22. MĂ€rz 2010

Auf in die Österreicher Berge – Arlberg

Reisebericht von Angela Z. (zunki30 at web.de)
FROSCH Reiseziel Sportclub Arlberger Hof in Klösterle, Österreich

Eine tolle Woche in Klösterle im Arlberger Hof liegt hinter meinen Freunden und mir. Zurück im Alltag bin ich noch nicht. Nach einem Froschurlaub dauert das immer eine Weile.

Am Freitag, 29.1.2010, war mein erster Urlaubstag und mit meiner Freundin K machte ich mich nachmittags von Berlin aus mit der Bahn auf den Weg nach Westen. Wir hatten etwas Bedenken, ob die Bahn uns auch pünktlich nach Düsseldorf bringen würde, denn in den letzten Wochen war auf die Bahn kein Verlass. Überpünktlich trafen wir uns voller Aufregung und Vorfreude am Bahnhof und unser Zug kam tatsächlich pünktlich. In Düsseldorf angekommen suchten wir den „Busbahnhof“.  Nahe dem Hauptbahnhof fanden wir einen Platz, an dem Busse hielten. Kein Frosch weit und breit. Waren wir wirklich an der richtigen Stelle? In Essen letztes Jahr war solcher Tumult und nun standen wir mutterseelenallein im Düsseldorfer Bahnhofsviertel. Unsere Freunde stiegen in Essen, eine Station früher, in den Bus. Eine Weile verstrich und dann bog doch unser Bus um die Ecke. Erleichterung erfüllte uns. Berlin meets Hagen und Dinslaken – beinahe waren wir vollständig. In Köln waren wir dann zu siebend komplett und so konnte die Fahrt beginnen. Zwei von uns hatten eine Männerfahrt gebucht, hatten aber kein Problem, sich uns anzuschließen. Man (n) muss ja schließlich flexibel sein. Cheers hieß es mit Prosecco!

Wir haben uns im hinteren Teil des Busses Plätze gesucht. Leider ließ die Bequemlichkeit wirklich zu wünschen übrig. Egal ob man zwei Plätze, wie ich, für sich oder nur einen Platz ergattert hatte, an Schlaf und eine gemütliche Fahrt war nicht zu denken. Wir schwuren uns schon auf der Hinfahrt, nie wieder einen „normalen“ Reisebus für den Skiurlaub zu nutzen.

Mit Verspätung aufgrund des winterlichen Wetters und dem Umweg, den wir machen mussten, um Mitreisende in Montafon abzusetzen, kamen wir am Samstag in Klösterle an.

Kathrin, unsere Hausleiterin, begrüßte uns ganz herzlich im Bus. An dieser Stelle schon ein dickes „Danke“ an Dich, Kathrin, für eine super Woche, Dein unschlagbares Organisationstalent, Deinen Humor, Deine Herzlichkeit und die Harmonie zwischen Euch Teamern. Nachdem wir unser Gepäck im Partykeller abgestellt hatten, frühstückten wir. Es erwartete uns ein super gemütliches Haus mit einem urigen Restaurant. Wir fühlten uns gleich wohl. Das Frühstück hielt alles bereit, was das Herz begehrte. Die Zimmer waren erst zum Nachmittag zum Einzug bereit, so dass wir genügend Zeit für das Ausleihen unseres Materials und einen ausgiebigen Spaziergang mit Kaffeepause am Sonnenkopf hatten. Als wir wieder im Arlberger Hof zurück waren, konnten wir schon die Zimmer beziehen. Verteilt über alle 3 Etagen durften wir 3 Mädels in unsere 3-Bett-Suite bis ganz nach oben kraxeln. Y und S hatten es da besser, sie zogen in Etage 2 ein. Die Zimmer waren vollkommen in Ordnung. Sauber und nicht zu klein. Wir waren uns einig, das würde ein schöner Urlaub werden.

Die Sauna testeten wir sofort nach dem Auspacken. Nachdem wir im letzten Jahr in Crans Montana eine wirklich traumhafte Sauna mit einem einmaligen Blick kennen gelernt hatten, hatten wir unsere Erwartungen herunter geschraubt, wurden aber nicht enttäuscht. Die neu gestaltete Sauna war wunderbar gemütlich und mit viel Liebe (u.a. Pflanzen) hergerichtet. Einziges Manko war, dass es lediglich eine Dusche für alle Gäste gab. Das ist einfach zu wenig und wenn sich einrichten lässt, wäre eine zweite Dusche eine echte Verbesserung.

Das Abendessen gab es täglich um 19 Uhr. Ausnahmen bildeten der Hüttenabend und der Abend, an dem es zuvor in den Moserwirt ging. Unser Berliner Koch Flo und sein Küchenteam verwöhnten uns in der Woche mit vielen Leckereien. Jeden Abend erwartete uns ein 4 Gänge Menü, das stets durch Flo mit seinem besonderen Humor angekündigt wurde. Lieben Dank für die Gaumenfreuden und Euren Einsatz! Der Service war wirklich super! Die Getränkeversorgung wurde auch in diesem Haus über Getränkekarten geregelt. Eine gute Einrichtung, wie ich finde. Man muss kein Bargeld bei sich tragen und sollte man am Ende der Reise eine Karte nicht vollkommen aufgebraucht haben, bekommt man den Restwert ausgezahlt.

Am Sonntag sollte für 3 von uns der Skikurs für Fortgeschrittene beginnen. Am Abend zuvor bekamen wir die Buszeiten gesagt und so fanden wir uns um 9.17 Uhr an der Haltestelle vor dem Haus ein. Die anderen nahmen an den ersten 3 Tagen an den Skiguidings teil oder erkundeten allein das weitläufige Skigebiet. Leider wurde der Skikurs nicht direkt von Frosch durchgeführt sondern von der örtlichen Skischule in Stuben. Das ist wohl in Österreich so. Wir lernten Stuben, Lech, Zürs und St. Anton kennen. Aber so richtig dazu gelernt haben wir nichts. Wir haben uns doch mehr von dem Fortgeschrittenenkurs versprochen. Vielmehr war es Übung, die wir aber auch bei den Skiguidings von unseren Froschteamern hätten haben können.

Am Montag feierten wir ein paar Stunden im Moserwirt in St. Anton. Die meisten von uns direkt von der Piste aus. Sie „genossen“ den ultimativen Skischuhtanz. Die Frösche, die einen Skikurs gebucht hatten, fuhren nach dem Kurs ins Hotel und wurden dann per Exclusiv-Shuttle von Kathrin mit dem Froschbully nach St. Anton gefahren. Eine super Idee! Danke Dir dafür, Kathrin. Gegen 17 Uhr waren wir vor Ort und die Stimmung war schon richtig gut. Eine Atmosphäre, die man einmal erlebt haben muss. Eben AprĂ©s Ski in seiner höchsten Form. Gegen 19 Uhr machten wir uns auf den Weg zum Bus, der uns zurück ins Hotel bringen sollte. Die Skifahrer mussten auf düsterer Piste ins Tal fahren und wir Fußgänger am Rande der Piste mehr oder weniger schlittern. Spaß hatten wir allesamt. An diesem Abend wurden wir in der Almrauschbar von einem perfekten Buffet überrascht. Auch hier brach die Stimmung nicht ab, so dass D und ich glatt ein Tänzchen wagen mussten. Danke Dir für Deine Spontanität, D! Echt klasse!

Trotz des bestellten Kaiserwetters gab es auch Tage, an denen man überlegte, ob man auf die Piste gehen soll. Zu Beginn eines Tages schneite es schon unaufhaltsam. Einen Versuch war es trotzdem wert und so schlossen wir Skikurshasen uns M und H an. Zu fünft waren wir nun unterwegs. Y, S und die anderen schlossen sich den anderen Fröschen an. Zwischendurch erhielten wir Verstärkung von R, der schon zurück ins Hotel wollte. Leider entschieden wir uns, mit Albona II ganz hoch zu liften und mussten mit absolut schlechter Sicht und Schnee ohne Ende im Tiefschnee und unendlich vielen Buckeln irgendwie die Piste runter. Wir, besonders K, hatten einen echten Schutzengel an diesem Tag. Trotz halsbrecherischem Abgang von der Piste in einen Abgrund blieb K  Gott sei Dank unverletzt und wir konnten sie mit vereinten Kräften retten. Danke an die Männer R, M und H! Wäret ihr nicht gewesen, wie hätten wir das hinbekommen? Der Schreck saß natürlich K lange in den Knochen, aber auch wir anderen waren irgendwie durch den Wind.

Einen Abend war auswärts Essen angesagt in der Kelo Bar. Eine wunderbare Location, wie ich finde. Mit dem Bus ging es hin. Wir mussten uns einen Tag zuvor für Käs‘spätzle oder Gulasch mit Spätzle entscheiden. Dazu sollte es Salat geben. Das Essen war auch dort wirklich lecker. Ich kann für mich sagen, dass ich zuerst dachte, ich würde zwei Teller Spätzle schaffen, aber weit gefehlt, ich schaffte gerade die erste Portion. Irgendwann setze „urige“ Musik ein und die Stimmung stieg. Wir sangen und tanzten und unterhielten die ganze Bar. Zurück ging es dann per Fuß mit Fackeln zum Hotel. Eine schöne Stimmung verbreitete das Feuer. Im Arlberger Hof angekommen endete der Abend in der Almrauschbar des Hotels.

Die Wellness-Abende in der Sauna sind noch unbedingt erwähnenswert. Kathrin verwöhnte uns nicht nur mit tollen Aufgüssen, nein, es gab Gesichtsmassagen, frisches Obst, Fußbäder und Peelings für Hände und Füße. Eine super Idee! So konnten sich manche von uns noch mehr entspannen.

Einen Nachmittag gab es leckeren selbstgebackenen Kuchen von Nicole in der Almrauschbar und einen anderen Nachmittag wurden für uns frische Waffeln gebacken, die wir sogar in der Sauna genießen konnten.

Ich kann zu der Froschlocation sagen, dass man auf jeden Fall mit den Fahrten im Skibus leben muss. Wenn man durch Crans Montana und dem Lift gleich hinter dem Haus so verwöhnt wurde wie wir letztes Jahr, dann muss man sich darauf einstellen. Man findet ein sehr weitläufiges Skigebiet vor, das für Jeden etwas bietet. Leider muss man viel „Laufen“ und das ist unschön. Ich kann das Haus sonst nur empfehlen. Insgesamt haben wir eine tolle Skiwoche gehabt.

Danke an Euch alle,

Eure Angela

Ein Gedanke zu „Auf in die Österreicher Berge – Arlberg

  1. Nic

    Angie, Danke Dir für Deinen Bericht und die schöne Erinnerung an den Urlaub.
    Ein Dank ganz besonders noch einmal an die Teamer vom Arlberger Hof !!
    Weiter so !

    Ganz liebe Grüße aus Dinslaken

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