3. Juli 2017

Wandern, Yoga und (Blüten-) Meer

Frosch-Reisetesterin Katharina
Frosch-Reiseziel Yoga & Wandern auf Samos vom 6. bis 13. Juni 2017

Sie sind die erfahrensten unter den Fröschen und kennen unser Angebot von vorne bis hinten. Sie haben schon so viele Frosch Sportclubs besucht, dass sie mit verbundenen Augen erkennen, ob sie in einem normalen Hotel oder in einem Sportclub stehst. Sie haben mit Frosch die Welt gesehen und Sport gemacht, wo andere nur hinter den Zäunen der Clubanlagen bleiben. Unsere Goldfrösche sind wahre Frosch-Experten. Und einige von Ihnen nehmen als Frosch Reisetester an neuen Frosch Reisen teil, testen die Reise auf Herz und Nieren und berichten uns und der Frosch Community von ihren Erfahrungen.

Den Anfang macht Katharina aus Berlin auf der Reise Wandern & Yoga auf Samos: 

Samos stand schon lange als Frosch-Reiseziel auf meiner Wunschliste. Auch Yoga wollte ich schon immer einmal ausprobieren – und wo könnte dies schöner sein, als auf einer grünen Insel am Mittelmeer? Umso mehr freute ich mich, dass ich diese Gelegenheit bekam und war sehr gespannt, was mich erwarten würde!

Lage an den schönsten Stränden
Im Juni ist Samos ein Blütenmeer. An der Küste im Norden liegt das neue und sehr moderne Semeli Boutique Hotel, etwa zwei Kilometer von Kokkári entfernt. Es gehört zum gegenüber liegenden Armonia Bay Hotel, wo wir uns zum ersten Abendessen auf der schönen Terrasse mit Meerblick treffen. Alex, Sohn des Hoteliers und gleichzeitig Koch, zeigt mir das Zimmer (wow!): hell und freundlich mit großem Balkon und Meerblick, modernem Bad, Klimaanlage und einem Steinboden, auf dem man gleich barfuß laufen möchte.

Das Semeli Boutique Hotel

Ein paar Schritte vom Hotel, am Olivenbaum links, führt eine Steintreppe zum Strand mit zahlreichen Strandbars. Zu Fuß nach Kokkári sind es gut 20 Minuten (zum Frosch-Hotel Helen Yolanda etwa 15 Minuten), mit Fotostopps länger, denn auf dem Weg hat man wunderschöne Blicke auf die Traumstrände Tsamadoú und Lemonákia.

Blick auf Tsamadoú Beach, ein paar Schritte vom Hotel

Kokkári  Blick auf Kokkári

Kokkári (übersetzt: Steckzwiebel) ist ein Ort wie aus dem Bilderbuch. Im Zentrum nahe der Pfarrkirche St. Nikolaos (auch die alte Dorfkirche ist übrigens sehenswert) gibt es diverse Einkaufsmöglichkeiten. An der Hauptstraße reihen sich zahlreiche Tavernen, in allen sitzt man direkt am Strand mit Blick auf die Bucht und das glasklare Wasser, bei guter Sicht sieht man die türkische Küste.

Yoga am Pool
Am ersten Tag steigen wir gleich vor dem Frühstück in die Yogapraxis ein. Ein schöner Ort am Pool (nur gegen die Mücken sollte man vorsorgen!). Ich bin froh, dass in unserer 10-köpfigen Gruppe auch andere Neueinsteiger sind. Bald haben wir alle den ägyptischen Sonnengruß verinnerlicht und bei der letzten Entspannung duftet es schon nach Kaffee. Das Frühstück ist reichhaltig mit frisch gepressten Orangen. Um 17:30 treffen wir uns zur nächsten Yoga-Einheit, vorher ist noch Gelegenheit, ins kühle Meer zu springen.

Yoga im Schatten am Pool

 

Der ägyptische Sonnengruß

Im Tal der Nachtigallen
Nach dem Frühstück bringen uns unsere – nach ein paar Tagen schon gut bekannten – Taxifahrer in den Nachbarort Avlákia. Mit Marjan haben wir einen ortskundigen Wanderguide – seit 2011 lebt sie auf Samos. Während eines Besuches wurde ihr klar: „hier möchte ich nicht Urlaub machen, hier will ich sein!“

Tal der Nachtigallen

Drei Touren führen uns ins Tal der Nachtigallen. Wir wandern auf alten Pfaden, durch Olivenhaine, vorbei an Maulbeer-, Feigen-, Orangen- und Zitronenbäumen und Farbklecksen aus Oleander, Ginster und rotem Klatschmohn. Oft sind die Wege angenehm schattig und es riecht nach Rosmarin, Lavendel und Zitronenmelisse. Wenn man still ist und darauf achtet – manchmal bittet uns Marjan darum – hört man den Wind rauschen, irgendwo zirpt immer eine Zikade.

Und was mich wirklich überrascht: überall Wasser, kleine Flüsse und Brunnen mit frischem Trinkwasser, selbst das Wasser im Hotel ist trinkbar. Unsere erste Station ist der Brunnen von Pnaká, an dem wir die Frösche aus dem Hotel Helen Yolanda treffen.

Wir erreichen Ágios Konstantínos, wo wir nach einer kleiner Meditation am Strand in der Taverne To Kyma (= die Welle) einkehren (bestes Tzatziki!).

Meditation am Strand von Agios Konstantinos

 

Der Naturfreunde-Gruppe „nightingalewalks“, in der Marjan sich engagiert, haben wir zu verdanken, dass die Wege so gut begehbar sind. Sie schneiden Pfade frei, sorgen für die Beschilderung, sammeln Müll ein und erstellen eine Wanderkarte, die in vielen Tavernen ausliegt (tolle Sache!)

Wegmarkierung im Tal der Nachtigallen

Aber nicht nur die Natur ist üppig, auch die Dörfer haben sich „herausgeputzt“. Im Künstlerdorf Manolátes probieren wir bei Nikitas im Museumsshop den Samos-Wein und Souma (ähnlich dem italienischen Grappa). Auch lässt sich hier wunderbar in Schmuckläden und Keramik stöbern. Ein beliebtes Mitbringsel ist der Pythagoras- oder Gerechtigkeitsbecher: Füllt man ihn zu voll, läuft das Getränk unten wieder heraus (klappt tatsächlich!).

Typische Keramik im Künstlerdorf Manolátes

Hoch hinauf geht es durch Weinberge zu den Bergdörfern Ámpelos und Stavrinídes. „Hier scheint die Zeit stehen geblieben zu sein“, so Marjan. Oben werden wir durch wunderschöne Blicke auf die Küste belohnt.

Wanderpause mit Blick auf Stavrinídes  

Kapellen
Auf Samos gibt es rund 2000 kleine Kapellen, allein 22 im direkten Umkreis von Kokkári. Auf unseren Wanderungen dienen sie uns als willkommene Schattenspender. In einer riecht es nach Weihrauch – vielleicht wurde gerade ein Namenstag gefeiert, zu dem sich die Anwohner mit dem Namen treffen, auf den die Kapelle geweiht ist.

Wanderpause im Schatten einer Kapelle

Der Abend hält eine weitere Überraschung bereit: Beim Essen im Restaurant „Dona Rosa“ in Avlákia (bitte Zeit mitbringen, aber schöner Platz am Meer), geht der Vollmond auf.

Abendstimmung in Avlákia

Vourliotes und Kloster Moní Vrontá
Moní Vrontá ist das älteste Kloster von Samos (erbaut 1566). Ein freundlicher Mönch begrüßt uns (mit einer Orange als Willkommensgeschenk). 2000 wurde das Kloster durch Waldbrände zerstört – doch die Klosterkirche mit alten Wandmalereien ist weitgehend erhalten und die Anlage ist weitgehend restauriert, finanziert unter anderem durch den Verkauf von Devotionalien im Klosterladen. Auch Bienenwachsbalsam gegen Muskelschmerzen sowie Olivenöl lässt sich hier erwerben.

Wanderung zum Kloster Moní Vrontá

Weiter geht es zum Ort Vourliótes, wo wir auf einer wunderschönen Plaza einkehren (auf den grünen Stühlen, gegenüber der Taverne „Blaue Stühle“). Eleni bereitet für uns (unglaublich preiswert) leckere griechische Vorspeisen zu (unbedingt probieren: „Bouyourdi“ aus Feta, Tomaten, Paprika, Olivenöl, Kräutern!)

Die Taverne von Eleni und Diamantis in Vourliotes  

Potami Schlucht und Potami Beach
Am letzten Tag fahren wir die Küstenstraße entlang bis Karlóvassi und bekommen so noch einen Eindruck vom westlichen Teil der Insel. Nach einem Aufstieg („einer kleinen halben Stunde“ wie Marjan charmant formuliert“) haben wir einen tollen Blick auf die Küste.

Blick auf Karlóvassi

Ein weiteres Highlight ist ohne Frage die Potámi-Schlucht. Wir überqueren zahlreiche Brücken durch den verwunschenen Wald, Sonnenstrahlen blinzeln durch die Zweige.

Potámi Schlucht

Als wir unser Ziel, die Hippy’s Bar erreichen, ziehen Gewitterwolken über uns hinweg, doch rechtzeitig zum Essen ist die Sonne zurück und geht in atemberaubenden Farben über dem Meer unter. Was für ein Abschluss einer Reise, die kaum abwechslungsreicher sein könnte!

Hippy’s Bar am Potami Beach

Voller Bilder und neuer Eindrücke fahre ich nach Hause – vielen Dank an Marjan für diese tolle Woche – efharisto para poli, hartelijk dank, Namasdé!

Sonnenuntergang am Potámi Beach

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