15. August 2014

Aktivwoche Schweden

Reisebericht von Daniela Wischerhoff
FROSCH Reiseziel Schweden Aktiv

Am Abend vorher: Der Koffer ist gepackt und gewogen, man will ja am Flughafen schließlich nicht durch erzwungenes Umpacken allen Mitreisenden seine Kleidungsauswahl präsentieren, und die Spannung steigt: Hoffentlich ist das Taxi pünktlich, der Anschlussflug erreichbar, das Wetter gut und die berühmt berüchtigten Mücken nicht zu aufdringlich. Wie wird die Zusammensetzung der Gruppe sein, auf was habe ich mich da wohl eingelassen? Aber warum nicht jetzt schon mal mit der schwedischen Lebensweise beginnen und alles schön gelassen sehen? Wird schon irgendwie klappen! Ich freue mich. Jetzt erst mal noch ein paar Stunden schlafen…

1. Tag: Anreise

3 Uhr, der Wecker klingelt. Und plötzlich ist es soweit. Es geht nach Schweden.

Der überpünktliche Taxifahrer bringt mich munter plaudernd zum Flughafen und schwupp, schon bin ich eingecheckt und durch die Sicherheitskontrolle.

Noch etwas müde vertreibe ich mir die Zeit am Gate und überlege, ob einer der anderen Reisenden wohl dasselbe Ziel haben mag?

Das Pärchen gegenüber hat Wanderschuhe an…, der junge Mann am Zeitschriftenstand hat einen Reiseführer in der Hand…, die zwei Mädels neben mir sind für eine Outdoorwoche eigentlich zu chic angezogen…

Schon ist auch das Warten vorüber und ab geht es in den Flieger. Pünktlicher Start, super Blick auf Düsseldorf, so kann der Urlaub beginnen!

Umsteigen in Berlin, schnell zum richtigen Gate und wider Erwarten doch noch etwas Wartezeit bis zum Boarding.

Die beiden Frauen da drüben haben ihre Helme an den Rucksäcken hängen. Ist es wohl möglich, dass…?

Auch bei diesem Flug wieder ein reibungsloser Ablauf und schon bin ich auf der Zielgeraden Richtung Schweden. Welch ein sagenhafter Blick über die Ostsee! Schon aufgrund dieser Sicht kann man von der Landschaft Schwedens zu schwärmen beginnen. Überall grüne Wälder, ein paar rote Häuschen dazwischen, das glänzende Blau des Meeres und der Seen, strahlendes Gelb der Felder… das wird ein Naturerlebnis!

Landung am Flughafen Arlanda und Übergangszeit bis zum gebuchten Transfer. Auch die beiden Frauen gehen in die gleiche Richtung wie ich.

Nach einem Imbiss und der übrigen Wartezeit begebe ich mich in die Nähe des Treffpunkts. Dort sammeln sich so langsam mehrere Leute. Ob sie das wohl sind, meine Miturlauber?

Erste Kontaktaufnahme: „Habt ihr die Schweden-Aktivwoche gebucht?“ „Ja!“ Man kommt ins Gespräch, tauscht Flugzeiten und Informationen über Heimatstädte aus und ich stelle fest, dass die beiden Frauen mit den Helmen an den Rucksäcken tatsächlich auch dabei sind. „Wann fliegt ihr denn zurück? Ach, das ist ja derselbe Flug, den ich habe.“ Und schon hat man eine Begleitung für den Rückweg gefunden.

„Hej, ich bin euer Reiseleiter. Ich freue mich, dass ihr da seid. Herzlich willkommen in Schweden!“

Juchhu, jetzt geht es wirklich los.

Der Bustransfer nach Älvkarleby dauert noch ca. 1 ½ Stunden und schon während der Fahrt bekommt man den Eindruck, dass Schweden viel Platz, eine Menge Grün und wenig Stress hat.

Nun fährt der Bus auf das Gelände unserer Unterkunft: SÃ¥garbo HerrgÃ¥rd.

Willkommen in einer anderen Welt! „Das ist ja wie im Fernsehen!“, höre ich hinter mir. Und ja, so habe ich es mir vorgestellt. Ein Schotterweg zwischen Wiesen hindurch führt zu den Stugas, den typischen kleinen roten Holzhäuschen.

Beate und Eric, die Eigentümer dieser Idylle, begrüßen uns per Handschlag und mit beeindruckenden Deutschkenntnissen.

Jeder bekommt „seine“ Stuga zugeteilt und ein kurzer Rundgang über das Gelände zeigt, dass wir uns hier wohl fühlen werden.

Auch die Fahrräder, die wir die ganze Woche nutzen können, stehen schon bereit.

„So, ihr könnt euch jetzt etwas einleben und um 19 Uhr gibt es Abendessen.“, so der Reiseleiter.

Ok, der Koffer lässt sich auch später noch auspacken. Ich möchte erste Eindrücke sammeln und ein paar Einkäufe für die Woche erledigen. Christine geht es genauso und so schwingen wir zwei uns direkt auf unsere Fahrräder und radeln zum 10 km entfernten Ort Skutskär. Und ich mache mir im Kopf eine Notiz, diesen Weg noch einmal zu fahren und dann meinen Fotoapparat mitzunehmen.

Um 19 Uhr trifft sich die Gruppe zum ersten gemeinsamen Abendessen. Schwedischer Lachs mit Kartoffelgratin, lecker! Unser Reiseleiter Andreas warnt uns allerdings: „Die Schweden lieben Kartoffeln. Ihr werdet von sechs Mal bestimmt fünf Mal Kartoffeln essen; immer auf eine andere Art und Weise zubereitet.“ Na und? Solange es schmeckt.

Nun gibt uns Andreas auch noch ein paar Infos zum Verlauf der Woche, während der wir die Region Uppland genauer erkunden werden, und erklärt uns den Ablauf des morgigen Tages. Scheint alles gut organisiert zu sein!

Die Gruppe entschließt sich, noch zusammen KUBB („Wikingerschach“) zu spielen, (welch ein Glück, wir veranstalten keine Kennenlernspiele), und löst sich dann am späteren Abend so langsam auf, um sich in die Stugas zurückzuziehen.

Ich bin gespannt auf die nächsten Tage!

Sagarbo-Herrgard

2. Tag: Wanderung auf dem Billuden und Wanderung bei LÃ¥ngsand

Der erste Aktivtag steht an. Nach dem Frühstück brechen wir zur Wanderung auf der Halbinsel Billuden auf. „Hoffentlich gehen keinem von euch die Schuhe kaputt. Bei den letzten zwei Reisegruppen hätte ich einen Schuhladen an der Spitze des Billuden aufmachen können.“, scherzt Reiseleiter Andreas. Na, wir laufen doch nicht mit Flip-Flops, denken wir uns. Allerdings konnten wir nicht voraussehen, dass sich nach einem Viertel der Strecke doch tatsächlich Jeanettes Schuhe aufzulösen beginnen. Mit Ideenreichtum unseres Jungspunds Willy wird dieses Problem aber zumindest für diese Wanderung mit Kabelbindern minimiert, so dass die Wanderung für alle weitergehen kann. Und der Running Gag der Woche steht am zweiten Tag auch schon mal fest…

An der Spitze des Billuden legen wir eine Pause ein und genießen den Blick aufs Meer.

Nach der Rückkehr bietet Reiseleiter Andreas für diejenigen, die noch weiter wollen, eine zusätzliche kleine Wanderung an, für die wir mit den Rädern ca. 4 km in Richtung LÃ¥ngsand fahren. Dort spazieren wir dann über eine Holzbrücke auf eine kleine verwunschene Naturinsel. Durch enge Waldpfade gelangen wir zu den Granitfelsen, die sich an der Küste auftürmen und auf denen wir es uns eine Zeit lang gut gehen lassen.

Nach der erneuten Rückkehr ist Freizeit angesagt und ich laufe durch den Wald zur privaten kleinen Bucht von SÃ¥garbo HerrgÃ¥rd, wo ich mich mit meinem Buch an den Strand zurückziehe. Aber irgendwie komme ich gar nicht zum Lesen. Das funkelnde Wasser und dieses stille, friedliche und vollkommen idyllische Fleckchen Schweden lassen mich einfach nur schauen und zur Ruhe kommen.

Na ja, nicht ganz, denn dort kommen auch noch andere aus unserer Gruppe.

Aber das habe ich schon herausgefunden: Kommunikation und gemeinsame Aktionen sind zu jeder Zeit möglich, müssen aber nicht zwangsläufig sein.

So lese ich doch noch ein paar Seiten und gemeinsam geht es dann zurück zum Abendessen, nach dem uns Beate und Eric die interessante historische Geschichte von SÃ¥garbo HerrgÃ¥rd erzählen.

Bis spät abends wird geplaudert, bevor es sich in dieser Ruhe gut schlafen lässt. Gewöhnungsbedürftig, aber auch schön, ist es allerdings, dass es so gar nicht dunkel werden will

Billuden1 Billuden2 Langsand

3. Tag: Kanutour

Heute findet die Kanutour auf dem nicht weit entfernten Seengebiet statt. Beim Frühstück, als toller Start in den Tag hier immer draußen auf dem Hof, wird schon kräftig diskutiert, wie das Steuern richtig funktioniert. Manche von uns haben ein wenig Angst, ins Wasser zu fallen und nicht mehr ins Boot zurückzukommen. Letztendlich muss sich aber keiner Sorgen machen, denn eine Einweisung findet ja auch noch statt.

Nach der Busfahrt bilden sich die Zweierteams wie von selbst und ab geht es mit den Stechpaddeln aufs Wasser.

Zunächst mühe ich mich bei der Proberunde noch ein bisschen ab und schon fährt mein Boot ins Ufergebüsch. Als ich es gerade peinlich finden will und ich mich umsehe, muss ich allerdings lachen: auch viele andere Boote machen momentan noch keine bessere Figur.

Mit der Zeit klappt es aber immer besser und es fängt an, richtig Spaß zu machen. Und was für eine Landschaft drum herum! Ein Fotomotiv jagt das nächste. Schade, dass ich dann doch so vorsichtig war, meine Kamera in der trockenen Stuga zu lassen. Aber Roland knipst ja kräftig.

An einem einsamen Anleger machen wir Pause und holen unsere Lunchpakete heraus.

Danach geht’s weiter und plötzlich sind wir auch schon wieder am Ausgangspunkt angekommen. Wie, schon vorbei? Schade!

Zurück bei SÃ¥garbo HerrgÃ¥rd fühle ich mich irgendwie noch nicht ausgelastet, schwinge mich auf mein Fahrrad und erkunde die umliegenden Waldwege.

Zum Abendessen treffen wir uns dann alle wieder und beschließen, danach ein Feuer an einer der vielen dafür vorgesehenen Grillstellen zu machen. Unsere Hoffnung, dass dies den positiven Nebeneffekt haben könnte, dass die Monster namens Mücken etwas vertrieben werden, erfüllt sich allerdings nicht. Aber was soll’s. Ich bin im Natur-Urlaub und schwedische Mücken tun ja nichts!

4. Tag: Tag zur freien Verfügung / Ausflug nach UppsÃ¥la

Sonne, Sommerduft, wenige Mücken, erholsamen Schlaf… und eine Elchbegegnung; diese Wünsche hatte mir ein Freund vorher noch mit auf den Weg gegeben.

Einen Elch in freier Natur sehen, für die Schweden ist das nichts Ungewöhnliches. Einige meiner Mitreisenden und ich fiebern aber so darauf hin, dass wir dafür sogar bereit sind, morgens um 4 Uhr aufzustehen und uns leise zu Fuß auf den Weg in den Wald zu machen.

Reiseleiter Andreas ist optimistisch und gibt eine Wahrscheinlichkeit von 90 Prozent an. Nach einer Stunde hat sich aber das Objekt der Begierde immer noch nicht blicken lassen und so kehren wir mit der Gewissheit um, heute die restlichen 10 Prozent abgedeckt zu haben. Viel Glück dann also für die nächste Reisegruppe.

Eigentlich müssten wir nun enttäuscht sein, aber irgendwie hatte dieser kleine Ausflug trotzdem etwas an sich. Die frühmorgendliche, neblige Landschaft, noch kühle, aber nicht kalte Luft und das taghelle Licht hinterlassen auch so ihren Eindruck.

Und so geht es ganz gelassen noch mal für zwei Stunden ins Bett.

Obwohl heute nun unser „freier Tag“ ist, weiß beim Frühstück aber doch schon jeder, was er unternehmen will. Ein paar bleiben einfach zum Entspannen am Strand, zwei wollen sich Seekajaks mieten und den in die Ostsee fließenden Dalälven unsicher machen und der Großteil der Gruppe tut sich zusammen und chartert einen Bus, um ins ca. 90 km entfernte UppsÃ¥la, der viertgrößten Stadt Schwedens, zu fahren.

Dort teilen wir uns noch einmal auf und jeder erkundet den Ort auf eigene Faust und den eigenen Interessen entsprechend.

Vorher machen wir aber noch in Gamla UppsÃ¥la Halt und lassen uns durch die Besichtigung eines alten historischen Dorfes gemeinsam in frühere Zeiten zurückversetzen.

Obwohl nur ca. 50 km² groß, hat UppsÃ¥la danach aber allerhand zu bieten. Ich besuche den Dom, die kleine Kirche daneben, das imposante, meiner Meinung nach aber weniger geschmackvolle Schloss mit seinem botanischen Garten und die Universität. Von diesem Gebäude bin ich allerdings absolut beeindruckt. Im Inneren kommt man sich richtig elitär vor und bei der Besichtigung der Aula verschlägt es mir die Sprache. Wow! Das ist ja mit einem Theatersaal vergleichbar! Hier seinen Studienabschluss feiern zu dürfen muss schon was Besonderes sein. Spaßeshalber beschließen Reiseleiter Andreas, den ich hier treffe, und ich, uns einzuschreiben. Zu diesem Zeitpunkt wissen wir allerdings nur nicht, was man hier denn überhaupt studieren kann. Und an der Sprache hapert es ja wohl auch. Außerdem gewöhnt der Mensch sich ja bekanntlich an alles, also auch an eine so tolle Uni.

Nun schlendere ich noch durch die Fußgängerzone, genehmige mir ein süßes Teilchen (süße Backwaren können die Schweden!), fotografiere das schöne Rathaus und verweile noch ein wenig am mit Blumen geschmückten Kanal, ehe ich mich wieder zum Treffpunkt aufmache.

Zurück in SÃ¥garbo HerrgÃ¥rd bleibt bei diesem heißen, sonnigen Wetter noch Zeit, mit dem Rad zum Strand zu fahren.

Nach dem Abendessen bleiben wir irgendwie alle wie von selbst sitzen und quatschen uns fest. Und mein „Kommilitone“ Andreas hat inzwischen auch rausgefunden, dass die Studienmöglichkeiten in UppsÃ¥la von Theologie, Recht, Medizin und Pharmazie über Technik, Sprachen, Geistes-, Erziehungs- und Sozialwissenschaften reichen. Bei dieser Vielfalt wäre also für jeden von uns was dabei…

Vor dem Schlafengehen spiele ich noch mit ein paar anderen eine Runde KUBB und schon ist auch dieser Tag zu Ende.

Gamla-Uppsala Uppsala-Schloss Uppsala

5. Tag:  Stockholm

Auf den heutigen Tag habe ich mich schon im Vorhinein ganz besonders gefreut. Stockholm, so habe ich von Vielen gehört, sei eine tolle Stadt. Aber: meine Erwartungen werden sogar noch übertroffen.

Aus dem Bus ausgestiegen ist mein erster Eindruck, dass ein Gebäude imposanter ist als das nächste. Man weiß gar nicht, wohin man zuerst schauen soll. Und dann diese tolle, urige Altstadt (Gamla Stan) mit so viel Charme. Ich weiß jetzt schon, dass ich Stockholm auf jeden Fall noch einmal besuchen werde.

Nach einem kurzen Rundgang mit unserem Reiseleiter durch Gamla Stan und der Betrachtung der Wachablösung am Schloss, die ja tatsächlich nur für die Touristen zelebriert wird, zerstreut sich unsere Gruppe und ich streune noch ein wenig durch Gamla Stan und mache in einem netten kleinen Café Halt.

Eigentlich will ich so viel sehen, aber Gamla Stan hat es mir angetan und ich genieße bei einer sündhaft kalorienhaltigen süßen Mahlzeit den Trubel der Gassen um mich herum.

Schließlich mache ich mich über die vielen Stockholmer Brücken zunächst auf zum Riddersholmen und dann zum StÃ¥dhuset. Danach noch ein kurzer Abstecher in die City und vorbei an der Oper, (die, wie wir von Beate und Eric gelernt haben, durch die Ermordung des Königs in historischer Verbindung zu SÃ¥garbo HerrgÃ¥rd steht,) und dem Reichstag zurück zum Schloss.

Bis zur Rückfahrt besichtige ich noch den Dom und nehme mir die Zeit, einem Straßenmusiker zu lauschen, um dann mit tollen Eindrücken und vielen Fotos im Gepäck die beeindruckende „Inselstadt“ hinter mir zu lassen.

Und klar: auch beim Abendessen und danach ist Stockholm Thema unserer Gespräche und viele sind froh, im Anschluss an die Gruppenreise noch einige Tage ein Zimmer in einem Stockholmer Hotel gebucht zu haben, um die Stadt und ihre Attraktionen mit mehr Zeit noch genauer erkunden zu können.

Stockholm1 Stockholm2 Stockholm3

6. Tag: Wildniswanderung

Heute werden wieder die Wanderschuhe geschnürt und nach dem Frühstück bringt uns der Bus nach Laxön, von wo aus wir eine Etappe des Upplandsleden laufen.

Bei zunächst drückendem, bewölktem Wetter wandern wir durch Wald und Wiesen, immer mal wieder mit Blick auf einen See, um schließlich während eines erfrischenden Regenschauers bei Marma die geplante Rast einzulegen.

Die insgesamt ca. 15 km lange Strecke schlängelt sich danach noch einmal durch viel Wald und am Ende werden wir am Treffpunkt wieder vom allzeit auf uns wartenden Fahrer des schwedischen Busunternehmens abgeholt.

Zur Erfrischung geht es jetzt noch zusammen mit ein paar anderen der Gruppe zum Strand.

Nach dem Abendessen lassen es sich einige trotz der inzwischen wieder sommerlichen 30 Grad nicht nehmen, in den schwedischen Hot Tub zu steigen. Unter lauten Ahs und Ohs servieren wir anderen den doch extra für diesen Anlass im Systembolaget erstandenen Alkohol und unter großem Gelächter stellen wir die Diagnose, dass wir inzwischen wohl alle an einem „Mücken-Tourette-Syndrom“ leiden. Was wäre Schweden und dieser Urlaub ohne die Mücken gewesen? Auf jeden Fall hätten wir einen Spaß weniger gehabt. Und letztlich war es dann auch dank der Fliegengitter vor unseren Stugas doch nicht so schlimm wie befürchtet.

7. Tag: Fahrradtour

Was? Schon der letzte Tag? Das ging aber schnell! Wir sind doch gerade erst angekommen…

Bei tollem sonnigen Wetter (warum habe ich eigentlich auf all die Pessimisten zu Hause gehört und meine Regenausrüstung mitgenommen?) rein in die kurze Hose und rauf aufs Fahrrad.

Auf einer ungefähr 57 km langen Strecke fahren wir durchs Niemandsland. Vorbei an einzelnen Häusern, weiten Feldern und Wiesen, durch Wald und einsame Straßen.

Was? Das hier war ein Dorf? Aber da waren doch nur ein Haus und ein Ortsschild…

Wohltuend, sich noch einmal sportlich zu betätigen, kräftig in die Pedale zu treten und durch die schöne Landschaft zu düsen.

Danach geht es, natürlich, wieder mit ein paar Leuten an den Strand und ins Wasser. Unnötig zu erwähnen, dass dies für Viele von uns der Lieblingsplatz war.

Und zur Krönung wird genau hier am Abend auch noch gegrillt.

Nur unsere Gruppe, die auf dem Steg der Bucht gemütlich zu Abend isst und den Abend und die Woche ausklingen lässt. Einen besseren Abschluss kann man sich doch gar nicht vorstellen.

Und nun geht es los: Wie lautet deine E-Mailadresse? Lass‘ uns eine Dropbox einrichten und Fotos austauschen. Hey, wir müssen ein Gruppenfoto machen. Und und und…

8. Tag:  Abreise

Mit Wehmut, aber auch mit Vorfreude auf zu Hause oder den weiteren Aufenthalt in Stockholm, wird ein letztes Mal gemeinsam gefrühstückt. Danach schnell den Rest zusammen packen, die Stuga ordentlich hinterlassen und sich von Beate und Eric verabschieden.

Die Fahrt zum Flughafen kommt einem für die schwedischen Verhältnisse auch schon gar nicht mehr so weit vor.

Ein letztes Tschüss an alle am Flughafen und ab geht es nach Hause. Leider läuft der Rückflug nicht ganz so glatt wie gewünscht und ich muss längere Wartezeiten, eine Umbuchung und einen kurzzeitigen Kofferverlust in Kauf nehmen. Aber: Ich bin noch im Urlaubsmodus und sage mir: Nimm’s schwedisch, nimm’s gelassen!

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