25. März 2009

Alba di Canazei – 7. – 14. März 2009

Reisebericht von Daniela Sprunk
FROSCH Reiseziel Sporthotel Maria Teresa in den Dolomiten, Italien

Anreise
Mit meiner Freundin Conny, die ich letztes Jahr auf einer FROSCH Reise in Champery kennen gelernt habe, bin ich dieses Jahr mit dem Auto angereist. Leider hatten wir auf dem Brenner wegen einer Baustelle Stau, so dass wir reichlich verspätet waren. Nachdem wir unserer Teamerin Martina kurz Bescheid gesagt hatten, dass wir es nicht mehr rechtzeitig zum Abendessen schaffen, hat sie regelmäßig mit uns Kontakt gehalten und gefragt „Lebt ihr noch? Wo seid ihr jetzt?“. Kaum im Hotel angekommen bekamen wir dann netterweise gleich das Essen serviert. Sehr guter Service am 1.Tag. Mit der 1.Besprechung hatten Martina und Susanne freundlicherweise auch auf uns gewartet.

Skigebiet
Hier möchte ich mich gerne meinen anderen Reiseberichtschreibern anschließen. Wir hatten uns im Herbst 2008 überlegt, welches Skigebiet wir gerne gemeinsam unsicher machen wollten. Es sollte in vertretbarer Entfernung von München liegen, hoch genug sowie abwechslungsreich und landschaftlich attraktiv sein.
Für mich war es das 1. Mal in den Dolomiten und ich muß zugeben, jeder sollte in seinem Skifahrerleben 1x in den Dolomiten Ski gefahren sein. Das Skigebiet spielt definitiv in der gleichen Liga wie der Arlberg, Ischgl, und Trois Vallées. Wir haben begeistert an den Skigebietstouren teilgenommen, die von Martina und Susanne angeboten wurden. Wenn man zum 1.Mal in diesem riesigen Skigebiet ist, dann kommt man sich total verloren vor.

Besonders in Corvara/Alta Badia weiß ich bis heute noch nicht genau, welchen Lift ich jetzt in welche Richtung nehmen muß. Aber wir sind am Ende trotz allen Schwierigkeiten und mit super viel Spaß immer wieder um kurz vor 17:00 in den letzten, benötigten Lift eingelaufen und wohlbehalten in Alba di Canazei angekommen.

Unsere Skitage haben uns am 1.Tag in das Hausgebiet nach Ciampac geführt. Ein echter Geheimtipp. Leider ist das restliche Skigebiet so groß, dass man dort gar nicht noch mal zum Fahren kommt. Die nächsten Tage waren wir dann in Richtung St. Ulrich, St. Christina und im Annatal unterwegs. Die Annahütte auf der Talabfahrt ist ideal für eine Mittagspause: Sie liegt perfekt in der Sonne und zudem so windgeschützt, dass es dort kuschelig warm ist – oben auf der Seceda hatte es noch gestürmt und war kalt. Unten im geschützten Tal konnten wir draußen das gute Mittagessen bei Sonne geniessen.

Am nächsten Tag hatten wir uns dann die Gebirgsjägertour vorgenommen. Los ging es mit dem Bus um 8:19. Das Wetter war bombastisch und die Tour der absolute Hammer. Zeitlich wird es alles doch ein wenig eng und man kann kaum einen Hüttenschwung einlegen. Es reichte dann aber zum Glück doch noch zu einer kurzen Mittagspause an der Scotoni Hütte. Hier unbedingt die Kartoffeln mit überbackenem Käse und rohem Schinken probieren. Absolut lecker. Zurück ging es dann mit dem Pferdeschlitten über Corvara.

Am nächsten Sonnentag sind wir ins Mittagstal aufgebrochen. Das war meine schönste Abfahrt der Woche gefolgt von der Marmolada. Von der Bergstation der Pordoibahn steigt man noch ca. 1 Std. auf und hat dann eine gigantische Abfahrt vor sich. Zwischen den Flanken des Sellamassivs rechts und links geht‘s hinab in Richtung Edelweisstal. Unbedingt noch ein Mittagessensstopp auf dem Rifugio Ficelles einlegen und einen Kaiserschmarrn essen – mit Blick zurück auf das Mittagstal.

Am Donnerstag nahmen wir dann das Projekt Marmolada in Angriff. Der Ausblick an der Bergstation der 3. Bahn ist nicht zu übertreffen und es ist zu empfehlen sich ein paar Minuten Zeit zu nehmen, um das Panorama in sich aufzusaugen. Warm anziehen sollte man sich auf jeden Fall, denn es hat im besten Fall -10°C oder drunter. Der Schnee ist aufgrund der Höhe einfach nur phantastisch.

Die nächsten Tage wollten wir dann noch das Val Lasties fahren. Da wird unterschiedliche Aussagen von Einheimischen bzgl. Befahrbarkeit bekamen, waren wir vernünftig und sind dann in die anderen Skigebiete gefahren. Die Granrisa in La Villa ist noch sehr zu empfehlen wie auch die Sasslong in St. Cristina.

Organisation
Ein großes Lob an Martina und Susanne. Die Organisation auf der Piste wie auch drumherum ist perfekt. Sie haben Karten für Selbstfahrer, geben Hinweise, wie man am besten zu den Zielen fährt, wo Warteschlangen an den Liften eingeplant werden müssen, wo die schönsten und besten Hütten sind, usw. Auch abends ist immer für Unterhaltung gesorgt. Am 1.Abend gab es eine Kennenlernrunde, dann waren wir Bowlen im Nachbarhotel, beim Après-Ski in Canazei, auf einer Fackelwanderung, und beim Snowtuben. Die Eishockey Plays-Offs wären auch noch möglich gewesen. Kurz zusammengefasst: super, weiter so.

Essen & Unterkunft
Leider kann ich mich hier meinen anderen Reiseberichtschreibern nicht anschließen. Viele aus unserer Gruppe waren mit dem Essen nicht zufrieden. Wenn man nicht rechtzeitig als einer der Ersten beim Frühstück war, dann gab es leider keinen Prosciutto crudo (rohen Schinken) und auch keine Vinschgauer mehr. Für die Teetrinker gab es nur Schwarztee und die Kaffeetrinker kamen nicht in den Genuss eines schönen italienischen Espressos oder Cappuccinos, sondern mussten sich mit Labber-Kaffee zufrieden geben.

Frisches Obst hat leider gefehlt – es gab nur einen Obstsalat aus der Dose. Am Abend gab es ein sehr großes, ausreichendes Salatbuffet. Die Qualität des Abendessens war okay, leider aber nicht mehr. Ich finde dies sehr schade, denn es braucht nicht viel, um eine leckere Pasta zu zaubern bzw. diese auch nett zu garnieren. Die Hauptspeise war teilweise versalzen und ohne Liebe gekocht. Wenn man dann mit anderen Leuten auf der Piste spricht, was für Essen diese für das gleiche Geld bekommen, stimmt einen das sehr traurig. So bleibt leider eine negative Erfahrung in puncto Essen zurück.
Schwierigkeiten hatten wir auch des Öfteren mit dem Anschalten der Sauna. Obwohl wir uns eingetragen hatten, war die Sauna nicht an und wurde dann auch 30min. vor dem Abendessen nicht mehr angestellt mit dem Hinweis „das Abendessen beginnt gleich. Das lohnt nicht mehr“.

Last, but not least waren einige von uns erkältet und wir wollten kurz die Fenster im Speiseraum öffnen, um frische Luft während des Frühstücks oder Abendessens zu haben. Die Luft war jeweils so verbraucht und überheizt, dass man es kaum in den Räumen ausgehalten hat. Es gab anscheinend in den Wochen vorher Probleme, dass es zu kalt war. Verstanden, aber ich denke trotzdem, dass es möglich sein müsste einen Modus zu finden, mit dem alle Gäste einigermaßen glücklich sind und genügend Sauerstoff bei den Mahlzeiten haben.
Fazit: Ich kann die Unterkunft nicht empfehlen.

FROSCH Gruppe
Wir waren bunt gemischt, alt und jung. Kompliment an alle Mitfahrer. Es hat super viel Spass gemacht und es gab selten ein Abendessen, an dem wir nicht herzlich miteinander gelacht haben, jeder seine Erlebnisse vom Skitag zum Besten gegeben hat bzw. einen Schwank aus seinem Leben erzählt hat. Nach jedem Essen hatten wir wieder mehr Bauchmuskelkater und ein paar Fältchen mehr vom Lachen. Aber so ist der Urlaub ja auch perfekt!

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