Archiv des Autors: Tjorven

27. Juli 2018

Frosch Regionale: MTB-Fahrtechnik-Wochenende in Köln/Bonn – Level 1 Basic

Reisebericht von Tristan – 7. & 8. April 2018
Frosch Regionale

Ein MTB-Guiding hatte ich mit schon einmal mit Freunden gemacht, daher dachte ich mir, nachdem Kathi und ich schon über ein knappes Jahr mit dem MTB-Fahren angefangen sind und mehr oder weniger gut durch den Wald fahren, ist so ein Fahrtechnik-Wochenende doch genau das richtige. Und so war es auch, Max und Freddy, die beiden Guides, haben uns 6 Anfänger bestens geschult.

Zunächst haben wir gemeinsam unsere Räder eingestellt, gecheckt und die beiden erklärten uns die Funktionen  einzelner Bauteile, wie Federgabel, Dämpfer, Bremsen und so weiter.

Und dann ging es schon los, Techniktraining, das heißt Grundposition und Aktivposition (Macht den Gorilla!), Bremsen (ohne Bremsspuren) und Kurvenfahrtechnik. Max hat immer wieder Videos von uns gemacht, damit wir selbst erkennen können, wie wir uns auf dem Bike bewegen und was man besser machen kann, was sehr hilfreich ist. Sie erklärten uns immer wieder sehr ruhig und geduldig, wie es besser geht und lobten uns natürlich auch bei jeder gelungenen Aktion, immer haben Sie auch ein Lächeln auf den Lippen und einen lockeren Spruch auf Lager.

Übung macht den Meister!

Es benötigt schon einige Wiederholungen, bis wir alle die Übungen so beherrschen, wie sie sein sollen. Als es dann soweit ist, geht es direkt in den Wald, wo wir dann unter Anleitung von Max erste Passagen durchfahren, wobei Freddy die Strecke fährt und uns zeigt, wie es aussehen sollte. Es geht bis zur Burgruine Windeck hoch, wo wir zunächst eine Pause einlegen, doch so wirklich will keiner vom Mountainbike loslassen, also geht es mit Gleichgewichtsübungen weiter, die für mich persönlich super sind, ich gewinne dadurch viel mehr Sicherheit und steilen Bergab und Bergaufpassagen.

 

Anschließend üben wir zunächst an einem kleinen seichten Hang, um später auf einen deutlich steileren und uneinsichtigen Hang zu fahren, und alle trauen sich diese Abfahrt. Womit der erste Tag fast abgeschlossen wird, denn wir treffen uns am Abend noch zum gemeinsamen Abendessen mit allen.

Tag 2 – weiter geht’s!

Am nächsten Morgen wiederholen wir dann zunächst wieder ein paar Übungen vom Vortag, um dann die große Tour zu fahren. Und es macht richtig Spaß, die Strecke ist sehr abwechslungsreich, Wander- und Forstwege geht es hinauf, schmale flowige Strecken entlang des Berges und natürlich auch wieder hinab. Kleine Baumstämme und Treppen sind auf einmal keine unüberwindbaren Hindernisse mehr sondern nur noch Herausforderungen. Und all das wird auch noch mit bestem Wetter belohnt!

Zwischendurch bleibt auch immer noch genug Zeit für einen leckeren Kuchen in einem schönen Gartenkaffee. Am Ende des Tages fahren wir zu dritt aus der Anfängergruppe sogar noch bei der Fortgeschrittenengruppe mit, um noch eine schwierige Abwärtspassage zu meistern und wir kommen alle heil und ohne Sturz an.

Mein Fazit

Ich werde mit den sehr nützlichen Tipps gut ein bis zwei Jahre fahren, um mich zu verbessern und sicherer zu werden und dann sicherlich das Fortgeschrittenen Trailcamp besuchen. Es ist einfach sehr hilfreich sich etwas von Profis erklären zu lassen und Spaß macht es auch noch! Übrigens, Kathi auch!

27. Juli 2018

Sporthotel Aktivresort Piaski: Masuren im Juli – im Land der Störche

Reisebericht von Natascha – Juli 2018
FROSCH Reiseziel Frosch Sporthotel Aktivresort Piaski, Masuren / Polen

Diesen Sommer ließ ich mich auf das Abenteuer Polen ein.

Die Anreise

Die Anreise war anders wie bei den anderen Frosch Sportclubs. Früh morgens bin ich in Warschau bei strahlendem Sonnenschein und 27 Grad gelandet. Jetzt hatte ich noch 5 Stunden Zeit mir Polens Hauptstadt anzusehen. Also erstmal mit der S-Bahn zum Hauptbahnhof, Koffer ins Schließfach und dann direkt vor der Tür in den Bus für die Stadtrundfahrt. Ein kurzer Überblick musste reichen. Denn schon um 15.30 Uhr traf ich mich mit den anderen Fröschen am Treffpunkt im Hauptbahnhof und es ging 4 Stunden mit dem Bus Richtung Norden. Da bei uns allen die Reise frühmorgens begonnen hatte, nutzten wir die Zeit zum Schlafen. Zwischendurch gab es noch eine kurze Pause an einem Imbiss. Die Strecke führte größtenteils über gut ausgebaute Landstraßen.

Angekommen im Sporthotel

Ausgeruht kamen wir im Aktivresort an und wurden von Reiseleiter Sibi in Empfang genommen und haben schnell unsere Zimmer im Adlerhorst, einem Gästehaus mit 10 Zimmern, bezogen und schon ging es zum 3-Gang-Abendessen und dem ersten richtigen Kennenlernen der Gruppe. Eine bunt gemischte Truppe von 12 Fröschen zwischen 25 und 60 Jahren. Sowohl Alleinreisende wie auch Paare.

Sonnenuntergang vom Restaurant

Das durchweg leckere Abendessen bestand immer aus einer gehaltvollen Suppe, einem leckerem Hauptgang und einem süßen Nachtisch. Für Vegetarier wurden Alternativen gereicht. Für den nächsten Morgen verabredeten wir uns zu einem Infotreffen nach dem Frühstück um alles Wichtige für die Woche zu besprechen.

Schwimmen, Bootfahren und Biken

Der nächste Tag begann vor dem Frühstück mit einer kurze Runde im See schwimmen. Einfach traumhaft. Frühstück gab es in Buffetform immer zwischen 8 und 10 Uhr.

Nach dem Frühstück zeigte uns Sibi alles Wichtige auf dem Gelände wie Sauna, Tretboote und Räder. Im Anschluss ging es erstmal zu einer entspannten kleinen einstündigen Kreuzfahrt über unseren Haussee, den Beldahnsee. Wir konnten schöne Ausblicke auf die umliegenden Wälder genießen. Im Anschluss an die Schifffahrt schwangen wir uns auf die Mountainbikes. Einige nutzten auch dankbar das Angebot, ein Trekkingrad des Ressorts zu leihen. Nach der ersten Tour wechselten auch diese auf die Mountainbikes, da diese doch angenehmer zu fahren waren auf den sandigen Waldwegen.

Mountainbikes auf der Fähre

Kajak

Segeln auf dem Beldahnsee

Mit den Rädern machten wir eine schöne etwa 10 km lange Tour zum Dorf Bärenwinkel. Wir genossen schöne, wenig befahrene Straßen, Waldwege, sahen Störche und fuhren zum größten See der Masuren. Von dem Dorf Bärenwinkel genossen wir einen schönen Ausblick auf den Spieringsee bevor wir uns auf den etwa 15 km langen Rückweg machten. Der Nachmittag war zu freien Verfügung. Einige radelten in den Ort Rucciane und andere machten es sich an der Badestelle gemütlich.

Nach dem Abendessen (immer um 19 Uhr) gab es die Frosch übliche Ansprache für den nächsten Tag und im Anschluss ein kleinen Polnischkurs. Den wir auch alle dringend benötigten, da die deutsche und die polnische Sprache so gar keine Ähnlichkeit haben.

Besonders sportlich: Die Kajaktour auf der Krytina

Am Montag stand uns der sportlichste Tag bevor. Direkt nach dem Frühstück machten wir eine Radtour von 15 km zum Einstieg in die 14 km lange Kajaktour auf der Krytina. Die etwa vierstündige Kajaktour unterbrachen wir zwischendurch noch zu einer Mittagspause bei einem Gasthaus am Fluss. Da mit uns zeitgleich eine größere Gruppe zu Wasser gegangen ist, war das erste Teilstück sehr voll und sehr chaotisch.

Unterwegs trafen wir immer mal wieder Schwan- und Entenfamilien, die sich von uns nicht stören ließen. Am Ziel angekommen, brachte uns ein Shuttlebus zurück zu unseren Rädern und schon ging es die 15 km auf dem Rad wieder zurück. Kurz vorm Abendessen erreichten wir unser Resort, aber Zeit für ein kurzes Bad im See musste noch sein. Nach dem Abendessen testeten wir noch 3 verschiedene Wodka.

Dienstag

Den Dienstag starteten wir mit einem dreistündigen Segelausflug auf dem Beldahnsee. Da fast kein Wind war, war es eine zähe Angelegenheit. Das Angebot einen weiteren Törn am Nachmittag zu unternehmen, lehnten wir alle dankend ab. Stattdessen unternahmen einige von uns einen Ausflug nach Rucciane. Ich war sehr überrascht über das touristische Angebot wie Hüpfburg und Hochseilgarten. Außerdem reihte sich hier ein Restaurant ans nächste. Den Abend nutzten wir für einen Busausflug in den 25 km entfernten Urlaubsort Nikolaiken. Da wir erst nach dem Abendessen starteten, erreichten wir Nikolaiken erst als dort schon die Bürgersteige hochgeklappt waren. Ein Schnaps im Hinterhof und ein Bier in einer Kneipe und schon ging es in die Disco, wo wir Frösche die einzigen Gäste waren. Gegen 1.30 Uhr erreichten wir müde unsere Unterkunft. Leider haben wir nicht viel von Nikolaiken gesehen.

Nikolaiken im Regen

Mittwoch

Den Mittwoch verbrachten wir auf einer Sightseeingtour mit dem Bus durch Masuren bzw. Ermland. Wir erhielten eine Führung über das Gelände der Wolfsschanze, wir genossen ein Orgelkonzert in der Heiligen Linde und wir erklommen die Burg Reszel. In einem Restaurant bei der Heiligen Linde machten wir Mittagspause und hatten so die Möglichkeit, Pirogen oder ähnliches zu genießen. Gegen 18 Uhr erreichten wir wieder unser Resort und viele nutzten die kurze Zeit bis zum Abendessen noch für ein erfrischendes Bad im See. Nach dem Abendessen gab es noch die Möglichkeit eines der Fußballspiele der WM anzuschauen und den Abschluss des heutigen Tages bildete ein gemütliches Lagerfeuer am See. Trotz schwarzer Wolken blieb der Tag trocken.

Heilige Linde

Donnerstag

Der Donnerstag stand wettertechnisch unter keinem guten Stern. Bereits zum Aufwachen prasselte der Regen gegen unsere Fenster. Rechtzeitig zum Beginn unserer geplanten Tour war es aber trocken. Somit schwangen wir uns alle auf die Räder und machten uns auf den Weg nach Nikolaiken. Zwischendurch trafen wir freilebende Wildpferde und besuchten das Museum in Popielno. Hier trafen wir Brutus eine Mischung aus Wisent, Bison und Kuh außerdem leben hier Hirsche und Biber und der nächste kurze Regenschauer ließ nicht lange auf sich warten.

Anschließend ging es mit einer kleinen Fähre weiter Richtung Nikolaiken. In Nikolaiken überraschte uns dann ein erneuter Regenschauer, so dass wir froh waren, mit dem Kreuzfahrtschiff der Classic Lady die Heimfahrt im Trockenen antreten zu können. Während wir über den See fuhren, klarte es auf und wir konnten zum Abschluss des Tages einen Grillabend mit Live Musik auf der Terrasse genießen. Nach dem sich die deutschen und polnischen Gäste gegenseitig versuchten mit ihren Gesangskünsten zu übertrumpfen, fand der Abend mit einem erneuten Regenschauer ein jähes Ende.

Freitag

Und schon war unser letzter Tag da. Trotz Donnergrollen brachen wir nach dem Frühstück auf zur 7-Seenwanderung. Nach rund 12 km quer durch den Wald erreichten wir Rucciane zur Mittagspause in einem Restaurant. Währenddessen sahen wir das Gewitter aufziehen. Mutig eilten wir die letzten 4 km zurück zum Resort. Die angebotene Alternative Taxi nutzten nur wenige. Als wir am Tor des Resorts ankamen, fielen die ersten Tropfen. Für etwa 1,5 Stunden war Weltuntergang. Leider also kein Abschlussbad im See. Die Reise klang gemütlich mit dem so genannten Candlelight Dinner erstmals im Restaurant aus.

Die Abreise

Auch der Abreisetag begann feucht. Entgegen des Transferplanes fand der Bustransfer nach Warschau nicht um 6 Uhr sondern erst um 8 Uhr statt. So konnten wir noch frühstücken und dann ging es die 4 Stunden zurück nach Warschau. Zwischendurch lief sogar das Wasser durch die Lüftungsschächte in das Innere des Busses.

Mein Fazit

Da die Woche vollgepackt mit Programm war, verging die Zeit wie im Flug. Wir haben viel gesehen und viel erlebt. Die Gruppe blieb während der gesamten Zeit zusammen und machte sämtliche Aktivitäten gemeinsam.

Zum Ende noch der Hinweis, dass auch im Restaurant des Resorts inzwischen WLAN vorhanden ist, wenn auch sehr schlechtes. Außerdem gibt es im Restaurant auch die Möglichkeit, die Getränke-, Kuchen- und Eisrechnung am Ende der Woche mit Kreditkarte zu bezahlen. Während des Aufenthalts wurden die Getränke auf das Zimmer geschrieben.

Insgesamt kommt man mit wenig Bargeld über die Runden sollte aber sowohl EUR für die Busausflüge wie auch Zloty für die Kleinigkeiten wie Getränke und Essen unterwegs, Eintritte und Trinkgelder dabei haben.

Fazit: Polen und insbesondere Masuren ist eine Reise wert, gerade wenn man es aktiv mag!

27. Juli 2018

Frosch Sportclub Villa Antonio auf Peljesac, Kroatien – öfter mal was Neues

Reisebericht von Miriam Scharfe – Juni 2018
FROSCH Reiseziel Frosch Sportclub Villa Antonio, Insel Peljesac / Kroatien

Ich habe mich in diesem Sommer erstmalig alleine auf den Weg gemacht. Das auch noch in einen neuen Sportclub, für den die erste Saison gerade erst begonnen hatte.

Die Anreise nach Peljesac

Der Flug von Düsseldorf verlief reibungslos. In Dubrovnik angekommen gab es aber die ersten „Schwierigkeiten“.
Es standen sehr viele „Abholer“ in der Flughafenhalle. Auch nach intensiver Suche konnte ich nicht das bekannte orangene Frosch Schild finden.
Einfach nicht da…
Aber ich fand bzw. wurde gefunden von anderen Fröschen. Schnell waren wir zu viert. Und dann kam einer, der erkannt hatte, dass nicht Frosch auf dem Schild steht, sondern unsere Namen… Das muss man ja erstmal wissen.
Am Ende saßen wir zu acht im Transfer nach Peljesac. Dieser dauert gut 2 h und wer mit Serpentinen Probleme hat, sollte eine Reisetablette nehmen.

Der Sportclub Villa Antonio

Die Villa Antonio liegt mitten in einem Weinberg, aber leider auch direkt oberhalb der Hauptstraße. 2 supersteile Einfahrten führen zum Grundstück.
Das Haus sieht genauso aus wie auf den Fotos. Die Pooltrrasse ist mit Liegen und Schirmen ausgestattet und schön groß. Man muss nur aufpassen, dass man sich nicht die Zehen anstößt an den schräg verlegten Bodenfliesen.

Die Zimmer im Haus sind sehr unterschiedlich. Teilweise auch etwas renovierungsbedürftig. Die Reinigung der Zimmer war regelmäßig, aber nicht unbedingt erfolgreich. Der Boden wurde nur manchmal gefegt, selten gewischt (in den 14 Tagen).  Aber die meisten Zimmer haben einen atemberaubenden Blick über die Bucht.

Die Verpflegung

Das Abendbuffet ist sehr reichhaltig und lecker. An der Getränkeversorgung müsste noch gearbeitet werden. Auf der einen Seite hieß es, Frosch Gäste konsumieren zu wenig, auf der anderen Seite saßen wir regelmäßig in Weinlaune da und wurden nicht bedient. Nach ein paar Tagen haben wir uns mit dem Hotelpersonal arrangiert und es geschafft, dass nachmittags die Poolbar geöffnet wurde. Wir haben selber Musik angemacht am Pool, und auch abends für die ein oder andere Party gesorgt. Oder bei einem Wein auf der Terrasse zusammengesessen. Die wöchentliche Weinprobe ist ein abendliches Highlight. Die Türen zum Weinkeller werden geöffnet und man darf sich durchkosten.

Die Umgebung

Die Bucht ist steinig, man kann aber auch ohne Badeschuhe bis ins Wasser gelangen. Seeigel waren direkt am Wasserzugang nicht zu sehen. Durch den Kieselstrand hält sich der Dreck im Zimmer in Grenzen, was bei einem Sandstrand schon schwieriger wäre.  Es gibt Schattenplätze unter den Bäumen, Liegen und Sonnenschirme gibt es an diesem Strand nicht. Das Wasser ist hier glasklar und wird recht schnell tief. Man kann ausgezeichnet schwimmen und planschen.
Es gibt zwei Bars in der Bucht, man bekommt neben Getränken auch verschiedene Snacks und Speisen.

Der Weg zum Strand führt über das Nachbargrundstück, ein Stück die Hauptstraße entlang und dann bergab über den Campingplatz. Der Weg ist ok. Man kann ihn gut gehen (ca 10 Minuten bergab, 15 bergauf, mein Gefühl…).  Einziges Manko ist diese Straße! Es ist viel Verkehr und die fahren schon ganz schön wild. Als Fußgänger ist es durchaus gruselig.
Auch alle Touren haben mit der Hauptstraße zu tun. Für mich als Bikerin nicht ganz so dramatisch, für die Wanderer war das aber ein Problem!

Der Ort Orebic liegt gute 5 km entfernt, zu Fuß quasi nicht erreichbar (entlang der Straße…), mit dem Bike rollt man flott den Berg runter.
Hier ist ein bisschen was los, es gibt Restaurants, Eisdielen, den Hafen, kleine Souvenir Läden, Bankomat, Wechselstube.

Das Programm

Die Biktetouren führen in die Gegend rund um Orebic, auch zur Nachbarinsel Korcula. Die Touren sind für alle geübten Radfahrer gut machbar. Es gibt wenig echtes Mountainbike-Gelände. Natürlich ist es in der Sommerhitze anstrengend und das Gelände ist bergig.
Leider reichte das Tourenprogramm nur für 1 Woche. In der 2. Woche war die Gruppe größer, so dass wir den „Neuen“ den Vortritt bei den Rädern gelassen haben.
Auch die Wanderung schlängeln sich in und um Orebic. Zum Kloster, in eine einsame Bucht, und das Highlight: auf den höchsten Berg von Peljesac. Den Sveti Ija. Eine anspruchsvolle, anstrengende Wanderung!

Die Bootstour mit dem Kapitän Mirko ist empfehlenswert. Informativ, spannend, schön.
Schnorcheln am versunkenen Wrack zum Beispiel.  Ansonsten ist die Unterwasserwelt eher traurig. Wenig Fische, keine anderen Meeresbewohner, alles wirkt wie abgefischt und umgepflügt.

Es waren 2 Teamer vor Ort, die ihren Job engagiert erfüllt haben. Sie hatten alle Hände voll zu tun, auch mit der Vermittlung zwischen Gästen und Hotelpersonal. 2 Teamer sind für die Größe der Gruppe etwas knapp bemessen.

Mein Fazit

Ich hatte eine tolle Reise, was nicht zuletzt an den Menschen lag! Der Sportclub hat Potential, aber es müssten dringend noch weitere Touren gescoutet werden.

Miriam Scharfe

27. Juli 2018

Single-Sportclub Paradise auf Korfu im Frühsommer 2018

Reisebericht von V.D. – Mai/Juni 2018
FROSCH Reiseziel Frosch Single-Sportclub Paradise auf Korfu, Griechenland

Als erstes ist zu sagen, meine beiden Urlaube dieses Jahr im Sportclub Paradise waren super.
Ende Mai 2018 war mein erster Sommerurlaub mit Frosch, vorher war ich bereits zwei Mal im Skiurlaub.

Die Anreise

Erwartungsvoll saß ich (32, w) nun, morgens gegen 6 Uhr am Flughafen Düsseldorf und hoffte vielleicht ein paar andere Frösche identifizieren zu können, leider vergebens.
Nach der Gepäckausgabe auf Korfu wartete bereits jemand mit einem „Frosch“-Schild in der Vorhalle und schnell war klar, offensichtlich waren jede Menge Frösche in den zwei Düsseldorf Fliegern gewesen.
In einem Reisebus ging es dann die 35 km nach Agios Georgios im Süden der Insel. Die gemächliche Fahrt dauerte etwa 45 min und führt entlang an Korfus Küste.
Bereits unterwegs kam man mit ein paar Leuten ins Gespräch und so verfolg die Aufregung schnell.

Der Sportclub

Im Paradise angekommen wurden wir erstmal an der Rezeption begrüßt und die wichtigsten Infos für den Tag wurden erläutert. Danach konnten die meisten bereits ihre Zimmer beziehen.
Die Anlage des Paradise besteht aus mehreren Gebäuden, zwei schönen Pools, der Poolbar (Getränke und Eis), Kicker und Tischtennisplatte und dem Frühstücksbereich. Insgesamt waren wir nur etwa 80 Gäste im Paradise.

Die Zimmer

Ich hatte beim ersten Aufenthalt ein DZ im 4er Appartement gebucht. Dieses besteht aus 2 Schlafzimmern (1x 2 Einzelbetten, 1x ein Doppelbett), einem Bad ohne Schlüssel, einem Vorraum mit kleiner Küchenzeile, Kühlschrank, kleinem Tisch und einem Bett als Couch, sowie einer großen Terrasse an den Schlafzimmern und vorne einer Veranda. Das Appartement war einfach und schlicht eingerichtet, jedoch sauber und die Dusche war größer als in den normalen DZ. Dieses wird auch mit Frauen und Männern gleichzeitig belegt – aber natürlich nicht mit gemischten Zimmern. Ein paar mehr Kleiderbügel wären generell gut.

Die Lage

Das Paradise liegt etwa 750 m im Hinterland und man muss zum Abendessen, Strand, Einkaufen diesen Weg laufen. Der kleine Ort Agios Georgios bietet ein paar Supermärkte, Restaurants und Bars.

Man kann die Anlage des Frosch Hotel San Georgios mitbenutzen. 2-3 Minuten zu Fuß entfernt. Dort gibt es eine große Liegewiese, einen schönen Pool, Tennisplatz, Beachvolleyballfeld und eine Poolbar, die auch kleine Snacks anbietet. Das Fitnessprogramm und das Beachvolleyballcamp finden dort statt. Das Hotel liegt gegenüber vom Strand und der Mango Bar wo es Abendessen gibt, ist jedoch im Ganzen etwas ruhiger.

Die Verpflegung

Schnell fanden sich die ersten Grüppchen zusammen und bereits abends merkte man kaum noch, dass 99% der Frösche ja alleine angereist waren.
Abendessen gibt es in der Mango Bar, die direkt über dem Strand liegt und einen tollen Ausblick auf das Meer bietet. Die Bar ist bis 21 h nur für Frösche. Hier gibt es lange Tische und so kommt man schnell mit Leuten ins Gespräch. Das Essen war jeden Abend von Top Qualität und immer lecker. Es gibt ein großes, leicht variierendes Salatbuffet und 2-3 warme Hauptgerichte in Buffetform, sowie einen wechselnden Nachtisch.
Die Bar bietet unter anderem verschiedene Cocktails, die ich aber mit 7,- für eine „Hotelbar“ etwas teuer fand.

Der erste Tag war schnell vorbei und so leerte sich die Bar bereits zeitig, im Paradise findet man jedoch immer noch den ein oder anderen, der am Pool noch ein Bierchen trinkt.
Am Sonntagmorgen wurden dann alle Teamer (etwa 18!) und das Programm für den Tag vorgestellt.

Das Frühstück ist einfach, aber frisch und ausreichend. Man sollte kein 4 Sterne Buffet erwarten. Es gibt 2 Sorten Brot, 3 verschiedene Wurstsorten, 2 Käsesorten, Müsli, Obstsalat, Joghurt, Kuchen, Eier, Marmelade und Nutella, sowie Säfte, Wasser und Kaffee. Schön wäre vielleicht ein wenig mehr Abwechslung, bzw. mit Frischkäse oder Camembert. Gegessen wird im Paradise draußen auf einer Terrasse an langen großen Tischen.

Das Sportprogramm

Am ersten Tag finden morgens immer leichte Mountainbike- und Wandertouren, sowie nachmittags Schnupperstunden an der Wassersportstation, beim Yoga und Volleyball (wenn angeboten) statt. Ab montags gibt es dann jeden Tag 2-3 Biketouren mit unterschiedlichen Anforderungen und 2 Wanderungen, sowie die gebuchten Kurse der anderen Sportarten.

Zusätzlich gibt es Fitnesskurse für alle, Wasserball, Tischtennisturnier und vieles mehr.
Ich entschied mich für die Biketour zu einem anderen Strand und habe gelernt, dass eine Radfahrhose durchaus ihre Berechtigung hat. Die Tour ging 15 km über Stock und Stein, rauf und runter und ist nicht zu empfehlen, wenn man 0 Kondition oder am liebsten auf Asphalt grade aus fährt.

Nachmittags wanderten wir dann zur Waspo, diese ist etwa 25-30 Minuten zu Fuß am Strand entlang vom Paradise entfernt. Hier gibt es Windsurfen, SUP und Katamaran Segeln. Wir durften dann jeweils zu zweit unsere ersten Erfahrungen auf dem Windsurfboard sammeln. Ich entschied mich dann erstmal für den 4 Stündigen Schnupperkurs für 60,-. Hierin brachten uns Micha und Suzi an zwei Tagen die Grundlagen des Windsurfens bei. Wer wollte, konnte dann den Grundkurs buchen und sich die Stunden anrechnen lassen. Am Ende der Woche konnte man dann seinen Surfschein machen.

Das Rahmenprogramm

Sonntagsabends findet dann der Welcome Abend statt und nach dem Abendessen Party in der Mango Bar. Generell gibt es fast jeden Abend noch einen kleinen Programmpunkt, wechselnde Spiele oder bzw. ein Kicker Turnier. Mittwochs wird nicht in der Mango Bar gegessen, sondern jeweils im Hotel gegrillt. Anschließend gibt es dann eine „Poolparty“ im Paradise. Diese ging bis in die frühen Morgenstunden.

Ausflüge werden nur zwei angeboten. Ein Bootsausflug auf zwei kleine Nachbarinseln und eine Tour nach Korfu Stadt mit verschiedenen Besichtigungen. Korfu Stadt haben wir auf eigene Faust besucht und uns zwei Autos gemietet. Sehenswert ist der Steg an der Mäuseinsel, wenige 100 m vor der Landebahn des Flughafens. Auch der steile Aufstieg zum Restaurant oben lohnt sich, das Essen war sehr gut.

Korfu Stadt hat eine schöne Altstadt, ist jedoch sehr touristisch. Leider hat die Insel ein Problem mit ihrer Müllabfuhr und überall liegen riesige Berge mit Müllsäcken rum, leider ist die Stadt davon nicht ausgenommen.
Schnell war der Freitag gekommen und die Abschiedsparty stand an. Diese endete dann feucht fröhlich gegen 2 Uhr Nachts im Pool des Paradise. Leider reisten die meisten Leute bereits samstags wieder ab, ich hatte jedoch bis Dienstag gebucht.

Volleyball auf Korfu

Nachdem ich die letzten Tage dann noch am Volleyballkurs teilgenommen hatte, entschied ich mich kaum wieder zu Hause, spontan einfach 3 Wochen später noch mal zu fliegen, um noch eine ganze Woche Volleyballcamp machen zu können.

Dieses Mal lernte ich bereits am Flughafen ein paar Frösche kennen und sah dem ganzen wesentlich entspannter entgegen. Auch eine richtige Radfahrhose war diesmal mit im Gepäck.
Mein Zimmer war dies Mal ein DZ Kat. B im 1.OG. Vorteil hier, dass man die Balkontür immer auflassen kann. Diese Kategorie ist etwas besser als das App. die Dusche ist jedoch wirklich winzig und es ist sehr hellhörig.

Wer es etwas luxuriöser möchte, sollte das Penthouse buchen. Dort gibt es neben den 2 SZ ein Kaminzimmer(ebenfalls mit Bett) eine große Küche mit Essbereich, 2 Bäder mit Waschmaschine und eine riesige Dachterrasse. Generell etwas besser ausgestattet als die anderen Zimmer.
Nicht empfehlen kann ich Kat. C. Diese Zimmer liegen ebenerdig in der Mitte des Hotels, direkt am Frühstücksbereich und einem Pool. Neben den zwei letzten Zimmern steht zudem der Kicker und auch nachts sitzen dort immer gerne Leute. Zum Lüften hat man zudem nur die Tür und ein winziges Fenster.

Diese Woche verbrachte ich tagsüber zu 75% auf dem Volleyballfeld. Der Kurs hat super viel Spaß gemacht und wir haben oft auch danach noch weiter gespielt. Einziger Nachteil, dass man wegen eines genervten Nachbars zwischen 14.30 und 17.30 dort nicht spielen kann. Freitags gab es dann morgens ein 2/2 Turnier für die fortgeschrittenen Teilnehmer des Camps und nachmittags ein 4/4 für jedermann.

Die Kursstärke die ich mitbekommen habe hat stark variiert. Von 3 bis 14 Teilnehmern(dann in 2 Gruppen). Für die Saison 2019 ist eine neue Doppelfeldanlage an neuem Standort geplant, mit der sich das Problem dann erledigt hat. Fortgeschrittene wie auch Anfänger waren rund um von dem Kurs begeistert.

Nun zum Fazit

Für Alleinreisende, Sportbegeisterte, die auch mal gerne länger wach bleiben ist das Paradise ein Top Hotel. Man darf jedoch keinen großen Luxus erwarten und sollte jetzt nicht super Lärm empfindlich sein. Den Altersdurchschnitt würde ich bei Mitte 40 ansetzen, es gibt aber auch viele um die 30 und auch im älteren Bereich. Generell sind aber auch die Älteren hier eher jung geblieben.
Wer Sorge hat nicht sportlich genug zu sein, den kann ich beruhigen, es sind nicht nur Top Sportler dort und manche machen auch einfach nichts. Es findet sich aber für jeden eine Tour/einen Kurs der Spaß macht.
Man lernt ziemlich schnell, sehr viele unterschiedliche Leute kennen und es kommt nie Langeweile auf.
Ich werde wohl bei nächster Gelegenheit nochmal ins Paradise fahren.

23. Juli 2018

Sportclub Sveti Kriz: Willkommen auf Brac – Urlaub im historischen Ambiente

Reisebericht von Jens S. – 30. Juni bis 7. Juli 2018
FROSCH Reiseziel Frosch Sportclub Sveti Kriz, Insel Brac / Kroatien.

Nach diversen Reisen zu Frosch Zielen in Griechenland sollte es diesmal ein anderes Land werden. Bei der Suche auf der Frosch Website fiel mir direkt das Titelbild vom Örtchen Bol auf Brac in Kroatien auf, was sehr idyllisch anmutete. Somit stand kurze Zeit später das Ziel für die nächste Reise fest.

Die Anreise

Am 30.06. ging es von Düsseldorf mit Eurowings zum Flughafen Split, wo wir bereits erwartet wurden. Ein großer Bus brachte uns mit anderen Reisenden anderer Reisegesellschaften zum Hafen von Split (Dauer der Fahrt ca. 30-45 Minuten), wo wir einen eher kurzen Aufenthalt von 45 Minuten hatten, bevor unser Schiff Richtung Insel Brac ablegte. Die Wartezeit haben wir dann direkt mal für einen ersten Cocktail mit den gerade kennengelernten Mitreisenden genutzt. Mit der Fähre ging es dann von Split nach Brac (Fahrzeit auch hier ca. 45 Minuten). Im Hafen von Brac wurden wir dann wieder mit einem Bus abgeholt, der uns auf direktem Weg zum Sportclub Sveti Kriz brachte (Dauer der Fahrt auch wieder ca. 45 Minuten). Alles in allem muss man sagen, dass trotz des eher kurzen Fluges von 1,5 Stunden die Anreisezeit insgesamt schon einen ganzen Tag beansprucht. Aber der Urlaub fängt für mich ja schon am Flughafen an, von daher war es in Ordnung.

Der Sportclub

Der Frosch Sportclub Sveti Kriz befindet sich in einem alten Dominikaner Kloster. Auf der einen Seite des Komplexes leben noch drei Mönche. Von daher sollte man aus Respekt das Rumlaufen im Klostergarten in Badebekleidung vermeiden. Auch sportliche Übungen wie Yoga etc. sind wohl nicht gerne gesehen. Aber das alles stört den Frosch Gast nicht, denn auf der Hotelseite gibt es genug Plätze zum Verweilen, die schöne große Bucht und die große Hotelterrasse, auf der auch das Frühstück- und Abendessen eingenommen wird. Frühstück und Abendessen werden in Buffet-Form gereicht und das Essen war stets gut und ausreichend vorhanden. Es gab für jeden Geschmack etwas. Ebenso ist das Hotelpersonal lobend zu erwähnen, sehr nett und zuvorkommend den Gästen gegenüber. Hier kann man sich wohlfühlen.

Die Zimmer

Wir hatten die Junior-Suite gebucht und so mit zwei Personen ausreichend Platz (als Freunde verreist). Im großen Eingangsbereich (erstes Zimmer) befinden sich eine Couch (keine Schlafcouch), ein Kleiderschrank, sowie ein großer Spiegel. Von dort geht es ins Badezimmer und ins große Schlaf-/Wohnzimmer. Hier befinden sich ein großes Doppelbett (mit durchgehender Matratze) und eine große Schlafcouch, die ausgezogen werden kann. Wir haben uns dann auf diese zwei Schlafgelegenheiten aufgeteilt. Eine räumliche Trennung ist hier aber nicht möglich. Die anderen Zimmerkategorien konnten wir uns bei unseren Mitreisenden auch anschauen. Die Superior-Doppelzimmer waren ebenfalls angenehm groß und waren sehr ansprechend. Das kleine Doppelzimmer ist allerdings wirklich sehr klein und für zwei Personen schon fast nicht tragbar. Für Alleinreisende dagegen gut geeignet, obwohl es laut Auskunft Mitreisender auch da schon sehr beengt ist. Selbst für ein Paar ist ein kleines Doppelzimmer deutlich zu klein. Hier sollte unbedingt ein Superior-DZ genommen werden oder eben die Junior-Suite angefragt werden. Ansonsten waren die Badezimmer noch recht neu und die Einrichtung insgesamt relativ modern. Große Geräuschkulisse im Hause habe ich nicht feststellen können.

Der Ort

Das Zentrum vom Örtchen Bol ist etwa 10 Minuten zu Fuß vom Hotel entfernt. Ein netter kleiner Spaziergang, um in den Ort zu gelangen. Hier gibt es einen Supermarkt (Konzum), wo man sich mit Obst, Getränken und vielen anderen Dingen eindecken kann. Im Hafen/Zentrum findet man viele kleine nette Restaurants und das Ambiente ist insgesamt wirklich toll. Es gibt viele Läden, wo man Souvenirs, Klamotten etc. kaufen kann. Es gibt eine Post und Bankautomaten findet man auch recht häufig. Zudem gibt es Wechselstuben, wo man Bargeld in Kuna tauschen kann. Auch wenn auf den Schildern mit „0% Commission“ geworben wird, ist der Kurs dafür eben etwas schlechter. Verglichen mit einer Gebühr für eine Bankabhebung aber meiner Meinung nach der günstigere Weg, an Kuna zu kommen.

Der Strand

Wie in anderen Reiseberichten bereits erwähnt, sollte man sich Wasserschuhe besorgen. Diese gibt es im Ort an jeder Ecke für denjenigen, der sie noch nicht von Zuhause aus mitbringt. Die Seeigel sind teils in Ufernähe und auch an Treppen, die ins Wasser führen, klammern sie sich wohl gerne fest. Der Kieselstrand am Hotelkloster ist angenehm von den Steinen her, keine spitzen Steine sondern weiche und runde Steine. Das goldene Horn, wovon ich vorher dachte, dass es hier einen Sandstrand gibt, ist ebenfalls ein weißer Kieselstrand. Am goldenen Horn findet ihr Bars und diverse Essensbuden. Die Liegen kosten in der Saison 2018 70 Kuna pro Tag, was umgerechnet ungefähr 10 EUR ist. Ein Badehandtuch/Badematte geht aber als kostenlose „Liegevariante“ auch. Vor Ort gibt es u.a. eine Tauchschule, bzw. kann man in Bol Windsurfen und auch Kiten.

Ausflüge

Der Frosch Ausflug mit dem Boot in den Sonnenuntergang wird ja irgendwie bei jeder Sommer-Reise angeboten, und auch hier hat er sich wieder gelohnt. Wir sind mit einem Schiff nur für uns in eine einsame Bucht gefahren, wo wir einen Badestopp eingelegt haben. Von der Rutsche aus konnte man ins kühle Nass springen. Das wurde zur richtigen Gaudi. An Bord gab es dann frische Makrele, die wirklich köstlich geschmeckt hat. Baden, Sonne und frisch gegrillter Fisch auf einem Boot – das ist doch Urlaub pur.

Ebenfalls zu empfehlen ist auch der Ausflug zur Drachenhöhle, wer sich für historische Zeitzeugnisse interessiert. Es ist eine sehr kleine und offene Höhle, es geht nicht in den Berg hinein. Hier gibt es viele interessante Details an den Wänden zu entdecken, die aus dem 15. Jahrhundert und früher stammen. Die Erzählungen hierzu von einem einheimischen Guide (sehr gutes Deutsch) sind wirklich spannend. Die Ausblicke auf der Wanderung sind ebenfalls wunderschön. Am letzten Tag der Woche gab es einen Ausflug auf die Nachbarinsel Hvar, die sich zum zweiten St. Tropez entwickelt. Eine wirklich sehr malerische Insel, der Ausflug lohnt sich. Die Bootsfahrt dauert pro Strecke allerdings zwei Stunden von der Insel Brac aus. Alles in allem waren die angebotenen Touren und Aktivitäten sehr gut, allerdings kamen doch einige Extra-Kosten noch auf den Gast zu. Insgesamt habe ich wohl 50-60 EUR für Transfers extra zahlen müssen bei den im Preis inbegriffenen Ausflügen. Das sollte in dieser Häufigkeit vielleicht nicht sein. Es gibt wenige bis keine Touren, die keine Extra-Kosten mit sich bringen (zumindest bei den Wandertouren). 

Verpflegung & Programm

Die Preise an der Hotelbar sind human. Hier kann man sich auch mittags einen kleinen Snack oder ein Eis aus der Truhe holen. Aber zumeist ist man eh unterwegs am Tag.

Die SUP-Boards (Stand Up Paddling; direkt von Frosch) erfreuten sich auch großer Beliebtheit. Ich habe es auch einmal versucht und es hat wirklich Spaß gemacht. In jedem Fall einmal probieren! Die Mountainbikes sind wie immer von der Marke Ghost. Zu den Biketouren kann ich nicht wirklich etwas sagen, da ich lediglich eine Bike & Hike-Tour mitgemacht habe und hier das Biken nur ein Teil der Tour ausmachte.

Alles in allem auf jeden Fall ein lohnenswertes Reiseziel für den Sommerurlaub mit Frosch in grandioser Landschaft.

Viel Spaß Euch allen auf der schönen Insel Brac.

29. Juni 2018

Wer geht mit Euch auf Reisen? Euer Guide Sarah in Rajasthan

Im Winter 2018/2019 startet unsere neue aktive Fernreise nach Indien. Wohin genau? In die Region Rajasthan. Kaum eine Region konnte ihr Erbe so authentisch bewahren wie diese. Der nordindische Bundesstaat bietet eine Fülle an kulturellen Highlights – das ursprüngliche Indien, wie man es vor Augen hat. Zusammen machen wir die Reise mit Sarah, die Eure Reiseleitung vor Ort ist und eine wahre Indien-Expertin.

Direkt zur Reise

Wer bist Du denn eigentlich, wo kommst Du her?

Mein Name ist Sarah, ich bin 28 Jahre alt und komme ursprünglich aus der Nähe von Potsdam in Brandenburg.

Erzähl doch mal ein wenig über Deinen Lebensweg. Wie bist Du nach Indien gekommen?

Seit 2009 lebe ich in Indien. Angefangen hat alles mit einem einjährigen Freiwilligendienst bei einer Gemeinnützigen Organisation in einem Elendsviertel in Delhi. Dort haben wir die sozial benachteiligten Mädchen auf ihrem Bildungsweg unterstützt, Workshops gegeben und Ausflüge organisiert. Außerdem habe ich die jüngeren Geschwister in einer Art Kindergarten betreut.
Während dieser Zeit hatte ich die Möglichkeit, etwas durch Indien zu reisen und ich war fasziniert von der Vielfalt des Landes. Egal ob eine Reise hoch in den Himalaya, an die Küste oder weit in das Landesinnere ging: Es änderte sich nicht nur das Landschaftsbild sondern auch Sprache, Kleidung und das Essen.

Wann und warum hast Du Dich dazu entschieden, hier zu leben?

Als leidenschaftliche Ausdauersportlerin hat es mir vor allem die Himalaya-Region ganz im Norden Indiens angetan. Meine erste Trekkingreise war ein einschneidendes Erlebnis. Ich liebte es, in einer Gruppe ganz auf uns gestellt zu sein – abseits der Zivilisation. Einzig Laufen, Essen und Schlafen waren wichtig und das in einer der schönsten Umgebung, die man sich vorstellen kann. In einen kleinen Bergort Namens Manali habe ich mich dann niedergelassen und im Fernstudium Tourismus studiert. Parallel habe ich für einen örtlichen Trekkingveranstalter gearbeitet, eine Bergsteigerausbildung und diverse Yogalehrer-Trainings gemacht.

2014 habe ich mich dann entschieden, mein eigenes kleines Reiseunternehmen für Aktiv- und Erlebnisreisen in Indien zu gründen und nehme seither Reiselustige mit auf ihr Indienabenteuer.

In Indien geht es mir gut. Ich mag dieses trubelige und bunte Land, seine herzlichen Bewohner, die tiefgründige Kultur und das köstliche Essen. In Indien ticken die Uhren noch anders und vor allem langsamer. Ich mag es, neben meiner Arbeit auch Zeit für mich und meine Freunde zu haben.

Wie hast Du zum Yoga gefunden?

Yoga begleitet mich schon seit meiner Jugendzeit. Damals hatte mich meine Mutter mit zu ihren Yogastunden genommen und ich verstand noch nicht viel von der uralten Philosophie, die hinter Yoga steckt sondern hatte Spaß daran, mich im Kopfstand und Spagat zu üben und wunderte mich über das lange Sitzen mit geschlossenen Augen. In Indien während meines Freiwilligenjahres nahm ich dann meine ersten privaten Yogastunden und lernte auch viel über Atemübungen und Meditation. Yoga machte mich ausgeglichener und freudvoller und ich beschloss, mich als Yogalehrerin ausbilden zu lassen.

Mittlerweile habe ich vier Ausbildungen in ganz verschiedenen Richtungen gemacht und bin mit 800 Stunden qualifizierte Yogalehrerin. Ich versuche Yoga täglich zu praktizieren, auch als Ausgleich zu all meinen „aktiveren“ sportlichen Betätigungen.

Du bist Ausdauersportlerin – was machst Du denn neben Yoga noch für Sport?

Sport ist meine Leidenschaft und schon als Kleinkind habe ich Leichtathletik gemacht und bin anschließend viele Jahre in meiner Jugendzeit intensiv geschwommen. Nebenbei habe ich an Lauf- und Triathlonwettkämpfen teilgenommen.

Meine Größte Sorge war es, während meines Freiwilligenjahres in Indien kein Sport treiben zu können. Aber da hatte ich mich getäuscht. Indien ist ein wahres Paradies für Outdoor- und Abenteuersportarten, vorallem die Himalaya-Region natürlich.

Hier bin ich zum Mountainbiken gekommen, eine große Leidenschaft von mir und ich nehme oft an nationalen und internationalen mehrtägigen Rennen teil oder toure auch gern entweder privat oder im Rahmen meiner Reisen mit dem Fahrrad durch ganz Indien. Für mich ist das Fahrrad die beste Art zu reisen und dabei Land und Leute kennen zu lernen. Man ist einfach so viel näher dran und gerade in Indien freut sich jeder über einen Fahrradfahrer, der vorbei kommt und man wird freudestrahlend begrüßt.

Außerdem gehe ich viel Wandern und auf mehrtägige Trekkingtouren. 1- 2 Mal im Jahr gehe ich dann auf große Bergsteigertour, eine weitere Leidenschaft von mir. Der indische Himalaya hat einfach so viele tolle Gipfel in jeder Höhe und für jedes Level zu bieten. Für echte Bergsteiger ist Indien ein wahrer Geheimtipp!

Stok Kangri Besteigung in Ladakh (6.123 m)

Was sind Deine 3 Favoriten auf der Frosch Indienreise? Und warum?

Die Frosch Indienreise steckt voller Highlights. Jeder Tag während der Reise ist etwas ganz Besonderes. Ich mag diese Mischung aus moderater körperlicher Aktivität, Interaktionen mit den Einheimischen und kulturellem Erleben.
Doch besonders freue ich mich auf dem Besuch im Yoga-Ashram. Dieser Ashram ist touristisch noch völlig unerschlossen und ich selbst besuche diesen Ort oft, wenn immer ich wieder etwas zu mir finden möchte, Ruhe brauche und viele nette Menschen um mich herum. Hier sieht man noch das wirkliche Indien.

Ein weiterer Favorit ist die dreitägige Fahrradtour von Jodhpur nach Udaipur. Wie ich ja schon vorher erwähnt hatte, ist das Reisen auf dem Fahrrad für mich die beste Art einem Land und seinen Menschen zu begegnen.

So, nun muss ich mich für einen dritten Punkt entscheiden. Das ist gar nicht so einfach :). So würde ich gern wieder einmal einen freilebenden Tiger sehen und bin auf dem Rathambore Nationalpark gespannt. Aber als kulinarische Genießerin freue ich mich auch auf den Kochkurs bei einer netten Familie in Jodhpur und die Fahrrad-Sightseeingtour in den frühen Morgenstunden in Jaipur ist auch ein riesiger Spaß…. und dann gibt es ja auch die zweitägige Wüstenwanderung mit Übernachtung im Wüstencamp! Ach ich freue mich sehr auf die Reise!

Hier geht’s direkt zur neuen Frosch Indienreise!

27. Juni 2018

Mein 1. Mal Frosch, mein 1. Mal Toskana & einer meiner schönsten Urlaube!

Reisebericht von Ines aus Dresden – Juni/Juli 2017
FROSCH Reiseziel Frosch Sportclub Villa da Filicaja in Montaione, Italien

Vor den Reisedetails ein ganz herzliches Dankeschön an das tolle Team der Villa da Filicaja! Ihr seid ein tolles Team: Dany – die mit Herz und Seele die Destination in Montaione leitet, sich um alles liebevoll perfetto kümmert und immer strahlt; tolle Wanderungen mit Laura – sportlich, motivierend, unkompliziert, absolut sympathisch; tolle Tipps vom Radprofi Niko – immer ein herzliches Lachen im Gesicht (leider konnte ich keine Radtouren mitfahren – ich war aber sportlich beim Wandern dabei); super leckeres Essen von Gayane – einmalig, fröhlich, Energiebündel pur; und völlig entspannte Atmosphäre auf Terrasse & Co. dank „SKR“ Lukas; alles top organisiert oder spontan umgesetzt, immer gut drauf, immer ein offenes Ohr – bei Euch fühlte ich mich willkommen, herzlich aufgenommen und einfach total wohl.

Die Lage: Eingebettet in die traumhafte toskanische Landschaft mit Weinbergen, Wäldern & Hügeln, kleinen Städtchen in naher Ferne, liegt das Anwesen der Villa da Filicaja – ein alter Herrschaftssitz aus dem 15. Jahrhundert. Der Blick schweift in die Ferne ins Elsatal und bis zu den hohen Bergen der Apennin.

Sonntag – Anreisetag

Nachdem ich mit den anderen Fröschen auf der Fahrt vom Flughafen im Kleinbus einen ersten Eindruck der schönen toskanischen Landschaft bekam, eine lange Baumallee zur Villa Filicaja entlang fuhr, wurden wir von der Destinationsleitung Dany herzlich willkommen geheißen.

Vorbei an den Casa’s Antonio – den stilvoll eingerichteten Appartements, steht man staunend vor der herrschaftlichen Villa von Conte Antonio – umrahmt von Blumenkübeln, die größer als ich sind – und kann es kaum glauben, dass man hier seinen Urlaub verbringen darf. Eine wunderschöne große Terrasse, ein Garten mit Pool, alter Baumbestand (Naschen der reifen Früchte wie z.B. Feigen inbegriffen), sowie die Cantina mit offener Küche – alles im toskanischen Stil – man fühlt sich sofort entspannt hier.

In der Begrüßungsrunde am Abend stellte sich das Team locker & lustig vor: Dany, Laura und Niko, Gayane und Lukas kündigten voller Inbrunst und Fröhlichkeit uns das Abendmenü an, was wir in 3 Gängen in italienischer Manier über 2h zusammen mit dem Frosch Team auf der Terrasse genießen – wie in einer großen Familie. Zwischendrin gab es einige Infos allgemein und zu den Programm-Möglichkeiten des nächsten Tages.
Das Schöne ist, das gibt es jeden Abend, man freut sich schon immer richtig drauf.

Montag – Einführungswanderung in die Umgebung

Am Montag lernte ich mit der Wandergruppe die unmittelbare Umgebung in der Einführungswanderung kennen, wer bis jetzt dachte „Toskana – flaches Land mit ein paar Hügeln“ (ich), freute sich auf die kommenden Wanderungen, denn hier gibt es nur Hügel, gefühlt geht es immer ordentlich bergauf, aber man wird auch mit wundervollen Ausblicken belohnt. Laut einem Reiseführer setzt sich die Fläche der Toskana aus 70% Hügel, 20% der Berge und 10% Ebene zusammen.

Angekommen in Montaione – einem kleine alten Städtchen, mit schönen alten Häusern, schmalen Gässchen, ließen wir uns im kleinen Alimentari bei Mama Lucia die frisch belegte Foccacia schmecken und genossen den traumhaften 180°-Rundblick in die weite Ferne.Zurück in der Villa da Filicaja gab es die Einweisung in die E-Bikes, mit denen schafft man jeden Berg. 😉 Am Nachmittag lernten wir das Frosch Team bei Kaffee und frisch gebackenen Kuchen näher kennen und sie plauderten aus ihren eigenen Nähkästchen bzw. wie sie zu Frosch kamen. Im Anschluss gab es bei Yvonne eine Yoga-Einführungsstunde, die sehr eeeeentspannnnend war.

Nach dem Abendmenü gab es ein weiteres Highlight – eine exklusive Weinprobe mit Conte Antonio, auf der wir alle seine Weine bis hin zum Vin santo und seinen guten Olivenölen probieren durften.

Auch wenn sich dieser Tag voll anhören sollte, es gibt hier so viel zu entdecken und erleben, aber wie sagt Dany: „alles kann – nix muss“.

Ausflüge

Pro Woche wird von Frosch ein Ganztagesausflug angeboten, sowie zusätzlich freitags ein Halbtagesausflug. Diese sollte man nicht verpassen, bei 2 Wochen Aufenthalt hat man so die Möglichkeit, 4 schöne alte italienische Städte kennenzulernen (zzgl. die Orte, die man auf den Wander-/Bikeausflügen besichtigt), ein bisschen die alte Geschichte zu fühlen und durch die Gässchen der Cittas zu schlendern. Jede Stadt ist an sich wieder völlig anders, ich gehe hier nur kurz drauf ein, die Städte sprechen ja schon für sich selbst. Interessant ist auch der Weg an sich, man kommt durch verschiedene Bereiche der Toskana, wo sich die Landschaft verändert – von den Weinbergen und Wäldern um Montaione bis zu riesigen Feldern, die goldgelb bis braun leuchten, und die für die Toskana typischen Zypressenalleen, die ein tolles Muster in die Landschaft zaubern.

Dienstag – Wanderung nach Certaldo

Heute stand eine tolle, aussichtsreiche Wanderung auf dem Programm. Bei 30° im Schatten wanderten wir von Gambassi Therme über Geröllwege, ins tiefe Tal und auf die Höhen, an Weinbergen entlang – immer fantastische Ausblicke genießend – nach Certaldo, wo der Dichter Giovanni Boccaccio Spuren hinterließ und wo wir in der schönen kleinen, sehr alten Altstadt hoch auf dem Hügel verschnauften und froh waren, dass der Rückweg mit Zug und Bus geplant war..
Tipp: Aufstieg auf den Turm des Boccaccio-Hauses, von da hat man einen tollen Rundum-Blick in die gesamte Region.

Mittwoch – Ausflug nach Florenz

In Florenz – der Hauptstadt und größten Stadt der Toskana – pulsiert das Leben und der Tourismus. Florenz war eine der reichsten Städte im Mittelalter, das spiegelt sich in den zahlreichen Prachtbauten der Renaissance wieder. Durch die einflussreiche Familie der Medici gehörte Florenz zu einer der wichtigsten Metropolen Europas, auch viele Künstler und Geistliche fanden den Weg nach Florenz.

Nach einer sachkundigen Führung kann man auf eigene Faust die vielen Sehenswürdigkeiten auf sich wirken lassen – die Kathedrale Santa Maria del Fiore, die berühmte (Brücke) Ponte Vecchio, die Uffizien sowie unzählige Pallazis … alles kann man nicht an einem Tag besichtigen, aber man bekommt einen bleibenden Eindruck von dieser schönen Stadt und ihren vielen Gassen. Nicht verpassen sollte man den Blick vom Piazzale Michelangelo mit der mittig am Platz stehenden Kopie des Davids von Michelangelo, von dem man einen atemberaubenden Blick auf die Altstadt von Florenz hat. Danach kann man ganz entspannt entlang des Arnos zurück in die Altstadt schlendern.

Freitag – Ausflug nach Volterra

Eine kleine alte Stadt der Etrusker mit einem ganz eigenen mittelalterlichen Charme der italienischen Gotik – schlicht – glatt – geradlinig, mit vielen Gassen und natürlich Sehenswürdigkeiten wie z.B. den Palazzo dei Priori – gleich neben der Touristeninfo gelegen, Überreste eines alten römischen Theaters und nicht zuletzt dem Gefängnis, welches sich in einem schönen, höher gelegenem Stadtpark befindet, von dem man einen Blick auf die Altstadt von Volterra erhaschen kann. Atemberaubend ist der Ausblick von der Stadtmauer von Volterra, wo man seinen Blick weit in die Ferne schweifen lassen kann.
Tipp: Hier kann man sich Audio-Guides ausleihen, allerding sind diese per Hörer (ähnlich eines Schnurtelefons) mit dem Guide verbunden – besser ein Paar eigene Kopfhörer mitnehmen, damit man die Hände zum Fotografieren frei hat.

Samstag – Wanderung nach San Vivaldo

Da der Anspruch der Wanderungen sich stetig steigert, hatten wir hier eine ordentliche Tour, die größtenteils durch die Wälder um Montaione ging, gefühlt ging es stetig bergauf, die Anstiege nahmen kein Ende … aber letztlich waren wir stolz die Tour geschafft zu haben. Und abends konnten wir trotzdem beschwingt das Tanzbein schwingen zur Abschlussparty in der Villa da Filicaja.

Sonntag – Ende der 1. Toskana-Woche

Für die meisten bedeutete dies die Ab- und Heimreise, für einige Halbzeit und es war interessant, einen Wechsel der Gruppe zu erleben, wir verabschiedeten alle in mehreren Etappen und genossen ansonsten den Tag ganz relaxed in der Villa da Filicaja.

Dienstag – Wanderung nach Gambassi Therme

Eine schöne Wanderung in den Nachbarort Gambassi Therme, ebenso wie Florenz mit Siena stetig im Wettstreit steht, ist’s bei Montaione und Gambassi Therme das gleiche. Ich finde beide Orte schön, jeder hat kleine Eigenheiten. Hier kann man auf der Kirchturmspitze Pinocchio bewundern, der zur Mittagszeit um 12 Uhr tanzt.

Ausflug nach Siena

Muss man besucht haben, für viele Toskaner ist es die heimliche Hauptstadt der Toskana. Nach einer sehr interessanten Führung durch eine sehr angenehme Seneserin (ich hoffe ich erinnere mich richtig …), wo man viel über den Palio und die Contraden erfährt, lädt diese schöne alte Stadt zum Schlendern durch die vielen Gassen ein. Auf der Piazza del Campo – dem Herzstück von Siena – kann man ein Gefühl vom Palio erahnen. Unzählige Cafés laden hierzu ein, ebenso kann man sich einfach auf den Platz setzen – und seinen Blick 360° schweifen lassen.
Wenn man auf den Rathausturm möchte, muss man sich vorab ein Zeitticket holen, ebenso und mit weniger Wartezeit kann man auf den Turm im Museum neben der Kathedrale steigen, auch von hier hat man einen tollen Blick über die Dächer der Stadt und kann sogar die Piazza del Campo von oben sehen.

Siena hat viele tolle Sehenswürdigkeiten wie den Dom von Siena (es gibt auch hier eine unendliche Warteschlange, aber für 1€ mehr kann man an der Kasse für vorbestellte Eintrittskarten sofort ein Ticket holen), die Accademia Musicale Chigiana sowie viele schöne alte Pallazis.

Donnerstag – Wanderung nach San Gimignano

Nach einer schönen Wanderung per pedes kommt man in San Gimignano an. Erschöpft vom Laufen in der Juli-Hitze, haben wir erst einmal Erholung im Park oberhalb der Stadt gesucht (Rocca Burgruine mit Garten).
San Gimignano – die Stadt der Geschlechtertürme – muss man auf jeden Fall mitnehmen, eine wunderschöne kleine Stadt, wo man sich sofort wohlfühlt. San Gimignano hat die meisten noch vollständig erhaltenen Türme der Toskana, die letztlich Wahrzeichen von mittelalterlichen Machtkämpfen darstellen – je größer/höher desto einflussreicher war die Familie. Von insgesamt 72 Türmen sollen heute noch 15 Türme existieren, ich selbst bin beim Zählen auf 13 gekommen. Der historische Altstadtkern ist sehr klein, doch kann man durch unzählige Gassen schlendern, viele schöne kleine Lädchen entdecken – ebenso das „weltbeste“ Gelato probieren, insofern die Schlange davor nicht zu lang ist. 

Ausflug nach Lucca

Auch Lucca ist eine Ausflug wert, eine schöne alte Stadt, aber ganz anders als Siena. Rings um die Altstadt führt der Stadtwall, auf dem man die gesamte Altstadt umrunden kann und in Richtung Altstadt wie auch nach außerhalb schöne Ausblicke hat.
Auch hier gibt es viele Sehenswürdigkeiten, hervorheben möchte ich hier den Torre Guinigi – einen Turm, auf dem oben auf der winzigen Aussichtsfläche Bäume gepflanzt wurden, die herrlich Schatten spenden. Ganz bezaubernd ist die Piazza dell’anfiteatro, gleich in der Nähe des „Baumturmes“. Auch wer shoppen gehen mag, findet in Lucca viele Möglichkeiten.
Alles in Allem ist Frosch Urlaub in der Villa Filicaja in der Toskana ein ganz besonderes Erlebnis – ich komme wieder, versprochen! 

29. Mai 2018

4 Must-Dos für Ostkanada

Ostkanada mit seinen Atlantikprovinzen ist für viele Reisende immer noch ein grauer Fleck auf der Landkarte. Warum das auf keinen Fall so bleiben sollte – und das nicht nur wegen des kurzen Direktflugs ab Frankfurt – erzählt Euch unsere Kollegin Anna.

Kanadas Osten oder „mal nicht die Rocky Mountains…“

Wer an Kanada denkt, der hat meist die Rocky Mountains und die zahlreichen Nationalparks mit ihren schier endlosen, jahrhundertealten Wäldern und Wildwasserflüssen vor Augen. Doch es gibt auch das „andere“ Kanada – jenseits des „Holzfällerklischees“: Denn an der Ostküste in den Atlantik-Provinzen trifft die üppig-grüne Natur auf die raue, aber trotzdem maritim-romantische Küste.

Ostkanada steht so den Nationalparks im Norden & Westen in nichts nach. Die Provinzen Nova Scotia, Prince Edward Island und New Brunswick sind wunderschön und haben ihren ganz eigenen maritimen Charme. Vier meiner persönlichen „Must Dos“ möchte ich Euch im Folgenden vorstellen. Ihr habt weitere Tipps? Schreibt sie gern in die Kommentare!

1. Room with a view – Zelten an den schönsten Plätzen

Auf einer Rundreise durch Ostkanada eignen sich die vielen Campingmöglichkeiten in den Nationalparks als auch auf privaten Campingplätzen ideal als Übernachtungsquartiere. Warum das so toll ist? Weil man inmitten der Natur ist und u.a. die Möglichkeit hat, ganz nah am Meer sein Zelt aufzuschlagen. Und wer kann schon behaupten, dass er vom Meeresrauschen des Atlantiks in den Schlaf gesungen wurde?

Und wer Netflix zum Einschlafen satt hat, der sollte unbedingt einen Abstecher in den Kejimkujik Nationalpark in Nova Scotia. Der Park ist natürlich auch tagsüber ein wahres Highlight für Naturliebhaber und Wanderer, er ist aber auch eines der wenigen Lichtschutzgebiete der Welt: Die Lichtverschmutzung ist hier so gering, dass man bei klarem Himmel abertausende von Sternen entdecken kann.

Nachts im Kejimkujik Nationalpark

Nachts im Kejimkujik Nationalpark (c) playgroundology.wordpress.com

2. Biken auf dem Cabot Trail

Es ist fast schon unrealistisch, so schön ist die Szenerie: Endlose, sanft geschwungene Straßen schlängeln sich durch die grünen Berge, vorbei an türkisblauen Buchten und durch idyllische Fischerdörfer – am Straßenrand taucht immer wieder ein freundliches Gesicht auf, gezeichnet durch die jahrelange Arbeit auf See, und grüßt uns beim Vorbeifahren.

Der Cabot Trail rühmt sich als eine der malerischsten Straßen Nordamerikas – zu Recht! Entlang der steinigen Küste von Cape Breton windet er sich immer höher in den Cape Breton Nationalpark hinein. Und wir wären nicht auf einer Froschreise, wenn wir diesen nicht einen Tag lang mit dem Bike entlang fahren würden.

3. Mehr als ein Instagram Spot: Peggy’s Point Lighthouse & Peggy’s Cove

Längst kein Insidertipp mehr: Der kleine Leuchtturm von Peggy’s Cove ist wohl weltbekannt und der meist fotografierte Leuchtturm Kanadas. Der klassisch-weiße Leuchtturm war bis 2010 aktiv und ist die Hauptattraktion auf dem Lighthouse Trail.

Der wohl bekannteste Leuchtturm Kanadas – Peggy’s Point Lighthouse

Doch die Gegend rund um Peggy’s Cove bietet noch viel mehr, das nicht nur das Fotografenherz höher schlagen lässt. Das kleine ursprüngliche Fischerdorf hat trotz des Tourismus seinen rustikalen Charme behalten und noch heute fischen seine Bewohner nach Hummern. Die Ortsverwaltung hat strenge Regeln für die Bebauung erlassen, so dass die Ursprünglichkeit nicht verloren gegangen ist.

Beim Spaziergang durch Peggy’s Cove kann man wunderbar die Seele baumeln lassen, durch die kleinen Läden stöbern und den Ausblick auf den Atlantik genießen. Überall entdeckt man die typischen bunten, auf Stelzen gebauten Fischerhäuschen. Das i-Tüpfelchen ist dann die Kaffeepause beim „espresso on deck“ auf der Veranda der Beales‘ Bailiwick Bakery. PS: Noch besser schmeckt er zusammen mit einer Zimtschnecke!

Peggy’s Cove hat bis heute nichts von seinem ursprünglichen, rustikalen Charme verloren.

Ein Stück weiter befindet sich die Mahone Bay mit dem gleichnamigen pittoresken Ort. Der Indian Summer schlägt hier mit voller Wucht zu und die berühmte Bucht mit ihren drei Kirchen und schaut aus wie gemalt: Fischerboote wippen sanft im Hafen, die Sonne glitzert im tiefblauen Wasser und am Ufer reihen sich die leuchtend bunten Häuser aneinander.

Die Farbenpracht der Mahone Bay

Der romantische Fischerort ist auch die Heimat zahlreicher Kunsthandwerker. Überall finden sich kleine Galerien und Shops mit Schmuck, Steppdecken, Teppichen, Töpfer- und Zinnware, die zum Teil schon seit Generationen hier hergestellt werden. Und wer lieber selbst kreativ werden möchte, findet auch dafür ein großes Angebot – angefangen bei Spinnkursen bis hin zum Zinngießen. Zinngießen? Ja richtig, bei Amos Pewter könnt Ihr Euer ganz eigenes Andenken gestalten.

4. Unter dem Meer – oder doch nicht? Fundy Nationalpark

Am Boden des Meeres und das ganz ohne Tauchausrüstung? Das geht in der Bay of Fundy.

Überwältigend: Der Tidenhub kann bis zu 21 Meter sein.

Zweimal täglich vollzieht sich hier wohl eines der spektakulärsten Naturschauspiele der Welt: Als wäre sie eine riesige Badewanne, fließen mehr als 1.000 Millionen Tonnen Wasser in die Bucht – und wieder zurück. Denn hier kann man den höchsten Gezeitenunterschied weltweit mit erleben! Der Tidenhub beträgt zwischen 13 Meter, bei Springflut 16 Meter. Bei einem Sturm wurden sogar 21 Meter gemessen.

Besonders schön anzusehen, ist das Naturspektakel bei den Hopewell Rocks. Die ehrfurchtgebietenden Gesteinsformationen werden auch liebevoll „Flowerpots“ genannt: Über die Jahrhunderte hinddurch durch die Gezeiten geformt, stehen sie wie Blumentöpfe auf dem Meeresboden in der Bucht verteilt. Bei Flut sehen sie schon ziemlich beeindruckend aus, bei Ebbe kann man dann aber zwischen den hoch aufragenden Hopewell Rocks herumlaufen.

Lust bekommen? Im September startet unsere neue Frosch Fernreise „Unbekanntes Atlantik-Kanada“.  Hier findet Ihr alle Infos.

Kreta

25. Mai 2018

Reisebericht Kreta im Mai | Sportclub Hotel Dimitra

Reisebericht von Marion – Mai 2018
FROSCH Reiseziel Sportclub Hotel Dimitra auf Kreta, Griechenland.

Nach Absprache mit einer Froschfreundin, welche ich auf meiner Mallorcareise kennengelernt hatte, verabredeten wir uns für diesen Mai auf Kreta.

Die Anreise

Die Anreise fand glücklicherweise sehr früh statt. Um ca. 11 Uhr landete ich bereits auf dem kleinen Flughafen in Chania. Zur Abholung wurde ich von Petra erwartet. Auch 2 weitere Frösche standen schon vor Ort. Eine knappe Stunde später trafen wir dann bei schönstem Sonnenschein in Almyrida am Hotel Dimitra ein und wurden dort von Teamerin Aika begrüßt und eingewiesen. Die Zimmer konnten wir bereits sofort beziehen. Schon im Eingangsbereich traf ich dann zufällig meine Froschfreundin.

Der Sportclub

Das Hotel und die Zimmer sind schlicht und zweckmäßig eingerichtet. Die Zimmer sind schön sauber und angenehm gefliest. Fast alle haben einen kleinen Balkon mit der Möglichkeit, Wäsche zu trocknen. Am Pool gibt es eine schöne Bar und daneben auch „Frank“, den Kühlschrank mit einer guten Auswahl an Getränken. Frank steht rund um die Uhr bereit.

Los geht’s!

Nach Bezug des Zimmers ging ich dann sofort auf Erkundung in den kleinen Ort und an den nur 100 m entfernt liegenden Strand. Dort traf ich weitere Frösche und wir stärkten uns zunächst in einer Taverne mit einem griechischen Salat und im Anschluss mit einem leckeren Eis an der lokalen, guten Eisdiele. Außerdem versorgten wir uns gleich mit einem Wasservorrat. Vor dem Abendbrot machte ich noch eine kleine Biketour mit 2 weiteren Fröschen in die nähere Umgebung. Beim Abendbrot trafen wir dann alle bisher angereisten Frösche und begannen damit, Namen zu lernen.

Das Buffet zum Abendbrot bot alles, was das Froschherz begehrt: eine täglich wechselnde Suppe, Salate, Tsatsiki, Oliven, Feta, kleines warmes Buffet. Auch die Teamer Aika (Leitung), Andre (Bike), Steffi (Wandern) und Hendrik (Bar) stellten sich vor.

Sonntag

Nach der ersten Nacht startete ich die Woche mit einem Workout im Garten mit Andre (HIIT-Training Oberkörper/Rumpf). Dann trafen alle Frösche sich zum Frühstück. Das Buffet war gut bestückt: 2 Sorten Brot, Käse, Wurst, Marmelade, Honig, Nougatcreme, Obstplatte, Säfte, Möglichkeit, Orangensaft selber zu pressen. Für die Müslifraktion standen verschiedene Cerealien und endlich mal Flocken ohne Rosinen mit Milch, Joghurt, Nüssen, Saaten und Trockenobst zur Verfügung. Sehr positiv fand ich auch die großen Kaffeebecher. Das Essen fand immer auf der Hotelterrasse am Pool statt.

Nach dem Frühstück startete dann die Vorstellung der Teamer. Im Anschluss gab Aika die Einführung in SUP und Paddeln, Andre machte die Bike-Einweisung. Als nächster Programmpunkt folgte für mich eine tolle Biketour zum Leuchtturm mit Abstecher zu den Salzterrassen und einer Grotte. Auch ein kleiner Trail konnte gefahren werden. Erste wundervolle Eindrücke von der Landschaft waren so möglich. Und Andre erwies sich als erfahrener und engagierter Guide. Zum Abschluss der Tour trafen wir die Wanderer in einer Taverne in Plaka zu einer gemeinsamen Stärkung. Wer wollte, konnte noch an einem Techniktraining bei Andre teilnehmen und leckere Waffeln – von Hendrik und Aika zubereitet – essen. Abends gab es wieder ein leckeres Buffet von Köchin Maria.

Montag

Montag musste dann die geplante Hike & Bike-Tour zur Diktamos Schlucht wegen starken Regens am Vormittag ausfallen. Andre bot aber umgehend ein tolles Ersatzprogramm an. Zunächst gab es einen „Schrauberkurs“ in der Bikestation, gefolgt von einem Workout (HIIT-Training für den gesamten Körper). Am frühen Nachmittag bot Andre eine Biketour an. Ich machte aber nur einen gemütlichen Spaziergang durch den Ort und legte mich dann an den Pool. Nach dem wieder leckeren Abendbrot ließen wir den Tag beim „griechischen Abend“ ausklingen.

Dienstag

Der Dienstag startete wieder mit Aktiv & Fit mit Andre. Dieses Mal standen die Beine im Fokus. Nach dem Frühstück startete die Biketour nach Kefalas, wo wir einen kleinen Stopp zu frischem O-Saft bzw. Frappé machten. Um 17 Uhr starteten wir dann im Bus nach Rethymnon. Die kleine Stadt brachte Aika uns in einer kleinen Führung näher. Nach einer guten Stunde Freizeit trafen wir uns im „Lemon Tree“. Dort gab es dann wirklich gutes Essen. Je nach Wunsch futterten wir uns durch Fisch-, kretisches oder vegetarisches Menü.

Mittwoch

Am Mittwoch starteten wir nach dem Frühstück dann zur Tour in die Diktamos Schlucht. Per Bus ging es zum Einstieg. Dann ging es teils auf 2 Füßen – aber auch reichlich auf allen Vieren durch die Schlucht. Das war ein wirklich spaßiges Abenteuer. So machen Wanderungen auch mir als Biker Spaß. Die Schlucht ist wundervoll mit großen Gesteinsbrocken und tollen Pflanzen – wie Dschungel light. Die Klettertour endete in einer Taverne, wo es leckere lokale Spezialitäten zur Stärkung gab. Außerdem kam Petra und lieferte einige Bikes. Wer wollte, konnte mit dem Bus zurück. Aber diejenigen haben eine tolle Biketour mit tollen Aussichten und einer tollen Abfahrt nach Stylos verpasst. Nach dem wohlverdienten Abendessen gab es noch ein äußerst lustiges Tischtennisturnier.

Biketour am Mittwoch

Biketour am Mittwoch

Einfacher Trail beim Biken am Mittwoch

Einfacher Trail beim Biken am Mittwoch

Bike-Gruppe bei der Tour am Mittwoch

Bike-Gruppe bei der Tour am Mittwoch

Biketour Altera mit Blick auf die Bucht von Almyrida.

Biketour Altera mit Blick auf die Bucht von Almyrida.

Donnerstag

Donnerstag ging es ganz früh los. Nach 1,5 h Bustour standen wir am Eingang der berühmten Samaria-Schlucht. Nach dem Abstieg durch die gesamte und sehr beeindruckende Schlucht traf sich die Gruppe wieder unten im Ort. Wanderguide Steffi hielt Ihre Schäfchen ganz entspannt im Griff.

Samaria Schlucht

Samaria Schlucht

Einige Stunden später nach Durchwandern der Schlucht folgten die nötige Abkühlung der Füße im Meer und eine kleine Stärkung in einer Taverne. Dann ging es per Schiff ein Stück die Küste entlang und wieder mit dem Bus zurück zum Hotel, wo wir um kurz nach acht sehr müde zum Abendessen eintrafen. Krönender Abschluss war der Chillout-Abend.

Freitag

Der Freitag lieferte nochmal volles Programm. Nach Aktiv & Fit mit Andre – dieses Mal Oberkörper im Fokus – und dem Frühstück auf der Terrasse ging es für mich auf die Biketour nach Aptera zu eine Burgruine mit wunderschönem Ausblick, der Möglichkeit zur Besichtigung einer Ausgrabungsstätte und einer schnittigen Abfahrt nach Tavernenstopp. Dabei gab es Optionen für alle: Rampen, Serpentinen rauf und Schotter oder entspannte Straße runter. Alternativ gab es eine SUP/Kanu-Tour mit Aika und eine Wanderung mit Steffi. Nachmittags verwöhnte uns Maria mit selbstgebackenem Kuchen und Steffi mit etwas Wellness. Der Farewell-Abend wurde mit einem Barbecue gefeiert. Nach Musikraten, Tanz und leckeren Drinks ging es ins Bett.

Landschaft bei Biketour Freitag

Landschaft bei Biketour Freitag

Tschüss, Kreta! Abreisetag

Da ich eine späte Abreise (Abholung 16 Uhr) hatte, konnte ich den Abreisetag noch zu einer Biketour in Eigenregie zu einem sehenswerten Steindorf bei Kaliyves nutzen. Das Dorf kann für einen Verzehr von 2,50 Euro in der dazugehörigen Taverne besichtigt werden. Um 16 Uhr ging es dann zum Flughafen nach Heraklion (2h Fahrt). Dieser ist wirklich ein Abenteuer: sehr überfüllt und etwas chaotisch.

Steindorf am Abreisetag

Insgesamt war dieses eine meiner schönsten Froschreisen (von 8). Die Gruppe war einfach super harmonisch und entspannt, die Teamer klasse und engagiert, das Hotel gut gelegen und sauber. Das Essen war sehr gut – aber nicht übertrieben: diese Reise würde ich mal wieder machen.

Diktamos Schlucht

Diktamos Schlucht

Diktamos Schlucht

Diktamos Schlucht

14. Mai 2018

Reisebericht Sportclub White Waters – Madeira | Mai 2018

Reisebericht von Conan – Mai 2018
FROSCH Reiseziel Sportclub White Waters auf Madeira, Portugal.

Nachdem ich mit Frosch bislang meistens in Griechenland oder in den Alpen Wanderurlaub gemacht hatte, entschied ich mich in diesem Frühjahr für Madeira. Dies beruhte vor allem darauf, dass ich die Möglichkeit haben wollte, auch im Hochgebirge zu wandern und gleichzeitig sicher sein wollte, dass man dabei auch Sonne abbekommt.

Die Anreise

Der Hinflug erfolgte an einem Dienstag (im Frosch Sportclub Madeira der übliche Anreisetag) mit Germania. Diese mir bislang unbekannte Airline fliegt Madeira von mehreren deutschen Städten direkt an und ist uneingeschränkt zu empfehlen. Hin- und Rückflug waren pünktlich und das Personal zuvorkommend. Zudem gab es neben Getränken auch kostenfrei leckeres warmes Essen.

Die Kleinstadt Machico ist nur wenige Kilometer vom Flughafen entfernt.

Die Kleinstadt Machico ist nur wenige Kilometer vom Flughafen entfernt.

Die Lages des White Waters

Der Frosch Sportclub auf Madeira befindet sich in der Kleinstadt Machico, nur wenige Kilometer vom Flughafen entfernt. Daher wird man nicht abgeholt, sondern nimmt sich für rund 10 Euro einfach ein Taxi zum Hotel White Waters. Dabei handelt es sich um ein kleines inhabergeführtes 3-Sterne Hotel, indem ganz überwiegend, aber nicht nur Frosch Gäste wohnen.

Blick aus dem Zimmer

Blick aus dem Zimmer

Das Hotel ist modern und liegt super zentral. Von meinem Balkon hatte ich Seeblick. Gleichzeitig waren es nur wenige Schritte zu einem kleinen Einkaufsmarkt, zur Eisdiele oder der nächsten Bäckerei. Zudem gibt es eine schöne Dachterrasse mit Liegen sowie eine Tiefgarage für die Fahrräder. Allerdings gibt es keinen Pool und somit auch keine Poolbar, wie ja in vielen Frosch Sportclubs in Südeuropa üblich. Dadurch fehlt ein wenig ein gemeinsamer Anlaufpunkt nach den Touren.

Der Ort Machico

Die Kleinstadt Machico ist ein typischer madeirensischer Küstenort. Es ist nicht allzu viel los, aber es gibt, was man zum Leben so braucht (Geldautomaten/Supermarkt/Busbahnhof) und zudem einen Seglerhafen und einen kleinen Strand mit Beachvolleyballfeld. Touristisch ist der Ort kaum erschlossen, außer dem White Waters konnte ich nur ein größeres Hotel entdecken und auch die Promenade sowie die örtlichen Kneipen sind fest in portugiesischer Hand.

Die Frosch Gruppe

Das Froschpublikum war bunt gemischt, es gab drei Paare, aber auch viele Alleinreisende, insgesamt so rund 20 Gäste, altersmäßig zwischen Anfang dreißig und Mitte fünfzig. Frosch bietet auf Madeira pro Woche vier Wanderungen und mehrere Radtouren an, zudem einen Ausflug mit einer zweistündigen Stadtführung durch Funchal. Weitere Aktivitäten (zusätzliche Wanderung, Whale Watching etc.) können hinzugebucht werden.

Das Wanderprogramm

Für einige der Touren waren Transfers notwendig, teilweise mit öffentlichen Bussen (zahlt man selber), teilweise mit eigens angemieteten Kleinbussen (im Reisepreis enthalten). Meistens war man in spätestens dreißig Minuten am Ausgangspunkt der Wanderung, länger als eine Stunde hat es jedenfalls nie gedauert. Auch Funchal ist dank eines Expressbusses in rund einer halben Stunde zu erreichen.

Der überwiegende Teil der Gruppe war – genau wie ich – an Wanderungen interessiert, wofür Madeira auch allerbeste Voraussetzungen bietet. Es gibt viele gut ausgebaute Wanderwege und zudem eine sehr abwechslungsreiche Landschaft. Man kann im Hochgebirge wandern, aber auch entlang von Levadas (Wasserkanälen), durch Bananenplantagen oder parallel zur Küste mit herrlichen Blicken aufs Meer.

Die Touren starteten jeweils zwischen 9-10 Uhr, meistens war man zwischen 15-16 Uhr zurück. Zwischendurch waren zwischen 300-800 Höhenmeter zu bewältigen und einige Stücke waren durchaus technisch anspruchsvoll. Ein wenig Kondition und Trittsicherheit sind also erforderlich und manchmal zog es die Gruppe auch etwas auseinander. Aber natürlich gab es auch häufiger Pausen, in denen die Gruppe wieder zusammen kam.

Madeira

Während einer Wanderung im Hochgebirge aufgenommen.

Eine Einkehr zum Mittagessen war hingegen nicht üblich, zumal die entsprechende Infrastruktur auf Madeira fehlt. Die Bergdörfer sind klein und verfügen meistens nur über kleine Bistros, in denen es allenfalls Galao oder kalte Speisen gibt. Die meisten Frösche ließen sich daher von der Hotelküche täglich für 2-2,50 Euro ein großes Sandwich schmieren, das es wahlweise mit Käse, Schinken, Huhn oder Thunfisch gab. Zudem konnte man sich beim Frühstücksbuffet eine Banane oder einen Apfel einstecken.

Ausflüge & Rahmenprogramm

Besonders empfehlenswert ist der Ausflug nach Funchal. Die Inselhauptstadt verfügt über viele schöne Parks, eine lebendige Markthalle mit Blumen, exotischen Früchten und ungewöhnlichen Fischen sowie weiteren Shoppingmöglichkeiten. Besonders Lederartikel wie Schuhe sind dort im Vergleich zu Deutschland deutlich preiswerter.
Zudem besteht die Möglichkeit mit einer Seilbahn auf den Monte zu fahren, einem Berg am Rande der in den Hang gebauten Inselhauptstadt. Hier hat man einen schönen Blick auf Funchal. Zudem gibt es einen großen tropischen Garten und eine schöne Bergkirche. Von dort kann man für 30 Euro (für zwei Personen) mit einem Korbschlitten wieder den Berg herunterfahren. Ein ziemliches Touristenspektakel, auf das ich verzichtet habe.

Park in Funchal

Park in Funchal

Markthalle in Funchal

Blick in die Markthalle in Funchal

Am freien Tag bestand die Möglichkeit, eine weitere Wanderung hinzu zu buchen, die von einem externen Anbieter angeboten wird. Davon machte ein Teil der Gruppe Gebrauch, die meisten organisierten sich jedoch auf eigene Faust, was auf Madeira auch kein Problem ist. Es gibt ein gut ausgebautes Busnetz, die meisten Menschen sprechen zumindest ein wenig Englisch und viele Wanderwege sind gut ausgeschildert.
Zudem begegnet man regelmäßig anderen Wandergruppen, die teilweise mit einigen Führern unterwegs sind, welche sich natürlich gut auskennen. Madeira wird insoweit seinem Klischee gerecht: Es ist eine Wanderinsel, die ganz überwiegend ältere deutsche Urlauber anzieht. Einsames Wandern wie es teilweise in Griechenland noch möglich ist, dürfte auf Madeira schwierig werden.

Nach den Wanderungen gab es im Sportclub während der Woche noch jeweils eine Yoga- und eine Workout-Stunde im Angebot, wie man sie aus deutschen Fitness-Studios kennt. Mountainbike-Guide Lars offerierte zudem eine Technikeinführung, bei der man unter anderem lernen konnte, wie man schnell und fachmännisch einen Reifen flickt.

Die Verpflegung

Das Abendprogramm wurde dann täglich mit dem Essen ab 19 Uhr eingeläutet. Es gab kein Buffet, sondern ein 3-Gänge-Menü. Die Vorspeise war fast immer eine Suppe, das Hauptgericht wahlweise Fisch, Fleisch oder vegetarisch (verbindliche Auswahl jeweils am Abend davor) mit Beilagen und als Nachtisch wurde meistens ein großes Stück Kuchen angeboten. Zudem gab es immer Salat. Alles sehr lecker.

Da das Hotel über keine Bar verfügt, blieb man nach dem Abendessen meist noch einige Zeit sitzen oder entschied sich mit einer größeren Gruppe in einer benachbarten Kneipe noch einen Poncha zu nehmen, eine Art madeirensischer Cocktail, der je nach Wahl aus unterschiedlichen Fruchtsäften und Zuckerrohrschnaps zubereitet wird. Wirklich spät wurde es aber nie, dazu ist in Machico denn doch zu wenig los.

Insgesamt ist der Sportclub auf Madeira daher für Frosch Gäste geeignet, die in landschaftlich sehr schöner Umgebung einen eher ruhigen Urlaub verbringen wollen.