6. Juli 2008

Auf Skisafari

Reisebericht von Rolf Strate (RolfStrate at web.de)
FROSCH Reiseziel Sportclub Carlton in Crans Montana – Wallis, Schweiz

Nach dem tollen Urlaub des vergangenen Sommers habe ich mich schnell entschlossen, es auch mal im Winter wieder mit dem SC Carlton zu probieren. Und dies erstmals im Winter für zwei Wochen, da mir schon im Sommer die Möglichkeiten der Region riesig erschienen. Um es vorwegzunehmen: meine Erwartungen wurden übertroffen. Aber schön der Reihe nach.

Crans Montana

Da ich in den zwei Wochen das ein oder andere Mal unterwegs sein wollte, bin ich erstmals im Winter mit dem Auto angereist. Meine Bedenken zum Straßenzustand Mitte Februar waren vergebens, es gab zwei Wochen Sonne und der Straßenzustand war fast so gut wie im Sommer, so dass ich überall problemlos hin- und zurückkonnte. Zwar kann das im Sommer kostenfreie Parkhaus hinter dem Carlton nur im Winter nur gegen Gebühr genutzt werden, jedoch gibt es für Selbstanreiser in ca. 10 Gehminuten einen kostenfreien Parkplatz am Etang Long, der direkt am Ortseingang von Crans gelegen ist. Das Carlton selbst hat keine Parkmöglichkeiten.

Meine Idee für diesen Winterurlaub war, mal nicht nur Skizufahren, sondern die Aktivitäten und Orte zu wechseln. Zudem gibt es die WallisCard, die für 50 Walliser Skigebiete incl. (Crans Montana Aminona) CMA, 4Vallees, Zermatt, Leukerbad, Anniviers, Saas-Fee und und und gilt. Für die 2.800 Pistenkilometer würde man wohl schon eine ganze Saison brauchen, aber darauf kommt es ja nicht an, da ich durch die Card flexibel und nicht auf Tagesskipässe angewiesen war. Je nach Aufladebetrag ist ein Rabatt auf den Normalpreis bis 10% möglich. Die Karte gibt es an jeder Talstation.

Crans Montana

Zu meiner Überraschung bekam ich wie im Sommer wieder das Zimmer 67 im 4. Stock. Der Blick aus diesem Stock ist jedoch ebenfalls wie in der auf dem selben Stock liegenden Sauna fantastisch und nicht durch Tannen verstellt. In der Sauna selbst traf ich dann eine Mitreisende aus dem vergangenen Sommer, so dass ich nicht der einzige Widerholungstäter war.

Natürlich war es an den folgenden zwei Tagen Ehrensache, erst einmal das eigene Skigebiet vor der Tür zu beackern. Die Lage des Carlton ist hierfür hervorragend. Aus dem Skikeller (in dem im Sommer schon mein MTB stand), die Treppe hoch, 1inks und 80 m weiter sitzt Du schon in der Gondel, bei der trotz Hochsaison selten großes Anstehen angesagt war. Was will man mehr?

Crans Montana

Es war gut, zuerst das eigene Skigebiet kennen zu lernen, da durch die permanente Wärme und die südseitige Lage des gesamten Skigebietes die Schneequalität doch schlechter wurde und einige Pisten gesperrt wurden. Im Skigebiet kann selbst sich keiner verirren, man kommt immer an einem Ort in der Nähe einer Skibusstation raus. Die Pisten sind überwiegend für den sportlichen Genussskifahrer gemacht. Ein Schwarzer-Pisten-Fahrer sollte daher sich daher bei Frosch etwas anderes suchen. Zum Glück kamen die Steinchen in den mittleren und höheren Lagen erst in der zweiten Woche nach und nach raus und die Skier blieben glücklicherweise wie alle Mitreisenden heil. Nach den Damen-Weltcup-Rennen im März hat es noch mal gut geschneit, so dass ich generell auch für spätere Reisetermine keine Bedenken hätte.

Crans Montana

Auch im Skigebiet war es trotz Hochsaison vergleichsweise ruhig. Daher lässt sich die ein oder andere Hütte im Skigebiet auch gut genießen. Das Teilskigebiet Aminona ist zwar etwas abseitiger, jedoch es lohnt sich, ein wenig weiter zu gondeln und zu lifteln. Wer gerne einkehrt, sollte es mal dort bei der Hütte La Cure an der Talabfahrt probieren. Mehr action und für Schweizer Verhältnisse fast schon Apres Ski nach österreichischer Art habt Ihr im Amadeus 2006 unterhalb des Pas du Loop-Sesselliftes.

Auf jeden Fall lässt sich eine Woche in Crans Montana gut verbringen. An schlechteren Skitagen oder keinem Bock aufs Skifahren lassen sich gut die geräumten Winterwanderwege und die Rodelstrecke vom Petit Bonvin schön nutzen. Natürlich hat das nette Team um Ina und Patrice sich auch einiges einfallen lassen. Wie immer bei Frosch gab es wechselnde Orte des Mittagstreffs oder ein Pistentreff am Nachmittag. Die Teamerin Antje hat sich dabei mit leckerem selbstgemachtem Kuchen hervorgetan.

Ein wenig Apres-Ski wurde auf der Terrasse des Carlton auch angeboten. Weitere Highlights sind die Fackelwanderung, die Partys in der Bar natürlich sowie Nachtsauna und Massagekurse. Vom Essen habe ich auch in zwei Wochen Aufenthalt nicht genug bekommen, die Küche ist wirklich einen Extrapunkt wert.
Verteilt über die zwei Wochen bin ich noch nach Leukerbad, St. Luc und Zermatt gekommen. Verbier/4Vallees kannte ich aus einen anderen Skiurlaub. Leukerbad und St. Luc sind einen schönen Tagesausflug wert. Schöne und gut erreichbare Skigebiete, bei denen der Schnee zum dem Zeitpunkt auch wesentlich besser als in Crans war. Höhepunkt war natürlich der Abstecher nach Zermatt. Wahnsinnskulisse, guter Schnee und ein Riesenskigebiet. (Gäbe es das Morgenrot bei Frosch doch noch…) Mit einer frühen Anfahrt aufgrund der weiteren Strecke und des Umsteigen in den Zug nach Zermatt sollte die Tour jedoch nur bei sehr schönen Wetter gemacht werden.

Crans Montana

Die anderen Tage habe ich mit Tourenskigehen mit Start vom Hotel verbracht. Für einen Einsteiger hierbei ist das Gebiet ideal. Bereits hoch genug, weitläufig und doch wieder übersichtlich und vor allem –auch ohne Lawinenpiepser usw.- sicher.

Auf einer dieser Skitouren habe die „Käsealm“ (im Sommer: Alpmuseum von Colombire) aus dem Sommerurlaub wiedergetroffen. Schade, dass sie im Winter geschlossen ist. Aber klar, schließlich gibt es im Winter (noch) keine frische Milch fürs Käsemachen.

Crans Montana besitzt im Sommer einige sehr gut ausgeschilderte und nach Schwierigkeitsstufen geratete Mountainbikestrecken. Da diese größenteils im Skigebiet verlaufen, lassen sie sich auch im Winter gut fürs Tourengehen nutzen.

Als Fazit kann ich Euch sagen, dass ich wieder viele nette Mitreisende getroffen und wiederum sehr gutes Essen, eine praktische Unterkunft sowie eine gute Homebase für das Wallis bekommen habe. Mit ein wenig zeitlichem Abstand komme ich gerne wieder. Ich wünsche jedem, der das Carlton bucht, schon jetzt viel Spass und einen tollen Urlaub.

2 Gedanken zu „Auf Skisafari

  1. Jürgen hinter Schiebevorhänge

    Wie sind denn die Hotelpreise in Crans Montana? Ich war bisher immer nur in Österreich Ski fahren. Gut, einmal war ich auch in der Schweiz, das waren aber nur wenige Pisten. Im Österreichischen Ischgl sind wir über die Grenze auf die schweizer Seite gefahren…

    Aber Crans Montana klingt eigentlich garnicht nach Schweiz. Klingt eher wie ein canadischer Ort…

    Jürgen

  2. Maike

    Hallo Jürgen,

    auf den Seiten von Frosch (Link steht ganz oben unter der Überschrift) kommst du direkt zu den Preisen.

    Crans Montana klingt daher französisch(-canadisch), weil es sich im Kanton Wallis und dort noch im französischsprachigen Teil der Schweiz befindet 😉 !

    Es ist super schön dort, war schon im Sommer und Winter da!

    Maike

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