Archiv des Autors: Tjorven

18. Juni 2018

Samos – Quellen, Kapellen und das Hotel Helen

Reisebericht von Laura – Mai 2018
FROSCH Reiseziel Sportclub Helen Yolanda auf Samos, Griechenland.

Zum Wandern und Fahrradfahren durch großartige Landschaften, aber auch zu gemütlichen Stadtbummeln und zum Sonnenbaden am Strand lädt die griechische Insel Samos ein. Insgesamt eine sehr lohnende und empfehlenswerte Frosch-Destination, von deren Charme dieser kleine Bericht hoffentlich einen ersten Eindruck vermittelt!

Helen Yolanda – ein schönes familiengeführtes Hotel

Sehr angenehm untergebracht ist man im kleinen familiengeführten Hotel Helen Yolanda, das nur Frosch-Gäste beherbergt und nicht mehr als ca. 40 Leute fasst. Das Hotel ist ausgestattet mit einer sonnigen Frühstücksterrasse, einem schönen Pool zur Meerseite, vielen Orangenbäumen und einem kleinen Restaurant ein paar Meter die Straße hinunter, wo abends gemütlich im Freien gegessen wird. Die Zimmer sind sehr sauber, praktisch möbliert und mit allem Nötigen ausgestattet. Alle Zimmer – auch die zur Landseite – haben Balkons mit einer schönen Aussicht (nach hinten geht sie auf die Zitronen- und Orangenbäume im Hotelgarten). Empfindliche Schläfer seien aber gewarnt, dass auf der Landseite ein eifriger Hahn aktiv ist, der die Sonne schon lang vor der Dämmerung enthusiastisch begrüßt.

Die Inhaber und das Personal des Hotels sind sehr freundlich. Die nette Atmosphäre macht das Hotel zusammen mit der guten Ausstattung und ortsnahen Lage zu einem tollen Standort, an dem man sich sehr wohlfühlen kann.

Kokkari – ein hübsches Küstendorf

Das Hotel befindet sich am Rand des kleinen Küstenorts Kokkari, dessen Ortskern man gut in einer Viertelstunde zu Fuß erreichen kann. Der Ort erstreckt sich am Meer entlang und ein paar kleine Hügel hinauf. Schöne, gepflegte Häuser säumen die Straßen und die kleinen Gassen, von denen aus man das Meer und den Ort überblicken kann. Am Strand entlang schlängelt sich eine Promenade mit diversen Cafés und Restaurants, an der man bis spät abends direkt am Wasser draußen sitzen kann. Auch – oder vielleicht insbesondere – nach Einbruch der Dunkelheit ist der Ort lebendig und lädt zum Spazieren und Verweilen ein.

Kokkari ist auf Touristen eingestellt und bietet demnach viel Gastronomie, Souvenirläden und kleine Supermärkte, welche alle bis spätabends und auch sonntags geöffnet haben. Im Ort gibt es auch Autoverleihe, eine kleine Apotheke, Geldautomaten und andere Dinge des praktischen Lebens. Dabei hat Kokkari aber keineswegs die Ausstrahlung von Massen- oder Biligtourismus, sondern ist sehr schmuck, gemütlich und geruhsam. Die Anwohner, Laden- und Restaurantbesitzer sind stets sehr freundlich und gut gelaunt, sodass es stets Spaß macht, durch das Dorf zu schlendern.

Kulinarisch gut versorgt

Was Frühstück und Abendessen betrifft, ist man im Hotel gut versorgt. Zum Frühstück gibt es ein einfaches aber leckeres Buffet mit Brot, Käse, Wurst, Obst, Gemüse und Joghurt. Beim Abendessen werden neben Salat und Nachtisch jeden Tag ein leckeres vegetarisches und ein nicht-vegetarisches Gericht serviert, die am Vorabend angekündigt werden.
Auch im Ort gibt es zahlreiche Lokale, sodass es auch tagsüber weder an Haupt- noch an Süßspeisen mangelt. Wer die Wanderungen mitmacht, kann sich zudem auf leckere Einkehrmöglichkeiten in den umliegenden Dörfern einstellen. Nicht zuletzt ist in einem kleinen Ort etwa 7 km weiter eine besonders leckere Eisdiele aufzufinden.

Über Stock und Stein

Mit seinen steinigen Bergen, plätschernden Quellen und der abwechslungsreichen Vegetation bietet Samos viele tolle Strecken für Wanderer und Mountainbiker. Direkt hinter dem Hotel beginnt schon das naturbelassene Hinterland, durch das sich Wander- und Fahrradwege schlängeln. Unumgänglich sind auch die zahlreichen kleinen Kapellen am Wegesrand, die zu geruhsamen Pausen unterwegs einladen.

Die im Programm angebotenen Wanderungen sind wunderschön, abwechslungsreich und von unterschiedlicher Schwierigkeit. Für einen mittelmäßig erfahrenen Wanderer sind sie alle gut machbar. Generell sollte man auf Geröll und Steigungen eingestellt sein (gute Wanderschuhe lohnen sich!) und auch mit Hitze rechnen – selbst im Mai war uns bei mitunter über 30 Grad schon ordentlich warm beim Wandern. Gekonnt sind alle Strecken so gewählt, dass sie durch das ein oder andere Bergdorf hindurch, an Kapellen oder Quellen vorbei oder zu guten Aussichtspunkten hinaufführen. Als Wanderer kommt man also gut auf seine Kosten! Hitzebedingt starten die Wanderungen schon morgens und enden am frühen Nachmittag, sodass noch genug Zeit bleibt, sich nach den Anstrengungen gebührend im Meer oder Pool zu erfrischen.

Die Mountainbiketouren waren laut den Teilnehmern ebenso toll – da ich diese nicht aus eigener Erfahrung beurteilen kann, verweise ich diesbezüglich aber mal auf die anderen Blog-Einträge.

Auch auf eigene Faust gibt’s viel zu unternehmen

Auch außerhalb der geführten Touren kann man die Insel gut erkunden und noch manchen interessanten Ort entdecken. Kokkari liegt direkt an der ringförmigen Straße, welche die Insel umsäumt und die meisten Orte verbindet. Ostwärts führt diese Straße in die nur etwa 10 km entfernte Insel-Hauptstadt Samos-Stadt. Dorthin fährt ein recht zuverlässiger und komfortabler öffentlicher Bus, doch man kann die Strecke ebenso problemlos mit den Frosch-Fahrrädern zurücklegen (entgegen der Vorurteile über griechische Autofahrer ist das auch gar kein todesmutiges Unterfangen, denn die Autofahrer sind überraschend umsichtig).

Von Kokkari aus westwärts gelangt man nach 22 km in den ebenfalls recht großen Ort Karlovassi; auch hier hat man die Wahl zwischen Fahrrad oder Bus (oder natürlich einem Leihauto). Sowohl bei Samos-Stadt als auch bei Karlovassi scheiden sich die Geister, was ihre Schönheit anbelangt, doch auf jeden Fall gibt es diverse Läden, kleinere Museen, Kirchen etc. zu besichtigen, sodass man hier gut einen Tag verbringen kann.

Wer abends noch nicht von den Touren ausgepowert ist, kann zudem am Aktiv & Fit Programm teilnehmen. Auch zum Strand, der in einer kleinen Bucht liegt, sind es nur ein paar hundert Meter. Liegen, Sitzmöglichkeiten, Sonnenschirme etc. stehen am insgesamt sehr schön angelegten und gepflegten Strand zur Verfügung. Bereits im Mai konnten wir ohne zu frieren im wunderbar klaren Wasser schwimmen! Da es sich um einen Kiesstrand handelt, sollte man jedoch an Flipflops oder Badeschuhe denken.Besonders gut zum Joggen geeignet ist die Umgebung indes nicht. Wahlweise bleiben entweder Geröllwege mit ordentlich Steigung oder die bereits erwähnte Verbindungsstraße. Zu früher Morgenstunde ist diese aber in puncto Verkehr unproblematisch und durchaus „jogbar“.

Ein paar praktische Aspekte

Samos ist Touristen gewöhnt – und da darunter viele Deutsche und Briten sind, kommt man sprachlich hervorragend mit Deutsch und Englisch über die Runden (wobei ein griechischer Gruß auch immer strahlend erwidert wird).
Zahlenmäßig den Touristen noch überlegen sind die Mücken – sollte man also auf diese anziehend wirken, empfiehlt es sich, sich entsprechend zur Gegenwehr auszustatten (zumal die Hotelzimmer keine Fliegengitter haben).
Unter weiteren praktischen Aspekten sei noch erwähnt, dass das Leitungswasser im Norden der Insel – also auch in Kokkari – trinkbar und geschmacklich einwandfrei ist. Zudem gibt es in vielen kleinen Orten und auf diversen Wanderwegen Quellen, an denen man seine Flaschen wieder auffüllen kann.

Flüchtlinge und Militär? Kein Problem!

Flüchtlinge und Militär – das scheinen die zwei ersten Assoziationen zu sein, die viele Menschen mit Samos verbinden. Nur ein paar Kilometer Mittelmeer trennen Samos von der Türkei. Und tatsächlich hat dieser Sachverhalt Samos zu einem relevanten Standort fürs griechische Militär sowie zeitweise zu einem wesentlichen Anlaufpunkt für Flüchtlinge gemacht. Allerdings sind beide Themen unnötig aufgebauscht, denn als Tourist bekommt man davon sehr wenig mit. Laut Amnesty International sind inzwischen nur noch 1.500 Flüchtlinge auf der Insel. (Zum Vergleich: Im typischen Frosch-Herkunftsort Köln sind es derzeit um die 10.000). Das Militär bekommt man höchstens in Form von gelegentlich vorbeifahrender Militärfahrzeuge oder Zufahrtsstraßen zu Sperrgebieten mit.
Wer sich von diesen Themen abhalten lässt, verpasst also ganz unnötigerweise eine wunderschöne Insel!

6. Juni 2018

Alle Jahre wieder Crans Montana – im Sommer!

Reisebericht von Andrea – September 2017
FROSCH Reiseziel Sportclub Carlton in Crans Montana, Schweiz

Da ich die Berge liebe, und vor allem die hohen Berge, zieht es mich regelmäßig wieder in die Schweiz. Und da die Schweiz an sich sehr teuer ist, jedes Mal wieder in den Sportclub Carlton.

Die Lage ist einfach super gut auf halber Berghöhe, man hat lange Sonne und eine tolle Aussicht. Das traditionsreiche Haus ist älter, aber sehr gemütlich und sauber. Die Zimmer sind relativ groß, eher einfach ausgestattet, aber für jeden Geldbeutel etwas dabei, da man verschiedene Kategorien zur Auswahl hat. Die Sauna ist wohl im Winter angesagter, aber auch einen Besuch wert.

Und dann die Extrapunkte, die Frosch Reisen ausmachen:

  • Leckeres Essen, täglich frisch von Kim gezaubert – das Abendessen besteht aus mehreren Gängen und beim Frühstück kann man sich Tüten packen für den Tag
  • Das Abendprogramm – jeder kann, keiner muss teilnehmen
  • Die geführten Wanderungen und Radtouren
  • Offene und freundliche, oft auch lustige Leute

Da ich kein Radfahrer in den Bergen bin, kan ich vor allem über Wanderungen berichten

Zwei der schönsten Wanderungen gehen gleich am Haus los: Die Bis Du Rho Wanderung entlang alter Wasserleitungen, kaum Höhenmeter, und die spektakuläre, auch anstrengende Wanderung zum Plein de Morte.

Die Bis Du Rho Wanderung

Die Bis Du Rho Wanderung

Hier oben auf knapp 3.000 Metern sieht man auf einen Gletscher, kann zwischendurch auch häufig Murmeltiere bebachten.

Die Wanderung zum Plein de Morte

Die Wanderung zum Plein de Morte

Diese Wanderung ist allerdings abhängig von Wetter und Jahreszeit und kann meines Wissens nicht garantiert werden. Von den Höhenmetern her ist sie auch anspruchsvoll. Nicht gefährlich, aber eben anstrengend. Da weiß man, dass man einen Sporturlaub gebucht hat.

Und es gibt viele Ausflugsmöglichkeiten

Auch wenn das Haus auf einem Berg liegt, bzw auf halber Höhe, kann man zahlreiche berühmte und sehenswerte Orte im Umkreis von 1,5 Stunden gut mit dem Auto erreichen. Das Wallis wird nicht umsonst als Sonnenterrasse bezeichnet. Das Wetter ist oft gut und die Gegend nicht zu touristisch, da sie in einem Tal in Ost-West-Richtung liegt, somit also nicht schnell von Tagestouristen übervölkert wird, und für Langzeiturlauber schon eine finanzielle Herausforderung ist. Man findet also hier noch häufig Ruhe in den Bergen, was ich sehr schön finde. Wobei der Ort Crans Montana auch gemütlich ist, aber durchaus (nobles) Leben bietet. 
Ich kann Touren zum Aletsch-Gletscher empfehlen, nach Zermatt mit Tour zum Gornergrat, oder eine Wanderung zur Hütte am Moiry Gletscher. All diese Touren habe ich selber probiert und war überwältigt. Bilder geben die Dimensionen gar nicht wieder.
Und es finden sich unter den Fröschen schnell Gleichgesinnte, die sich in Autogruppen zusammen finden, so dass man auch hier nichts alleine unternehmen muss.

Ausflug nach Chamonix

Ein besonderer Tipp, den man nicht sofort im Sinn hat

Ein besonderer Tipp, den man nicht sofort im Sinn hat

Da mich immer schon die Berge über 4.000 Meter fasziniert haben, habe ich dieses mal einen Ausflug nach Chamonix gemacht. Das ist 1,5 Stunden entfernt – auch wenn es erstmal weiter weg aussieht, ist man dennoch schnell hier.
Von dort aus kann man hoch zur Aiguille Du Midi (3.842 Hm), Schauplatz einiger Actionfilme und mit überwältigender Aussicht auf den Mont Blanc.
Die Seilbahn, die von Chamonix aus hoch führt, muss man vorher buchen, sonst steht man unter Umständen lange (also Stunden) an. Mein Tipp ist, das Ganze mit einer abwechslungsreichen Wanderung zu verbinden:

Statt mit der Seilbahn fährt man mit der Zahnradbahn auf halbe Höhe. Beide Bahnstationen liegen nur ein paar Minuten Fußweg auseinander. Von dort startet man eine Wanderung quer rüber zur Mittelstation der Seilbahn. Die Wanderung ist sehr schön, führt zuerst bergauf, dann erstaunlich viele Höhenmeter wieder runter, bevor es dann wieder bergauf geht. Es ist also wirklich eine Wanderung, aber nicht ausgesetzt oder gefährlich sondern sehr abwechslungsreich.
Von der Mittelstation fährt man dann hoch zum Gipfel und hat eine spektakuläre Aussicht. Bei Ankunft erhält man eine Karte mit der Abfahrtszeit, wann es wieder bergab geht. Zu Hochzeiten ist hier alles durch organisiert. Man sollte schon früh los fahren, da es mit der Wanderung durchaus eine Tagestour wird. Aber einmalig, um mal auf 4.000er zu sehen. Und den Menschen zuzusehen, die die Strecke zu Fuß machen. Wozu mir gerade einfällt, dass es auch Sonderaktionen von Frosch gab „mein erster 4.000er“, wo man auf eine solche Tour vorbereitet wird und sie auch gehen kann.

Ein besonderer Tipp, den man nicht sofort im Sinn hat.

Ich war nun schon einige Male im Sportclub Carlton, habe jedes mal nette Leute getroffen, tolle Erlebnisse landschaftlicher Art gehabt und gleichzeitig eine gute Erholung.
Immer wieder zu empfehlen!

29. Mai 2018

4 Must-Dos für Ostkanada

Ostkanada mit seinen Atlantikprovinzen ist für viele Reisende immer noch ein grauer Fleck auf der Landkarte. Warum das auf keinen Fall so bleiben sollte – und das nicht nur wegen des kurzen Direktflugs ab Frankfurt – erzählt Euch unsere Kollegin Anna.

Kanadas Osten oder „mal nicht die Rocky Mountains…“

Wer an Kanada denkt, der hat meist die Rocky Mountains und die zahlreichen Nationalparks mit ihren schier endlosen, jahrhundertealten Wäldern und Wildwasserflüssen vor Augen. Doch es gibt auch das „andere“ Kanada – jenseits des „Holzfällerklischees“: Denn an der Ostküste in den Atlantik-Provinzen trifft die üppig-grüne Natur auf die raue, aber trotzdem maritim-romantische Küste.

Ostkanada steht so den Nationalparks im Norden & Westen in nichts nach. Die Provinzen Nova Scotia, Prince Edward Island und New Brunswick sind wunderschön und haben ihren ganz eigenen maritimen Charme. Vier meiner persönlichen „Must Dos“ möchte ich Euch im Folgenden vorstellen. Ihr habt weitere Tipps? Schreibt sie gern in die Kommentare!

1. Room with a view – Zelten an den schönsten Plätzen

Auf einer Rundreise durch Ostkanada eignen sich die vielen Campingmöglichkeiten in den Nationalparks als auch auf privaten Campingplätzen ideal als Übernachtungsquartiere. Warum das so toll ist? Weil man inmitten der Natur ist und u.a. die Möglichkeit hat, ganz nah am Meer sein Zelt aufzuschlagen. Und wer kann schon behaupten, dass er vom Meeresrauschen des Atlantiks in den Schlaf gesungen wurde?

Und wer Netflix zum Einschlafen satt hat, der sollte unbedingt einen Abstecher in den Kejimkujik Nationalpark in Nova Scotia. Der Park ist natürlich auch tagsüber ein wahres Highlight für Naturliebhaber und Wanderer, er ist aber auch eines der wenigen Lichtschutzgebiete der Welt: Die Lichtverschmutzung ist hier so gering, dass man bei klarem Himmel abertausende von Sternen entdecken kann.

Nachts im Kejimkujik Nationalpark

Nachts im Kejimkujik Nationalpark (c) playgroundology.wordpress.com

2. Biken auf dem Cabot Trail

Es ist fast schon unrealistisch, so schön ist die Szenerie: Endlose, sanft geschwungene Straßen schlängeln sich durch die grünen Berge, vorbei an türkisblauen Buchten und durch idyllische Fischerdörfer – am Straßenrand taucht immer wieder ein freundliches Gesicht auf, gezeichnet durch die jahrelange Arbeit auf See, und grüßt uns beim Vorbeifahren.

Der Cabot Trail rühmt sich als eine der malerischsten Straßen Nordamerikas – zu Recht! Entlang der steinigen Küste von Cape Breton windet er sich immer höher in den Cape Breton Nationalpark hinein. Und wir wären nicht auf einer Froschreise, wenn wir diesen nicht einen Tag lang mit dem Bike entlang fahren würden.

3. Mehr als ein Instagram Spot: Peggy’s Point Lighthouse & Peggy’s Cove

Längst kein Insidertipp mehr: Der kleine Leuchtturm von Peggy’s Cove ist wohl weltbekannt und der meist fotografierte Leuchtturm Kanadas. Der klassisch-weiße Leuchtturm war bis 2010 aktiv und ist die Hauptattraktion auf dem Lighthouse Trail.

Der wohl bekannteste Leuchtturm Kanadas – Peggy’s Point Lighthouse

Doch die Gegend rund um Peggy’s Cove bietet noch viel mehr, das nicht nur das Fotografenherz höher schlagen lässt. Das kleine ursprüngliche Fischerdorf hat trotz des Tourismus seinen rustikalen Charme behalten und noch heute fischen seine Bewohner nach Hummern. Die Ortsverwaltung hat strenge Regeln für die Bebauung erlassen, so dass die Ursprünglichkeit nicht verloren gegangen ist.

Beim Spaziergang durch Peggy’s Cove kann man wunderbar die Seele baumeln lassen, durch die kleinen Läden stöbern und den Ausblick auf den Atlantik genießen. Überall entdeckt man die typischen bunten, auf Stelzen gebauten Fischerhäuschen. Das i-Tüpfelchen ist dann die Kaffeepause beim „espresso on deck“ auf der Veranda der Beales‘ Bailiwick Bakery. PS: Noch besser schmeckt er zusammen mit einer Zimtschnecke!

Peggy’s Cove hat bis heute nichts von seinem ursprünglichen, rustikalen Charme verloren.

Ein Stück weiter befindet sich die Mahone Bay mit dem gleichnamigen pittoresken Ort. Der Indian Summer schlägt hier mit voller Wucht zu und die berühmte Bucht mit ihren drei Kirchen und schaut aus wie gemalt: Fischerboote wippen sanft im Hafen, die Sonne glitzert im tiefblauen Wasser und am Ufer reihen sich die leuchtend bunten Häuser aneinander.

Die Farbenpracht der Mahone Bay

Der romantische Fischerort ist auch die Heimat zahlreicher Kunsthandwerker. Überall finden sich kleine Galerien und Shops mit Schmuck, Steppdecken, Teppichen, Töpfer- und Zinnware, die zum Teil schon seit Generationen hier hergestellt werden. Und wer lieber selbst kreativ werden möchte, findet auch dafür ein großes Angebot – angefangen bei Spinnkursen bis hin zum Zinngießen. Zinngießen? Ja richtig, bei Amos Pewter könnt Ihr Euer ganz eigenes Andenken gestalten.

4. Unter dem Meer – oder doch nicht? Fundy Nationalpark

Am Boden des Meeres und das ganz ohne Tauchausrüstung? Das geht in der Bay of Fundy.

Überwältigend: Der Tidenhub kann bis zu 21 Meter sein.

Zweimal täglich vollzieht sich hier wohl eines der spektakulärsten Naturschauspiele der Welt: Als wäre sie eine riesige Badewanne, fließen mehr als 1.000 Millionen Tonnen Wasser in die Bucht – und wieder zurück. Denn hier kann man den höchsten Gezeitenunterschied weltweit mit erleben! Der Tidenhub beträgt zwischen 13 Meter, bei Springflut 16 Meter. Bei einem Sturm wurden sogar 21 Meter gemessen.

Besonders schön anzusehen, ist das Naturspektakel bei den Hopewell Rocks. Die ehrfurchtgebietenden Gesteinsformationen werden auch liebevoll „Flowerpots“ genannt: Über die Jahrhunderte hinddurch durch die Gezeiten geformt, stehen sie wie Blumentöpfe auf dem Meeresboden in der Bucht verteilt. Bei Flut sehen sie schon ziemlich beeindruckend aus, bei Ebbe kann man dann aber zwischen den hoch aufragenden Hopewell Rocks herumlaufen.

Lust bekommen? Im September startet unsere neue Frosch Fernreise „Unbekanntes Atlantik-Kanada“.  Hier findet Ihr alle Infos.

Kreta

25. Mai 2018

Reisebericht Kreta im Mai | Sportclub Hotel Dimitra

Reisebericht von Marion – Mai 2018
FROSCH Reiseziel Sportclub Hotel Dimitra auf Kreta, Griechenland.

Nach Absprache mit einer Froschfreundin, welche ich auf meiner Mallorcareise kennengelernt hatte, verabredeten wir uns für diesen Mai auf Kreta.

Die Anreise

Die Anreise fand glücklicherweise sehr früh statt. Um ca. 11 Uhr landete ich bereits auf dem kleinen Flughafen in Chania. Zur Abholung wurde ich von Petra erwartet. Auch 2 weitere Frösche standen schon vor Ort. Eine knappe Stunde später trafen wir dann bei schönstem Sonnenschein in Almyrida am Hotel Dimitra ein und wurden dort von Teamerin Aika begrüßt und eingewiesen. Die Zimmer konnten wir bereits sofort beziehen. Schon im Eingangsbereich traf ich dann zufällig meine Froschfreundin.

Der Sportclub

Das Hotel und die Zimmer sind schlicht und zweckmäßig eingerichtet. Die Zimmer sind schön sauber und angenehm gefliest. Fast alle haben einen kleinen Balkon mit der Möglichkeit, Wäsche zu trocknen. Am Pool gibt es eine schöne Bar und daneben auch „Frank“, den Kühlschrank mit einer guten Auswahl an Getränken. Frank steht rund um die Uhr bereit.

Los geht’s!

Nach Bezug des Zimmers ging ich dann sofort auf Erkundung in den kleinen Ort und an den nur 100 m entfernt liegenden Strand. Dort traf ich weitere Frösche und wir stärkten uns zunächst in einer Taverne mit einem griechischen Salat und im Anschluss mit einem leckeren Eis an der lokalen, guten Eisdiele. Außerdem versorgten wir uns gleich mit einem Wasservorrat. Vor dem Abendbrot machte ich noch eine kleine Biketour mit 2 weiteren Fröschen in die nähere Umgebung. Beim Abendbrot trafen wir dann alle bisher angereisten Frösche und begannen damit, Namen zu lernen.

Das Buffet zum Abendbrot bot alles, was das Froschherz begehrt: eine täglich wechselnde Suppe, Salate, Tsatsiki, Oliven, Feta, kleines warmes Buffet. Auch die Teamer Aika (Leitung), Andre (Bike), Steffi (Wandern) und Hendrik (Bar) stellten sich vor.

Sonntag

Nach der ersten Nacht startete ich die Woche mit einem Workout im Garten mit Andre (HIIT-Training Oberkörper/Rumpf). Dann trafen alle Frösche sich zum Frühstück. Das Buffet war gut bestückt: 2 Sorten Brot, Käse, Wurst, Marmelade, Honig, Nougatcreme, Obstplatte, Säfte, Möglichkeit, Orangensaft selber zu pressen. Für die Müslifraktion standen verschiedene Cerealien und endlich mal Flocken ohne Rosinen mit Milch, Joghurt, Nüssen, Saaten und Trockenobst zur Verfügung. Sehr positiv fand ich auch die großen Kaffeebecher. Das Essen fand immer auf der Hotelterrasse am Pool statt.

Nach dem Frühstück startete dann die Vorstellung der Teamer. Im Anschluss gab Aika die Einführung in SUP und Paddeln, Andre machte die Bike-Einweisung. Als nächster Programmpunkt folgte für mich eine tolle Biketour zum Leuchtturm mit Abstecher zu den Salzterrassen und einer Grotte. Auch ein kleiner Trail konnte gefahren werden. Erste wundervolle Eindrücke von der Landschaft waren so möglich. Und Andre erwies sich als erfahrener und engagierter Guide. Zum Abschluss der Tour trafen wir die Wanderer in einer Taverne in Plaka zu einer gemeinsamen Stärkung. Wer wollte, konnte noch an einem Techniktraining bei Andre teilnehmen und leckere Waffeln – von Hendrik und Aika zubereitet – essen. Abends gab es wieder ein leckeres Buffet von Köchin Maria.

Montag

Montag musste dann die geplante Hike & Bike-Tour zur Diktamos Schlucht wegen starken Regens am Vormittag ausfallen. Andre bot aber umgehend ein tolles Ersatzprogramm an. Zunächst gab es einen „Schrauberkurs“ in der Bikestation, gefolgt von einem Workout (HIIT-Training für den gesamten Körper). Am frühen Nachmittag bot Andre eine Biketour an. Ich machte aber nur einen gemütlichen Spaziergang durch den Ort und legte mich dann an den Pool. Nach dem wieder leckeren Abendbrot ließen wir den Tag beim „griechischen Abend“ ausklingen.

Dienstag

Der Dienstag startete wieder mit Aktiv & Fit mit Andre. Dieses Mal standen die Beine im Fokus. Nach dem Frühstück startete die Biketour nach Kefalas, wo wir einen kleinen Stopp zu frischem O-Saft bzw. Frappé machten. Um 17 Uhr starteten wir dann im Bus nach Rethymnon. Die kleine Stadt brachte Aika uns in einer kleinen Führung näher. Nach einer guten Stunde Freizeit trafen wir uns im „Lemon Tree“. Dort gab es dann wirklich gutes Essen. Je nach Wunsch futterten wir uns durch Fisch-, kretisches oder vegetarisches Menü.

Mittwoch

Am Mittwoch starteten wir nach dem Frühstück dann zur Tour in die Diktamos Schlucht. Per Bus ging es zum Einstieg. Dann ging es teils auf 2 Füßen – aber auch reichlich auf allen Vieren durch die Schlucht. Das war ein wirklich spaßiges Abenteuer. So machen Wanderungen auch mir als Biker Spaß. Die Schlucht ist wundervoll mit großen Gesteinsbrocken und tollen Pflanzen – wie Dschungel light. Die Klettertour endete in einer Taverne, wo es leckere lokale Spezialitäten zur Stärkung gab. Außerdem kam Petra und lieferte einige Bikes. Wer wollte, konnte mit dem Bus zurück. Aber diejenigen haben eine tolle Biketour mit tollen Aussichten und einer tollen Abfahrt nach Stylos verpasst. Nach dem wohlverdienten Abendessen gab es noch ein äußerst lustiges Tischtennisturnier.

Biketour am Mittwoch

Biketour am Mittwoch

Einfacher Trail beim Biken am Mittwoch

Einfacher Trail beim Biken am Mittwoch

Bike-Gruppe bei der Tour am Mittwoch

Bike-Gruppe bei der Tour am Mittwoch

Biketour Altera mit Blick auf die Bucht von Almyrida.

Biketour Altera mit Blick auf die Bucht von Almyrida.

Donnerstag

Donnerstag ging es ganz früh los. Nach 1,5 h Bustour standen wir am Eingang der berühmten Samaria-Schlucht. Nach dem Abstieg durch die gesamte und sehr beeindruckende Schlucht traf sich die Gruppe wieder unten im Ort. Wanderguide Steffi hielt Ihre Schäfchen ganz entspannt im Griff.

Samaria Schlucht

Samaria Schlucht

Einige Stunden später nach Durchwandern der Schlucht folgten die nötige Abkühlung der Füße im Meer und eine kleine Stärkung in einer Taverne. Dann ging es per Schiff ein Stück die Küste entlang und wieder mit dem Bus zurück zum Hotel, wo wir um kurz nach acht sehr müde zum Abendessen eintrafen. Krönender Abschluss war der Chillout-Abend.

Freitag

Der Freitag lieferte nochmal volles Programm. Nach Aktiv & Fit mit Andre – dieses Mal Oberkörper im Fokus – und dem Frühstück auf der Terrasse ging es für mich auf die Biketour nach Aptera zu eine Burgruine mit wunderschönem Ausblick, der Möglichkeit zur Besichtigung einer Ausgrabungsstätte und einer schnittigen Abfahrt nach Tavernenstopp. Dabei gab es Optionen für alle: Rampen, Serpentinen rauf und Schotter oder entspannte Straße runter. Alternativ gab es eine SUP/Kanu-Tour mit Aika und eine Wanderung mit Steffi. Nachmittags verwöhnte uns Maria mit selbstgebackenem Kuchen und Steffi mit etwas Wellness. Der Farewell-Abend wurde mit einem Barbecue gefeiert. Nach Musikraten, Tanz und leckeren Drinks ging es ins Bett.

Landschaft bei Biketour Freitag

Landschaft bei Biketour Freitag

Tschüss, Kreta! Abreisetag

Da ich eine späte Abreise (Abholung 16 Uhr) hatte, konnte ich den Abreisetag noch zu einer Biketour in Eigenregie zu einem sehenswerten Steindorf bei Kaliyves nutzen. Das Dorf kann für einen Verzehr von 2,50 Euro in der dazugehörigen Taverne besichtigt werden. Um 16 Uhr ging es dann zum Flughafen nach Heraklion (2h Fahrt). Dieser ist wirklich ein Abenteuer: sehr überfüllt und etwas chaotisch.

Steindorf am Abreisetag

Insgesamt war dieses eine meiner schönsten Froschreisen (von 8). Die Gruppe war einfach super harmonisch und entspannt, die Teamer klasse und engagiert, das Hotel gut gelegen und sauber. Das Essen war sehr gut – aber nicht übertrieben: diese Reise würde ich mal wieder machen.

Diktamos Schlucht

Diktamos Schlucht

Diktamos Schlucht

Diktamos Schlucht

Samos

22. Mai 2018

Den Gang wechseln: Frosch Sportclub Helen Yolanda auf Samos

Reisebericht von Gabi – Mai 2018
FROSCH Reiseziel Sportclub Helen Yolanda auf Samos, Griechenland.

Nach einem gefühlt nicht enden wollenden Winter habe ich kurzentschlossen zwei Wochen Samos gebucht. Ziele: Auftanken in einer Woche Frosch-Aufenthalt und Griechenland besser kennenlernen in einer selbstorganisierten zweiten Woche. Mein Resümee: Beides wunderbar gelungen! Die zwei Wochen Samos haben Spaß gemacht und in vieler Hinsicht meinen Horizont erweitert. Ich kann Samos jeder und jedem nur empfehlen!

Blick von Kokkari zum Sportclub Helen Yolanda

Samos erschien mir am Anfang klein und äußerst überschaubar. Je mehr ich auf der Insel unterwegs war, umso vielfältiger wurde sie für mich. „Schuld“ war das abwechslungsreiche Programm von Mario und Anna, unsere Teamer. Ein riesengroßes Dankeschön an die beiden und, da ich jeden Tag mit ihm unterwegs war, besonders an Mario für die tolle Arbeit!
Wir waren eine kleine Gruppe von 18 Gästen, die die Saison eröffnet haben. Wir haben uns fast gleich auf die täglichen Angebote Wandern und Mountainbiken verteilt.

Mountainbiken – Ein Traum

Ab ins Gelände

Das Radeln hat so viel Spaß gemacht, dass ich keine Tour missen wollte. Also: Jeden Morgen um neun Treffen an den Rädern, Marios Überblick über die Tagestour lauschen, kurzes Verständigen, wer vorne und hinten fährt und los geht’s. Die Gruppe war – wie vermutlich jede andere auch – bezüglich ihrer Wünsche und Erfahrungen sehr heterogen. Mario, der seit 15 Jahren über die Insel führt, hat jede*n dank klarer Ansagen („2:1 – Schalten!, Nicht kämpfen!, Breit machen auf der Straße, Helme auf!“) und wunderbarer Einzelbetreuung („Die Schnellen vorne, die Schönen, die was lernen wollen, zu mir!“) bestens angeleitet. Schnell fühlten sich alle sicher, so dass die Sondierungstour zur Eisdiele um Vourliotes verlängert wurde. Damit war schon am ersten Tag klar: Alle haben Spaß, Mario geht auf fast alle Bedürfnisse ein und Samos ist schön. 🙂

Ich habe noch weitere Touren mitgemacht, z.B. die Nordschleife mit Abstecher zur Livadaki Bucht, die Runde um Mytilinii mit Abstecher zum Kloster Moni Vronta (drei Mönche leben dort!) und eine spontan geplante „Adventure-Tour“ am Samstag – mein Highlight! Nach drei gemeinsamen Touren konnte Mario die Gruppe gut einschätzen und wir hatten alle Feuer gefangen – also rauf auf’s Rad und ab in’s Gelände. In Kurzform: Kokkari – Vourliotes – Manolates – Stravenidis – Ambelos – Kokkari, ca. 37 Kilometer, Ruhe, Weitblicke, Rampen hoch und runter und größtenteils unbefestigte Wege. Ein Traum!

Mario redet jeden hoch und runter.

Weg zum Lazarus-Pass

Adventure-Tour

Was mir bei allen Tagestouren besonders gefiel: Wer nach dem offiziellen Ende noch weiter wollte, warf einen fragenden Blick zu Mario. Ein Grinsen und schon sprudelte er los mit Ideen zu lohnenswerten Abstechern und rief schnell irgendwo an, um z.B. Öffnungszeiten zu erfragen (es war Vorsaison, alles noch entspannt und teilweise noch in der Vorbereitung). Ich fühlte mich bestens betreut, sowohl in der Gruppe als auch alleine. Man merkt Mario an, dass er das Mountainbiken liebt und diese Liebe gerne weitergibt. Dafür organisiert er diese schönen Touren und schiebt für die, die es wünschen, kurze und lehrreiche Technikeinheiten im Gelände ein.

„Wie schön ist das“

Abends um halb acht saßen dann wieder alle zusammen bei Kostas, dem kleinen Gartenrestaurant am Hotel. Es gab jeden Tag ein vegetarisches und ein fleischhaltiges Essen. Das vegetarische Essen war spitze! Nicht – wie sonst so oft – die Fleischvariante ohne Fleisch, sondern ein eigenes Gericht.

Cafe Aelio in Kokkari

Kokkari

Unser Haushund

Aber damit nicht genug, Mario und Anna scheinen nie Pause zu machen. An mehreren Nachmittagen wurde ein kleines Sportprogramm geboten (z.B. Yoga, Progressive Muskelentspannung oder Zirkeltraining) und abends Unterhaltung: Candlelight-Abend an der Beachbar, Tanzen im Vagelis, Cocktails im Hafen… langweilen musste sich keiner. Wer nach dem Tag in der Natur satt und zufrieden war, schlenderte alleine, zu zweit, zu dritt… ins Dorf, schaute auf‘s Meer und seufzte leise „Wie schön ist das.“

Samos ist noch mehr

Ja, Samos ist eine wunderschöne Insel. Und Samos ist in Griechenland, d.h. die Menschen dort leiden unter einer Finanzkrise und es geht ihnen wirtschaftlich schlecht. Zudem ist Samos für viele Flüchtlinge ein Transitziel nach Europa. Seit dem Türkeiabkommen hat sich die Zahl der Geflüchteten auf Samos zwar reduziert, aber immer noch erreichen Boote die Strände an der Ostküste, die Schwimmwesten am Strand zeugen davon. Mit dieser Not will keiner im Urlaub konfrontiert werden. Die Konsequenz: Die Zahl der Tourist*innen auf Samos ist in den letzten Jahren massiv gesunken, die Bars sind leer, viele Hotels mussten schließen. Wirtschaftlicher Aufschwung ist so nicht möglich.

In meiner zweiten Woche lernte ich diese Seite von Samos kennen. Das ist weniger entspannend, aber so ist das Leben. Und wie am Berg ist es auch hier: Wenn jammern nicht hilft, muss man in einen anderen Gang wechseln. Ich bin beeindruckt, wie die Menschen auf Samos „den Gang wechseln“ und mit den Herausforderungen umgehen. Ein Beispiel: In Samos / Vathi engagieren sich durchschnittlich ca. 30 Freiwillige aus aller Welt für die aktuell ca. 2.800 Geflüchteten, die dort in einem sogenannten Hotspot (ausgelegt für 700 Personen!) untergebracht sind. Als Samos-Volunteers ermöglichen sie den Menschen, die teilweise länger als ein Jahr in dem Camp leben müssen, Bildung, Freizeit, Sport und Teilhabe. Es lohnt sich sicherlich, eine*n der Freiwilligen zu einem Bericht ins Helen Yolanda einzuladen um zu sehen, dass Lösungen möglich sind.

Fazit

Begegnungen bilden – das hat mir auch mein Frosch-Urlaub auf Samos gezeigt. Ich hab von Mario gelernt, dass ich auch bergab bergauf schauen soll, habe wunderbare Gespräche mit meinen Mitreisenden gehabt und in meiner selbstorganisierten Woche Samos unabhängig vom Moutainbike entdeckt. Ich komme sicher wieder.

Pause in der Livadaki-Bucht

14. Mai 2018

Reisebericht Sportclub White Waters – Madeira | Mai 2018

Reisebericht von Conan – Mai 2018
FROSCH Reiseziel Sportclub White Waters auf Madeira, Portugal.

Nachdem ich mit Frosch bislang meistens in Griechenland oder in den Alpen Wanderurlaub gemacht hatte, entschied ich mich in diesem Frühjahr für Madeira. Dies beruhte vor allem darauf, dass ich die Möglichkeit haben wollte, auch im Hochgebirge zu wandern und gleichzeitig sicher sein wollte, dass man dabei auch Sonne abbekommt.

Die Anreise

Der Hinflug erfolgte an einem Dienstag (im Frosch Sportclub Madeira der übliche Anreisetag) mit Germania. Diese mir bislang unbekannte Airline fliegt Madeira von mehreren deutschen Städten direkt an und ist uneingeschränkt zu empfehlen. Hin- und Rückflug waren pünktlich und das Personal zuvorkommend. Zudem gab es neben Getränken auch kostenfrei leckeres warmes Essen.

Die Kleinstadt Machico ist nur wenige Kilometer vom Flughafen entfernt.

Die Kleinstadt Machico ist nur wenige Kilometer vom Flughafen entfernt.

Die Lages des White Waters

Der Frosch Sportclub auf Madeira befindet sich in der Kleinstadt Machico, nur wenige Kilometer vom Flughafen entfernt. Daher wird man nicht abgeholt, sondern nimmt sich für rund 10 Euro einfach ein Taxi zum Hotel White Waters. Dabei handelt es sich um ein kleines inhabergeführtes 3-Sterne Hotel, indem ganz überwiegend, aber nicht nur Frosch Gäste wohnen.

Blick aus dem Zimmer

Blick aus dem Zimmer

Das Hotel ist modern und liegt super zentral. Von meinem Balkon hatte ich Seeblick. Gleichzeitig waren es nur wenige Schritte zu einem kleinen Einkaufsmarkt, zur Eisdiele oder der nächsten Bäckerei. Zudem gibt es eine schöne Dachterrasse mit Liegen sowie eine Tiefgarage für die Fahrräder. Allerdings gibt es keinen Pool und somit auch keine Poolbar, wie ja in vielen Frosch Sportclubs in Südeuropa üblich. Dadurch fehlt ein wenig ein gemeinsamer Anlaufpunkt nach den Touren.

Der Ort Machico

Die Kleinstadt Machico ist ein typischer madeirensischer Küstenort. Es ist nicht allzu viel los, aber es gibt, was man zum Leben so braucht (Geldautomaten/Supermarkt/Busbahnhof) und zudem einen Seglerhafen und einen kleinen Strand mit Beachvolleyballfeld. Touristisch ist der Ort kaum erschlossen, außer dem White Waters konnte ich nur ein größeres Hotel entdecken und auch die Promenade sowie die örtlichen Kneipen sind fest in portugiesischer Hand.

Die Frosch Gruppe

Das Froschpublikum war bunt gemischt, es gab drei Paare, aber auch viele Alleinreisende, insgesamt so rund 20 Gäste, altersmäßig zwischen Anfang dreißig und Mitte fünfzig. Frosch bietet auf Madeira pro Woche vier Wanderungen und mehrere Radtouren an, zudem einen Ausflug mit einer zweistündigen Stadtführung durch Funchal. Weitere Aktivitäten (zusätzliche Wanderung, Whale Watching etc.) können hinzugebucht werden.

Das Wanderprogramm

Für einige der Touren waren Transfers notwendig, teilweise mit öffentlichen Bussen (zahlt man selber), teilweise mit eigens angemieteten Kleinbussen (im Reisepreis enthalten). Meistens war man in spätestens dreißig Minuten am Ausgangspunkt der Wanderung, länger als eine Stunde hat es jedenfalls nie gedauert. Auch Funchal ist dank eines Expressbusses in rund einer halben Stunde zu erreichen.

Der überwiegende Teil der Gruppe war – genau wie ich – an Wanderungen interessiert, wofür Madeira auch allerbeste Voraussetzungen bietet. Es gibt viele gut ausgebaute Wanderwege und zudem eine sehr abwechslungsreiche Landschaft. Man kann im Hochgebirge wandern, aber auch entlang von Levadas (Wasserkanälen), durch Bananenplantagen oder parallel zur Küste mit herrlichen Blicken aufs Meer.

Die Touren starteten jeweils zwischen 9-10 Uhr, meistens war man zwischen 15-16 Uhr zurück. Zwischendurch waren zwischen 300-800 Höhenmeter zu bewältigen und einige Stücke waren durchaus technisch anspruchsvoll. Ein wenig Kondition und Trittsicherheit sind also erforderlich und manchmal zog es die Gruppe auch etwas auseinander. Aber natürlich gab es auch häufiger Pausen, in denen die Gruppe wieder zusammen kam.

Madeira

Während einer Wanderung im Hochgebirge aufgenommen.

Eine Einkehr zum Mittagessen war hingegen nicht üblich, zumal die entsprechende Infrastruktur auf Madeira fehlt. Die Bergdörfer sind klein und verfügen meistens nur über kleine Bistros, in denen es allenfalls Galao oder kalte Speisen gibt. Die meisten Frösche ließen sich daher von der Hotelküche täglich für 2-2,50 Euro ein großes Sandwich schmieren, das es wahlweise mit Käse, Schinken, Huhn oder Thunfisch gab. Zudem konnte man sich beim Frühstücksbuffet eine Banane oder einen Apfel einstecken.

Ausflüge & Rahmenprogramm

Besonders empfehlenswert ist der Ausflug nach Funchal. Die Inselhauptstadt verfügt über viele schöne Parks, eine lebendige Markthalle mit Blumen, exotischen Früchten und ungewöhnlichen Fischen sowie weiteren Shoppingmöglichkeiten. Besonders Lederartikel wie Schuhe sind dort im Vergleich zu Deutschland deutlich preiswerter.
Zudem besteht die Möglichkeit mit einer Seilbahn auf den Monte zu fahren, einem Berg am Rande der in den Hang gebauten Inselhauptstadt. Hier hat man einen schönen Blick auf Funchal. Zudem gibt es einen großen tropischen Garten und eine schöne Bergkirche. Von dort kann man für 30 Euro (für zwei Personen) mit einem Korbschlitten wieder den Berg herunterfahren. Ein ziemliches Touristenspektakel, auf das ich verzichtet habe.

Park in Funchal

Park in Funchal

Markthalle in Funchal

Blick in die Markthalle in Funchal

Am freien Tag bestand die Möglichkeit, eine weitere Wanderung hinzu zu buchen, die von einem externen Anbieter angeboten wird. Davon machte ein Teil der Gruppe Gebrauch, die meisten organisierten sich jedoch auf eigene Faust, was auf Madeira auch kein Problem ist. Es gibt ein gut ausgebautes Busnetz, die meisten Menschen sprechen zumindest ein wenig Englisch und viele Wanderwege sind gut ausgeschildert.
Zudem begegnet man regelmäßig anderen Wandergruppen, die teilweise mit einigen Führern unterwegs sind, welche sich natürlich gut auskennen. Madeira wird insoweit seinem Klischee gerecht: Es ist eine Wanderinsel, die ganz überwiegend ältere deutsche Urlauber anzieht. Einsames Wandern wie es teilweise in Griechenland noch möglich ist, dürfte auf Madeira schwierig werden.

Nach den Wanderungen gab es im Sportclub während der Woche noch jeweils eine Yoga- und eine Workout-Stunde im Angebot, wie man sie aus deutschen Fitness-Studios kennt. Mountainbike-Guide Lars offerierte zudem eine Technikeinführung, bei der man unter anderem lernen konnte, wie man schnell und fachmännisch einen Reifen flickt.

Die Verpflegung

Das Abendprogramm wurde dann täglich mit dem Essen ab 19 Uhr eingeläutet. Es gab kein Buffet, sondern ein 3-Gänge-Menü. Die Vorspeise war fast immer eine Suppe, das Hauptgericht wahlweise Fisch, Fleisch oder vegetarisch (verbindliche Auswahl jeweils am Abend davor) mit Beilagen und als Nachtisch wurde meistens ein großes Stück Kuchen angeboten. Zudem gab es immer Salat. Alles sehr lecker.

Da das Hotel über keine Bar verfügt, blieb man nach dem Abendessen meist noch einige Zeit sitzen oder entschied sich mit einer größeren Gruppe in einer benachbarten Kneipe noch einen Poncha zu nehmen, eine Art madeirensischer Cocktail, der je nach Wahl aus unterschiedlichen Fruchtsäften und Zuckerrohrschnaps zubereitet wird. Wirklich spät wurde es aber nie, dazu ist in Machico denn doch zu wenig los.

Insgesamt ist der Sportclub auf Madeira daher für Frosch Gäste geeignet, die in landschaftlich sehr schöner Umgebung einen eher ruhigen Urlaub verbringen wollen.

Poseidon View

14. Mai 2018

Reisebericht Single-Sportclub Poseidon View Chalkidiki | Mai 2017

Reisebericht von Sonya – Mai 2017
FROSCH Reiseziel Single-Sportclub Poseidon View in Kriopigi, Griechenland

Die Fahrt vom Flughafen Thessaloniki bis zum Ort Kriopigi ist sehr angenehm. Die Anfahrt dauert ca. 45 Min. Man fährt an Sonnenblumenfeldern, Olivengärten und kleinen malerischen Ortschaften entlang.

Der Ort

Der Sportclub Poseidon View befindet sich im kleinen Ort Kriopigi. Der ältere Teil des Dorfes besteht aus einem idyllischen Dorfplatz mit alten Häusern, einem kleinen Amphitheater, drei Supermärkten, zwei Bankautomaten. Entlang der Hauptstraße befinden sich auch viele der Restaurants, Bars & Cafés. ‚Kriopigi‘ bedeutet ‚kalte Quelle‘ da der Ort auf eine natürliche Quelle mit kaltem Wasser basiert.

Der Legende nach, ist das der Brunnen der ewigen Jugend.

Der Sportclub

Die Frosch Anlage ist liegt direkt am Strand, mitten im Grünen und hat einen Hippie Style. Neben der Bar befindet sich der Pool und zum Strand sind es nur ein paar Meter zu Fuß. Die Zimmer sind sehr komfortabel. Mein Tipp wäre, Zimmer im Untergeschoss zu nehmen, da diese kühler sind. Das Essen ist sehr abwechslungsreich und typisch für die Region. Wir hatten das Glück, dass die Besitzerin der Anlage, Ljuba, für uns mit sehr viel Liebe gekocht hat und dafür gesorgt hat, dass das Essen Vitamin- und Proteinreich war. Sie sagte jeden Abend „I cooked with love for all my sweet frogs. I want that you have more power to enjoy this lovely place on Kassandra“.

An der Bar wurden Cocktails, warme und kalte Getränke angeboten und mittags konnte man für wenig Geld ganz lecker essen. Es gab Dorade, Feta Käse in Tomatensoße, Salate und Burger.

Der Strand

Der saubere Sandstrand mit glasklarem Wasser wurde schon einige Male mit der blauen Flagge ausgezeichnet. Da der Strand in verschiedene Abschnitte geteilt ist, finden sich hier auch kleine und ruhige Buchten mit schattigen Plätzen durch den bis an den Strand reichenden Wald.

Das Programm

Es werde viele Ausflüge, Wanderungen, Biketouren und aktive Sport-Nachmittage angeboten.
Die Fahrt zu der Hauptstadt der Region, Thessaloniki, lohnt sich allemal. Nicht umsonst ist Thessaloniki Kulturstadt Europas gewesen. Die Stadt grenzt an den Thermaischen Golf und ist eine bedeutende und moderne Universitäts-, Messe-, Kultur-, Industrie- und Hafenstadt. Die Altstadt von Thessaloniki bietet eine Zeitreise in die Vergangenheit: alte Flüchtlingshäuser, Höfe mit Blumentöpfen, hängenden Wäscheleinen, Pflasterstraßen, byzantinischen Kirchen, Burgen und Stadtmauern.
Zum Golf von Toroneus sind wir mit einem gemütlichen und romantischen Boot gefahren. Die schönsten Badebuchten und Strände locken zum Baden, Sonnen, Schnorcheln und Relaxen. Mittags haben wir in einer Fischtaverne direkt am Strand frisch gefangenen Fisch und Meeresfrüchte gegessen und Regionalwein getrunken. Es war ein unvergesslicher Tagesausflug.

Áfytos ist ein kleiner Ort an der Küste mit restaurierten Natursteinhäusern, einen gemütlichen Dorfplatz und kleinen Gassen, die zu der Küstenpromenade führen. Der Ort ist unbedingt einen Besuch wert.
An den Nachmittagen haben wir mit Moritz Fitness am Strand gemacht oder Aqua Fun im Pool. Es gab auch Relax-Stunden mit Massagen, Entspannung und super pflegende Gesichtsmasken auf der Wiese. Nach dem wir vom Brunnen der ewigen Jugend im Dorf getrunken haben und das Wellness Programm mitgemacht haben, sind wir gut erholt zurück nach Hause geflogen. 🙂

Mein Fazit: Es war ein gelungener Urlaub, mit viel Sonnenschein, schönen Stränden, Natur, Spaß und viel Mythos. Αντίο Κασσάνδρα!

Bike-Guide

2. Mai 2018

Was macht eigentlich ein Bike-Guide bei Frosch?

Du bist ein Teamplayer, kommunikativ und fit im Bereich Biken? Na dann, let’s go biking!

Das kannst Du bei uns als Bike-Guide jeden Tag, mit tollen Menschen und in den schönsten Urlaubsgebieten Europas. Für jeden Fahrrad-Fan ist etwas dabei!

Das klingt erstmal super – aber so genau kannst Du Dir noch nicht vorstellen, was Dich erwartet?

Kein Problem! Unsere Bike-Experten haben für unseren Blog Rede und Antwort gestanden und beantworten die häufigsten Fragen unserer Bewerber. Für wen das schon kalter Kaffee ist, der kann sich gerne direkt hier bewerben.

Bike-Guide, was genau meinen wir eigentlich damit?

Unser Bike-Guide ist für die Planung und Durchführung der Bike-Touren verantwortlich. Er begleitet und betreut unsere Gäste auf den Touren, die von Länge und Schwierigkeit variieren.

Darüber hinaus kümmert er sich aber nicht nur um Plattfüße während einer Tour, sondern auch um die Pflege und Wartung der Bikes. Ein gut gepflegter Bike-Stall ist der Stolz jedes Bike-Guides und das Herzstück unserer Frosch Sportclubs.

Außerdem ist unser Bike-Guide für die Organisation und Durchführung von Ausflügen und des sportlichen Rahmenprogramms am Nachmittag (Volleyball, Kubb, Stretching, Aqua-Fun, etc) sowie für die Gestaltung des Abendprogramms zuständig.

Welche Kompetenzen sollte man als Bike-Guide mitbringen?

Vor allem viel Freude und Begeisterung für’s Radfahren bzw. für den Radsport. Je nach Ziel ist auch das technische Geschick und Fahrsicherheit mit dem Bike gefragt (z.B. in den Alpen). Handwerkliches Geschick bzw. Erfahrung beim Bike-Schrauben ist natürlich auch super, aber dafür gibt es ja unsere Workshops vor Saisonstart. So muss niemand unvorbereitet in den Job starten!
Und nicht zu vergessen: Freude am Umgang mit Menschen! Als Bike-Guide ist man nicht nur Reiseführer auf den Touren sondern auch Ansprechpartner für unsere Gäste und arbeitet eng mit dem ganzen Team zusammen. Teamplayer zu sein, ist also das A und O!

Wie wird man Bike-Guide? Gibt es eine Ausbildung zum Bike-Guide?

Frosch Bike-Guide kann man im Grunde ja schon durch seine Bewerbung werden 😉 Für Neueinsteiger ist vor dem Einsatz die Teilnahme an unserem Sport-Guide-Workshop verpflichtend, da man dort ja die wichtigen Inhalte fürs Guiden, Schrauben etc. vermittelt bekommt.

Grundsätzlich gibt es aber auch tatsächlich Ausbildungen zum Bike-Guide, z.B. hier. Diese Guides müssen unseren eigenen Workshop aber trotzdem mit besuchen.

Wo werden Bike-Guides eingesetzt?

Wir bieten in allen Zielgebieten Touren an. Je nach Einsatzort erwarten einen Bike-Guide bei uns dabei ganz unterschiedliche Herausforderungen. Das sportliche Niveau reicht von einfach bis moderat in unseren Sportclubs, bis hin zu recht sportlich bei unseren Bike-Intensivwochen.

Bei Boot & Bike-Reisen in Kroatien stehen z.B. die Landschaft und kulturelle Highlights im Vordergrund, die Touren sind technisch durchschnittlich anspruchsvoll. Wer dagegen in den Alpen die Bikewochen begleitet, wird ordentlich ins Schwitzen geraten.

Wie sieht denn das Leben in einer Destination so aus?

Du verbringst mehrere Wochen bis zu ein paar Monaten in „Deiner“ Destination. Während dieser Zeit wächst das Team fast wie eine Familie zusammen. Man ist viel draußen und kann die Zeit in der Urlaubsregion so richtig ausnutzen. Natürlich wird viel Sport getrieben und insgesamt ist man fast rund um die Uhr aktiv.

Man unternimmt unglaublich viel gemeinsam – aber arbeitet natürlich auch viel! Die Arbeit im Team macht aber Spaß und wird mit Sicherheit so schnell nicht langweilig. Die Stimmung ist immer gut, das liegt nicht zuletzt daran, dass unsere Gäste ja im Urlaub sind und einfach schon viel gute Laune verbreiten. Und zudem hat man ja immer noch einen freien Tag pro Woche, den man so nutzen kann, wie man möchte.

Und so ein typischer Tag?

Sowas lässt sich natürlich nur ganz grob sagen.

Mit einem gemeinsamen Frühstück zusammen mit den Gästen, starten wir in den Tag.
Dann trifft man sich zur Bike-Tour und der Bike-Guide erklärt den Tourenverlauf und achtet darauf, dass auch alle Teilnehmer die wichtigsten Dinge dabei haben. Die Dauer der Bike-Touren ist dann ganz unterschiedlich – je nach Tour und Zielgebiet dauern sie im Schnitt zwischen 2 und 5 Stunden.

Danach ist in der Regel erstmal ein wenig Erholungszeit angesagt, bevor es in das Nachmittagsprogramm geht. Das Abendessen wird dann wieder gemeinsam eingenommen und das Abendprogramm ist ganz unterschiedlich.

Woher kennt man denn die Strecken der Touren?

Wir stellen GPS Geräte zur Verfügung. Ebenso gibt es einen Zugang über Gpsies – hier sind die Tracks gespeichert. Diese werden dann regelmäßig durch die Guides „upgedatet“. Außerdem ist man als Teamer natürlich schon vor Saisonstart in der Destination und hat so genügend Zeit, die Umgebung und die Strecken auf eigene Faust zu erkunden.

Wir haben Dir noch nicht alle Fragen beantworten können? Dann schreib uns gern eine Mail.

Genau darauf hättest Du diesen Sommer Lust? Wir suchen noch in einigen Destinationen Unterstützung! Hier findest Du alle Infos.

Pelješac

19. April 2018

Pelješac: Die Heimat der berühmten kroatischen Weine

… wilde Felsküsten, viele Strände, sauberes Meer und Berge bis auf fast 1.000 m Höhe: Das ist Pelješac – die längste der dalmatinischen Halbinseln im Süden Kroatiens.

Bereits in der Antike war die Halbinsel besiedelt. Erst von den Illyrern und Kelten, dann kamen die Römer und ab dem siebten Jahrhundert auch die Slawen. Pelješac ist aber auch die Halbinsel der unerschrockenen Seeleute: Das Umschiffen der zerklüfteten Küste mit ihren Felsen und der rauen See war seit jeher nur etwas für die mutigsten der Kapitäne.

Im starken Kontrast zu den alten Seefahrergeschichten stehen die malerischen Küstenorte und die üppige Natur. Denn die süddalmatinische Halbinsel ist auch stark bewaldet: Unter die grünen Oliven-, Pinien- und Feigenbäumen mischen sich Buchen und Eichen.

Pelješac

Doch Pelješac ist auch eines der wichtigsten Weinbaugebiete Kroatiens. Die Halbinsel gilt als Hochburg des Mali Plavac – des „kleinen Blauen“ – und die Weinbautradition kann bis auf die Illyrer zurück verfolgt werden. Ob diese das gleiche Verständnis von Wein hatten wie wir heutzutage, ist natürlich schwer zu sagen – doch Untersuchungen zeigen, dass bereits in der Eisenzeit Weinreben auf Pelješac wuchsen. Mit den Griechen und später den Römern wurde der Weinbau schließlich richtig ins Rollen gebracht. Vor allem die Rotweine sind inzwischen außerhalb Kroatiens bekannt. Meistens sind diese sehr dunkel und alkoholreich, die Aromen erinnern an Kirschen und/oder Brombeeren.

Mali Plavac – der „kleine Blaue“

Mali Plavac (oder Plavac mali, wortwörtliche Übersetzung „kleiner Blauer“) ist eine alte, autochthone Rotweinsorte des südlichen Kroatiens sowie der südlichen kroatischen Inseln. Aus ihr wird nicht nur der berühmte Rotwein Dingac hergestellt, sondern auch die Weine Plavac, Pelješac oder Postup.

Die Hänge der stufigen Terrassen, auf denen die Weinreben angepflanzt sind, sind zum Teil sehr steil – man erkennt schnell, wie mühsam die Arbeit eines Winzers auf Pelješac sein muss.

Die Wege über den Bergkamm sind beschwerlich – jahrelang mussten die Winzer diese auf sich nehmen. Die wichtigste Unterstützung beim Transport waren daher trittsichere Esel. Diese trugen die geernteten Trauben in Körben und zieren noch heute viele Winzerlogos. Erst 1973 wurde ein Tunnel von Potomje nach Dingac gebaut. Er wirkt fast wie selbst gegraben und die Durchfahrt kann schon mal abenteuerlich sein.

Dingac

Er ist wohl der bekannteste kroatische Rotwein und das kommt nicht von ungefähr: Er war der erste, damals noch jugoslawische, Qualitätswein, der bereits 1961 die geschützte Herkunftsbezeichnung und das Prädikat „Kakovostno Vino“ – herausragender Wein – erhielt.

Dingac wird an der Südküste Pelješacs auf steiniger Lage angebaut. Die Anbaufläche ist streng begrenzt und die Weinlese muss per Hand erfolgen, da die Hänge zum Teil so steil sind, dass sie nicht mit Maschinen bearbeitet werden können. Das Gebiet – gerade mal 26 Hektar – zeichnet sich durch eine hohe Jahresdurchschnittstemperatur aus und gehört zu den ökologisch saubersten Gebieten.

An die 14 Winzer und Weinbauern teilen sich diese besondere Lage direkt am Meer. Besonders die Windverhältnisse und die Neigungswinkel der Hänge zur Sonne machen den Wein so charakteristisch.

Postup

Auch der Postup ist ein kroatischer Qualitätswein. Er wurde 1967 mit dem Qualitätsprädikat Vrhunsko vino (dt. Spitzenwein) und ausgezeichnet und zählt mit dem Dingac und Weinen aus Hvar zu den bemerkenswertesten Rotweinen Kroatiens.

Seine Herkunftsregion grenzt unmittelbar westlich an die des Dingacs. Auch er wird sortenrein aus spät gelesenen, zum Teil bereits angetrockneten Trauben der Rotweinrebe Mali Plavac gekeltert.

Wer sich selbst einmal von der Qualität der kroatischen Weine überzeugen möchte, kann dies in unserem neuen Sportclub auf Pelješac, der Villa Antonio, überzeugen.

In den Sommerferien bieten wir übrigens auch Familienreisen in diese wunderschöne Region an. 

 

Fernreisen mit Kindern

17. April 2018

Die Welt erkunden: Fernreisen mit Kindern

Fremde Kulturen erleben, an Traumstränden baden und unbekannte Landschaften erkunden – das geht natürlich auch mit Kindern! Familien-Fernreisen mit Kindern werden nicht ohne Grund immer beliebter.
Eine Reise mit Kindern zu planen, ist allerdings etwas ganz Anderes, als spontan einen Last-Minute-Trip zu buchen. Auch wenn die Reiseplanung vielleicht etwas langwieriger und komplizierter erscheinen mag, lohnt es sich trotzdem, nicht das Fernweh runterzuschlucken, bis die Kinder ins Teenageralter kommen.

Skepsis vor Fernreisen mit Kindern? Mit diesen Tipps geht’s auch als Familie entspannt auf große Tour – oder eben auf den Langstreckenflug!

Vor der Reise: Planen & Packen

Reisepass für Kinder

Bereits Babys brauchen für Flugreisen inzwischen einen eigenen Reisepass. Je nach Alter und Reiseziel kommen unterschiedliche Pässe in Frage: Entweder ein regulärer Kinderreisepass oder ein biometrischer Reisepass – der sogenannte ePass, der gleiche wie bei Erwachsenen.

Der Kinderreisepass ist für Kinder bis 12 Jahre vorgesehen, ab 12 Jahren ist dann ein Personalausweis (jedoch nur 6 Jahre gültig und nicht verlängerbar) oder der ePass Pflicht . Dieser speichert auf einem Chip die Personendaten sowie das Passbild und die Fingerabdrücke. (Nur für Kinder unter 6 Jahren werden noch keine Fingerabdrücke genommen)
Welchen Pass bzw. Ausweis ihr für Eure Reise letztendlich benötigt, hängt vom Reiseziel ab. Informiert Euch daher unbedingt über die Reisebestimmungen des jeweiligen Landes beim Auswärtigen Amt.

Ist das Lichtbild im Pass noch aktuell?
Wenn Euer Kind zum Zeitpunkt der Reise keine Ähnlichkeit mehr hat mit dem Lichtbild im Pass, dann kann es sein, dass der Pass nicht akzeptiert wird. Lasst also sicherheitshalber das alte Passfoto rechtzeitig gegen ein aktuelles tauschen.

Medizinische Vorbereitung

Ihr kennt Euer Kind am besten und könnt abschätzen, ob es sich häufig die Knie aufschrammt oder zu Lebensmittelunverträglichkeiten neigt. Packt nur das Nötigste ein. Je nach Reiseland könnt Ihr auf eine gute medizinische Grundversorgung vertrauen – Kanada ist z.B. ein Land mit einem sehr hohen medizinischen Standard. Hier könnt Ihr im Notfall einfach Medikamente vor Ort kaufen. Ein vorheriger Besuch beim Kinderarzt zur Impfberatung ist aber Pflicht. Und die Impfpässe gehören unbedingt in die Reiseapotheke.

Reiseapotheke für Familien

Wir können keine ärztliche Beratung übernehmen, aber folgendes können wir für Eure Reiseapotheke noch empfehlen:

  • Desinfektionsspray
  • Pinzette und Nagelschere
  • Pflaster
  • Wund- und Heilsalbe
  • Schmerz-Salbe
  • Lutschtabletten gegen Halsschmerzen
  • Hustensaft oder Hustenteemischung für Kinder
  • Glyzerinzäpfchen bei Verstopfung
  • Kindersonnencreme mit hohem UV-Schutzfaktor (am besten 50)
  • Antihistamin-Salbe und Zeckenpinzette
  • Insektenschutzpräparat
  • Durchfalltabletten
  • Fieberthermometer
  • Fieberzäpfchen oder -saft (Zäpfchen beginnen bei über 30 °C zu schmelzen)
  • Breitband-Antibiotikum (in Absprache mit dem Kinderarzt)

Achtung, empfindlich!
Viele Medikamente sind hitzeempfindlich. Die wichtigsten Medikamente, besonders bei Kindern mit akuten oder chronischen Krankheiten, gehören beim Fliegen ins Handgepäck.

Handgepäck bei Langstreckenflügen mit Kindern

Alles, was Ihr während des Fliegens braucht, kommt ins Handgepäck:

  • Alle wichtigen Dokumente wie Reiseunterlagen und Pässe
  • Ersatzkleidung – auch für Euch selbst!
  • Kleines Kissen oder kleine Decke
  • Lieblingskuscheltier
  • Kleines Spielzeug
  • Ohrstöpsel für Kinder zum besseren Druckausgleich

Während des Flugs

Bei Langstreckenflügen sind Abflugzeiten in den Abendstunden am besten – so könnt Ihr die Schlafenszeit ideal nutzen. Bei unserer Sri Lanka Familienreise fliegen wir z.B. mit dem Dreamliner per Nachtflug nach Colombo.
Wenn der Flug tagsüber startet, nehmt Spiele (die am besten nicht zu viel Lärm machen 😉) oder Bücher mit. Einige Airlines verschenken außerdem zu Beginn des Fluges auch Überraschungspakete. Oder Ihr nutzt das Entertainmentangebot an Bord – hier werden oft viele Kinderfilme und -spiele angeboten.

Um Euren Kindern den Druckausgleich angenehmer zu machen, gebt ihnen beim Abflug Bonbons oder Kaugummis. Auch Ohrenstöpsel helfen – wenn sie rund 45 Minuten vor dem Start bzw. der Landung eingesetzt werden. So haben die Ohren genügend Zeit, sich an die geänderten Druckverhältnisse anzupassen.

Vorsicht Erkältung!
Eine Erkältung kann den Druckausgleich noch zusätzlich erschweren. Fragt am besten vorher einmal beim Kinderarzt nach.

Kanada und Sri Lanka mit Kindern bereisen

Generell eignen sich Länder, die mit einer touristischen Infrastruktur ausgestattet sind, denn diese macht das Reisen einfach. Wer nicht allein auf große Reise gehen möchte, den nehmen wir gern bei unseren Familien-Fernreisen an die Hand.

Die Gruppenreisen sind in den Aktivitäten und Anforderungen speziell auf Kinder ausgerichtet: So entschleunigen z.B. wenige Standorte auf unserer Kanadareise und geben Zeit, die Abenteuer abends am Lagerfeuer entspannt ausklingen zu lassen. Auch bei den Unterkünften legen wir besonderen Wert auf Familienfreundlichkeit – so darf es beim Essen auch mal lauter zugehen und die Fahrtstrecken sind möglichst kurz. Und noch ein Vorteil haben Gruppenreisen: Kinder finden es meist super, wenn Gleichaltrige mit dabei sind, so machen Entdeckungstouren noch gleich mehr Spaß.

Für eine erste exotische Fernreise ist Sri Lanka z.B. das ideale Reiseziel. Von Deutschland aus seid ihr in knapp 10 Stunden schon da und abwechslungsreicher kann ein Land kaum sein. Unsere Reise führt uns durch das Inselinnere bis an die Ostküste Sri Lankas. Zu unseren Reisedaten im Juli und August herrscht sommerliches, trockenes Wetter – nicht zu heißt für Kinder! Mehr Infos zur Frosch Familienreise Sri Lanka

Kanada beeindruckt mit seiner imposanten Natur – ein ideales Ziel für Naturliebhaber und Weltentdecker! Abende am Lagerfeuer mit spannenden Geschichten geben jedem Tag einen beschaulichen Ausklang. Außerdem ist Kanada nicht zuletzt durch die hohen medizinischen Standards ein ideales „Einsteigerland“ für Fernreisen mit Kindern. Mehr Infos zur Frosch Familienreise Kanada

Also: Lasst Euch nicht von Ratschlägen wie „Holland statt Kanada“ abschrecken, sondern folgt Eurem Fernweh. Wir nehmen Euch dabei gern an die Hand – und wer nicht so weit mit der Familie reisen möchte, unser Familiensportlcub in Pelzerhaken ist natürlich auch schön!