4. November 2013

Andalusien / Conil 27.09. – 04.10.2013

Reisebericht von Jörg B.
FROSCH Reiseziel Sporthotel Diufain in Conil de la Frontera, Spanien

… im Sommer schon entschieden, dass wir zwei im Herbst nochmal eine Woche ins Warme wollten, da uns in der Toskana dann doch das Meer gefehlt hat, war Conil als südwestlichste Frosch-Zuflucht in Europa ausgewählt: die Mischung aus Strand, Ausflugszielen, Biken und Relaxen ist schon ziemlich attraktiv, und das Durchschnittswetter Ende September versprach statistisch einen verlängerten Sommer.

Mit einer extrem günstigen Flugverbindung ab München waren wir schon kurz nach 10:00 Uhr früh im Hotel Diufain und wurden damit nach einer 45minütigen Fahrt mit dem Abholtaxi als die ersten Sporturlauber dieser Woche herzlich von Bike-Teamerin Joey und Trekking-Teamerin Eva empfangen. Die Lage unseres Zimmers oben an der Dachterrasse hätte schöner nicht sein können, und da der offizielle Teil erst abends losging, liefen wir erst einmal zum 10 entspannte Minuten entfernt liegenden Strand hinunter.

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Unten an der „La Ola“-Bar war ein kleines, erfrischendes „Cruzcampo“ fällig, und mit Füßen im Sand und Blick auf’s Meer war dieser Start ganz sicher kein schlechter…   die Sonne wollte allerdings trotz rund 24°C nur ab und an durchkommen und sollte sich damit auch die folgenden 3 Tage noch Zeit lassen.

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Nach und nach trudelten die restlichen Mitreisenden ein; und am Abend waren wir dann tatsächlich ganze 7 Leute: 2 Paare, 3 Einzelreisende… eine für Frosch-Urlaube schon sehr ungewöhnliche Konstellation und Teilnehmeranzahl. Da das Hotel ja kein Frosch-eigener Sportclub ist, sondern mit anderen Gästen geteilt wird, bestand die Frosch-Mannschaft auch ausschließlich aus Joey und Eva – diese insgesamt 9 köpfige Truppe traf sich dann unten an der Pool-Bar zum Welcome Drink bei dann einsetzendem, prasselndem Dauerregen. Was für ein erster Abend!

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Von unseren 2 Teamerinnen nach Monaten der Dauerhitze begrüßt, war dieses Wetter, was uns noch bis Mitte der Woche begleitete, nicht wirklich das, warum wir anderen dort sein wollten – wir machten das Beste daraus, die Einführungs-MTB-Tour nach Conil-Stadt war fast trocken, die erste richtige Tour 2 Tage später stand ebenfalls unter einem guten Stern, und nachmittags war es dann auch langsam ansatzweise sonnig…

Cap Trafalgar – die erste „richtige“ MTB-Tour also nach der Einführungsrunde, führte uns zu fünft auf einer nicht sonderlich anspruchsvollen, dafür aber landschaftlich sehr schönen Strecke auf knapp 20 km hauptsächlich an der Küste entlang zum besagten Kap nebst Turm, eine fantastische Aussicht von der Steilklippe über das lebhafte Meer inklusive. Die Sonne brach langsam durch, Möwen stiegen auf – eine malerische Szenerie, bevor es auf demselben Weg wieder zurück ging.

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Die „Osborne“-Besichtigung am nächsten Tag mit auflockernder Verkostung diverser Sherries, nachdem uns von einer deutschstämmigen Spanierin mit sympathischen Akzent die Reifung der verschiedenen Sorten ausführlichst nahegebracht wurde („swanssich Prossent Rohssinen!“), trug einiges zur guten Laune in unserer kleinen Gruppe bei. Die folgende Katamaran-Überfahrt nach Cadiz war dann durchaus stürmisch-ansprechend, mit dem anschließendem Erkunden dieser schönen, kleinen Stadt auf eigene Faust gab es ein wenig Zeit für Zweisamkeit, und der Abend gehörte dem „Feduchy“ in Conil mit fantastischen Tapas und einem guten Vino tinto.

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Es war tatsächlich auch der einzige Tag, den wir 7 neben der Einführungsrunde in dieser Form zusammen verbrachten – wir wenigen teilten uns nach dem Frühstück noch auf Biken, Wandern oder Wellenreiten bzw. in die Stadt zum Bummeln gehen auf und kamen – abgesehen von den Paaren J – auch nachmittags nicht immer zusammen, was sich auch die ganze Woche nicht großartig änderte. Dies gab dem ganzen, insbesondere auch, weil es nicht wie in den Sportclubs gemeinsames Abendessen in der Location gibt, sondern man überwiegend auswärts isst (weitere Empfehlung: „El Patio“), einen deutlich weniger Frosch-typischen Touch als von den anderen besuchten Locations bekannt.

Auf die Bikes und ab auf die Mount Conil-Tour ging es den Tag nach Cadiz. Tat den Beinen gut, der Seele sowieso – und über das Hinterland gelangten wir gegen Mittag an eine Strandbar, die hinter dem Regenschutz einen wunderbaren CafĂ© con Leche anbot – was will ein koffeinsüchtiges Bikerherz mehr… nach zwei CafĂ©s und wieder aufhörendem Nieselregen ging es entspannt auf den Rückweg an der Steilküste entlang, mit Zwischenstopp an der Waschanlage, die eingedreckten Räder dampfstrahlen. Der Nachmittag am traumhaft weitläufigen und annähernd nachsaisonal-leeren Strand war die perfekte Ergänzung.

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Sevilla, was wir zwei dann in der zweiten Wochenhälfte mit Joey, Eva und einem Solomitfahrer nach 3-stündiger Fernbus-Fahrt um 10:30 Uhr erreichten, empfing uns mit einem Starthilfe-Kaffee im „Starbucks“, gefolgt von einem entspannten Bummel durch die Stadt – wir fanden eine gute Mischung aus Sehenswürdigkeiten, kulinarischen Köstlichkeiten und Shoppingmeile und ließen diese bis zum späten Nachmittag auf uns wirken, um dann angenehm erschöpft um 17:15 Uhr mit vielen gesammelten Eindrücken wieder zurückzufahren (nur 2 Std, da weniger Stopps).

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Die Ritzelsprung-Biketour, die letzte und anspruchsvollste dieser Woche, gab uns dann auf knapp 40 km noch einmal eine Mischung aus Allem: eine Strecke durch hügeliges andalusisches Küstenhinterland, Sonne und Regen, eine ausgerechnet am anstrengendsten Bergstück zu uns herabgetriebene Stierherde und das abschließend gute Gefühl, eine richtig schöne Tour gefahren zu sein.

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An den letzten beiden Tagen hat es dann tatsächlich noch geklappt mit Sonne tanken und etwas Farbe abbekommen; der Gang über den Wochenmarkt hinter dem Supermarkt beim Hotel war eine weitere kleine Abwechslung, und die Mandeln schmeckten auch nach dem Abend-Rückflug noch genauso gut und brachten ein Stück Conil mit nach Hause.

ResumĂ©e: genau in der einen, regnerischen Zwischenwoche dagewesen zu sein (danach war es wieder sonnig…) ist Pech; der Ort Conil an sich ist ein angenehm überschaubares und schönes Städtchen, was es Wert ist, besucht zu werden (zu Ende September aber langsam die Läden schließt); die Biketouren waren angenehm, nicht überzogen (danke Joey, hat Spaß gemacht!); die Kombination aus sehr wenig Mitreisenden plus eingeschränkter Frosch-Atmosphäre durch Sporthotel statt –Club war sicher nicht optimal (wird sich bei mehr Mitreisenden und besserem Wetter aber wohl etwas besser darstellen); die Städtetouren und die „Osborne“-Besichtigungen können wir genauso wie den fantastischen Strand, die nachmittags immer mal gern angelaufene „La Ola“-Bar und die erstaunlich guten und günstigen Gin Tonic’s, die den Tapas abends folgten, wiederum wärmstens empfehlen.

Hasta luego!

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