Archiv des Autors: Tjorven

23. Februar 2018

Zu Gast bei Jill & Alex auf der Lazy Finca auf Mallorca

Reisebericht von Martina – Mai 2017
FROSCH Reiseziel Lazy Finca auf Mallorca, Spanien

Beim Stöbern auf der Frosch Homepage stieß ich auf die Lazy Finca bei Felanitx – ein Hotel abseits des Touristentrubels auf der Deutschen liebsten Insel Mallorca.

Voller Vorfreude und auch mit einem etwas mulmigen Gefühl ging es für mich als Alleinreisende Ende Mai von Frankfurt aus gen Süden. Bereits bei der Fahrt über die Landstraße und den holprigen Feldweg von Felanitx zur Lazy Finca wurde mir bewusst: Das wird ein anderer Frosch Urlaub als bisher bekannt.

Der erste Eindruck

Die Aufregung und Angst vor Langeweile auf dem Land war schnell verflogen, nachdem ich die lässigen Inhaber der über 400 Jahre alten Finca, Jill und Alex, ein deutsches Auswanderungspärchen, kennen lernte und über das komplette Anwesen geführt wurde. Ich war sofort begeistert von den Beiden, aber auch von deren ‚lazy‘ Konzept, der besonderen einzigartigen Unterkunft, Natur und ruhigen Umgebung. Bereits die Lage der Finca bringt Entspannung mit sich. Das Hotel liegt fernab von jeglichem Mallorca/Ballermann-Trubel und ist umgeben von Wiesen, Tieren, Feldern und Obstbäumen. Die hauseigenen Orangen- und Zitronenbäume (sogar Selberpflücken ist erlaubt) und freilaufenden Hühnern machen die Landidylle perfekt. Neben den individuell eingerichteten, charmanten landestypischen und sehr ruhigen Zimmern sind auch die öffentlichen Bereiche des Hotels sehr ansprechend gestaltet und liebevoll restauriert. Besonders erwähnenswert sind die sonnige, chillige Dachterrasse, der Retro-Aufenthaltsraum (mit TV, Bibliothek und Nintendo für trübe Tage – hier musste ich nur an einem Tag für ein paar Stunden verweilen) sowie der gemütliche Poolbereich, welcher von viel Grün umgeben ist. Perfekt, um ab der ersten Minute auf den gemütlichen Liegen, dem Bali-Bed oder in der Hängematte die Seele baumeln zu lassen und das tolle mallorquinische Wetter zu genießen.

Genießen wird hier groß geschrieben

Den ersten Tag verbrachte ich damit, zu Fuß die schöne Umgebung zu erkunden und ganz lazy (das Wort der Woche) mit einem guten Buch am Pool zu relaxen. Am Abend lernte ich die anderen Gäste beim gemeinsamen Abendessen an einer langen Tafel im Freien kennen. Hier wurde mir sofort klar, abnehmen ist nicht. Das Essen der spanischen Köchin Belen war einfach köstlich und mit viel Liebe zubereitet. Es gab jeden Abend 3 Gänge, den Hauptgang konnte man meist zwischen vegan (!) /vegetarisch oder Fleisch/Fisch wählen. An einem Abend wurde gegrillt (mein absolutes kulinarisches Highlight), an 2 Tagen blieb die Küche kalt (wir fuhren als Gruppe mit dem Fahrrad nach Felanitx und waren dort in einem netten Bistro essen), aber auch eine landestypische Paella (vegetarische und Meeresfrüchte-Variante) durfte im Laufe der Woche nicht fehlen. An dieser Stelle möchte ich auch das tolle Frühstücksbuffet erwähnen. Auch hier fehlte es an nichts. Es gab Kaffee, Müsli, Marmelade, (spanische) Wurst, Käse, Obst, nach eigenen Wünschen zubereitete Eier der fincaeigenen Hühner, Frischkäse, Saft, Aufstriche etc. Ich habe es täglich genossen mit den ersten Sonnenstrahlen und einem ausgiebigen Frühstück mit netten Gesprächen in den Tag zu starten.

Im Folgenden möchte ich auf verschiedene weitere Punkte, Erlebnisse und Eindrücke aus meiner lazy (ok, nicht immer) Woche eingehen:

Das Programm

Typisches Frosch Programm gibt es auf der Finca nicht – auch keine Teamer! Die Tage gestaltet man dadurch frei und selbstständig. Die Gastgeber Jill und Alex geben allerdings gerne Insidertipps für Ausflüge und Aktivitäten – so besteht die Möglichkeit, über externe Anbieter verschiedene Touren zu buchen: Wanderungen, Buchten-Bootstour, Ausritte von einem naheliegenden Gestüt,… Auf der Finca selber gibt es eigene kostenlose Fahrräder und SUP-Boards. Ich habe die positive Erfahrung gemacht, mich jeden Tag anderen Gästen anschließen zu können, um die nähere Umgebung zu erkunden und den Empfehlungen von Jill und Alex zu folgen. Besonders schön und empfehlenswert war die Buchtentour mit Picknick auf einem kleinen Boot sowie der Aufenthalt auf dem Reiterhof. Auch ein Besuch des Wochenmarktes in Felanix durfte nicht fehlen. Hier gab es neben Obst und Gemüse auch Textilien und die klassischen Mitbringsel für die Daheimgebliebenen.

Aktiv Programm

Mit deutschen Reiseanbietern werden Aktiv-Urlaube / Specials wie Stand up Paddling, Surfen, Fitness und Yoga angeboten. Während meines Aufenthalts auf der Finca bot der Anbieter Körperfreunde eine „Körperfreunde Sportwoche“ an, an der ich an 3 Tagen teil nahm und die mir viel Freude bereitete. Patrick, der Coach aus Osnabrück, war sehr nett und kompetent. Vor dem Frühstück stand jeweils eine kleine Fitnesseinheit an, ehe am Nachmittag bei zum Beispiel Zirkeltraining mit motivierender Musik so richtig geschwitzt wurde. Für Sportbegeisterte, die nicht nur lazy sein wollen, ist solch eine Fitnesswoche sehr empfehlenswert.

Einmal pro Woche findet eine kostenlose Yoga Stunde statt. Ebenso konnte zur Entspannung eine Massage gebucht werden welche ich bei strahlendem Sonnenschein im Garten der Finca genossen habe.

Die Lazy-Bar

Für viele ein Highlight: Die Lazy-Bar neben dem Pool, an der sich die Urlauber zum gemeinsamen Gin Tonic Trinken treffen. Hierfür haben Jill und Alex einen alten VW-Bus als Theke umfunktioniert. Sehr nett gestaltet, Gin-Fans können sich hier über die Auswahl von über 20 Gin-Sorten freuen. Aber auch für andere (regionale) Getränke ist zu fairen Preisen bestens gesorgt, sodass keiner verdursten muss.

Wichtig: An einen fahrbaren Untersatz denken

Ich war wohl die Einzige die den Haus-Taxi-Flughafen-Transfer genutzt hat (die Abholung in Palma klappte reibungslos) und ohne Mietwagen angereist ist. Ohne Auto kann man sich leider nur sehr schwer fortbewegen, öffentliche Verkehrsmittel befinden sich nicht in unmittelbarer Umgebung. Mein Glück war es, dass ich von den anderen Gästen immer mit dem Auto mitgenommen wurde, ansonsten wäre ich doch sehr an die Finca gebunden gewesen und hätte eine Woche lazy sein müssen.

Mein persönliches Fazit

Wer keinen klassischen Frosch Urlaub erwartet und auf der Suche nach Erholung und individuellem Programm ist, ist hier genau richtig – ich habe meinen Urlaub auf der lässigen Finca für Erwachsene sehr genossen und komme gerne wieder!!!

 

Majola Palace

5. Februar 2018

Sportclub Maloja Palace über Silvester 2017/2018

Reisebericht von Kati F. – 29. Dezember 2017 bis 7. Januar 2018
FROSCH Reiseziel Sportclub Maloja Palace in St. Moritz, Schweiz.

„Silvester in die Sonne?“ Nein! Auf keinen Fall, aber wohin soll es gehen? Viele Skigebiete kenne ich schon und auch meine Freundin, die mitkommen wollte, kennt schon viele Gegenden in den Alpen.

Wo liegt in diesem Jahr ausreichend Schnee? Viele Fragen , aber nach kurzer Überlegung haben wir uns für den Sportclub Maloja Palace in der Nähe von St. Moritz entschieden. Einmal wollten auch wir mit all den Reichen und Schönen Skifahren.

Die Busanreise war sehr angenehm, die Relaxsessel nur zu empfehlen und weil es bereits auf der Fahrtstrecke in Deutschland viel Schnee gab, sind wir am nächsten Morgen später als erwartet angekommen.

Ein Hotel der Extraklasse

Wir wurden aber nach einer kurzen Einweisung mit einem wunderbaren Frühstück begrüßt.

Das Majola Palace Hotel ist wirklich ein riesiges Hotel , ein ehemaliges Nobelhotel, was viele Geschichten zu erzählen hat. Die Wege sind recht lang, die Eingangshalle groß, der Speisesaal riesig, aber sehr schön und man findet ausreichend Platz, sich auch außerhalb der Zimmer aufzuhalten (Couch und Sessel vor dem Rezeptionsbereich und auch direkt in der Eingangshalle, große Bar für den Nachmittags-und Abendbetrieb).

Das von uns gebuchte 2-Zimmer-Appartement war wirklich sehr schön und großzügig, sogar mit kleiner Küchenecke, Tisch und Sofas. Am Nachmittag konnten wir es uns insofern bei einer Tasse Tee auch im Zimmer gemütlich machen.

Das Programm

Am ersten Abend wurden alle Teamer vorgestellt und ein Ausblick auf die Woche gegeben.

  • Jeden Nachmittag stand etwas auf dem Programm für den Nachmittag ( Waffelessen, Glühwein trinken etc. )
  • Jeden Tag konnte man mit den extra nur für uns bestellten Bus am Morgen die Skigebiete nutzen
  • Jeden Abend gab es ein kleines oder größeres Event (Kickerturnier, Musikabend etc.)
  • An mehreren Tagen fand ein Skiguiding in die Gebiete Corviglia, oberhalb von St, Moritz und ins Corvatsch in der Nähe von Sils Maria statt mit Treff auf der Mittagshütte.
  • Die Hotel-und Dorfführung wurde leider wegen Krankheit des einheimischen Fremdenführers abgesagt.
Maloja Palace

Auf der Piste

Das Essen war immer lecker und reichhaltig. Mal gab es Pasta-und Vorspeisenbuffet, mal wurden wir mit Leckereien am Tisch bedient und auch das Schweizer Käsefondue fehlte nicht. Immer gab es Salat, Suppe, Hauptgang und Nachtisch, wobei Veganer und Vegetarier  keine Probleme hatten, da immer ein entsprechendes Gericht für sie gekocht wurde.

Wir waren eine recht große Silvestergruppe mit mehr als 100 Gästen, so dass die Crew ordentlich zu tun hatte.

Maloja Palace

Vom Hochsitz gab es einen tollen Blick ins Tal

Steinbock auf dem Gipfel

Steinbock auf dem Gipfel

Am Abend fanden sich aber trotz der Gruppengröße schnell Kontakte und wir hatten Spaß daran, entgegen der deutschen Eigenheit , nicht immer am Tisch des Vorabend Platz zu nehmen, sondern haben die Plätze oft gewechselt.

Die beiden Skigebiete in der Nähe von Sils Maria – Corvatsch und in St. Moritz-Corviglia – lassen keine Wünsche übrig und waren in diesem Jahr absolut schneesicher.

Maloja Palace

Im Skigebiet

Auch das Wetter hatte einiges zu bieten

Das Wetter war allerdings sehr durchwachsen, von Sonnenschein, über Sturm, Dauerschneefall und Nebel war alles vertreten und so sind wir aufgrund der widrigen Bedingungen an zwei Tagen früher von der Piste. Da aber im Skipass die Busfahrten auch mit den Postbussen enthalten sind, konnten wir dann am Nachmittag nochmal nach St. Moritz, um uns  den Ort anzuschauen und am anderen Tag in das kleine Dorf am Silser See, Sils Maria, in dem es ein echt leckeres Café gab.

Wer möchte, kann am See spazieren gehen, die vielen Langlaufloipen nutzen (was wohl auch bei schlechterem Wetter eine Alternative war) oder mit Bus oder Auto nach Italien fahren. Es gibt viele Möglichkeiten, den Tag auch abseits der Alpinpisten zu verbringen.

Maloja Palace

Schnee ohne Ende

Wie immer ist die Skiwoche schnell vorbeigegangen. Am letzten Tag gab es statt dem Abfahrersüppchen noch einmal leckere Pasta und dann ging es später als sonst gegen 21 Uhr, aber in gewohnter Manier mit dem Bus wieder nach Deutschland.

Mein Fazit

Ein schöner Urlaub! Auch wenn zur Piste weitere Wege und Busfahrten zu bestreiten sind, lohnt sich ein Aufenthalt in der Schweizer Bergwelt und in diesem geschichtsträchtigen, erhabenen Haus auf jeden Fall.

Ich freue mich auf ein Wiedersehen!