Archiv des Autors: Tjorven

PeljeĆĄac

19. April 2018

PeljeĆĄac: Die Heimat der berühmten kroatischen Weine

… wilde Felsküsten, viele Strände, sauberes Meer und Berge bis auf fast 1.000 m Höhe: Das ist PeljeĆĄac – die längste der dalmatinischen Halbinseln im Süden Kroatiens.

Bereits in der Antike war die Halbinsel besiedelt. Erst von den Illyrern und Kelten, dann kamen die Römer und ab dem siebten Jahrhundert auch die Slawen. PeljeĆĄac ist aber auch die Halbinsel der unerschrockenen Seeleute: Das Umschiffen der zerklüfteten Küste mit ihren Felsen und der rauen See war seit jeher nur etwas für die mutigsten der Kapitäne.

Im starken Kontrast zu den alten Seefahrergeschichten stehen die malerischen Küstenorte und die üppige Natur. Denn die süddalmatinische Halbinsel ist auch stark bewaldet: Unter die grünen Oliven-, Pinien- und Feigenbäumen mischen sich Buchen und Eichen.

PeljeĆĄac

Doch PeljeĆĄac ist auch eines der wichtigsten Weinbaugebiete Kroatiens. Die Halbinsel gilt als Hochburg des Mali Plavac – des „kleinen Blauen“ – und die Weinbautradition kann bis auf die Illyrer zurück verfolgt werden. Ob diese das gleiche Verständnis von Wein hatten wie wir heutzutage, ist natürlich schwer zu sagen – doch Untersuchungen zeigen, dass bereits in der Eisenzeit Weinreben auf PeljeĆĄac wuchsen. Mit den Griechen und später den Römern wurde der Weinbau schließlich richtig ins Rollen gebracht. Vor allem die Rotweine sind inzwischen außerhalb Kroatiens bekannt. Meistens sind diese sehr dunkel und alkoholreich, die Aromen erinnern an Kirschen und/oder Brombeeren.

Mali Plavac – der „kleine Blaue“

Mali Plavac (oder Plavac mali, wortwörtliche Übersetzung „kleiner Blauer“) ist eine alte, autochthone Rotweinsorte des südlichen Kroatiens sowie der südlichen kroatischen Inseln. Aus ihr wird nicht nur der berühmte Rotwein Dingac hergestellt, sondern auch die Weine Plavac, PeljeĆĄac oder Postup.

Die Hänge der stufigen Terrassen, auf denen die Weinreben angepflanzt sind, sind zum Teil sehr steil – man erkennt schnell, wie mühsam die Arbeit eines Winzers auf PeljeĆĄac sein muss.

Die Wege über den Bergkamm sind beschwerlich – jahrelang mussten die Winzer diese auf sich nehmen. Die wichtigste Unterstützung beim Transport waren daher trittsichere Esel. Diese trugen die geernteten Trauben in Körben und zieren noch heute viele Winzerlogos. Erst 1973 wurde ein Tunnel von Potomje nach Dingac gebaut. Er wirkt fast wie selbst gegraben und die Durchfahrt kann schon mal abenteuerlich sein.

Dingac

Er ist wohl der bekannteste kroatische Rotwein und das kommt nicht von ungefähr: Er war der erste, damals noch jugoslawische, Qualitätswein, der bereits 1961 die geschützte Herkunftsbezeichnung und das Prädikat „Kakovostno Vino“ – herausragender Wein – erhielt.

Dingac wird an der Südküste PeljeĆĄacs auf steiniger Lage angebaut. Die Anbaufläche ist streng begrenzt und die Weinlese muss per Hand erfolgen, da die Hänge zum Teil so steil sind, dass sie nicht mit Maschinen bearbeitet werden können. Das Gebiet – gerade mal 26 Hektar – zeichnet sich durch eine hohe Jahresdurchschnittstemperatur aus und gehört zu den ökologisch saubersten Gebieten.

An die 14 Winzer und Weinbauern teilen sich diese besondere Lage direkt am Meer. Besonders die Windverhältnisse und die Neigungswinkel der Hänge zur Sonne machen den Wein so charakteristisch.

Postup

Auch der Postup ist ein kroatischer Qualitätswein. Er wurde 1967 mit dem Qualitätsprädikat Vrhunsko vino (dt. Spitzenwein) und ausgezeichnet und zählt mit dem Dingac und Weinen aus Hvar zu den bemerkenswertesten Rotweinen Kroatiens.

Seine Herkunftsregion grenzt unmittelbar westlich an die des Dingacs. Auch er wird sortenrein aus spät gelesenen, zum Teil bereits angetrockneten Trauben der Rotweinrebe Mali Plavac gekeltert.

Wer sich selbst einmal von der Qualität der kroatischen Weine überzeugen möchte, kann dies in unserem neuen Sportclub auf PeljeĆĄac, der Villa Antonio, überzeugen.

In den Sommerferien bieten wir übrigens auch Familienreisen in diese wunderschöne Region an. 

 

Fernreisen mit Kindern

17. April 2018

Die Welt erkunden: Fernreisen mit Kindern

Fremde Kulturen erleben, an Traumstränden baden und unbekannte Landschaften erkunden – das geht natürlich auch mit Kindern! Familien-Fernreisen mit Kindern werden nicht ohne Grund immer beliebter.
Eine Reise mit Kindern zu planen, ist allerdings etwas ganz Anderes, als spontan einen Last-Minute-Trip zu buchen. Auch wenn die Reiseplanung vielleicht etwas langwieriger und komplizierter erscheinen mag, lohnt es sich trotzdem, nicht das Fernweh runterzuschlucken, bis die Kinder ins Teenageralter kommen.

Skepsis vor Fernreisen mit Kindern? Mit diesen Tipps geht’s auch als Familie entspannt auf große Tour – oder eben auf den Langstreckenflug!

Vor der Reise: Planen & Packen

Reisepass für Kinder

Bereits Babys brauchen für Flugreisen inzwischen einen eigenen Reisepass. Je nach Alter und Reiseziel kommen unterschiedliche Pässe in Frage: Entweder ein regulärer Kinderreisepass oder ein biometrischer Reisepass – der sogenannte ePass, der gleiche wie bei Erwachsenen.

Der Kinderreisepass ist für Kinder bis 12 Jahre vorgesehen, ab 12 Jahren ist dann ein Personalausweis (jedoch nur 6 Jahre gültig und nicht verlängerbar) oder der ePass Pflicht . Dieser speichert auf einem Chip die Personendaten sowie das Passbild und die Fingerabdrücke. (Nur für Kinder unter 6 Jahren werden noch keine Fingerabdrücke genommen)
Welchen Pass bzw. Ausweis ihr für Eure Reise letztendlich benötigt, hängt vom Reiseziel ab. Informiert Euch daher unbedingt über die Reisebestimmungen des jeweiligen Landes beim Auswärtigen Amt.

Ist das Lichtbild im Pass noch aktuell?
Wenn Euer Kind zum Zeitpunkt der Reise keine Ähnlichkeit mehr hat mit dem Lichtbild im Pass, dann kann es sein, dass der Pass nicht akzeptiert wird. Lasst also sicherheitshalber das alte Passfoto rechtzeitig gegen ein aktuelles tauschen.

Medizinische Vorbereitung

Ihr kennt Euer Kind am besten und könnt abschätzen, ob es sich häufig die Knie aufschrammt oder zu Lebensmittelunverträglichkeiten neigt. Packt nur das Nötigste ein. Je nach Reiseland könnt Ihr auf eine gute medizinische Grundversorgung vertrauen – Kanada ist z.B. ein Land mit einem sehr hohen medizinischen Standard. Hier könnt Ihr im Notfall einfach Medikamente vor Ort kaufen. Ein vorheriger Besuch beim Kinderarzt zur Impfberatung ist aber Pflicht. Und die Impfpässe gehören unbedingt in die Reiseapotheke.

Reiseapotheke für Familien

Wir können keine ärztliche Beratung übernehmen, aber folgendes können wir für Eure Reiseapotheke noch empfehlen:

  • Desinfektionsspray
  • Pinzette und Nagelschere
  • Pflaster
  • Wund- und Heilsalbe
  • Schmerz-Salbe
  • Lutschtabletten gegen Halsschmerzen
  • Hustensaft oder Hustenteemischung für Kinder
  • Glyzerinzäpfchen bei Verstopfung
  • Kindersonnencreme mit hohem UV-Schutzfaktor (am besten 50)
  • Antihistamin-Salbe und Zeckenpinzette
  • Insektenschutzpräparat
  • Durchfalltabletten
  • Fieberthermometer
  • Fieberzäpfchen oder -saft (Zäpfchen beginnen bei über 30 °C zu schmelzen)
  • Breitband-Antibiotikum (in Absprache mit dem Kinderarzt)

Achtung, empfindlich!
Viele Medikamente sind hitzeempfindlich. Die wichtigsten Medikamente, besonders bei Kindern mit akuten oder chronischen Krankheiten, gehören beim Fliegen ins Handgepäck.

Handgepäck bei Langstreckenflügen mit Kindern

Alles, was Ihr während des Fliegens braucht, kommt ins Handgepäck:

  • Alle wichtigen Dokumente wie Reiseunterlagen und Pässe
  • Ersatzkleidung – auch für Euch selbst!
  • Kleines Kissen oder kleine Decke
  • Lieblingskuscheltier
  • Kleines Spielzeug
  • Ohrstöpsel für Kinder zum besseren Druckausgleich

Während des Flugs

Bei Langstreckenflügen sind Abflugzeiten in den Abendstunden am besten – so könnt Ihr die Schlafenszeit ideal nutzen. Bei unserer Sri Lanka Familienreise fliegen wir z.B. mit dem Dreamliner per Nachtflug nach Colombo.
Wenn der Flug tagsüber startet, nehmt Spiele (die am besten nicht zu viel Lärm machen 😉) oder Bücher mit. Einige Airlines verschenken außerdem zu Beginn des Fluges auch Überraschungspakete. Oder Ihr nutzt das Entertainmentangebot an Bord – hier werden oft viele Kinderfilme und -spiele angeboten.

Um Euren Kindern den Druckausgleich angenehmer zu machen, gebt ihnen beim Abflug Bonbons oder Kaugummis. Auch Ohrenstöpsel helfen – wenn sie rund 45 Minuten vor dem Start bzw. der Landung eingesetzt werden. So haben die Ohren genügend Zeit, sich an die geänderten Druckverhältnisse anzupassen.

Vorsicht Erkältung!
Eine Erkältung kann den Druckausgleich noch zusätzlich erschweren. Fragt am besten vorher einmal beim Kinderarzt nach.

Kanada und Sri Lanka mit Kindern bereisen

Generell eignen sich Länder, die mit einer touristischen Infrastruktur ausgestattet sind, denn diese macht das Reisen einfach. Wer nicht allein auf große Reise gehen möchte, den nehmen wir gern bei unseren Familien-Fernreisen an die Hand.

Die Gruppenreisen sind in den Aktivitäten und Anforderungen speziell auf Kinder ausgerichtet: So entschleunigen z.B. wenige Standorte auf unserer Kanadareise und geben Zeit, die Abenteuer abends am Lagerfeuer entspannt ausklingen zu lassen. Auch bei den Unterkünften legen wir besonderen Wert auf Familienfreundlichkeit – so darf es beim Essen auch mal lauter zugehen und die Fahrtstrecken sind möglichst kurz. Und noch ein Vorteil haben Gruppenreisen: Kinder finden es meist super, wenn Gleichaltrige mit dabei sind, so machen Entdeckungstouren noch gleich mehr Spaß.

Für eine erste exotische Fernreise ist Sri Lanka z.B. das ideale Reiseziel. Von Deutschland aus seid ihr in knapp 10 Stunden schon da und abwechslungsreicher kann ein Land kaum sein. Unsere Reise führt uns durch das Inselinnere bis an die Ostküste Sri Lankas. Zu unseren Reisedaten im Juli und August herrscht sommerliches, trockenes Wetter – nicht zu heißt für Kinder! Mehr Infos zur Frosch Familienreise Sri Lanka

Kanada beeindruckt mit seiner imposanten Natur – ein ideales Ziel für Naturliebhaber und Weltentdecker! Abende am Lagerfeuer mit spannenden Geschichten geben jedem Tag einen beschaulichen Ausklang. Außerdem ist Kanada nicht zuletzt durch die hohen medizinischen Standards ein ideales „Einsteigerland“ für Fernreisen mit Kindern. Mehr Infos zur Frosch Familienreise Kanada

Also: Lasst Euch nicht von Ratschlägen wie „Holland statt Kanada“ abschrecken, sondern folgt Eurem Fernweh. Wir nehmen Euch dabei gern an die Hand – und wer nicht so weit mit der Familie reisen möchte, unser Familiensportlcub in Pelzerhaken ist natürlich auch schön!

12. April 2018

L’Eroica – das Retro-Radrennen durch die Toskana

„Eroica“ bedeutet auf Italienisch „heldenhaft“ – und das beschreibt das legendäre Radrennen L’Eroica ziemlich treffend. In Trikots aus Wolle und Baumwollkappen fahren die Teilnehmer die toskanischen Hügel mit Retro-Rennrädern und Vintagebikes rauf und runter und versprühen dabei den Charme vergangener Zeiten. Nur wenig weiß man als Zuschauer von den tatsächlichen Strapazen, welche man auf der Strecke mit solchen Rädern durchmachen muss. Wer einmal die Eroica bezwungen hat, dem steht im Ziel der Stolz und das Glück ins Gesicht geschrieben.

Nostalgie auf italienisch

Sanfte Hügel und Zypressen entlang malerischer Wege gehören zur Toskana genauso wie die strade bianche, die weißen Straßen. Die charakteristischen Schotterstraßen wurden in der Vergangenheit nach und nach asphaltiert – jedoch wollte Giancarlo Brocci das nicht so einfach hinnehmen. Um die letzten dieser Schotterstraßen zu schützen und das inspirierende Lebensgefühl vergangener Zeiten zu erhalten, rief er 1997 das erste Mal zum Radrennen L’Eroica auf.

Und das mit Erfolg! So lockt die inzwischen berühmteste historische Radveranstaltung der Welt seit nun über 20 Jahren alljährlich Fahrradbegeisterte aus aller Welt Anfang Oktober in das kleine Bergdorf Gaiole im malerischen Weinbaugebiet Chianti.

(c) Paolo Martelli http://www.paolomartelli.com/

Auch wenn man es sich fast denken kann: Bei diesem Radrennen geht es weniger um den sportlichen Ehrgeiz als um den Zusammenhalt auf der Strecke. Und der ist immens wichtig, denn die Strecke ist kein Zuckerschlecken: Eine gute Kondition und ein hohes Durchhaltevermögen sind daher unentbehrlich.

Zusätzlich zum Rennen können sich Zuschauer und Besucher auch über einen Flohmarkt freuen. Hier kann man um alles feilschen, was das Radlerherz höherschlagen lässt: Original-Zubehör, Vintage-Radlerbekleidung, alte Fahrradzeitungen und natürlich historische Fahrräder.

Die Eroica in Zahlen & Fakten

Die Teilnehmerzahl steigt dabei jährlich! Fuhren beim ersten Rennen in den 90ern nur 93 Radfahrer mit, waren es 2017 über 7.200 Teilnehmer.
Zum Rennen zugelassen sind nur historische Rennräder aus Stahl mit einem Herstellungsjahr von vor 1987. Außerdem verboten: Moderne Bike- oder Funktionsbekleidung und technische Hilfsmittel. Denn schließlich soll es stilecht durch die italienische Berglandschaft gehen. Die Fahrer tragen daher Woll-Trikots, Lederschuhe und Kappen aus Baumwolle (auch wenn Fahrradhelme zur Sicherheit natürlich erlaubt sind!).

Natürlich gibt es nicht nur Regeln zu den Bikes und der Bekleidung. Die wichtigsten Reglements der Rennleitung sind:

  • Für die vier längsten Strecken ist ein medizinischer Nachweis für das „kompetitive Radfahren“ notwendig, für die kürzeste reicht eine allgemeine Bescheinigung.
  • Teilnehmer müssen 15 Jahre oder älter sein.
  • Die Mitgliedschaft im Radsportverband U.C.I. ist für internationale Teilnehmer zwingend.
  • Teilnehmer müssen ein Reparaturkit für unterwegs mitführen.
  • Rennräder sollten über außen liegende Züge und Schalthebel, die am Unterrohr angebracht sind, verfügen.

Der angegliederte Concours d’ÉlĂ©gance bewertet und prämiert zusätzlich die beeindruckendsten Fahrräder, die an der Fahrt teilnehmen.

Heldenhafte Radrennfahrer beim Nostalgierennen

Die Strecke hat es in sich. Auf zum Großteil schwer befahrbaren Schotterstraßen mit bis zu 18-prozentiger Steigung führt sie durch die Toskana. Bei der längsten Strecke sind 3.251 Höhenmeter zu bewältigen!

Quelle: http://www.eroicagaiole.com/routes

Und das Rennen ist wirklich nicht ungefährlich – das liegt nicht zuletzt an den sehr steilen Gefällen, bei denen die Bremsen der alten Räder schon mal an ihre Grenzen stoßen. Ebenso stehen auch Reifenpannen an der Tagesordnung. Hinzukommt auch noch gelegentlicher Gegenverkehr, da nicht die gesamte Strecke für den öffentlichen Verkehr gesperrt ist.

Auch an den Zwischenstationen gibt es nicht den üblichen Standard: Rotwein statt Energydrinks – und dazu natürlich toskanische Spezialitäten.

Warum wir Euch von der Eroica erzählen? Heute ist die gesamte L’Eroica-Strecke ausgeschildert und ganzjährig befahrbar. Und Ende Mai startet unsere neue E-Biketrekkingreise durch die Toskana. Hier zeigen wir Euch, wie sportlich Trekking mit dem E-Mountainbike wirklich sein kann. Wir fahren entlang der legendären Radrennstrecke nach Volterra, San Gimignano, Montalcino und Siena und wohnen in ausgewählten Landhotels. Mit Vintage-Rennrädern hat die Strecke tatsächlich etwas Heroisches, mit E-Bikes ist sie ein einziger Genuss.

Wenn Ihr neugierig geworden seid, findet Ihr hier noch mehr Infos zu unserer Reise

27. MĂ€rz 2018

#30daysofbiking – Biken für den guten Zweck!

Für uns sind Bikes nicht nur Sportgeräte, sondern auch nachhaltige Fortbewegungsmittel. In unserer Heimat, der Fahrradstadt Münster, wird diese Einstellung gelebt: Ein Großteil der Büro Frösche fährt mit dem Fahrrad ins Büro – das hält bekanntermaßen ja nicht nur fit sondern ist auch noch gut für die Umwelt.

Doch für Menschen in ländlichen Regionen von Entwicklungsländern ermöglichen Fahrräder noch viel mehr: den direkten Zugang zu lebenswichtiger Versorgung, den Weg zur Schule, Arztbesuche und sogar den Transport von Waren. Deshalb unterstützen wir die Aktion World Bicycle Relief und statten in Sambia Schülerinnen und Schüler mit robusten Rädern aus.

#30daysofbiking – im April jeden Tag aufs Rad!

Zum wiederholten Mal ruft der WBR zur 30 Days of Biking Challenge auf: Fahrt gemeinsam mit Radfahrern auf der ganzen Welt 30 Tage lang täglich Fahrrad – egal wie kurz oder lang, egal wie schnell oder langsam!
Unter dem Hashtag #30daysofbiking machen auch wir von Frosch im April auf die Aktion aufmerksam und posten auf Facebook und Instagram zusammen mit unseren Kollegen und Teamern unsere tägliche Dosis Biken.

Dabei freuen wir uns natürlich über Mitstreiter! Ob eine Fahrt zum Supermarkt, eine Runde um den Block oder doch die 30 km Tour am Wochenende – jede kleine Fahrt zählt. Selbst die Spinningstunde abends im Fitnessstudio! 😉
Seid dabei und tut so nicht nur Eurer Gesundheit und der Umwelt etwas Gutes, sondern helft uns und World Bicycle Relief, Menschen in Entwicklungsregionen zu mobilisieren.

Auf unserer Spendenseite könnt Ihr die Aktion und unser Engagement direkt unterstützen.

Was ist World Bicycle Relief?

World Bicycle Relief wurde 2005 von F.K. Day und Leah Missbach Day nach dem Tsunami im Indischen Ozean gegründet. Die erste Lieferung erfolgte in Sri Lanka und zusammen mit anderen Hilfsorganisationen konnte WBR hier mehr als 24.000 Fahrräder spenden, um den Menschen den Zugang zu zerstörten Dörfern, zu Schulen und zur Gesundheitsversorgung wieder zu ermöglichen.

Hier hat sich gezeigt, wie wirkungsvoll der Einsatz von Fahrrädern sein kann – und so entwickelten sich nach und nach mehr Projekte, mit deren Hilfe Schüler, Krankenpfleger und Kleinstunternehmer in den ländlichen Gegenden Afrikas, Südamerikas und Südostasiens stabile Fahrräder zur Verfügung gestellt werden können. WBR eröffnet durch die Ausbildung von Fahrradmechanikern darüber hinaus auch Arbeitsplätze in den eigenen Montagestätten vor Ort.

Die Fahrräder

World Bicycle Relief stellt speziell entwickelte, robuste und vor Ort montierte Fahrräder her. Mittlerweile hat WBR mehr als 10 Jahre Erfahrung im Design von Fahrrädern sowie Programmen für den besonderen Bedarf an verlässlichen und bezahlbaren Transportlösungen in ländlichen Entwicklungsregionen. Bis heute hat WBR mehr als 300.000 Buffalo-Fahrräder an Schüler, Krankenpfleger und Kleinstunternehmer ausgeliefert.

Alle Infos zur Entwicklungshilfe mit Frosch

20. MĂ€rz 2018

Sportclub Real: rustikales, uriges Hotel mit guter Lage & 4 Skigebiete mit leeren Pisten

Reisebericht von Jennifer – 2. bis 11. März 2018
FROSCH Reiseziel Sportclub Real in Davos, Schweiz

Von Essen aus ging es um 21:00 Uhr los und da es keine unvorhergesehenen Zwischenfälle gab, waren wir am nächsten Morgen schon vor 8:00 Uhr in Davos. Wir teilten uns den Bus mit einigen Arlberg-Fahrern, die an einer Raststätte in Österreich den Bus verließen. Der Bus war sehr gut ausgestattet und die Beinfreiheit im Relaxsessel sorgte dafür, dass ich eine Mütze voll Schlaf bekam.

Der Sportclub Real

Der Sportclub Real ist ein älteres Hotel, welches von außen nicht gerade den besten Eindruck macht. Von Innen würde ich es als rustikal und urig bezeichnen und insbesondere der Speisesaal, der gleichzeitig auch die Bar ist, verbreitet eine gemütliche Atmosphäre. Bisher kannte ich nur das Maloja Palace bei St. Moritz, mit dem es aber nicht zu vergleichen ist.

Das Wochenprogramm

Das Wochenprogramm wurde, wie ich es von der letzten Reise her kannte, ansprechend und engagiert durchgeführt. Die Hausleiterin war sehr kompetent und ihr Vortrag über die Lawinenforschung in der Schweiz, war deutlich interessanter, als der Titel vermuten ließ.

Einzig die von den Mitreisenden initiierten Spontan-Partys scheiterten an der nicht vorhandenen Soundanlage und den sichtlich überforderten Teamern, die wahrscheinlich noch keine Party im Real erlebt hatten. Auch der für Frosch übliche Kicker fehlt in Gänze. Hervorzuheben sei an dieser Stelle der Teamer Alex, welcher sich besonders engagiert zeigte.

Die Ausstattung

Die sehr kleine Sauna sorgt nach einem langen Skitag für Entspannung, leider gibt es nur eine Dusche, was gerade bei großem Andrang zu Staus vor und in der Sauna sorgt.

Da im Ruheraum nicht viel Platz ist – es gibt nur 4 Saunaliegen – steht man schon mal wie Falschgeld im Raum und wartet, dass entweder die Sauna, die Dusche oder die Liege frei wird. Leider ist die Sauna auch bei schlechtem Wetter erst ab 16:00 Uhr geöffnet gewesen, hier sollte die Hausleitung noch mal drüber nachdenken, ob man dann nicht schon ab Mittag den Saunaofen anwirft. Das würde den Andrang dann vielleicht entzerren.

Schön wäre auch, wenn die Bar eher öffnen würde, da nicht jeder erst um 16:30 Uhr von der Piste kommt und gerne mal was Warmes trinken würde.

Ich hatte ein Doppelzimmer Kat. A, mit Balkon (Nr. 34). Das Zimmer war für 2 Erwachsene sehr groß und im alten Stil eingerichtet. Im Bad hatten wir sogar eine Badewanne. Auf YouTube gibt es ein altes Promotion Video von Frosch, in dem man das Zimmer sehen kann.

Wir hatten auf unserem Zimmer noch W-LAN Empfang, welches kostenlos zur Verfügung steht.

Die Lage

Der Sportclub Real ist gut gelegen und das ist das Plus des Clubs. Die Skibushaltestelle und auch der Bahnhof der Rhätischen Bahn sind ca. 100 m entfernt. Neben der Bushaltestelle ist auch der Einstieg ins Skigebiet Parsenn. Mit der langen Talabfahrt kann man bis vor die Eingangstüre des Reals abfahren. Ein Sparmarkt liegt gegenüber des Sportclubs. Es gibt in Davos sogar eine Aldi-Filiale und noch mehrere andere Supermärkte.

Die Skigebiete

Rinerhorn im Hintergrund

Rinerhorn im Hintergrund

Das Skigebiet besteht aus 5 verschiedenen Gebieten, die alle mit Bus oder Bahn erreicht werden können, wovon eines, das Gebiet Pischa, keine präparierten Pisten besitzt.
Somit ergeben sich ca. 300 Pistenkilometer. Der Skipass hat 370 Euro für 8 Tage gekostet. Nicht gerade günstig, aber das Skigebiet kann in einer Hinsicht den Preis rechtfertigen: Im Vergleich zu den großen österreichischen Gebieten ist es unfassbar leer. Wartezeiten an Liften sind hier faktisch nicht vorhanden. Einzig der Sonntag wird mal etwas voller, da dann auch die Einheimischen gerne mal auf den Berg fahren.

Die Skigebiete im Einzelnen

Das Gebiet direkt vor der Türe heißt Parsenn / Klosters und ist das größte der Gebiete.
Hier findet man Pisten aller Schwierigkeitsstufen. Die Hütte an der Mittelstation der Parsennbahn mit dem wenig spektakulären Namen „Höhenweg“ bietet gute und vor allem große Pizzen, die man sich gut teilen kann. Tolle Terrasse mit Blick auf Davos und schönes Ambiente innen. Hier beginnt die Talabfahrt, so dass man hier noch einen Absacker, in welcher Form auch immer, trinken kann.

Die bekannteste Hütte in dem Gebiet, die Alte Schwendi Hütte an der Piste 24 liegt in der Sonne mit tollem Blick auf die Berge. Hier ist es etwas teurer, aber dafür ist man unter sich.
Einen Abstecher wert ist auch das Iglu-Dorf, das unscheinbar im Skigebiet liegt und zu dem man freien Eintritt hat. Im Inneren gibt es eine Eisbar, ein Restaurant und ein Hotel.

Ein absoluter Tipp für Kaffee- und Kuchenfreunde

… ist das Kaffee-Klatsch Klosters. Es liegt völlig unscheinbar neben der Gotschna-Gondel, am Ende der Talabfahrt nach Klosters und ist von Innen ein richtiges Kleinod. Super Kaffeekreationen und ein Traumkuchenbuffet und das alles zu völlig akzeptablen Preisen, kann man drinnen oder auf der Sonnenterasse genießen. Man kann hier auch zu Mittagessen, haben wir aber leider nicht mehr geschafft.

Parsenn Rapid Lift

Parsenn Rapid Lift

In diesem Gebiet findet Ihr auch die einzige schwarze Piste, die dieses Prädikat auch verdient: die schwarze 13 nach Davos Wolfgang, unbedingt fahren! Unten angekommen, kommt Ihr alle 15 Minuten entweder nach Klosters oder zurück zur Parsennbahn.

Das zweitgrößte Gebiet ist das Jakobshorn. Es bietet schöne Carving-Pisten und schöne Hütten. Herauszuheben ist die Jatzhütte (Piste Nr. 11), super Lage, chilliger Sound oder auch Live Musik werden hier geboten.
Hier haben wir auch zu Mittag gegessen. Es gab Käsespätzle, die im Gegensatz zum Hüttenabend von Frosch, auch den Namen verdienten, doch hierzu später.
Vis-Ă -vis liegt der Funpark mit allem, was das Freestyle-Herz höher schlagen lässt.

Jakobshorn Blick auf Rinerhorn

Jakobshorn Blick auf Rinerhorn

Nun zu den beiden kleineren Gebieten, zuerst die sonnige Madrisa.

Dieses Gebiet liegt gegenüber von Klosters. Ganz nett liegt dieser Berg den ganzen Tag in der Sonne. Hier hat man investiert und einen Sessellift gebaut, der als 8er mit Heizung als modern zu bezeichnen ist.

Madrisa Alp

Madrisa Alp

Warum die Talabfahrt Nr. 10 eine schwarze Piste ist, erschließt sich mir nicht, aber Sie ist super zu fahren und führt im unteren Teil wildromantisch an einem Bächlein entlang.
Für mich eine der schönsten Abfahrten im Gebiet. Die Hütte auf diesem Berg ist die Madrisa-Alp. Schöne Lage und von Innen ein wahres Schmuckstück. Am Sonntag sollte man hier nicht fahren, da es dann sämtliche Familien auf den Berg zieht.

Hütte Chesetta Piste 24

Hütte Chesetta Piste 24

Das Skigebiet Rinerhorn könnte so schön sein. Es ist ein kleines Gebiet, nochmal deutlich leerer als alle anderen, mit zwei schönen Talabfahrten. Leider gibt es, bis auf die Gondel im Tal, ausschließlich Schlepplifte, die auch nicht gerade kurz sind. Schade, denn die Pisten sind sehr schön und die Aussicht von der tollgelegenen Hubelhütte (mit Sonnenterrasse) auf das Jakobshorn ist echt super. Hier sollte Davos, wie auf der Madrisa, mal zumindest einen Sessellift spendieren.

Blick von Bergstation Jakobshorn

Blick von der Bergstation Jakobshorn

Das Freeride-Gebiet Pischa rundet das Angebot ab. Es gibt hier nur eine Gondel und keine präparierten Pisten. Da ich eher auf der Piste zu Hause bin, bin ich hier nicht gewesen.

Die Verpflegung

Das Essen hat wie üblich 4 Gänge, vorab immer eine Suppe, dann einen Salat sowie ein Hauptgericht und wie für Frosch üblich nach der Info für den nächsten Tag den Nachtisch. Die angebotenen der Speisen waren gut und lecker. Für Vegetarier wurden auf Wunsch extra Speisen angeboten, selbst auf Allergien und Unverträglichkeiten, wurde eingegangen. Was der Koch jeden Abend zauberte, hatte durchaus Restaurant Niveau.

Am küchenfreien Tag ging es zum Essen ins Restaurant „Mühle Sertig“.
Der Schweizer Gasthof hatte nur für uns geöffnet. Mein Mann hatte mir vom letzten Jahr erzählt und von den Käsespätzlen geschwärmt. Leider hatte der Koch vor Ort wohl gewechselt, denn ins Schwärmen kam man bei den gereichten Spätzlen nicht – Käsespätzle ohne Käse sind wie Gulasch ohne Fleisch. Vielleicht wurde der Koch vom letzten Jahr ja von der Jatzhütte (siehe oben) abgeworben. Die angebotenen Käsespätzle waren furchtbar trocken und hatten eher Ähnlichkeit mit einem missratenen Kaiserschmarrn.

Die anschließende Fackelwanderung war ca. 45 Minuten lang, sehr schön und stimmungsvoll.
Am Ende ging es mit dem Bus wieder zum Hotel. Leider hatte die Bar geschlossen, so dass der Abend hier abrupt und unverhofft endete.

Mein Resümee dieser Reise

Ein zu empfehlendes Reiseziel mit ansprechenden und vor allem leeren Pisten. Davos sollte dringend in die Gebiete investieren, da man auf Dauer so dem hohen Skipasspreis nicht gerecht wird. Das Hotel, so haben wir vor Ort gehört, soll zur nächsten Saison voraussichtlich renoviert werden. Hoffentlich bleibt der alte Charme dabei erhalten. 

Ski-Anfänger sind in Davos nicht unbedingt gut aufgehoben, da es zu wenig einfache Pisten gibt.
Nützlich ist die Davos-Klosters App, die bestens über die Liftanlagen und Pisten informiert.

Liebe Grüße an alle die dabei waren, besonders an Christiane, Tanja, Reinhard, Karo, Sigrid und Michael.

Skilift Crans Montana

19. MĂ€rz 2018

Highlife am Skilift: 7 Tipps wie Ihr Pistenkilometer statt Warteminuten sammelt

Die Osterferien stehen vor der Tür – und damit auch die Hauptsaison für viele Skifahrer unter Euch!

Kein Wunder, denn gerade zu Ostern ist Skifahren besonders schön: Schnee satt auf den Gletschern, angenehme Temperaturen und im Tal verspürt man schon einen Hauch von Frühling. Bei solchen Vorhersagen schlägt jedes Skifahrerherz höher – dafür kann es dann am Skilift schon mal kuschelig werden. Eine Wartezeit von bis zu 20 Minuten ist in manchen Skigebieten leider keine Seltenheit. Hier hilft entweder eine nette und gesprächige Begleitung – oder die Devise „aktiv anstehen, statt hinten einreihen“.

Damit Ihr nach einer flotten Abfahrt beim Anstehen nicht schon wieder auskühlt und Euch die Beine in den Bauch steht, haben wir für Euch ein paar Tipps gesammelt, damit Ihr Pistenkilometer statt Warteminuten sammeln könnt.

Einfach Vordrängeln?

Die letzte Abfahrt hat prima geklappt und man kann es kaum erwarten, die nächste Piste zu erklimmen – wäre da nicht die endlos wirkende Warteschlange vorm Skilift. Vordrängeln ist hier leider bei vielen Skifahrern immer noch die Möglichkeit Nummer eins, möglichst schnell wieder ein paar Höhenmeter gut zu machen. Doch als rücksichtsvoller Skifahrer sollte das nicht in unser Repertoire gehören – und böse Blicke und zerkratzte Skier kann immerhin auch niemand leiden.

1. Entscheidungsfreudig sein

Bereits bei der Abfahrt Richtung Skilift solltet Ihr auf die Fließdynamik der Warteschlange achten. Wo sind Lücken? Wo geht es schneller? Wo wartet vielleicht nur jemand auf einen Nachzügler? Sind Gruppen in der Schlange?

Je eher Ihr die Dynamik der Schlange überblickt, desto schneller könnt Ihr Euch entscheiden.

2. Unentschlossenheit ausnutzen

Da Ihr ja nun die Stärke der Entscheidungsfreudigkeit besitzt, solltet Ihr diese Schwäche bei den Anderen ausnutzen: Denn Eure besten Freunde in der Warteschlange sind unentschlossene Gruppen. Die Frage „Warten oder nicht warten?“ ist fast schon greifbar – und Ihr wartet nicht, bis jemand sie beantwortet hat, sondern gleitet einfach an Gruppenfahrern vorbei.

3. Nicht in der Mitte anstellen

… denn diese stellt sich nicht selten als Sackgasse heraus. Hier warten Gruppen auf ihre Nachzügler oder man hält nochmal eben, um sich die Nase zu putzen. Also lieber auf die linke oder rechte Seite ausweichen.

Zusatztipp: Bei einem geraden Wartekorridor nehmt Ihr die Seite, die weiter entfernt von der Piste liegt.

4.  Den längeren Weg nehmen

Und das ist auch schon die Überleitung zum vierten Tipp: Denn der längere Weg ist meistens der schnellste in der Warteschlange. Denkt einfach an einen Fluss: Auch hier fließt das Wasser im äußeren Bereich der Kurve schneller als innen. Wenn es also linksherum zum Lift geht, stellt Ihr Euch rechts an und umgekehrt. Auch positiv: Die Gefahr eingequetscht zu werden, ist außen ebenfalls geringer.

5. Lücken nutzen

Wichtig ist hier der kleine feine Unterschied zum Drängeln: Beim Anstellen an der Schlange werden die Lücken analysiert und dann sofort ausgenutzt. Hierfür muss vielleicht das ein oder andere Mal ein Ski angehoben und ein quatschender Nachbar überholt werden – der wird es aber wahrscheinlich nicht einmal bemerken oder Verständnis haben. So könnt Ihr elegant in die Lücke gleiten, ohne dass Ellenbogen rausgeholt und andere Skier zerkratzt werden müssen.

6. „Aktiv anstellen“ wörtlich nehmen

Apropos Ellenbogen – Euren Körper dürft Ihr natürlich auch einsetzen. Vielleicht nicht gerade zum Niederringen Eures Vordermannes – aber um Eure Körperstellung der Dichte der Warteschlange anzupassen. Einfacher gesagt: Je nach Lücke oder „Drängelfaktor“ ist schon mal eine sehr enge Ski- oder Armstellung Eurerseits gefragt. Wenn Ihr Eure Wunschlücke erreicht habt, könnt Ihr Eure Skistellung langsam wieder verbreitern. Das ist nicht nur entspannter für Euch, sondern so könnt Ihr auch Eure Position behaupten. (Und falls Euer Hintermann auf die Idee des Niederringens kommt, seid Ihr schon mal gewappnet…)

7. Fokussieren

Natürlich ist gegen einen netten Plausch nie etwas einzuwenden, gerade bei unseren sympathischen und charmanten Frosch Gästen kann man sich schon mal schnell verquatschen. Am Skilift gelten andere Regeln. Lasst Euer Ziel nicht aus den Augen: Das Erreichen des Lifts! Denn ein häufiger Fehler ist, dass man als Gruppe zusammenfahren möchte. Bleibt also bei der Sache! Wie geht ein altes österreichisches Sprichwort? „There are no friends at the Liftschlange!“

In diesem Sinne: Schönen Skiurlaub und viel Spaß auf der Piste!

Ihr wollt unsere Tipps noch diese Saison umsetzen? 
Hier findet Ihr Inspirationen für Euren Skiurlaub über Ostern

14. MĂ€rz 2018

Sportclub Traube: Das Zillertal im März 2018

Reisebericht von Uwe – 2. bis 11. März 2018
FROSCH Reiseziel Sportclub Traube in Uderns, Österreich

Nach 3 Jahren mal wieder zum Skifahren. Ein Blick in den Frosch Katalog und es war schnell ein Ziel gefunden. Es sollte in den Sportclub Traube gehen. Uderns ist ein kleines etwas verschlafenes Dorf im Zillertal.

Wie immer mit dem Bus ab Essen. Dieser kam pünktlich um 21 Uhr am Hauptbahnhof an und es folgte eine sehr entspannte Fahrt im Relaxsessel. Die Busfahrer waren freundlich und hilfsbereit und durch die ruhige Fahrweise konnte man auch gut schlafend die Nachtfahrt überstehen.

Pünktlich um 8 Uhr kamen wir in Uderns an. Nach einer kurzen Einweisung durch den Hausleiter Ludwig konnten wir unser erstes Frühstück genießen. Hier blieb kein Wunsch offen.
Die vorbestellten Skipässe konnten direkt im Haus abgeholt werden und so ging es rasch auf die Piste. Die Skibushaltestelle in Richtung Kaltenbach liegt direkt vor dem Eingang des Skiraumes.

Nach einem ruhigen ersten Skitag bezogen wir unser Zimmer, welches in der 3. Etage des Hauses lag. Da es keinen Aufzug gibt, mussten die Koffer hoch getragen werden – aber dafür hatten wir vom Balkon einen direkten Blick auf die Berge. Der lohnte sich besonders morgens, da die Bergspitzen in der aufgehenden Sonne schon eine toller Anblick sind.

Verpflegung en masse & Getränke all-in

Um 19 Uhr wurde dann das Abendessen serviert oder besser gesagt das Buffet eröffnet. Hier hatten wir dann auch die Befürchtung, wenn es so die ganze Woche ausfällt, könnte die Skikleidung ein wenig eng werden. Suppe, Salatauswahl und mindestens immer 3 verschiedene Hauptspeisen gekrönt von einem Nachtisch ließen keine Wünsche offen! Jeden Abend stand das Buffet unter einem anderen Motto und es hielt immer, was es versprach. Chef in der Küche sind die Hauseigentümer, die sich auch mit ihren Mitarbeitern um alle anderen Belange rund um das Hotel kümmern.

Das besondere Highlight ist das All-in für Wein, Bier und Softdrinks. Jonas der Barkeeper war er immer darum bemüht, dass keiner lange auf sein Getränk warten musste. Trotz allem gab es keine unangenehmen Ausfälle bzgl. zu großer konsumierter Mengen Alkohol.
Im Anschluss an das Essen gab es die übliche Begrüßung mit Sekt und Vorstellung der Teamer.

Skiguiding im Zillertal – große Auswahl & inklusive Busshuttle

Am nächsten Morgen folgte dann das erste Skiguiding nach Kaltenbach. Wir wurden in Gruppen eingeteilt, so dass jeder in seinem gewünschten Tempo das Skigebiet erkunden konnte. Mittags wurde sich dann auf einer Hütte getroffen, um gemeinsam die Pause zu verbringen. Im Anschluss wurde das Guiding fortgeführt, was ich so noch nicht kannte. Gegen 15.30 ging es dann ins Tal und zurück ins Hotel. Hier dann die nächste Besonderheit. Die Betten waren gemacht und es gibt, wenn man will, einen täglichen Handtuchwechsel.
Uns zog es jedoch in den Wellnessbereich der mit seinen 3 Saunen und dem großen Ruhebereich keine Wünsche offen lässt.

Zillertal

Die nächsten 3 Skigebietsführungen wurden mit einem eigenen Busshuttle durchgeführt. Somit ging es nach Mayrhofen, Zell am Ziller und nach Königsleiten. Dieser Service ist eine tolle Sache, da damit auch keine Wartezeiten auf den öffentlichen Bus entstehen. Teilweise wurde im Bus ein wenig AprĂšs-Ski gefeiert, welcher dann in der Hotelbar direkt fortgeführt wurde.
An den freien Skifahrtagen zog es uns zum Spieljoch. Hier liegt die Bushaltestelle 200 m vom Haus entfernt. Das Gebiet ist recht klein, jedoch gab es am Morgen keine Schlange am der Gondel. Also direkt hinauf und die Talabfahrt nach Fügen genießen. Am Ende der Geolsalm-Talabfahrt kann man alle 20 Minuten den Bustransfer nach Hochfügen nutzen und dann wieder über herrliche Pisten nach Kaltenbach fahren.

Abends gab es verschiedene Freizeitangebote. Kickerturnier, Kegelabend, Quizabend und ein Zipfelbobrennen, welches aber leider wegen schlechten Wetters abgesagt wurde.
Die Teamer hatten immer ein offenes Ohr und waren immer bemüht, uns mit Insidertipps zu versorgen. Sie sind eigentlich die ganze Zeit nur für das Wohl der Gäste zuständig.
Schnell war die Woche rum und so ging es nach einem richtigen Abendessen mit Braten, Kartoffeln usw. am Samstagabend per Bus nach Hause.

Mein Fazit

Ein tolles und sehr gepflegtes Haus mit eine engagierten Team. Super Essen und das Getränke All-In schont den Geldbeutel. Durch die direkte Lage an den Skibushaltestellen entfällt das lästige Laufen in den Skischuhen. Die Skigebiete lassen keine Wünsche offen.

Trois Vallées

13. MĂ€rz 2018

Hoch über den Wolken von Trois VallĂ©es

Reisebericht von Andreas B. – Februar 2018
FROSCH Reiseziel Sportclub Les Fontanettes in Le Bettaix, Frankreich

Bereits um 17 Uhr ging es in Münster mit dem Bus los. Eine lange Nacht sollte es werden. Bei der Buchung der Reise waren die Relaxsessel leider schon ausgebucht. Entsprechend müde kamen wir am frühen Morgen in Le Bettaix an. Von Frosch kam Teamerin Sophie zu uns in den Bus, begrüßte uns mit einem fröhlichen „Guten Morgen“ und lud uns zum Frühstück ins Haus ein. Da die Zimmer erst noch gereinigt werden mussten, durften wir noch nicht aufs Zimmer. Nach dem Frühstück konnten wir uns im Speiseraum umziehen und für die Piste fertig machen. An unserem ersten Tag haben wir die Skipisten vor der Haustür in Les Menuires und Val Thorens erkundet. Müde vom Ski Fahren und vor allem von der Reise waren alle Gäste am ersten Abend ziemlich schnell in ihren Zimmern verschwunden.

Das Skigebiet

Das Skigebiet Trois VallĂ©es mit seinen über 600 Pistenkilometern ist nicht nur groß, sondern auch großartig was die Vielfalt der Pisten betrifft. Vom Anfänger bis um Profi wird jedem etwas geboten. Breite Pisten laden zum Carven ein, steile Pisten für die Geübten und Buckelpisten für die Profiskifahrer bieten eine große Abwechslung. Es gibt viele schöne Talabfahrten, die durch die verschneiten Wälder führen. Dieses Jahr gab es so viel Schnee, dass die Talabfahrten problemlos möglich waren.

Die Verpflegung

Robert und sein Küchenteam haben jeden Abend ein leckeres Essen gezaubert. Das tägliche 4-Gänge-Menu bestehend aus Suppe, Salatbuffet, Hauptgang und Dessert war sehr lecker, abwechslungsreich und es gab immer noch einen Nachschlag für die ganz Hungrigen. Besonders gut gefallen hat mir der Racletteabend. Vielen Dank noch mal an das Küchenteam. Und natürlich auch an das Thekenteam Steffi und Mira, die uns ständig mit Getränken wie dem GĂ©nĂ©pi, einer örtlichen Spezialität, versorgten.

Das Programm

Nach dem Skifahren und nach dem Abendessen kann man sich gemütlich in die Lounge setzen, etwas chillen und einen Cocktail trinken. Die Sitze vor dem Kamin waren sehr begehrt, aber leider auch sehr begrenzt.
Ein Überfall beendete den Casinoabend. Bei Black Jack, Roulette, Würfelspielen etc. haben wir den glücklichsten Zocker des Abends ermittelt. Für jeden Abend hatten die Teamer ein Angebot für uns, um nicht gleich nach dem Abendbrot ins Bett gehen zu müssen. Eine Fackelwanderung für diejenigen, die vom Ski Fahren noch nicht müde waren, ein Vortrag über das Tal, Le Bettaix, seine Geschichte und berühmten Bewohner rundeten das Abendprogramm ab. Natürlich gab es auch das beliebte Kickerturnier. Diesmal mit der Variante, dass 4 Leute pro Mannschaft zusammenspielen. Jeder durfte einen der Griffe bedienen was die Koordination nicht vereinfachte. So hatten wir alle noch mehr zu lachen. Da wir dann schon mal im Partykeller waren gab es gleich Musik vom Plattenteller. Verstärkt wurden wir von den Gästen der anderen beiden Gruppenreisen. Plötzlich war die Tanzfläche voll mit jungen tanzenden Leuten.

Die AprĂšs-Ski Partys

… können die Franzosen nicht so gut wie die Ösis. In Le Bettaix muss man zum Glück nicht lange suchen. Zwei Mal die Woche ist Party. Auf der Sonnenterrasse vom Frosch Haus wird die Schneebar besetzt. Glühwein und andere Heißgetränke helfen einem beim Auftauen der Finger. Gefeiert wird bis die Sonne hinter dem Berg untergeht oder der Hunger einem zum Abendbrot treibt.
Wer AprĂšs-Ski auf der Piste sucht, wird oberhalb von Val Thorens fündig. Das La Folie Duce, eine Hütte an der Piste Plein Sud ist Treffpunkt aller Freunde der lauten Partymusik. Bei schönem Wetter relaxen die Leute an dem vor der Hütte gelegenen Hügel oder tanzen auf den Tischen. Hungrige können sich mit einem Burger vom Foodtruck helfen.

Das Wetter

Wie unterschiedlich das Wetter in den Bergen sein kann, haben wir fast jeden Tag erlebt. Je nach Tal steckten wir mal im Nebel oder waren über den Wolken im Sonnenschein. Dementsprechend war auch die gefühlte Kälte. Bei Temperaturen bis zu -17 Grad waren die Finger und Füße nicht immer warm. Dafür war die Aussicht über den Wolken oft überwältigend.

Fazit

insgesamt haben wir wieder eine tolle Woche mit gutem Wetter erlebt. Nur ganz viel Neuschnee hätte den Urlaub noch übertreffen können. Da wir nur einen Teil der Pisten und Skilifte kennengelernt haben, kommen wir bestimmt nochmal wieder. Wir haben uns sehr wohl gefühlt und werden sicher noch den ein oder anderen Urlaub mit Frosch verbringen.

Trois Vallées

2. MĂ€rz 2018

Von der Piste in die Sauna: Aprés Ski mal anders!

So geht Wellness-Aprés Ski

AprĂ©s Ski gehört für viele zum Skiurlaub wie das Jakobshorn zu Davos. Dabei muss es gar nicht immer laut und hochprozentig zugehen. Wer es machen will wie die Profis, geht nach einem langen Tag auf der Piste in die Sauna. Das ist Wellness-AprĂ©s Ski pur!

Dabei tut der Saunagang nicht nur der Seele gut und gibt Anlass, mit netten Leuten in entspannter Atmosphäre zu relaxen. Nach einem sportlichen Tag im Schnee lädt der Aufenthalt in der Hitze die Akkus wieder voll auf und ist richtig gesund.

Warum Sauna so gut tut

Wem es nicht nur um einen entspannten Tagesausklang geht, der weiß: Beste Trainingserfolge genießt man auch beim Skifahren erst durch Erholungsphasen nach dem Sport. Da ist der Aufenthalt in der Sauna gerade richtig. Die Durchblutung und der Stoffwechsel werden durch die heiße Luft angeregt. So erleichtert Ihr Eurem Körper die Regeneration – Laktat wird zum Beispiel schneller abgebaut.

Auch die Muskulatur wird es Euch danken, denn „Entspannung“ kann man in der Sauna wörtlich nehmen. Verspannungen lösen sich und durch die verbesserte Durchblutung können kleinere Muskelverletzungen, Zerrungen und Muskelkater verhindert oder deren Heilung beschleunigt werden.

Nicht zu unterschätzen ist auch: Das Immunsystem wird gestärkt. Der Wechsel zwischen heiß und kalt härtet den Körper ab und kann beispielsweise Erkältungen und Grippeerkrankungen vorbeugen.

Wann ist die beste Zeit für die Sauna?

Ganz wichtig ist das „AprĂ©s“ im Wellness-AprĂ©s Ski. Vor dem Sport ist es nicht besonders ratsam, die Sauna aufzusuchen. Bei jedem Durchgang schwitzt Ihr bis zu einem halben Liter Flüssigkeit und Elektrolyte aus. Die Leistung lässt deutlich nach, wenn der Körper zu wenig Flüssigkeit hat. Also besser erst Leistung erbringen und sich dann ein wenig Erholung gönnen.

Und noch ein Tipp: Um eurem Körper nicht mehr abzuverlangen als nötig, wartet nach dem Sport, bis der Puls unter 100 Schlägen ist.

Und wie sauniere ich „richtig“?

Erst einmal heißt es Duschen: Zum einen aus hygienischen Gründen und zum anderen, um den Fettfilm auf der Haut zu entfernen. Dieser verzögert das Schwitzen. Nach dem Duschen außerdem ordentlich abtrocknen, denn: Trockene Haut schwitzt leichter.

Im Normalfall plant man 2 Saunagänge ein. Der erste ist meist etwas kürzer (8-12 Minuten), der zweite kann auch etwas länger sein. Grundsätzlich gilt aber: lieber kurz und heiß als lauwarm und lang.

Doch in erster Linie gilt Folgendes: Richtet Euch nach Eurem persönlichen Wohlbefinden! Auch wenn in den meisten Saunen Sanduhren mit einer Zeitspanne von 15 Minuten hängen, braucht Ihr nicht die volle Viertelstunde aushalten. Dies überanstrengt nachher nur Euren Körper und die positiven Effekte auf Eure Gesundheit gehen verloren. Saunieren ist kein Kräftemessen, also lieber die Sauna frühzeitig verlassen und dafür später am Kicker die Muskeln spielen lassen. 😉

Die beste Haltung während des Saunaganges ist die Rückenlage. Dann ist der Körper in einer Temperaturzone. Wer lieber sitzt, zieht beim Sitzen am besten seine Beine an. Erst gegen Ende des Saunagangs (ca. 2 Minuten vorher) solltet Ihr eine normale Sitzposition einnehmen, Eure Füße auf den Boden stellen oder baumeln lassen – so bereitet Ihr Euren Körper auf das Aufstehen vor.

Abkühlung mit Aussicht in unserem Sportclub Carlton.

Abkühlung mit Aussicht in unserem Sportclub Carlton.

Nun geht es ans Abkühlen: Am besten nutzt Ihr den Freibereich der Sauna – besonders beliebt bei den Hartgesottenen ist der Sprung in den Schnee. Wenn Ihr Euch nicht dazu nicht überwinden könnt, kein Problem:

  • In jedem Fall solltet Ihr Eurem Körper ein paar Minuten frische Luft gönnen.
  • Bleibt währenddessen in Bewegung, indem Ihr z.B. auf und ab geht, so bringt Ihr Euren Kreislauf in Schwung.
  • Kühlt Euch mit kaltem Wasser ab, dabei den Strahl immer Richtung Herzen führen. Einfach bei den Füßen anfangen, dann langsam hoch zur Leiste und weiter mit den Händen bis zur Schulter. Wer es ganz genau nimmt, fängt mit der rechten Seite an.

Geübte Saunagänger können statt Schnee auch das Tauchbecken nutzen – aus hygienischen Gründen sollte aber auch hier vorher geduscht werden.

Nun heißt es: Ruhe! Entspannt Euch im Ruhebereich der Sauna, lest dabei etwas oder schließt einfach die Augen – und das mindestens 15 Minuten. So entspannt kann der morgige Skitag doch gar nicht früh genug kommen. 😉

Auf unseren Skireisen findet Ihr übrigens in allen Frosch Sportclubs eine Sauna. Also nichts wie hin! 

23. Februar 2018

Zu Gast bei Jill & Alex auf der Lazy Finca auf Mallorca

Reisebericht von Martina – Mai 2017
FROSCH Reiseziel Lazy Finca auf Mallorca, Spanien

Beim Stöbern auf der Frosch Homepage stieß ich auf die Lazy Finca bei Felanitx – ein Hotel abseits des Touristentrubels auf der Deutschen liebsten Insel Mallorca.

Voller Vorfreude und auch mit einem etwas mulmigen Gefühl ging es für mich als Alleinreisende Ende Mai von Frankfurt aus gen Süden. Bereits bei der Fahrt über die Landstraße und den holprigen Feldweg von Felanitx zur Lazy Finca wurde mir bewusst: Das wird ein anderer Frosch Urlaub als bisher bekannt.

Der erste Eindruck

Die Aufregung und Angst vor Langeweile auf dem Land war schnell verflogen, nachdem ich die lässigen Inhaber der über 400 Jahre alten Finca, Jill und Alex, ein deutsches Auswanderungspärchen, kennen lernte und über das komplette Anwesen geführt wurde. Ich war sofort begeistert von den Beiden, aber auch von deren ‚lazy‘ Konzept, der besonderen einzigartigen Unterkunft, Natur und ruhigen Umgebung. Bereits die Lage der Finca bringt Entspannung mit sich. Das Hotel liegt fernab von jeglichem Mallorca/Ballermann-Trubel und ist umgeben von Wiesen, Tieren, Feldern und Obstbäumen. Die hauseigenen Orangen- und Zitronenbäume (sogar Selberpflücken ist erlaubt) und freilaufenden Hühnern machen die Landidylle perfekt. Neben den individuell eingerichteten, charmanten landestypischen und sehr ruhigen Zimmern sind auch die öffentlichen Bereiche des Hotels sehr ansprechend gestaltet und liebevoll restauriert. Besonders erwähnenswert sind die sonnige, chillige Dachterrasse, der Retro-Aufenthaltsraum (mit TV, Bibliothek und Nintendo für trübe Tage – hier musste ich nur an einem Tag für ein paar Stunden verweilen) sowie der gemütliche Poolbereich, welcher von viel Grün umgeben ist. Perfekt, um ab der ersten Minute auf den gemütlichen Liegen, dem Bali-Bed oder in der Hängematte die Seele baumeln zu lassen und das tolle mallorquinische Wetter zu genießen.

Genießen wird hier groß geschrieben

Den ersten Tag verbrachte ich damit, zu Fuß die schöne Umgebung zu erkunden und ganz lazy (das Wort der Woche) mit einem guten Buch am Pool zu relaxen. Am Abend lernte ich die anderen Gäste beim gemeinsamen Abendessen an einer langen Tafel im Freien kennen. Hier wurde mir sofort klar, abnehmen ist nicht. Das Essen der spanischen Köchin Belen war einfach köstlich und mit viel Liebe zubereitet. Es gab jeden Abend 3 Gänge, den Hauptgang konnte man meist zwischen vegan (!) /vegetarisch oder Fleisch/Fisch wählen. An einem Abend wurde gegrillt (mein absolutes kulinarisches Highlight), an 2 Tagen blieb die Küche kalt (wir fuhren als Gruppe mit dem Fahrrad nach Felanitx und waren dort in einem netten Bistro essen), aber auch eine landestypische Paella (vegetarische und Meeresfrüchte-Variante) durfte im Laufe der Woche nicht fehlen. An dieser Stelle möchte ich auch das tolle Frühstücksbuffet erwähnen. Auch hier fehlte es an nichts. Es gab Kaffee, Müsli, Marmelade, (spanische) Wurst, Käse, Obst, nach eigenen Wünschen zubereitete Eier der fincaeigenen Hühner, Frischkäse, Saft, Aufstriche etc. Ich habe es täglich genossen mit den ersten Sonnenstrahlen und einem ausgiebigen Frühstück mit netten Gesprächen in den Tag zu starten.

Im Folgenden möchte ich auf verschiedene weitere Punkte, Erlebnisse und Eindrücke aus meiner lazy (ok, nicht immer) Woche eingehen:

Das Programm

Typisches Frosch Programm gibt es auf der Finca nicht – auch keine Teamer! Die Tage gestaltet man dadurch frei und selbstständig. Die Gastgeber Jill und Alex geben allerdings gerne Insidertipps für Ausflüge und Aktivitäten – so besteht die Möglichkeit, über externe Anbieter verschiedene Touren zu buchen: Wanderungen, Buchten-Bootstour, Ausritte von einem naheliegenden Gestüt,
 Auf der Finca selber gibt es eigene kostenlose Fahrräder und SUP-Boards. Ich habe die positive Erfahrung gemacht, mich jeden Tag anderen Gästen anschließen zu können, um die nähere Umgebung zu erkunden und den Empfehlungen von Jill und Alex zu folgen. Besonders schön und empfehlenswert war die Buchtentour mit Picknick auf einem kleinen Boot sowie der Aufenthalt auf dem Reiterhof. Auch ein Besuch des Wochenmarktes in Felanix durfte nicht fehlen. Hier gab es neben Obst und Gemüse auch Textilien und die klassischen Mitbringsel für die Daheimgebliebenen.

Aktiv Programm

Mit deutschen Reiseanbietern werden Aktiv-Urlaube / Specials wie Stand up Paddling, Surfen, Fitness und Yoga angeboten. Während meines Aufenthalts auf der Finca bot der Anbieter Körperfreunde eine „Körperfreunde Sportwoche“ an, an der ich an 3 Tagen teil nahm und die mir viel Freude bereitete. Patrick, der Coach aus Osnabrück, war sehr nett und kompetent. Vor dem Frühstück stand jeweils eine kleine Fitnesseinheit an, ehe am Nachmittag bei zum Beispiel Zirkeltraining mit motivierender Musik so richtig geschwitzt wurde. Für Sportbegeisterte, die nicht nur lazy sein wollen, ist solch eine Fitnesswoche sehr empfehlenswert.

Einmal pro Woche findet eine kostenlose Yoga Stunde statt. Ebenso konnte zur Entspannung eine Massage gebucht werden welche ich bei strahlendem Sonnenschein im Garten der Finca genossen habe.

Die Lazy-Bar

Für viele ein Highlight: Die Lazy-Bar neben dem Pool, an der sich die Urlauber zum gemeinsamen Gin Tonic Trinken treffen. Hierfür haben Jill und Alex einen alten VW-Bus als Theke umfunktioniert. Sehr nett gestaltet, Gin-Fans können sich hier über die Auswahl von über 20 Gin-Sorten freuen. Aber auch für andere (regionale) Getränke ist zu fairen Preisen bestens gesorgt, sodass keiner verdursten muss.

Wichtig: An einen fahrbaren Untersatz denken

Ich war wohl die Einzige die den Haus-Taxi-Flughafen-Transfer genutzt hat (die Abholung in Palma klappte reibungslos) und ohne Mietwagen angereist ist. Ohne Auto kann man sich leider nur sehr schwer fortbewegen, öffentliche Verkehrsmittel befinden sich nicht in unmittelbarer Umgebung. Mein Glück war es, dass ich von den anderen Gästen immer mit dem Auto mitgenommen wurde, ansonsten wäre ich doch sehr an die Finca gebunden gewesen und hätte eine Woche lazy sein müssen.

Mein persönliches Fazit

Wer keinen klassischen Frosch Urlaub erwartet und auf der Suche nach Erholung und individuellem Programm ist, ist hier genau richtig – ich habe meinen Urlaub auf der lässigen Finca für Erwachsene sehr genossen und komme gerne wieder!!!