Archiv des Autors: Timo

Ăśber Timo

Timo arbeitet bei Frosch im Büro und ist dort u.a. auch für diesen Blog zuständig.

23. Oktober 2011

Die ultimative Sommer-Abschlussparty 2011

PartyPaarrrttttttyyyyyy! In Kürze heißt es wieder: Es ist soweit! Der Sommer ist vorbei. Unglaubliche Sonnenuntergänge, Wandertouren und MTB-Erlebnisse haben wir im Sommer 2011 genossen. Und besonders schön – viele neue Freunde haben sich in den Sommermonaten in einem Sportclubs und-hotels gefunden. Ein Grund mehr, den Sommer gebührend zu verabschieden! Das werden wir mit einer unvergessliche Party-Nacht.

Frosch-Gäste aus allen Teilen Deutschlands pilgern nach Münster, um den Sommer standesgemäß zu verabschieden! Das hat im letzten Jahr hervorragend funktioniert als 1.500 wildgewordene Frösche die Party bis in die frühen Morgenstunden gerockt haben. Wie bei den letzten Parties werden wir im stilvollen Bröker’s Speicher No. 10 die Nacht zum Tag machen.

MainFloor: Im Main-Floor sorgt DJ AndrĂ© Trothe aus Hamburg für den richtigen Sound und bringt Euch mit aktuellen Hits und Evergreens ins Schwitzen! Große Tanzfläche, Atmosphärisches Licht. Wir haben die Technik mal wieder aufgestockt um einen tollen Abend zu servieren. Ihr werdet Euch wohlfühlen!

FirstFloor: In diesem Glassaal wird Euch wieder Livemusik geboten! Gleich zwei Mal!
Wir starten mit SoulBossa aus Münster. Das neugegründete Trio stellt ein ruhiges und raffiniertes Programm aus alten (teilweise vergessenen) Hits und neuen Standards vor. Bossa, Soul und ein wenig Pop mischen sich in einer chilligen aber trotzdem groove-reichen Kombination. Ein perfekter Einstieg in den Abend!

Wieder am Start nach der Premiere 2010 ist Cocktail for Tiffany! Die Band steht für Covermusik der besonderen Art. Juwelen der Popgeschichte werden neu geschliffen und veredelt, Underdogs aus den Genres Soul und Lounge ausgegraben. Die vier jungen Musiker, allesamt Studenten der Musikhochschule Köln, wissen auf jeder Veranstaltung ihr Publikum zu verzaubern. Dabei drückt Frontmann Ingo Stahl den Songs mit warmem Timbre und unnachahmlichem Charme seinen Stempel auf.

NEU in 2011: Nach dem Sommer kommt der … Richtig: WINTER. Um schon einmal ein bisschen Winterstimmung aufkommen zu lassen bauen wir ein 200m² AprĂ©s-Skizelt auf! Hier könnt Ihr Euch auf den Winter 2011/12 vorbereiten und schon einmal die Winterhits auswendig lernen. Unser Apres-Ski-Spezialist DJ Kerny ist Experte in diesen Sachen und wird Euch den Winter näher bringen.

Wer es ruhiger mag und die Zeit zum Klönen und Quatschen nutzen möchte, wird die Via Pane lieben. Hier zaubert das Team vom Speicher eine unvergleichliche Atmosphäre. Damit Du in den Massen Deine Mitreisenden wiederfinden kannst, werden wir „Destinations-Ecken“ einrichten. So finden sich die Fourka-Reisenden unter der Griechenland-Flagge, die Saalbacher unter der Flagge Österreichs etc.

Außerdem bauen wir wieder einige Snacks auf die Euch im Laufe des Abends schmecken werden! Auf großen Leinwänden lassen wir die vergangene Sommersaison in Bildern nochmals Revue passieren.

PARTY

Samstag, 5. November 2011 – ab 20.00 Uhr

Bröker’s Speicher No 10
An den Speichern 10, 48157 Münster

Eintritt: 6 € an der Abendkasse; 5 € im VVK

Vorverkauf / Hotelreservierung online buchen:
Anreise: Freitag, 04.11.2010
Anreise: Samstag, 05.11.2010

Auf Bronze-, Silber- und Goldfrösche wartet eine Überraschung im My-Frosch-Bereich (Login)

4. Mai 2011

Saisonvorbereitung – Auf unbekannten Pfaden durch Süddalmatien

Am 22.05.2011 startet die neue Frosch Singlereise „Boot & Hike“ durch die Inselwelten Süddalmatiens in Kroatien.

Zur Vorbereitung dieser Wander-Kreuzfahrt auf einem historischen Motorsegler haben wir unsere Reiseleiterin Birgit bereits nach Kroatien geschickt.

Sie erkundet für Euch die schönsten Pfade über die 4 Inseln Mljet, Peljesac, Hvar und Korcula, besteigt die aussichtsreichsten Aussichtspunkte und testet schon mal die chilligsten Einkehrmöglichkeiten entlang der abwechslungsreichen Wanderrouten.

Auf dem Foto seht Ihr Birgit am 02. Mai 2011 auf der Festung Spaniola oberhalb der malerischen Stadt Hvar auf der gleichnamigen Insel – eines von vielen Highlights auf dieser Tour!

Die einmalige Kombination aus Wanderungen durch die üppige Natur der Inseln, Übernachtungen in historischen Hafenstädtchen oder einsamen Buchten und der totalen Entspannung an Bord unseres Motorseglers machen den Reiz dieser Reise aus.

Seid dabei und stecht mit uns in See zur Wanderkreuzfahrt durch Süddalmatien am 22.05., 29.05. und 05.06.2011!

5. November 2008

…als Gold-Frosch nach Korfu…

Reisebericht von Gunther Haschker
FROSCH Reiseziel Sportclub Korfu, Agios Georgios – Griechenland

Jetzt ist es also soweit, wir sind zum 10. Mal mit Frosch unterwegs und somit Gold-Frösche. Nach 7 Sommer- und 3 Winterurlauben fällt die Bewertung durchaus positiv aus. Wir haben verschiedenen Länder und Regionen per Boot, MTB und zu Fuß erkundet, viele nette Reisebekanntschaften geknüpft und eine ordentliche Anzahl von Teamern mit unseren Fragen und Wünschen vor immer neue Herausforderungen gestellt.

Auch dieses Jahr ging es wieder mit Frosch in den Süden und zwar nach Korfu. Um nicht in den Sommerferienstress zu kommen, haben wir uns für die Zeit vom 06. – 20. September entschieden und es nicht bereut. Zwar hatten wir in der 2. Woche durchwachsenes Wetter mit 2 Regentagen, aber der erfahrene Frosch-Reisende weiß auch damit etwas anzufangen.

Nachdem wir am Samstag spät gegen 23.00h eingetroffen waren, gab es noch einen kleinen Imbiß und am nächsten Morgen nach dem Frühstück das obligatorische Begrüßungstreffen. Der erste Eindruck vom Hotel war recht ordentlich; Zimmer sauber und geräumig, das Frühstück anständig und das Gelände mit Liegewiese und Pool gepflegt und sauber. Das Abendessen wurde gegenüber in der Mango-Bar eingenommen und präsentierte sich mit einem großzügigen Vorspeisenbuffet und den kulinarischen Genüssen von Thorsten auf gehobenem Niveau.

Der Ort selbst besteht eigentlich nur aus einer ca. 1km langen „Einkaufsstrasse“ mit Restaurants – einen eigentlichen Ortskern gibt es nicht. Dafür aber einen sehr schönen Strand, der nicht weit vom Hotel entfernt ist. Die Wasserstation von Frosch ist etwas weiter entfernt und nach einem 15-minütigen Fußmarsch zu erreichen.

Während der ersten Woche haben wir einige MTB-Touren und Wanderungen mitgemacht, die für jeden Geschmack etwas boten und auch von mittelprächtig trainierten Fröschen leicht bewältigt werden konnten. Für die Radliebhaber gab es die Tour „rund um den Zuckerhut“ mit ca. 30km oder die Tour zur Südspitze mit ca. 40km und Rast in Lefkimi oder auch die „smooth-Tour“ nach Notos-Beach mit einer Rast in der Panorama-Bar. Hier lohnt es sich auf alle Fälle, einige Zeit zu verweilen, da es einen tollen Garten mit unglaublich vielen blühenden Pflanzen gibt, in dem man gemütlich entspannen kann.

Für die Wanderfreunde gab es die „coast-to-coast-Tour“ nach Messongi oder die Wanderung nach Chlomos, um die Teilnehmer des Rad-Wettrennens zu begrüßen. Dieses Rennen geht ca. 3,6km den Berg nach Chlomos hinauf wobei ca. 250 Höhenmeter zu bewältigen sind. Zeiten um 11 min. sind möglich, aber der Schnitt liegt so bei 12:30h bis 13:30h. – auf jeden Fall ein Erlebnis der anderen Art!

Mittwochs haben wir einen Bootsausflug nach Paxos und Antipaxos gemacht, der sich als ganz nett, aber doch sehr überlaufen herausgestellt hat. Wer von Froschreisen nach Dalyan die Touren von Ali kennt, wird etwas enttäuscht sein, ansonsten ist die Tour ganz nett (inkl. Badestop und Grotteneinfahrt) und die beiden Orte zum Einkauf von touristischen Massenwaren sehr gut geeignet.

Neben den Ausflügen gibt es in Agios Georgios einige nette Bistros und CafĂ©s wie z.B. das Evergreen (ähnlich wie Subway mit sehr gutem FrappĂ©), das Naviatos (chillige Cocktailbar direkt am Strand) und natürlich das Harley direkt auf dem Weg zum Strand.

In der zweiten Woche hat sich die stattliche Anzahl von Fröschen (mit den Dio-Studios ca. 130 Personen) bei den Touren etwas negativ ausgewirkt, da viele der Angebote sehr schnell besetzt waren und zudem die Räder durch zahlreiche Festbikes stark limitiert. Wenn dann trotz Reservierung ein Rad fehlt kommt nicht gerade Freude auf. Letztendlich haben aber Steffi, Steffi und Janne fast alle Unstimmigkeiten klären können. Durch die beschränkte Anzahl von Plätzen konnten wir leider keine der langen Touren mit Transfer mitmachen, hatten aber auch bei den kleineren Touren unsere Freude.

Sonntag gab es ein ordentliches Unwetter mit wolkenbruch-artigen Regenfällen, die auch am Montag munter anhielten. „Ein Frosch liebt Regen“ und deshalb fielen die Touren am Montag auch nicht ins Wasser, sondern wurden tapfer durchgezogen. Bei der Wanderung nach Argirades hatten wir allerdings kurzfristig Angst zu ertrinken, als uns das Wasser ca. 15cm hoch auf der Strasse entgegenkam. Letztendlich haben wir aber überlebt und die klitschnassen Klamotten wurden auch wieder trocken.

Einen Ausflug nach Korfu-Stadt brachte dann der Mittwoch. Man kann diesen in Eigenregie durchführen (öffentlicher Bus, € 5,20, 10h – 16.30h) oder die Tour über Frosch buchen („Stadtführung“ im Hotel, Bustransfer inkl. Flughafen schauen und Inseln, 14 – 22h, € 14,-). Wir haben uns für die Eigenregie entschieden und die Stadt als sehr reizvoll empfunden. Extrem viele kleine Einkaufsstrassen (sehr sauber), nette CafĂ©s und Restaurants, alte Burgen und Festungen sowie Museen zum Befriedigen der kulturellen Gelüste. Sehr zu empfehlen!

Die beiden Radtouren in dieser Woche waren sehr interessant und abwechslungsreich. Während das „Chlomos-Klettertraining“ einige Höhenmeter und eine halsbrecherische Abfahrt nach Messongi brachten, hatte die Tour nach Gardiki-Beach nur wenige Höhenmeter zu bieten, dafür aber einen tollen Strand mit netter Bar am Nordende des Sees.

Für Freunde des Laufens (Joggen) gibt es 2 alternative Routen:
· An den Dio-Studios vorbei in die Olivenheine und dann nach Laune einen Rundweg (6 – 9km) suchen. Wer kein Problem mit Bremsen hat…
· Aus dem Hotel rechts, an der nächsten Hotelanlage vorbei und wieder rechts. Danach dem Weg folgen und am Abzweig links Richtung Strand. Einfache Strecke mit exakt 7km (3,5 hin / 3,5 zurück)

Der übrige Sport kommt im Hotel übrigens auch nicht zu kurz, da es neben dem kombinierten Tennis- / Fußballplatz noch eine Tischtennisplatte, einen Boulebahn und einen sehr ordent-lichen Beachvolleyballplatz gibt.

Alles in allem ein recht abwechslungsreicher Urlaub, der sich allerdings durch die große Anzahl von Gästen sehr stark von anderen Frosch-Urlauben unterschieden hat. Zwar haben sich die Teamer große Mühe gegeben (ein extra großes Lob noch an den Koch Thorsten, der ein Meister seines Faches ist), das typische Frosch-Feeling haben aber wir und einige unserer Mitreisenden etwas vermisst.

Viele Grüße an alle, die wir in Korfu kennen gelernt haben – vielleicht sehen wir uns ja bei einem der nächsten Urlaube wieder…

5. November 2008

Nimm das beste Schiff, das Du kriegen kannst, bemanne es mit zwanzig Gefährten und mache Dich auf die Reise (Homer, Odyssee)

Reisebericht von Peter Zangl
FROSCH Reiseziel Boot & Bike Ionische Inseln – Korfu

Auf diesem einfachen Konzept beruhen die Boot & Bike Touren, die von den Frosch Sportreisen an verschiedenen Stellen des Mittelmeers angeboten werden. Dieser Bericht beschreibt die Erfahrungen einer Reise durch die ionischen Inseln von Korfu über Paxos, Lefkada, Kefalonia, Ithaka (der legendären Heimat des legendären Odysseus) und mit einem Abstecher übers griechische Festland wieder zurück nach Korfu wie sie im Oktober 2008 gemacht wurden.

Mit welchem Schiff bist Du gekommen und warum steuerte es Ithaka an? Woher behaupten die Seeleute zu sein. Denn eines ist sicher, zu Fuß bist Du nicht hergekommen. (Homer, Odyssee)

Unser Schiff hieß MS Andreas, kam aus Karistos in Euböa und wurde für die Boot & Bike – Reise mitsamt Kapitän Jannis, Steuermann Paraskevas und den Matrosen Vangeli und Mitso gechartert. Mit an Bord auch der Reiseleiter, der wie das Schiff auf den Namen Andreas hörte sowie vier weibliche und fünf männliche Gäste aus allen Ecken Deutschlands bzw. der Schweiz.

Eine Queen Mary war die Andreas nicht. Dafür war sie mit ihren dreißig Metern Länge und ihren sechs Metern Breite etwas zu klein, hatte aber die ideale Größe, um auch in kleinen Häfen wie Gaios, Lefkada, Nidri, Fiscardo, Vathi, Frikes, Parga oder Sivota vor Anker zu gehen oder auf freier Strecke zum Baden anzuhalten.

Damit niemand zu Fuß gehen musste, hatte das Schiff genügend Mountainbikes mit 27-Gang Rapid-Fire-Schaltung und verriegelbarer Federgabel an Bord, mit der sich jeder Winkel der angesteuerten Inseln erreichen ließ. Ein Vorteil, der die erstaunten Blicke der Einheimischen sowie der überwiegend britischen (Do you really intend to go up the hill with this bike?) Touristen bei weiten überwog.

Viele Details des Bordlebens wurden von der Technik des Schiffes vorgegeben: Morgens wurde man von den Maschinengeräuschen geweckt, wenn der Kapitän den Dieselmotor startete, um Strom zum Kaffee kochen zu haben. Zehn Minuten später kam dann Matrose Vangeli mit einem großen Schraubenschlüssel in die Kabinen und verschloss die Bullaugen.

Warmes Wasser zum Duschen gab es nur für eine halbe Stunde am Tag, wenn der Kompressor lief, das 220V Bordnetz, nur wenn der Dieselmotor den Generator antrieb. Wer eine Einzelkabine gebucht hatte, um vor schnarchenden Mitbewohnern in Sicherheit zu sein, musste bald feststellen, dass, wenn einer schnarcht das ganze Schiff mithören kann.

Das hört sich jetzt recht spartanisch an, aber man gewöhnt sich dran. Theoretisch hätte die MS Andreas statt zu dieseln auch segeln können, was wir aber nicht gemacht haben. Auch das Beiboot wurde nicht dazu verwendet, Mensch und Rad außerhalb der Häfen abzusetzen oder aufzunehmen.

Obwohl das Schiff nicht wirklich geräumig war, fand sich immer eine Ecke, um sich ein wenig Ruhe zu gönnen. Natürlich war auch für Luxus gesorgt: Eine Bank, Liegestühle und Liegematten auf dem Sonnendeck sowie eine Kühltruhe mit Wasser, Softgetränken und griechischem Mytos Bier im Speisesaal. Dort gab es auch an sieben Tagen das Frühstück und an fünf Tagen ein Abendessen. Kapitän Jannis und Matrose Vangeli zauberten hier ganz leckere griechische Spezialitäten. Es war kein großes Büffet mit siebenundzwanzig Gängen, aber es schmeckte lecker und alle wurden satt. Einmal wurde sogar auf der Hafenmole gegrillt. Am ersten Abend in Korfu, als die späten Flieger noch nicht eingetroffen waren, durften wir auswärts Essen gehen. Ebenso unter der Woche im besten Restaurant von Vathi auf Ithaka, womit Homers zweite Frage beantwortet wäre.

Ich Unglücklicher! Ach noch viele schreckliche Trübsal stand mir bevor, vom Zorne des Erderschüttrers Poseidon! Plötzlich hemmt‘ er die Fahrt mit reißenden Stürmen, und hochauf schwoll das unendliche Meer. (Homer, Odyssee)

Nachdem noch am Samstag schwere Gewitter über dem Ionischen Meer getobt hatten, war gleich die erste Überfahrt am Sonntag nach Paxos ein Test unserer Seetüchtigkeit. Bei fünf Meter hohen Wellen mit Schaumkronen und Windstärke 5½ stellten sich alle Symptome der Seekrankheit ein, was bei den Teilnehmern große Zweifel am Erholungswert der Reise weckte.

Froh wieder festen Boden unter den Füßen zu haben, nahmen wir im Hafen von Gaios unsere Räder in Empfang und erkundeten die kleine aber hügelige Insel Paxos mit einer Rundtour nach Lakka und Loggos. Dort war es windig und kalt, an Baden war nicht zu denken, so dass wir uns mit der Fahrdynamik unserer Mountainbikes beschäftigen konnten, während Andreas mit gekonntem Mountainbikerblick unsere Leistungsfähigkeit taxierte und im Geiste unsere Performace bei den Touren für die nächsten Tage einschätzte. In Loggos lagen einige Boote ‚for rent‘ vor Anker. Nach unseren Erfahrungen mit Poseidon bevorzugten wir jedoch alle die Gegenanstiege auf dem Landweg mit dem Fahrrad zurück nach Gaios.

Die Touren für die nächsten Tage gingen nach weiteren, jetzt viel ruhigeren Seereisen am Montag von Lefkada-Stadt nach Nidri auf der Insel Lefkada, am Dienstag von Fiscardo nach Agia Efimia auf der Insel Kefalonia, am Mittwoch von Vathi nach Frikes auf der Insel Itahka sowie am Freitag ins Hinterland von Sivota auf dem griechischen Festland. Am Donnerstag war Ruhetag, den die meistern bei einer langen Schifffahrt verbrachten, um sich für die letzte Tour zu regenerieren. Nur Andreas und zwei Freiwillige ließen sich vom Kapitän in Parga absetzen und erkundeten den Landweg nach Sivota.

Die Touren führten meist über Teerstrassen, gelegentlich auch über Schotterwege und waren mit den zur Verfügung stehenden Mountainbikes ganz gut zu schaffen. Die Strassen sind oft eng aber meist wenig befahren und an engen Stellen hupen die Autos, damit man entsprechen behutsam fahren kann. Langsam erinnert man sich an seine Mathestunden und kann mit der Zeit auch die kleineren Ortsschilder in griechischen Buchstaben entziffern. In den größeren Orten ist sowieso alles mit Transkription in lateinischen Buchstaben oder mit englischen Untertiteln. Viele Leute sprechen ganz passabel Englisch und zum Teil auch ganz gut Deutsch.

Die Gesamtlänge der Touren betrug knapp 200 km und was jetzt dem Donauradwegfahrer als Tagesetappe erscheinen mag, hatte inclusive der Gegenanstiege fast 3500 Höhenmeter mit steilen schweißtreibenden Rampen in sich. Gottseidank hatte unsere Gruppe genügend Kondition mitgebracht, denn die Highlights der jeweiligen Tour wollten erarbeitet sein.

Obwohl das Protokoll stets Abkürzungen oder die Möglichkeit auf dem Boot zu bleiben offen ließ, verfügte Andreas über genug Charisma, uns die Anstiege schönzureden und tatsächlich konnte er alle motivieren, mit ihm in die Höhen der Inseln zu radeln, wo es dann meist ohne nennenswerte Gegenanstiege geradeaus oder mit Speed bergab ging.

Die Touren sind abweichend von der ursprünglichen Planung im Katalog so gelegt, dass man nicht nur die rechts und links des Weges liegenden Olivenhaine und Bergbauerndörfer sondern alle Sehenswürdigkeiten, die auf dem Weg liegen, aus den verschiedensten Blickwinkeln sieht. Dabei haben mir die Küstenstrasse bei Assos, der Blick bei der Auffahrt zum Kathara Kloster auf die Bucht von Vathi oder die Abfahrt über Feldwege von Perdika zum Strand von Karavostasi am besten gefallen.

In Stavros auf Ithaka konnte man sich bei entsprechendem Interesse auch eine Tonscherbe des Odysseus ansehen. Es hätte auch noch ein paar kleinere archäologische Sehenswürdigkeiten auf dem Weg gegeben, die aber nicht so bedeutend gewesen wären, so dass wir sie getrost links liegen lassen konnten.

Und nachdem sie gebadet und sich mit Öle gesalbet, setzten sie sich zum Mahl am grünen Gestade des Stromes, harrend, bis ihre Gewand‘ am Strahle der Sonne getrocknet. (Homer, Odyssee)

Zwischen den Schifffahrten und dem Radfahren stellte das Baden einen weiteren Programmpunkt der Reise dar. Das Wasser auf den Ionischen Inseln ist abgesehen vom den größeren Hafenbecken klar und sauber. Die schönsten Strände lasen sich nur mit etwas Aufwand erreichen, aber dafür sind wir perfekt ausgerüstet. So führt uns die Radtour in Kefalonia zum legendären Strand von Myrtos, der auf keinem Griechenlandkalender fehlt. Von Sivota aus sind die Strände von Mega Ammos und Karavostasi mit dem Rad zu erreichen. Verdienen muss man sich die Abstecher auf die Meereshöhe dann wieder mit einer Bergfahrt zurück zum Boot.

Und wenn man schon ein Boot dabei hat, dann kann man auch einfach irgendwo in einer Bucht vor Anker gehen. Wann immer auf unseren Seereisen Zeit dazu war, haben wir das, nachdem das Meer sich wieder beruhigt hatte, auch getan. Auch ganz nett war ein Wasserfall bei Nidri, wo man nach so viel Meer endlich wieder im Süßwasser baden durfte.

Jetzo erreichten wir den trefflichen Hafen, den ringsum himmelanstrebende Felsen von beiden Seiten umschließen. (Homer, Odyssee)

Die Nächte verbringen wir stets in einem Hafen. Der Start- und Zielhafen von Korfu ist davon der hässlichste und eigentlich nur wegen der Nähe zum Flughafen gewählt worden. Schon bei der Ankunft ist man genervt von den langen Wartezeiten aufs Gepäck und der Baustelle neben dem Liegeplatz der MS Andreas im funktionell-morbiden Neuen Hafen, so dass man froh ist, Korfu und seine Souvenirshops verlassen zu dürfen.

Alle anderen Häfen, die wir währen der Reise erreichen, haben nämlich absolute Kalenderbildatmosphäre und da schon Nachsaison ist, ist abgesehen von ein paar hängen gebliebenen Engländerinnen von Massentourismus nix mehr zu spüren, so dass uns die noch geöffneten Kaffeehäuser ganz alleine gehören. Den Versuch in Nidri um die Häuser zu ziehen, geben wir nach der zweiten Kneipe auf und improvisieren mit Andreas‘ Ghettoblaster und den Ouzoreserven des Kapitäns eine Party im Speisesaal der MS Andreas.

Nachdem das Meer sich wieder beruhigt hatte und man etwas Gefühl für die Räder hatte, stellten sich erste Glücksgefühle ein. Von Erholung wage ich nicht zu sprechen, da die Reise weit von einem Wellness-Urlaub entfernt ist und man sich jeden Panoramaausblick und jede Abfahrt mit langen steilen Aufstiegen erst im Schweiße seines Angesichts verdienen musste.

Unsere Frauen schafften es irgendwie, sich mit Hilfe der Kette oder der Kettenblätter phantasievolle Wadltatoos beizubringen, die dann des Abends erst mit Lob überschüttet und dann mit viel Sonnencreme wieder abgeschminkt wurden.

Alle waren glücklich über das Oktoberwetter mit Sonnenschein und Temperaturen um die 25°C bei denen man zwar noch Baden konnte aber beim Radfahren nicht verbrannt wurde.

Was die Reise wirklich zu einem Erlebnis gemacht hat, waren die Details mit denen Andreas‘ Reiseleitung uns durch die Woche brachte. Perfekt vermittelte er dem Kapitän unsere Wünsche. So gab es zum Beispiel zusätzlich zum griechischem Standardfrühstück immer Obst und Nutella, um uns mit Mineralstoffen für die anstrengenden Touren zu versorgen.

Zum Abendessen gab es jeweils anhand der Landkarte einen kurzen Ausblick auf die Tour des nächsten Tages. Verfahren hat sich niemand und Andreas kannte alle Schlaglöcher und Metallroste, die uns auf den Touren hätten gefährlich werden können. Wer selbst schon einmal auf eigene Regie mit dem Rad in unbekannten Gelände unterwegs war, wusste bald zu schätzen, was uns an Karten- und Orientierungspausen erspart geblieben ist. Daneben gab es ein wenig Coaching zu Fahrstil und Fahrtechnik an den schwierigeren Stellen der Touren.

Da es Oktober war, wurde es in der Nacht schon ein wenig frisch, so dass am dritten Tag zusätzlich zu den Bettlaken Wolldecken ausgegeben wurden, die uns wieder ohne zu frieren schlafen ließen. Einer aus der Gruppe wurde sogar mit einem Funktionshirt versorgt, da er sich in seinen Baumwoll T-Shirts beinahe tot geschwitzt hätte.

Auch die Fahrräder waren perfekt gewartet. Wenn einmal ein Reifen platt war, wurde er sofort gewechselt und auch klappernde Pedale – ein Konstruktionsfehler der Räder, der sich so alle siebzig bis achtzig Kilometer einstellte – wurde von Andreas umgehend repariert.

Die Supermärkte, Tavernen und Bäckereien, die am Weg lagen, waren ihm hinsichtlich Sortiment und Preisen bestens bekannt. Klingt jetzt trivial, aber so dicht gedrängt das Programm war, erwies sich dieses Wissen als extrem nützlich. Wir waren ja ständig unterwegs und außer Nidri und Korfu erreichten wir keinen Ort zweimal so dass man sich keine Stammkneipe und keinen Stammbäcker zulegen konnte. In einer Bäckerei in Perdika gabs zum Saisonende sogar eine Runde Gratis-Eis für die ganze Truppe. Absoluter Geheimtipp war die Bäckerei mit den Schokotörtchen in Fiscardo.

Auch wenn sich die Reise ein wenig auf den Spuren des Odysseus bewegte, war es keine Irrfahrt und trotz aller Schinderei ein richtig schöner Urlaub!

5. November 2008

Flederschnuppen, grinsende Haie und glückliche Pferde

Reisebericht Toscana / Montaione (Aufenthalt Ende August 2008)
Reisebericht von Susanne W.

FROSCH Reiseziel Sportclub Fattoria San Antonio, Montaione – Italien

Wer auch immer diesen Teil der Erde geschaffen hat, muss dabei richtig gute Laune gehabt haben. Die aus zahlreichen Toscana – Kalendern bekannten, in Wirklichkeit jedoch unendlich
viel schöneren Motive lassen einen vom ersten Moment an unbeschwerter und fröhlicher werden.
Warum das in Deutschland nicht immer so funktioniert? Vielleicht hätten wir unsere Städte nicht Bielefeld, Darmstadt oder Braunschweig nennen sollen, sondern Certaldo, Montaione oder Castelfiorentino. Vielleicht sollten die Zimmer unserer Hotels nicht logisch nach Etagen nummeriert sein, sondern klangvolle Namen wie „Preezemolo“, „Basilico“ oder „La Casa de Nello“ haben. Vielleicht könnte aber auch einfach öfter mal die Sonne scheinen – wie in der Toscana.

Bei der nächtlichen Ankunft im Dunkeln bekamen wir davon allerdings noch nichts mit, genauso wenig wie von der zauberhaften Landschaft, die uns vom 1. Montaione-Besuch bekannt war: im Spätsommer oft im Nebel versunkene Täler zwischen Mais-, Sonnenblumenfeldern und Olivenplantagen, umrahmt von Zypressen und Oleanderbäumen.

Kleine Anhöhen, die sich bei späteren MB-Touren deutlich als gar nicht so klein herausstellten, werden im Wechsel von Castellos und Fincas aller Ocker-/Ambra-Schattierungen verziert. Ihre mehr als gebührenden Abstände lassen das Großstädterherz neidisch werden: dicht an dicht gebaute, dumpfgraue Hochhäuser oder umweltverpestende Industrie scheint es hier nicht zu geben.
Unmittelbar an Weinplantagen gelegen entpuppt sich die Froschunterkunft in Montaione als beeindruckendes Anwesen auf 100 ha Land. „Finca Felicia“ besteht aus dem staatlichen Haupthaus aus dem Jahr 1552 und dem „moderneren“ benachbarten Anbau von 1908.

Wer es stilvoll und gräfisch mag und die eine oder andere Stufe auch nach mehreren Gläsern Rotwein oder Grappa hinaufzusteigen bereit ist, buche die imposanten Zimmer in der Villa.
Wer dagegen das Rustikale bevorzugt, die Nähe zu nur anfangs fremden Fröschen nicht scheut und einen Kühlschrank sowie eine Terrasse mit Blick ins Tal zu schätzen weiß, buche das Appartement.

Angemerkt sei hier, dass sich die Kategorisierung von A, B, C nur auf die Anzahl der Badezimmer pro Reisende / Doppelzimmer bezieht. Ein Appartement Typ B kann also durchaus größer, heller und insgesamt netter sein als das von Typ A, dafür gilt es aber auch, zwei Badezimmer zu sechst zu teilen, was sich nach Auskunft der Betroffenen nie als Problem erwies. Vielmehr wurde oftmals unter Beweis gestellt, dass Frauen entgegen verbreiteter Meinungen weniger Zeit in der Nasszelle verbringen als ihre männlichen Mitbewohner. Appartements der Kategorie C sind im Vergleich zu den anderen dunkler und sehr nah an der Gemeinschaftsterrasse: wer nicht zu denen gehört, die die Nacht zum Tag machen, könnte sich in der Nachtruhe gestört fühlen.

Die weitere Erkundung des Anwesens eröffnet traumhafte Blicke in das Tal, besonders von der bereits erwähnten Terrasse und dem Swimmingpool. Hier nach den MB-Touren und Wanderungen noch eine intakte und aufstellbare Liege zu ergattern, gestaltete sich mehr als schwierig. Vielleicht könnte der Graf einige (mehrere!!) entsorgen, ein paar (mehrere!!) neu Erwerben und von der Steuer absetzen?? Ansonsten ist zu befürchten, das sich hier die nicht – frosch- übliche Urlaubermentalität der frühmorgendlichen Handtuchablegung verbreitet, die in Anfängen schon zu beobachten war… Wer keine Liege abbekam, hielt sich am besten mit dem immer freundlichen und nie gewaltbereiten Plastikhai und diversem anderem Spielzeug im Pool auf. Dank diesem gelang es tatsächlich einzelnen Fröschen, sich im Wasser aufzuhalten, ohne nass zu werden!! (Bianca und Björn, ihr nimmermüden Wasserballspieler, seid nicht natürlich nicht gemeint!)

Wem das zu langweilig wurde, schaute den Pferden zu. Spätestens bei der Weinprobe bei dem Grafen, die man nicht nur wegen des Weins auf keinen Fall versäumen sollte, erfährt man von ihren Schicksalen: der alte Furetto mit seinen kaputten Zähnen, der vormals gedopte Asso, die Allergikerin Querida und Chiara, die mit gebrochenen und falsch zusammen gewachsenen Lauf sowie etlichen offenen Wundstellen mehrere Tage auf dem Feld liegend verbracht hatte, bevor sie gefunden und in die Finca gebracht wurde. Hier schien sie die ersten beiden Tage dem Tod näher als dem Leben. Schmerzmittel, die Nähe zum gutmütigen Esel, vor allem aber die Fürsorge unserer Mitbewohnerin Constanze machten aus ihr in wenigen Tagen ein immer hungriges, schmatzendes und größtenteils stehendes (!) und vereinzelt lächelndes Pferd.

Doch nicht nur Chiara ging es kulinarisch gut. Auf der Terrasse unter blauen Himmel und mit Blick auf das Tal zu sitzen, war schon atmosphärisch ein Genuss. Nach Juttas und Alex Kochkünsten in den Vorjahren–so dachten wir –könnte es nur bergab gehen. Weit gefehlt! Auf immer wieder neu gestalteten, liebevoll geschmückten Tischen zauberte Ingo allabendlich aus mindestens drei Gängen bestehende phantastische Menüs und ließ sie – da selbst etwas wortkarg- von Isa präsentieren. (Nicht unerwähnt soll bleiben, dass Ingo durchaus seine Sprache gebrauchte um zwei besonders hungrige Gäste –netterweise- darauf hinzuweisen, dass mehr als sechs Gänge zum Büfett etwas überhöht seien und der Vorspeisenteller für alle Gäste am Tisch bestimmt sei).

Natürlich geht es bei dieser Froschreise und in der Toscana nicht nur ums Essen (wenngleich dies durchaus vorstellbar wäre…). Es gilt jede Menge Städtchen und Kultur zu entdecken, als da sind:
Certaldo, nach dreistündiger Wanderung wartet als letzte Etappe eine romantische Seilbahn
und bringt einen in ein idyllisches, noch touristenungewohntes Städtchen. Genießt die Aus- und Einblicke von der Stadtmauer und in wunderschön bepflanzte Hinterhöfe. Versäumt auf keinen Fall in der Bar Boccaccio unter schattenspendenden Geranienampeln einen Capuccino oder Latte macciatto zu trinken. Ob Sternchen, Blüten, kryptische Symbole in allen Farben: jeder ist anders dekoriert und verziert.

Sienna: ein gotischer Traum! Verpasst auf keinen Fall den schweißtreibenden und immer enger und steiler werdenden Aufstieg auf den 102 m hohen Turm vom Palazzo Publico auf dem IL Campo. Der unvergessliche Ausblick lohnt und entschädigt für die Wartezeit und die Anstrengung. Tipp: Die Warteschlange löst sich schneller als erwartet. Am besten mit einzelnen Fröschen absprechen und in der Warteschlange abwechseln!

Volterra, Versäumt keinesfalls die Acropoli im wunderschön begrünten Stadtgarten zu besuchen und selbigen ggf. für ein kleines Picknick zu nutzen. Sehenswert unbedingt auch das nördlich der Stadtmauer gelegene Teatro Romano sowie der Palazzo del Priori, eines der ältesten mittelalterlichen Bauwerke der Toscana.

Gambasi therme, ist von Montaione aus nur vier, besonders für Mountainbiker landschaftlich wie sportlich (Steigungen!) reizvolle Kilometer südöstlich gelegen. Auch die Wanderung dorthin ist reizvoll – glaubt nur auf keinen Fall eurer Teamerin, wenn sie wie Isa behauptet, sie sei „ganz easy“ und entspannend!! Und wechselt euch in der Führungsspitze ab, denn es gibt jede Menge Wildschweinnadeln zu entdecken. Spitzenreiterin unserer Gruppe war Claudia mit 16 Stück in drei Stunden!
Ein Besuch der einzigen Boutique lohnt besonders zu Schlussverkaufszeiten – Zeiten: erstaunlich, wie viele Frauen auf 12qm Platz finden. Und wer wie ich einmal die Begeisterungsstürme italienischer Frauen bei der Anprobe und natürlich anschließendem Kauf einer (preisreduzierten) Bluse erlebt hat, mag nie wieder in Deutschland einkaufen gehen…

Florenz würde ich mir im Wiederholungsfall sparen: für den Ein-Tagestripp sind der Aufwand und die langen Wartezeiten zwischen Bus- und Zugfahrten einfach zu lang, der Aufenthalt zu kurz und hektisch. Die Fülle der Sehenswürdigkeiten aber auch der Touristen erschlagen einen und ließen zumindest mich sehnsüchtig an Pool und ein gekühltes Moretti denken..

Montaione selbst (von der Finca Felicia zu Fuß in ca. 20 Minuten, per MB in 6 Minuten erreichbar) ist eine Erholung nach den meist von Touristenschwärmen überströmten, bekannten Städtchen (s.o.). Hier ist es noch ruhig und beschaulich.
Ein Spaziergang um den alten Mauerring gewährt phantastische Ausblicke, die man auf Bänken unter Olivenbäumen sitzend in Ruhe genießen kann. In der „Bar Gelateria“ gibt es den besten und günstigsten Cappucino und das leckerste Eis., nebenan bei Anna köstliche paninis.
Noch viel, viel mehr (z.b. San Gimignano) gibt es zu sehen und zu erleben, doch ich möchte die Geduld der Toscana-Interessierten Froschleser/innen nicht überstrapazieren. Nur soviel noch: wer hier einmal war, kommt bestimmt wieder!

Dank für die köstliche Verpflegung und die phantastischen Touren an Ingo, Franzi, Tobias und Isa!!

Zwei letzte Tipps:

solltet ihr am Samstag spät zurück fliegen, lohnt ein Besuch des Marktes in Castelfiorentino (sportlich: mit MB, gemütlich: mit Bus), wo sich wunderbar für ein deutsch-italienisches Frühstück am Folgetag einkaufen lässt.
Und: versäumt nicht, mindestens einmal nachts am Pool nach „Flederschnuppen“ zu suchen: die einzigartige, nur am Nachthimmel über der Finca existierende Kombination von Sternschnuppen und Fledermäusen.

Zuletzt noch ganz herzliche Grüße besonders an unsere Mitbewohnerinnen Constanze und Angelika, holla die Waldfee Bianca und den Wasserball- und Dokospieler Björn, dem ich für die Zur Verfügung – Stellung der Fotos danke!

5. November 2008

Wir sagen DANKE an 1.400 Party-Frösche

Respekt! Das trifft es am besten. Samstag 01.11.2008, 19:05, die ersten Frösche treffen am Ort des Geschehens ein. Ein wenig früh, denn die Kerzen müssen noch entzündet werden.

Kurz darauf ist es dann soweit: der Saal füllt sich und man erkennt sofort: die Stimmung ist sehr gut, die Location versprüht einen ganz besonderen Charme und es wird voll. Sehr voll. 1.400 Frosch Gäste aus allen Teilen Deutschlands feiern ausgelassen und verabschieden den Sommer in den Wohlverdienten Winterschlaf.

Bis fünf Uhr wird beherzt getanzt, munter geklönt, fleißig Urlaubsimpressionen weitergegeben und viel gelacht. Ein würdiger Sommer-Abschluss, wie wir finden. Ein großer Dank geht an alle Frösche die sich zum Feiern zu Bröker’s Speicher aufgemacht haben. DANKESCHÖN für diesen tollen Abend!

An dieser Stelle noch einmal herzlichen Glückwunsch den Gewinnern der Reise, des Bikes, des Balls und dem Freiverzehr. Fotos sind übrigens ab sofort freigeschaltet und zum Anschauen bereitgestellt.

Wir freuen uns schon sehr auf die Winter-Abschlussparty am 25. April 2009, auf der wir Euch hoffentlich genauso zahlreich begrüßen können.

Nochmal Danke und bis bald!

5. November 2008

Segeltörn Kampanien – Golf von Neapel

Ein Frosch gehört aufs Wasser! 6. September bis 13. September 2008

Reisebericht von D.E.

FROSCH Reiseziel Segeltörn Capri, Ischia & Amalfi

Als „Dauerfrösche“ im Sommer wie im Winter immer mal wieder reiselustig, wollten wir etwas Neues ausprobieren. Gesagt, getan und so buchten wir ganz spontan den Segeltörn im Golf von Neapel, ohne eigentlich genau zu wissen, was auf uns zukommen würde! Skeptisch waren wir schon, eine Woche auf engstem Raum mit sechs weiteren Crew-Mitgliedern zu verbringen. Ebenfalls hatten wir keine Ahnung, ob wir seefest sind und wie uns die „Camping-Atmosphäre“, in Bezug auf die sanitären Anlagen gefallen würde. Später stellten wir fest, dass sich alle unsere Befürchtungen in Luft auflösten und das wir uns gerne mit kleinen Einschränkungen arrangierten.

Samstag

Flug nach Neapel und problemloser Bustransfer (1,5 Std.) nach Agropoli, wo unser Segeltörn begann. Ankunft bei ca. 30°C und Sonnenschein!
So nach und nach trudelten die anderen Mitreisenden ein und an Bord der „Aris“ begrüßte uns Skipper Dieter. Wir inspizierten das Segelboot, eine schon in die Jahre gekommene Bavaria 44 und ergatterten die Bugkabine, die etwas mehr Platz parat hielt, als die anderen drei Kabinen.
Nach dem Füllen der Bordkasse starteten abends alle zusammen einen Großeinkauf im abenteuerlichen „Supermarkt“ von Agropoli. Schon dabei wurde klar, dass die Woche ziemlich spaßig werden würde!
Später spazierten wir oberhalb des Hafens durch das aus dem 7. Jh. stammende
Stadttor und betraten die Altstadt von Agropoli, welche hoch über dem Meer auf einer Felsnase lag, dort genossen wir unseren ersten italienischen Abend in malerischen verwinkelten Gässchen und bei sehr gutem Essen. Danach klang der Abend mit Rotwein und nettem Geplauder an Bord der „Aris“ aus, die im Hafen ruhig vor sich hin dümpelte.

Sonntag

Nach dem Frühstück und der Sicherheitseinweisung ging’s vormittags mit einer teilweise völlig segelunerfahrenen Crew voller Erwartungen los! Wir verließen den Hafen von Agropoli mit Kurs auf Amalfi und setzen die Segel, nach den zuweilen leicht knappen Erklärungen des Skippers Dieter. Erfolgte unsere Umsetzung dann manchmal etwas unbeholfen, kommentierte der Seebär dies mit einem langgezogenen „Eijeijeijeijei“, was zur allgemeinen Heiterkeit beitrug und später zu unserem Schlachtruf wurde. Bei leichtem Wind und glatter See hatten wir einen guten Einstieg und von Reisekrankheit keine Spur. Die Stimmung war bestens und wir genossen ganz relaxt den sonnigen Tag, inkl. Badestop am Nachmittag. Entlang einer der schönsten Küsten Europas, bot sich ein fantastisches Panorama auf steile Schluchten, türkisfarbenes Meer und einsame Buchten. Nach sechs Stunden Fahrtzeit war am späten Nachmittag Amalfi in Sicht. Beeindruckend der Ausblick auf die pastellfarbenen, in die steilen Felsen gebauten Häuser. Im Hafen von Amalfi angekommen, staunten wir nicht schlecht über unsere Nachbarschaft, zu sehen gab es jede Menge Prunk und Protz! Die Ankunft mit einem „Anleger“ (Zitronenlikör Limoncello) gefeiert, startete im Anschluss daran der Ausflug nach Amalfi. Wir schlenderten durch den sehr touristischen, aber schönen Ort, schauten im Dom vorbei und verweilten einige Zeit im CafĂ© am Domplatz. Abends zauberte Skipper Dieter als Smutje ein genial leckeres Essen für uns und bei lauen Temperaturen saßen wir noch lange beisammen.

Montag

Nach der morgendlichen Duschaktion auf dem Steg und dem Frühstück, waren wir unterwegs mit Kurs auf Procida. Wir verbrachten einen weiteren sonnigen Tag mit etwas mehr Wind als am Vortag. So langsam vergaßen wir die Zeit und genossen das Faulenzen und immer wieder die imposante Landschaft, sowie einen weiteren Badestop.
Am Nachmittag riss leider das Großsegel, somit kam letztlich der Motor noch zum Einsatz und nach insgesamt 8 Stunden erreichten wir den Bilderbuchhafen von Procida.
Die kleinste Insel im Golf von Neapel ist gerade mal 4 km² groß und vom Massentourismus verschont geblieben. Wir erkundeten jene Marina, an der Matt Damon als „Der talentierte Mister Ripley“ lebte und zuvor „Der Postmann“ Philippe Noiret alias Pablo Neruda Briefe zustellte. Die Requisiten die man inmitten der Fischerdorfkulisse sah, fügten sich bestens ins Bild. Im Hafen schaukelten die lackierten Fischerbötchen, Wäsche trocknete zwischen den bunt gestrichenen Häusern, hier und da schob sich ein Einheimischer im gerippten Unterhemd über den Balkon oder ein alter Fiat 500 bewältigte als einziges Vehikel den Weg durch die engen Gemäuer. Beim Sonnenuntergang leuchteten einige Bauten in einem unglaublichen Ziegelrot und Ockergelb. Procida gefiel uns wirklich sehr!

Dienstag

Gegen 12:30 Uhr startete die unplanmäßige Abfahrt nach Nisida, dort wurde das defekte Großsegel gewechselt. Die Aktion ging pünktlich und unproblematisch über die Bühne und nach nur 45 Min. konnte der Kurs Richtung Ischia aufgenommen werden. Bei leichter bis nicht vorhandener Brise war gegen 18:00 Uhr die größte und brodelnde Vulkaninsel im Golf von Neapel in Sicht, dort ankerten wir vor St. Angelo. Die engen Treppengassen des „Ortes der Engel“ erkletterten wir uns, zu entdecken gab es einen weiteren feinen Ort mit urigen Lädchen. Dem Sonnenuntergang bummelte eine zufriedene Crew entgegen! Später wirbelten wir Matrosen an Bord durch die Kombüse und fabrizierten in einem „Alle-Mann-Manöver“ ein prima Essen, welches dem Mahl unseres Skippers natürlich nicht das Wasser reichen konnte, aber trotzdem sehr lecker war. Bei bester Stimmung verging ein schöner Abend mit Vino und Limoncello.

Mittwoch

Anker auf Richtung Capri. Die Zeit verging wie im Flug, waren wir nicht mit plaudern, Blödsinn verzapfen, sonnen und dösen schwer beschäftigt, wurden Unmengen von italienischem Gebäck und frischem Obst vertilgt – eine gute Kombination, so ließ es sich leben! Ein Badestop wurde natürlich wieder eingeschoben und wenn niemand einen Quallenalarm vermeldete, stürzten sich alle in die Fluten. Das Schiff umsegelte Capri, entlang an kargen, schroffen Steilküsten, aber auch entlang an grünen Hängen. Die legendäre Blaue Grotte vom Massentourismus völlig verstopft, wurde vom Ausflugsprogramm gestrichen. Mittags ankerten wir vor der Marina Piccola und tuckerten mit dem Dingi an Land. In den Altstadtgassen von Capri gab es schicke Restaurants, CafĂ©s und Boutiquen in denen die Reichen und Schönen flanierten. Im Herzen des Städtchens ließen wir uns auf der Piazetta Umberto nieder, welche umrahmt wurde von der großen kuppelbekrönten Kirche und den zweigeschossigen pastellfarbenen Häusern. Wir beobachteten das Treiben, hier traf sich anscheinend ganz Capri. Am Abend lief Smutje Dieter mit uns als Backschaft nochmals zur Bestform auf und es hieß â€žBoun appetito“!

Donnerstag

Aufbruch zur leider schon letzten Station! Nach Salerno sollte der bislang sparsam vorhandene Wind das Segelboot bringen. Gegen Mittag musste diese Aufgabe allerdings wieder der Motor übernehmen. Beim Zwischenstop zur Grottenerkundung kam das Dingi noch mal zum Einsatz. Mit Vollgas durchkreuzten wir die entdeckte Höhle. Nettes Spielzeug!
Weiter ging es und am späten Nachmittag war Ankunft im wenig einladenden Industriehafen von Salerno. Die in die Amalfiküste eingebettete größere Universitätsstadt schien touristisch ziemlich verschont geblieben zu sein, einen kleinen Einblick in die landestypische Lebensweise erhielten wir dort. Unser Weg führte uns durch stickige, uralte Gassen, entlang an kleinen Läden, bis hin zur Kathedrale San Matteo. Sehenswert war die gepflegte, historische Altstadt schon, auch wenn dieser Ort nicht unbedingt zu den Höhepunkten der Reise zählte. Unser Skipper steuerte uns zu einem wirklich hervorragenden Restaurant und beim ausgedehnten Abendessen ließen wir es uns richtig gut gehen.

Freitag/ Samstag

Unser letzter Segeltag führte uns zurück nach Agropoli. Noch mal verbrachten wir den Abend in der Trattoria, hoch über dem Hafen und verprassten die letzten Euros aus unserer Bordkasse.
Morgens verabschiedeten wir uns wehmütig mit einem letzten „Eijeijeijeijei“ von Skipper Dieter, eine geniale Woche ging damit leider zu Ende und vor uns lag eine weitere Ferienwoche im Sportclub Il Tempio…

Das Zusammenleben an Bord stellte sich als sehr harmonisch heraus. Obwohl alle Crewmitglieder (8 Matrosen + Skipper) ziemlich unterschiedlich schienen, gab es keinerlei Unstimmigkeiten und jeder packte mit an. Wir hatten jede Menge Spaß und empfanden Erholung pur.
Das Segelboot zeigte sich schon etwas „verwohnt“, die Ausstattung eher einfach. Unser Skipper musste im Salon schlafen, da alle Kojen belegt waren. Etwas zu wünschen übrig, ließen die sanitären Anlagen in den Häfen, bzw. es waren teilweise gar keine vorhanden. Geduscht wurde somit meistens am Steg.
Das Segelrevier stellte sich sehr abwechslungsreich dar und ist empfehlenswert. Den größten Teil unserer Strecke fuhren wir leider unter Motor, da es wenig Wind gab, für diese Jahreszeit aber wohl eher normal. Der Umstand kam unseren Mägen allerdings zugute, Reisekranke gab es an Bord keineswegs. Die Pontinischen Inseln erreichten wir nicht, da die Ausflüge an Land zeitlich in dieser Form sonst nicht möglich gewesen wären. Die Landgänge führten uns in die schönsten Orte entlang der Amalfiküste und des Golfes von Neapel. Sicherlich ist die Region nicht die preiswerteste, aber es lohnte sich in jedem Fall!

Ein weiterer Segeltörn mit neuem Ziel wird bestimmt folgen!

7. August 2008

Winter-Reisen sind ab jetzt buchbar!

Heute, Kinder, wird’s was geben! Die Winterreisen sind zum Buchen freigeschaltet und der Run auf die Wunschtermine kann beginnen. Wer nicht das Nachsehen haben möchte, sollte sich frühzeitig auf unsere Seiten begeben und pünktlich buchen!

Ihr könnt Euch auf tolle Pisten, gemütliche Sportclubs und viele nette Frösche freuen. Es hat sich natürlich in den vergangenen Monaten einiges getan. Das Onu und Carlton wurden teilweise renoviert, es gibt viele Eltern-Kind-Termine und für Alleinreisende extra viele Single-Wochen. Wie gewohnt werden einige Termine sehr schnell ausgebucht sein, also haltet Euch ran und ergattert Euren Wunsch-Termin.

Singles und Alleinreisende aufgepasst: Nur für Euch haben wir in dieser Wintersaison einen neuen Sportclub im Programm. Der Frosch-Sportclub Rinaldi ist exklusiv für Singles und Alleinreisende im Alter von 25 – 42 Jahre bereitgestellt. Zentral im oberen Bereich von Davos Dorf liegt dieses traditionelle 3* Haus direkt an der Bushaltestelle „Schiabach“ und nur ca. 500 m von der Parsennbahn entfernt.
85 Betten verteilen sich auf 54 Zimmer, die z.T. mit Balkon ausgestattet sind. Das Zentrum des Sportclubs bilden die gemütliche Büdner-Stube und eine kleine, sehr gemütliche Fondue-Stube. Wie in allen Sportclubs erwartet Euch auch hier ein reichhaltiges Frühstücksbuffet und ein leckeres 4-Gang-Abendmenü inkl. Salat. Frühstück am Anreisetag, Pistenbrote und ein Snack am Abreisetag gehören zu den kleinen Extras des Hauses. Einmal wöchentlich bleibt die Küche kalt, und wir laden Euch zum Käsefondue, Raclett o.ä. in besonderer Umgebung ein!

Wir wünschen Dir viel Erfolg und Vorfreude auf den Winter 2008/2009!

Dein Frosch-Team

Zur Übersicht unserer Frosch Skireisen…

22. Mai 2008

Kehraus in Planachaux

Reisebericht von Peter Zangl (peter.zangl at t-online.de)
FROSCH Reiseziel Sportclub Onu, ChampĂ©ry – Schweiz

Die Skisaison 2008 ist in weiten Teilen Europas aufgrund des frühen Ostertermins beendet. Wo bloß kann man nach Ostern noch schön Ski fahren? Schnell auf die Frosch-Internetseiten. Crans Montana? Saison beendet, Davos? ausgebucht. Aber was ist das? Châlet ONU in ChampĂ©ry, in der südwestlichsten Ecke der Schweizer Alpen mit dem Skigebiet Portes du Soleil halb in der Schweiz, halb in Frankreich gelegen. Sieht nett aus und ein Plätzchen ist in der letzten Woche der Saison auch frei. Die Hausleiterin Elli und den Koch Friedhelm kenne ich noch von einem Aufenthalt in Crans-Montana. Die beiden hatten dort ihren Job auch schon prima gemacht. Da kann wenig schief gehen.

Denkste! Die Internet-Buchung ist dieses mal nicht so idiotensicher programmiert wie gewohnt. Auch wenn man wie ich Selbstanreise anklickt, muss man einen Bus auswählen, um fertig buchen zu dürfen. Und die korrekte Berechnung des Nachsaisonskipasspreises klappt erst im zweiten Anlauf, so dass fünfzehn Prozent Differenz mühsam zurückgebucht werden müssen. Nach ein paar e-mails und einem Telefonat sind alle Unklarheiten beseitigt und ich darf mit dem eigenem Auto und dem richtigen Reisepreis losfahren.

Auf der Autobahn am Genfer See überhole ich den Frosch-Bus, bin also auf dem richtigen Weg und auch bald am Treffpunkt an der großen Gondel in ChampĂ©ry, wo der Bus kurz danach ankommt und den Sammelpunkt für Busfahrer und Selbstanreisende mit der Reiseleitung bildet. Gott sei Dank, denn in meiner Reisebestätigung waren unterschiedliche Uhrzeiten für den Treffpunkt angegeben.

Da das Châlet ONU oben auf der Alm liegt und in der Wintersaison nur mit Skiern oder Pistenfahrzeugen erreichbar ist, bekommt jeder gleich seinen Skipass und darf sein Gepäck in einer Gitterbox verstauen. Die Seilbahngesellschaft liefert dann per Raupe.

Champery

Während der größere Teil der Gruppe die Gondel nimmt, parke ich mein Auto am Grand-Paradis Sessellift, wo auch die Talabfahrt endet und lifte nach oben ins Skigebiet, das Châlet bereits vor Augen. Es liegt am Ende der Planachaux, einer Hochalm, die hinter dem Haus in einen steilen Bergwald übergeht. Dabei wird mir klar: Das Auto kann man nicht wie sonst als erweiterten Kühl- und Kleiderschrank missbrauchen und auch mit schnell mal Shopping, Schwimmbad, Postamt etc. in ChampĂ©ry wird das diese Woche nix mehr, da der Sessellift nach diesem Wochenende seinen Betrieb einstellen wird. Urlaub mitten in Europa und doch am Ende des Universums! Während der Woche wird einer aus der Gruppe in Frankreich eine Bildzeitung vom Vortag kaufen, nur um an die Bundesligaergebnisse zu kommen. Dafür ist Handyempfang im Überfluss vorhanden. Man muss nur einmal durch den Speisesaal laufen und bekommt Tarifinfos von zwei schweizer und drei französischen Netzen. Und das Nachtleben müssen wir uns auch noch selbst machen? Hoffentlich gibt das keinen Hüttenkoller.

Champery

Das Châlet ONU wurde 1970 vom Generalsekretär der Vereinten Nationen (auf französisch abgekürzt ONU) eingeweiht, deshalb der Name. Seit der Saison 2007/2008 nutzen die Frosch-Sportreisen das Haus und haben viele gute Ideen aus anderen Destinationen importiert. Insbesondere die jüngsten Renovierungen im Heidi-Meets-Ikea-Suisse-Style führen zu einem Flair irgendwo zwischen Alpenvereinshütte und Smart-for-two, letzteres besonders hinsichtlich Bewegungsfreiheit und Stauraum in den Zimmern.

Hausleiterin Elli schickt alle, die Lust dazu haben, nach dem Kennenlernfrühstück erst einmal auf die Piste, damit das Team die Zimmer in Ruhe putzen kann. Sie hat ihre Mannschaft fest im Griff. Fast alles funktioniert wie am Schnürchen und kleine Pannen wie defekte Kaffeemaschinen und die altersschwache Sauna, die immer wieder einmal ausfällt, werden umgehend repariert. Lediglich beim Musikgeschmack scheinen Gäste und Team in anderen Dimensionen zu denken. Wenn schon wieder nur die selben Teamerhits laufen, hilft nur selbst was wünschen – die Musikanlage beherrscht nämlich das Repertoire einer Dorfdiskothek.

Champery

Aber erst einmal nix wie durch den Skikeller direkt auf die Piste, solange die Sonne noch scheint, um Hunger für das Abendessen zu sammeln. Das Essen ist diesen Abend wie auch den Rest der Woche nämlich extrem lecker und wird mit allen Schikanen zelebriert.

Am Sonntag führt uns dann Reiseleiterin Franzi sicher wie ein Navi durch die wichtigsten Pisten hinüber nach Frankreich und erklärt uns die neuralgischen Stellen im Skigebiet, um wieder sicher zum Châlet zurückzufinden. Insgesamt wurden vier Skigebietsführungen angeboten, deren Termine schon am Anfang der Woche feststanden. Auch wenn Franzis Standardansage: „Erst rechts und dann halblinks aber eigentlich geradeaus und da warte ich dann wieder, bevor man Schuss fahren muss.“ auch im schlimmsten Schneegestöber funktionierte und sich niemand auf den sechshundert Pistenkilometern verfahren hat, hätte man vielleicht die Tourenplanung besser auf die Wettervorhersage abstimmern können. Das Wetter war nämlich – wie im April nicht anders zu erwarten – ziemlich durchwachsen: Drei Tage Sonne, drei Tage Schnee und der Rest irgendwo dazwischen.

Da das Skigebiet Portes du Soleil nicht über 2300 m hinausgeht, war der neue Schnee unsere Chance, nicht nur auf braunen Sulzschneepisten durch grünen Hänge zu fahren, sondern das volle Programm vom frisch verschneiten, unverspurten Hang über die unpräparierten Skirouten mit vielen Buckeln bis zu den zahlreichen Schneelöchern neben den Pisten auch zum Saisonende noch einmal voll auszukosten. Höhepunkt des Skigebiets ist die Schweizer Wand, eine für Pistenraupen zu steile und deshalb unpräparierte schwarze Abfahrt von der Chavanette. Dazu gibts viele schöne Ecken neben den Pisten. Danke Franzi für den Hang mit der uncoolen Kuhle! So schön die Hänge und Pisten aber auch sind, bei der Infrastruktur fühlt man sich ins letzte Jahrhundert zurückversetzt. Viele Teller- und Bügelschlepper und Kniekehlen killende Sessellifte, kein einziger mit Bubble gegen Schnee und Wind. Trocknen kann man sich ja an einem der vielen Kaminfeuer auf den zahllosen Hütten.

Champery

Bei so vielen Pistenkilometern konnte es dann schon einmal passieren, dass Belag und Kanten einen großen Service vertragen konnten. Der wurde von der Skistation im Châlet ONU über Nacht zu einem annehmbaren Preis angeboten und von den meisten, die ihre eigenen Bretter dabei hatten, auch genutzt. An einem Abend wurde sogar ein Workshop angeboten, wo an praktischen Beispielen das ganze Equipment erklärt wurde und Fragen zu Skiern, Stiefeln Bindungen etc. beantwortet wurden. Nicht nur Anfänger, auch der erfahrene Skifahrer oder Boarder konnte da noch was dazulernen. War natürlich eine pure Werbeveranstaltung für die Servicestation, hat aber ihren Zweck erfüllt und der Servicestation zusätzliche Nachtschichten beschert. Auch Skikurse wurden angeboten, die so erfolgreich waren, dass wir die beiden Mädels, die diesen Kurs gebucht hatten, am Ende der Woche getrost auf die schwarze Weltcupabfahrt mitnehmen konnten.

Zweimal wurde nach dem Pisteln am Châlet ein AprĂ©s Ski in der Schneebar mit Musik aus dem Ghettoblaster angeboten. Schweizer und Franzosen haben das Ritual des AprĂ©s Ski in den Westalpen nämlich nicht wie die Tiroler oder Salzburger in den Ostalpen bis zur Ballermannreife entwickelt, sondern ziehen sich meist nur ganz still und leise auf eine chocolat oder einen vin chaud an ihre Kaminfeuer zurück. Ist übrigens auch ganz nett, solange man vor halb fünf in Reichweite seines Châlets ist, um nicht in einem der fernen Täler des Skigebiets übernachten zu müssen. Auch Taxi fahren hätte uns in der Nachsaisonwoche nur bedingt geholfen, da der Grand-Paradis-Hauslift nicht mehr lief und auch die Gondel um sechs Uhr dicht machte, was selbst Franzi einen unfreiwilligen Abendspaziergang beschert hatte.

Dafür liegt das Châlet direkt an der Piste und die üblichen Unannehmlichkeiten eines Skiurlaubs wie Warteschlangen an der Gondel oder Fahrpläne von Skibussen brauchten uns nicht zu interessieren, was nicht ganz unerheblich zum Erholungseffekt beitrug.

An einem Abend zauberte Franzi aus der Sauna ein Wellnessparadies mit vielen Schikanen. Dem Hüttenkoller keine Chance! Das galt auch für das Nachtleben im Kaminzimmer neben dem Speiseraum, wo nach dem Abendessen immer irgendwie Party war. Einmal gabs ganz stilecht Feuerzangenbowle bei Kaminfeuer. Hüttenromantik pur!

Im Laufe der Woche trudelte dann immer mehr Partyvolk ein und belegte die schönsten Zimmer des Hauses, um sich auf eine Megaparty nach unserer Abreise einzustimmen. Sie schienen VIP-Status zu genießen und an den Tücken des Frosch-Internet-Portals vorbei gebucht zu haben. Einige hektische Umbuchungen bereits bestätigter Zimmer durch die Frosch-Zentrale wurden dadurch erklärlich. Alle, die schon seit Samstag da waren, fühlen sich plötzlich als Urlauber zweiter Klasse. Titanic, Zwischendeck. Die Gruppendynamik geriet ganz schön aus dem Gleichgewicht und Elli musste das aufkeimende Geunke mit Aktionen wie einer nächtlichen Fackelwanderung besänftigen. Das Partyvolk war mit sich selbst beschäftigt, biss nicht, ließ uns aber bei seiner Megapartyvorbereitung mitfeiern, so dass die Stimmung schließlich zur Freitags-Open-End-Abschiedsparty wieder hergestellt war.

Der Gepäcktransport zur Abreise erfolgte wieder via Pistenraupe. Für ein paar eilige Autofahrer organisierte Elli, dass ein Vormittagstransport vom Nachbarchâlet mitgenutzt werden konnte, während der Rest der Gruppe den letzten sonnigen Tag auf der Piste verbrachte und noch einmal mit Spaghetti gestärkt wurde. Wir verbleibenden Autofahrer begaben uns danach auf die Talabfahrt nach Grand-Paradis, während Franzi den Rest zur Gondel führte.

Nach so einer idyllischen und abwechslungsreichen Bergwoche darf der Frühling ruhig kommen! Soll das Partyvolk meinetwegen weiterfeiern und die Theke einnorden. Für Mai sind Handwerker angekündigt, um die Sauna und die Bar zu renovieren.

Wenn die Froschzentrale bis dahin ihre Qualitätsprobleme im Griff hat, kann ich mir vorstellen, im Sommer oder in der nächsten Skisaison wieder ins Châlet ONU zu fahren.

21. April 2008

Frosch-Partypics online!

Es war einmal der 19.04.2008. An diesem Tag tummelten sich fast 1.000 Frösche in Münster!

Mit der großen Winter-Abschlussparty von Frosch Sportreisen wurde der Winter nun endgültig in die Pause geschickt! Und siehe da, schon am Sonntag kletterten die Temperaturen auf sympathische 20 Grad. Welch ein Erfolg!

Das Viva Cafe in der Mensa II der Uni Münster war mit über 1.000 Gästen und Teamern aus allen Zielgebieten, Freunden, Bekannten und Partygängern gut gefüllt! Schade das es schon um 05:00 zu Ende war und das Licht die Partymeute nach Hause schickte.

Unser fleißiges Kamerateam war mit von der Partie und hat von vielen Gästen Fotos geschossen und diese direkt vor Ort auf Karten ausgedruckt. Wer seins vergessen hat oder einfach mal Partypeople sehen möchte, ist hier genau richtig:

Jede Menge Party – Fotos!

Wir freuen uns schon auf die nächste Feier – unsere große Sommer-Abschlussparty am 08.11.2008!