11. Mai 2007
Teneriffa – Insel des ewigen Frühlings…
Reisebericht von Markus Engelen (m.a.engelen at gmail.com)
Zum Frosch Reiseziel Teneriffa
Teneriffa – Insel des ewigen Frühlings… Einfach mal dem ödem deutschen Winter entfliehen, relaxen und im Winter ein bisschen Sonne tanken? Mein Sommerurlaub war wegen eines Umzuges ausgefallen, und irgendwie war mal wieder dringend ein bisschen Urlaub nötig. Und Wintersport ist nicht wirklich das Richtige für mich. Also, was gibt der Frosch-Katalog so her? Die Entscheidung für Teneriffa (Sprortclub-Programm) fiel relativ schnell…
Abflug ab Düsseldorf, ein kühler Samstagmorgen Mitte / Ende Januar, 5 °C, Matschwetter. Wenige Stunden später Landung auf dem Flughafen Teneriffa Süd, angenehme 21 °C, leichter Wind, ein einfach total angenehmes Klima. Abholung vom Flughafen mit „Frosch-Standard“, gerade mal eine Stunde nach Landung war ich schon im Hotel (20 min (!) Bus-Transfer)… Mein Hotel (Playa Sur Tenerife) lag am Rande des kleinen und beschaulichen Örtchens, mittlerweile gibt es wohl auch ein zweites Alternativ-Hotel in der Stadtmitte, direkt an der zentralen Plaza und direkt am Strand. Der Ort an sich bietet eigentlich alles, was man so braucht, ein paar nette Kneipen, Bars, Tapas- und Fisch-Restaurants, einen EC-Automaten und ein paar Supermärkte. Ende Januar war es relativ ruhig, aber beim gebotenen Programm brauchte man eigentlich keine großen Partys… Schätzungsweise die Hälfte der Menschen in El Medano sind Einheimische, der Rest sind Aussteiger, der deutschen Kälte entflohene Ruheständler und Surfer (als Gäste oder auch irgendwann hängen gebliebene…).
Das Hotel (Playa Sur Tenerife) ist relativ übersichtlich, unter Führung eines älteren deutschen Herrn aus Hamburg. Das Hotel ist wohl auf „Zeitschriften-Reisen“ spezialisiert, dementsprechend ist ein größerer Teil des Publikums deutlich älter (60+) als der klassische Frosch. Es gab aber auch ein paar Familien und ein paar junge Sportler. Die Zimmer waren nett eingerichtet und recht gepflegt („Mittelmeer-Standart“ (auch wenn Teneriffa nicht am Mittelmeer lieg…)) Das Frühstück im Hotel war ok, das Abendessen essbar, aber nicht wirklich ausgefallen. Aber mittlerweile wird ja auswärts gegessen. Direkt angegliedert ans Hotel ist ein (Kite-)Surf-Center. Das Hotel liegt direkt am Stand (Natur-Strand, feiner Sand). Im Süden von Teneriffa weht allerdings (mehr oder weniger immer) ein mittelstarker Wind, nicht zu Unrecht gilt El Medano als Surferparadies. Der Wind sorgt für ein sehr angenehmes Klima, allerdings wird man am Strand manchmal auch ziemlich schnell etwas eingeweht, aber zum nur am Strand liegen ist Teneriffa so oder so zu schade. Hinter dem Hausberg (ca. 20 min Fußweg) ist es am Stand windgeschützter, dort gibt es auch eine kleine Bar mit Kaltgetränken und leckeren belegten Baguette.
Diese „Frosch-Reise“ ist keine reine Frosch-Reise, sondern wird in Kooperation mit ACTIVIDA veranstaltet. Am Publikum hat das allerdings nichts geändert. Das Programm ist typisch Frosch, es gibt aber ein paar Unterschiede. So sind die Teamer nicht immer „rund um die Uhr“ anwesend, außerhalb der reichhaltigen Aktivitäten ist ein Teamer während der Sprechstunden in seinem Büro zu erreichen, ansonsten sieht man eher wenig von den Teamern. War aber kein Problem, das Programm war klasse organisiert und die Teamer haben sich wirklich engagiert, um einen unvergesslichen Urlaub zu ermöglichen. Eine weitere Besonderheit war, dass es zwei parallel laufende Gruppen gab: Sportclub und Wandern. Die Wanderer hatten vier oder fünf Tageswanderungen in Programm, für den Sportclub gab es zwei bis drei Wanderungen und zwei MTB-Touren im Angebot. Mischen zwischen den Gruppen war kein Problem, besonders, da die gesamte Gruppe mit 12 – 15 Personen relativ übersichtlich war.
Teneriffa ist eine Vulkaninsel, und der Süden ist relativ karg. Was nicht heißt, dass es nicht auch im Süden interessante Vegetation gibt. Der Norden ist umso grüner. Die Wanderungen decken die gesamte Insel ab, der Transfer dauert jeweils 30 Mingleich bis zwei Stunden.

Besonders zu empfehlen sind die Wanderungen durch die Masca-Schlucht („wer nicht in Masca gewesen ist, war nicht auf Teneriffa…“) und „kleiner Gala“. Die MTB-Einführungs-Tour „Küste“ ist auch sehr schön und auch für Nicht-Biker durchaus schaffbar. Die Abfahrts-Tour „Vilaflor“ war ein richtiges Erlebnis. Mit dem Bulli einige hundert Höhenmeter hoch bis zum höchstgelegenen Dorf auf Teneriffa. Dann mit dem MTB hoch bis zum Gipfel und dann mehr als zwei Stunden bergab bis zum Hotel. Eine unvergessliche Abfahrt mit sehr schönen Aussichten, die leider teilweise durch Wolken eingeschränkt war. Oben auf dem Berg kann es durchaus 10 bis 15 °C kälter sein als im Hotel, also alles Warme und Winddichte einpacken, was man dabei hat… ;o)

Einmal pro Woche gab es ein organisiertes Fischessen in einem Fischrestaurant in Ort, das darf man sich auf gar keinen Fall entgehen lassen. Landestypische Vorspeisen, Frutti di mare, verschiedene Fische und regionaler Wein… Und alles mit der typischen Mojo-Sauce und mit viel Knoblauch, genial.
Alles in allem kann ich Teneriffa als Winter-Reiseziel wirklich empfehlen. Ich war dort, als es letzten Winter diesen grausamen europaweiten Wintereinbruch (5 cm Schnee am Stand von Mallorca…) gegeben hat, aber trotzdem war das Klima äußerst angenehm. Für einen reinen Standurlaub ist das Ziel wohl weniger geeignet, nicht zuletzt wegen des stetigen Windes. Aber wer mit Frosch verreist bucht ja Frosch und nicht tagelanges faules in der Sonne liegen. Am Stand direkt am Hotel gibt es ziemlich viele Surfer (fast ausschließlich Kite-Surfer…), der Strand hinter dem Hausberg ist aber Surfer-frei.
Ich denke, dieser Urlaub war nicht mein letztes Mal auf Teneriffa, und auch nicht mein letzter Frosch-Urlaub… (den nächsten habe ich gebucht, während ich diesen Bericht getippt habe… ;o) )


Am 26. August 2007 um 18:07 Uhr
Der Reisebericht ist echt super und macht Lust auf den nächsten Teneriffa-Wanderurlaub. Leider hat es ja kürzlich gebrannt und einige Wälder sind zerstört worden. Aber die kanarischen Kiefern wachsen unglaublich schnell und schon in ein paar Monaten wird sicher auch die Masca-Schlucht wieder geöffnet sein.