12. September 2013

2 Wochen Erholung für Leib und Seele (16. – 30.06.13)

Reisebericht von Meik Feldermann
FROSCH Reiseziel Sportclub Fattoria San Antonio in Montaione, Italien

Nach einer tollen Woche auf Korfu im letzten Urlaub stellte sich die Frage, welche Lokationen könnten den hohen Erwartungen Stand halten. Nach einer super Beratung aus Münster und einigen Rückfragen unter den Fröschen hatte ich mich letztendlich entschieden. Irgendwie fehlte mir in der Beschreibung zwar das Meer, aber das spielte bei einer solch bezaubernden Lokation, wie der Toskana, am Ende keine Rolle mehr. Aber eins nach dem anderen …

Der Hinflug von Frankfurt war ok. Wie ich von anderen erfahren habe, sind eine frühzeitige Buchung und ein gewisser Aufschlag ratsam, um nicht den Flug von Frankfurt-Hahn zu bekommen. Dies verlängert die Reisezeit um eine beträchtliche Dauer. Der Flughafen von Florenz scheint so zu liegen, dass sich einige steile Kurven nicht vermeiden lassen und die Landebahn ist recht kurz. Man sollte das Handgepäck gut verstauen 😉
Das Flughafengebäude ist recht beschaulich und der Fahrer war schnell gefunden. Er sprach zwar kein Deutsch und Englisch, aber mit ein paar Wörtern Italienisch und Händen und Füßen konnten wir uns verständigen. Die Fahrt war sehr komfortabel, da ich mit einer schwarzen Limousine abgeholt wurde und ich einen guten und freundlichen Fahrer hatte. Bereits jetzt bekam ich einen Eindruck davon, wie schön diese Landschaft ist. Es kam mir vor, als würde ich mich in einem Hollywood-Movie bewegen.

Die Ankunft bei der Villa da Filicaja ließ dieses Gefühl weiter anhalten. Ein Anwesen, wie in einem Märchen.  Es war so mystisch, dass ich mich kaum getraut habe einzutreten. Aber der Fahrer sagte mir, dass ich die Einfahrt einfach hochgehen sollte. Dort käme ich zur Rezeption. Ich war nicht ganz am Haupthaus angekommen, da kam mir die Teamleitung schon Freude strahlend entgegen – eine echt herzliche Begrüßung. Man fühlt sich gleich gut aufgehoben J

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Der erste Tag ist ganz im Sinne eines langsamen Ankommens. Man hat Zeit, sich einzurichten und trifft sich gegen Abend zum Essen. Hier wurde mir das nächste Highlight präsentiert. Auf der Terrasse war es sehr gemütlich, alles war liebevoll hergerichtet und das Gericht schmeckte vorzüglich. Dies hielt den ganzen Urlaub auch so an. Am Mittwoch und Freitag blieb grundsätzlich die Küche kalt (Tage der Städtereisen). An den anderen Tagen konnte man sich tagsüber bereits auf ein gelungenes Abendessen freuen. Selbst auf Allergien, Unverträglichkeiten und vegetarische Wünsche wurde eingegangen. Die Küche war ein Traum. Hier wurde mit Herz und Leidenschaft gekocht J

Dies zeigte sich nicht nur abends, sondern auch beim Frühstück. Da war für jeden etwas dabei: süß, herzhaft, kalte und heiße Getränke, Obst, Müsli – wieder alles in liebevoller Art und Weise aufbereitet. Da machte selbst das Aufstehen eine große Freude und der Tag hatte einen guten Start. Am ersten Morgen gab es zunächst die Fahrradeinweisung, bevor es auf die Einführungswanderung oder –fahrradtour ging. Man lernt die nähere Umgebung und die wichtigsten Einrichtungen von Montaione kennen. Ein schöner beschaulicher Ort, an dem man sich wohlfühlen kann. Eine super Eisdiele, nette Restaurants, ein gemütlicher Pub, eine wahnsinnig schöne Aussichtsplattform und dann gibt es noch den Tante-Emma-Laden, auch wenn der gute Geist hier nicht Emma heißt. Fahrt hin und stellt Euch vor, um den Namen zu erfahren 😉 Der kleine italienische Kurs, den die Hausleitung abends gibt, hilft Euch bestimmt dabei J

Die Wanderungen und Fahrradtouren steigern sich grundsätzlich von den Anforderungen her innerhalb der Woche, und es werden so tolle Orte wie San Gimignano, Gambassi Terme, San Vivaldo usw. angesteuert. Oftmals geschieht dies in Kombination mit einer Weinprobe oder einem netten Cafe- oder Restaurantbesuch. So kommt man nicht nur in den Genuss von tollen Landschaften, sondern hat auch die Chance, Land und Leute ein wenig besser kennenzulernen.  Es gibt einen Punkt, der unbedingt zu beachten ist – besonders wenn es heiß wird: Man sollte immer genügend Wasser dabei haben. Hier kann es schon mal bis zu 40 Grad im Schatten werden, und es gilt der Satz: Wo es runter geht, geht es auch wieder rauf J. Ihr werdet sehen, was damit gemeint ist, wenn Ihr vor Ort seid 😉 Aber keine Bange. Wenn man sich an die gewissenhaften Instruktionen der Teamer hält, sind die Touren alle gut zu meistern.

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Wenn sich genügend Interessenten finden, dann werden sogar zwei Städtetouren pro Woche angeboten. In der ersten Woche war dies Florenz und Volterra. Nach Florenz sind wir mit dem Bus und Zug gefahren. Im Urlaub die öffentlichen Verkehrsmittel zu benutzen ist immer interessant, und begleitet wurden wir von einer sympathischen deutschen Reisebegleiterin, um die sich die Hausleitung gekümmert hat. Es war alles gut organisiert und wir erhielten am Anfang eine schöne Übersicht über die Stadt und ihre Geschichte. Am Nachmittag konnten wir die Gegend auf eigene Faust erkunden. Wenn man dem Trubel ein wenig entfliehen möchte, nimmt man am besten die Ponte Vecchio, um auf die andere Seite des Arno zu gelangen und dann weiter in Richtung Piazalla Michealangelo zu spazieren. Dieser ist auf einer kleinen Anhöhe gelegen und jede Stufe ist es wert erklommen zu werden 😉 Der Blick auf die Stadt ist gigantisch J. Am Abend nach dem Stadtausflug wurde in der Villa – wie bereits angedeutet – kein Essen angeboten. Entweder geht man nach Montaione in ein Restaurant oder holt sich im Supermarkt viele kleine italienische Leckereien und setzt sich gemütlich auf die Terrasse. Es steht genügend Geschirr und Besteck zur freien Verfügung bereit. Auch der Abwasch wird vom Team übernommen. Man stellt die Sachen einfach im Küchenbereich ab.
Der zweite Ausflug ging mit dem Bus nach Volterra. Ein beschauliches Örtchen mit wenig Tourismus, kleinen Lädchen, schönen Cafés und ursprünglichem italienischen Flair. Es gibt keine großen Highlights. Genau dies macht die Stadt aus – einfach hin, genießen und die Atmosphäre in sich aufnehmen. Das Abendessen steht wieder zur freien Gestaltung. Nach den Ausflügen am Freitag bieten die Teamer einen gemeinsamen Besuch des Restaurants „Carpe diem“ an. Dieser geht auf eigene Kosten und es werden kulinarische Köstlichkeiten inklusive verschiedener Weinsorten geboten. Auch ein Dessert und der Espresso sind im Angebot enthalten. Wer dann noch nicht ins Bett möchte, geht mit der Gruppe weiter in den Pub. Hier trifft britischer auf italienischen Stil. Eine interessante Mischung und man kann neben einem geselligen Kaltgetränk auch eine Runde Tischfußball genießen. Man ist hier sehr gastfreundlich.

Die Woche wird samstagabends mit einem fantastischen Barbecue abgerundet. Damit der Sport auch an dieser Stelle nicht zu kurz kommt, kann man danach noch sein Tanzbein schwingen.

Ich hatte das Glück, noch eine weitere Woche dort verbringen zu dürfen. Somit habe ich den Sonntag genutzt, das wunderschöne Anwesen näher zu erkunden, die Abreisenden gebührend zu verabschieden und den Pool ausgiebig zu nutzen. Dieser ist gut zum Abkühlen, Chillen, Sonnenbaden und auch zum Schwimmen einiger Bahnen geeignet. Es gibt genügend Liegen mit Auflagen und eine Dusche plus Toilette ist in unmittelbarer Nähe. Somit ist alles vorhanden, was man benötigt. Dort ist auch die Waschmaschine, die man gegen Gebühr nutzen kann.

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Im Prinzip fehlen hier nur noch der Telefonanschluss und Internet-Zugang. Fehlen diese wirklich? Ehrlich gesagt nicht. Langeweile kommt hier keine auf und die Ruhe ist eine reine Wohltat. Zur Not sollte man ein Handy dabei haben und die Teamer sind auf diesem Wege für den Fall der Fälle erreichbar. Wer mal surfen möchte, der geht in die Eisdiele, gönnt sich ein paar leckere Kugeln und erhält den Zugangscode für das WLAN. Ist manchmal wie ein Teamevent – Gemeinschafts-Surfen J

Die Einführungswanderung und –fahrradtour sowie der Ausflug in Richtung Gan Gimignano sind jede Woche im Programm. Alles andere variiert. Bei den Stadtausflügen gab es diesmal Siena und Lucca. Siena verlief organisatorisch wie Florenz ab – Bus, Bahn, Reisebegleitung und der Nachmittag in eigener Regie. Gegenüber Florenz ist Siena ein wenig beschaulicher, aber nicht minder schön. Der Dom ist sogar noch ein bisschen faszinierender. Vom Turm an der Piazza del Campo hat man eine tolle Aussicht – auch auf den Platz selber. Zum Essen und Trinken lohnt es sich in die Seitengassen einzukehren. Hier ist es nicht nur günstiger, sondern es herrscht auch eine angenehme Atmosphäre fern ab vom Tourismus.
Lucca war für mich wohl die größte Überraschung. Irgendwann kam der Gedanke auf, dass dies ein passender Ort für 1-2 Wochen Sprachurlaub sein könnte. Genau der richtige Mix – interessante Boutiquen zum Shoppen, eine gemütliche Piazza zum Verweilen, schöne Gassen zum Flanieren und eine Stadtmauer als Naherholungsgürtel um die gesamte Stadt herum. Hier kann man spazieren gehen, joggen, Fahrrad fahren oder einfach nur sitzen und die Zeit genießen. Wer kleine romantische Geschichten mag, der wird Lucca aus diesem Grund bereits mögen.

In der zweiten Woche gab es eine Weinprobe mit dem Grafen der Villa. Auch wenn man die Weine jeden Tag genießen und auszuprobieren kann, ist es etwas anderes, wenn der Graf dabei von seiner Familiengeschichte und der Kunst der Weinherstellung erzählt. Es war ein schöner lustiger Abend J

Neben dem, was ich hier berichtet habe, gibt es noch eine Menge anderer Geschichten, Orte und Erlebnisse, die erzählt werden könnten und noch zu entdecken sind. Man kann an dieser Frosch-Lokation gut und gerne zwei Wochen verbringen und sie lädt auch zu weiteren Besuchen ein. Einige der Frösche waren mit dem Auto angereist und haben hier eine Woche in Kombination mit einer weiteren an einem anderen Ort gebucht. Auf dem Weg in die Toskana kommt man z.B. am Vierwaldstätter See oder Gardasee vorbei. Die öffentlichen Busse fahren in der Toskana nicht am späteren Abend. Daher hat ein Auto auch den Vorteil, dass man sich die Städte mit ihrer schönen Abendbeleuchtung und den entsprechenden Festen anschauen kann.

Ich hoffe, dass Euch der Bericht gefallen und weitergeholfen hat. Wenn Ihr Fragen zur Toskana habt, hinterlasst bitte einen Kommentar oder Ihr findet mich unter „My Frosch“. Ich fand das Taschen-Reisebuch von Dumont recht interessant zu lesen und es hat mir von der Toskana einen guten Eindruck vermittelt.

Einen schönen Urlaub – wo immer Ihr ihn verbringt J

Frosch Meik

5 Gedanken zu „2 Wochen Erholung für Leib und Seele (16. – 30.06.13)

  1. Michael

    Ciao Meik,
    kann deinen Bericht nur bestätigen, habe auch vor ca. 3 Jahren die Toskana besucht und das Meer nicht vermisst. Die Gegend ist nur traumhaft. Werde die Location auf jeden Fall nochmals besuchen.
    Jetzt Freue ich mich auf 2 Wochen Korfu.
    Jassas
    Michael

  2. Meik

    Hallo Michael,

    danke für Dein Feedback. Ich wünsche Dir eine tolle Zeit auf Korfu. Die Lokation hat mir auch sehr gut gefallen.

    LG
    Meik

  3. Claudia

    Hallo Meik, wenn ich deinen tollen Reisebericht lese, erinnere ich mich gerne an meine 2 Urlaube in der Toskana, leider sind sie schon viel zu lange her. (Mai und September 2000) Vieles war damals schon so, nur in die Eisdiele ging man nur zum Eisessen, Wlan gab es da ja noch nicht. 🙂 LG Claudia

  4. Meik

    Hallo Claudia,

    ich war im Oktober gleich noch mal eine Woche dort 😉 Es war wieder toll und diesmal verliefen die Wanderungen ohne grosses Schwitzen – nach dem Juni eine neue Erfahrung 🙂
    2000 ist wirklich lange her. Keine Sehnsucht auf einen weiteren Trip dort hin ? 😉

    LG
    Meik

  5. Ingo

    Hallo Meik,
    Danke für den tollen Reisebericht . Ich war die zweite Woche auch da. War ne tolle Woche. Mit dem Auto dorthin zu fahren ist gar nict mal so verkehrt . Man könnte mal einen Tag ans Meer nach Viareggio zb. fahren oder voher noch ne Woche in Rom, wo ich noch nicht war. Zur Villa kann man immer wieder hinfahren, auch wenn man schon öfters dort war.
    gruß Ingo

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