosch-blog.de/wp-content/uploads/2010/05/reisebericht-19-tag20.jpg" alt="" width="480" height="360" /></p>
<p><strong>04.12.2009 &#8211; Abreise</strong><br />
Das kurze Gastspiel der Sonne ist schon wieder beendet, aber warum soll der Himmel auch lachen, wenn wir nach einem so sch&#246;nen Urlaub abreisen m&#252;ssen? Wir fahren zum Flughafen von Puerto Montt und stehen am LAN-Schalter an. Hanna verhandelt flei&#223;ig mit dem Kollegen am Counter. Ein paar Minuten sowie Anrufe sp&#228;ter steht fest, warum es nicht wirklich voran geht: wir stehen am falschen Schalter! Wir fliegen gar nicht mit LAN, sondern mit Sky Airlines bis Santiago. Gut, dass der Schalter direkt nebendran ist &#8211; schlecht, dass der Sky-Flieger 20 Minuten fr&#252;her losgeht. Wir haben nun also noch genau 15 Minuten bis zum Abflug. Der Sky-Bedienstete ist aber offenbar Aventoura-Gruppen gew&#246;hnt &#8211; so schnell, wie er 8 Boarding-P&#228;sse produziert. Wer gerade nicht seinen Pass in Empfang nimmt, verabschiedet sich rasch von Hanna und Fredy und eilt in Richtung Sicherheitskontrolle. Auf dem Weg dahin sprintet uns noch ein Sky-Bediensteter nach und dr&#252;ckt mir noch die 8 &#8220;baggage tags&#8221; in die Hand &#8211; was f&#252;r ein Einsatz! Dank der sehr &#252;berschaubaren Gr&#246;&#223;e des Flughafens von Puerto Montt schaffen wir unseren Flieger noch locker zwei Minuten vor der Zeit&#8230;<br />
Mit Zwischenlandung in Valdivia geht es nach Santiago, und von dort aus dann wieder mit einem mehr als 12-st&#252;ndigen Nachtflug nach Madrid, wo sich die Wege der Gruppe aufgrund verschiedener Anschluss-Ziele teilweise trennen&#8230;</p>
<p>Die Nordhalbkugel, Europa, der Winter haben uns wieder. Drei ereignisreiche Wochen sind zu Ende. Wir haben wahnsinnig viel gesehen und erlebt, haben manchmal gelitten und oft gelacht, eine Menge freundlicher und netter Menschen kennen gelernt, und das alles in einem Land, das sicherlich zu den sch&#246;nsten Enden der Welt z&#228;hlt.<br />
Von Friedrich Hebbel stammt der Ausspruch: &#8220;Eine Reise ist wie ein Trunk aus der Quelle des Lebens.&#8221; Ich denke, wir haben mehr als einen kr&#228;ftigen Schluck genossen&#8230;</p>
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		<title>Reisebericht Madeira 22.-29.11.2008</title>
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		<pubDate>Mon, 19 Jan 2009 07:34:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>zwob</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fernreisen]]></category>
		<category><![CDATA[Madeira]]></category>
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		<description><![CDATA[Nachdem ich als Frosch-Urlauber bislang &#252;berwiegend Mittelmeer-Ziele angesteuert hatte, fiel meine Wahl diesmal auf Madeira. Hauptgrund war, dass ich im November noch ein wenig Sonne wollte und mir Madeira als Insel f&#252;r sch&#246;ne Wanderungen bereits h&#228;ufiger empfohlen worden war.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Reisebericht von Kai Nitschke </strong>(Kai.Nitschke at lg.justiz.hamburg.de)<strong><br />
FROSCH Reiseziel <a href="http://www.frosch-sportreisen.de/wanderreisen/madeira-aktiv.asp">Aktiv- und Wanderreise Madeira</a></strong></p>
<p>Nachdem ich als Frosch-Urlauber bislang &#252;berwiegend Mittelmeer-Ziele angesteuert hatte, fiel meine Wahl diesmal auf Madeira. Hauptgrund war, dass ich im November noch ein wenig Sonne wollte und mir Madeira als Insel f&#252;r sch&#246;ne Wanderungen bereits h&#228;ufiger empfohlen worden war.</p>
<p>Die Anreise erfolgte an einem Samstag mit Air Berlin, die Madeira von mehreren deutschen St&#228;dten aus direkt anfliegt, so dass man in rund vier Stunden auf der Insel ist. Aufgrund der einst&#252;ndigen Zeitverschiebung kann man bei einem fr&#252;hen Hinflug daher schon im Laufe des Vormittags ankommen.<br />
Praktischerweise liegt das Froschziel Caniςo de Baixo auch nur 15 Autominuten vom Flughafen entfernt, so dass ich bereits gegen 10 Uhr vor Ort war. Frosch bietet in Madeira drei Hotels zur Wahl: Galosol und Galomar liegen direkt nebeneinander und sind recht gro&#223;, mit &#252;berwiegend &#228;lterem deutschen Publikum. Das Alpino Atlantico ist klein und famili&#228;rer, liegt aber ein St&#252;ck entfernt. Von dort muss man daher zum Abendessen oder auch um die Fitnessr&#228;ume und die Sauna zu nutzen immer ein paar Minuten laufen. Alle drei Unterk&#252;nfte bieten aber einen super sch&#246;nen Meerblick und f&#252;r S&#252;deuropa einen hohen Standard.<br />
Der Ort Caniςo de Baixo ist touristisch gepr&#228;gt mit vielen Hotels und Urlauberapartments. Es gibt aber was man zum Leben so braucht:  Einen kleinen (&#252;berteuerten) Supermarkt, einen Geld-automaten sowie Postkartenl&#228;den und ein Gesch&#228;ft mit Wanderbekleidung.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-2298" title="scannen0003" src="http://www.frosch-blog.de/wp-content/uploads/2009/01/scannen0003.jpg" alt="" width="480" height="325" /></p>
<p>Zudem ist man zu Fu&#223; in rund 20 Minuten in Caniςo und dies ist ein richtiger madeirischer Ort: Kirche in der Mitte, gro&#223;er Platz davor, angrenzend Restaurants, Cafés und ein gro&#223;er Supermarkt mit moderaten Preisen.<br />
Des Weiteren gibt es nur wenige Schritte von den Frosch-Hotels entfernt eine Bushaltestelle mit einer st&#252;ndlichen Abfahrt nach Funchal. Wer eine Expressverbindung w&#228;hlt, ist in rund 15 Autobahnminuten im Zentrum der Inselhauptstadt. Ansonsten schaukelt man gem&#252;tlich &#252;ber Caniςo und weitere kleine Insel-d&#246;rfer in rund 45 Minuten nach Funchal.</p>
<p>Am Ankunftsabend gab es dann die obligatorische Frosch-Vorstellungsrunde: Frosch-Reiseleitung und zugleich Wanderguide ist Christa, eine kernige &#214;sterreicherin, die seit langem auf Madeira beheimatet ist. Zudem arbeitet Frosch mit einem Mountainbikeanbieter zusammen, der seine Garage gleich neben dem Hotel hat.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-2299" title="scannen0004" src="http://www.frosch-blog.de/wp-content/uploads/2009/01/scannen0004.jpg" alt="" width="480" height="293" /></p>
<p>Im Froschpaket enthalten sind drei Wanderungen und eine Biketour. Weitere Touren kann man bei Christa oder dem Moutainbikeanbieter aber unproblematisch dazubuchen (Preise: zwischen 42-49 Euro pro Teilnehmer f&#252;r eine Tagestour), denn diese arbeiten nicht ausschlie&#223;lich f&#252;r Frosch, sondern sind bei entsprechender Nachfrage auch mit anderen G&#228;sten unterwegs. Mit ein wenig Abenteuerlust kann man Wandertouren aber auch auf eigene Faust starten. Einschl&#228;gige B&#252;cher mit Karten sind jedoch empfehlenswert, da Ausschilderungen weites gehend fehlen. Wer in Deutschland noch nicht zugeschlagen hat, kriegt die notwendige Literatur aber gegen entsprechendes Entgeld auch noch an der Hotelrezeption.<br />
Insbesondere die Wanderung von Funchal zur&#252;ck nach Caniςo de Baixo kann ich sehr empfehlen. Der Einstieg ist auf dem Berg Monte oberhalb von Funchal, wo man mit einem Stadtbus (Nr. 20/21) unproblematisch hinkommt. Dann wandert man immer an der Levada (Bew&#228;sserungskanal) entlang nach Camacha. Von dort geht es dann bergab nach Caniςo. Wer m&#252;de Beine hat, kann ab hier aber auch einen Bus nehmen.<br />
Zudem gibt es von Funchal noch eine sch&#246;ne Wanderung in das Socorridos-Tal. Der Einstieg oberhalb des Fu&#223;ballstadiums Bar-reiros ist etwas schwer zu finden, aber dann kann man sich gut an der Levada orientieren und hat die M&#246;glichkeit am Ende der Tour, mit einem Stadtbus zur&#252;ck in das Zentrum von Funchal zu kommen.</p>
<p><img class="alignright size-full wp-image-2300" title="scannen0001" src="http://www.frosch-blog.de/wp-content/uploads/2009/01/scannen0001.jpg" alt="" width="246" height="355" />Die von Christa angebotenen Wanderungen sind im Frosch-Katalog recht zutreffend beschrieben. Allerdings muss man aufgrund des teilweise doch recht wechselhaften Wetters damit rechnen, dass Touren einen Tag sp&#228;ter als geplant stattfinden oder, dass auch mal spontan eine andere – weil regenfreie – Route<br />
gew&#228;hlt wird.</p>
<p>Unsere drei Tagestouren hielten auf jeden Fall, was Christa am Tag zuvor versprochen hatte, zumal Madeira f&#252;r Wanderurlaub sehr geeignet ist: Die Insel ist gr&#252;n und gleichzeitig sehr gebirgig, die Landschaft wundersch&#246;n und mit vielen Levadas durchzogen, an denen man entlang wandern kann.<br />
Allerdings ist das Gel&#228;nde manchmal auch sehr steil: Man braucht also ein wenig Kondition und m&#246;glichst auch Schwindelfreiheit um einige schwierige Stellen zu bew&#228;ltigen.</p>
<p>Entsprechendes gilt auch f&#252;r die Biketour: Da wir aufgrund des wechselhaften Wetters nicht im Gel&#228;nde oder an der Levada entlang fahren konnten, ging es auf der Stra&#223;e meistens steil bergauf oder steil bergab. Zudem halte ich Madeira aufgrund der teilweise doch sehr r&#252;cksichtslosen Autofahrer f&#252;r nicht besonders fahrradtauglich. Fahrradtouren auf einige Faust sind ohnehin nicht zu empfehlen, da man von Caniςo de Baixo erst einmal sehr lange den steilen Berg hinauf fahren m&#252;sste.</p>
<p>Den freien Tag kann man zudem viel besser f&#252;r einen Ausflug nach Funchal nutzen. Dort gibt es eine gro&#223;e Markthalle sowie eine kleine, aber recht sch&#246;ne Fu&#223;g&#228;ngerzone mit sehr viel Ledergesch&#228;ften (Schuhe und Taschen). Zudem nat&#252;rlich Cafés, Restaurants, mehrere Kirchen und ein paar Museen.<br />
Wer danach noch nicht m&#252;de ist, kann mit einem Stadtbus auf den Berg Monte fahren und von dort in 4-6 Stunden zur&#252;ck nach Caniςo de Baixo wandern (siehe oben).</p>
<p><img class="alignright size-full wp-image-2301" title="scannen0002" src="http://www.frosch-blog.de/wp-content/uploads/2009/01/scannen0002.jpg" alt="" width="229" height="334" />Ansonsten kann man sich die Zeit nat&#252;rlich auch in dem recht weitl&#228;ufigen Hotelkomplex vertreiben. Au&#223;er dem Pool mit Sonnenterrasse steht beim schlechten Wetter auch noch das Fitnesscenter mit Sauna und beheizten Hallenbad zur Verf&#252;gung. Die Anlagen werden allerdings auch stark von Einheimischen frequentiert, so dass es gerade bei schlechtem Wetter recht voll werden kann.</p>
<p>Der Abend begann dann meistens mit dem gemeinsamen Essen im Speisesaal. Dort gibt es jeden Tag ein anderes Themenbuffet. Wer m&#246;chte kann seinen Voucher aber auch nutzen, um in dem Fischrestaurant oder der Pizzeria auf dem Hotelgel&#228;nde f&#252;r bis zu 16 Euro pro Person á la carte zu speisen. Getr&#228;nke m&#252;ssen allerdings immer extra bezahlt werden und sind auch recht teuer (€ 3,20 f&#252;r 0,5 Bier). Deutlich preiswerter sind jedenfalls Bars und Restaurants in der Hotelumgebung. Allerdings ist zumindest im November abends nicht allzu viel los. Dies gilt auch f&#252;r die beiden hoteleigenen Bars.</p>
<p>Insgesamt eignet sich der Urlaub auf Madeira somit eher nicht f&#252;r G&#228;ste, die den Trubel suchen, sondern mehr f&#252;r Froschurlauber, die in sch&#246;ner Umgebung einen ruhigen Wanderurlaub verbringen wollen.</p>
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		<title>Nepal</title>
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		<pubDate>Sun, 27 Jul 2008 08:05:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>zwob</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fernreisen]]></category>
		<category><![CDATA[Nepal]]></category>
		<category><![CDATA[Startseite]]></category>

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		<description><![CDATA[21.03.2008 Endlich ich es so weit. Maren und ich beginnen den 1. Urlaubstag mit einem guten Fr&#252;hst&#252;ck, dann werden die Rucks&#228;cke ins Auto geschmissen, Andi f&#228;hrt uns zum Bahnhof und er Trip beginnt! Von Siegburg nach Frankfurt, von Frankfurt nach Bangkok, von Bangkok nach Kathmandu. Alles in allem sind wir fast 22 Stunden unterwegs, aber dank der Vorfreude, dem guten Essen im Flieger und ein wenig Schlaf, vergeht die Zeit recht schnell.
In Bangkok lernen wir Angelika kennen, im Flieger kommt Ralf noch dazu. Jetzt fehlen nur noch 2 und unser Team f&#252;r die n&#228;chsten drei Wochen ist komplett [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Reisebericht von Ulrike L&#252;tz </strong>(Ulrike.Luetz at vivento-cs.de)<strong><br />
FROSCH Reiseziel <a href="http://www.frosch-sportreisen.de/fernreisen/rundreise-nepal.asp">Nepal &#8211; Aktiv</a></strong></p>
<p><strong>1. + 2. Tag : Flug nach Kathmandu</strong><br />
21.03.2008 Endlich ich es so weit. Maren und ich beginnen den 1. Urlaubstag mit einem guten Fr&#252;hst&#252;ck, dann werden die Rucks&#228;cke ins Auto geschmissen, Andi f&#228;hrt uns zum Bahnhof und der Trip beginnt! Von Siegburg nach Frankfurt, von Frankfurt nach Bangkok, von Bangkok nach Kathmandu. Alles in allem sind wir fast 22 Stunden unterwegs, aber dank der Vorfreude, dem guten Essen im Flieger und ein wenig Schlaf, vergeht die Zeit recht schnell.<br />
In Bangkok lernen wir Angelika kennen, im Flieger kommt Ralf noch dazu. Jetzt fehlen nur noch 2 und unser Team f&#252;r die n&#228;chsten drei Wochen ist komplett.<br />
Am Flughafen in Kathmandu empf&#228;ngt uns Deepak, der nepalesische Reiseleiter, mit einem Blumenkranz und guter Laune. Die Fahrt zum Hotel del Annapurna dauert nur ca. 20 Minuten, ist aber dank des ungewohnten Linksverkehrs und dem Chaos auf den Stra&#223;en schon recht aufregend ☺.<br />
Im Hotel machen wir uns ein bisschen frisch, dann erwartet uns Deepak um die erste kleine Orientierungstour durch das Touristenzentrum Thamel mit uns zu machen, Geld zu tauschen, etc.<br />
Gegen Abend trudeln Kathi und Steffi ein und wir k&#246;nnen zum gemeinsamen Abendessen aufbrechen. Untermalt wird das hervorragende Essen vom Auftritt einer Tanzgruppe, einer Showeinlage des Kellners, die er so sicher nicht gewollt hat, zumindest glauben wir nicht, dass er die Serviette extra abgefackelt hat… und dem ersten Roxy.</p>
<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-1812" title="cimg3217" src="http://www.frosch-blog.de/wp-content/uploads/2008/07/cimg3217.jpg" alt="Nepal" width="321" height="480" /></p>
<p><strong>3. Tag:</strong><br />
Nach dem Fr&#252;hst&#252;ck im Hotel mit tollem Buffet, fahren wir zur K&#246;nigsstadt Patan. Dort gibt es unglaublich viele Tempel zu besichtigen, Deepak macht uns mit den ersten G&#246;ttern bekannt und zum Ende der Tempeltour fahren wir zum Tempelh&#252;gel Swayambunath. Von dort hat man einen irren Blick auf das Kathmandu-Tal. Der Beiname des Tempels ist &#252;brigens Monkey Temple, denn es leben sicher genauso viele Affen dort, wie man Besucher z&#228;hlt und man muss sich sehr vorsehen, denn die nett aussehenden Tierchen haben einem ganz schnell das Essen aus den H&#228;nden geklaut.<br />
Auf der Fahrt nach Patan und sp&#228;ter zum Monkey Temple, dachte ich immer, dass es viel sch&#246;ner w&#228;re, wenn man zu Fu&#223; unterwegs w&#228;re und sich einfach unters Volk mischen k&#246;nnte. Dieser Wunsch wurde erf&#252;llt ohne dass ich ihn aussprechen musste. Die Tour endete mit einem Fu&#223;marsch durch die Stadt.<br />
Man wird fast erschlagen von den Eindr&#252;cken, die auf einen niederprasseln. Es herrscht ein Riesenchaos, ohne Hupen k&#246;nnten die Nepalesen kein Auto fahren, die engen Gassen sind vollgestopft mit Menschen, Gesch&#228;ften, Motorradfahrern, K&#252;hen, … Es gibt viele dreckige Ecken und ich kann mir vorstellen, dass viele Besucher schnell wieder weg wollen. Bei mir war es so, dass ich nach dem ersten „Kulturschock“ das Flair der Stadt mitbekommen habe und es mir daher sehr gut gefallen hat.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-1813" title="bild0069" src="http://www.frosch-blog.de/wp-content/uploads/2008/07/bild0069.jpg" alt="Nepal" width="480" height="360" /></p>
<p><strong>4. Tag: Kathmandu Tal </strong></p>
<p>Die mittelalterliche Stadt Bhaktapur ist die sch&#246;nste der drei K&#246;nigsst&#228;dte. Es ist nicht ganz so hektisch wie in Kathmandu, aber auch hier kriegt man viele Tempel zu sehen. Auf dem Weg nach Bhaktapur machen wir noch Halt in der T&#246;pferstadt Thimi, wo wir den Menschen bei der Arbeit zu sehen d&#252;rfen. Ist schon beeindruckend unter welch einfachen Bedingungen gearbeitet wird. Am Abend hei&#223;t es Rucks&#228;cke packen, denn am n&#228;chsten Tag fliegen wir nach Pokhara.</p>
<p><strong>5. Tag: </strong><br />
Wir lernen die nepalesische Gem&#252;tlichkeit kennen. Schon am Vorabend hie&#223; es. „Wir m&#252;ssen zwar um zehn am Flughafen sein, aber wann wir dann tats&#228;chlich fliegen, steht in den Sternen“ &#8211; und so war es dann auch. Nach dem einchecken hatten wir noch Stunden Zeit ☺ Als es dann soweit war, erwartete uns eine 18-Personen-Maschine. So hatten wir alle einen Fensterplatz und konnten die herrliche Sicht auf die Bergketten genie&#223;en. Es gab sogar eine Stewardess, die auf dem halbst&#252;ndigen Flug Bonbons verteilt hat.<br />
Das Treck O´Tel ist ca. 10 Minuten vom Flughafen entfernt, liegt direkt am Phewa Lake und ist sehr sch&#246;n. Auch die Stadt hat was.<br />
Am Nachmittag lassen wir uns in zwei Ruderbooten &#252;ber den See schippern. Auf die Frage, ob es denn auch Boote mit Motor gibt, kriegen wir die Antwort, dass so was nur der K&#246;nig hat. Auf der anderen Seite des Sees starten wir zur ersten kleinen Wanderung. Ziel, wie sollte es anders sein, ein weiterer Tempel und ein sch&#246;ner Ausblick &#252;ber den See.</p>
<p style="text-align: center;"><img class="size-full wp-image-1814" title="bild0221" src="http://www.frosch-blog.de/wp-content/uploads/2008/07/bild0221.jpg" alt="Nepal" width="360" height="480" /></p>
<p><strong>6. &#8211; 7. Tag: </strong><br />
An den n&#228;chsten 2 Tagen warten die Bikes auf uns. Die erste Tour geht hoch hinaus bis nach Sarankot. Nicht jeder qu&#228;lt sich die lange Steigung hoch, manch einer h&#228;lt einfach einen Jeep an, wirft das MTB in den Kofferraum und l&#228;sst sich hochfahren <img src='http://www.frosch-blog.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> …<br />
Nach einer Verschnaufpause f&#252;hrt uns der Weg &#252;ber off-road Pisten mit herrlicher Aussicht weiter. Wir kommen durch einige kleine D&#246;rfer, wo uns &#252;berall winkende Kinder erwarten, die Gipfel des Dhaulagiri, Nilgiri und Annapurna zeigen sich und steigern die Vorfreude auf den Treck.<br />
Nach der Anstrengung folgt das Vergn&#252;gen, bis zum Hotel geht es fast nur noch Berg ab.<br />
Die 2. Radtour ist ein wenig gem&#252;tlicher, aber daf&#252;r sehr viel aufregender, denn Radfahrer z&#228;hlen anscheinend weniger als K&#252;he. Diese d&#252;rfen mitten auf der Stra&#223;e herum spazieren, ich habe irgendwo gelesen, dass man bis zu 12 Jahren ins Gef&#228;ngnis kommt, wenn man aus Versehen eine Kuh &#252;berf&#228;hrt.<br />
Deepak f&#252;hrt uns in eine H&#246;hle, ins Schmetterlingsmuseum in dem man auch viele andere Tiere zu sehen kriegt und zu einem Wasserfall …<br />
Maren und ich haben die Thaimassagen f&#252;r uns entdeckt. Nach der ersten in Kathmandu, g&#246;nnten wir uns nach den zwei Radtouren gleich noch eine. Herrlich!<br />
Dann hie&#223; es wieder Rucksack packen. Annapurna wir kommen!</p>
<p style="text-align: center;"><img class="size-full wp-image-1815" title="bild0367" src="http://www.frosch-blog.de/wp-content/uploads/2008/07/bild0367.jpg" alt="Nepal" width="435" height="326" /></p>
<p><strong>8. – 14. Tag: Annapurna Trekking </strong><br />
Von Pokhara aus fahren wir zum Ausgangspunkt unseres Trekkings, nach Naya Pul. Dort w&#228;chst unsere Gruppe um weitere vier Personen, denn wir lernen Rham und unsere Tr&#228;ger kennen. Sie begleiten uns w&#228;hrend der n&#228;chsten sieben Tage.<br />
Anfangs f&#252;hrt der Weg fast die ganze Zeit durch kleine &#214;rtchen, die Anforderung ist nicht wirklich hoch, genau richtig um sich ans wandern zu gew&#246;hnen. Das erste Guesthouse in Tikhedhungga erreichen wir schon am fr&#252;hen Nachmittag. Die freie Zeit nutzt jeder von uns anders. Kuchen essen, T-Shirt waschen, im nahe gelegenen Fluss baden, Fotos schie&#223;en. Irgendwann treffen wir uns alle wieder an dem riesigen runden Tisch, der mitten im Hof des Guesthouses steht und zum Kaffee (oder dem ersten Bier des Tages) einl&#228;dt.<br />
Die Unterk&#252;nfte sind einfach, aber v&#246;llig ausreichend, Abendessen und Fr&#252;hst&#252;ck k&#246;stlich und so k&#246;nnen wir am n&#228;chsten Tag gut gest&#228;rkt weiter ziehen.<br />
Am zweiten Tag legen wir ca. 1300 H&#246;henmeter zur&#252;ck. Es geht lange Zeit steil bergauf, aber man wird von der Anstrengung abgelenkt, weil man die ganze Zeit die tolle Landschaft bewundern muss. Der Weg geht immer wieder an einem glasklaren Bach entlang, die rotbl&#252;henden Rhododendronb&#228;ume verschlagen einem die Sprache, einmal zeigten sich uns ein paar Affen. Ziel des Tages ist das kleine &#214;rtchen Ghorepani auf 2860m. Es ist ziemlich kalt und es f&#228;llt ein wenig Schnee. Maren und ich machen es uns mit unseren B&#252;chern, Tee und einem St&#252;ck Kuchen am Ofen in der Gaststube gem&#252;tlich und verlassen das warme Pl&#228;tzchen erst als wir ins Bett gehen.<br />
Die Nacht ist kurz. Um 4:45 Uhr klingelt der Wecker. Sonnenaufgang am Poon Hill! Bis dorthin m&#252;ssen wir ca. eine Stunde wandern. Die Stimmung im Dorf ist irre, fast alle Wanderer haben die selbe Idee wie wir. &#220;berall sieht man Stirnleuchten, Taschenlampen, kaum einer traut sich laut zu reden um die morgendliche Stille nicht zu sehr zu st&#246;ren.<br />
Auf dem Plateau des Poon Hill (ca. 3200m) ist richtig was los, die Kameras sind knipsbereit und alles wartet darauf, dass die Sonne hinter den frisch eingeschneiten Bergen hervor kommt. Der Anblick ist toll und das fr&#252;he Aufstehen hat sich gelohnt.</p>
<p style="text-align: center;"><img class="size-full wp-image-1817" title="bild0178" src="http://www.frosch-blog.de/wp-content/uploads/2008/07/bild0178.jpg" alt="Nepal" width="480" height="360" /></p>
<p>Weiter geht’s nach Tatopani (ca. 1190m). Die Stimmung in der Gruppe ist total entspannt, immer wieder geht mal jeder f&#252;r sich, h&#228;ngt einfach seinen Gedanken nach und genie&#223;t die Gegend. In Tatopani wartet nicht nur ein sehr sch&#246;n gelegenes Guesthouse, sondern auch hei&#223;e Quellen in denen man die m&#252;den Muskeln ein wenig baden kann.<br />
Von uns war allerdings niemand unten, wir waren zu verfressen, haben das Baden ausfallen lassen und sind gleich zum Abendessen &#252;bergegangen. Danach noch einen Roxy und der gute Schlaf war garantiert ☺.<br />
Weiter geht’s nach Kalapani (ca. 2530m). Auf dem Weg kommen wir am Wasserfall Rukse Chhahara vorbei, wandern lange durch eine Schlucht und kriegen fast Genickstarre, weil wir ununterbrochen die gigantischen Berge rechts und links anschauen m&#252;ssen. Nachmittags wird’s ungem&#252;tlich, wir geraten in ein Gewitter, aber wof&#252;r hat man denn die Regenklamotten!?! Als wir in der Lodge ankommen, sind wir halb erfroren, beschlie&#223;en dass wir uns die Dusche wegen dem eiskalten Wasser f&#252;r den heutigen Tag sparen und bleiben lieber in der Stube sitzen. Dort gab es n&#228;mlich einen Tisch unter dem immer wieder gl&#252;hende Kohle nachgelegt wird und wo wir uns herrlich aufw&#228;rmen konnten.<br />
Am n&#228;chsten Tag ist das Wetter wieder gut, der Nebel und die Wolken sind verschwunden und wir sehen erst so richtig von was f&#252;r wundersch&#246;nen Bergen wir umgeben sind. So ein Ausblick zum Fr&#252;hst&#252;ck, das hat schon was. Mittlerweile sind wir den 5. Tag zu Fu&#223; unterwegs und kommen in eine Region in der alles aus &#196;pfeln hergestellt wird. Apfelkuchen, Apfelmomos, Apfelbrandy, Apfelsaft&#8230; Der Anblick der bl&#252;henden Apfelb&#228;ume vor den schneebedeckten Gipfeln war einige Fotos wert! &#220;bernachten werden wir an diesem Tag in Marpha (2670m). Wieder ein sehr nettes &#214;rtchen, in dem man sogar ein bisschen shoppen gehen kann. U.a. B&#252;cher&#8230; sehr zum Leidwesen von Ralf, denn „seine“ 5 M&#228;dels hatten fast jeden Abend ein Buch vorm Gesicht und waren nicht sehr kommunikativ&#8230;<br />
An Tag 6 wandern wir von Marpha durch Jomsom und AekleBhatti bis nach Kagbeni (2880m). Was verr&#252;ckt ist, ist dass in dieser Gegend jeden Tag gegen elf Uhr ein irrer Wind einsetzt. Auf dem Weg von Jomsom nach Kagbeni, ist es nicht ganz so schlimm, weil er von hinten kommt und man praktisch zum Ziel geschoben wird. In der Mittagspause m&#252;ssen wir uns aber rein setzen, sonst h&#228;tte die Lasagne einfach zu sandig geschmeckt.<br />
Die Sonne gab an diesem Tag alles und es war trotz Wind tolles Wetter, wir sind recht fr&#252;h am Ziel, die anderen machen Kaffeepause im gem&#252;tlichen Wintergarten unserer Lodge, die &#252;brigens Yak Donalds hei&#223;t, ich genie&#223;e lieber noch ein bisschen die Sonne. In Kagbeni ist viel los. Viele Trekker, viele Dorfbewohner, Hunde, Pferde, K&#252;he, alle zieht es nach drau&#223;en. Ein besonderes Highlight ist das sch&#246;ne Kloster, das man auf jeden Fall von au&#223;en und innen besichtigen und von dessen Dach man den Ausblick genie&#223;en sollte.<br />
Zum Abendessen erwarten uns selbstverst&#228;ndlich Burger und ein Gl&#252;ck, auch hier ein Tisch unter dem die Kohle gl&#252;ht, denn es ist eisig kalt.<br />
Der letzte Tag des Trecks f&#252;hrt uns auf  3500m in das &#214;rtchen Jharkot. Das ist gleichzeitig auch der h&#246;chste Punkt unserer Tour. Der Anstieg ist angenehm und man hat die ganze Zeit ein Wahnsinns Panorama! In Jharkot gab’s neben der „Orts-Besichtigung&#8221; mal wieder ein tolles Mittagessen.<br />
Auf dem Weg zur&#252;ck nach Jomson werden wir von schlechtem Wetter &#252;berrascht, es ist nass und durch den Wind eiskalt, aber im Hotel erwartet uns eine gl&#252;hendhei&#223;e Dusche und ein leckerer Grog und die Welt ist wieder in Ordnung.<br />
Gut in Pokhara gelandet, teilt sich die Gruppe und jeder f&#252;r sich macht sich auf zum Powershoppen. Souvenirs und Leckereien, zwischendurch eine tolle Massage&#8230; herrlich!<br />
<strong></strong></p>
<p><img class="alignright size-full wp-image-1816" title="img_1659" src="http://www.frosch-blog.de/wp-content/uploads/2008/07/img_1659.jpg" alt="" width="250" height="187" /><strong>Am 16. und 17. Tag</strong> steht Rafting auf dem Programm. Der Seti River ist kein wilder Fluss, aber ein paar rasantere Stellen gibt es schon. Die Landschaft am Flussufer ist ein absoluter Traum und man kann es genie&#223;en, gem&#252;tlich vor sich hin zu paddeln. Als wir auf Wasser waren, war scheinbar bei den Einheimischen Wasch- und Badetag, denn entlang des Ufers plantschten unz&#228;hlige  Menschen im Wasser. Alle wie gew&#246;hnt fr&#246;hlich und freundlich.<br />
Gegen Abend suchten wir uns einen &#220;bernachtungsplatz, die Zelte wurde aufgebaut, unsere Guides zauberten ein hervorragendes Essen und der Tag endete mit einem Lagerfeuer und Musik und Tanz.<br />
Nach dem wir am 2. Tag angelegt haben und wieder trockene Klamotten an hatten, fuhren wir mit dem Bus zum Chitwan National Park.<br />
Dort erwartet uns ein tolles Hotel, eine Beachbar die genial ist um den Tag beim Sonnenuntergang ausklingen zu lassen, Jeepsafari, Kutschfahrt durchs Dorf, Einbaumflusstour, Elefantenritt, etc.</p>
<p style="text-align: center;"><img class="size-full wp-image-1818" title="img_1731" src="http://www.frosch-blog.de/wp-content/uploads/2008/07/img_1731.jpg" alt="Nepal" width="350" height="262" /></p>
<p><strong>20. -21. Tag: R&#252;ckfahrt nach Kathmandu und freier Tag.</strong><br />
Nach den vollgepackten Tagen im Nationalpark geht’s dann unvermeidbar zur&#252;ck nach Kathmandu.<br />
Dort haben wir noch ein bisschen freie Zeit f&#252;r uns. Ihr k&#246;nnt Euch denken wie wir die Zeit verbracht haben&#8230; nat&#252;rlich mit essen, Souvenirs kaufen, relaxen am Pool&#8230;</p>
<p>Fazit der Reise&#8230; Es war schon l&#228;nger ein Traum in dieses Land zu reisen, das Ganze mit Frosch und so durch organisiert zu machen war eine spontane Idee und eigentlich nicht die Art, wie wir Urlaub machen. Anfangs waren wir ein wenig skeptisch, was „Urlaub nach Plan“ wohl bedeutet, aber dank der tollen Gruppe, dank Deepak, Rham und Co und nat&#252;rlich nicht zuletzt dank des traumhaften Landes wurde es ein genialer Urlaub, den wir nicht so schnell vergessen werden!!!!</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Pura Vida oder &#8220;Was ist los ist in Costa Rica&#8221;</title>
		<link>http://www.frosch-blog.de/reisebericht-costa-rica-3/1421</link>
		<comments>http://www.frosch-blog.de/reisebericht-costa-rica-3/1421#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 19 Nov 2007 16:31:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Timo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Costa Rica]]></category>
		<category><![CDATA[Fernreisen]]></category>
		<category><![CDATA[Startseite]]></category>

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		<description><![CDATA[Pl&#246;tzlich herrscht Stille im Bus. Alle halten die Luft an. Der ein oder andere sendet innerlich den Sto&#223;seufzer gen Himmel, nach dem dieser Br&#252;ckentyp im Volksmund benannt wird: „Oh-Gott-Br&#252;cke“, hatte Reiseleiter Ivork erkl&#228;rt. Doch Busfahrer Fabio setzt unser Gef&#228;hrt samt Inhalt vorsichtig auf die andere Seite. Nochmal gut gegangen. Einer der mit Lehm und Steinen verputzten Baumst&#228;mme, aus denen die Br&#252;cke besteht, h&#228;tte unter dem Gewicht auch wegbrechen k&#246;nnen. Das w&#228;re nichts Au&#223;ergew&#246;hnliches, jetzt, in der Regenzeit, wo das Holz schnell morsch wird [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Tagebuch einer Abenteuerreise<br />
von Susanne Schwarzb&#252;rger </strong>(susanne.schwarzbuerger at t-online.de)<strong><br />
FROSCH Reiseziel <a href="http://www.frosch-sportreisen.de/fernreisen/rundreise-costa-rica.asp">Costa Rica aktiv</a></strong></p>
<p>Pl&#246;tzlich herrscht Stille im Bus. Alle halten die Luft an. Der ein oder andere sendet innerlich den Sto&#223;seufzer gen Himmel, nach dem dieser Br&#252;ckentyp im Volksmund benannt wird: „Oh-Gott-Br&#252;cke“, hatte Reiseleiter Ivork erkl&#228;rt. Doch Busfahrer Fabio setzt unser Gef&#228;hrt samt Inhalt vorsichtig auf die andere Seite. Nochmal gut gegangen. Einer der mit Lehm und Steinen verputzten Baumst&#228;mme,  aus denen die Br&#252;cke besteht, h&#228;tte unter dem Gewicht auch wegbrechen k&#246;nnen. Das w&#228;re nichts Au&#223;ergew&#246;hnliches, jetzt, in der Regenzeit, wo das Holz schnell morsch wird.<br />
Wie gef&#228;hrlich diese Situation im Vergleich zu einigen anderen im Laufe des 16-t&#228;gigen Frosch- bzw. Aventoura-Aktivurlaubs erlebten (und weitgehend heil &#252;berstandenen) war, ist f&#252;r uns nicht wirklich absch&#228;tzbar. Immerhin gab es gegen Ende unserer Reise in Costa Rica 18 Tote, tausende Verletzte und ihres Wohnraums Beraubte aufgrund von heftigen &#220;berschwemmungen mit Erdrutschen nach tagelangen Regenf&#228;llen. Der Notstand wurde an unserem Abreisetag ausgerufen, und Ivork sorgte sich sichtlich um die Einhaltung des Reiseplans mit der nach uns folgenden Gruppe. Vor allem wegen der „Oh-Gott-Br&#252;cken“. Doch vielleicht lieber der Reihe nach:</p>
<p>3.10.07 – 1. Tag<br />
Das Abenteuer beginnt f&#252;r vier von 15 Gruppenreisenden (zwischen 29 und 70 Jahren) bereits auf dem Stuttgarter Flughafen: der KLM-Flug nach Amsterdam wird kurzfristig annulliert; kaum jemand, der auf die Maschine gebucht war, m&#246;chte einfach nur nach Amsterdam. Ein kleines Chaos bricht aus, wer kommt wie weiter? Einziger Vorteil der Situation: Katja, Stefan, Albrecht und ich finden uns schnell im Gew&#252;hl und heraus, dass wir zusammen geh&#246;ren. Das macht die Lage ertr&#228;glich und dank des sich gruppendynamisch entwickelnden schwarzen Humors sogar geradezu lustig. Wir kommen an dem Tag aber trotz vieler Diskussionen mit diversem Flughafenpersonal nur bis nach Amsterdam und d&#252;rfen dort vom Hotel aus telefonieren, um Tierra Verde/Aventoura in Costa Rica und Freiburg zu verst&#228;ndigen.</p>
<div style="text-align: center"><img alt="Costa Rica" id="image1438" src="http://www.frosch-blog.de/wp-content/uploads/2007/11/Ohgottbruecke.jpg" /></div>
<p>4.10.07 – 2. Tag<br />
W&#228;hrend unsere Reisegenossen sich schon die besten Pl&#228;tze im Mikrobus aussuchen d&#252;rfen, um damit durch den Nationalpark Braulio Carillo von San José nach Puerto Viejo de Sarapiquí zu fahren, m&#252;ssen wir wieder zum Flieger. Die anderen schauen sich bei schw&#252;ler Hitze den arch&#228;ologischen Park Alma Ata an, uns bleibt immerhin ein kurzer Bummel durchs k&#252;hle Amsterdam. Und dann verlieren wir in Orlando beinahe noch Katja. In den USA geboren, aber nur mit einem deutschen Reisepass ausgestattet – das ist ein Problem. Man f&#252;hrt sie ab. Kurzfristig lachen wir nicht mehr. Doch gerade noch rechtzeitig taucht sie wieder auf.<br />
In San José werden wir abgeholt und gleich noch drei Stunden lang nach Sarapiquí gefahren. (Das Reiseprogramm, wie es im Katalog steht, wurde n&#228;mlich ein bisschen verdreht, da Martinair den Dienstagsflug Amsterdam-San José gestrichen hatte und der Trip daher schon im Vorfeld um einen Tag verschoben werden musste).<br />
Im Hotel El Bambú ist alles dunkel, der ganze Ort wirkt wie tot. Von au&#223;en eine Entt&#228;uschung, ist die &#220;berraschung anderntags umso gr&#246;&#223;er, umgeben von Urwald zu sein. Nachts konnte man das nur erahnen: Die ungewohnte Ger&#228;uschkulisse – Glucksen und Gluckern, Vogelschnattern, Zirpen und Pochen – gepaart mit der schw&#252;len W&#228;rme verhindert das Durchschlafen.</p>
<p>5.10.07 – 3. Tag<br />
Der Tag der Fr&#246;sche und Schmetterlinge: bei der Dschungelwanderung mit Ivork und Hilfsf&#252;hrer Roberto – beide mit dicken Kn&#252;ppeln zum Schlangen vertreiben ausgestattet – entdecken wir mittelgro&#223;e platte Silberfr&#246;sche, farblich angepasste Laubfr&#246;sche und winzig kleine, sehr h&#252;bsche Jeansfr&#246;sche (die roten mit den blauen Beinen). Eine riesige Stabheuschrecke, ein kleiner Leguan und eine mittelgro&#223;e Giftschlange, Libellen und immer wieder Schmetterlinge wollen bewundert werden. Vor allem der gro&#223;e blaue Morfo, der von au&#223;en so unscheinbar wirkt. Br&#252;llaffen br&#252;llen weit oben in den Urwaldriesen.<br />
„Kinder in Costa Rica lernen als erstes Schwimmen, Radfahren und Reiten“, erkl&#228;rt uns unser Pferde-Guide am Nachmittag. „Denn das brauchen sie hier“. Schwimmen, um zu &#252;berleben und den Umgang mit Rad und Pferd, um sich fortbewegen zu k&#246;nnen. Sein junger Neffe reitet auch mit; er ist angeblich erst zum zweiten Mal dabei, geht aber selbstbewusst mit seinem Tier um. Geritten wird in Westernmanier: mit Westerns&#228;tteln, breiten Steigb&#252;geln und nur einem Strick in der Hand als Z&#252;gel. In einer Hand, wohlgemerkt. Die Pferde haben keine Trense im Maul, nur den Strick um die Schnauze gelegt. Und das funktioniert. Unser Guide &#246;ffnet und schlie&#223;t wendig gro&#223;e Gatter ohne abzusteigen, ein richtiger Cowboy.<br />
Bald ziehen Regenwolken auf. Wir zwei Reiterinnen treffen die vier wieder, die zum Rafting waren (und strahlend wiederkommen) und sammeln anschlie&#223;end mit dem Bus die Restgruppe auf, die sich derweil auf einer Kakaoplantage &#252;ber alles Wissenswerte rund um Anbau und Weiterverwertung dieser Pflanze informiert hat. Solche Plantagen gibt es in Costa Rica fast nur noch zu touristischen Zwecken. Denn seit vielen Jahren plagen sich die Costaricaner mit einem Sch&#228;dling ab und k&#246;nnen keinen Kakao mehr in ausreichenden Mengen produzieren. F&#252;r Touristen wird hier, auf der Hacienda Pozo Azul, auch Vanille angepflanzt.</p>
<div style="text-align: center"><img alt="Costa Rica" id="image1439" src="http://www.frosch-blog.de/wp-content/uploads/2007/11/Regentour.jpg" /></div>
<p>6.10.07 – 4. Tag<br />
Piña morgens, mittags und abends. Als Saft, als Shake mit Wasser (en agua) oder Milch (en leche), im Essen, roh oder gebraten. Costa Rica, das Land der Ananasbarone. Wer glaubte, die Tropenfrucht w&#252;chse auf B&#228;umen, muss sp&#228;testens heute seine Meinung revidieren: Ananas-felder so weit das Auge reicht auf der Fahrt Richtung Boca Tapada. Und immer mal wieder eine schmale Br&#252;cke &#252;ber ein rei&#223;endes Fl&#252;sslein, oh Gott. Doch erstmal besuchen wir noch den Schmetterlingsgarten von Pozo Azul. Dort flattern sie uns um die Ohren, landen teilweise auf silbrigen Haaren und wei&#223;en Oberarmen: Falter aller Gr&#246;&#223;en und Farben. Ein frisch aus der Larve geschl&#252;pfter Morpho h&#228;lt still und posiert auf der Hand f&#252;rs Foto.<br />
Irgendwo am Tres-Amigos-Fluss steigen wir bei br&#252;tender Hitze vom Bus in Kanus um und flussabw&#228;rts geht die Fahrt. Leider ist die Str&#246;mung nicht so stark, dass man nicht noch kr&#228;ftig paddeln m&#252;sste. Kurz nach der Einm&#252;ndung des Tres Amigos in den Río San Carlos, Grenzfluss zu Nicaragua, steuern wir das Ufer an. Es gibt mal wieder was zu lachen, als Stefan beim Ausstieg bis zu den Knien im Schlamm stecken bleibt und ohne Hilfe nicht mehr heraus kommt…<br />
Mit leckeren, Schinken, K&#228;se, Tomaten, Gurken…, gef&#252;llten Tortillafladen und – nat&#252;rlich – Ananassaft gest&#228;rkt, geht es weiter. Kurz vor Schluss darf nochmals gelacht werden, als ein Kanu kentert. Bald sind wir alle aber genauso nass wie dessen Insassen, da noch vor der Landung heftiger Gewitterregen einsetzt. Aber nur die beiden Verungl&#252;ckten haben zu dem Spott und der N&#228;sse noch den Schaden in Form von verlorenen Sonnenbrillen und Flipflops zu beklagen.<br />
Mit der Laguna Lagarto Lodge erwartet uns null Komfort, daf&#252;r aber eine nicht zu &#252;berbietende location mitten im Dschungel. Fabio bietet sich an, uns nach dem Abendessen noch „eben“ nach Boca Tapada in die Karaokebar zu fahren. Es stellt sich heraus: die Fahrt dauert &#252;ber eine halbe Stunde. Einfach. Aber der Spa&#223; lohnt sich f&#252;r die sieben, die das Angebot annehmen. Zwar ist das Café wegen einer Veranstaltung in der N&#228;he &#228;u&#223;erst schwach besucht, daf&#252;r singen die anwesenden Einheimischen umso sch&#246;ner, trauen wir uns, uns enthemmt der L&#228;cherlichkeit preiszugeben und erhalten gratis schwei&#223;treibende Salsastunden von Jorge, den wir dort kennenlernen.</p>
<p>7.10.07 – 5. Tag<br />
Dschungelleben die Zweite: Vorbeiziehende Aras spielen Wecker. Zahlreiche farbenfrohe V&#246;gel kommen, um sich an den f&#252;r sie aufgeh&#228;ngten Bananen g&#252;tlich zu tun. Von der Fr&#252;hst&#252;cksterrasse aus bestaunen wir auf noch n&#252;chternen Magen ihre Sch&#246;nheit. Tukane und Kolibris kommen auch.<br />
F&#252;r die heutige Wanderung stehen in der Lodge Gummistiefel f&#252;r alle bereit. Bald sehen wir warum, auch wenn Ivork betont, dass die Wege heute in absolut gutem Zustand seien. Wir beobachten Klammeraffen, sehen einen Camouflage-Frosch (den gr&#252;n-schwarzen), riesige Spinnen, hohe B&#228;umen mit Riesenwurzeln und Affenschaukeln. Doch die spannendste Show des Tages erwartet uns zur&#252;ck an der Lodge: mindestens eine Stunde lang werden wir Zeuge, wie eine relativ kleine Giftschlange eine gro&#223;e Fledermaus verspeist.<br />
Nach dem Essen besucht uns ein Nasenb&#228;r. Der versucht abzur&#228;umen, was die V&#246;gel morgens &#252;brig gelassen haben. Dann ist lazy sunday afternoon in H&#228;ngematten und auf Schaukelst&#252;hlen bei mal wieder p&#252;nktlich einsetzendem Gewitterregen angesagt. Nach dem Abendessen ist abermals Showtime, diesmal mit Henry und geplant: Der stets gut gelaunte Lodge-Angestellte pfeift f&#252;r uns Josefine, Mama H&#228;sslich, Kleiner Dicker, Hund und andere zusammen und wirft ihnen Fleischbrocken vor. Im Schein unserer Taschenlampen schauen wir zu, wie die Kaimane langsam aus dem Wasser kriechen und sich ihr Futter holen. Josefine l&#228;sst sich sogar den Schwanz t&#228;tscheln.<br />
Anschlie&#223;end holt Henry nochmal seine Rotaugenlaubfr&#246;sche aus dem Terrarium, die genauso auf Hildegards Gesicht abfahren (und springen), wie in Pozo Azul die Schmetterlinge auf ihre Haare.</p>
<div style="text-align: center"><img alt="Costa Rica" id="image1436" src="http://www.frosch-blog.de/wp-content/uploads/2007/11/Affe.jpg" /></div>
<p>8.10.07 – 6. Tag<br />
„Wenn da eine Schlange war, dann ist sie jetzt bestimmt schon wieder weg.“ Recht gelassen nimmt der Nachtw&#228;chter der Albergue la Catarata in Fortuna die Nachricht auf. Setzt sich dann aber doch – ganz langsam – in Bewegung, um sich die beschriebene Stelle vor unserem Bus mal n&#228;her anzuschauen. Mit Taschenlampe, denn es ist stockfinster. Und auf einmal wird er ganz schnell, ruft: „Die ist gef&#228;hrlich, die muss man t&#246;ten“, greift zu einem Kn&#252;ppel und erschl&#228;gt das Reptil. Anscheinend hatten wir Gl&#252;ck; arglos hatten wir sie uns nach dem Aussteigen minutenlang im Scheinwerferlicht angeschaut. „Wenn die zuschnappt, kann man gleich bei San Pedro (dem heiligen Petrus) vorsprechen&#8221;, meint der Totschl&#228;ger zu Ivork.<br />
Auf dem R&#252;ckweg vom Arenal-Vulkan hatten wir bereits eine hochgiftige Schlange fotografiert. Die kleine quietschgelbe Eyelash-Viper ruhte sich an einem Mauerpfosten aus und war Fabio aufgefallen. Ansonsten haben wir einen Gro&#223;teil des Tages im Bus verbracht – die Fahrt von Boca Tapada nach Fortuna zieht sich. Auf der Strecke wurde eine Schule besucht und mit Leguanen zu Mittag gegessen. Es gab Gelegenheit zum touristischen Shoppen in Fortuna – eine merkw&#252;rdig Mischung zwischen Western- und Touristenstadt – und eine kleine, nette Wanderung &#252;ber den Silencio-Trail, immer mit Blick auf den aktiven Arenal.<br />
Nach dem sp&#228;tabendlichen Schlangenschreck schaltete der Nachtw&#228;chter noch zuvorkommend die Lichter am Pool ein. Ausnahmsweise regnet es nicht, da suchen wir Abk&#252;hlung beim n&#228;chtlichen Plantschen.</p>
<p>9.10.07 – 7. Tag<br />
Um vier Uhr morgens h&#246;rt man Hahnenschreie und Hundegebell statt kr&#228;chzender Aras. Der „richtige“ Dschungel ist weit weg. Nach dem leckeren Fr&#252;hst&#252;ck mit Fr&#252;chten, frischen S&#228;ften, pancakes mit Sirup, Reis mit Bohnen und R&#252;hreiern starten wir den schwei&#223;treibenden Aufstieg zum Wasserfall, dem Catarata Río Fortuna. Wenngleich auf halbem Weg wieder Regen einsetzt, genie&#223;en wir am Ziel nicht nur die Aussicht, sondern auch ein erfrischendes Bad. Auf dem R&#252;ckweg verzichten wir auf Regenjacken: lieber regen- als schwei&#223;nass!<br />
Heute wird es nachmittags sch&#246;n. Gerade rechtzeitig f&#252;r eine neu entdeckte abenteuerliche Leidenschaft: Canopy. Die acht, die &#252;ber H&#228;ngebr&#252;cken wandern, haben sich definitiv die langweiligere Aktion ausgesucht. Wir sieben am&#252;sieren uns bei unserer Unterweisung in die Kunst des Tarzanspielens mit dem s&#252;&#223;en Guide Antonio, tanzen mit den Br&#252;llaffen auf dem Seil und juchzen vor Vergn&#252;gen, wenn’s mal schneller wird. Manchmal kreischen wir aber auch vor Angst, wenn wir glauben, nicht rechtzeitig stoppen zu k&#246;nnen. Beim Canopy Los Cañones im Preis inbegriffen ist der Besuch der so genannten hei&#223;en Quellen: einer Poolanlage mit einem Becken, dessen Wasser circa 37 Grad warm ist. Nachdem wir uns an den verschiedenen superschnellen Rutschen ausgetobt haben, schl&#252;rfen wir an der wet-bar leckere Cocktails. Dabei sitzen wir auf Barhockern unter der Wasserlinie.</p>
<p>10.10.07 – 8. Tag<br />
Absolut phantastisches Radwetter herrscht beim Besteigen der Mountainbikes am Arenalsee. Einige Kurven weiter &#252;berfallen uns Paparazzi von Aventoura mit Kameraklicken: sie foto-grafieren f&#252;r den n&#228;chsten Katalog. Bei herrlichem Sonnenschein genie&#223;en wir ein Fr&#252;chte-Picknick am See und immer wieder wundersch&#246;ne Aussichten auf das gegen&#252;berliegende Ufer und den Vulkan. Bei einem im Schweizer Stil gebauten Hotel legen wir eine Pinkelpause ein. Da hat es leider schon wieder zu regnen begonnen. Gl&#252;cklicherweise ahnen wir nicht, dass es so bald nicht mehr aufh&#246;ren wird. Immerhin verzichten wir deswegen auf das angebotene Bad im See und schlagen uns lieber beim deutschen B&#228;cker den Bauch mit Apfelstrudel und K&#228;sekuchen voll. Unser Bike-Guide Emanuel lernt heute auch dazu: Wiener W&#252;rstchen muss man nicht pellen!<br />
Der Regen str&#246;mt, der Drei-Kilometer-Aufstieg &#252;ber die Piste hinauf zur Eco-Lodge Lake Coter ist steil, die meisten verzichten, geben ihr Bike ab und setzen sich entweder in den Bus oder nehmen Schusters Rappen. Die, die fahren, fluchen.<br />
Mit Sicherheit w&#228;re die Aussicht von den phantastischen Zimmern hinunter auf den See ebenso phantastisch. Leider bekommen wir sie nicht zu Gesicht. Nicht heute und nicht morgen. Dieses Regenwetter soll nun eine Woche sp&#228;ter im Ausrufen des Notstandes m&#252;nden. – Da hilft nur der Kaffee auf der &#252;berdachten Zimmerterrasse zum Aufw&#228;rmen (Maschinen sind in den Zimmern vorhanden) und schlie&#223;lich das Starkbier an der Hotelbar zum Verdr&#228;ngen.</p>
<div style="text-align: center"><img id="image1425" alt="Costa Rica" src="http://www.frosch-blog.de/wp-content/uploads/2007/11/Wasserfall-Fortuna2.jpg" /></div>
<div style="text-align: center"><img alt="Costa Rica" id="image1437" src="http://www.frosch-blog.de/wp-content/uploads/2007/11/Arenalsee1.jpg" /></div>
<p>11.10.07 – 9. Tag<br />
Der Blick nach drau&#223;en bringt keine neue Aussicht. Heftige Regeng&#252;sse die ganze Nacht. Wir sind auf Nebelwaldh&#246;he. Keiner will den Berg mit dem Rad runter. Also bestellt Ivork unser Essen bei dem Frauenprojekt kurzerhand um und Fabio f&#228;hrt uns mit dem Bus. Kurze Reue unten auf der Stra&#223;e: hier ist das Wetter kurzfristig besser, die Sonne l&#228;sst sich eine Zeitlang blicken. Doch nochmal umbuchen ist jetzt nicht drin.<br />
Die Frauen empfangen uns mit leckerem Essen – das konventionell gekocht wurde. F&#252;r die Solarkocher – ein Ausstellungsobjekt stammt &#252;brigens aus Alt&#246;tting – muss halt die Sonne scheinen. Wir setzen durch, ab Nicoya bis zu unserem Ziel an der Pazifikk&#252;ste, Sámara, zu radeln. Abweichend vom Plan. (Nur Mark und Lisa fahren beinhart, begleitet von Emanuel, gleich ab dem Frauenprojekt &#252;ber die Schlammpiste los). Allerdings wissen wir jetzt, warum der Reiseplan diese Variante eigentlich nicht vorgibt. (Wer vor Ankunft in Sámara aber nochmal lachen m&#246;chte, besuche kurz die barocke Kirche in Nicoya und studiere die reizvoll ins Deutsche &#252;bersetzte Inschrift an den Taufbecken links vom Eingang): Die Strecke geht keine 100 Meter lang geradeaus, sie verl&#228;uft entweder aufw&#228;rts oder abw&#228;rts. Bei str&#246;mendem, prasselndem, gie&#223;endem Dauerregen. Mit Schlagl&#246;chern. Bergauf ist einfach nur anstrengend – zumal, wenn man bef&#252;rchten muss, dass die Kette beim Runterschalten abspringt, so dass man lieber einen etwas h&#246;heren Gang benutzt – bergab hingegen schlichtweg Sch… Wer schon mal ein schutzblechloses Mountainbike gefahren ist, wei&#223;, was ich meine. Die von Ivork versprochene kilometerlange Abfahrt existiert nicht. Die letzten zwei Kilometer ist es schon stockfinster. Niemand kann glauben, dass wir satte drei Stunden f&#252;r die 36 Kilometerstrecke unterwegs waren.<br />
Im Hotel Belvedere fallen wir samt Klamotten gleich in den Pool. Nasser geht eh nicht mehr. Und auch kaum ersch&#246;pfter. Beim Essen in einem nahe gelegenen Lokal m&#252;ssen die au&#223;en Sitzenden Schirme aufspannen, um von hinten nicht wieder nass zu werden.</p>
<div style="text-align: center"><img alt="Costa Rica" id="image1440" src="http://www.frosch-blog.de/wp-content/uploads/2007/11/Samarastrand1.jpg" /></div>
<p>12.10.07 – 10. Tag<br />
Muss der Typ, der den Pool absaugt, so einen Krach machen? Oh, er ist schon fertig, doch der laute, schnorchelnde L&#228;rm h&#228;lt an. Da d&#228;mmert es: Br&#252;llaffen fungieren hier als Wecker. Dabei m&#252;ssten wir endlich einmal nicht fr&#252;h aufstehen. Es regnet sowieso. Nur die halbe Gruppe rafft sich auf, mit Ivork radzufahren. Wir andern h&#228;ngen ab. Bummeln am Strand. Baden im lauwarmen Pazifik. Essen und trinken in einer kleinen Strandbar, besuchen das Internetcafé…<br />
Nach dem Abendessen beim Italiener besuchen wir die „Kieferbar“ (Ivorks Deutsch ist leider manchmal etwas missverst&#228;ndlich, daf&#252;r wei&#223; er aber &#252;ber alles „was ist los ist in Costa Rica“ gut Bescheid). Hier gibt es andere gestrandete Touris, Surfer, die Dorfjugend, eine Tischtennisplatte, einen abgenutzten Tischkicker, ein Billardtisch und Dartsscheiben. Und gute Cocktails. Genug, um uns diesen und die n&#228;chsten beiden Abende zu am&#252;sieren.</p>
<p>13.10.07 – 11. Tag<br />
Es regnet nur selten und verhalten, da kann man nicht klagen. Also raffen sich jetzt vornehmlich die auf, die gestern ausgeruht haben, und machen sich heute auf die Radtour an die Playa Carillo. Diesmal hat Ivork nicht gelogen: es ist tats&#228;chlich nur ein nennenswerter Berg auf den schnell zu bew&#228;ltigenden acht Kilometern zu nehmen; sch&#246;n ist es hier; am Palmen ums&#228;umten, ewig langen und leeren Strand ist endlich ein l&#228;ngeres Sonnenbad m&#246;glich; h&#252;bsche Muscheln und Steine zieren den Sand. Als st&#228;rkerer Regen einsetzt, gehen wir einfach ins Wasser und springen Wellen – wunderbar!<br />
Die im Programm angek&#252;ndigte Radtour an die Playa Barrigona muss dennoch ausfallen, ebenso der Besuch eines Schildkr&#246;tenstrandes. Wegen der Regenf&#228;lle sind die Fl&#252;sse derart &#252;ber die Ufer getreten, dass sie zum Teil nicht mehr &#252;berquert werden k&#246;nnen. Dazu geh&#246;rt einer auf dem Weg zu diesen beiden Zielen. .<br />
Zur&#252;ck in Sámara kommen die Br&#252;llaffen gerade zu dem Baum neben der Rezeption und lassen sich zum ersten Mal aus n&#228;chster N&#228;he fotografieren. Das ist nat&#252;rlich interessanter als die Diskussion mit dem deutschen Hotelier (Manfred aus Marbach am Neckar) &#252;ber die politische und wirtschaftliche Lage Costa Ricas, die durch das Affenspektakel unterbrochen wird. Letzten Sonntag gab es n&#228;mlich einen Volksentscheid f&#252;r oder gegen die Unterschrift des Pr&#228;sidenten Oscar Arias unter das CAFTA – Central American Free Trade Agreement, hier auch TLC genannt (Tratado de Libre Comercio) mit den U.S.A. Die Costaricaner haben sich – knapp, mit etwa 48 zu 42 Prozent – daf&#252;r entschieden. Unser Hotelier meint: „Eine Entscheidung von Reich und Gebildet gegen Arm und Ungebildet“. Interessant ist, dass es &#252;berhaupt ein Referendum gab – einzigartig in der recht autokratisch gepr&#228;gten lateinamerikanischen Welt. Aber Costa Rica ist das mittelamerikanische Land mit der l&#228;ngsten demokratischen Tradition und &#252;berhaupt untypisch. Diese Aussage bed&#252;rfte jedoch l&#228;ngerer Erkl&#228;rungen, f&#252;r die hier kein Platz ist. Zum Teil wird sie uns Carlos liefern, unser Mountainbike-Guide am letzten Tag.</p>
<p>14.10.07 – 12. Tag<br />
Den regenfreien Vormittag nutzen Claudia, Inge und ich nochmal zum Reiten. H&#246;hepunkte der Tour (Affen kennen wir ja nun schon): der tolle Aussichtspunkt hoch &#252;ber dem Meer im Wald und der Galopp am Strand. Nachmittags bringt sich jeder irgendwo vor dem heftigen Regen in Sicherheit: in Bars, den wenigen Touristenl&#228;den, dem Internetcafé oder im Hotel…</p>
<p>15.10.07 – 13. Tag<br />
Lang ist die Busfahrt zur&#252;ck nach San José. Noch l&#228;nger w&#228;re sie ein bis zwei Tage vorher gewesen, als die Stra&#223;en noch nicht wieder von umgest&#252;rzten B&#228;umen und Erdrutschen befreit waren. Der hoch gelegene Aussichtspunkt, an dem wir zum Mittagessen stoppen, bringt mal wieder keinerlei Sicht: Regen, Nebel, Regen…<br />
Ankunft in San José; nach einer kurzen Stadtrundfahrt haben wir eine Stunde Zeit zum Bummeln. „Warum seid ihr so still?“, m&#246;chte Ivork anschlie&#223;end auf der Fahrt nach Ciudad Colón wissen. Vermutlich denken alle das Gleiche: wir m&#246;chten ihn nicht in seinem Nationalstolz beleidigen, indem wir aussprechen, was wir von seiner Hauptstadt halten – n&#228;mlich gar nichts. Die h&#228;sslichste Kapitale, die ich je gesehen habe. Der Nachbau des franz&#246;sischen Nationaltheaters in klein, den die Kaffeebarone Anfang des letzten Jahrhunderts veranlassten, wirkt derma&#223;en deplaziert zwischen den Fast-Food-Lokalen und Billigl&#228;den, die in den gradlinigen und schmucklosen H&#228;userzeilen untergebracht sind, dass er den Schockeffekt durch den Kontrast noch verst&#228;rkt. Dabei ist das Theater der ganze Stolz der Ticos.</p>
<div style="text-align: center"><img id="image1424" alt="Costa Rica" src="http://www.frosch-blog.de/wp-content/uploads/2007/11/San-Jose.jpg" /></div>
<div style="text-align: center"><img id="image1422" alt="Costa Rica" src="http://www.frosch-blog.de/wp-content/uploads/2007/11/IMG_1080.jpg" /></div>
<p>16.10.07 – 14. Tag<br />
Der letzte Tag, der eigentlich der erste gewesen w&#228;re. Carlos, Janie und Giovanni holen uns mit eigenem Mikrobus und Top-Mountainbikes vom Hotel Marañón ab und bringen uns hinauf auf den Poás. Der weltgewandte Carlos weiht uns in perfektem Englisch und unterhaltsam zusammengefasst in die Geschichte sowie die politische und wirtschaftliche Situation des Landes ein. Die Einf&#252;hrung ist auch am Schluss der Reise noch interessant. Jetzt wissen wir immerhin schon besser, wovon er spricht. Politisch liegen Carlos und Ivork allerdings nicht auf einer Linie (so war Ivork gegen den TLC), was in erhitzten Diskussion auf Spanisch zwischen den beiden m&#252;ndet. Nun ja, vor allem diskutiert unser Reiseleiter.<br />
Auf dem Vulkan haben wir Gl&#252;ck. Zwar ist der Himmel nicht gerade blau, aber wir haben freie Sicht auf den beeindruckenden Krater bis hin zur Karibikk&#252;ste und sp&#228;ter noch auf eine sch&#246;ne, wassergef&#252;llte Laguna, die laguna Botos.</p>
<div style="text-align: center"><img id="image1423" alt="Costa Rica" src="http://www.frosch-blog.de/wp-content/uploads/2007/11/Poas.jpg" /></div>
<p>Die 21-Kilometer-Abfahrt auf den Bikes finden manche „geil“; ich eher anstrengend. Denn nur kontinuierliches Bremsen sichert eine kontrollierbare Geschwindigkeit. Einer der speed-bumps, vor denen wir ausdr&#252;cklich gewarnt wurden, wird Inge zum Verh&#228;ngnis. Hat sie die Bodenwelle &#252;bersehen oder davor zu stark abgebremst? Keiner hat es gesehen, sie selbst kann sich aufgrund des erlittenen Schocks sp&#228;ter an nichts mehr erinnern. Auf jeden Fall landet sie in hohem Bogen mit dem Gesicht auf dem Asphalt und ist erst einmal eine Weile bewusstlos. Gut, dass wir eine &#196;rztin dabei haben. Die steigt mit Inge in den Bus um und checkt sie auf Gehirnersch&#252;tterung oder &#228;hnliches. Nicht auszudenken, wie der Sturz ohne Helm ausgegangen w&#228;re…<br />
Mit den Bikes radeln wir bis mitten in die Doka-Kaffeeplantage. Nach einem feinen Mittages-sen lernen wir alles &#252;ber den Kaffee: von der Bohne &#252;ber die Anpflanzung, Ernte und Weiter-verarbeitung bis hin zu den verschiedenen Sorten und Geschmacksrichtungen, die durch das R&#246;stverfahren entstehen. Sehr interessant (den Kaffee gibt es im Supermarkt allerdings we-sentlich g&#252;nstiger zu kaufen als auf der Plantage selbst).<br />
Nun regnet es auch endlich wieder. Zur&#252;ck im Marañon versucht uns das Personal beim Ab-kassieren &#252;bers Ohr zu hauen. Kein sch&#246;ner Zug am letzten Abend.</p>
<p>17.10.07 – 15. Tag<br />
Vorbei. Ein letztes Mal steigen wir zu Fabio in den Bus, l&#228;dt er das immer schwerer geworde-ne Gep&#228;ck ein (nicht nur durch Eink&#228;ufe, sondern durch das viele Wasser und den Dreck haben die Koffer an Gewicht zugenommen). Wir fahren zum Flughafen, der Abschied – schmerzlich aber schnell. Eine anstrengende, lange R&#252;ckreise steht uns bevor…</p>
<p>Fazit: Die Costa Rica ist jedem zu empfehlen, der sich gerne in der Natur bewegt und Freude an exotischer Botanik und Fauna hat. Hier kann man relativ gefahrlos, da von professionell arbeitenden Guides geleitet, den Dschungel erkunden, raften, reiten, sich von B&#228;umen abseilen (Canopy), biken, Kanu fahren und und und. Was manchem vielleicht fehlt, ist das, was man gemeinhin unter Kultur versteht. Alleine die Architektur: Es lebten hier keine bedeutenden pr&#228;kolumbischen V&#246;lker wie die Inkas oder Mayas, die bedeutende Bauwerke geschaffen h&#228;tten, noch haben sich hier Kolonialherren wirklich niedergelassen und f&#252;r h&#252;bsche Barockst&#228;dtchen gesorgt. Costa Rica war immer eine Art Durchreiseland. So sind die St&#228;dte und Ortschaften regelrecht h&#228;sslich, mit ihren nur ein- bis zweist&#246;ckigen schmucklosen, schachbrett-artig verteilten H&#228;usern. So stellt man sich allenfalls den wilden Westen vor. Auch einheimi-sche Musik h&#246;rt man selten. Aus den Radios schallen englische Kl&#228;nge, selten h&#246;rt man la-teinamerikanische, geschweige denn authentisch costa-ricanische Rhythmen. Im Restaurant rei&#223;t einem der Kellner den Teller weg, sobald man fertig gegessen hat. Mag man nichts mehr bestellen, erh&#228;lt man sofort die Rechnung – ungem&#252;tlich! Essen, Trinken, Kleidung in normalen L&#228;den – das ist alles &#228;u&#223;erst preiswert. Dazu im Kontrast stehen die recht hohen Preise (europ&#228;isches Preisniveau) f&#252;r die touristischen Aktivit&#228;ten, die immer gleich in Dollar aus-gewiesen sind. Die Guides sprechen gr&#246;&#223;tenteils hervorragend Englisch und sind meist super-freundlich, charmant, witzig… – das ist ihr Gesch&#228;ft. Wirklich pers&#246;nlich/menschlich erf&#228;hrt man selten etwas von den Leuten, auch nicht, wenn man flie&#223;end Spanisch spricht. Daher ist meine pers&#246;nliche Meinung: Die Reise hat mir sehr gut gefallen, ich hatte viel Spa&#223;, nette Mitreisende, habe viel gesehen – trotz Regens – aber meine Cuba-active-Reise hat mir besser gefallen. Denn in Cuba hatte ich das Gef&#252;hl, viel mehr von der Realit&#228;t des Landes mitzube-kommen.</p>
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		<title>Asalam Aleikum Gunni &#8211; Reisebericht Oman</title>
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		<pubDate>Wed, 17 Oct 2007 09:42:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Timo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fernreisen]]></category>
		<category><![CDATA[Oman]]></category>
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		<description><![CDATA[“Asalam Aleikum Gunni”, so werde ich von Yaser begr&#252;sst, als ich zu meinem zweit&#228;gigen W&#252;stentrek im “1000 Night Camp” ankomme. “Friede auch mit Dir”, “Aleikum Salam” antworte ich ihm und er l&#228;chelt mich freundlich an, als ich ihm mit meinem deutschen Akzent antworte. Durch die Wahiba Sands soll es gehen, einer Sandw&#252;ste s&#252;dlich von Muscat gelegen, der Hauptstadt Omans. Yaser ist Beduine, hat eine Frau mit zwei Kindern und English in der Schule und bei der Arbeit mit den Touristen gelernt [...]
<p><img src="http://www.frosch-blog.de/wp-content/uploads/2007/10/Bergoasen.jpg" alt="Oman" width="448" height="300" class="centered" /></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Reisebericht von Gunni Pfaff (Reiseleiterin vor Ort)<br />
FROSCH Reiseziel <a href="http://www.frosch-sportreisen.de/fernreisen/rundreise-oman.asp">Oman &#8211; Aktiv </a></strong></p>
<p>“Asalam Aleikum Gunni”, so werde ich von Yaser begr&#252;sst, als ich zu meinem zweit&#228;gigen W&#252;stentrek im “1000 Night Camp” ankomme. “Friede auch mit Dir”, “Aleikum Salam” antworte ich ihm und er l&#228;chelt mich freundlich an, als ich ihm mit meinem deutschen Akzent antworte. Durch die Wahiba Sands soll es gehen, einer Sandw&#252;ste s&#252;dlich von Muscat gelegen, der Hauptstadt Omans. Yaser ist Beduine, hat eine Frau mit zwei Kindern und English in der Schule und bei der Arbeit mit den Touristen gelernt.</p>
<p>Wir verschn&#252;ren mein Gep&#228;ck, die Schlafdecken und die Leinens&#228;cke mit den Lebensmitteln auf den beiden Kameldamen Sheila und Eila. “Keine Zelte?”, frage ich Yaser ungl&#228;ubig ”Brauchen wir nicht“, sagt er. Und dann h&#228;lt er mir ein kleines P&#228;ckchen hin, “for you, desertsocks from the Bedus”. Ich &#246;ffne es  und halte ein paar nach Ziegenhaar riechende, eng gestrickte Socken in der Hand. Wir verabschieden uns vom Camp und dann geht es endlich los. Yaser geht mit seinem Dromedar an der Hand voraus. Trotz des weichen Sandes und vereinzelter trockender, dorniger Str&#228;ucher kommen wir ohne gepiekt zu werden und zu tief einzusinken wunderbar voran. Die neuen W&#252;stenschuhe zahlen sich schon aus.</p>
<div style="text-align: center"><img alt="Oman" id="image1363" src="http://www.frosch-blog.de/wp-content/uploads/2007/10/Bergoasen.jpg" /></div>
<p>Schon bald ist das Camp nur noch in der Ferne zu sehen und hoch auf der ersten D&#252;ne angekommen breitet sich die klare Weite der W&#252;ste vor uns aus. Ein unendliches Meer aus feinsten, vielfarbigen Sandk&#246;rnern, die aus verschiedenen Gebirgen der arabischen Halbinsel &#252;ber hunderte von Kilometern von gleichm&#228;&#223;igen Winden hierhin transportiert worden sind. Ich frage Yaser wohin wir gehen und er antwortet, dass wir heute Mittag zu Gast bei Beduinen sein werden. Wir gehen immer tiefer in die Wahiba Sands hinein, die D&#252;nenformen ver&#228;ndern sich st&#228;ndig, mal in regelm&#228;ssigen Wellen, mal sichelartig, mal mit dornigen Str&#228;uchern bestanden. Wir kommen gut voran, die Sonne steigt immer h&#246;her am Himmel. Yaser schlingt kunstvoll mein mitgebrachtes, gro&#223;es Tuch zu einem bequemen Turban auf meinen Kopf. Nach ca. zwei Stunden halten wir an zur “ Qahwa-Pause”. Wir binden Sheila und Eila die Vorderbeine zusammen und mit einem klaren “Schsch”-Laut l&#228;&#223;t Yaser die beiden niederknien. Holz f&#252;r ein Feuer zu finden ist kein Problem, &#252;berall finden wir trockene &#196;ste der vereinzelt, h&#252;fthohen B&#228;ume und Str&#228;ucher. Aus der gusseisernen Kaffekanne zischt es bald wohlduftend. Der warme, leicht bittere Kaffee mit Kardamon gew&#252;rzt und zuckerfrei schmeckte erstaunlich gut.</p>
<div style="text-align: center"><img alt="Oman" id="image1362" src="http://www.frosch-blog.de/wp-content/uploads/2007/10/Begegnungen.jpg" /></div>
<p>In den n&#228;chsten zwei Stunden wird es deutlich w&#228;rmer, wir reiten nun auf den R&#252;cken der Kamele durch die Sandd&#252;nen. Das herunterh&#228;ngende Stoffteil des Turbans habe ich mir l&#228;ngst vor mein Gesicht gebunden, ist die Luft jetzt doch auf gute 45 Grad erhitzt. Pl&#246;tzlich erh&#246;hen unsere Kamele ihren so angenehm sanften, leicht schaukelnden Schritt und traben durch den tiefen Sand. Nach der n&#228;chsten D&#252;ne ist mir auch klar warum; in 200m Entfernung sehen wir zwei Kamele stehen und eine niedrige Behausung. Es ist schon Mittag und die Beduinenfamilie erwartet uns bereits. Die drei M&#228;nner begr&#252;&#223;en Yaser mit dem “Nasenkuss” der Bedus, die in Schwarz gekleidete Frau mit der Burak, der traditionellen Gesichtsmaske, hei&#223;t uns mit Handschlag und dem so famili&#228;ren “Asalam Aleikum” willkommen. Wir werden gebeten vor ihrem aus einfachen Palmenzweigen und Stoffbahnen gest&#252;tzt von “modernen” Eisenstangen gebauten Unterschlupf die Schuhe auszuziehen, wir betreten schlie&#223;lich ein arabisches Haus!</p>
<p>Wir setzen uns unter das sch&#252;tzende Dach auf einen persischen Teppich und sogleich werden aus der K&#252;che nebenan getrocknete Datteln und Qahwa gebracht. Wir st&#228;rken uns und w&#228;hrend des Austauschs von Neuigkeiten aus den Oasen zwischen Yaser, den drei Jungen und ihrer Mutter wird viel gelacht. Auf meine Frage, ob das die ganze Familie sei, die hier 45km von der n&#228;chsten Oase entfernt lebt, antwortet die Mutter, dass sie noch eine Tochter hat. Ich bin sehr erstaunt, hatte ich bis jetzt doch keine andere Menschenseele gesehen noch geh&#246;rt. Ich bitte zu ihr gehen zu d&#252;rfen, um sie zu begr&#252;&#223;en.Einer der Br&#252;der f&#252;hrt mich um die Ecke in die sogenannte K&#252;che, wo zwei tiefbraune Augen umh&#252;llt von einem Kopftuch  mich fr&#246;hlich anl&#228;cheln. Rachmer hat alles von unserer Unterhaltung geh&#246;rt und nun freuen wir uns beide. Ich setze mich zu ihr, wir halten uns wie alte Freundinnen an den H&#228;nden, wenn wir sie nicht gerade zur Verst&#228;ndigung ben&#246;tigen. In einem Gemisch aus Englisch, Arabisch und Gesten erfahre ich, dass sie vierzehn ist, unverheiratet und das dies der Grund ist, warum sie sich meinem F&#252;hrer Yaser, der nicht zu ihrer Familie geh&#246;rt, nicht zeigen darf. Eine gewisse Zeit hat Sie schon im M&#228;dcheninternat von Ibra verbracht und flei&#223;ig gelernt, aber der Weg war immer so weit, dass sie in die W&#252;ste zur Familie zur&#252;ckgegangen ist. Au&#223;erdem hat die Familie stolze 150 Ziegen zu h&#252;ten und Rachmer beaufsichtigt sie an ihren Weidepl&#228;tzen. Eine wichtige und verantwortungsvolle Aufgabe, denn f&#252;r eine Ziege erh&#228;lt man bis zu 90 €uro auf den Wochenm&#228;rkten Omans. Die anderen rufen mich und ich muss Rachmer verlassen, allerdings nicht ohne von ihr ein Foto zu machen und dem Versprechen, es ihr beim n&#228;chsten Mal mitzubringen. Als ich wieder zu den anderen zur&#252;ckkomme, ist schon ein schwerer Kessel bis zur H&#228;lfte im Sand vergraben. Darin befindet sich weicher, gut klebriger Reis und frisches Lammfleisch. Mir wird sofort klar, dass es eine gro&#223;e Ehre ist zu einem solchen kostspieligen Mittagessen eingeladen zu sein! Doch zun&#228;chst m&#252;ssen das feine Lammfleisch und der Reis miteinander zu einer dicken, gut mit den H&#228;nden formbaren Masse vermischt werden, wozu mir ein langes St&#252;ck Holz gereicht wird. Ganz sch&#246;n anstrengend ist das Verr&#252;hren und Stampfen. Auf einer gro&#223;en Platte serviert, und wir im Kreis darum sitzend, formen wir Aprikosengro&#223;e B&#228;llchen, die wir uns dann gen&#252;sslich in den Mund schieben.<br />
Nach diesem Festmahl hei&#223;t es Abschied nehmen. Bis auf Houssin, den j&#252;ngsten Bruder, fahren alle mit dem 20 Jahre alten Pickup nach Minthirib, auch Rachmer, um am n&#228;chsten Tag auf dem Ziegenmarkt zwei Ziegen zu verkaufen. Wir w&#252;nschen uns gegenseitig „Gute Reise“, Yaser und ich nehmen unsere Kamele an die Hand und laufen wieder hinein in die endlose Weite der Wahiba Sands.</p>
<div style="text-align: center"><img alt="Oman" id="image1360" src="http://www.frosch-blog.de/wp-content/uploads/2007/10/Bedouin.jpg" /></div>
<p>Die Sonne geht in Oman fr&#252;h am n&#246;rdlichen Wendekreis des Krebses unter und so bleiben uns noch zwei Stunden bis zu unserem angepeilten Nachtlager. Endlich angekommen auf dem Kamm einer hohen D&#252;ne, suchen wir uns eine windgesch&#252;tzte Mulde.  Ich will gerade meine „W&#252;stenschuhe“ ausziehen, als Yaser still den Kopf sch&#252;ttelt und erkl&#228;rt, in den k&#252;hlen Stunden des Tages kommen die Skorpione heraus und da sind die dicht gestrickten Socken genau das Richtige. Wir breiten die mitgebrachten Decken aus, die uns als S&#228;ttel gedient haben, z&#252;nden ein Feuer an und setzen uns an den Rand des hohen D&#252;nenkamms, um in der uns seit Stunden einh&#252;llenden Stille der W&#252;ste das wechselnde Farbenspiel der untergehenden Sonne anzuschauen. Yaser dr&#252;ckt den starken Tabak in seine kleine Pfeife, zieht  zweimal und klopft sie aus. Ich lasse meine Augen die entspannte Wirkung des milden Abendlichtes genie&#223;en. Schnell geht sie unter, und wir machen uns daran in der heruntergebrannten, hei&#223;en Asche Wasser f&#252;r den Reis aufzusetzen. Ich bin schon wieder hungrig und das einfache Reisgericht mit frischen Karotten, Zwiebeln, Kardamon und Nelken schmeckt vom Holzfeuer einfach hervorragend. Mit dem Sand reinigen wir den Topf und die gro&#223;e Platte. Ich lege mich in den Sand und staune die Milchstra&#223;e an. Mitten in der Nacht werde ich geweckt, ich habe mehrere Tropfen abbekommen, f&#252;hle meine Decke, die schon ganz nass ist, und verkrieche mich ganz unter ihr. „Mitten in der W&#252;ste Regen, das gibt’s doch nicht!“, denke ich und schlafe wieder ein. Am n&#228;chsten Morgen trocknen die ersten Sonnenstrahlen unsere nass gewordene Ausr&#252;stung innerhalb einer halben Stunde. Yaser, der irgendwo bei den Kamelen geschlafen hat, hat vom Regen der  Nacht nichts mitbekommen.<br />
Ich nehme meinen Waschbeutel und eine Plastikflasche mit Wasser und gehe zu meiner Morgentoilette. Herrlich das k&#252;hle Wasser im Gesicht. &#220;berall sind die frischen Spuren der zahlreichen nachtaktiven Tiere zu sehen und kleine, getrocknete „Einschlagkrater“ der n&#228;chtlichen Regentropfen.</p>
<p>Nach dem Fr&#252;hst&#252;ck,bestehend aus schwarzem Tee mit Zucker und Datteln, brechen wir auf und gehen auf dem hohen D&#252;nenkamm entlang nach Norden. Einhundert Meter unter uns eines der zahlreichen L&#228;ngst&#228;ler der Wahiba Sands, durch die alleine man die W&#252;ste vollst&#228;ndig von Norden nach S&#252;den durchqueren kann. Yaser dreht sich zu mir um, ich sollt mein Gewicht nach hinten verlagern: „Wir werden jetzt ´sandgliden und zwar die D&#252;nen runter“. Zun&#228;chst probieren wir kleine D&#252;nen auf dem R&#252;cken der tiefeinsinkenden Kamele aus. Volles Vertrauen muss man haben, um nicht dann doch abzusteigen und lieber das ganze zu Fu&#223; zu machen. Aber dann macht es Riesenspa&#223;. Bald aber erreichen wir den Rand des gro&#223;en D&#252;nenkammes. Hier l&#228;&#223;t mich Yaser nun doch absteigen, er wolle nichts riskieren, und das bedeutet, mit den Kamelen am Seil die D&#252;ne hinunter zu gleiten. Ich stelle mich oberhalb von Sheila in Position und dann laufen wir gemeinsam die gro&#223;e D&#252;ne hinab. Ich muss aufpassen, dass sie mich nicht &#252;berholt mit ihren langen Beinen wohlm&#246;glich auf den Fu&#223; tritt  oder mich an die Seite dr&#252;ckt. Es geht alles gut, Yaser schie&#223;t von unten Photos, zeigt sie mir grinsend und gibt  mir begl&#252;ckw&#252;nschend die Hand. Ich habe wohl so etwas wie eine „Kamelf&#252;hrerinpr&#252;fung“ bestanden.</p>
<div style="text-align: center"><img alt="Oman" id="image1361" src="http://www.frosch-blog.de/wp-content/uploads/2007/10/Begegnungen-2.jpg" /></div>
<p>Auf dem harten, windgepressten Boden des L&#228;ngstales geht es z&#252;gig weiter. Wir passieren eine von Beduinen angelegte Wasserstelle mit Dieselmotor, waschen uns die Gesichter und gehen nach einer kurzen, nat&#252;rlich Qahwa-Pause, unter einem Ghaf-Baum weiter. Hunger habe ich keinen. Wir finden jetzt viele dieser Trockenheit resistenten B&#228;ume. Ein Zeichen, dass hier in bis zu 40m Tiefe fossiles Grundwasser vorhanden ist, welches sich in feuchteren Klimaperioden vor Millionen von Jahren angesammelt hat. Aber mir wird auch klar, dass wir uns jetzt immer mehr dem Basiscamp n&#228;hern und mein zweit&#228;giger W&#252;stentrek sich dem Ende neigt.  Nat&#252;rlich werde ich wiederkommen, „Inshallah“, aber es f&#228;llt mir schwer die Weite der W&#252;ste zu verlassen. Wir werden schon von Binod erwartet. Er fragt mich, wie es mir gefallen hat und ich l&#228;chle einfach nur. Er sieht  mich an und versteht. Nachdem wir die Sheila und Eila abgeladen haben, danken wir ihnen mit Wasser und lassen sie auf dem Campgel&#228;nde frei. Ich verabschiede mich von Yaser, er kann nicht mehr zum Barbecue bleiben, sondern will nach Hause zur Familie, die er jetzt schon zwei Wochen lang nicht gesehen hat.<br />
Ich beziehe mein festes Zelt, nehme  eine noch warme Dusche und gehe mit einem sehns&#252;chtigen Herzen zu den anderen Campg&#228;sten.</p>
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		<title>Cuba aktiv (20.03.-04.04.07)</title>
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		<pubDate>Mon, 11 Jun 2007 15:00:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Timo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Cuba]]></category>
		<category><![CDATA[Fernreisen]]></category>
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		<description><![CDATA[Nachdem ich denn auch nach einer unfreiwilligen &#220;bernachtung in Madrid erst am 21.03.2007 in Havanna angekommen bin , wurde ich direkt vorm Zoll bereits von anderen Mitreisenden die auch erst mit dieser Maschine (also einen Tag sp&#228;ter als geplant) ankamen angesprochen und am Kofferband entstand auch gleich ein Zusammengeh&#246;rigkeitsgef&#252;hl. Nach dem Zoll empfing uns Ramsiz (der eigentlich einen anderen Namen hat den wir uns allerdings nach seiner Empfehlung gar nicht erst versucht haben zu merken) und 3 weitere Teilnehmer die auch eine Zwischen&#252;bernachtung in Madrid hatten. Somit haben wir unsere Reisegruppe vervollst&#228;ndigt die insgesamt aus 16 Personen im Alter von 24-62 Jahren bestand [...]
<p><img src="http://www.frosch-blog.de/wp-content/uploads/2007/05/Leguan2.jpg" alt="Cuba" width="480" height="257" class="centered" /></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Reisebericht von Petra Tiemann<br />
FROSCH Reiseziel <a title="Cuba aktiv" href="http://www.frosch-sportreisen.de/fernreisen/rundreise-kuba.asp">Cuba aktiv</a></strong></p>
<p>Nachdem ich denn auch nach einer unfreiwilligen &#220;bernachtung in Madrid erst am 21.03.2007 in Havanna angekommen bin, wurde ich direkt vorm Zoll bereits von anderen Mitreisenden, die auch erst mit dieser Maschine (also einen Tag sp&#228;ter als geplant) ankamen, angesprochen und am Kofferband entstand auch gleich ein Zusammengeh&#246;rigkeitsgef&#252;hl. Nach dem Zoll empfing uns Ramsiz (der eigentlich einen anderen Namen hat, den wir uns allerdings nach seiner Empfehlung gar nicht erst versucht haben zu merken) und 3 weitere Teilnehmer, die auch eine Zwischen&#252;bernachtung in Madrid hatten. Somit haben wir unsere Reisegruppe vervollst&#228;ndigt, die insgesamt aus 16 Personen im Alter von 24- 62 Jahren bestand. Nach einem kurzen Transfer zum Plaza bin ich nur noch ziemlich ersch&#246;pft in mein Zimmer eingekehrt, jedoch nicht ohne vorher noch etwas von anderen gerade heimkommenden Teilnehmern &#252;ber die verpasste Stadtf&#252;hrung und den Salsaworkshop zu erfahren.<br />
Am n&#228;chsten Morgen konnte ich dann den Ausblick &#252;ber Havanna von der Fr&#252;hst&#252;cksterrasse genie&#223;en.</p>
<div style="text-align: center"><img alt="Cuba" id="image1011" src="http://www.frosch-blog.de/wp-content/uploads/2007/05/Ausblick-PLAZA-.jpg" /></div>
<p>Ich habe mich die ganze Zeit gefragt, ob ich tats&#228;chlich da bin oder ob der Wecker gleich klingelt und es alles nur ein atemberaubender Traum war.<br />
Nach einem der besten Fr&#252;hst&#252;cksbuffets, die wir auf dieser Reise haben sollten, haben wir dann um 9:00 (kubanische 9:00 – p&#252;nktlich sind wir im Prinzip nie abgefahren &#8211; aber es musste auch nicht einmal jemand noch geweckt werden! ) das Hotel verlassen, um mit dem Bus &#8211; der gleichzeitig als Transportmittel f&#252;r die Fahrr&#228;der diente &#8211; in die Tabakprovinz &#8220;Pinar del Rio&#8221; aufzubrechen.</p>
<p>Bei Tageslicht betrachtet ist die Natur grandios und schnell verstummen die Gespr&#228;che, da alle die Aussicht bestaunen. Beim ersten gro&#223;en Propaganda-Schild au&#223;erhalb Havannas muss dann auch angehalten, damit alle &#8220;kleinen Japaner&#8221; ( zu denen ich auch unbestritten geh&#246;re ) ein Foto machen k&#246;nnen.</p>
<div style="text-align: center"><img alt="c" id="image1003" src="http://www.frosch-blog.de/wp-content/uploads/2007/05/Erstes-Propagandaschild.jpg" /></div>
<p>Wir werden im Verlauf der Reise noch feststellen,  dass es Propaganda selbst im kleinsten Dorf in H&#252;lle und F&#252;lle gibt.<br />
Die Tabakfinca ist deutlich kleiner, als wir es erwartet haben, aber es ist deshalb nicht weniger interessant,  denn hier wird meine Wissensl&#252;cke geschlossen, wie sich die Tabakst&#228;rke einer Zigarre beeinflussen l&#228;sst.<br />
Weiter geht’s zur H&#246;hle &#8220;Santo Tomas&#8221;. Wir alle erwarten, dass es dort kalt sein wird und haben entsprechende Bekleidung mit &#8211; die wir nach kurzer Erkl&#228;rung, dass in H&#246;hlen immer die Jahresmitteltemperatur herrscht &#8211;  im Bus lassen.<br />
Die Tropfsteinh&#246;hle ist  riesig und die Helme die wir ausgeh&#228;ndigt bekamen taten gute Dienste, denn fr&#252;her oder sp&#228;ter ist jeder mal an der H&#246;hlendecke angesto&#223;en.</p>
<div style="text-align: center"><img alt="Cuba" id="image1004" src="http://www.frosch-blog.de/wp-content/uploads/2007/05/Hoehle-Santo-Tomas.jpg" /></div>
<p>Auf dem Weg zum Hotel, das atemberaubend direkt mit Ausblick auf das Vinales Tal unglaublich sch&#246;n gelegen ist, kommen wir an  einer Riesenwandmalerei auf der Au&#223;enseite des Berges vorbei, die die Entwicklung von der Molluske bis zum Homo sapiens darstellt. Lebenswerk des kubanischen Malers Leovigildo González Morillo.</p>
<p>Im Hotel angekommen stellen wir fest, dass nicht &#252;berall ein Fahrstuhl zur Verf&#252;gung steht und wir mit Sicherheit bei der n&#228;chsten Rundreise auf das ein oder andere Teil zu Gunsten eines leichteren Koffers verzichten werden. Nach der Zimmerbesichtigung finden sich alle am Pool ein, um den grandiosen Ausblick zu genie&#223;en.Es f&#228;llt schwer, sich wieder loszurei&#223;en, um sich nach dem Abendessen den Ablauf der n&#228;chsten 2 Tage erl&#228;utern zu lassen. Ramsiz erkl&#228;rte die schwarzen Fahrr&#228;der als mittelgut und somit auch direkt, dass die Damen ein Vorrecht bei der Radauswahl haben.<br />
Danke Ramsiz. Die R&#228;der entpuppten sich jedoch am n&#228;chsten Tag als gar nicht so schlecht (zumindest die schwarzen ) und nachdem die notwendigen Einstellungen durchgef&#252;hrt wurden, konnten wir starten.</p>
<p>Die Radtour ging durch eine grandiose Landschaft, wobei man jedoch schnell lernte dass man m&#246;glichst die Luft anh&#228;lt wenn man von einem LKW oder Oldtimer &#252;berholt wird, denn die Abgasschwaden waren ebenfalls &#228;u&#223;erst atemberaubend. Nach kurzer Zeit stellen wir fest, dass die Geier &#252;ber unserer Gruppe kreisen.</p>
<p>Ramsiz beruhigt und erkl&#228;rt, dass es nicht an unserer sehr unterschiedlichen Kondition liegt, sondern das Geier auf  Kuba zum v&#246;llig normalen Bild geh&#246;ren. Falls jemand tats&#228;chlich nicht mehr kann, ist der Begleitbus sicher noch vor den Geiern zur Stelle. Im Laufe der 2-t&#228;gigen Radtour werden wir noch feststellen, dass auf unseren Begleitbus Verlass ist und er unerm&#252;dlich m&#252;de gewordene Biker einsammelt. Am Ende der ersten Etappe werden wir von einem Regenguss &#252;berrascht und so steigen fast alle f&#252;r die letzten Meter in den Bus. Das Hotel hier sollte sich als eines der eher schlechten entpuppen. Die Handt&#252;cher haben  die Gr&#246;&#223;e von G&#228;stet&#252;chern und das Wasser ist kalt und rieselt sp&#228;rlich. &#220;berhaupt habe ich w&#228;hrend der Rundreise deutlich h&#228;ufiger kalt als warm geduscht, aber man wird da auch anspruchsloser wenn man sieht, dass die Kubaner mit deutlich weniger auskommen m&#252;ssen und trotzdem oder gerade deshalb immer fr&#246;hlich und mit viel Musik im Blut durchs Leben gehen. Am n&#228;chsten Tag geht es weiter und auch wenn es nicht mehr so viele Steigungen zu bew&#228;ltigen gibt, so der st&#228;ndige Gegenwind auf Dauer sehr erm&#252;dend. Als Ramsiz dies am Vorabend ank&#252;ndigte, habe ich es noch f&#252;r einen Scherz gehalten. Nun gut &#8211; er hat Recht behalten.</p>
<p>Das Mittagsmahl, welches an beiden Tagen ein wirklich leckeres Picknick war,  hat dann zumindest bei mir  noch mal Reserven hervorgeholt, aber die letzten 3 km habe ich dann ganz entspannt im Bus verbracht &#8211; der Hintern wollte nicht mehr auf den nicht wirklich komfortablen Sattel . Auf jeden Fall ist derjenige im Vorteil, der eine richtig gute Radhose sein eigen nennt.<br />
In Soroa empf&#228;ngt uns eine tolle Hotelanlage mit um den Pool gruppierten Bungalows.</p>
<div style="text-align: center"><img alt="Cuba" id="image1005" src="http://www.frosch-blog.de/wp-content/uploads/2007/05/Hotel-Soroa.jpg" /></div>
<p>Hier haben wir einen Ruhetag, den aber fast alle dazu nutzen die n&#228;here Umgebung zu erkunden. Fr&#252;her befand sich das ganze Gebiet im Besitz eines gewissen Don Ignatio Soroa, der haupts&#228;chlich Kaffee anbauen lie&#223;. Heute sind es die etwas oberhalb des Ortes gelegenen Orchideeng&#228;rten von Soroa, wo &#252;ber 700 verschiedene Arten der wundersch&#246;nen Bl&#252;ten auf einem 35.000 qm gro&#223;en Areal gez&#252;chtet werden. Wir hatten Gl&#252;ck und haben einen sehr engagierten Pflanzenzeichner als F&#252;hrer durch den Orchideengarten gehabt. Ohne ihn h&#228;tten wir h&#246;chstens die H&#228;lfte gesehen und Dank seiner tollen F&#252;hrung wei&#223; ich jetzt auch wie eine Mimose der Pflanzenwelt aussieht.</p>
<div style="text-align: center"><img alt="Cuba" id="image1012" src="http://www.frosch-blog.de/wp-content/uploads/2007/05/mimose-vor-Beruehrung.jpg" /></div>
<div style="text-align: center">Mimose vor Ber&#252;hrung</div>
<div style="text-align: center"><img alt="Cuba" id="image1008" src="http://www.frosch-blog.de/wp-content/uploads/2007/05/mimose-nach-Beruehrung.jpg" /></div>
<div style="text-align: center">Mimose nach Ber&#252;hrung</div>
<p>Ein weiteres Highlight ist der Wasserfall von Soroa:<br />
Unterhalb der Villa schl&#228;ngelt sich ein Weg durch ein kleines W&#228;ldchen mit Johannisbrotb&#228;umen und Fichten hinab zum Salto de Soroa, der aus 22 m H&#246;he niederrauscht. In den ausgewaschenen, nat&#252;rlichen Becken ist auch ein erfrischendes Bad m&#246;glich. Jedoch muss man zugeben, dass der Wasserfall, der einen bei der sp&#228;teren Wanderung erwartet, noch deutlich sch&#246;ner ist &#8211; was vielleicht auch daran liegt, dass man dort nicht mit ganz vielen anderen Touristen vor Ort ist, sondern mehr die Ruhe der Natur wirken lassen kann.</p>
<p>Am n&#228;chsten Tag geht es zun&#228;chst mit dem Bus nach Santa Clara.<br />
Hier bekommt man das Gef&#252;hl, dass Che erst gestern gestorben sei, denn er ist allgegenw&#228;rtig. Die Einnahme von Santa Clara gilt als die gr&#246;&#223;te milit&#228;rische Leistung Che Guevaras. Nach zweij&#228;hrigem Guerillakampf gegen die zahlenm&#228;&#223;ig weit &#252;berlegene und von den USA unterst&#252;tzte Batista-Armee in den Bergen der Sierra Maestra war damit auch der Durchbruch in der Ebene geschafft und der Weg in die Hauptstadt Havanna frei.<br />
Nachdem die lange Zeit verschollenen Gebeine Che Guevaras in Bolivien gefunden worden waren, wurden seine sterblichen &#220;berreste 1997 nach Kuba &#252;berf&#252;hrt und am Ort seines gr&#246;&#223;ten Triumphes in einem eigens geschaffenen Mausoleum beigesetzt.</p>
<p>Weiter geht die Reise zun&#228;chst mit dem Bus, der aber bei dem Lungensanatorium mit der Aufschrift &#8220;Kurhotel&#8221; gegen einen offenen LKW getauscht wird, da die Stra&#223;en hier zu eng und schlecht f&#252;r den Bus werden.<br />
Jeder hat Gep&#228;ck f&#252;r 2 &#220;bernachtungen dabei, alles andere bleibt im Bus. Der LKW macht teilweise den Eindruck, als m&#252;ssten alle aussteigen und schieben &#8211; dann geht es wieder in rasanter Fahrt bergab. Der Besuch einer Achterbahn kann nicht spektakul&#228;rer sein. Im Zeltcamp angekommen werden wir mit einem Cocktail begr&#252;&#223;t und es wird gekl&#228;rt, wer mit wem ein Zelt teilt ( Einzelzelte sind normalerweise nicht m&#246;glich ). Danach geht es los &#8211; wir machen eine sch&#246;ne Wanderung in die Umgebung, bei der es die verschiedensten Pflanzen- und Tierarten zu sehen gibt. Leider ist unser F&#252;hrer an einer Halsentz&#252;ndung erkrankt, sodass ihm das Reden schwer f&#228;llt. Trotzdem ist er bem&#252;ht, uns m&#246;glichst viel von der fantastischen Natur n&#228;her zu bringen. Die Wanderung endet am Grillplatz ,wo das Spannferkel f&#252;r uns gegrillt wird.</p>
<p>Die Nacht wird sehr unruhig. Nicht nur, dass der ein oder andere schnarcht, denn wenn man dies endlich &#252;berh&#246;rt, f&#228;ngt morgens um 3 Uhr der Hahn an zu kr&#228;hen. Natur Pur. Nach einem Fr&#252;hst&#252;ck geht es in rasanter Fahrt zum n&#228;chsten Zeltcamp.</p>
<div style="text-align: center"><img alt="Cuba" id="image1010" src="http://www.frosch-blog.de/wp-content/uploads/2007/05/Zelten.jpg" /></div>
<p>Hier gibt es die besten Duschen w&#228;hrend der gesamten Reise.<br />
Von hier aus geht es zu einem grandiosen Wasserfall und zu einem Naturschwimmbad, das man auf jeden Fall ausprobieren sollte &#8211; selbst wenn man normalerweise eher keine Wasserratte ist. Nach einer weiteren Nacht im Zelt oder unter dem Vordach bringt der LKW uns zu dem Ausgangspunkt der letzten Wanderung. Diese gestaltet sich in einem zum Teil recht steilen Abstieg mit einem Stopp an einem weiteren Wasserfall, der zwar auch sch&#246;n ist, aber aufgrund der bereits gesehenen F&#228;lle nicht mehr wirklich beeindrucken kann. Die Tour endet bei einem Touristenrestaurant, welches weder besonders sch&#246;n, noch besonders gut vom Essen und Service her ist. Dieser Eindruck wird jedoch gleich wieder durch die Stadt Trinidad ausgeglichen. Wir beziehen unsere Zimmer im Hotel Brisas Trinidad del mar, welches in einigen Hotelbewertungen im Internet als Hotel des Schreckens bezeichnet wird. Keiner von uns kann dies best&#228;tigen. Das Hotel verf&#252;gt &#252;ber 2 à-la-Carte-Restaurants, welche Ramsiz auch netterweise schon mal f&#252;r uns reserviert hat. Ansonsten entspricht es einer &#8220;normalen&#8221; all-inclusive-Anlage  mit einem traumhaften Strand. Taxen zur Stadt Trinidad kosten 2 CUC pro Person und man sollte auf jeden Fall die M&#246;glichkeit nutzen, Trinidad bei der hereinbrechenden D&#228;mmerung zu bestaunen und die Livemusik am Casa del`a Musica zu genie&#223;en.<br />
Wenn man Gl&#252;ck hat bekommt man die Gelegenheit, den R&#252;ckweg mit einem nicht wirklich legalen Taxi anzutreten. Wir hatten einen 57-er Cadillac und es war die lustigste und beeindruckendeste Taxifahrt die ich bisher erlebt habe. Trinidad ist aber auch bei Tageslicht zu empfehlen, denn Trinidad wurde wegen seines fast vollst&#228;ndig erhaltenen kolonialen Stadtbildes unter Denkmalschutz gestellt.</p>
<div style="text-align: center"><img alt="Cuba" id="image1009" src="http://www.frosch-blog.de/wp-content/uploads/2007/05/Trinidad.jpg" /></div>
<p>Sehenswert sind die vielen kleinen Gassen mit ihren Kopfstein gepflasterten Stra&#223;en und den Kolonialbauten. Auch oder gerade wegen der restaurationsbed&#252;rftigen H&#228;user hat es einen ganz eigenen Charme.<br />
In der N&#228;he der Stadt  ist die &#8220;Hacienda de Iznaga&#8221;, das Herrenhaus des Zuckerohrbarons Iznaga. Hier steht auch der &#8220;Torre de Manaca Iznaga&#8221;, der 43 Meter hohe Wachturm. Dieser entstand durch den Wettstreit der Iznaga Br&#252;der um eine h&#252;bsche Mulattin. Ja, ja – was die M&#228;dels so alles bewirken!<br />
Hier muss man allerdings mit vielen Kubanern rechnen, die sich auf die Touristen eingestellt haben und versuchen, alles an den Mann zu bringen, was man auch nur Ansatzweise als Mitbringsel ansehen k&#246;nnte.</p>
<p><img align="right" alt="Cuba" id="image1006" title="Cuba" src="http://www.frosch-blog.de/wp-content/uploads/2007/05/katamaran.jpg" />Nicht zu vergessen ist der Katamaranausflug. Man sollte auf jeden Fall etwas W&#228;rmeres f&#252;r die Hinfahrt dabei haben, denn der Wind ist schon nicht zu verachten und das Wasser spritzt schon zum Teil ordentlich &#8211; auch die Sonnencreme darf hier auf keinen Fall fehlen. Es wird zun&#228;chst ein Schnorchelgang angeboten, der aber f&#252;r die meisten mangels ausreichender Ausr&#252;stung ausfiel. Diejenigen, die im Wasser waren meinten, dass die Str&#246;mung sehr stark war und somit doch eher was f&#252;r ausdauernde Schwimmer. Das Wasser selbst war super klar. Die Insel, die wir zur Mittagspause  angesteuert haben, ist absolut traumhaft:  Palmen, wei&#223;er Sand, riesige fast handzahme Leguane und Einsiedlerkrebse in rauen Massen. An und f&#252;r sich scheint die Insel unbewohnt zu sein und nur zu Ausflugszwecken werden die entsprechenden Nahrungsmittel herangebracht, was der Inselromantik aber keinen Abbruch tut. Wer mag kann auch hier noch mal ins Wasser gehen oder einfach die Eindr&#252;cke auf sich wirken lassen.</p>
<div style="text-align: center"><img alt="Cuba" id="image1007" src="http://www.frosch-blog.de/wp-content/uploads/2007/05/Leguan.jpg" /></div>
<p>Am Sonntag werden wir am Nachmittag von Ramsiz abgeholt (es sollte zun&#228;chst ein uns unbekannter Busfahrer sein, aber auf Kuba &#228;ndern sich Dinge schon mal schnell) und die R&#252;ckreise nach Havanna wird angetreten. Wir besuchen das historische Stadtzentrum der Kolonialstadt Cienfuegos, welches von der UNESCO zum Weltkulturerbe erkl&#228;rt wurde. Durch diese bevorzugte Stellung sind hier viele Geb&#228;ude liebevoll restauriert und man bekommt einen weiteren Eindruck von dem Reichtum vergangener Tage. Geht man jedoch hier in die Nebenstra&#223;en stellt man fest, dass nicht &#252;berall der finanzielle Segen der UNESCO niedergegangen ist.<br />
Sehenswert ist auf jeden Fall  der &#8220;Palacio de Valle&#8221; . Ein wundersch&#246;nes aber auch kurioses Geb&#228;ude (Palast), welches aus einem kreolischem Landhaus entstand. Das Geb&#228;ude hat drei T&#252;rme in verschiedenen Stilen:</p>
<p>Der erste Turm steht unter gotischem Einfluss und symbolisiert die St&#228;rke</p>
<p>Der zweite Turm steht unter Indischem Einfluss und symbolisiert die Liebe.</p>
<p>Der dritte Turm in maurischem Stil symbolisiert die Religion.</p>
<p>Die Familie des Zuckerbarons, der dieses erbauen lie&#223;, hat nur 2 Jahre hier gewohnt. Heute ist ein Restaurant in den R&#228;umlichkeiten untergebracht.</p>
<div style="text-align: center"><img alt="Cuba" id="image1002" src="http://www.frosch-blog.de/wp-content/uploads/2007/05/der-Palacio-de-Valle-.jpg" /></div>
<p>Mit diesen Eindr&#252;cken treten wir die R&#252;ckreise nach Havanna an. Hier sehen wir zum ersten und einzigen Mal w&#228;hrend unserer Rundreise einen Zug. Wir haben alle schon angenommen, dass es den nur in Erz&#228;hlungen gibt. Bei untergehender Sonne fahren wir auf der einzigen Autobahn der Stadt Havanna entgegen. Die letzte Nacht verbringen wir wieder im Hotel Plaza, ein idealer Ausgangspunkt zu abendlichen Streifz&#252;gen in die Altstadt. Wir haben gemeinsam noch einige Cocktails vernichtet und uns dem Flair der Stadt hingegeben.<br />
Auch der letzte Tag verging wie im Flug. Besichtigung der Tabakfabrik, Erkl&#228;rungen w&#228;hrend der Fahrt, Besichtigung des Platz der Revolution, Metropolenpanaorama von der Festung &#8220;Fortaleza de San Carlos de la Cabana&#8221;, wo man echte Cohibas kaufen kann, die man aber am Flughafen im Duty free deutlich billiger bekommt <img src='http://www.frosch-blog.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> . Anschlie&#223;end hat jeder noch Zeit, um noch einmal Havanna zu erkunden und die evtl. am ersten Tag verpasste Stadtbesichtigung nachzuholen, bevor man dann unausweichlich um 17:00 vom Bus zum Flughafen gebracht wird, von wo man die Heimreise antreten muss.<br />
F&#252;r mich war es trotz der Anreiseproblematik der bisher sch&#246;nste Urlaub. Auf Kuba scheint die Zeit stehen geblieben zu sein. Ich hatte ganz oft das Gef&#252;hl in einem alten amerikanischen Film zu stehen.<br />
Jeder Tag der Reise hat seinen eigenen Charme und keiner glich dem n&#228;chsten. Auch jetzt, wo ich schon 4 Wochen wieder daheim bin, denke ich oft mit einem L&#228;cheln an Kuba zur&#252;ck. Nat&#252;rlich darf man bei der ganzen Geschichte nicht vergessen, dass es sich hier auch bei vielen Dingen um Mangelverwaltung handelt und Kuba kein freies Land ist. Es ist aber nicht ansatzweise so arm, wie ich es vernutet h&#228;tte und die Kubaner strahlen eine Lebensfreude aus, von der sich die meisten Mitteleurop&#228;er etwas abgucken sollten.<br />
Das Programm dieser Reise bietet auf jeden Fall eine tolle Mischung aus Kultur, Natur, Rummel, Aktivit&#228;t und Entspannung.</p>
<p>Nun noch einige Tipps.<br />
F&#252;r die Zelt&#252;bernachtung sollte man auf jeden Fall unempfindlich sein oder einen Innenschlafsack dabei haben, denn es sind nun Leihschlafs&#228;cke und sind auch in einem entsprechenden Zustand.<br />
Unabdingbar ist ein gutes M&#252;ckenmittel.<br />
Auf jeden Fall sollte man ausreichend Material f&#252;r den Fotoapparat dabei haben, den sowohl Speicherkarte als auch Filmmaterial ist unversch&#228;mt teuer und zu fotografieren gibt es immer was.<br />
Man sollte nicht damit rechnen, irgendwo was waschen zu k&#246;nnen, denn die Aufenthalte in den Hotels reichen normalerweise nicht dazu aus, die Sachen auch trocknen k&#246;nnten.<br />
Eine gute Radlerhose ist sehr von Vorteil, denn die R&#228;der haben nur  “mittelgute“ S&#228;ttel</p>
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		<title>Reisebericht Costa Rica</title>
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		<pubDate>Fri, 06 Oct 2006 11:56:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Timo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Costa Rica]]></category>
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		<description><![CDATA[Dieses Jahr habe ich mich mal f&#252;r Costa Rica als Reiseziel entschieden und die Reise war ihr Geld wirklich wert.
<p><img class="centered" id="image470" alt="Costa Rica" src="http://www.frosch-blog.de/wp-content/uploads/2006/10/Wasserfall-Fortuna.jpg" /></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><a title="&#246;ffnet www.frosch-sportreisen.de" target="_blank" href="http://www.frosch-sportreisen.de/fernreisen/rundreise-costa-rica.asp">Zum Frosch Reiseziel Costa Rica</a></strong></p>
<p>Dieses Jahr habe ich mich mal f&#252;r Costa Rica als Reiseziel entschieden und die Reise war ihr Geld wirklich wert.</p>
<p><img align="right" alt="Costa Rica" id="image461" title="Costa Rica" src="http://www.frosch-blog.de/wp-content/uploads/2006/10/in-San-Jose.jpg" /><strong>Mittwoch, 28.12.05:</strong> Kurz vor 12 Uhr bin ich zu meinen Eltern gefahren, habe meinen Hund abgeliefert und meine Mutter hat mich nach Hamburg zum Flughafen gebracht. Mein Gep&#228;ck lie&#223; ich gleich bis San Jose/Costa Rica durchchecken und um 15 Uhr startete mein Flug von Hamburg nach Z&#252;rich. Dort ladete ich um 16:35 Uhr, suchte mein neues Gate und verbrachte Ewigkeiten mit warten da mein Flieger nach Madrid erst um 19:35 Uhr ging. In Madrid sa&#223;en wir nach der Landung um 21:35 Uhr eine dreiviertel Stunde im Flugzeug fest, weil der Bus der uns zum Terminal fahren sollte uns auf der Landebahn nicht gefunden hat. Mir war das ja so ziemlich egal, aber ganz viele wollten noch ihren Anschlussflug nach Santiago bekommen! Im Flughafengeb&#228;ude habe ich dann den &#8220;Amigo„-Schalter gesucht und dort wurde mir gesagt in welchem Hotel ich &#252;bernachte und welchen Bus ich dahin nehmen mu&#223;. An der Bushaltestelle traf ich 2 Iren die zum gleichen Hotel wie ich mussten und ebenfalls am n&#228;chsten Tag nach Costa Rica flogen. Mein Hotelzimmer war o.k., ich wollte da sowieso nur schlafen und dann weiter fliegen.</p>
<div style="text-align: center"><img alt="Costa Rica" id="image470" src="http://www.frosch-blog.de/wp-content/uploads/2006/10/Wasserfall-Fortuna.jpg" /></div>
<p><strong>Donnerstag, 29.12.05:</strong> Nach dem Fr&#252;hst&#252;ck bin ich wieder mit dem Bus zum Flughafen gefahren und um 12:45 Uhr startete mein Flug nach San Jose/Costa Rica. Der Flug dauerte ewig und ich konnte schon gar nicht mehr sitzen und dann kam die Durchsage das wir in Guatemala zwischenlanden. Ich hab echt gedacht das kann nicht war sein, neben mir bekam ich eine neue Nachbarin und die fragte ich gleich mal ob sie auch nach Costa Rica fliegt. Aber nein, sie will nach Honduras. Zum Gl&#252;ck sind wir aber erst San Jose angeflogen und dann flog der Flieger ohne uns nach Honduras, sonst h&#228;tte ich echt einen Sitzkollaps bekommen. W&#228;hrend des Fluges habe ich Anja kennengelernt die in meiner Reisegruppe ist und sie machte mich mit Annika bekannt die ebenfalls in unserer Gruppe ist (die Beiden hatten sich zuf&#228;llig am Flughafen kennengelernt). Gelandet sind wir um 19:35 Uhr Ortszeit (-6 Stunden zu Deutschland, abends war es um 18 Uhr zappenduster und hell wurde es um ca. 5 Uhr), durch den Zoll kam ich ohne Probleme und bei, einreichen der Einreisepapiere gab es ebenfalls keine Schwierigkeiten. Mit meinem Gep&#228;ck suchte ich dann meinen Abholer bzw. machte meine Reisegruppe ausfindig. Wir sammelten uns alle an einen bestimmten Punkt, machten uns alle miteinander bekannt und wurden dann nach Ciuad Colon zu unserer Lodge El Maranon gefahren. Ich hatte ein halbes Doppelzimmer ,gebucht (wie fast alle), nur meine Zimmerkollegin Britt war noch nicht da, es hie&#223; sie ist irgendwo stecken geblieben und kommt einen Tag sp&#228;ter. Das Zimmer war sehr einfach, 2 Betten, ein winziges Bad (Toilettenpapier darf man nichts ins Klo schmei&#223;en, sondern in den M&#252;ll da sonst der Abflu&#223; verstopft), die Fenster waren mit Fliegengitter versehen, alles war sehr hellh&#246;rig (klingelte ein Wecker waren alle wach, erz&#228;hlte einer etwas konnte der Nachbar alles gut mith&#246;ren) und die Bauweise war sehr landestypisch (unter dem Motto:das wird schon halten).</p>
<div style="text-align: center"><img alt="Costa Rica" id="image467" title="Costa Rica" src="http://www.frosch-blog.de/wp-content/uploads/2006/10/unsere-Lodge-de-Ninos.jpg" /></div>
<p><strong>Freitag, 30.12.05:</strong> Die Grillen, Eichh&#246;rnchen und was hier sonst noch so rum fliegt und l&#228;uft machen einen H&#246;llenl&#228;rm, ich bin unz&#228;hlige male nachts aufgewacht weil es so laut war. Beim Fr&#252;hst&#252;ck haben wir uns alle untereinander bekannt bemacht ,insgesamt waren wir 14 Personen, 2 P&#228;rchen-Andreas(49)&#038; Susanne(43) und Frank(37) &#038; Katrin(31), Yvonne und Claudia reisten zusammen und die restlichen waren alle alleine. Zwei Jungs hatten wir noch dabei, Christoph und Meinolf und der Rest waren M&#228;dels, Miriam (25) war die J&#252;ngste, dann folgte ich und die anderen waren alle zwischen 30 und 37 Jahre alt, eine gut gemischte Gruppe. Nach einer Wochen bildeten sich dann kleine Gr&#252;ppchen weil man halt mit dem einen besser klar kam und die Interessen gleich waren als bei den anderen,aber ist ja ganz normal und hat nicht gest&#246;rt. Unser Reiseleiter Guillermo(64) stie&#223; beim Fr&#252;hst&#252;ck dazu und erz&#228;hlte uns ein bisschen was &#252;ber den Reiseablauf und dann fuhren wir mit dem Bus in die n&#228;chste Kleinstadt Ciuad Colon. Wer wollte konnte auf die Bank gehen und Geld tauschen und sonst stand der Supermarkt noch hoch im Kurs. US$ hatte ich von Zuhause aus mitgebracht, aber in solchen kleinen D&#246;rfern kommt man nur mit der Landesw&#228;hrung dem Colones (600 Collones gleich 1 Euro) weiter. Also habe ich einen Teil meiner US-Dollars getauscht. Die Bank funktioniert dort etwas anders als bei uns, bevor man Eintritt mu&#223; man eine gl&#228;serne Schleuse betreten, darin wird man durchleutet, von da aus geht es zur Rucksack Kontrolle und dann endlich durfte man sich nebeneinaander (nicht hintereinander) am Schalter anstellen. Der Supermarkt glich eher einer umgewandelten Garage, sehr einfach und absolut kein Vergleich zu unseren Superm&#228;rkten. Alles war offen, viele Fliegen (nat&#252;rlich im Obst und Gem&#252;se) und an der Kasse war das Personal ununterbrochen damit besch&#228;ftigt dich zu beschei&#223;en. Das Wechselgeld musste sofort nachgez&#228;hlt werden und die versuchten es immer wieder falsch rauszugeben. Wir sind in den Friedenspark der Universidad para la Paz gefahren, aber das war wirklich nur ein kleiner See mit einer Erhebung wo diverse Statuen drauf standen, fand ich eher langweilig, vorallem wurde daf&#252;r noch Eintritt verlangt. Anschlie&#223;end sind wir ein kleines St&#252;ck mit dem Bus gefahren und haben das Waldreservart Rodeo erwandert, am Ende des Weges war ein Flu&#223; wo wir erst mal unsere F&#252;&#223;e k&#252;hlten. Zur&#252;ck im Hotel a&#223;en wir etwas und mit Claudia, Annika, Katrin, Frank und Meinolf wanderte ich auf eigene Faust in der Gegend herum, entlang an Kaffeeplantagen den ganzen Berg hinauf und wieder runter. Hinunter war das so steil das man m&#252;he hatte langsam zu gehen und im Zimmer taten mir meine Kniescheiben so doll weh das ich die Knie absolut nicht mehr knicken konnte. Nachts als ich bereits schlief kam endlich meine Zimmergenossin Britt angereist und ri&#223; mich aus tiefen Tr&#228;umen. Die &#196;rmste ist 2 Tage durch die Welt geflogen, weil ein Fliger &#252;berbucht war und &#252;ber Umwege ist sie dann irgendwann doch noch in Costa Rica gelandet, allerdings ohne Gep&#228;ck!</p>
<p><strong>Samstag, 31.12.05:</strong> Morgens sind wir um 8 Uhr mit dem Bus zu dem Vulkan Poas gestartet. Etwa 1,5 Stunden dauerte die Fahrt und den Rest mussten wir auf guten Asphaltstra&#223;en zur&#252;ck legen. Der Vulkan ist noch aktiv, war aber bei unserem Besuch ganz ruhig und man sah nur das er ab und zu dampfte.Von dort aus wanderten wir zu einer Lagune (ein ehemals aktiver Vulkan wo jetzt kristallklares Wasser drin ist) und sahen auf dem Weg ein kleines Eichh&#246;rnchen (das war kleiner und zierlicher als unsere). Auf der R&#252;ckfahrt hielten wir kurz an einer Kaffeeplantge und guckten uns die Pflanze genauer an und dann setzten wir unseren Stadtrundgang in San Jose fort. Das ist vielleicht ein durcheinander dort, Staub, L&#228;rm, Autos, Hupkonzerte und ein totales Wirrwarr mit der Bev&#246;lkerung. Alles lief und fuhr kreuz und quer durcheinander, keine Ahnung ob da irgendein Konzept hinter steht. In der Markthalle wurden wir Europ&#228;er total begafft, es war nicht so das wir etwas beguckten, sondern wir wurden eher beguckt. Sooft scheinen da keine Besucher zu kommen. Es wurden dort viel Obst und Gem&#252;se angeboten, Fisch, Fleisch, Kleidung und alles was in Costa Rica zum Leben gebraucht wird. Die Museen waren wegen Silvester geschlossen (mein Gl&#252;ck), aber sonst graste Guillermo alles mit uns in der Hitze ab. Mir war das echt zu langweilig und Katrin, Frank, Christoph und Meinolf auch, da haben wir uns kurzzeitig mal abgesetzt und sind sp&#228;ter wieder zur Gruppe gesto&#223;en. Britt war noch schlauer und gleich am Anfang &#8220;abhanden„gekommen. Abends wurde ein Salsa-Kurs angeboten und wir wollten Silvester feiern. Bis 22 Uhr haben wir durchgehalten, aber dann ging gar nichts mehr, wir wollten nur noch ins Bett. Um Mitternacht bin ich kurz von der Knallerei aufgewacht, aber sofort wieder eingeschlafen.</p>
<p><strong>Sonntag, 01.01.06:</strong> So, heute verlie&#223;en wir das El Maranon und sind mit dem Bus nach La Fortuna gefahren. Die Fahrt dahin dauerte etwas 4 Stunden und zwischendurch sind wir in San Ramon bei einem Zigarrenproduzenten angehalten und haben uns zeigen lassen wie man eine Zigarre(in Costa Rica hei&#223;en die Zigarren dann nicht Havanna wie auf Cuba, sonder einfach Habanna!) dreht, Katrin wurde dann auserw&#228;hlt ebenfalls eine Zigarre zu drehen. In La Fortuna bezogen wir unsere Zimmer und sind dann zu einem im Regenwald gelegenen Wasserfall gewandert. Auf dem Weg dahin sahen wir ganz viele Kolibries, einen bunten Tukan, Amazonen und am Wegesrand stand ein Mann der frische Kokosn&#252;sse verkaufte. Der hatte eine zahme Amazone da rum fliegen und die nahm ich gleich mal auf den Arm. Der Vogel ist dann kreuz und quer an mir rumgeklettert, wuschelte in meinen Haaren herum und versuchte alles an mir anzuknabbern. Am Wasserfall war es richtig toll und darunter zu baden super erfrischend, allerdings musste man ein wenig wegen der Str&#246;hmung aufpassen und das Wasser war eiskalt. Der Weg zur&#252;ck ging gleich doppelt so schnell, weil wir alle voller neuer Energie waren und unsere K&#246;rpertemperatur etwas im Wasser abgek&#252;hlt wurde.</p>
<p><strong>Montag, 02.01.06:</strong> Wir starteten zu unsere 2-t&#228;gigen Regenwaldwanderung in den Bospue de los Ninos. Ein kleines St&#252;ck fuhren wir mit unserem Bus und weil dann die Stra&#223;e aufh&#246;rte mussten wir in so einem &#8220;Pick up&#8221; (ein offener LKW, wie man ihn aus diversen Afrika-und Asienfilmen kennt) umsteigen und sind zum Rande des Regenwaldberges gefahren. Von dort aus ging es zu Fu&#223; weiter, unser Rucksack (das Gep&#228;ck blieb in der Lodgue, wir nahmen nur Sachen f&#252;r eine Nacht mit) wurde zum Gl&#252;ck hochgefahren und wir wanderten durch ganz dichten Gestr&#252;pp. Voran ging unser &#8220;Machetenmann„ der den Weg mit seiner Machete freischlug und dann kletterten, rutschten und sprangen wir im G&#228;nsemarsch hinterher. Das war ein richtiger Akt, die Wanderung dauerte ca. 3 Stunden lang und das durch einen richtigen zugewachsenen Urwald. Wege mussten wir uns suchen, der Schlamm war super rutschig und wir sind st&#228;ndig geschlittert (heller Schlamm rutscht besser als dunkler Schlamm war meine Erkenntnis am Abend), teilweise mussten wir kleinere Abh&#228;nge auf gut Gl&#252;ck runter springen und hoffen das man festen Untergrund erwischte, manchmal halfen Lianen zum festhalten. Ich ging direkt hinter unseren &#8220;Machetenmann„, da war der &#8220;Weg„ noch einigerma&#223;en begehbar, aber ich m&#246;chte nicht wissen wie es den Letzten in unserer Gruppe gegangen sind, ich denke die sind im Schlamm nur noch weg gerutsch und konnten froh sein wenn sie nicht irgendwo in der B&#246;schung landeten. Unsere F&#252;hrer ist dann auch direkt vor mir in ein Tierbau gefallen, das Loch war zugewachsen und auf einmal sah ich nur noch einen Kopf aus der Erde rausschauen, wie gut das er vor mir ging. Als wir den Wald verlie&#223;en mussten wir noch ca. 2 Stunden lang in der prallen Mittagssonne den restlichen Berg hochwandern. Teilweise hab ich echt gedacht, das ich gleich umkippe, mit der Sonne war das echt die H&#246;lle. Meine Beine waren total zerstochen (Sandfliegen, die Stiche jucken noch nach 3 Wochen!!!), schlammig und meine Schuhe nicht mehr identifizierbar (habe ich immer noch nicht sauber bekommen). Irgenwann erreichte ich endlich unsere Urwaldlogde oben auf dem Berg, die Sicht war atemberaubend sch&#246;n und als ich in den Spiegel guckte traf mich fast der Schlag. Mein Gesicht war knallrot, so als h&#228;tte ich alles von der Sonne verbrannt, aber das war nur die Anstrengung, denn nach 2 Stunden hatte ich wieder meine normale Gesichtsfarbe. Es gab zum Gl&#252;ck gleich Mittag und ich war so ausgehungert das ich quasi dr&#252;ber herfiel und vor Ersch&#246;pfung dann fast mit dem Kopf in meinen Teller reinfiel. Es gab Reis mit Br&#252;he, H&#252;hnchen und dazu verschiedenes Gem&#252;se (M&#246;hren, K&#252;rbis, Manniok, Bohnen, Mais). Gleich 2 Stunden sp&#228;ter wanderten wir weiter zu einem Wasserfall (der Weg war wesentlich einfacher) und auf dem R&#252;ckweg zu unserer Urwaldlodge kamen wir an einem herrlichen See vorbei wo wir den Rest des Tages drin geschwommen sind. Abends gab es Fisch zum Abendbrot und 2 Waldratten (sehen so aus wie eine gro&#223;e Maus und sind rotbraun) tummelten sich in unserem Essensraum. Die hatten auch absolut keinen Respekt oder viel Hunger und stibitzen sich was von unserem Essen. Unsere Zimmer waren sehr einfach, man k&#246;nnte sagen ein Gruppensaal wo jeder sein Bett (mit Moskitonetz und durchgelegener Matratze) hatte und WC und Dusche waren sehr ekelig (es gab da zum hellh&#246;rig das ich schon Affen im Zimmer vermutete). Punkt 20 Uhr geisterten wir mit unseren Taschenlampen zum Z&#228;hne putzen herum und keine 5 Minuten sp&#228;ter h&#246;rte man keine Stimmen mehr, weil alle bereits tief und fest vor Ersch&#246;pfung schliefen.</p>
<div style="text-align: center"><img alt="Costa Rica" id="image458" src="http://www.frosch-blog.de/wp-content/uploads/2006/10/Fahrt-in-den-de-Ninos.jpg" /></div>
<p><strong>Dienstag, 03.01.06:</strong> Bereits um 5:30 Uhr war ich wach und bin aufgestanden. An dem See wo wir waren kommen n&#228;mlich morgens bei viel Gl&#252;ck Tapiere zum Trinken hin. Ich bin also alleine dahin gewandert und traf dann im Wald erst Britt und sp&#228;ter Claudia. Leider kam kein Tapier dazu, aber es war trotzdem total beeindruckend das Morgenschauspiel mit den ganzen V&#246;geln zu beobachten. Beim Fr&#252;hst&#252;ck bekamen wir dann allerdings Besuch von einem Nasenb&#228;r der hinterm Haus nach Abf&#228;llen w&#252;hlte. Wir gingen nach dem Fr&#252;hst&#252;ck wieder wandern (eine Herde Pekaris-sowas wie Wildschweine kreuzten unseren Weg) und zwar zu einer hei&#223;en Schwefelquelle wo wir alle eine Schlammpackung auflegten. Das war nur eine ganz kleine Stelle in einem Bach wo es kochend hei&#223; war, brodelte, dampfte und nach Schwefel roch. Die Heilerde darunter soll sehr gesund sein (wird bei uns s&#252;ndhaft teuer verkauft) und wir klatschten uns den Matsch ins Gesicht (das war eine Sauerei). Mit dem Schlamm im Gesicht wanderten wir weiter und dabei sahen wir garantiert aus wie irgendwelche Eingeborenen, wir haben uns gegenseitig angeguckt und uns nur kaputt gelacht. Zum Gl&#252;ck gibt es da au&#223;er uns keinen der uns h&#228;tte sehen k&#246;nnen, denn 2 Stunden sind wir bestimmt so furchterregend herumgewandert. An unserem See konnten wir alles abwaschen, sahen 10 Jahre j&#252;nger aus und unsere Haut war wirklich ganz seidig glatt. Nach dem Mittag verlie&#223;en wir unsere Lodge und wanderten auf einfachem Wege der Berg wieder runter bis uns der &#8220;Pick up„ aufsammelte und zur&#252;ck nach La Fortuna brachte. Ein freudiges Ereignis in unserem Zimmer: Britt´s Gep&#228;ck ist endlich da!!! Wo auch immer es soooo lange war!</p>
<p><strong>Mittwoch, 04.01.06:</strong> Heute lie&#223;en wir es ruhiger angehen und haben eine Tagestour zum Cano Negro gemacht. Das ist ein See mit vielen Flussabzweigungen an der Grenze zu Nicaragua(wir mussten auf der Fahrt unsere Passportnummer und Namen angeben damit wir nicht ausversehen in Nicaragua einreisen und da bleiben). Ein Bus holte uns an unserer Lodgue ab und nach ca. einer Stunde hielten wir an einem Baum wo sich Unmengen von gro&#223;en Leguanen in der Sonne aalten. Der Baum liegt wahrscheinlich so gut in der Sonne das er ein regelrechter Anzugspunkt f&#252;r diese Tiere zu scheinen ist. Am Cano Negro stiegen wir in ein kleines Boot was nur f&#252;r uns reserviert war und dann fuhren wir ganz gem&#252;tlich durchs Wasser und sahen so viel Tiere wie noch nie. Kaimane in Mengen, Kapuzineraffen, Br&#252;llaffen, Schildkr&#246;ten, Leguane, Wasserechsen, Eisv&#246;gel, Komorane, L&#246;ffler, Silberreiher, Schlangenhalsv&#246;gel usw. Zum Mittag legten wir an, a&#223;en in einer palmbedeckten H&#252;tte zu Mittag (Reis, Bohnen, Ananas, Melonen, hat unser Bootsf&#252;hrer von Land aus mitgenommen), dann schipperten wir noch etwas durch Wasser, legten wieder am Ufer an und der Bus fuhr uns zur&#252;ck. Ganz pl&#246;tzlich stoppte der Bus bei voller Fahrt und was war??? Unsere Fahrer hat ein Faultier im Baum entdeckt und das bewunderten wir nun alle. Es ist mir absolut unbegreiflich wie er dieses eine v&#246;llig getahnte Tier w&#228;hrend der Fahrt im Wald entdeckt hat.</p>
<p><strong>Donnerstag, 05.01.06:</strong> Um 7:45Uhr haben haben wir gefr&#252;hst&#252;ckt und danach sind wir zu den H&#228;ngebr&#252;cken gefahren. Es regnete ganz sch&#246;n, aber im Regenwald war es einigerma&#223;en gesch&#252;tzt und im Laufe des Vormittags h&#246;rte es ganz auf zu regnen. Die H&#228;ngebr&#252;cken fand ich nicht so abendteuerlich wie ich es erwartete h&#228;tte. Im Regenwald waren vern&#252;nftige Wanderwege und einzelne Schluchten waren mit gro&#223;en oder kleinen H&#228;ngebr&#252;cken verbunden. Ganz am Ende sahen wir dann wenigstens ein Faultier ganz oben im Baum, ich h&#228;tte das nie erkannt so wie die getahnt sind. Nachmittags haben wir dann eine ganz tolle Vulkanwanderung am Arenal-Vulkan &#252;bernommen. Die Wege waren einfach irre, rechts und links ca.4 Meter hohes Schilfgras und irgendwann kamen wir an richtigen Vulkangestein an was wir erkletterten. Durch den Wind und einigen Schauern war das etwas unangenehm, aber trotzdem sch&#246;n. F&#252;r den R&#252;ckweg konnten wir den normalen Wanderweg w&#228;hlen oder den Dschungel. Keine Frage, wir nahmen den Dschungel und das war fast noch heftiger als die andere Dschungelwanderung. Leider hatten wir keine Machete dabei und krauchten so durch´s Dickicht, dabei schl&#228;ngelte sich eine giftige Korallenschlange &#252;ber unseren Weg und ein wilder Truthahn bekam es mit der Panik zu tun als wir da auftauchten. Nach ca. 2,5 Stunden fuhren wir ersch&#246;pft zur Lodge zur&#252;ck, machten uns frisch, fuhren zum Essen in die Stadt und dann zum Arenal-Vulkan. Der Vulkan ist noch aktiv und wir haben mitgekriegt wie der noch richtig &#8220;gespuckt„ hat. Gerade im dunkeln war das ein einzigartiges Schauspiel, wie diese roten Gesteinsbrocken hin und her flogen und das Lustigste an der ganzen Sache waren die Gl&#252;hw&#252;rmchen. &#220;berall flogen die herum und es blinckte am ganzen Himmel, entweder gelb-wei&#223; vom W&#252;rmchen oder rot vom Vulkan.</p>
<div style="text-align: center"><img alt="Costa Rica" id="image469" src="http://www.frosch-blog.de/wp-content/uploads/2006/10/Wanderung-am-El-Arenal.jpg" /></div>
<p><strong>Freitag, 06.01.06:</strong> Ab heute hei&#223;t es Fahrrad fahren! Morgens nach dem Fr&#252;hst&#252;ck wurden unsere Fahrr&#228;der angeliefert und jeder bekam ein ma&#223;geschneidertes Fahrrad zugeteilt (sch&#246;ne Mountainbike´s mit 2 verschiedenen Gangschaltungen), dazu einen Helm und Fahrradhandschuhe. Wir hatten 2 Fahrradguides (Rico und keine Ahnung wie der Kleine hie&#223;, fahren beide Costa Ricanische Nationalmannschaft) die uns gute (spanische und englische)Tips gaben und w&#228;hrend der Radtour begleitete die ganze Zeit ein Versorgungsfahrzeug.</p>
<div style="text-align: center"><img alt="Costa Rica" id="image471" src="http://www.frosch-blog.de/wp-content/uploads/2006/10/Wir-radeln.jpg" /></div>
<p>Ich kam mir schon fast vor als fahre ich hier Tour de France. Andreas f&#228;hrt Zuhause viele Fahrradrennen (dementsprechend gute Kondition hatte er und er hatte keine M&#252;he damit unsere Guides zu &#252;berholen und das Team anzuf&#252;hren), aber sonst waren wir alle eher Hobbyfahrer. Die Fahrradtouren waren echt lustig, weil sich gleich am ersten Tag abzeichnete wer konditionell mith&#228;lt und wer die &#8220;Looser„ sind. Wir waren dann auch so ehrgeizig und sind richtige Rennen gefahren &#252;ber die Strecke, haben Teams gebildet usw. Eigentlich war es so gedacht das Rico vorne f&#228;hrt und unsere kleiner Guide der Letzte ist damit keiner verloren geht( das Feld zog sich mit der Zeit auch ca. 2 km auseinander, weil welche schneller waren als die anderen) und unsere Versorgungsfahrzeug mit Danillo als Fahrer (hupen scheint seine Leidenschaft zu sein!) fuhr die Strecke immer rauf und runter um zu gucken ob noch alle da sind oder ob jemand was braucht(Wasser!!! Ich habe bestimmt 3 Liter in mich hineingekippt). Am 2. Tag konnten unsere Guides allerdings nicht mehr so richtig mithalten, Andreas fuhr sowieso allen davon, Claudia (Marathonl&#228;uferin) hielt sehr gut mit und in mir erweckten ungeahnte Kr&#228;fte und Kondition. Ich war selbst total &#252;berrascht &#252;ber mich selbst und fuhr mit an der Spitze, allerdings habe ich beim bergauf fahren zuviel Zeit verloren, daf&#252;r aber die verschenkte Zeit wieder eingeholt. Unsere erste Etape f&#252;hrte uns von unserer Lodge in La Fortuna zu unserer n&#228;chsten Lodge La Alondra in die N&#228;he von Arenal. Das waren knappe 40km bergauf und bergab, teilweise war das so steil das wir beim runterfahren stark bremsen mussten um nicht in den Verkehr zu geraten. Die Strecke war wundersch&#246;n, Berge, der See, eine klasse Landschaft und eine gute Asphaltstra&#223;e. Zwischendurch haben wir ein kleines Fr&#252;chtepicknick eingelegt (Melone, Papaya und Ananas) und dann ging es weiter zu unserer Lodge (direkt am Arenalsee)die wir Mittags v&#246;llig durchgeschwitzt erreichten. Beim Duschen sind dann auch gleich zwei Duschen mehr oder weniger explodiert, es hie&#223; von Anfang an wir sollen den Hahn mit einem Schuh &#246;ffnen, weil angeblich mal jemand einen gewischt gekriegt hat als er es mit der Hand versuchte. Tja, ich wei&#223; nicht wie aber es gab im Nachbarzimmer ein Kurzschlu&#223; in der Dusche, es machte Peng und Andreas &#038; Susanne standen kreidebleich im Garten, einige Sekunden sp&#228;ter das selber mit Katrin &#038; Frank. Wir haben die Duschen etwas genauer unter die Lupe genommen und unserer Elektriker hat nur mit dem Kopf gesch&#252;ttelt und meinte das sei lebensgef&#228;hrlich (wir haben´s fotografiert und jetzt beim Reiseveranstalter eingereicht). Das konnte ich sogar sehen das dass nicht fachgerecht ist, alle Leitungen lagen offen oder mit etwas Isolierband verkleidet um den Duschhhals herum und das kann auf Dauer nicht gut gehen. Nachmittags sind wir in die Stadt (also 1 Supermarkt, 1 Tankstelle und ´ne B&#228;ckerei) gefahren und haben bei einem deutschen B&#228;cker halt gemacht. Der war richtig gut drauf, ist von Deutschland ausgewandert und hat sich dort mit seiner B&#228;ckerei selbst&#228;ndig gemacht. Im Garten tummelten sich seine Hasen, Hunde und ein Leguan und Miriam und ich sa&#223;en bestimmt 2 Stunden lang bei ihm im Privatgarten und haben gequatscht.</p>
<div style="text-align: center"><img alt="Costa Rica" id="image466" src="http://www.frosch-blog.de/wp-content/uploads/2006/10/Strand-bei-Samara.jpg" /></div>
<p><strong>Samstag, 07.01.06:</strong> Um 6:45 Uhr sind wir aufgestanden und nach dem Fr&#252;hst&#252;ck sind wir im Bus ein kleines St&#252;ck bis Tilaran gefahren und von da aus startete unsere n&#228;chste Etappe. Es war super windig, so das man kaum stehen konnte und fast weggeflogen ist, ich zog erst meine Regenjacke als Windschutz an, aber die hat sich so aufgeblasen das ich die w&#228;hrend der Fahrt schnell wieder auszog und ins Auto schmi&#223;. Tja, und dann packte mich oben auf einen Berg eine Windboe und hob mich samt Rad richtig von der Stra&#223;e ab. Ich hatte null Chance und konnte in keinster Weise etwas ausrichten, mich ri&#223; der Wind in voller Fahrt von der rechten Stra&#223;enseite mit, ich hob mit dem Rad vom Boden ab und landete dann samt Fahrrad im linken Stra&#223;engraben. Zum Gl&#252;ck ist kam gerade kein Gegenverkehr, sonst wei&#223; ich nicht wie das ausgegangen w&#228;re. Mein Helm (Gott sei dank mussten wir den tragen) sa&#223; ganz schie&#223; auf´m Kopf, mein rechter Arm war total aufgesch&#252;rft und blutete und das linke Bein sah genauso aus. Meine Trinkflasche war hin&#252;ber und die Gangschaltung verbogen. Vor und hinter mir fuhr zu dem Zeitpunkt keiner und den Sturz hat au&#223;er mir niemand mitbekommen, selbst als ich da lag war noch keiner in Sicht und ich hiefte mein Rad selber aus dem Schottergraben raus, klopfte den Dreck ab und fuhr weiter. Kurz darauf wartete Rico an einer Kreuzung (damit wir auch alle richtig abbiegen) und ich lie&#223; von ihm meine Rad wieder richtig hinbiegen und auf die Wunden kam Desinfektionsmittel. Nach 30 km endete unsere Strecke, wir stiegen in den Bus und fuhren &#252;ber die Panamerika ca. 1,5 Stunden nach Nicoya wo wir zu Mittag a&#223;en. Das Mittagessen war ausnahmsweise mal inklusiv und wurde von einigen Damen auf einen sogenannten Sonnenherd gekocht. Das Essen war super lecker (Reis, Kartoffelbrei, Bohnen und ganz viel verschiedenes Gem&#252;se). Wer wollte konnte jetzt die restlichen 30km(80% bergauf!!!) in der Mittagssonne per Rad zur&#252;ck legen und das wollten wir nat&#252;rlich. Mir sind &#252;ber Nacht scheinbar Muskeln gewachsen oder ich wurde gedopt! Mein Fahrrad und ich waren eins, ich hatte es total raus in welcher Sekunde ich in welchen Gang schalten musste und selbst beim bergauf fahren hatte ich eine bessere schnellere Technik entwickelt (ich denke da kann ich noch mehr raus holen, wenn ich am Ball bleibe) als am Vortag. Ich bin geradelt was das Zeug h&#228;lt, hatte so einen Spa&#223; dabei und Andreas und ich haben weit das Feld angef&#252;hrt. Mal war er weit vor mir, aber sobald es bergab ging hatte ich ihn wieder. W&#228;hrend eines Zweikampfes (was waren wir ehrgeizig, w&#228;hren die anderen sich gequ&#228;lt haben) bergauf ist dann meine Kette abgesprungen, was war ich sauer(war allerdings mein Schaltfehler) und dann war ich zu n&#228;mlich das Ding wieder aufzulegen (war mir zu kompliziert mit den ganzen Zahnr&#228;dern) und musste warten bis Rico mich endlich mal eingeholt hatte&#8230;, er legte meine Kette rauf und ich konnte weiterradeln. Ich habe aber bestimmt eine halbe Stunde gebraucht um Andreas nur sehen zu k&#246;nnen. Halb tot sind wir dann in Samara in unserem Hotel angekommen und ich war so durchgeschwitzt das ich kaum meine Hose ausziehen konnte, alles klebte und die Dusche war ein wahrer Genu&#223;. Samara ist ein kleiner einfacher Ort direkt am Pazifikstrand und da kam so richtiges S&#252;dseefeeling bei uns auf, abends sa&#223;en wir ganz oft am Strand mit einem Cocktail oder wir lagen in den H&#228;ngematten die &#252;berall am Strand zwischen den Palmen hingen, ja das schon so ein bisschen wie in dem Film &#8220;The beach„.</p>
<p><strong>Sonntag, 08.01.06:</strong> Meine Beine sehen ganz furchtbar aus, zerstochen ohne Ende, dazu blaue Flecke und &#252;berall Sch&#252;rfwunden, aber immerhin sch&#246;n braun und meine F&#252;&#223;e genauso. Heute lie&#223;en wir es etwas ruhiger angehen und sind dem Rad 20km zum benachbarten Strand gefahren. Den Schotterweg konnte man gut befahren, einen Flu&#223; mussten wir durchquren und dann tauchte ein ganz toller Strand auf, au&#223;er uns war kein Mensch da. Unter zwei Palmen haben wir unser Quartier aufgeschlagen und sind dann in die Fluten gesprungen. Oh, war das schon, allerdings waren die Wellen sehr hoch und leicht gef&#228;hrlich. Wir wurden richtig unter Wasser gedr&#252;ckt, rumgeschleudert und tauchten ganz woanders wieder aus. Erst war das be&#228;ngstigent, aber dann hatten wir richtig Spa&#223; daran gefunden. Am Strand liefen einige kleine Krebse rum und Pelikane schwammen auf dem Wasser. Abends bin ich nach dem Essen (zur Abwechslung habe ich mal einen Hamburger gegessen!) gleich ins Bett gefallen, weil ich ganz sch&#246;n kaputt war.</p>
<p><strong>Montag, 09.01.06:</strong> Heute haben wir die andere Richtung eingeschlagen und sind dort zum Strand geradelt, wir haben sogar Affen auf der Tour dahin gesehen. Nach einer Stunde relaxen am Strand wurde mir das zu langweilig und au&#223;erdem wollte ich nicht viel mehr als Fahrrad fahren. Ich hatte irrsinnigen Spa&#223; daran und fuhr Kilometer weit, erst zu dem Strand von gestern, dann wieder zur&#252;ck, hielt hier und dort (eine braune Schlange kreuzte meinen Weg, unz&#228;hlige Leguane, einige Eichh&#246;rnchen und viele Kolibris habe ich gesehen) und dann hatte ich meine 60km voll und bin duschen gefahren ins Hotel. Nachmittags sind wir zu unserer Reittour aufgebrochen. Ein Auto (da wo wir wieder hinten drauf sitzen mussten) fuhr uns zu den Pferden und dann ritten wir brav hintereinander los und ein Hund begleitete uns. Zuerst ging es in einen Wald, &#252;ber Stock und Stein, bergauf und bergab. Wir sahen viele Affen, einen Nasenb&#228;r im Baum und dann endlich ein G&#252;rteltier! Danach hatten wir bereits seit Tagen Ausschau gehalten und nie eins entdeckt. Als es leicht d&#228;mmerte durchquerten wir einen Flu&#223; und trabten dann zum Strand. Das war wirklich toll und mu&#223; ein Bild f&#252;r die G&#246;tter gewesen sein, wie eine Herde Pferde da im Sonnenuntergang entlangdonnerte am Strand. Einige Leute z&#252;ckten in windeseile ihre Kameras und fotografierten uns. Am Strand wurden gerade kleine Babyschildkr&#246;ten ausgesetzt (da war eine Aufzuchtstation) und wir kamen gerade zum richtigen Zeitpunkt. Ich bin ins Wasser reingeritten und da konnte man sehen wie die ganzen kleinen Babyschildkr&#246;ten um die Wette paddelten. Zur&#252;ck zur Ranch ging es wieder durch den Flu&#223; und im schnellen Trapp zur&#252;ck, weil es schnell dunkel wurde. Die Reittour war total sch&#246;n und wir waren alle so begeistert, vor allem weil man von da oben doch andere Dinge sieht als zu Fu&#223; oder auf dem Rad.</p>
<p><strong>Dienstag, 10.01.06:</strong> Unser erster Relaxingtag, aber ich bin den halben Tag geradelt und dann zusammen mit Claudia und Miriam an den Strand gegangen. Das mit dem baden war allerdings so eine Sache, weil im Wasser nicht sichtbare Feuerquallen (eine harmlose Art)sind. Man sp&#252;rt sie einfach nur, fl&#252;chtet aus dem Wasser und sieht 2 Tage so aus als wenn man in Brennesseln gebadet hat und diese Erfahrung machten wir dann auch. Mit meinen Postkarten ging ich noch zur Post, aber die waren da selten n&#228;mlich und hatten auch keine Lust sich gro&#223;artig zu bequemen. Ich kaufte Briefmarken und steckte meine Karten ein, aber bis heute ist noch keine angekommen.</p>
<div style="text-align: center"><img alt="Costa Rica" id="image465" src="http://www.frosch-blog.de/wp-content/uploads/2006/10/Reiten-in-Samara.jpg" /></div>
<p><strong>Mittwoch, 11.01.06:</strong> Bereits um 7:30 Uhr starteten wir unseren Weg zur&#252;ck zu unserer Startlodge El Maranon. Katrin &#038; Frank verabschiedeten sich schon, weil sie bereits heute abfliegen und per Taxi zum Flughafen fahren. Unsere Gep&#228;ck wurde auf auf´s Busdach geschnallt und dann sind wir zum Golf von Nicoya gefahren. Stiegen in ein kleines Boot (was lange nicht anspringen wollte) und schipperten durch die Mangrovenw&#228;lder auf die Insel Chira. Wir haben sogar 4 Krokodile gesehen die um unser Boot schwammen, viele Fregattv&#246;gel, L&#246;ffler, Reiher, Pelikane und einen gro&#223;en Leguan. Das Boot konnte nicht direkt am Ufer anlegen und wir gingen die restlichen Meter zu Fu&#223; durch´s Wasser. An Land wanderten wir etwa eine halbe Stunde wo wir dann an einer H&#252;tte Essen bekamen (ganz leckeren Fisch mit Reis und Brokkoli), eine kurze Mittagspause einlegten (eine riesiege Heuschrecke krabbelte mein Bein hoch&#8230;) und dann mit dem &#246;ffentlichen LKW (wir wieder hinten auf der Ladefl&#228;che) zur&#252;ck zum Hafen fuhren, mit dem Boot &#252;bersetzten und wieder in unseren Bus einstiegen. Es war entsetzlich hei&#223;, auf der Insel schwitzen wir bereits wie doof, aber im Bus war das echt m&#246;rderisch. Irgendwann legten wir einen Eisstop(nur abgepacktes Eis essen, niemals frisches!!!) ein und dann ging die 4st&#252;ndige Fahrt weiter und wir waren total ger&#228;dert als wir endlich ankamen. Britt und ich bekamen diesmal die Lodge im Privatregenwald und hatten eine eigene Terasse. Das Zimmer ist total zugewuchert und etwas abseits von den anderen, deshalb Privatregenwald. Abends a&#223;en wir alle zum Abschied zusammen und tranken unseren Rum aus. Wir haben n&#228;mlich w&#228;hrend der Reise immer mal wieder ein Fl&#228;schchen Rum(die beste Qualit&#228;t &#252;berhaupt und g&#252;nstig zu unseren Verh&#228;ltnissen gesehen) gekauft, Ananas darin eingelegt und uns lustige Abende gemacht und die Reste mussten nun alle aufgebraucht werden.</p>
<p><strong>Donnerstag, 12.01.06:</strong> Von Britt nahmen wir beim Fr&#252;hst&#252;ck Abschied, sie ist dann alleine mit dem Bus an die Karibikk&#252;ste gefahren und wollte dort noch einige Tage bleiben. Claudia, Miriam, Christoph, Meinolf und ich sind mit dem &#246;ffentlichen Bus nach San Jose gefahren (die Fahrt kostete ca. 25 Cents und dauerte 30 Minuten!!!) und da herrschte immer noch das gleiche Gewusel wie vor 2 Wochen. Wir haben uns relativ schnell aus den Augen verloren und mir war das ganz recht so, dann konnte ich in Ruhe bummeln gehen und gucken. Ich bin wieder in die Markthalle gegangen wollte scheinbar das Fleisch gleich verkaufen. Beim Anblick der &#8220;Fischabteilung„ bin ich ganz neidisch geworden, soviel Auswahl und zu so g&#252;nstigen Preisen. Auf dem Tiermarkt bin ich auch gelandet, Hunde, Meerschweinchen, M&#228;use, V&#246;gel und sogar Fische wurden angeboten aber unter was f&#252;r unm&#246;glichen Bedingungen, ich bin schnell weiter gegangen. Irgendwann musste ich auf Toilette und da es keine &#246;ffentlichen Klo´s gibt bin ich auf ein nobles Hotel zugesteuert und habe nach den &#8220;Banos„gefragt. Im gro&#223;en Spiegel auf´m Klo sah ich dann das meine Vordertasche ge&#246;ffnet ist und ich ahnte es bereits, mein Portemonaie war weg und die Haarb&#252;rste die davor lag ebenfalls. Einfach geklaut, ich kann mich an keine Situation erinnern wo es h&#228;tte passiert sein k&#246;nnen, ich habe h&#246;llisch auf meinen Rucksack aufgepasst, aber so was geht scheinbar wirklich sekundenschnell. Aber ich bin ja nicht ganz doof, denn jeder hat uns gewarnt das man in San Jose beklaut und &#252;berfallen wird und als Europ&#228;er f&#228;llt man eh gleich bei den Einheimischen ins Auge.</p>
<p>Mein Portemonaie war eine Attrappe, ich habe ein ganz altes Portemonaie genommen, das mit Papier und kleinen Steinen gef&#252;llt und der Dieb hat sich bestimmt gefreut, den Verlust meiner Haarb&#252;rste konnte ich verschmerzen, habe mir gleich eine Neue gekauft. Nach dem Schock bin ich noch vorsichtiger durch die Stra&#223;en gelaufen, bin &#252;ber einen Handwerksmarkt geschlendert und irgendwann wurde mir die Hitze, das Gew&#252;hle und dieses Un&#252;berschaubare zuviel und ich bin zur&#252;ck zur Busstation gegangen. Mein Bus fuhr auch einige Minuten sp&#228;ter ab, von der Haltestelle in Ciuad Colon bin ich zur&#252;ck zur Lodge gewandert und habe auf die zum relaxen in die H&#228;ngematte gelegt. Die anderen Vier kamen kurze Zeit sp&#228;ter genauso kaputt zur&#252;ck. Um 19 Uhr stand der Shuttlebus zum Flughafen vor der T&#252;r, ich habe mich bei allen verabschiedet, gewunken und dann ist meine Gruppe zum Flugzeug gefahren und ich blieb ganz allein zur&#252;ck geblieben. Unsere Urlaub endete hier sozusagen und ich bin am n&#228;chsten Tag auf eigene Faust weiter nach Panama geflogen.</p>
<p>Sonja Holst</p>
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		<title>Cuba libre</title>
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		<pubDate>Mon, 21 Aug 2006 15:14:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Timo</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Zum Frosch Reiseziel Cuba aktiv Mit Frosch-Partner Aventoura auf Kuba unterwegs Reisebericht von Brigitte  (21. M&#228;rz bis 5. April 2006) Salsa, Sonne, Sozialismus –Kuba stand immer schon ganz oben auf meiner Reiseliste. Und weil das Lebensalter des „Commandante“ schon recht fortgeschritten ist, hie&#223; es, sich zu beeilen, bevor am Ende die Amis mit Fast Food [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zum Frosch Reiseziel <a title="&#246;ffnet www.frosch-sportreisen.de" href="http://www.frosch-sportreisen.de/fernreisen/rundreise-kuba.asp" target="_blank">Cuba aktiv</a></p>
<p><strong>Mit Frosch-Partner Aventoura auf Kuba unterwegs</strong><br />
Reisebericht von Brigitte  (21. M&#228;rz bis 5. April 2006)</p>
<p>Salsa, Sonne, Sozialismus –Kuba stand immer schon ganz oben auf meiner Reiseliste. Und weil das Lebensalter des „Commandante“ schon recht fortgeschritten ist, hie&#223; es, sich zu beeilen, bevor am Ende die Amis mit Fast Food Ketten auf Kuba einfallen. So haben ich – schon Frosch-erfahren und damit Aktivurlaub-erprobt, kurzentschlossen gebucht.<br />
Im Unterschied zu meinen sonstigen Frosch-Urlauben war der Veranstalter bei „Cuba Aktiv“ nicht Frosch, sondern der Kuba-Marktf&#252;hrer „Aventoura“, der neben dieser auch noch viele andere Cuba-Reisen im Programm hat. Dies ist auch der Grund, warum die aus 16 Personen bestehende Reisegruppe sehr heterogen war: Im Alter zwischen Ende 20 und Ende 50, Singles und Ehepaare. Aber, und das ist auch typisch f&#252;r Frosch, wenn man auch zun&#228;chst erschrickt, ob man denn wohl mit „denen“ Spa&#223; haben kann, so w&#228;chst die Gruppe doch sehr gut zusammen und der Abschied f&#228;llt letztlich schwer…</p>
<p><span style="font-weight: bold;"> RUNDREISE &amp; HOTELS</span><br />
Wohl damit alle Reisenden gleichzeitig ankommen (und weil’s f&#252;r den Veranstalter billiger sein wird), werden alle Fl&#252;ge &#252;ber Madrid gef&#252;hrt. Das hei&#223;t die Urlauber werden von unterschiedlichsten Flugh&#228;fen in Deutschland nach Madrid geflogen, wo es da mit Iberia (Achtung: schlechter Service, wenig Beinfreiheit) weiter nach Havanna geht. Das macht die Anreise nicht gerade zu einem Erholungstrip, aber gut, dazu fliegen wir ja auch nicht nach Kuba. Tipp: Vor der Buchung nach den Hinfl&#252;gen nach Madrid erkundigen – ein mehrst&#252;ndiger Aufenthalt auf dem Flughafen macht wenig Sinn (der Ausflug in die Stadt lohnt sich erst ab f&#252;nf Stunden, aber vielleicht plant Ihr ja einen Zwischenstopp mit &#220;bernachtung ein?).</p>
<p>Am Flughafen wurden wir von unserem Reisef&#252;hrer Leo in Empfang genommen und nach Havana gebracht. Statt wie angek&#252;ndigt im Inglaterra in Havana haben wir im ebenso traditionsreichen Hotel Plaza &#252;bernachtet. An dieser Stelle ein Wort zu den Hotels: Diese waren alle einen deutlich besseren Standard, als ich das von einem sozialistischen Land erwartet h&#228;tte. Dabei war das Plaza wohl von allen Hotels das „schlechteste“ (wegen des Miefs in den engen Zimmern und des Ger&#228;uschpegels) aber immer noch gut ertr&#228;glich. Von besseren Zeiten erz&#228;hlt die Fassade des Plaza und die gro&#223;e Empfangshalle im Art-Deco-Stil.</p>
<p>Nach dem ersten Mojito auf der Terrasse des Inglaterra stand am n&#228;chsten Tag die Havana-Besichtigung auf dem Programm. Teil der Besichtigung war der zweist&#252;ndige lustige Salsa-Einf&#252;hrungskurs – ohne den h&#228;tten wir ganz sch&#246;n alt ausgesehen, denn nat&#252;rlich wird getanzt, immer und &#252;berall – so ein Kuba-Urlaub ganz ohne Tanzen d&#252;rfte echt schwierig sein.</p>
<div style="text-align: center;"><img id="image351" src="http://www.frosch-blog.de/wp-content/uploads/2006/08/Salsa-Gruppe.jpg" alt="Cuba" /></div>
<p>Havana hat einen ganz eigenen, morbiden Charme. Wundersch&#246;ne Fassaden, aber oft v&#246;llig runtergekommen. Da findet man in Innenh&#246;fen neben der architektonisch wertvollen freischwingenden Treppe, die tats&#228;chlich inzwischen frei schwingt, weil nicht mehr richtig befestigt, wundersch&#246;ne Fliesenmuster auf Fliesen, die gerade von der Wand fallen oder schon den Boden „schm&#252;cken“, und neben dem rostigen Oldtimer steht ein Karren mit einem klapprigen Esel davor. Von den verfallenen Balkonen strahlen uns wei&#223;e W&#228;sche und fr&#246;hliche Kinder an. Aber die Altstadt von Havana ist Unesco-Welterbe, hier wurde viel Geld investiert – viele Stra&#223;enz&#252;ge sind schon mit viel Aufwand restauriert.</p>
<div style="text-align: center;"><img id="image350" src="http://www.frosch-blog.de/wp-content/uploads/2006/08/Musikopas.jpg" alt="Cuba" /></div>
<p><img id="image353" title="Cuba" src="http://www.frosch-blog.de/wp-content/uploads/2006/08/Tabakpfluecker.jpg" alt="Cuba" align="right" />F&#252;r Havana, nein, f&#252;r ganz Kuba bezeichnend: Musik. &#220;berall und immer wieder. Viele musizierende Opas (ich habe ein Faible f&#252;r Opas) à la Buena Vista Social Club – schmacht!<br />
Nach unserem Havana-Tag ging’s am n&#228;chsten Tag weiter nach Pinar del Rio, wo wir zun&#228;chst in einer H&#246;hle rumgekraxelt sind und dann eine Tabakfinca besichtigt haben. Beeindruckend fand ich die wundersch&#246;nen blauen Augen und die von der harten Feldarbeit geschundenen H&#228;nde des Tabakpfl&#252;ckers, der trotz aller M&#252;hsal gutgelaunt seiner Arbeit nachging. Es ist toll zu sehen, mit welcher Einfachheit Menschen hier gl&#252;cklich sein k&#246;nnen. Leo erz&#228;hlte uns, dass der Tabakpfl&#252;cker viele Jahre im Knast verbracht hat, weil er verbotenerweise einen Ochsen geschlachtet hat…<br />
&#220;bernachtet haben wir in niedlichen kleinen Bungalows beim Hotel Los Jasmines, das wundersch&#246;n oberhalb des Valle de Viñales liegt. Der Ausblick aufs Tal ist traumhaft. Aber: Man ist am Abend im Hotel „gefangen“ und muss, um nicht mit leerem Magen ins Bett zu gehen, das &#252;berteuerte Buffet essen. Sch&#246;n w&#228;re es daher, wenn der Bus auch f&#252;r Abendausfl&#252;ge eingesetzt w&#252;rde. Wir haben mit viel M&#252;he und zweist&#252;ndiger Versp&#228;tung gerade noch ein Taxi ins St&#228;dtchen Viñales ergattert, wo es wie &#252;berall viel Party und Live-Musik gab – nachts mussten wir daf&#252;r per „Anhalter“ fahren (was kein Problem ist, jeder Kubaner wird wohl f&#252;r den &#252;blichen Taxipreis die Touristen gerne ins Hotel zur&#252;ckfahren).<br />
Von Viñales startete die Fahrrad-Tour nach San Diego de Los Banos. Leider erwischte uns der Regen, weshalb wir von den im Reiseverlauf beschriebenen Sch&#246;nheiten der Landschaft kein Auge hatten &#8211; wohl aber f&#252;r die vielen Ru&#223;wolken, die die russischen LKWs bergauf – trotz Regens &#8211; &#252;ber uns gepestet haben. Praktischerweise war der Bus st&#228;ndig hinter uns, so dass wir irgendwann alle v&#246;llig durchn&#228;sst und verfroren eingestiegen sind. Da tat der von Leo gespendete Rum Wunder, der uns von innen w&#228;rmte.<br />
Tipp f&#252;r San Diego de Los Banos: Unbedingt mit dem Hotelchef Pedro Antonio eine Tour durchs Dorf machen! Besichtigt wird dabei auch die kleine Zigarrendreherwerkstatt von Pedro. Bei Pedro k&#246;nnt Ihr getrost Zigarren kaufen, denn mein Zigarrenfachmann hat mir best&#228;tigt, dass seine Zigarren sensationell gut sind (die gef&#228;lschten Zigarren haben oft eine schlechte Qualit&#228;t. Eigentlich darf man nur offizielle Zigarren mit Banderole und Siegel exportieren, also lasst Euch nicht erwischen!). Das Hotel in San Diego de Los Banos ist unspektakul&#228;r, daf&#252;r ist der Grillabend mit „einem der besten Bands Kubas“ wirklich spa&#223;ig.</p>
<div style="text-align: center;"><img id="image355" src="http://www.frosch-blog.de/wp-content/uploads/2006/08/Zigarrendreher.jpg" alt="Cuba" /></div>
<p><img id="image340" title="Cuba" src="http://www.frosch-blog.de/wp-content/uploads/2006/08/Aussicht-vom-Berg.jpg" alt="Cuba" align="right" /> Am zweiten Tag unserer Biketour hat uns das Wetter wieder belohnt. Richtig sportlich wird die Tour aber erst beim letzten Anstieg nach Soroa, bei dem viele aus- und in den Bus eingestiegen sind. Ein Wort zur Radtour: So spektakul&#228;r wie diese Radtour beschrieben war, fand ich sie ehrlich gesagt nicht. Ich hatte gro&#223;e Bef&#252;rchtungen, als zwar durchschnittlich fitte, aber wenig ge&#252;bte Bikerin auf wenig befahrenen holprigen Wegen durch die Tabakfelder mit der Gruppe nicht mithalten zu k&#246;nnen und sah mich in Gedanken schon vor Ersch&#246;pfung vom Fahrrad fallen. Die Sorge h&#228;tte ich mir sparen k&#246;nnen. Die Biketour f&#252;hrt zwar durch die Tabakgegend, nicht jedoch durch die Felder, man f&#228;hrt vielmehr ausschlie&#223;lich auf asphaltierten Stra&#223;en (was nicht immer angenehm ist, insbesondere nicht, wenn man Berg hoch von einem Oldie-Diesel-Truck &#252;berholt wird, der einen extrem zusmokt). Das Tempo ist dabei recht gem&#228;chlich, denn zum einen ist die Gruppe sehr heterogen, zum anderen f&#228;hrt st&#228;ndig der Bus hinterher, so dass man jederzeit einsteigen kann.<br />
Die Anlage in Soroa, in der wir dann zwei Tage blieben („Ruhetag“ – aber weswegen eigentlich?) ist zwar traumhaft sch&#246;n und dschungel-like (vor allem, wenn man wie wir eines der s&#252;&#223;en reetbedachten Bungalows erwischt), aber recht touristisch, und ansonsten ist rund um Soroa wenig zu tun. Der vielgepriesene Wasserfall ist viel unspektakul&#228;rer als der, den wir sp&#228;ter in der Sierra del Escambray sehen sollten. Kurzum: Den Aufenthalt h&#228;tte man um einen Tag abk&#252;rzen k&#246;nnen. Einen wundersch&#246;nen Ausblick hat man allerdings, wenn man den Berg bei Soroa besteigt – unbedingt Kamera mitnehmen!<br />
Von Soroa ging es weiter nach Santa Clara. Sp&#228;testens jetzt wird jedem klar, wie wichtig Che Guevara den Kubanern immer noch ist – Che ist omnipr&#228;sent und wird verehrt wie eine Mischung aus Papst und Pop-Ikone! Che ist au&#223;erdem fehlerfrei, zumindest vermitteln das die Fotos in seinem Museum: Che beim Tabakpflanzenpfl&#252;cken, Che beim Zuckerrohrschneiden, Che, wie er Santa Clara einnimmt und befreit&#8230; Man muss sich vor Augen f&#252;hren: Che Guevara hat 1965 das Land verlassen – vor mehr als 40 Jahren, und ist schon 30 Jahre tot, aber in den Herzen der Kubaner lebt er immer noch. Wir glaubten sogar, in Ches Mausoleum in den Augen von Reisef&#252;hrer Leo ein Tr&#228;nchen gesehen zu haben, und das, obwohl er doch jede zweite Woche dort ist. Naja, abseits des politischen: Gut aussehen tut Che ja schon <img src='http://www.frosch-blog.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<div style="text-align: center;"><img id="image342" src="http://www.frosch-blog.de/wp-content/uploads/2006/08/Che-mit-Leo.jpg" alt="Cuba" /></div>
<p>Von Santa Clara qu&#228;lte unser Busfahrer den Bus in die H&#246;hen der Sierra del Escambray, einer wundersch&#246;nen Gebirgslandschaft. An einem sehr h&#228;sslichen Riesen-Bau, der aber angeblich ein „Luxussanatorium“ ist (in das man als Nicht-Kubaner aber nicht reinkommt), wurden wir „umgeladen“ auf ein „Russisches Cabrio“ (Zitat Leo). Die Fahrt auf dem Teil ist abenteuerlich und macht eigentlich sauviel Spa&#223;, aber da mich bei der ganzen Sch&#252;ttelei &#252;ber Buckelpisten starke Bauchkr&#228;mpfe qu&#228;lten, bin ich dabei fast gestorben. (Kleine pers&#246;nliche Anmerkung: alle empfehlen f&#252;r diese Reise immer reichlich Immodium gegen Durchfall – ich hatte jedoch bei dem vielen sehr weichen Wei&#223;brot eher das gegenteilige ProblemJ)</p>
<div style="text-align: center;"><img id="image352" src="http://www.frosch-blog.de/wp-content/uploads/2006/08/Sierra-del-Escambray.jpg" alt="Cuba" /></div>
<p>Auch f&#252;r die zweit&#228;gige Wanderung hatte ich schlimmstes bef&#252;rchtet, dachte ich doch, dass man das komplette Gep&#228;ck f&#252;r die zwei Tage mitschleppen m&#252;sste. Aber stattdessen wird man mit den russischen Pick-Up-Trucks in ein Naturcamp gebracht, das sozusagen als Basislager dient. Von dort geht man dann kleinere Touren und ben&#246;tigt nichts weiter als Schwimmsachen und ein bisschen Wasser. Alles also total easy, feste Schuhe sind empfehlenswert, aber der Einkauf im Outdoor-Laden wirklich nicht erforderlich. Im Naturcamp kann man &#252;brigens wunderbar nachts feiern und abst&#252;rzen, und die Zeltnacht zum Tage machen! Was auch sinnvoll ist, denn dort oben in den Bergen war es sehr kalt – am besten alle Klamotten &#252;bereinander tragen! Noch ein Tipp f&#252;r Zartbesaitete: Die zur Verf&#252;gung gestellten Schlafs&#228;cke sind, wenn man &#252;berhaupt einen bekommt, wirklich nicht jedermanns Sache. Da lohnt sich das Mit-schleppen eines Innenschlafsacks.<br />
Die Wanderungen sind wundersch&#246;n, gr&#252;ne, abwechslungsreiche Landschaft, tropische W&#228;lder, Wasserf&#228;lle, in denen man baden kann, frisch gepfl&#252;ckte Fr&#252;chte und ein toller Wanderf&#252;hrer – wenn Samuel Euch auch f&#252;hrt, gr&#252;&#223;t ihn sch&#246;n von mir!<br />
Von den Bergen ging es, zun&#228;chst mit Pick-Up-Truck, dann weiter mit unserem Bus zur K&#252;ste – nach Trinidad del Mar. Das Hotel Trinidad del Mar ist sicherlich sch&#246;n, aber so all inclusive, wie man sich solche Anlagen eben vorstellt. Der Essensraum ist eine Massen-F&#252;tterungsanlage, das Animationsprogramm f&#252;r unseren Geschmack grauselig und wir waren uns alle einig: schnell raus hier! Guter Tipp: Statt des schlimmen „Fress-Saals“ gibt es in der Anlage in Richtung Strand ein sch&#246;nes Restaurant unter Reetdach, au&#223;erdem ein „a la carte“ Restaurant – in beiden kann man nach Voranmeldung kostenfrei essen – in jedem Fall eine gute Wahl!</p>
<div style="text-align: center;"><img id="image346" src="http://www.frosch-blog.de/wp-content/uploads/2006/08/Hotel-Trinidad-del-Mar.jpg" alt="Cuba" /></div>
<p>Die Abende haben wir meist im wundersch&#246;nen Kolonialst&#228;dtchen Trinidad verbracht. Trinidad ist voller Leben, voller Farben, voller Musik – einfach toll. Auf keinen Fall im Hotel bleiben und an der all-inclusive Cocktailbar abh&#228;ngen, sondern raus da! Auf einer gro&#223;en Freitreppe gibt’s jeden Abend Live-Musik mit Tanzprofis (und Anf&#228;ngern wie uns). In Trinidad gibt es au&#223;erdem eine H&#246;hlendisco, die wirklich sensationell ist und unbedingt besucht werden sollte. Allein schon der H&#246;hle wegen! Neben dieser gibt es noch viel mehr Nachtprogramm – wie die Open Air Disco „Fresa y chocolate“ – da wird die Nacht schnell zum Tag! Zur&#252;ck zum Hotel geht es dann mit illegalen Taxis, die schon bereitstehen &#8211; uralte Opas fahren die turistas zur&#252;ck ins Hotel – wohl polizeilich geduldet &#8211; ich bin ein Opa-Freak, und die Opas auf Cuba sind sensationell, soviel Charme, soviel Lebensfreude, so blaue Augen. Also bitte vergesst das Trinkgeld nicht!<br />
Der zum Hotel geh&#246;rende Strandabschnitt ist sehr sch&#246;n, das Meer t&#252;rkisblau und warm – man kann dort sehr gut abh&#228;ngen. Aber f&#252;nf Tage all inclusive ist f&#252;r meinen Geschmack zu lange, und wir f&#252;hlten uns, da sowohl unser Reiseleiter wie auch unser Bus uns verlassen haben, etwas alleingelassen. Niemand von uns hat das Animationsprogramm im Hotel genutzt, die Fahrr&#228;der sind so schlecht, dass man damit nicht mal um die Anlage kommt (Platter Reifen!). Man kann am Strand Boote ausleihen und vermutlich gibt es auch Aqua-Aerobic oder so – so richtig „Cuba aktiv“ ist das aber nicht.<br />
Einzige offizielle Programmpunkte waren der Ausflug zu der ehemaligen Zuckerrohr-plantage Managa Iznaga und der sehr gute Katamaran-Ausflug zu einer namenlosen Insel (oder habe ich den Namen blo&#223; vergessen?): Palmen, t&#252;rkisgr&#252;nes Meer, Sandstrand &#8211; Karibik pur. F&#252;r das Mittagessen auf der Insel haben unsere Skipper gesorgt, indem sie nach mehreren frischen Langusten tauchten, die quasi noch lebend in den Topf geworfen wurden – frischer geht es nicht.</p>
<div style="text-align: center;"><img id="image347" src="http://www.frosch-blog.de/wp-content/uploads/2006/08/karibikinsel.jpg" alt="Cuba" /></div>
<p>Nach einer Korallen-Schnorcheltour wurden wir auf der Insel von vielen Leguanen empfangen. So einem Urviech gegen&#252;ber zu stehen, ist schon ein einschneidendes Erlebnis – vor allem, wenn einem die Viecher dann beim Mittagessen &#252;ber die F&#252;&#223;e latschen – nix f&#252;r empfindliche M&#228;gen (Schuhe anziehen empfohlen!). Gesellschaft bekamen die Leguane von Baumratten, die so &#228;hnlich aussehen, wie ich mir Murmeltiere vorstellen (nicht, dass ich jemals eines gesehen h&#228;tte <img src='http://www.frosch-blog.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> , und beruhigenderweise mit den Ratten nur entfernt verwandt sind.<br />
Von Trinidad del Mar ging es wieder zur&#252;ck nach Havana. Eine Touristenfalle war der Besuch bei einer Krokodilfarm. Ein mehrst&#252;ndiger Umweg &#252;ber kurvige Landstra&#223;en, &#252;berteuerte Eintrittspreise und auf engstem Raum in fast ausge-trockneten T&#252;mpeln lebende Krokodile &#8211; wenn Leo beim Weg von Trinidad zur&#252;ck nach Havana abstimmen l&#228;sst, wer diese Farm besuchen m&#246;chte, h&#246;rt genau hin (er stellte die Frage so, dass man eigentlich nicht nein sagen konnte). Das kann man sich schenken!</p>
<div style="text-align: center;"><img id="image348" src="http://www.frosch-blog.de/wp-content/uploads/2006/08/krokodilfarm.jpg" alt="Cuba" /></div>
<p>Eigentlich hatte ich nicht mehr so richtig Lust auf Havana, nach der ganzen Erholung in Trinidad war mir Havana zu laut. Aber gut, ein leckeres Essen, ein gemeinsamer Absacker, und am n&#228;chsten Tag der obligatorische Besuch in der Tabakfabrik (viele Menschen an klitzekleinen Pulten, alle ganz fr&#246;hlich singend bei der lauten Beschallung) und bei Havana Club – den Tag kriegt man gut rum, bevor es dann abends – &#252;ber Madrid &#8211; zur&#252;ck nach Deutschland geht.</p>
<p><span style="font-weight: bold;"> IN THE MOOD</span><br />
F&#252;r mich hatte Kuba immer schon eine besondere Faszination – nicht erst seit „Buena Vista Social Club“. Meine Erwartungen wurden an jeder Ecke best&#228;tigt: &#220;berall Zerfall, aber auch sehr viel Sch&#246;nheit. Sch&#246;ne Farben, alte Kolonialstilh&#228;user, deren Fassaden abbr&#246;ckeln, die vielen rostigen Oldtimer (die gepflegten sind Taxis f&#252;r die turistas), Eselskarren – all das k&#246;nnte man mit „morbidem Charme“ umschreiben, und gerade darin liegt die Sch&#246;nheit und besondere Atmosph&#228;re des Landes begr&#252;ndet.</p>
<div style="text-align: center;"><img id="image349" src="http://www.frosch-blog.de/wp-content/uploads/2006/08/Kuba-Farben.jpg" alt="Cuba" /></div>
<p>Dazu die Musik! Die vielen guten Bands, die alten M&#228;nner, die mit ihren meist leuchtend blauen Augen trotz des vorger&#252;ckten Alters soviel Lebensgef&#252;hl, soviel Vitalit&#228;t ausstrahlen, dass unsereins sich darin ein Beispiel nehmen k&#246;nnte.<br />
Werbetafeln f&#252;r Coca Cola findet man nirgends, aber daf&#252;r Durchhalteparolen. Der Sozialismus hat dem Land seinen Stempel aufgedr&#252;ckt. Fidel ist allgegenw&#228;rtig. Und mehr noch als Fidel Che Guevara, Kubas Nationalheld, obwohl seit fast vierzig Jahren tot. Er wird verehrt wie eine Mischung aus Gott und Rockstar. &#220;berall findet man auch „Volveran“-Plakate – f&#252;nf politische Gefangene in den USA werden zu Nationalhelden. Bei mir entstand der Eindruck, dass mit den vielen Durchhalteparolen dem Volk der Nationalstolz geradezu eingeredet wird.</p>
<div style="text-align: center;"><img id="image345" src="http://www.frosch-blog.de/wp-content/uploads/2006/08/Durchhalteparolen.jpg" alt="Cuba" /></div>
<p><img id="image341" title="Cuba" src="http://www.frosch-blog.de/wp-content/uploads/2006/08/Biro-Kid.jpg" alt="Cuba" align="right" /> Aber wenngleich wir Westler oftmals nur den Kopf sch&#252;tteln ob der Schilderungen sozialistischer Ma&#223;nahmen, und erschreckt sind, in einem offiziellen Lebensmittelladen nur drei S&#228;cke Mehl zu finden, weil es sonst einfach nichts gibt f&#252;r normale Pesos (die Superm&#228;rkte, die die Touristenw&#228;hrung „peso convertible“ akzeptieren, sehen unseren dagegen recht &#228;hnlich) scheinen die Kubaner, zumindest nach au&#223;en, an ihr System zu glauben. Obwohl doch die Realit&#228;t in Form eines versteckten Kapitalismus l&#228;ngst Einzug gehalten hat. Ein Beispiel: Das offizielle Einkommen eines Polizisten (das sei laut Leo der bestbezahlte Beruf) betr&#228;gt umgerechnet 36 € im Monat. Das unseres Reiseleiters Leo gerade mal 20 €. Aber: Leo arbeitet im Tourismus und ist damit der King! Jeder aus unserer Gruppe hat ihm (verdientes!) Trinkgeld gegeben, er hat kaum Kosten f&#252;r Speisen und wird auch noch die eine oder andere Nebenerwerbsquelle auftun. Was aber macht der Fabrikarbeiter, der nicht an die turistas kommt?<br />
Da es offiziell keine Arbeitslosigkeit gibt, werden alle Menschen irgendwie besch&#228;ftigt. Ob Stra&#223;enkehrer, Zeitungs- oder Erdnussverk&#228;ufer: Obwohl man diesen Menschen ansieht, dass sie am unteren Ende der Gesellschaft stehen, sp&#252;rt man kaum Unzufriedenheit – fast alle erledigen ihren Job mit Begeisterung. Angesichts der hohen Diskrepanz zwischen staatlichem Einkommen und Touristen-Pesos, ist die Zunahme an Bettlern wenig verwunderlich. Frauen arbeiten mit dem Trick, ihre Kinder auf dem Arm mitzuschleppen, um Mitleid zu erzeugen. Sie fragen nach „saboa“. Gibt man ihnen Seife, fragen Sie nach „biro“. Wenn sie dann mit Kugelschreibern ausgestattet wurden, wollen sie noch Geld. Der &#252;bliche Tipp in Reisef&#252;hrern, den Bewohnern Seife mitzubringen, mag zwar auf dem Land sinnvoll sein, aber in den Touristen-St&#228;dten scheint mit Seife geradezu gehandelt zu werden, da die Touristen nat&#252;rlich die Seifen aus den all-inclusive-Clubs verteilen. Ich pers&#246;nlich denke, dass Geld letztendlich mehr hilft als Seife. Fragt mal Leo dazu! Auch die Prostitution auf Kuba bl&#252;ht, obwohl offiziell verboten: M&#228;nner berichten von mehr als eindeutigen Angeboten in Bars und Nightclubs.<br />
Von der vielfach beschriebenen Mangelwirtschaft haben wir dank der Professionalit&#228;t der Reiseagentur wenig gesp&#252;rt, diese haben wir allenfalls bemerkt, als unser “Russischer Cabrio” auf dem Weg vom Camp zur&#252;ck zum Nationalpark-Infozentrum wegen Spritmangel liegen blieb, und wir an einer Bushaltestelle ausharrten, bis unser F&#252;hrer Samuel mit viel pers&#246;nlichem Einsatz einen Schulbus &#252;berzeugen konnte, uns (verbotenerweise) mitzunehmen.<br />
Was bei einer solchen Rundreise wohl unvermeidlich ist: Gelegentlich wurden wir zu Stopps in Kneipen gef&#252;hrt, die &#252;berteuert waren – das ganze war nat&#252;rlich abgesprochen und wenig spontan. Der Charme Kubas, die Sonne, das Lachen, die Musik – das alles entsch&#228;digt f&#252;r die eine oder andere Kleinigkeit. Ich kann Euch deshalb nur empfehlen, so schnell wie m&#246;glich auch dorthin zu reisen. Viel Spa&#223;!</p>
<div style="text-align: center;"><img id="image344" src="http://www.frosch-blog.de/wp-content/uploads/2006/08/Cuba-Karre.jpg" alt="Cuba" /></div>
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		<title>Cuba – Eine Zeitreise</title>
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		<pubDate>Wed, 02 Aug 2006 10:45:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Timo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Cuba]]></category>
		<category><![CDATA[Fernreisen]]></category>
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		<description><![CDATA[Cuba war schon immer ein Reiseziel, das mich interessiert hat. Sehr komisch fand ich es, dass es bei Frosch keinerlei Feedback zu der Reise gab. Jedenfalls gab es vor meiner Reise nie einen Reisebericht und auf dem Chatboard hat sich scheinbar auch niemand daf&#252;r interessiert.

Ich habe den „Sprung“ trotzdem gewagt und ahne inzwischen auch, warum noch niemand einen Reisebericht geschrieben hatte. Es ist kaum m&#246;glich die F&#252;lle der Eindr&#252;cke w&#228;hrend dieser Reise in Worte zu fassen!<p><img class="centered" src=" http://www.frosch-blog.de/wp-content/uploads/2006/08/bl_Vinales.jpg" width="500" height="311" alt="Tafelberg Cuba" /></p>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Zum Frosch Reiseziel <a target="_blank" title="&#246;ffnet www.frosch-sportreisen.de" href="http://www.frosch-sportreisen.de/fernreisen/rundreise-kuba.asp">Cuba aktiv</a></p>
<p>von Bianca L&#252;&#223;mann</p>
<p><span style="font-size: 10pt">Cuba war schon immer ein Reiseziel, das mich interessiert hat. Sehr komisch fand ich es, dass es bei Frosch keinerlei Feedback zu der Reise gab. Jedenfalls gab es vor meiner Reise nie einen Reisebericht und auf dem Chatboard hat sich scheinbar auch niemand daf&#252;r interessiert.<img align="right" alt="Cuba_Trockenhaus" id="image320" title="Cuba_Trockenhaus" src="http://www.frosch-blog.de/wp-content/uploads/2006/08/bl_Trockenhaus1.jpg" /></span></p>
<p><span style="font-size: 10pt">Ich habe den „Sprung“ trotzdem gewagt und ahne inzwischen auch, warum noch niemand einen Reisebericht geschrieben hatte. Es ist kaum m&#246;glich die F&#252;lle der Eindr&#252;cke w&#228;hrend dieser Reise in Worte zu fassen! Die Vielf&#228;ltigkeit der Insel und die zahlreichen interessanten, kuriosen und sch&#246;nen Erlebnisse haben mich jedenfalls sehr beeindruckt und ich wei&#223; gar nicht, wo ich anfangen und wo ich aufh&#246;ren soll- schlie&#223;lich soll es ja kein ganzes Buch werden. Dieser Bericht kann also nur ein kleiner Ausschnitt sein.</span></p>
<p><span style="font-size: 10pt">Nach einer sehr langen Anreise (aus Hannover mit Zwischen&#252;bernachtung in Madrid) war der erste Eindruck von Cuba durch Leo, unseren Reiseleiter gepr&#228;gt. Fast &#252;berschw&#228;nglich hat er mich begr&#252;&#223;t und ein Blick in sein fr&#246;hliches Gesicht hat gereicht und mir war sofort klar: Bei DIESEM Reiseleiter kann eigentlich nichts mehr schief gehen. Damit habe ich dann auch Recht behalten. Mit Begeisterung, viel Wissen auf allen Gebieten und mit einer guten Dosis Temperament hat uns Leo die sch&#246;nsten und interessantesten Orte und Landschaften seiner Heimat gezeigt, erkl&#228;rt und fast all unsere Fragen beantwortet. Und da hatte er einiges zu tun, denn im Verlauf dieser Reise dr&#228;ngen sich einem unz&#228;hlige Fragen auf. Von Leo kann man sehr viel quasi aus „erster Hand“ &#252;ber Land und Leute erfahren &#8211; schlie&#223;lich ist er Cubaner! Das habe ich als eine unheimlich gro&#223;e Bereicherung empfunden. Dar&#252;ber hinaus war er bei „Problemchen“ immer ansprechbar und stand mit Rat und Tat zur Verf&#252;gung. Danke noch einmal an dieser Stelle f&#252;r soooo viel Engagement!</span></p>
<p><span style="font-size: 10pt">Unsere Reisegruppe bestand aus 8 Teilnehmern. Angeblich variiert das Alter der Teilnehmer bei dieser Reise zwischen 18 und 60. In meinem Fall waren die meisten Teilnehmer in den 30ern. F&#252;r die Rundreise stand uns ein komfortabler Kleinbus zur Verf&#252;gung.</span></p>
<p><span style="font-size: 10pt">Schon die Fahrt vom Flughafen nach Havanna war bemerkenswert, denn ich hatte noch nie vorher eine so in Dunkelheit geh&#252;llte Gro&#223;stadt gesehen. Kaum Autos auf der Stra&#223;e, auf den Wegen einige dunkle Gestalten und Fahrr&#228;der ohne Beleuchtung waren zu sehen. Die erste Nacht verbringt man im traditionsreichen Hotel Inglaterra mitten in der Altstadt von Havanna. Die Eingangshalle hat mir schon einigerma&#223;en imponiert. Das Inglaterra ist das &#228;lteste Hotel Havannas und man f&#252;hlt sich sofort in die Zeit von vor ca.100 Jahren versetzt. Nachdem ich am Abend nach der Ankunft nur noch todm&#252;de ins Bett gefallen war, habe ich mich am Morgen ernsthaft gefragt, ob ich schon wach bin, als ich aus dem Hotel herausging, um neugierig vor dem Fr&#252;hst&#252;ck einen kurzen Blick auf die Umgebung zu werfen. Mein erster Gedanke: Das muss eine Filmkulisse sein! Oder eine Zeitreise!<img align="right" title="Trinidad_Cuba" id="image319" alt="Trinidad_Cuba" src="http://www.frosch-blog.de/wp-content/uploads/2006/08/bl_Trinidad.jpg" /></span></p>
<p><span style="font-size: 10pt">Nachdem ich mich w&#228;hrend des Fr&#252;hst&#252;cks einigerma&#223;en akklimatisiert hatte, haben wir Havanna w&#228;hrend einer Stadtf&#252;hrung mit Besuch der wichtigsten Museen auf uns wirken lassen. Havanna ist eine Stadt, die man sich selbst anschauen muss. Sie ist voller Kontraste und daher eigentlich unbeschreiblich. Auf der einen Seite hat mich die Atmosph&#228;re begeistert: Die amerikanischen Oldtimer, die kolonialen Fassaden, das Gewimmel auf den Stra&#223;en, &#252;berall Musik und die vielen Menschen unterschiedlichster Hautfarbe. Andererseits strahlen die morbiden Geb&#228;ude eine gro&#223;e Tristesse aus und man mag sich nicht vorstellen, unter welchen Lebensumst&#228;nden die Menschen dort leben. Es ist erschreckend zu sehen, welche Sch&#246;nheit dort verf&#228;llt. Die Stadt muss mal m&#228;rchenhaft gewesen sein und an nicht wenigen Ecken kann man davon auch noch etwas sp&#252;ren. Ich schwanke zwischen Nostalgie, Faszination und Betroffenheit, wenn ich an Havanna denke. </span></p>
<p><span style="font-size: 10pt">Am Nachmittag des ersten Tages hat Leo uns in der Tanzschule die passenden Tanzpartner organisiert, denn ohne Salsa ginge auf Cuba gar nichts! Relativ schell konnten wir uns Dank cubanischem Tanzpartner bzw. cubanischer Tanzpartnerin zu der Musik bewegen. Im Vergleich zu den Tanzeinlagen, die wir im Verlauf der Reise von Cubanern noch zu sehen bekamen, war das allerdings eher besch&#228;mend, was wir t&#228;nzerisch zu bieten hatten. Verst&#228;ndnislosigkeit herrscht bei den Cubanern dar&#252;ber, wie die Deutschen &#252;berhaupt durchs Leben kommen, ohne tanzen zu k&#246;nnen. Ehrlich! Tanzen und Musik scheint mir f&#252;r Cubaner einen &#228;hnlichen Stellenwert zu haben wie Essen und Schlafen: Lebenselixier und ein gro&#223;es Vergn&#252;gen. Vom Kleinkind bis zur Urgro&#223;mutter – alle tanzen!<img align="right" title="cuba_bananen" id="image317" alt="cuba_bananen" src="http://www.frosch-blog.de/wp-content/uploads/2006/08/bl_Bananen.jpg" /></span></p>
<p><span style="font-size: 10pt">Ein besonderes Highlight der Reise war f&#252;r mich die Fahrrad-Tour von Soroa nach San Diego de Los Banos. Die Strecke f&#252;hrt durch kleine cubanische D&#246;rfer, vorbei an Bananen- und Zuckerrohrplantagen und bietet immer wieder tolle Ausblicke auf palmenbewachsene H&#252;gel und auf die tropische Vegetation. Nach der Etappe hatte ich zun&#228;chst irgendwie den Eindruck, ich h&#228;tte einen Film gesehen. Alles schien so zeitentr&#252;ckt, exotisch und so fern von dem, was einen als Mitteleurop&#228;er im Februar f&#252;r gew&#246;hnlich so umgibt. In den D&#246;rfern scheint die Zeit vor Hunderten von Jahren stehen geblieben zu sein. Man begegnet haupts&#228;chlich Menschen auf uralten Fahrr&#228;dern oder zu Pferd, sieht einige Ochsenkarren und eher selten mal einen alten russischen LKW auf der Stra&#223;e, der als &#246;ffentliches Verkehrsmittel genutzt wird. Die vielen Eindr&#252;cke dieser Radtour habe mich jedenfalls fast umgehauen! Einfach genial.</span></p>
<table width="100%" cellspacing="0" cellpadding="0" border="0">
<tr>
<td valign="top" style="padding: 0cm">
<p align="center" class="MsoNormal" style="text-align: center"><!--[if !supportEmptyParas]--> <!--[endif]--><span /></p>
</td>
<td valign="top" style="padding: 0cm">
<p align="center" class="MsoNormal" style="text-align: center"><!--[if !supportEmptyParas]--> <!--[endif]--><span /></p>
</td>
</tr>
</table>
<p><span style="font-size: 10pt">Ein weiterer H&#246;hepunkt waren die Wanderungen in der Sierra del Escambray. Der Rucksack wird f&#252;r zwei Tage gepackt und dann geht es &#252;ber teilweise schwindelerregend steile holprige Wege zun&#228;chst motorisiert hinauf in das Gebirge. Die letzten Kilometer haben wir auf der Ladefl&#228;che eines alten russischen LKW zur&#252;ck gelegt. Ein anderes Gef&#228;hrt w&#228;re den Wegen jedenfalls auch nicht gewachsen gewesen! Nach dieser abenteuerlichen Fahrt, bei der ich mir den einen oder anderen blauen Fleck zugezogen habe (Schlagl&#246;cher!), sind wir, gef&#252;hrt von Wanderf&#252;hrer Samuel, in den Regenwald aufgebrochen. </span></p>
<p><span style="font-size: 10pt">W&#228;hrend der Wanderung haben wir immer wieder kleine Pausen eingelegt und Samuel hat uns auf interessante Pflanzen und V&#246;gel aufmerksam gemacht. &#220;berall kann man Kolibris in der &#252;ppigen Vegetation sehen und die Pflanzenvielfalt ist sicher f&#252;r jeden Pflanzenliebhaber ein Paradies. Unterwegs hatten wir dann auch noch die Gelegenheit im Fluss am Wasserfall zu baden, an Lianen zu schaukeln und bei einer Hacienda von Kaffeebauern einen Kaffee zu trinken. Der Kaffee in Cuba schmeckt sehr lecker. Er ist fast so stark, dass der sprichw&#246;rtliche L&#246;ffel in der Tasse steht. Auch als Teetrinker kann man da auf den Geschmack kommen. Ehrlich gesagt, bleibt einem manchmal auch nichts anderes &#252;brig, denn Tee gibt es eher selten im Angebot.</span></p>
<table width="100%" cellspacing="0" cellpadding="0" border="0">
<tr>
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</td>
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<p align="center" class="MsoNormal" style="text-align: center"><!--[if !supportEmptyParas]--> <!--[endif]--><span /></p>
</td>
</tr>
</table>
<p><span style="font-size: 10pt">Die &#220;bernachtung w&#228;hrend der zweit&#228;gigen Wanderung findet bei einer Hacienda im 2-Personen bzw. Einzelzelt statt. Die <img align="right" title="Cuba_Camping" id="image323" alt="Cuba_Camping" src="http://www.frosch-blog.de/wp-content/uploads/2006/08/bl_Zelte1.jpg" /> &#220;bernachtung im Zelt ist eine Ausnahme w&#228;hrend dieser Reise. Insgesamt waren wir in guten Hotels mit 3 oder 4 Sternen, wobei der Standard durchaus mit S&#252;deuropa vergleichbar ist. Fast immer ist auch ein Pool mit Sonnenliegen vorhanden, die wir nat&#252;rlich kaum genutzt haben, weil wir oft erst am Abend das jeweilige Hotel erreichten. Die Lage der Hotels ist immer sehr sch&#246;n, meistens inmitten toller Landschaft gelegen. Besonders sch&#246;n ist die Umgebung des Hotels im Vinales-Tal. Bei Sonnenaufgang ist der Ausblick einfach &#252;berw&#228;ltigend. Ich konnte mich tags&#252;ber schon nicht daran satt sehen, aber am Morgen hat das Farbspiel bei aufgehender Sonne noch einen drauf gesetzt. Wundersch&#246;n!</span></p>
<p align="center" style="text-align: center"><!--[if !supportEmptyParas]--> <!--[endif]--></p>
<p><span style="font-size: 10pt">Nicht selten wird man w&#228;hrend der Reise sehr fr&#252;h am Morgen durch das Kr&#228;hen der H&#228;hne aus dem Schlaf gerissen und dazu gesellt sich dann sp&#228;ter das Gezwitscher der tropischen V&#246;gel. Bei der Zelt&#252;bernachtung kann es aber auch passieren, dass man von herabfallenden Orangen oder von schmatzenden Schweinen geweckt wird. Ich hatte noch nie vorher Schweine Orangen fressen sehen! Matratzen und warme Schlafs&#228;cke wurden uns beim Zelten gestellt, so dass es auch im Februar nicht ungem&#252;tlich im Zelt wurde. Wir hatten im Gebirge in der Nacht 9°C und eine Luftfeuchtigkeit von fast 90%. Warme Kleidung sollte also im Gep&#228;ck auf keinen Fall fehlen. </span></p>
<p><span style="font-size: 10pt">An dieser Stelle noch ein Hinweis zum Wetter: Leider musste ich feststellen, dass die Angaben aus dem Internet und auch in Reisef&#252;hrern nicht ungedingt stimmen. W&#228;hrend ich dort war, war abends eigentlich immer ein Pulli, Fleece-Pulli, lange Hose und Socken angesagt. Tags&#252;ber waren meistens Temperaturen von 18 – 20°, nur am Strand war es dann etwas w&#228;rmer. Im Sommer soll es auf Cuba bis zu 45° hei&#223; sein. Bei dieser Aktiv-Reise w&#252;rde ich den Sommer deshalb nicht unbedingt empfehlen, allerdings h&#228;tte ich mir etwas lauere Abende gew&#252;nscht. Zum Gl&#252;ck hatte ich auch eine dicke Jacke dabei, die eigentlich nur f&#252;r die Anreise gedacht war, dann aber auch auf Cuba zum Einsatz kam.</span></p>
<p><span style="font-size: 10pt">Die frischen Temperaturen haben sich auch bei der Katamaran-Tour bemerkbar gemacht. In einer etwa 3-st&#252;ndigen Fahrt geht es zu einer kleinen unbewohnten Insel. Kurz bevor man die Insel erreicht, wird an einem Korallenriff ein Stopp zum Schnorcheln eingelegt. Wir waren alle so durchgefroren vom Fahrtwind, dass zun&#228;chst niemand den Sprung ins Wasser wagen wollte, aber sp&#228;ter hat die Neugier gesiegt. Schlie&#223;lich ist man ja nicht jeden Tag in der Karibik!<img align="right" title="Blauer_Cuba_Strand" id="image318" alt="Blauer_Cuba_Strand" src="http://www.frosch-blog.de/wp-content/uploads/2006/08/bl_Strand.jpg" /> </span></p>
<p><span style="font-size: 10pt">Auf der kleinen Insel leben viele Leguane und Baumratten und &#252;berall wimmelt es von Pelikanen im Wasser. Bewachsen ist die Insel fast nur mit Mangroven und Palmen. Auf mich wirkte das Eiland einfach nur paradiesisch. W&#228;hrend der Fahrt hat die Crew eine Paella vorbereitet. Wer mag, kann auch noch Hummer dazu bestellen (Sehr lecker!). Gegessen wir dann auf der Insel am Stand unter st&#228;ndiger Beobachtung der Leguane und Baumratten, die nat&#252;rlich darauf hoffen, dass f&#252;r sie auch ein Teil abf&#228;llt. Viel zu schnell ging es von der Insel zur&#252;ck zum Hotel. Den Strand h&#228;tte ich mir gerne noch l&#228;nger gefallen lassen.<br clear="all" /> </span></p>
<p><span style="font-size: 10pt">Nicht alles war perfekt auf dieser Reise. Dass Cuba ein Entwicklungsland ist, merkt man an jeder Ecke. Zus&#228;tzlich pr&#228;gt nat&#252;rlich auch der Sozialismus. Das bedeutet, dass Pl&#228;ne nicht immer eingehalten werden k&#246;nnen und es ist nicht immer alles &#252;berall zu bekommen. Im Restaurant muss man darauf gefasst sein, dass man ewig auf das Essen wartet, dass man meistens nicht das bekommt, was man bestellt hat und dass die Rechnung mit viel Fantasie zusammengestellt wird. Auch Ersatzteile und gutes Werkzeug sind auf Cuba nur schwer erh&#228;ltlich, deshalb sind die Fahrr&#228;der f&#252;r die Touren nicht alle in einem einwandfreiem Zustand. Aber die Sch&#246;nheit des Landes entsch&#228;digt diese kleinen Einschr&#228;nkungen und das sollte niemanden davon abhalten, dieses interessante Land zu bereisen.</span></p>
<p><span style="font-size: 10pt">Das Essen fand ich w&#228;hrend der Rundreise manchmal etwas eint&#246;nig. Man lernt dabei aber die Gerichte kennen, die auf Cuba &#252;blich und verf&#252;gbar sind. Kurz gesagt: Das angebotene Essen schmeckt gut, aber es sind generell keine kulinarischen Hochgen&#252;sse, oder viel Abwechslung zu erwarten. Das Hotel Trinidad del Mar am Strand bietet dann nat&#252;rlich touristischen Komfort und viel Auswahl beim Essen. Willkommene Abwechslung bot auch ein vegetarisches Restaurant, das wir in Las Terrazas auf Leos Empfehlung hin aufgesucht haben. Das war geradezu ein Erlebnis. Ich kannte wirklich nichts vom dem, was auf der umfangreichen Speisekarte stand. Wir haben dann kurzerhand f&#252;r alle “von allem etwas“ bestellt und sind aus dem Staunen nicht mehr heraus gekommen. </span></p>
<p><span style="font-size: 10pt">Ein Besuch im Restaurant ist auf Cuba meistens durch sehr gro&#223;e Portionen und durch niedrige Preise gekennzeichnet. Wo bekommt man sonst ein Nudelgericht f&#252;r 0,90 Pesos? Ein Peso entspricht dabei 1 Dollar! Insgesamt habe ich nur einen kleinen Bruchteil meiner Reisekasse auf Cuba ausgegeben. Einerseits, weil vieles schon im Reisepreis enthalten ist, z.B. Eintritte ins Museum und Essen im Restaurant. Auf der anderen Seite gibt es auch nicht sehr viel zu kaufen. Abgesehen von Zigarren, Rum und hier und da einige Musikinstrumente.</span></p>
<p><span style="font-size: 10pt">Erw&#228;hnenswert sind nat&#252;rlich auch die Cocktails, die man schon mittags &#252;berall bekommt. Sehr erfrischend ist der Zuckerrohrsaft, den man bei mehreren Gelegenheiten frisch gepresst mit, oder ohne Rum trinken kann. Sehr schmackhaft! Auch das Obst &#252;bertrifft nat&#252;rlich geschmacklich gesehen unser importiertes Obst um L&#228;ngen!</span></p>
<p><span style="font-size: 10pt">Nach der abwechslungsreichen Rundreise mit sehr pers&#246;nlicher Atmosph&#228;re, auch in den Unterk&#252;nften, habe ich im Hotel Trinidad del Mar zun&#228;chst so eine Art Kulturschock bekommen. Die Umstellung war einfach zu krass. Pl&#246;tzlich haupts&#228;chlich von Touristen umgeben, alles m&#246;gliche im &#220;berfluss, Shops, Bars, Animation, Buffet&#8230;. Nach einem Tag hatte ich mich aber schnell eingew&#246;hnt. Der Strand am Hotel ist sehr sch&#246;n. Nicht so &#252;berf&#252;llt. Man kann herrlich den Stand entlang laufen und sich im t&#252;rkisfarbenen Meer erfrischen, Katamaran fahren, oder im Liegestuhl faulenzen. Leider war dazu gar nicht viel Zeit. Ruck-Zuck war der Aufenthalt zu Ende. </span></p>
<p><span style="font-size: 10pt">Jeder einzelne Tag dieser Reise war voller Eindr&#252;cke, Denkanst&#246;&#223;e und immer interessant und erlebnisreich, dass die Zeit viel zu schnell vergangen ist. Das Tagesprogramm war sehr gut organisiert. Insgesamt war es zeitlich straff geplant. F&#252;r Langschl&#228;fer und Faulenzer ist diese Reise eher nicht so geeignet. Auf Cuba gibt es aber auch so viel zu sehen, dass es auch sehr schade w&#228;re, die Zeit nur an einem Ort zu verbringen, oder den Tag zu verschlafen. Wer Interesse an dem Land, der Geschichte und an der vielf&#228;ltigen Natur hat, ist hier genau richtig. Auf dieser Reise kann man viele Facetten des Landes kennen lernen und ein St&#252;ckchen eintauchen in das typische, authentische Cuba. Das Programm bietet die richtige Mischung aus Kultur, Natur, Bewegung und Entspannung. Mir wird die Reise unvergesslich bleiben.<img align="middle" title="Vinales_Tal_Cuba" id="image321" alt="Vinales_Tal_Cuba" src="http://www.frosch-blog.de/wp-content/uploads/2006/08/bl_Vinales.jpg" /> </span></p>
<p><span style="font-size: 10pt">Hier noch ein paar Tipps, was ihr f&#252;r die Reise unbedingt mitnehmen solltet:<br />
Immodium in ausreichender Menge (auch f&#252;r die Mitreisenden, die eines der wirkungslosen Mittel mitgenommen haben. Danke noch einmal an Thilo, dessen gesamten Vorrat ich verdr&#252;ckt habe).<br />
Genug Filme oder Speicherkapazit&#228;t f&#252;r den Fotoapparat. Ich h&#228;tte alles, wirklich alles fotografieren k&#246;nnen!<br />
Geschenke! Es gab mehrere Gelegenheiten w&#228;hrend der Reise, etwas zu verschenken. Es ist Bedarf an allen m&#246;glichen allt&#228;glichen Dingen, die auf Cuba nicht erh&#228;ltlich sind. Am besten beim Veranstalter nachfragen!</span></p>
<p><span style="font-size: 10pt">Viele Gr&#252;&#223;e<br />
Bianka</span></p>
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		<title>Costa Rica Activ – Pura Vida M&#228;rz 2006</title>
		<link>http://www.frosch-blog.de/costa-rica/43</link>
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		<pubDate>Mon, 15 May 2006 12:39:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Timo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Costa Rica]]></category>
		<category><![CDATA[Fernreisen]]></category>
		<category><![CDATA[Startseite]]></category>

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		<description><![CDATA[Zum Frosch Reiseziel Costa Rica von Angela Fandreyer Aufgeregt vor so einem langen Flug und der Reise habe ich schon am Flughafen D&#252;sseldorf die ersten Mitreisenden getroffen. Was meine Nervosit&#228;t abrupt sinken lie&#223; und den langen Flug &#252;ber Madrid auch erheblich verk&#252;rzt hat. Nach nicht endenwollenden elf Stunden Flug von Madrid nach San José und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Zum Frosch Reiseziel <a target="_blank" title="&#214;ffnet die Website von frosch-sportreisen.de" href="http://www.frosch-sportreisen.de/fernreisen/rundreise-costa-rica.asp">Costa Rica</a></strong></p>
<p>von Angela Fandreyer</p>
<p><img align="right" alt="Costa Rica" id="image45" title="Costa Rica" src="http://www.frosch-blog.de/wp-content/uploads/2006/05/af-01.jpg" />Aufgeregt vor so einem langen Flug und der Reise habe ich schon am Flughafen D&#252;sseldorf die ersten Mitreisenden getroffen. Was meine Nervosit&#228;t abrupt sinken lie&#223; und den langen Flug &#252;ber Madrid auch erheblich verk&#252;rzt hat. Nach nicht endenwollenden elf Stunden Flug von Madrid nach San José und einer wackeligen Landung sind wir endlich angekommen. Mit dem Shuttlebus zum Terminal ging es noch an einem sehr beeindruckenden „Flugzeugfriedhof“ vorbei. Am Flughafen und beim anschlie&#223;enden gemeinsamen Abendessen im Hotel, haben wir die Reisegruppe uns erst mal kennen gelernt.</p>
<p><img align="right" alt="Costa Rica" id="image46" title="Costa Rica" src="http://www.frosch-blog.de/wp-content/uploads/2006/05/af-02.jpg" />Nachdem ich meine erste schlaflose Nacht in San José, weg. Div. Dschungelger&#228;usche und V&#246;gel, &#252;berstanden hatte, fing am n&#228;chsten Morgen gleich das Abendteuer an.<br />
Wenn „Engel reisen“ gibt es voraussichtlich gutes Wetter und so hatten meine Mitreisenden und ich auch das Gl&#252;ck den Krater des Vulkans Poás besichtigen zu k&#246;nnen. Dieses Erlebnis wird mir noch lange in Erinnerung bleiben, denn wenige Tage sp&#228;ter hat sich der Vulkan entschlossen ein Gemisch aus Steinen und Wasser auszuspucken. Folge war, eine ca. einw&#246;chigen Sperrung und danach kontrollierte F&#252;hrungen kleiner Gruppen zum Krater. Wir sind noch in den unbeschwerten Genuss gekommen, das gesamte Gel&#228;nde zu bestaunen und die ersten Kolibris zu entdecken. Die R&#252;ckkehr vom Vulkan wurde mit einer down hill Mountenbiketour kombiniert. Im Tal haben wir nach einem superleckern Mittagessen die anliegende Kaffeeplantage besichtigt.</p>
<p><img align="right" alt="Costa Rica" id="image47" title="Costa Rica" src="http://www.frosch-blog.de/wp-content/uploads/2006/05/af-03.jpg" />Am n&#228;chsten Tag sind wir zu unserer ersten Lodge auf dieser Rundreise aufgebrochen. Diese Lodge war ein erster Vorgeschmack darauf, was uns noch erwarten w&#252;rde, Zimmer mit Blick in den Dschungel, eine supersch&#246;ne Anlage. Von hieraus haben wir eine Wanderung in einem Privatpark mit einer der l&#228;ngsten H&#228;ngebr&#252;cken Costa Ricas unternommen. Das war eine ganz sch&#246;n wackelige Angelegenheit. Leider sollten die Tiere noch auf sich waren lassen.</p>
<p>Am n&#228;chsten Tag hie&#223; es wieder Kofferpacken und weiter zur n&#228;chsten Lodge, mit einem vorherigen Zwischenstopp in einem „Vergn&#252;gungspark“. Hier hat sich die Gruppe geteilt, ein Teil ist zum Rafting und ich habe mich mit einer Mitreisenden und Ivork unsem Reiseleiter zum Reiten entschieden. Es war ein wundersch&#246;nes Erlebnis mit den Pferden durch Matsch und Sumpf zu reiten, umgeben vom purem Dschungel. Die Tour f&#252;hrte &#252;ber Berge und H&#252;gel rauf und runter und durch einen Flu&#223; bei dem man aufpassen musste, seine F&#252;&#223;e nicht gleich mit zu baden.</p>
<p><img align="right" alt="Costa Rica" id="image48" title="Costa Rica" src="http://www.frosch-blog.de/wp-content/uploads/2006/05/af-04.jpg" />Danach ging es weiter zur n&#228;chsten Lodge, die richtig versteckt an der Grenze zu Nicaragua liegt. Bis jetzt war dies die sch&#246;nste Unterkunft, nicht direkt die Zimmer, aber das ganze drum herum. Morgens wurden an einem Baum im Garten Bananen f&#252;r die Tukane und andere V&#246;gel aufgeh&#228;ngt. Man wusste gar nicht wo hin man schauen sollte. V&#246;gel in ihrer sch&#246;nsten Pracht, direkt vor der Nase. Es war einfach himmlisch. Aber nicht nur die V&#246;gel, sondern auch die Wanderungen hier waren einfach super sch&#246;n und erlebnisreich. Wir sind mit Gummistiefeln losgelaufen, in den Regenwald &#252;ber Baumst&#228;mme, oder einfach nur &#252;ber Steine, die als Br&#252;cken dienten. Entdecken konnte man hier einige Fr&#246;sche, K&#228;fer, Affen und mit ein bisschen Gl&#252;ck sah man Aras vorbeifliegen. Am Nachmittag habe ich noch eine supersch&#246;ne Kanufahrt unternommen, ohne mir dabei Gedanken zu machen, was im Wasser leben k&#246;nnte. Abends haben wir in diesem Gew&#228;sser eine F&#252;tterung der Kaimane erleben d&#252;rfen, die nat&#252;rlich auch alle einen Namen hatten. Gerufen wurden diese mit „kleines Fr&#228;ulein“, „mein Hund“ und anderen liebevollen Namen. Der Abschied aus diesem Paradies wurde uns mit anhaltendem Regen und Nebel ein wenig erleichtert und auch mit der Aussicht auf die n&#228;chsten Erlebnisse, die uns in La Fortuna erwarteten.</p>
<p><img align="right" alt="Costa Rica" id="image49" title="Costa Rica" src="http://www.frosch-blog.de/wp-content/uploads/2006/05/af-06.jpg" />In La Fortuna angekommen, erlebt man erst mal einen Kulturschock, denn Fortuna selber hat sich zu einer touri Hochburg entpuppt. Wir hatten aber Gott sei Dank wieder eine gem&#252;tliche ruhige Lodge am Rande es Rummels. Von dieser haben wir zun&#228;chst einen Ausflug zum Wasserfall mit Badevergn&#252;gen unternommen und abends durften wir aus sicherer Entfernung die Lavastr&#246;me des Vulkans „Arenal“ bestaunen. Am n&#228;chsten Morgen haben wir unsere Rucks&#228;cke gepackt, um zu unserer Dschungellodge zu wandern. Die Wanderung fand in sengender Sonne statt, das Ganze auf breiten Wegen mit supersch&#246;nen Landschaft. Nach einem kurzen Zwischenstopp, zum Baden im Fluss, um das letzte Mal seine Kr&#228;fte aufzutanken, f&#252;hrte uns der Weg nur noch endloslang den Berg hinauf. Wenn man den ersten H&#252;gel erklimmt, sieht man schon den N&#228;chsten. Und wenn man glaubt, nach der n&#228;chsten Kurve w&#228;re es geschafft, wird man schon eines weiteren H&#252;gels ansichtig. Endlich oben angekommen wird man daf&#252;r mit einem erfrischenden Bad im See, einer kalten Dusche und einem g&#246;ttlich leckeren Essen belohnt.</p>
<p><img align="right" alt="Costa Rica" id="image50" title="Costa Rica" src="http://www.frosch-blog.de/wp-content/uploads/2006/05/af-10.jpg" />Die Wanderungen im „Regenwald der Kinder“ stellte alles bis jetzt Gesehene in den Schatten. Da es die Nacht geregnet hatte, forderte der Dschungel uns heraus. Wer gibt den sch&#246;nsten Rutscher in den Matsch ab, oder wer traut sich &#252;ber die morsche Br&#252;cke? Aber keine Sorge, auch hier gab es teilweise gespannte Seile, die einem beim &#252;berqueren Hilfe leisten sollten, oder beim rutschigen Abstieg zum Blick auf einen weiteren Wasserfall. Den Abstieg von dieser versteckten Lodge durften wir auf den Ladefl&#228;chen von Jeeps erleben, und uns noch einmal fragen, wie wir den gesamten Weg am Vortag in sengender Sonne &#252;berhaupt schaffen konnten.</p>
<p><img align="right" alt="Costa Rica" id="image51" title="Costa Rica" src="http://www.frosch-blog.de/wp-content/uploads/2006/05/af-11.jpg" />Nach einer weiteren Nacht zur&#252;ck in la Fortuna, haben wir uns in str&#246;mendem Regen auf die Mountenbikes geschwungen, um dem Paradies an der K&#252;ste n&#228;her zu kommen. Die erste Tour hat uns um den Arenalsee zu einer deutschen B&#228;ckerei und danach zur n&#228;chsten Unterkunft gef&#252;hrt. Der Weg dorthin begann mit einem Anstieg auf Asphalt und wurde durch eine h&#252;gelreiche Strecke auf Schotter mit Schlagl&#246;chern vers&#252;&#223;t. Am n&#228;chsten Morgen gab es eine noch schwierigere Tour. Ich hingegen habe mich erst mittags entschieden wieder aufs Bike zu setzen, um bei br&#252;tender Hitze auf einer recht anstrengenden Schotterstecke, zum Besuch des Solarprojektes, zu radeln. Von hier aus hat uns der Bus ins Paradies nach Sámara auf der Halbinsel Nicoya gebracht.</p>
<p><img align="right" alt="Costa Rica" id="image52" title="Costa Rica" src="http://www.frosch-blog.de/wp-content/uploads/2006/05/af-14.jpg" />Im Hotel in Sámara angekommen, durften wir die liebevoll gemachten Zimmer beziehen und haben einen ersten Rundgang durch den Ort gemacht. Den Abend in einer der Strandbars ausklingen lassen. Am n&#228;chsten Tag gab es gleich eine weitere Radtour zu einem der sch&#246;nsten Str&#228;nde. Hier habe ich mich im Meer beim Wellenspringen, und im Schatten der Palmen so verbrannt, dass ich am n&#228;chsten Tag die Radtour zu einem wohl noch sch&#246;neren Strand ausgesetzt habe. Das Hotel wird von einer deutschen Auswandererfamilie gef&#252;hrt und l&#228;sst keine W&#252;nsche offen. Es liegt ruhig am Ortsrand und hat zwei kleine Pools die mit Pflanzen eingerahmt sind. Auch hier gibt es keinen Touri Alarm. Man kann diese sch&#246;ne Anlage allein oder in der Gruppe und den wenigen andern G&#228;sten genie&#223;en.</p>
<p><img align="right" alt="Costa Rica" id="image53" title="Costa Rica" src="http://www.frosch-blog.de/wp-content/uploads/2006/05/af-15.jpg" />In Sámara haben wir noch weitere Abenteuer erleben d&#252;rfen. Mit Kajaks morgens zum Schnorcheln, was entfehlenswerter ist, als dies mittags mit dem Boot zu tun. Mittags kommt die Flut und der Wellengang kann zu einem echten Abenteuer werden. Abends haben drei meiner Mitreisenden und ich einen Ausritt in den Sonnenuntergang unternommen. Wir wurden mit den Pferden zu einer Aussichtsplattform gef&#252;hrt. Auf dem Weg dorthin sind wir tausenden von Krebsen begegnet, die sich schnell im Laub vor uns versteckten. Danach ritten wir zum Strand, wo wir noch den letzten Teil des Sonnenuntergangs bestaunen durften.</p>
<p>Sámara hat aber noch einiges mehr zu bieten, vor allem sollte man sich nicht die kulinarischen Hochgen&#252;sse entgehen lassen. Ivork, unser Reiseleiter, hat uns am ersten Abend in ein Fischrestaurant gef&#252;hrt. Hier habe ich mir mit einer Mitreisenden eine Fischplatte der besonderen Art geteilt. Auf dieser waren u.a. eine Languste, Kebse, Garnelen, Muscheln und vieles mehr. F&#252;r Fischliebhaber ein wahrer Hochgenuss. Am n&#228;chsten Abend wurde dies durch Spagetti in Avocadoschrimpsso&#223;e fast noch &#252;bertroffen. Was man hier auf keinen Fall auslassen sollte sind die himmlischen Caipi Fresa Cocktails, die Frucht S&#228;fte mit Wasser oder Milch und nicht zu vergessen das costaricanische Bier Imperial.</p>
<p>Nach drei supersch&#246;nen, sehr hei&#223;en Tagen am Strand, mussten wir uns von diesem Paradies losrei&#223;en, um die letzte Nacht in San José verbringen zu k&#246;nnen. Die Reise von der Pazifikk&#252;ste zur&#252;ck dauert ca. sieben Stunden. Unseren letzten halben Tag haben wir zum Abgew&#246;hnen in der City von San José verbracht. San José ist, wenn man aus dem Dschungel kommt nicht der Ort, den man wirklich besuchen m&#246;chte. Es ist laut, dreckig und es gibt auch nicht wirklich viel zu sehen. Aber San José ist auf jeden Fall die bessere Alternative, als vor dem langen Heimflug im Hotel auf die Abreise zu warten.</p>
<p>Nach einer langen Nacht im Flugzeug, wieder in Deutschland angekommen, wurde ich mit frostigem Aprilwetter begr&#252;&#223;t.</p>
<p>Zum Abschluss noch mal vielen Dank an Ivork unser Reiseleiter, meine Mitreisenden und alle Guides, die diese Reise zu einem unvergesslichen Erlebnis gemacht haben.</p>
<p>Costa Rica – Pura Vida</p>
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