5. November 2008

…als Gold-Frosch nach Korfu…

Reisebericht von Gunther Haschker
FROSCH Reiseziel Sportclub Korfu, Agios Georgios – Griechenland

Jetzt ist es also soweit, wir sind zum 10. Mal mit Frosch unterwegs und somit Gold-Frösche. Nach 7 Sommer- und 3 Winterurlauben fällt die Bewertung durchaus positiv aus. Wir haben verschiedenen Länder und Regionen per Boot, MTB und zu Fuß erkundet, viele nette Reisebekanntschaften geknüpft und eine ordentliche Anzahl von Teamern mit unseren Fragen und Wünschen vor immer neue Herausforderungen gestellt.

Auch dieses Jahr ging es wieder mit Frosch in den Süden und zwar nach Korfu. Um nicht in den Sommerferienstress zu kommen, haben wir uns für die Zeit vom 06. – 20. September entschieden und es nicht bereut. Zwar hatten wir in der 2. Woche durchwachsenes Wetter mit 2 Regentagen, aber der erfahrene Frosch-Reisende weiß auch damit etwas anzufangen.

Nachdem wir am Samstag spät gegen 23.00h eingetroffen waren, gab es noch einen kleinen Imbiß und am nächsten Morgen nach dem Frühstück das obligatorische Begrüßungstreffen. Der erste Eindruck vom Hotel war recht ordentlich; Zimmer sauber und geräumig, das Frühstück anständig und das Gelände mit Liegewiese und Pool gepflegt und sauber. Das Abendessen wurde gegenüber in der Mango-Bar eingenommen und präsentierte sich mit einem großzügigen Vorspeisenbuffet und den kulinarischen Genüssen von Thorsten auf gehobenem Niveau.

Der Ort selbst besteht eigentlich nur aus einer ca. 1km langen „Einkaufsstrasse“ mit Restaurants – einen eigentlichen Ortskern gibt es nicht. Dafür aber einen sehr schönen Strand, der nicht weit vom Hotel entfernt ist. Die Wasserstation von Frosch ist etwas weiter entfernt und nach einem 15-minütigen Fußmarsch zu erreichen.

Während der ersten Woche haben wir einige MTB-Touren und Wanderungen mitgemacht, die für jeden Geschmack etwas boten und auch von mittelprächtig trainierten Fröschen leicht bewältigt werden konnten. Für die Radliebhaber gab es die Tour „rund um den Zuckerhut“ mit ca. 30km oder die Tour zur Südspitze mit ca. 40km und Rast in Lefkimi oder auch die „smooth-Tour“ nach Notos-Beach mit einer Rast in der Panorama-Bar. Hier lohnt es sich auf alle Fälle, einige Zeit zu verweilen, da es einen tollen Garten mit unglaublich vielen blühenden Pflanzen gibt, in dem man gemütlich entspannen kann.

Für die Wanderfreunde gab es die „coast-to-coast-Tour“ nach Messongi oder die Wanderung nach Chlomos, um die Teilnehmer des Rad-Wettrennens zu begrüßen. Dieses Rennen geht ca. 3,6km den Berg nach Chlomos hinauf wobei ca. 250 Höhenmeter zu bewältigen sind. Zeiten um 11 min. sind möglich, aber der Schnitt liegt so bei 12:30h bis 13:30h. – auf jeden Fall ein Erlebnis der anderen Art!

Mittwochs haben wir einen Bootsausflug nach Paxos und Antipaxos gemacht, der sich als ganz nett, aber doch sehr überlaufen herausgestellt hat. Wer von Froschreisen nach Dalyan die Touren von Ali kennt, wird etwas enttäuscht sein, ansonsten ist die Tour ganz nett (inkl. Badestop und Grotteneinfahrt) und die beiden Orte zum Einkauf von touristischen Massenwaren sehr gut geeignet.

Neben den Ausflügen gibt es in Agios Georgios einige nette Bistros und Cafés wie z.B. das Evergreen (ähnlich wie Subway mit sehr gutem Frappé), das Naviatos (chillige Cocktailbar direkt am Strand) und natürlich das Harley direkt auf dem Weg zum Strand.

In der zweiten Woche hat sich die stattliche Anzahl von Fröschen (mit den Dio-Studios ca. 130 Personen) bei den Touren etwas negativ ausgewirkt, da viele der Angebote sehr schnell besetzt waren und zudem die Räder durch zahlreiche Festbikes stark limitiert. Wenn dann trotz Reservierung ein Rad fehlt kommt nicht gerade Freude auf. Letztendlich haben aber Steffi, Steffi und Janne fast alle Unstimmigkeiten klären können. Durch die beschränkte Anzahl von Plätzen konnten wir leider keine der langen Touren mit Transfer mitmachen, hatten aber auch bei den kleineren Touren unsere Freude.

Sonntag gab es ein ordentliches Unwetter mit wolkenbruch-artigen Regenfällen, die auch am Montag munter anhielten. „Ein Frosch liebt Regen“ und deshalb fielen die Touren am Montag auch nicht ins Wasser, sondern wurden tapfer durchgezogen. Bei der Wanderung nach Argirades hatten wir allerdings kurzfristig Angst zu ertrinken, als uns das Wasser ca. 15cm hoch auf der Strasse entgegenkam. Letztendlich haben wir aber überlebt und die klitschnassen Klamotten wurden auch wieder trocken.

Einen Ausflug nach Korfu-Stadt brachte dann der Mittwoch. Man kann diesen in Eigenregie durchführen (öffentlicher Bus, € 5,20, 10h – 16.30h) oder die Tour über Frosch buchen („Stadtführung“ im Hotel, Bustransfer inkl. Flughafen schauen und Inseln, 14 – 22h, € 14,-). Wir haben uns für die Eigenregie entschieden und die Stadt als sehr reizvoll empfunden. Extrem viele kleine Einkaufsstrassen (sehr sauber), nette Cafés und Restaurants, alte Burgen und Festungen sowie Museen zum Befriedigen der kulturellen Gelüste. Sehr zu empfehlen!

Die beiden Radtouren in dieser Woche waren sehr interessant und abwechslungsreich. Während das „Chlomos-Klettertraining“ einige Höhenmeter und eine halsbrecherische Abfahrt nach Messongi brachten, hatte die Tour nach Gardiki-Beach nur wenige Höhenmeter zu bieten, dafür aber einen tollen Strand mit netter Bar am Nordende des Sees.

Für Freunde des Laufens (Joggen) gibt es 2 alternative Routen:
· An den Dio-Studios vorbei in die Olivenheine und dann nach Laune einen Rundweg (6 – 9km) suchen. Wer kein Problem mit Bremsen hat…
· Aus dem Hotel rechts, an der nächsten Hotelanlage vorbei und wieder rechts. Danach dem Weg folgen und am Abzweig links Richtung Strand. Einfache Strecke mit exakt 7km (3,5 hin / 3,5 zurück)

Der übrige Sport kommt im Hotel übrigens auch nicht zu kurz, da es neben dem kombinierten Tennis- / Fußballplatz noch eine Tischtennisplatte, einen Boulebahn und einen sehr ordent-lichen Beachvolleyballplatz gibt.

Alles in allem ein recht abwechslungsreicher Urlaub, der sich allerdings durch die große Anzahl von Gästen sehr stark von anderen Frosch-Urlauben unterschieden hat. Zwar haben sich die Teamer große Mühe gegeben (ein extra großes Lob noch an den Koch Thorsten, der ein Meister seines Faches ist), das typische Frosch-Feeling haben aber wir und einige unserer Mitreisenden etwas vermisst.

Viele Grüße an alle, die wir in Korfu kennen gelernt haben – vielleicht sehen wir uns ja bei einem der nächsten Urlaube wieder…

Ein Gedanke zu „…als Gold-Frosch nach Korfu…

  1. Michael

    Jassu,

    auch ich kann Deinen Bericht nur bestätigen.
    Werde nächstes Jahr das 11. mal nach Korfu fahren.
    Bin schlichtweg wie viele andere mit dem Korfu-Virus infiziert, der sich auch auf meine bessere Hälfte übertragen hat.
    Was die Gruppengröße angeht, so bin ich der Meinung, diese ist ganz in Ordnung.
    Werden aber auch nächstes Jahr die Toskana erkunden, mal was ganz Anderes.
    LG
    Michael und Angelika

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