27. Juni 2012

Almyrida/Kreta: Sportclub Dimitra 26.05. – 02.06.2012

Reisebericht von Jörg Balczun
FROSCH Reiseziel Sportclub Dimitra auf Kreta, Griechenland

Es ist Anfang Mai, der letze Urlaub 6 Monate her, und ich muss raus aus dem Büro – und das schnell. Ich erinnere mich an den Tipp einer lieben Freundin, die mir mal etwas von FROSCH Sportreisen erzählte: „nette Leute, viele Einzelreisende, gute Atmosphäre, Sport oder nicht – wie man will.“

Exakt das, was ich brauche. Irland, Sizilien oder Kreta? Kreta. Drei Wochen vorher gebucht und deutlich bessere Laune ab dem Tag, an dem die Reiseunterlagen da sind 🙂

In Frankfurt noch Frosch-frei, ist in Kreta relativ schnell ein sympathisches Dialektgemisch aus 9 Leuten um unseren Fahrer versammelt. Erste Gespräche im Kleinbus, die halbstündige Fahrt geht um die gesamte Bucht auf die gegenüberliegende Seite…ok, da ist es also!

Rechtzeitig zum späten, extra für uns angerichteten Abendessen versammeln wir uns auf der Sonnenuntergangsterrasse, kommen langsam an und genießen, da zu sein. Urlaub!

Ich entscheide mich am nächsten Morgen nach der obligatorischen (und vom sehr entspannten Bike-Guide Maik souverän erledigten) Bike-Einweisung trotzdem für eine Wanderung mit unserem Trekking-Guide Djenka, die uns 5 Leute über einige Steigungen zu den Salzterrassen am Meer führt. Es geht durch Plaka, ein idyllisches Dörfchen, alles blüht, besonders der Oleander, der überall wild wächst. Es ist gut heiß, die Pause im Schatten der großen Felsüberhänge ist Balsam… und ein kühles „Alfa“ nach der Dusche an der Außenbar lindert entscheidend 😉 


Die Bike-Gruppe trifft abends wieder auf uns (oder wir auf sie?), wir sind um die 30-35 Leute, es gibt einiges zu erzählen, man findet sich zusammen und fängt an, Spaß zu haben – eine „Nachtwanderung“ zu „Francoise“ an der Strandstraße unten im Ort, nur 150m vom Hotel entfernt, festigt das Gefüge untereinander. Unerschöpliche Ouzo- und Mythos-Vorräte führen am Ende zu einem entsprechenden Gästebuch-Eintrag…Die Auswahl an Restaurants und Tavernen ist erstaunlich für den eher kleinen Ort; Supermärkte, Souvenirshops und Autoverleiher liegen idyllisch aneinander.

Zweiter Morgen. Samaria-Schlucht-Tag. Viel beschrieben, was soll ich ergänzen? Vier von uns fünfen, 2 Männer Mitte vierzig und 3 Frauen Mitte dreißig, die sich nicht gesucht, aber hier schnell gefunden haben, sind dabei. Eine Busfahrt in Serpentinen, früh morgens geht es los. Traumwetter für den Abstieg, 4.5 Stunden fantastische Felslandschaft links und rechts auf 1.200 Höhenmetern, am Ende ein kühles Bier gegen den schmunzelnden Rat von Djenka, die auch diese Tour in ihrer angenehmen, ausgeglichenen und freundlichen Art begleitet. Dann noch 3 Kilometer zum Meer, die Fähre für die Rückfahrt vom Schluchtende zur Busstation wartet. Frischer Wind in der Abendsonne, ich als Kerl von der Küste genieße Vertrautes. Die Busfahrt danach macht schläfrig, viel passiert nicht mehr.


Dritter Tag ist Bike-Tag. Maik erklärt die Tour über Melidóni und Ramni in typisch norddeutscher Untertreibung etwa so: „es ist eine entspannte Tour, kann wirklich jeeeder schaffen. Ein paar kleine Steigungen sind dabei, die wir so „peu-à-peu“ nehmen werden, um dann die Abfahrten zu genießen.“ Es sind am Ende 50 km mit ca. 700 Höhenmetern, die die Ritzel fordern und uns nach einiger Anstrengung das Grinsen ins Gesicht brennen. Interessanterweise macht sich das gute Gefühl breit, schon über eine Woche da zu sein, und das geht einigen so… unglaublich, wie gut diese perfekte Mischung aus Auszeit und Aktivität, allein sein dürfen und zusammen sein können tut. 


Am vierten Tag steht Paddeln auf dem Mittelmeer auf dem Plan – dann soll es auch so sein. Die Kajaks an den Strand heruntergebracht, Schwimmwesten an und in einer kleinen Gruppe um einen Felsblock herum an einen nur mit Boot erreichbaren Strand zum Chillen – fantastisch. Blaues Meer, Ruhe, Möwengeschrei, die Sonne auf dem Pelz – bis Maik in typisch entspannter Manier zum Aufbruch bittet. Der Nachmittag gehört dem Pool, der Abend „Francoise“…Lachen und Spaß bis in die Nacht.


Mittlerweile „gehört“ uns Fünfen der Kicker, wiederentdeckte Freuden, exzessive Spielleidenschaft, perfekt eingespielte gemischte Doppel, während „Dame 3“ uns grinsend zuschaut. Die freudigen Exzesse führen nach dem 4. Abend und einem Kickerspiel um 1 Uhr nachts zum Ball-Einzug ab 22:30 Uhr – wir erinnern uns grinsend an Jugendherbergszeiten und gönnen den beiden Mitgereisten über 55 ihre Nachtruhe.

Nichtsdestotrotz können wir Corinna, die das Haus professionell und mit Spaß an der Sache führt, dazu überreden, das für Samstag Abend geplante Kickerturnier auf den Freitag vorzuverlegen, da zwei von uns am Samstag schon abreisen werden…danke! 🙂

Am 5. Tag geht es wieder auf’s Bike – eine etwas weniger intensive Tour führt uns zwar wieder in die Weißen Berge, aber nicht mehr ganz so hoch. Dafür sehen wir die Steingärten von Koumos und die Burgruinen bei Aptera – beides sehr schöne Ziele mit jeweiliger Rast. Maik führt wie immer souverän. Der Abend steht im Zeichen von Chania. Wir hatten keine Lust auf Leihwagen und haben die Frosch-Tour gebucht, den Abend in Chania dann aber auf eigene Faust zu fünft gestaltet und die Stadt in all ihren Facetten eingeatmet. Das permanente Ins-Restaurant-Gequatscht-Werden an der Hafenmeile nervt etwas, das Panorama entschädigt, und ein Bummel durch die ruhigen Nebengassen lässt den Stress unten schnell vergessen. Die kleinen Sträßchen sind voller malerischer Motive, die kleineren, versteckten Restaurants deutlich untouristischer und entspannter. Wir lassen uns im „Mikios“ 2 gemischte Platten servieren, genießen die (dort authentische) griechische Küche und eine herzliche Bedienung – wir hätten bleiben können, wenn nicht der Bus irgendwann mit Abfahrt gedroht hätte. Ein weiterer schöner Tag endet im Francoise…


Tag 6 ist Hike and Bike-Tag: es geht 8 km schluchtaufwärts über felsiges Gestein und Felsbrocken, die Challenge heißt Diktamos-Schlucht  und belohnt oben angekommen mit einer entspannten Taverne und Bikes für eine anschließende 20 km-Abfahrt. Sehr gelungene Mischung! Wir sind langsam nicht mehr alltagsfähig und befürchten das Schlimmste, was eine gefühlt weit in der Zukunft liegende Abreise betrifft… das Kickerturnier wird mit 7-8 2er Teams bestritten, es ist die übliche Mischung aus absolut ehrgeizigen, mittelmäßig engagierten, kernentspannten und mit Spielfreude spielenden Teams – und damit ein gelungener Spaß.


Die ferne Zukunft ist jäh da – Tag 7 = Abreisetag. Corinna lässt uns die Zimmer noch bis zum späten Nachmittag, wir machen ein letztes Mal die Kajaks klar und paddeln nochmal zu viert zu besagter Bucht, unser „zweiter Mann“ ist mit seiner Bike-Wochen-Gruppe unterwegs. Für zwei von uns heißt es Abschied nehmen, die Getränkerechnung bei Corinna zahlen und die 2 Kilo Mehrgewicht, die wir durch die fantastische Küche von Maria trotz Sport mitnehmen, zu akzeptieren. In Frankfurt angekommen, wissen wir, dass dies sicher nicht der letzte gemeinsam verbrachte Frosch-Urlaub gewesen sein kann…eine so nicht gekannte, sehr intensive Woche, die ich jetzt 2 Wochen danach immer noch spüre. Und da sagen die Statisten, dass man sich unter 10 Tagen nicht erholt… :)))

5 Gedanken zu „Almyrida/Kreta: Sportclub Dimitra 26.05. – 02.06.2012

  1. Christian

    Respekt Jörg –

    selten einen so authentischen und entspannenden Reisebericht hier gelesen!
    Allein durch das Lesen überkam mich genau die von dir beschriebene Entspannung – großartig – gerne wieder.

    Gruß,
    Christian

  2. Karsten Eickelmann

    Auch wir waren vom 14.07. – 28.07 im Dimitra – Hotel und können
    die o.g. Erlebnisse nur bestätigen. Ein wundershöner Urlaub, der
    trotz 14 tägigen Aufentalts viel zu schnell vorbei ging. Gerade
    die Kombination Sportprogramm in Verbindung mit Entspannungs-
    einheiten an Pool oder Strand waren super und die Teamer waren
    jederzeit mit viel Einsatz und Freude bei der Sache!!!! Super!!!!!
    Liebe Grüße an die Teamer!!!
    Familie Eickelmann

  3. Claudia

    ein wirklich schöner Bericht, erste Sahne, Jörg.
    Und deswegen fliege ich nach Kreta. Morgen.
    Ich bin gespannt.

    Gruß
    Claudia

  4. IrisNiehörster

    Hallo zusammen, kann mir jemand etwas über die Zimmergröße und Ausstattung mit Schränken im SC Dimitra sagen? Wir sind 2 Erw. und ein 16jähriger mit entsprechendem Gepäck und schwanken zwischen DZ mit Zustellbett oder 2 Zimmern, Mehrpreis ca. 1000€!!! Danke schonmal, Iris

  5. Claudia

    Genau so war es. Eine Woche perfekte Mischung aus Action und ein bisschen Faulenzen. Fantastisches Essen (danke, Maria!), tolle Teamer und unglaublich sympathische Mit-Frösche!
    Einmal Frosch, immer Frosch.

    Claudia

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