18. September 2009

Aus dem Tagebuch einer Kaulquappe – Dalyan 24.08.-07.09.2009

Reisebericht von Claudia (claudia.klauke at gmx.de)
FROSCH Reiseziel Sportclub Holiday Calbis in Dalyan, Türkei

Eigentlich wollte ich zum Jahreswechsel eine Fernreise mit Frosch machen. Begeistert von Katalogaufmachung und Website, wo über das Chatboard noch auf die Schnelle ein Frosch-Stammtisch in Hamburg initiiert wurde, hab ich kurzfristig 2 Wochen Dalyan gebucht und möchte Euch von meiner ersten Frosch-Reise ein bisschen erzählen:

Ich war schon sehr oft in der Türkei und es zieht mich immer wieder dort hin. Die herrlichen Landschaften, die offene freundliche Art der Menschen, der Improvisationsgeist und die Begeisterung reißen mich immer wieder mit.

So wurde auch schon auf unserem Transfer zum Hotel – herzlichen Dank übrigens liebes Hotel-Team für das gekühlte Wasser für jeden – die Kühlbox zum zusätzlichen Sitzplatz umfunktioniert. Der Fahrer (natürlich kann auch ich die Ähnlichkeit mit George Clooney nicht leugnen) chauffierte uns sicher und schnell ins Hotel. Das Holiday Calbis ist ein familiär geführtes charmantes Hotel mit zwei Pools (wobei der hintere vornehmlich für die Frosch-Gäste reserviert ist) und einem herrlichen Garten, von dem ich schon in anderen Reiseberichten viel gelesen hatte.

Hotelbild

Die Altfrösche entspannten an diesem programmfreien Tag am Pool und man konnte sich in Ruhe beschnuppern. Bis zum Abend trudelten auch die Boot & Biker ein und somit ergab sich eine Gruppe von 27 Fröschen, die auch in der zweiten Woche ähnlich groß war.

Fitnessprogramm:
Am zweiten Tage starteten wir mit unserer Teamerin und Fitness-Fee Melli um 7:00 morgens mit Nordic Walking. Begeistert von der einmaligen Teilnehmerzahl von 10 Leuten, wurde sofort ein Schnappschuss fürs Teamertagebuch (könnte Ihr auch auf dieser Seite einsehen) gemacht. Solltet Ihr Euch einmal dazu hinreißen lassen, lasst Euch den Fitnesspark von Dalyan nicht entgehen – ich bereue noch jetzt, meine Kamera nicht dabeigehabt zu haben 😉

Die restlichen Hallo Wach-Aktivitäten wie z. B. Run & Hike zum Hausberg um diese nachtschlafende Zeit wurden eher weniger genutzt. Empfehlen kann ich Euch aber die Joggingstrecke, die an Granatapfelfeldern und am Dalyan-Fluss vorbeiführt und wieder am Hotel endet. Ca. 2,5 km, die aber bei den morgens schon recht hohen Außentemperaturen völlig ausreichend sind, um ordentlich ins Schwitzen zu kommen.

Beim Bodystyling und Stretching auf dem Rasen neben dem Pool fanden wir am späten Nachmittag (die eindeutig begehrtere Uhrzeit) ein bisschen Schatten und konnten wir unsere müden Glieder mal etwas entspannen von den ‚Strapazen’ des Tages beim Wandern oder Biken.

Viel Spaß gab es auch beim Aquagym zu verzeichnen, nicht zuletzt wegen der Zuhilfenahme der allseits vertretenen Poolnudeln.

Beachvolleyball wurde natürlich auch nicht ausgelassen und am besten relaxt es sich mit Mellis berühmter Gurkenmaske zur Blue Hour am Pool…

Luftaufnahme-Pool

Wanderprogramm:
Es standen diverse Wanderungen mit Melli auf dem Programm, wobei ich hier nur drei beschreibe. Parallel hat Christoph immer eine Biketour angeboten, auf die ich später zu sprechen komme.

Für mich zählte die Toparlar Wasserfallwanderung zu den absoluten Highlights. Manchmal musste man schon ganz schön auf den Steinen im Wasser hin und her springen, um wieder ans Ufer zu kommen, aber ein bisschen Abenteuer gehört ja schließlich dazu und das eiskalte erfrischende Bad im Wasserfall und die Show der jugendlichen Klippenspringer haben das Erlebnis noch abgerundet, Respekt dafür, den Wasserfall auf dem Hosenboden herunterzurutschen!

Die Ekincik Wanderung gehörte zu den etwas größeren Herausforderungen. Ich würde auch empfehlen, ein Taschentuch einzupacken, denn beim ‚Wunschbaum’ sollte man präpariert sein. Melli erklärt Euch dann auch, was das damit auf sich hat…

Die Bacardi Beach Wanderung hat am Anfang und an Ende einen Stopp in einem kleinen Restaurant, in dem Ihr Euch auf dem Rückweg auf keinen Fall die türkischen Ravioli (Manti) entgehen lassen dürft, göttlich! Allein dafür würde ich kilomenterweit gehen.

Wunschbaum

Mountainbiking:
Einstiegsradtour (ca. 18 km) mit tollem Stopp in einem Naturrestaurant. Die selbstgemachte Zitronenlimonade und der selbstgemachte Granatapfelsaft sind sehr zu empfehlen!
Die kleinen Töchter des Besitzers pumpen für erschöpfte Biker auch gerne Wasser aus dem hauseigenen Brunnen – eine willkommene Abkühlung!

Im Gegensatz zu den Wanderern hatten die Radler einen anspruchsvolleren Weg zum Bacardi Beach zu absolvieren. Es haben nur nur 3 geschafft  – inkl. unserem Guide Christoph. Fernab dessen, was für mich zu schaffen ist, deshalb kann ich keine Angaben machen zu Entfernung oder gar Höhenmetern. Bin mir aber in einem sicher – auch der Härteste kommt auf seine Kosten 😉 Der Bacardi Beach ist ein ca. 200 m langer Naturstrand/Steinstrand. Keine Buden, nur selten Touristen, höchstens mal ein Fischerboot – wirklich ein Geheimtipp!

Bacardi-Beach

Wer eine noch größere Herausforderung braucht, fährt mit zur Radarstation, der Weg hat 34 km und 600 Höhenmeter…

Die Fahrradtour zum Isuzu Strand mit 24 km und 340 Höhenmetern, die es allerdings binnen 3 km zu bezwingen gilt, liegt wohl eher noch im unteren Mittelfeld, allerdings für mich eine echte Herausforderung. Dank Christophs Motivationskünsten habe aber auch ich es, wenn am Ende auch etwas blass im Gesicht, geschafft. Ein klasse Gefühl. Vielen Dank Christoph, ich verzeichne ein ‚Kreuz’ dafür 😉

Dies sind nur ein paar Beispiele, Christoph hatte noch viele andere Biketouren im Angebot.

Ausflüge:
Die Rafting-Tour, die von einem Fremdanbieter angeboten und über die Teamer vermittelt wird, lege ich Euch unbedingt ans Herz. Die Anfahrt dauert zwar ein bisschen länger, aber ihr verpasst nichts, weil die Tour am freien Tag der Teamer stattfindet. Das Erlebnis selber entschädigt. Die Guides sind Topfit. Angst haben braucht man wirklich nicht, hier steht eher der Spaßfaktor im Vordergrund. Tauchen, Canyoning und Sea Kajak stehen auch zur Wahl, habe ich selber aber nicht ausprobiert.

Bootstouren mit Captain Ali:
Jede Tour mit Captain Ali hatte Ihren Charme. Mit seinem gepflegten Boot war er recht eigen, aber einer attraktiven Dame überließ er gern auch mal das Steuer!

Diana

Bootsfoto

Der Weg führte immer vorbei an den Lykischen Felsengräbern (in der Nacht wunderschön beleuchtet) über den Dalyan-Fluss, die Passage mit dem meterhohen Schilf bis zum Meer. Zu jeder Tageszeit ein Erlebnis, allerdings besonders schön am frühen Morgen.

Die perfekte Gelegenheit dafür habt Ihr beim Turtlewatch. Das frühe Aufstehen (ich verrate nur eins: es ist noch früher als Mellis ‚Hallo Wach’) entschädigt Euch ganz sicher!

Auswärtsabendessen und –lunch:
Neben dem Abendessen im Hotel, sind haben wir auch 3x die Woche auswärts gegessen. Teilweise ging es mit Alis Boot los, teilweise sind wir mit dem Bus gefahren oder gewandert. Aber jedes Mal wartete eine besonders schöne Lokation und ein tolles Essen auf uns. Hier mal ein paar Eindrücke:

Abendessen Gölbasi Restaurant

Goelbasi-Gruppe

Goelbasi-See

Forelle essen in der Fischfarm

Forellenfoto

Sunset BBQ am Iztuzu Beach

Gruppe-Iztusu

Grillen am Sultaniye Picknickplatz

Grill-Buffet-Sultanye-Picknickplatz

Alternativen:
Wem das Programm nicht genug bietet oder wer am Teamer-freien Tag etwas unternehmen möchte oder einmal auf Wanderung oder Biken verzichten möchte, der findet Entspannung bei Marias Massage oder im Haman, gönnt sich den Spaß im Schlammbad (verjüngt um 10!!! Jahre, man kommt sozusagen als Teenager heraus!) genießt deutsche Backkunst in Gerds Café, bummelt über den samstäglichen Markt in Dalyan, probiert Pfannkuchen am Marktstand oder bei Gözleme Evi oder man kann jeden Freitag über den Markt von Ortaca schlendern. Man mietet ein Auto und sieht sich Fethiye an, macht Shopping in Dalyan, besucht eins der unzähligen Lokale dort, oder oder oder … wenn die Ideen nicht reichen, fragt einfach Melli oder Christoph (danke für den Tipp mit dem Art Café) – denen fällt garantiert noch etwas ein!

Abendprogramm:
Die Abende in Dalyan sind eher etwas beschaulicher. Der Welcome Abend ist ein Start in die Woche, wie viel gefeiert wird, hängt eher von der Gruppe ab. Wasserpfeife und Cocktails lockerten so manches Gespräch an der Bar und wir hatten auch Spaß in der Jazz Bar – der Hotelmanager leistete uns gern Gesellschaft und lud die ganzen Frösche großzügig auf einen Drink ein. Karaoke kam natürlich auch nicht zu kurz. Wer die Nacht durchtanzen will, sollte eher eine andere Destination wählen, allerdings würde einem dann auch am nächsten Tag Einiges von dem tollen Programm entgehen!

Fazit:
Ich habe die wundervolle Landschaft rund um den Köycegiz-See kennengelernt – einen Ort weit ab vom Touristenrummel rund um die Strände der Westküste. Dank der Caretta Caretta Schildkröten und der Initiative der Naturschützer ist dieses Kleinod erhalten geblieben und ich werde sicher eines Tages zurückkehren.

Das Frosch-Konzept lässt jeden frei wählen: Wandern, Radeln, Action, Fitness, Wellness, Ausflüg oder mal die Seele baumeln lassen. Der Gast kann frei entscheiden, wo er mitmacht und wie viel er sich abverlangen möchte, weil in allen Schwierigkeitsstufen etwas geboten wird. Super! Kompliment an alle, die daran beteiligt waren, den Urlaub in Dalyan zu einem unvergesslichen Erlebnis zu machen!

Görüsürüz

Claudia

Frosch

3 Gedanken zu „Aus dem Tagebuch einer Kaulquappe – Dalyan 24.08.-07.09.2009

  1. Manni

    Dem Bericht kann ich soweit im Ganzen zustimmen bis auf die „selbst ernannte“ Fitnesstante Meli (Reiseleiterin/Teamerin).., das hat sie nie gesagt, sie ist eine Fitness Fee die sich ihren „kleinen“ Frosch Gästen so harmonische und liebevoll annimmt wie es nur eine echte türkische Anne (Mutter) macht, vielen Dank dafür Meli!! Lieben Gruß Manni

  2. Hong-Ha

    Danke für den Bericht, Claudia…..wer war denn da mit dem Restaurantbesitzer am Bacardi Beach schwimmen….oder war es doch der Hund des Restaurantbesitzers?…. :D…..und Mannis Kommentar zu Melanie stimme ich voll zu…FITNESS: ja!…….TANTE: nein, eigentlich gar nicht……den Titel haben, wenn überhaupt, andere mehr für sich beansprucht…..
    Habe schon einige Frosch-Reisen mitmachen dürfen und kann nur sagen: Melanie und Christoph gehören mit zu dem verantwortungsvollsten und kundigsten Teamern, die ich erlebt habe…..vielen Dank Euch beiden…..! Bis zur nächsten Karaoke Party! 😀 Alles Liebe. Hong-Ha

  3. Claudia

    Huuups, ich wusste gar nicht, was für ein Welle ich auslöse mit dem Zitat. Ich persönlich musste darüber herzlich lachen, eben WEIL Melli alles andere ist als ne Tante. Ich werd mal sehen, was sich machen lässt und sie gerne zu unserer Fitness Fee ernennen 🙂

    Alles Liebe und vielleicht treffen wir uns ja mal auf einer anderen Frosch Reise wieder – den Kaulquappenstatus lege ich nur zu gerne ab 😉

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