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19. Juni 2017

Auf Wanderwegen durch die Inselwelt Kroatiens

Reisebericht Boot und Hike Mitteldalmatien  von Natascha

An einem Samstag Ende Mai ging mein Flieger nach Split. Mit einer halben Stunde früher wie erwartet landete ich in Kroatien. Am Flughafen wurde ich bereits erwartet und gemeinsam mit einem anderen Frosch erfolgte der halbstündige Transfer in den Hafen von Split mitten durch Industriegebiete und Hochhäuser. Kein schöner Anblick. Im Hafen von Split setzte uns der Fahrer ab und wir gingen auf die Suche nach unserem Boot. Es lag in zweiter Reihe hinter einem größeren Boot, so dass wir erst auf den zweiten Blick fanden.

Auf der MS Dalmatinac wurden wir schon von Reiseleiterin Angela und den 13 anderen Fröschen zum Abendessen erwartet.

Das Abendessen bestand wie jeden Tag aus Vorspeise, Hauptspeise mit Salat und Nachtisch. Vor dem Nachtisch gab es auch hier die übliche Frosch Inforunde. Bei dem Essen achtete die Köchin auf die Wünsche und Bedürfnisse jedes einzelnen. Kein Fisch, kein Fleisch, keine Laktose… Die Getränke wurden per Strichliste auf die jeweiligen Kabinen und Reisenden geschrieben und am Folgetag per Unterschrift bestätigt. Nicht immer klappte dies ganz reibungslos. Die Abrechnung erfolgte dann am letzten Tag.

Nach dem Nachtisch und dem Bezug der Kabinen zog es die einen in die Altstadt von Split und die anderen in ihre Kojen. Es folgte eine eher unruhige Nacht, da direkt gegenüber unseres Liegeplatzes eine Open Air Disco war.

Am Sonntag legte der Kapitän bereits um 6.45 Uhr ab und es ging etwa 2 Stunden auf die Insel Brac. Ab 8 Uhr gab es dann Frühstück. Müsli, frisches Obst, Brot, Kaffee, abgepackte Marmelade…

Gegen 9.30 Uhr wurden wir dann mit dem Beiboot unterhalb des Klosters Blaca an Land gebracht um mit unserer ersten Wanderung zu starten. Es folgte ein 3 km langer Aufstieg zum Kloster. Die Wege waren schmal und geröllig. Nach kurzer Pause im unbewohnten Kloster erwartete uns eine kleine Führung durch Bücherei, Küche, Plumpsklo, “Wellness-Bereich“ und Schule des Klosters. Im Anschluss ging die Wanderung noch ein bisschen Bergauf, durch ein unbewohntes Bergdorf zur Bucht von Farska. Hier entschieden wir uns spontan zu baden und unser Boot aus der Nachbarbucht zum Abholen anzufordern. Auch hier erfolgte der Transfer über das Beiboot.

Gegen 15 Uhr waren alle wieder auf dem Boot angekommen und es ging weiter entlang der Insel Brac bis zum Ort Bol. Vor dem Abendessen konnte noch wer wollte einen kurzen Bummel durch den Ort machen. Nach dem Abendessen um 19 Uhr wurde kurzfristig eine Weinprobe im Weingut Stina direkt im Hafen verabredet.

Nach einer wieder sehr unruhigen Nacht, dank feiernder Jugendliche direkt vor dem Boot und dem Ablegen der Fähre um 6.30 Uhr direkt neben uns, ging es nach dem Frühstück am Montag gegen 9.00 Uhr auf den Vidova Gora, den höchsten Berg der kroatischen Inseln mit 780 m.

Vor dem Aufbruch nutzen wir noch den örtlichen Supermarkt um uns mit Wasser und Snacks einzudecken, da es auf den Touren keine Möglichkeit zur Einkehr gab und die tägliche Wasserration vom Schiff (1 Liter) nicht ausreichte.

5 Stunden Wanderung lagen heute vor uns. Auf schmalen Wegen mit Geröll und Steinen ging es die Serpentinen nach oben. Auf dem Vidova Gora angekommen machten wir Rast und genossen den Ausblick auf das Goldene Horn und die Insel Hvar. Auf dem gleichen Weg wie hinauf ging es auch wieder hinunter in das Örtchen Bol und zu unserem Boot. Gegen 14 Uhr sammelte uns das Boot wieder ein und wir fuhren zur Nachbarinsel Hvar. In Stari Grad übernachteten wir an diesem Tag. Auch hier ging es nach dem Anlegen zu einem kleinen Bummel durch den Hafen mit seinen Luxusyachten und die schmalen Gassen des Örtchens. Nach dem Abendessen ging die ganze Gruppe noch zum Cocktail trinken in den Ort.

Am Dienstag fuhren wir wieder vor dem Frühstück weiter. Gegen 10 Uhr wurden wir in einer Bucht abgesetzt und sind zu einer 1-stündigen Turnschuh-Wanderung zur Espaniola (Festung oberhalb der Stadt Hvar) aufgebrochen. Die Wanderung führte an einer wenig befahrenen Straße entlang. Wir genoßen die Ausblicke von der Festung und schlenderten durch die Stadt Hvar, nutzen die Zeit zum Kaffee trinken und Mittagessen, bevor es wieder gegen 15 Uhr mit unserem Boot weiterging. Unser Ziel diesmal war eine einsame Insel und Bucht zum Baden und schlafen unterm Sternenhimmel. Als Abschluss des Tages machten wir noch einen Spiele-Abend an Deck.

Am Mittwoch morgen ging es etwa 4 Stunden weiter mit unserem Boot zur Insel Korcula in den gleichnamigen Ort. Unterwegs trafen wir sogar Delfine. Auf Korcula angekommen wanderten wir ohne große Steigungen an der Küste weiter nach Lumbarda. In Lumbarda wartete in einem Weingut wieder eine Weinprobe auf uns. Zurück ging es auf einem Wanderweg durch Wiesen und Felder. Die Zeit bis zum Abendessen konnte man sich mit einem Spaziergang durch Korcula-Stadt oder einem Bad im Meer vertreiben. Nach dem Abendessen ging es wieder mit der gesamten Gruppe auf den Cocktail-Turm von Korcula. Die Nacht verbrachten wir in einer Nachbarbucht von Korcula-Stadt mit einigen anderen Booten.

Am Donnerstag Morgen führte uns unsere Reise auf das Festland nach Tucepe. Hier bestand die Wahl zwischen einer etwa zweistündigen Wanderung auf dem Küstenwanderweg oder einer etwa vierstündigen Wanderung über den Höhenwanderweg nach Makarska. Ich kraxelte mit einem Teil der Gruppe den Höhenwanderweg entlang. Wir konnten noch einmal traumhafte Ausblicke genießen. Unser Mittagspausen-Picknick fand im Botanischen Garten statt. In Makarska blieb noch ausreichend Zeit für ein Sonnenbad am Strand. Bevor unser Boot sich wieder auf den Weg in eine einsame Bucht zum übernachten machte.

Und schon war der letzte Wandertag da. Unser Ziel heute war eine als Familienwanderung ausgezeichnete Tour, die unser Guide Angela noch nicht mal kannte. Ab Omis ging es zu einer alten Burg, der Stari Grad. Der etwa zweistündige Aufstieg erfolgte auf den uns schon bekannten kroatischen Wanderwegen. Auf der Burg machten wir kurz Rast und genossen den Ausblick. Der Abstieg erfolgte etwa eine Stunde lang mit einer Steigung von 70 %. Wir erreichten alle ziemlich erschöpft unser Zuhause auf Zeit. Dort erwartete uns ein Mittagessen, da wir uns entschieden hatten als Abschluss der Reise am Abend gemeinsam in Split Essen zu gehen.

Auf dem Weg nach Split machten wir noch einen letzten, kurzen Badestopp, rechneten die Getränke ab und verteilten die Trinkgelder. Gemeinsam verbrachten wir noch einen schönen, letzten Abend in Split. Bevor es für die meisten am Samstag wieder nach Hause ging.

Am Samstag musste die MS Dalmatinac bis 10 Uhr verlassen sein. Das Gepäck konnte bis zum Transfer im Hafen abgegeben werden.

Für mich ging die Reise am Samstag weiter in den Frosch-Sportclub Sveti Kriz auf der Insel Brac.

18. April 2017

Sri Lanka Radtrekking 18.3.- 1.4.17

Reisebericht von Katja
FORSCH Reiseziel Sri Lanka Radtrekking

Im Rausch der Sinne – eine Reise mit reichlich Realität auf allen Ebenen

Vorweg sei gesagt: Wer sich ein intensives Reiseerlebnis wünscht, mit ordentlich Bewegung und Komfort sowie vielschichtigen Eindrücken aus den unterschiedlichen Bereichen singhalesischer Kultur, Lebensweise und Natur, dem sei diese Reise ans Herz gelegt.

 

Das Radtrekking
Ja, ich gebe zu, dass ich die sportlichen Anforderungen aus der Reisebeschreibung zu meinen Gunsten ausgelegt hatte, um buchen zu können. Frosch hatte mich bei meiner Rückfrage darin bestärkt, dass ich das schaffen würde … Radtrekking ist meine Leidenschaft, das hatte ich schon häufig unternommen, allerdings als Flachländerin meist mit wenig Steigung, dafür aber lange Strecken und mit Gepäck. Mountainbike war ich auch schon gefahren, über Stock und Stein, Sand, Matsch, Geröll und Schotterpiste.

Dass mich allerdings die Realität mit einem stellenweise mittelschweren Mountainbiking (ein Teil der Gruppe lacht jetzt vielleicht laut auf) mit etlichen Steigungen einholen würde, war einerseits eine schöne Herausforderung und es hat viel Spaß gemacht, sich daran auszuprobieren. Andererseits war nach den ersten beiden als leicht eingestuften Touren klar, dass ich die folgenden „Bergetappen“ konditionell nicht schaffen würde … schon gar nicht bei der Hitze. Und damit war ich nicht allein: Fünf von 14 Mitreisenden waren froh, noch nachträglich ein E-Bike buchen zu können und konnten so die Touren mitfahren und in vollen Zügen genießen. Ich hab das E-Bike nur an Anstiegen in den untersten Eco-Modus angestellt und bin alles, so gut es ging, ohne Unterstützung gefahren. Geschwitzt habe ich trotzdem wie verrückt, gestrampelt auch. Schließlich ist jede Bewegung in dem Klima eine Herausforderung, langes Akklimatisieren war vor der ersten Fahrt nicht möglich. Das E-Bike war die Rettung und die Reiseleitung hat das unkompliziert möglich gemacht, obwohl wir längst nicht mehr am Startpunkt waren.

 

Kultur, Natur, Land und Leute
Dieser spannenden Kultur und für mich gänzlich neuen Religionen zu begegnen, war vor, nach und während der Fahrradtouren eine sehr schöne Erfahrung. Etliches wurde erklärt, auf Nachfrage auch im Detail. Wer nur schauen wollte und einfach eintauchen, wurde nicht überfrachtet mit Informationen. Die vielen sichtbaren Rituale und der Zauber der Skulpturen und Gebäude wirken auch ohne große Erklärungen. Die Stationen an kulturhistorischen Stätten und die Städte waren schön und eine gute Abwechslung zu den Pisten, Landstraßen und Dörfern. Tempel, Märkte und Basare, Tuk Tuks und Restaurants, all das ließ sich auch leicht allein entdecken, wenn es Freizeit gab. Die Menschen sind uns allerorts sehr freundlich begegnet, ich vermisse ihr Lächeln sehr und die eleganten Saris und Sarongs in allen Farben.

 

Überwältigend war die Natur: Auf unserer Reise sind wir durch unterschiedliche Klima- und Vegetationszonen geradelt. Meine Wünsche würden erfüllt, ich habe Regenwald gesehen und Teeplantagen und so viele Pflanzen, dass ich von den Eindrücken noch lange zehren werde: Kakaobäume am Straßenrand, Pfeffersträucher in Gärten, Mango, Kokos, Tee, Cashews und viele mir unbekannte Früchte und Gemüsesorten.

 

Die Tiere
Nicht nur auf der Safari gab es hinreichend Eindrücke aus der Tierwelt, sondern auch auf den Fahrradtouren verschiedene Begegnungen am Straßenrand. Das ein oder andre Mal hätte ich gern genauer geschaut, was da im Baum sitzt, aber dann wollte ich nicht den nächsten Abzweig verpassen. Die Leoparden haben sich übrigens nicht gezeigt, die Elefanten schon.

 

Das Essen
Die singhalesische Küche hat mich begeistert und nur enttäuscht, wenn sie zu sehr für Touristen abgemildert war … zum Glück kam dies nicht so häufig vor. In vielfältigen Currys in Gemüse- und Fischvarianten haben wir geschwelgt, auch die Fleischesser kamen auf ihre Kosten. Wenn es mal eher europäisches Buffet im Hotel gab, war das auch ok und eine Abwechslung (und für einige eine Erlösung). Die Frühstücksvarianten haben mir extrem gut gefallen und ich hab alles ausprobiert, von „warmem grünem Kräuter-Smoothie“ über Daal und Roti, Egghoppern, köstlichen Obstvariationen bis zu europäisch/englischen Eiern und Brot. Und natürlich Wasserbüffeljoghurt mit Honig, mmmh!

 

Die Reiseleitung und das Team
Upendra hat mit Herz und Seele seine Kultur vermittelt und uns vieles gezeigt und erklärt. Er hat versucht allen Wünschen nachzukommen und die Reise entsprechend spontan anzupassen, mitunter war er natürlich den Gegebenheiten unterworfen. Ich fand die Organisation umwerfend, ich weiß nicht wie man das so leger hinbekommen kann, ich würde wahnsinnig werden … er hingegen strahlte Gelassenheit aus fand eine Lösung für so gut wie alles. Upendra, ich danke dir dafür, dass du uns eine so schöne Zeit ermöglicht hast! Das Team war auch sehr nett und hilfsbereit, immer zur Stelle, wenn es ein Fahrradproblem oder Durst/ Hunger gab. Upendra ist es wichtig, seinen Gästen auch die Probleme des Landes, die sozialen Missstände und Nöte der Menschen zu zeigen. Ich fand das sehr erhellend. Gern hätte ich hier und da eine spontane Müllsammelaktion gestartet, aber da es kein entsprechendes Entsorgungssystem zu geben scheint, hätte ich auch nicht gewusst, wohin damit.

Der Komfort
Die Unterkünfte waren unterschiedlich ausgesucht, von einfacheren Gästehäusern bis zu Luxushotels. Ich hatte, bis auf einmal, immer ein sehr schönes großes und komfortables Einzelzimmer, teils mit wunderschöner Ausstattung. Das Moskitonetz habe ich nicht gebraucht, den Seidenschlafsack auch nicht, alles war picobello. Ein Bad teilte ich mir mit einem kleinen Frosch – wie passend. Herrliche Anlagen mit Pools und Gärten, tolle Terrassen und Ausblicke.

Und sonst:
Für eine erste Ayurveda-Massage ist es nie zu spät, das war sehr schön und erholsam. Die Zugfahrten waren super, zuhause weiß ich die DB nun mehr zu schätzen. Der Indische Ozean stand leider zum Ende der Saison auf roter Flagge, aber sah trotzdem gut aus. An frühes Aufstehen gewöhnt man sich, wenn klar ist, dass man dann der Mittagshitze entgehen kann. Das zweiwöchige Schwitzen verschafft eine durch und durch gereinigte Haut. Ich bin sehr glücklich, dass ich dabei war! Auf Wiedersehen Sri Lanka!

24. März 2016

Reisebericht Maloja, eine tolle Woche mit Weltcupfinale und Skimarathon

Reisebericht von Jennifer
FROSCH Reiseziel Sportclub Maloja Palace in St. Moritz – Maloja, Schweiz

Zum 1. Mal habe ich mich für eine Reise mit Frosch entschieden. Die Busfahrt war hin-und zurück sehr entspannt. Mein Mann war schon öfter mit Frosch unterwegs und so buchten wir die Relax-Sessel-Variante – eine gute Wahl.

Der Sportclub Maloja Palace liegt ca. 20km hinter St. Moritz. Nach St. Moritz Bad, dem Einstieg ins Skigebiet Corviglia, ist man ca. eine halbe Stunde mit dem Linienbus unterwegs.

Das Maloja Palace liegt am Ufer des Silser Sees, die schönen Langlaufloipen und Winterwanderwege führen am Haus vorbei, über die gefrorenen Seen bis nach St. Moritz. Die Loipen wurden täglich frisch präpariert.

Einmal im Jahr, findet hier der Engadiner Skimarathon statt, ein Langlauf-Event mit ca. 13.000 Startern. Dass dieses Event genau in unsere Woche fällt habe ich bei der Buchung noch nicht gewusst. Der Start des Rennens ist am Maloja Palace. Dementsprechend voll war das Gebiet ums Hotel herum. Es war sehr interessant den Start des Rennens live mitzuerleben. Am Tag nach dem Rennen war der Spuk dann vorbei und es kehrte wieder Ruhe ein.

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In unserer Woche wurden spezielle Ski-Nordisch Kurse oder Schneeschuhwanderungen angeboten, an denen ich aber nicht teilgenommen habe, da ich zuvor einen 7 Tages-Skipass gebucht hatte. Beim nächsten Mal werde ich aber bestimmt einen Ski-Nordisch Kurs buchen und die Alpin-Tage reduzieren.

Unser Doppelzimmer war renoviert, hatte ein schönes Badezimmer und eine tolle Aussicht nach hinten raus auf die Bergwelt des Engadins. Es war sehr sauber und wurde vom Hotelpersonal 1-mal in der Woche gereinigt. Ein Fön ist bereits vorhanden, den Adapter für die Schweizer Steckdosen nicht vergessen. Zur Not kann man diesen aber auch an der Rezeption ausleihen.

Das Hotel aus dem Jahre 1884 ist, wie der Name schon vermuten lässt, sehr groß.

Der Eingangsbereich hinter dem Wintergarten erinnert an die Räumlichkeiten auf der Titanic, nicht, dass ich dabei gewesen wäre, aber so muss es ausgesehen haben. Eine wuchtige Holztreppe, überall Säulen und Sitzgelegenheiten, sehr imposant.

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Das Maloja Palace hat zudem einen großen Speisesaal und der ehemalige Ballsaal fungiert als Bar. Mir war der Raum für eine bar zu groß. Die Handvoll Leute, die sich allabendlich nach dem Essen hier einfand, wirkte in dem Raum sehr verloren. In den Fluren hängen viele interessanter Bilder und Fotos aus alter Zeit, die die Geschichte des Maloja Palace näherbringen.

Vor dem Eingang zur Bar ist das Tagesprogramm an einem Infoboard angebracht. Zum Wochenprogramm gehören u.a. Skigebietsguidings, nachmittags Apres-Ski mit Bobomba. Wobomba und Glühwein oder Kuchen/Waffeln, das obligatorische Kicker Turnier, die Fackelwanderung und ein Spieleabend.

Ein besonderer Programmpunkt – eine Dorfführung durch Maloja, geführt von einem Einheimischen mit vielen Interessanten Geschichten und Anekdoten. Der Abschluss des Rundweges endet bei Kaffee und Kuchen im Maloja Palace.

Alle die Lust haben, sind gern gesehen. Aber es herrscht kein Zwang, wer keine Lust hat wird auch nicht schief angesehen.

Wer was zu lesen braucht, kann sich in einem der kleinen Gemeinschaftsräume Bücher ausleihen. Hier gibt es einen Schrank gefüllt mit den unterschiedlichsten Büchern.

Das Gratis WIFI funktioniert im gesamten Haus. Den Code bekommt man an der Rezeption.

Der Wellnessbereich hat zwei Saunen und ein Dampfbad, mit dem schön gestalteten Ruheraum ist eine schöne Abwechslung nach einem langen Skitag.

Das kleine Dorf Maloja wirkt verlassen, anscheinend gibt es hier überwiegend nur noch Ferienwohnungen in denen nicht immer Touristen wohnen. Im Ort findet man ein paar Hotels/Restaurants, einen kleinen Kiosk, eine Tankstelle und einen Geldautomaten und einen örtlichen Skiverleih.

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Ein paar Gehminuten vom Haus entfernt ist die Haltestelle der öffentlichen Busse, die tagsüber alle 30 min in die beiden großen Skigebiete Corvatsch und Corviglia fahren. In Unserer Woche waren alle Lifte offen. Nach Diavolezza und Lagalb sind wir nicht gefahren, da man mit dem Bus über eine Stunde dorthin unterwegs wäre.

Fast jeden Morgen wurde ein Gemeinschaftsbus angeboten, der dann beide Skigebiete direkt angefahren ist, sodass die Fahrtzeit dadurch extrem verkürzt wurde und man immer einen Sitzplatz hatte. Diesen haben wir dann überwiegend genommen. Abfahrt war um 09:15 Uhr – was, so spät denkt ihr?, dachte ich zuerst auch. Normalerweise sind wir immer die ersten am Lift, da wir die Pisten am Morgen am liebsten fahren. Nun der riesen Pluspunkt der beiden Skigebiete – es ist so leer gewesen, dass selbst am Nachmittag die Pisten noch Tip-Top gewesen sind.

Nicht so schön ist, dass wir immer ab und zu in Sils umsteigen mussten, um nach Hause zu kommen und wenn man ungünstig ankommt, muss man leider auch schon mal 25 Minuten auf den Anschlussbus warten.

Das Skigebiet: Corviglia: 163 Pistenkilometer – und Corvatsch 120 km.

Der Skipass hat 380 Euro für 7 Tage gekostet. Zuerst denkt man: die spinnen die Schweizer, aber das Angebot an hervorragenden Pisten und der Umstand, dass man diese fast für sich alleine hat rechtfertigt den Preis dann doch noch so gerade eben.

Sehr gut hat mir das Gebiet Corvatsch gefallen. Im Katalog ein wenig abfällig als Haus-Skigebiet bezeichnet, fand ich es eher besser als die Corviglia.

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Corvatsch ist das nächstgelegene Skigebiet. Die Hänge sind überwiegend auf der Nordseite. Im März steht die Sonne aber hoch genug, so dass die Sonne hier schnell für Top-Bedingungen sorgt. Es ist dort auch um einiges kälter als in Corviglia, so dass es selten sulzig wird. Es gibt auch eine Ski-Verbindung direkt nach Corviglia, die Hahnensee-Abfahrt, die auch wenn so im Pistenplan ausgewiesen, alles andere als schwarz ist, also auch für Nicht-Profis ohne weiteres zu fahren. Man kann am Ender der Abfahrt wieder mit dem Bus von Corvatsch zurück oder dann in Corviglia fahren. Am Corvatsch gibt es einen Fun-Park und sogar noch Schlepp-Lifte. Der wichtigste und gleichzeitig längste wird aber zur nächsten Saison gegen einen Sessel getauscht.

In Corviglia sind wir immer in die Signal Bahn eingestiegen. Wie gesagt, dieses Gebiet liegt auf der Sonnenseite. Es gibt hier auch einen kleinen Fun Park, der aber wie der Park am Corvatsch, stets leer war – St. Moritz hat wohl nicht die Klientel für Fun-Parks.

Kommen wir zu den unschönen Seiten des Gebietes, die ich hier auch kurz ansprechen möchte.

Dass die Schweiz und im Besonderen St. Moritz zu den teuersten Skigebieten zählt ist wohl hinlänglich bekannt. Hier zahlt man auf den Hütten für einen Kaffee schon mal 5 Euro. Die Tagessuppe liegt bei ca. 9 Euro, eine Portion Pommes kostet ebenfalls 9 Euro.

Spaghetti Pesto beginnt bei 17 Euro und für nen Rösti mit Spiegelei und Speck ist man auch schon mal schnell über 20 Euro los.

Man muss aber auch sagen, dass die Qualität der Speisen aber sehr gut ist. Der von mir angesprochene Rösti (wir haben ihn auf der Skihütte Ustaria Rabgiusa zwischen Furtschellas und Corvatsch gegessen) war einer der leckersten, den ich ja gegessen habe.

Auf der Internetseite www.corvatsch.ch habt ihr eine gute Übersicht der Hütten im Skigebiet mit den entsprechenden Speise- und Getränkekarten, inkl. Preise!

Das Essen im Maloja Palace war gut. Jeden Tag gab es vier Gänge.

Eine Suppe, Salat, Hauptspeise und Nachspeise.

Wie zu erwarten, gab es an einem Abend auch ein Schweizer Raclette.

Dazu einen afrikanischen und einen mexikanischen Themenabend – nicht für jeden Geschmack, aber interessant.

Es ist für jeden immer was dabei. Die Qualität, die Auswahl und der Geschmack der Speisen waren gut.

Das Frühstücksbuffet war gut ausgestattet und die Möglichkeit mit dem Lunchpaket für den Mittag hilft hier besonders die Urlaubskasse zu schonen.

Für Vegetarier wurden extra Speisen angeboten.

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Fazit: Ein toller Urlaub mit super Wetter und schönen überwiegend menschenleeren Pisten. Eine Unterkunft, die ihresgleichen sucht und eine ruhige, idyllische Bergkulisse – Skifahrerherz was willste mehr.

Einen Lieben Gruß an alle die dabei waren, insbesondere an Birgit, Maria, Marietta, Ulrike und Traude, Torben, Jörg und Edwina, Martin und Detlef und an die Ski-Guides Nina und Angelika, die uns in toller Art und Weise das Skigebiet nähergebracht haben.

Fast hätte ich ein Highlight vergessen – den Auftritt des mexikanischen Superstars „Christobal“ mit seinem Helene-Fischer Cover-Song:

„In Maloja, in der Schweiz – scheint die Sonne, manchmal schneit‘ s“

19. März 2016

Saisoneröffnung mit Sonnenschein

Reisebericht vom Andi
FROSCH Reiseziel Single-Sportclub Derby in Davos, Schweiz vom 04.12. bis 12.12.2015

Dank der Relax-Sessel im Reisebus war die Fahrt über Nacht recht erholsam. Fast ausgeschlafen und gut gelaunt kamen wir kurz nach Sonnenaufgang in Davos an. Als erstes mussten wir die Koffer und Ski vom Bus ein paar Treppen hoch zum Hotel bringen. Der große Vorteil in der ersten Saisonwoche ist, dass wir sofort auf die Zimmer konnten. Es gab noch keine abreisenden Gäste, deren Zimmer erst noch gereinigt werden mussten. Ein großes, reichhaltiges Frühstück wartete auf uns.

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Nur wenige Gehminuten vom Hotel entfernt startet die Seilbahn hoch zur Parsenn. Da es uns schon mächtig unter den Fußsohlen kribbelte wollten wir schnell in den Schnee. Wie in der U-Bahn ging erst durch einen Tunnel, ehe wir in bereits einigen hundert Meter Höhe das Sonnenlicht durch die Baumgipfel strahlen sahen. Auf der Mittelstation wechseln in den Sessellift. Ein herrlicher Ausblick über die in der Sonne glänzenden Berggipfel war uns gegönnt. Dank der zahlreichen Schneekanonen und dem unermüdlichen Einsatz der Kässbohrer-Bullys waren die Pisten hervorragend präpariert.

 

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Das Jakobshorn stand am nächsten Tag auf dem Programm. Wieder hatten wir das schöne Wetter auf unserer Seite. Ein paar wenige Zentimeter hatte es sogar geschneit. Wir hatten die ganzen Hänge für uns alleine. Auf breiten Autobahnen konnten wir ungestört carven und verschieden Radien ausprobieren. In den Steilhängen hatten wir freie Fahrt. Herrlich.

 

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Das Abendprogramm war sehr unterhaltsam und abwechslungsreich. Der Welcome-Abend war noch etwas ruhiger. Das Kickerturnier war spannend wie die Champions-League. Die Teams wurden gelost und „zufällig“ gab es fast nur gemischte Teams. Je eine Frau und ein Mann durften als erstes ausdiskutieren, wer ins Tor geht oder die Tore schießen darf. Mit großer Beteiligung auch bei den Zuschauern haben wir bis tief in die Nacht gespielt, gelacht und angefeuert. Schließlich standen die glücklichen Sieger eines nervenaufreibenden Finales fest und wurden mit einem leckeren Cocktail belohnt. Beim Casino-Abend hätten wir wohl bis tief in die Nacht gezockt, wenn man uns gelassen hätte. Die gewonnenen Chips durften wir dann gegen Getränke eintauschen. Richtig laut wurde es dann beim Musikquiz. Erst die Musik und dann durch die laut gerufenen Antworten, nach dem erst auf den Buzzer gehauen wurde.

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Empfehlenswert ist der Wellnessbereich im Keller. Es gibt eine große und eine kleine Sauna, einen Ruhebereich mit Liegen und ein Hallenbad. Beim schwimmen und anschließend beim schwitzen kann man herrlich entspannen und den schönen Skitag Revue passieren lassen. Einmal die Woche wird ein Wellnessprogramm geboten. Für die Gesichtsmaske werden Quark und Gurkenscheiben angeboten. Für die genügsameren Leute gibt es Saft und Früchte. Und wer seine Muskeln zu sehr verspannt hat, kann sie bei dem Masseur wieder weichkneten lassen. Das kann ich sehr empfehlen.

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Beim Pistenpicknick war die Sonne leider nicht auf unserer Seite. Dank dem Neuschnee wurde eine kleine Bar aufgebaut. Das Angebot war vielfältig und für jeden war etwas dabei. Von vitaminhaltiger Paprika, saftigen Orangen und süßen Weintrauben bis zur deftigen Salami und leckerem Käse. Als Nachtisch gab es noch ein kleines Stück Kuchen. Den größten Andrang gab es allerdings bei den Heißgetränken. Bei dem frischen Wetter war das auch kein Wunder.

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Eine nette Überraschung gab es auch bei der Rückkehr zum Hotel. Neben dem Eingang war eine Après-Ski-Bar aufgebaut. Die heiße Schokolade war eine Wohltat für die tiefgekühlten Hände. Trotz mehrerer Waffeleisen kamen die Teamer anfangs der Nachfrage kaum hinterher. Die frisch gebackenen Waffeln fanden schnell ihre Abnehmer. Beschallt durch die passende Musik hatte sich bald das ganze Hotel an der Bar eingefunden. Schon bald musste der Glühwein im Topf aufgefüllt werden und die ein oder andere Runde Schnaps beschleunigte die Stimmung. Übermütig wurden einige Wetten abgeschlossen, sodass viele der Gewinner mit einem Getränk belohnt wurden. Passend zu der guten Stimmung konnten wir einen feuerroten Sonnenuntergang beobachten.

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Alles hat ein Ende, leider auch dieser Skiurlaub. Am letzten Skitag hatten wir noch mal viel Sonne. Nach dem Frühstück mussten wir die Zimmer räumen und das Gepäck im Neubau unterbringen. Vor der Abfahrt konnten wir noch mal zum duschen ins Schwimmbad gehen. Zum Abschied gab es noch eine heiße Suppe, ehe wir dann gegen 18 Uhr die Heimreise antraten.

Fazit: auch wenn nicht alle der 260 Pistenkilometer geöffnet waren, so war es doch wieder eine schöne, abwechslungsreiche Woche. Die Saisoneröffnungswoche hat durchaus seine Vorteile. Ausreichend Schnee, viel Sonne und noch mehr Party – ich denke gerne an diese Woche zurück. Das Derby ist ein durchaus ein empfehlenswerter Sportclub mit hohem Partyfaktor. Das wird sicher nicht die letzte Frosch-Reise gewesen sein.

17. März 2016

Härzlich wilkomme i Davos (13. – 20. Februar 2016)

Reisebericht von Jürgen Baur
FROSCH Reiseziel Single-Sportclub Derby +-39 in Davos, Schweiz

Vor fast genau zehn Jahren war ich mit Frosch bereits einmal in Davos: Damals jedoch im Sportclub Real – den Sportclub Derby, gab es noch nicht. Daher sollte es jetzt ins Derby gehen …

Die Busanreise

Meine Skireise startete mit dem Bus ab Köln. In dieser Saison war der Abfahrtsort jedoch nicht wie bislang Köln – Deutz sondern der Fernbus-Bahnhof am Flughafen Köln/Bonn. Dieser ist zwar auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen, doch je nachdem wann der Bus am Sonntagmorgen zurückkommt, kann man unter Umständen stranden (Gastronomie und einen Rewe Supermarkt gibt’s in den Terminals). Alternativ kann man das Auto in Parkhaus P3 abstellen und kommt auch Sonntagmorgen ohne Verzögerung weg (Online-Tarif des Parkhauses spart regelmäßig min. 10 Euro).

Nachdem auch andere Reiseveranstalter den Abfahrtsort nutzen, fanden sich gegen 22 Uhr doch viele Reisende an den Bussteigen ein. Der Bus nach Davos, ein doppelstöckiger Bröskamp-Bus, war sowohl für die Gäste des SC Derby als auch des SC Real eingesetzt. Im oberen Bereich des Busses waren die Relax-Sitze und unten die Standard-Plätze. Für das Gepäck stand neben den Kofferräumen im Bus auch noch ein Anhänger zur Verfügung – mehr als ausreichend Platz für alles! Los ging’s in Richtung Berge und Schnee …
Ungewöhnlich früh näherten wir uns Davos. Zunächst stiegen die Gäste des SC Real aus und ein paar Minuten später stand unser Bus unterhalb des SC Derby: Begrüßung durch die Hausleitung, Gepäck reinbringen und ab zum Frühstück.

01_SC_BlickMorgendlicher Blick vom Eingang des Derby auf die Bergwelt

Während wir ausgiebig frühstückten, kümmerten sich die Teamer um den Skipass. Anschließend kurz umziehen und mit ein paar anderen Fröschen konnte der erste Skitag auf der Parsenn beginnen.

02_Parsenn_TotalpErholung an der Schneebar Totalp

Gegen 15 Uhr konnten die Zimmer bezogen werden. Zuvor konnte man jedoch Schwimmbad und Sauna nutzen, so dass an- und abreisende Gäste sich auch einen angenehmen Tag in Davos und in Sportclub machen konnten.

Der Sportclub Derby

Der heutige Sportclub Derby kann auf eine längere Geschichte als Hotel im Luftkurort Davos zurück blicken (wer mehr über Davos und das Haus erfahren will, kann dies während einer Präsentation im SC erfahren, die vom Frosch Team angeboten wird). Die Zimmer im Hauptgebäude sind einfacher als im Neubau und je nach Lage im Gebäude hatten Mitreisende auch unfreiwillig akustisch am Abendprogramm teilhaben können. Im Neubau ist man davon jedoch unbehelligt und freut sich über die doch recht geräumigen Zimmer.

Der Skikeller findet sich im Untergeschoss des Hauptgebäudes und verfügt über beheizte Skischuhständer, die über zwei Räume verteilt sind. Snowboards lassen sich etwas ungünstig abstellen, da entlang der Wände am Boden Metall-Halterungen für Ski und keine separaten Ständer oder Halter vorhanden sind.

Auch Schwimmbad und Sauna finden sich im Hauptgebäude. Eine Terrasse beim Schwimmbad schafft die Möglichkeit, sich nach einem Saunagang im Schnee zu wälzen.

03_Pool_AussenSchwimmbad mit Terrasse zur Schnee-Abkühlung

Für Schwimmbad und Sauna konnte man an der Rezeption gegen Entgelt bzw. Pfand auch Bademantel und –tuch erhalten.

Achja, natürlich ist da noch Davos vor der Tür:
Eine Kleinstadt in den Schweizer Bergen. Hier findet man wohl alles, was man braucht: Bereits an der Promenade unterhalb des Sportclubs finden sich einige Geschäfte, so beispielsweise auch Migros und coop pronto (hier auch Coffee-to-go) und die Bushaltestelle Dischmastrasse für die Linienbusse nach Davos Platz und Skigebiete am Jakobs- und Rinerhorn.
Ungefähr 250m entfernt ist die Parsenn-Bergbahn, die den Zugang zum größten Skigebiet von Davos eröffnet. Die schwarze Davos-Talabfahrt von der Parsenn endet beim SC Real.

04_DavosTalabfahrt nach Davos

 Daneben bietet Davos auch noch Winter-Wanderwege, ein Eis-Stadion, Erlebnisbad, umfangreiche Einkaufsmöglichkeiten und vieles mehr.

Die Skigebiete

Davos hat mehrere Skigebiete. Das größte davon ist die Parsenn. Dieses und fast alle anderen Gebiete kann man im Rahmen des Ski-Guidings erkunden, welches ab Sonntag angeboten wurde. Wie üblich findet das Guiding in unterschiedlichen Geschwindigkeits-Gruppen statt. Durch diese Guidings lässt sich zum einen das Gebiet kennen lernen und zum anderen schnell Kontakt zu Mitreisenden finden.

Ein paar Worte zu den Skigebieten:

  • Die Parsenn bietet nicht nur die längste Abfahrt (knapp 12km bis Küblis, leider geht es von dort nur mit der Bahn zurück) sondern auch die meisten Pisten aller Schwierigkeitsgrade. Ferner mit 2.844m den höchsten Punkt des gesamten Gebietes, Boarder- und Skicrosspark, Geschwindigkeitsmesstrecke, Iglu-Dorf etc. und stellt auch eine Pistenverbindung nach Klosters (von dort Anschluss zur Madrisa mit Zubringerbus) her.
  • Das Jakobshorn, welches erst zur Mittagszeit Sonne erhält, ist aufgrund von Funpark, Skihütten (Whirlpools an der Jatz-Hütte) etc. eher der Eventberg und demnach meist auch voller als die Parsenn. Allerdings finden sich hier auch einige breite Pisten.
    Am Fuß des Jakobshorn (Bolgen) findet sich eine Halfpipe und Anfänger-Skilifte (Learn-to-Ski Kurse starten hier)
  • Das Rinerhorn ist rund 30min vom SC Derby entfernt und mit dem Bus oder Bahn zu erreichen. Es ist bei weitem nicht so sehr besucht, wie die Parsenn oder das Jakobshorn, wenngleich sich eigentlich ein paar interessante Pisten dort befinden (unbedingt mal die 10 zur Talstation nutzen). Überdies gibt es eine Rodelstrecke. Größter Nachteil – insbesondere für Snowboarder: Abgesehen von der Kabinenbahn aus dem Tal finden sich hier ausschließlich Schlepplifte. Diesbezüglich zu erwähnen, der Rodeo-Schlepper am Hubel, der um die Ecke läuft.

05_RinerhornBergstation der Rinerhornbahn

  • Die Madrisa, ein Familienskigebiet bei Klosters, ist gekennzeichnet von vielen Kindern und Schleppliften.
    Ab Klosters sollte man einmal mit der rhätischen Bahn (UNESCO Weltkulturerbe) zurück nach Davos Dorf fahren: Möglichst auf der linken Seiten Platz nehmen und das Panorama genießen (der Skipass gilt auch für die Bahn).
  • Zu erwähnen ist noch Pischa: Aufgrund hoher Verluste ist der einzige noch verbliebene Lift nur noch zeitweise in Betrieb. Heute richtet sich das Gebiet eher an Schneeschuh- und Langläufer, Winterwanderer – jedoch auch Freerider!

06_MadrisaMadrisa Land im Madrisa-Gebiet

Im Tal von Davos finden sich auch diverse Langlauf-Loipen – sowohl für Skating als auch für die klassische Technik. Der Einstieg ab dem SC Derby ist denkbar einfach und nur gut 400m entfernt: Vom Derby die Dischmastrasse nach unten laufen, Bahnlinie und Bach überqueren und danach kann’s los gehen.

Skiverleih

Im SC Derby gibt es – wie in vielen anderen Frosch Sportclubs – eine Skistation und so besteht die Möglichkeit, Ski im Haus zu leihen und auch preiswert einen Ski-Service durchführen zu lassen.

Neben Abfahrtski konnte auch Freeride-Ausrüstung und Langlauf-Ski sowohl für Skating als auch die klassische Technik ausgeliehen werden. Langlauf-Schuhe mit NNN-Bindung gab’s im Sportclub; Skischuhe konnten in einem Sportgeschäft an der Parsenn-Bahn geliehen werden.

07_Parsenn-BahnIn der Parsenn-Standseilbahn zum Weissfluhjoch

Ski- und Snowboardkurse

Im SC Derby findet sich auch eine Frosch Skischule, die bei den Kursen mit der Skischule im SC Real zusammen arbeitet. Das Angebot umfasst neben Learn-to-Ski, Snowboard-Anfänger, Fortgeschrittenen-Kurse für Ski und Snowboard, Steps beispielsweise zu Technik auch Einführungen in die Langlauf-Techniken. Preislich erscheinen mir die Kurse durchaus günstig zu sein. Es wurden jedoch – mangels Nachfrage – nicht alle Kurse durchgeführt.

Ich nahm zum einen an einem Ski F-Kurs teil: Drei Tage mit jeweils 3 Stunden.
Nachdem jeder Kursteilnehmer sein Können auf der Piste vor den beiden Skilehrern zeigte, erfolgte am ersten Kurstag eine weitere Einteilung in zwei Gruppen. Durch diese zusätzliche Einordnung wurde gewährleistet, dass ungefähr gleich starke Skifahrer/-innen zusammen waren und niemand über-/unterfordert wird. Während der erste Kurstag noch harmlos war und so manche Ausführung an einen früheren Skikurs erinnerte, ging es am zweiten und dritten Tag dann deutlich mehr zur Sache: Nicht nur Technik- und Carving-Übungen zehrten an den Kräften. Der Kurs fand überwiegend auf roten jedoch auch auf schwarze Pisten auf der Parsenn statt. Zwischen den zweiten und dritten Kurstag gab’s einen Tag frei, um sich etwas zu erholen. Im Ergebnis konnte ich doch auch einiges an neuen Kenntnissen mitnehmen!

08_Parsenn-KursCarving Übungspiste im Skikurs

Zum anderen nahm ich an einer zweistündigen Einweisung Langlauf Skating teil. Skating-Ski und Schuhe gab’s im SC Derby. Kursort war das Langlaufzentrum von Davos. Ich gebe es zu: Am Anfang hatte ich doch meine Schwierigkeiten mit der für mich neuen Technik. Es wurde jedoch besser! Im Vergleich zur klassischen Technik erreicht man mit Skating doch höhere Geschwindigkeiten – allerdings auch mit entsprechender körperlicher Anstrengung. Spaß hat es uns Kursteilnehmern allemal gemacht, schließlich dehnten wir den Kurs aus und liefen auf der Loipe zurück in Richtung Sportclub. Für mich war danach klar: Skating gilt es auszubauen!

Das weitere Programmangebot

Wie in allen Frosch Sportclubs üblich, befand sich bei der Rezeption auch ein Überblick über das Wochenprogramm. Allerdings wird das Tagesprogramm für den Folgetag auch während des Abendessens präsentiert – man verpasst also in der Regel nichts aus Unwissenheit.

Neben dem bereits angesprochenen Angebot an Ski-Guidings und Kursen, auch externen Veranstaltern (unter anderen Gleitschirm-Fliegen) gab es an den Nachmittagen und Abenden weitere Programmpunkte:

  • an zwei Tagen Apres-Ski an der Schnee-Bar vor dem Club; einmal auch mit frischen Waffeln
  • Kaffee und Kuchen an der Bar
  • An zwei Tagen stand Wellness in der Sauna im Mittelpunkt mit Aufguss, Früchten und Säften
  • Hausgolf mit einem mobilen Loch quer durch den SC Derby
  • an den Abenden auch Kicker-Turnier, Nagel-Contest, Dating-Spiele, Dart usw. jeweils mit Party-Ausklang

Das individuelle Verwöhnprogramm konnte beispielsweise mit Massagen ausgeweitet werden.

Abfahrtstag und die Rückreise

Am letzten Reisetag, der mit viel Sonne begann, mussten morgens die Zimmer geräumt werden. Das Gepäck konnte in der unteren Etage der Hausverbindung Hauptgebäude – Neubau untergebracht werden. Duschen stehen bei der Sauna, die nachmittags auch in Betrieb war, zur Verfügung. Demnach konnte man auch den letzten Tag nochmals zum Skifahren oder in der Loipe nutzen. Tagsüber setzte heftiger Schneefall ein und als wir am Spätnachmittag ins Tal ab fuhren, lag auf den Straßen bereits eine geschlossene Schneedecke.

Nach dem Heimkehrer-Süppchen begann das Beladen des Busses gegen 17:45 Uhr – Abfahrt gegen 18 Uhr. Auf schneebedeckter rutschiger Straße ging es runter nach Klosters und je näher wir nach Landquart kamen, umso weniger Schnee gab es.

Die weitere Rückreise war verlief ausgesprochen ruhig und viel schneller als gedacht: Gut eine Stunde vor der ausgeschriebenen Zeit erreichten wir Köln Flughafen.

09_Parsenn_WolkenÜber den Wolken auf der Parsenn

Fazit

Für mich war es die zweite Skireise nach Davos und ich kann mir sehr gut vorstellen, wieder nach Davos zu fahren: Die relativ hohe Lage macht es schneesicher, die Vielfalt an möglichen Sportarten und auch die Größe der Stadt machen Davos als Wintersportort interessant.
Der SC Derby ist ein Haus mit vielen Gästen und der persönliche Kontakt zu den Teamern ist eingeschränkter als in manch anderen Clubs. Allerdings sorgten die Teamer auch hier für einen angenehmen und positiven Urlaub in den Schweizer Bergen – vielen Dank dafür!

8. März 2016

Eine Reise in die Vergangenheit

Reisebericht von Annette
FROSCH Reiseziel Sportclub Maloja Palace in St. Moritz – Maloja, Schweiz

Mitte Januar geht’s um 20.00 Uhr mit dem Bus vom neuen Abfahrtsort Köln/Bonn Flughafen los. Für uns Kölner ist es ganz praktisch. Die Anbindung mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist gut. Während wir auf dem Bus warten, sitzen wir im Warmen im Flughafengebäude.

Mit dem Bus geht es durch die Nacht in den Schnee. Um 9.00 Uhr kommen wir in Maloja an. Besonders gespannt sind wir auf das ‚Maloja Palace‘. Bei der Ankunft blicken wir auf das riesige Hotel, es thront am Ende des Silser Sees. Es wirkt von außen schon mal beeindruckend.

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Die Eingangshalle ist imposant. Der Speisesaal, mit Stuck an den Decken, lässt uns in die „alte“ Zeit hinab tauchen, als Frauen mit (langen Röcken) Schlittschuh liefen und große Pferdekutschen vorm Eingang hielten und die „edlen“ Herrschaften durch die Landschaft kutschierte.

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Die Zimmer sind geschmackvoll und modern eingerichtet. Ein Mix aus Glas, Holz, Granit. Eyecatcher sind Möbel aus der „Hochphase“ des Maloja Palace. Unser Zimmer der Kategorie B hat neben dem Schlafzimmer auch ein Vorzimmer mit Küchenzeile, Sitzgarnitur, Esstisch und Stühlen, die wir allerdings nur als Kleiderständer gebrauchen.

Der Eingangsbereich und das Treppenhaus sind beeindruckend groß. Im Wintergarten mit den alten Sprossenfenstern und mit Blick auf die Berge kann man ebenso wie im großen Speisesaal noch den alten Glanz des Hauses spüren. Mit etwas Phantasie fühlt man sich in die Zeit um 1896 zurückversetzt und sieht die Damen der damaligen Gesellschaft mit ihren wallenden Kleidern und den großen Hüten durch die Gänge gehen.

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Zurück zur Gegenwart: Nach dem Frühstück fahren wir mit dem Bus zum Skigebiet Corvatsch. Drei Skigebiete können wir von Maloja angefahren: Corviglia, Corvatsch mit Furtschellas und in das weit entfernte Diavolezza mit Lagalb.

Die Anfahrt zu den Skigebieten ist sehr lang. Täglich hat man ca. eine einstündige Anfahrt bis man auf der Piste auf dem Ski steht. Während der Busfahrt entschädigt der Blick auf die Berge und auf den Silser See etwas für die weite Anfahrt.

Die Bushaltestelle ist in der Nähe des Hauses gut erreichbar. Auch wenn der Weg um das Haus – wegen seiner Größe – weiter zu sein scheint, als die Strecke zur Bushaltestelle. 😉

Nicht so schön ist, dass wir immer umsteigen müssen, um ins Skigebiet zu kommen und wenn man ungünstig ankommt, muss man leider auch schon mal 25 Minuten auf den Anschlussbus warten.

Deshalb freuen wir uns, dass für das Maloja Palace an verschiedenen Tagen ein Bus eingesetzt wird, der uns am Haus abholt und direkt zum Skigebiet fährt. Das erspart uns Zeit und das Umsteigen.

An unserem Ankunftstag sind wir zum Corvatsch gefahren. Das Besondere: Das Nostalgierennen. Wir begegnen Menschen in nostalgischem Outfit auf nostalgischen Ski, alles sehr authentisch.

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Wir verbringen den ersten von sieben sonnigen und schönen Tagen auf der Piste.

Zurück im Hotel sind abends auch die Selbstanreisenden da. Wir sind um die 60 Leute. Zum Abendessen, sehr gemütlich und kommunikativ an großen runden Tischen sitzend, genießen wir den ersten Abend. Das Team stellt uns zwischen Hauptspeise und Nachtisch das Tagesprogamm für den nächsten Tag vor.

An unserem zweiten Tag fahren wir gemeinsam mit der Gruppe zum Corvatsch. Das Skigebiet ist nicht besonders groß, dennoch machen wir bei der Skigebietsführung unsere Pistenkilometer. Die Skigebietsführung geht nur den halben Tag, bis 12:45 h. Wir haben ausreichend Schnee, auch wenn es gerne noch etwas mehr hätte sein können. Um 16:13 😉 fährt der Shuttelbus wieder zurück zum Maloja Palace. Praktisch. J

Den Abend lassen wir am Haus mit Glühwein ausklingen. Après Ski ist in der Schweiz nicht angesagt und schon gar nicht im Maloja Palace. Das sollte man wissen, wenn man sich für diese Reiseziel entscheidet. So ist auch die Musik beim Glühwein eher gediegen als stimmungsmachend. Etwas mehr stimmungsmachend hätte es ruhig sein können.

Nach dem Abendessen können wir beim Quiz – bei Fragen rund um das Gebiet – testen, wie gut wir tagsüber bei der Skigebietsführung aufgepasst haben.

An einem Tag geht es zur Diavolezza und zur Lagalb. Die Fahrt dauert über 1 ½ Stunden. Deshalb geht es auch schon früh los. Der Bus fährt um 8:45 h. Leider liegt der Schnee nicht besonders üppig. Deshalb ist auf der Lagalb nur eine Piste offen. Der Blick von dort oben auf dem Gletscher und ins Tal ist faszinierend. Nach zwei bis drei Abfahrten nehmen wir den Bus zur Diavolezza. Das gegenüberliegende Skigebiet.

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Mit der Gondel geht’s nach ob. Die Gletscherabfahrt ist leider gesperrt. Zu wenig Schnee. Von oben sehen wir die Gletscherspalten, wo sonst die Route entlang geht. Der Blick ist atemberaubend und wir sitzen wir in der Sonne und genießen das Umfeld. Kaum zu glauben, dass wir Januar haben. Es ist so warm, wie im März.

Noch einen spannenden Programmpunkt haben wir uns für den Tag vorgenommen: Eine Fahrt mit der Rhätischen Eisenbahn von Diavolezza nach Alp Grüm (2.091 m über dem Meer). Sie dauert 25 Minuten.

Der Bahnhof in Alp Grüm ist umgeben von einer einmaligen Berglandschaft. Vom Palü-Gletscher mit dem Palü-See über die Ebene von Cavaglia. Ein Panorama bis hin zu den italienischen Alpen. Nach 30 Minuten Aufenthalt nehmen wir die Bahn zurück nach St. Moritz. Die Fahrt ist im Skipass inbegriffen.

Insgesamt werden in der Woche drei Skigebietsführungen angeboten. Da keines der drei Skigebiete (Corvatsch, Corviglia und Daiavoleza/Lagalb) sehr groß ist, erstrecken sich die Führungen lediglich auf den Vormittag.

Ein besonderer Programmpunkt außerhalb des Skifahrens: Eine Dorfwanderung durch Maloja geführt von einem Einheimischen. Der Abschluss des Rundweges endet bei Kaffee und Kuchen im Maloja Palace. Hier schließen wir – die wir von der Skipiste kommen – uns der Runde an und lauschen den Geschichten rund ums Maloja Palace.

Weitere Programmpunkte in der Woche sind Kickerturnier, Fackelwanderung und Spieleabend.

Am Wochenende unserer Abreise findet das bekannte Polospiel in St. Moritz statt. Das wollen wir uns nicht entgehen lassen und mischen uns unter die pelzbesetzte High Society.

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Es gibt auch eine Tribüne für Jedermann, so sitzen wir komfortabel während die Jockeys mit ihren Pferden über’s Polofeld jagen. IMG_1224

Das Essen im Maloja Palace war gewohnt gut Jeden Tag gab es vier Gänge. Eine Suppe, Salat, Hauptspeise und Nachspeise. Wie zu erwarten, wenn man in der Schweiz ist, gab es an einem Abend Schweizer Raclette.

Es war ein rundum sonniger und schöner Skiurlaub mit High Society Anschluss.

16. Februar 2016

Reisebericht Maloja, eine schöne entspannte Woche

Reisebericht von Sabine
FROSCH Reiseziel Sportclub Maloja Palace in St. Moritz – Maloja, Schweiz

Dieses Mal haben wir uns für eine Eigenanreise entschieden. Die Hinfahrt war sehr entspannt. Wir hatten Glück mit dem Wetter. Starke Schneeschauer waren vorhergesagt, aber wir sind dem Schneechaos vorausgefahren. Alles richtig gemacht. Als wir in St. Moritz ankamen, hatte es ein bißchen geschneit. Die Straßen wurden aber gut geräumt.

Der Sportclub Maloja Palace liegt ein bisschen außerhalb. Bis nach St. Moritz ist man über eine halbe Stunde mit dem Linienbus unterwegs, aber landschaftlich traumhaft schön. In der Nähe ist der Silser See, wunderschöne Langlaufloipen führen an dem Haus vorbei. Die Loipen wurden täglich frisch präpariert. In unserer Gruppe wurden spezielle Skating oder Schneeschuhwanderungen angeboten, daran habe ich aber nicht teilgenommen, deshalb kann ich zu den Loipen leider nicht viel sagen.

Bild-1

Von dem Dorf Maloja kann man nichts erwarten. Wirkt etwas verlassen, anscheinend nur noch Feriengäste, wenig Einheimische. Ein kleiner Kiosk und Geldautomat ist aber vorhanden.

Bild-6-Ort Bild-12-Haus

Der Maloja Palace befindet sich am Rande des Silser Sees etwa 500m unterhalb des Dorfes Maloja. In dem kleinen Ort finden sich neben ein paar Hotels auch ein kleiner Supermarkt, Geldautomat, örtlicher Skiverleih und –schule.

Unser Zimmer war renoviert, wunderschönes Badezimmer. Das Haus ist riesengroß und es ist sehr kalt. Im Speiseraum und auf den Zimmern konnte man sich auf keine Wohlfühl Raumtemperatur einstellen. Aber die Gänge zu den Zimmern sind sehr warm. In den Gängen hängen eine Menge interessanter Bilder von der Geschichte über das Maloja. Falls Ihr Euch für dieses Reiseziel entscheidet, unbedingt für morgens und abends eine Strickjacke oder Pulli mehr einpacken.

Bild-2-Bad Bild-3-Zimmer

Die Zimmer waren sauber, 1-mal in der Woche erfolgt Handtuchwechsel und Mülleimerleerung. Fön ist bereits vorhanden, nur den Adapter nicht vergessen. Zur Not kann dieser aber auch ausgeliehen werden an der Rezeption. Gratis WLAN funktioniert im gesamten Haus. Das ist eine sehr angenehme Einrichtung.

Bild8-Eingangsbereich

Im Erdgeschoss befindet sich der Speiseraum, die Bar ist in einem ehemaligen Ballsaal untergebracht. Hier sind viele Sitzgelegenheiten und man hat hier genug Platz für Zuschauer bei dem legendären Kicker Abend. Es gibt noch diverse kleine Gemeinschaftsräume, die für Gesellschaftsspiele gern genutzt wurden. Wer sein Buch vergessen hat, kann sich in einem der Räume eins ausleihen. Hier gibt es einen Schrank prall gefüllt mit den unterschiedlichsten Büchern. Der Eingangsbereich mit Rezeption ist gigantisch. Sehr großes Treppenhaus, mit Wintergarten. Überall Säulen, sehr imposant.

Bild7-Wintergarten

Vor der Bar ist ein Infoboard über die Tagesangebote angebracht. Diese Informationen werden zwar auch zwischen Hauptgericht und Dessert immer noch einmal separat angekündigt, aber zum Nachlesen sehr angenehm. Auch Sonderangebote oder Mittagstreffpunkte werden dort bekannt gegeben.

Im Untergeschoss ist der Skikeller mit Skischuh-Heizung. Ebenfalls im Untergeschoss gibt es den Wellness-Bereich. Kleine Sauna, verschiedenen Duschen, Ruhe- und Massageraum. Wer tagsüber noch nicht genug Sport getrieben hat, hat in einem kleinen Fitnessraum die Möglichkeit sich weiter auszutoben.

Aufgrund der Größe des Gebäudes kann man sich in den ersten Tagen fast verlaufen und in einer Woche kommen sicher ein paar Kilometer zusammen. Überdies lassen sich manche Säle wohl schwerer beheizen.

Bild9-Sitzecke

Insgesamt kann man jedoch festhalten: Sehr großzügig und vor allem in Top-Zustand!

Vom Sportclub aus gelangt man zur ein paar Gehminuten entfernten Haltestelle der öffentlichen Bussen, die tagsüber alle 30 min verkehren, in die beiden großen Skigebiete von St. Moritz: Wir sind nur in Corvatsch und Corviglia gefahren, dort war genügend Schnee und Lifte offen. Diavolezza und Lagalb haben wir leider in diesem Urlaub nicht kennengelernt, da dort zu unserer Zeit nur wenige Lifte aufhatten, sind wir dort nicht hingefahren. Mit dem Bus ist man gut eine Stunde dorthin unterwegs.

Morgens wurde aber immer ein Gemeinschaftsbus angeboten, der dann an einen von beiden Skigebieten direkt angefahren hat, sodass die Fahrtzeit dadurch extrem verkürzt wurde. Diesen haben wir dann immer genommen.

Corvatsch ist das nächstgelegene Skigebiet. Leider Nordseite. Es ist dort um einiges kälter als in Corviglia. Es gibt auch eine Ski-Verbindung direkt nach Corviglia, war bei uns leider gesperrt. Man musste immer mit dem Bus von Corvatsch nach Corviglia fahren, Verbindung war aber sehr gut. In Corvatsch gibt es sogar noch Schlepper. Etwas verwunderlich bei dem teuren Skipass. Die Schweiz kann man in der Hinsicht nicht mit den Österreichern vergleichen. In der Schweiz wird glaube ich erst ein Lift ausgetauscht, wenn dieser defekt ist.

In Corviglia sind wir immer in der Signal Bahn eingestiegen. Wie gesagt, dieses Gebiet liegt auf der Sonnenseite. Es gibt hier einen kleinen Fun Park, eine Audi Teststrecke auf der die eigene Fahrt gefilmt wird. Allerdings muss man sich hier bei Audi registrieren. Einige Werbemails sind damit bestimmt vorprogrammiert, aber die eigene Fahrt durch den Stangenwald zu bewundern ist gar nicht schlecht.

Das Wochenprogramm hängt wie gesagt an einer Tafel vor der Bar. Drei Skigebiets- Führungen, nachmittags Glühwein oder Kuchen, Kennenlernrunde, Kicker Turnier, 5-Kampf und Spieleabende werden veranstaltet. Wie gesagt, die Informationen werden zusätzlich zwischen den Mahlzeiten bekannt gegeben und für alle die Interesse daran haben, sind gern gesehene Gäste. Aber es herrscht kein Zwang, wer keine Lust hat zu diesen Aktivitäten wird nicht schief angesehen. Ein tolles, großes, etwas verwinkeltes Haus, es liegt etwas abseits und man muss längere Wege in Kauf nehmen. Dafür ist es aber auch um einiges preiswerter als in St. Moritz Dorf oder Bad. Es war eine tolle erholsame Woche in der Schweiz. Wer allerdings Apres Ski und super Stimmung haben möchte, sollte lieber nach Österreich fahren. Hier geht alles sehr ruhig und angenehm zu.

19. Januar 2016

Kitzbühel im Regen vom 23. bis 26.09.2015

Reisebericht von Heike. H.
FROSCH Reiseziel Sportclub Tyrol in Kitzbühel, Österreich

Inzwischen ist es für mich fast Tradition, einmal im Jahr nach Kitzbühel zu reisen. Nach dem Sommerurlaub auf Korfu zog es mich, wie die letzten Jahre, ins Tyrol. Aus der Nähe von München ist das zeitlich sehr gut zu machen, die Fahrt dauert lediglich gut zwei Stunden.

Ich fuhr im strömenden Regen los in der Hoffnung, dass der Regen bis zum Zielort aufgehört hat. Probleme wegen Grenzkontrollen gab es in dieser Richtung natürlich nicht, auf der Gegenfahrbahn sah das ganz anders aus. Zu diesem Zeitpunkt nahm ich mir schon vor, für die Rückfahrt eine andere Route zu wählen.

Rechtzeitig zum Frühstück, man möchte ja schließlich etwas vom ersten Tag haben, kam ich ebenfalls im Regen an. Ich bezog mein altgewohntes Einzelzimmer, ganz oben, mit Badnutzung für zwei Zimmer. Dies stellt übrigens überhaupt kein Problem dar. Man kommt sich in keiner Weise ins Gehege, zumindest war das bei mir immer so. Der gewohnte Blick auf den Wilden Kaiser und das Kitzbüheler Horn war leider sehr wolkenverhangen und dieses Bild sollte sich die ganze Zeit über nicht ändern.

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Mein Bike stellte ich erstmal in den Fahrradschuppen, denn es regnete am späten Vormittag immer noch. Die Biketour wurde abgesagt. Als absoluter Wandermuffel schloss ich mich dem Wanderguide an, der mich und einen weiteren Biker zu den Schleierwasserfällen führte. Die eigentlichen Wanderer hatten an diesem Tag wohl auch das Handtuch geworfen. Wir bekamen jede Menge frische Luft, viel Wasser von oben und bereits Schnee zu sehen. Bei schönem Wetter bestimmt eine herrliche Tour, wie uns auch der Guide versicherte. Bei 30°C könne man im Wasserfall sogar duschen 😉 Einigermaßen durchnässt, zumindest an den Beinen, kehrten wir auf einen Kaiserschmarrn ein und wärmten uns für den Rückweg auf.

Zurück im Hotel war Sauna angesagt. Das tat richtig gut, erinnerte mich aber auch ein wenig an meinen Winterurlaub. Das sollte die nächsten Tage immer so sein.

Am Nachmittag organisierte das Team eine Weinprobe. Wohl eine Premiere. Ich fand es sehr schön, dass sie sich diese lustige Alternative zum herkömmlichen Programm überlegt haben um uns Gästen eine Freude zu machen. Im Stüberl war alles hergerichtet und bei kleinen Leckereien, Kaminwurzn und Kas, wurden uns verschiedene, sehr leckere Weine mit anfangs ausführlichen Erklärungen kredenzt. Natürlich wurde die ganze Gruppe immer lustiger und die Erklärungen zum Wein immer kürzer. Eine sehr gelungene Sache, wie ich finde!

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Abends wurden wir vom Tyroler „Urgestein“ Kim mit dreigängigen Menüs verwöhnt. Da wir eine sehr kleine Gruppe waren, konnte sie auch ein wenig anders kochen als bei großen Gruppen. Das machte unter anderem etwas Besonderes aus diesen Tagen. Auch ihr Vortrag aus ihrer Zeit als Pilotin am Abend war interessant und eine echte Bereicherung.

Aufgrund des Wetters war ich fast ausschließlich zu Fuß im Ort und Umgebung unterwegs. Ein paar hartgesottene Biker machten dennoch zwei Touren in Kälte und Regen. Da gehöre ich eher zur Fraktion der Weicheier 😉 Ein Ausflug ins überfüllte Salzburg gehörte diesmal auch zu meinem Programm. Nachmittags Sauna und ein gutes Buch und es wurden ein paar sehr erholsame Tage.

Was mir diesmal besonders gut gefiel, war die kleine Gruppengröße. Ich kam zu der Erkenntnis, dass mir dies viel mehr liegt als die großen Gruppen wenn die Häuser voll gebucht sind. Vielleicht erwische ich das bei meiner nächsten Reise wieder so.

Am Samstag packte ich mein Bike unverrichteter Dinge wieder ins Auto. Zurück ging´s dann Landstraße über Marquartstein und ich ersparte mir die Kontrollen an der Österreichisch/Deutschen Grenze. So kam ich in den Genuss, den „Kaiser“ auch mal von hinten zu sehen…

Bis zum nächsten Mal dann in und aus Kitzbühel!

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6. Oktober 2015

Reisebericht Pilotreise Boot & Bike Halbinsel Bozburun Türkische Ägäis

Reisebericht von Roland
FROSCH Reiseziel Halbinsel Bozburun Türkische Ägäis

Im Frühjahr erreichte mich ein Frosch-Newsletter mit einem neuen Boot & Bike Ziel in der türkischen Ägäis. Also nicht lange gezögert und gleich die Pilotreise um die Halbinsel Bozburun herum gebucht, denn neben dem Bonus eines Frosch-Rucksacks erwartet einen auf Pilotreisen doch auch ein wenig das Abenteuer…

Und so kam, was kommen musste, auch wenn sich die „Herausforderungen“ dann eher durch das Wetter, denn durch die Organisation vor Ort stellten.

Ich hatte das Glück der frühen An- und späten Abreise und somit die Gelegenheit den Frosch- Sportclub Holiday Calbis in Dalyan kennenzulernen. Leider fühlte man sich hier für uns bei der Ankunft nicht wirklich zuständig und die Info, wann es denn weiter aufs Schiff gehen würde war auch erst später am Tag zu bekommen: wir durften auf spät anreisende Frösche warten und so kamen wir erst nach 23 Uhr in Marmaris auf der Pinar 111 an.

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Gleiches galt für die Abreise; da einige Gäste einen frühen Rückflug hatten, ging es morgens gegen 5 Uhr (nach einem schnellen Frühstück) von Bord und wieder Richtung Sportclub, da der Transfer zum Flughafen für die meisten erst gegen 17 Uhr stattfand. (Dass mein Flieger dann auch noch über eine Stunde Verspätung hatte, kann man Frosch nicht ankreiden.)

Als Verbesserungsvorschlag wären hier ein Abendessen am Anreisetag sowie ein Frühstück ab Abreisetag im Sportclub ganz nett, auch wenn das dann nicht alle genießen können.
Auf jeden Fall könnte man das Ganze in der Beschreibung deutlicher herausstellen.

An Bord wurden wir vom Teamer Lennart, dem Kapitän und der Crew herzlich begrüßt und die meisten haben sich nach dem späten Abendessen und der Kojenbelegung nach dem langen Tag zurückgezogen – auch wenn Marmaris genug Gelegenheiten bietet auszugehen… Das haben wir dann am Abschlussabend nachgeholt.

Nach den Erfahrungen mit den Booten der kroatischen Boot & Bike Touren war die Pinar 111 eine willkommene Abwechslung! Insgesamt deutlich geräumiger und mit den vielen gepolsterten Liegeflächen auch gemütlicher, hat der Aufenthalt an Bord viel Spaß gemacht und mit der Größe der Kojen konnte man sich auch arrangieren.

Das Essen an Bord war lecker und ausreichend. Lediglich zum Frühstück hätte ich mir ein wenig frisches Obst gewünscht.

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Sonntagmorgen wurden dann die Bikes verteilt und gesattelt, um zur Einführungstour zu starten. Leider war schon abzusehen, dass es (erstmals nach drei Monaten Hitze) regnen würde und somit haben wir statt der geplanten Tour in die Berge einfach mal was an der Küste entlang ausprobiert, wo uns der Regen auch bald eingeholt hatte. Ein platter Reifen und eine gerissene Kette durften während des Regens geflickt werden und erste Erfahrungen mit schlammigen unbefestigten Abfahrten gesammelt werden. Gottseidank sollten das dann bis auf einen weiteren Platten am Ende der Woche alle technischen Probleme gewesen sein.

Pünktlich zur Mittagspause klarte das Wetter auf und die Sonne strahlte wieder. Bei dem tollen Wetter, wollte keiner gleich wieder zurück zum Boot, so dass wir doch noch einen Berg in Angriff genommen haben, nur um nochmals nass zu werden und diesmal in ein Gewitter mit Hagel und Starkregen zu geraten. Auf dem Weg zurück zum Boot, floss das Wasser 10 Zentimeter hoch durch die Straßen. Trotzdem war das Ganze irgendwie ein Abenteuer!

Leider war das Wetter für die nächsten Tage auch nicht viel besser vorhergesagt, so dass wir die geplanten Touren umstellen mussten und Tag für Tag mit dem Kapitän geklärt haben, in welchen Buchten wir übernachten und wo wir für unsere Mountainbiketouren an Land gehen konnten. Dienstag haben wir aufgrund einer sehr schlechten Vorhersage einen Ruhetag mit Landgang eingelegt, auch wenn es dann bis zum frühen Abend erstaunlich trocken war und Sturm und Regen erst abends am Boot gewackelt haben.

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Die ganze Woche wurden Fahrräder und Frösche mit dem Beiboot in mehrfachen Fahrten an Land und zurück an Bord gebracht, da unser Boot abends nie im Hafen angelegt hat. Das hat sicher zum Gruppenzusammenhalt beigetragen, ein oder zwei Abende an Land, mit der Möglichkeit auch mal in kleineren Gruppen oder alleine etwas zu unternehmen wären aber sicher auch nett gewesen…

Alles in allem haben wir sehr schöne Radtouren gemacht, deren teilweise ordentliche Anstiege mit einer leckeren Mittagspause aufgelockert und mit tollen Abfahrten belohnt wurden. Die Angabe der Höhenmeter in der Reisebeschreibung hat nicht bei allen Fröschen zu dem Schluss geführt, was das denn dann in Muskelkraft und Kondition bedeutet.

Lennart, unser Teamer, hat dabei versucht den Weg zu leiten und darauf zu achten, dass niemand verloren geht. Außerdem hat er sich engagiert um die Räder gekümmert und dafür gesorgt, dass Schaltung und Bremsen auch nach unseren Regenausflügen funktionieren. Auch hat er mittags eine Lokation zum gemeinsamen Mittagessen gefunden und dafür gesorgt, dass wir die lokalen Spezialitäten probieren konnten oder uns in ein Bienenmuseum geführt! Meiner Meinung nach eine Mammutaufgabe für einen einzigen Guide bei 21 Gästen – da wäre ein zweiter Teamer schon eine Erleichterung gewesen…

Hier nochmal mein ausdrücklicher Dank für dein Engagement!

Auch wenn nicht alles so wie geplant geklappt hat, werde ich die Woche in guter Erinnerung behalten und habe mich gut erholt. Ich hoffe Frosch wird noch weitere Boot & Bike Ziele ins Programm nehmen – ich bin immer wieder gerne mit dabei.

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30. September 2015

Insel Mljet, Kroatien 2015

Reisebericht von Andrea Humpe
FROSCH Reiseziel Sporthotel Odisej in Pomena, Kroatien 

Bislang hatte ich mich mit Kroatien noch gar nicht großartig beschäftigt, ich kannte immer nur unser kroatisches Stammlokal bei uns im Ort namens „Opatija“. Dann passierten zwei Sachen: Beim ALDI fiel mir ein Kroatien-Reiseführer in die Hände (ja, wirklich) und meine Heimatstadt hat dieses Jahr Kroatien-Jahr (das wechselt bei uns jährlich, immer gibt es ein anderes europäisches Jahresmotto). Alles klar, das konnte kein Zufall sein.

Da ich mit Frosch Sportreisen schon vier Mal gute Erfahrungen gemacht hatte, informierte ich mich auf der Seite und fand die Insel Mljet. Zunächst war ich etwas skeptisch wegen der „Betonbadeplatte“, aber mir wurde (übrigens vom Teamer des letzten Jahres) erzählt, das sei kein Problem und die Wasserqualität grandios. Also dann, gebucht, 2 Wochen dringend nötige Erholung.

06.09.2015
Endlich ging es los. Um 10 Uhr landete ich in Dubrovnik, wo ich von einem Frosch-Schild tragenden Menschen in Empfang genommen wurde. Dort lernte ich sofort ein paar der Mitreisenden kennen und verstand mich mit einer Frau auf Anhieb sehr gut. Zunächst ging es mit einem Kleinbus 1,5 Stunden nach Trstenik. Der Busfahrer war sehr gesprächig und erzählte uns eine Menge über Land und Leute. In Trstenik gingen die „Boot-Leute“ auf ihre Boat and Hike bzw. Boat and Bike Boote und der Rest bestieg die Orietta, die kleine Nussschale des Hotels Odisej, um zur Insel überzusetzen. Die Überfahrt geriet aufgrund hohen Wellengangs ziemlich wild, was leider nicht jeder vertrug…

Nach ca. einer Stunde erreichten wir dann aber endlich den kleinen Yachthafen in Pomena, wo wir von unseren Teamern begrüßt wurden. Über mein Zimmer war ich restlos begeistert, klein und sauber, Blick auf die Bucht, ein Traum.

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Schnell Sachen ausgepackt, dann ein bisschen den Ort erkundet oder sich an der (wirklich schönen) Badeplatte in die glasklaren Fluten gestürzt. An dem Abend wurde nicht mehr viel gemacht, es gab einen Welcome-Drink vom Hotel. Das Abendessen war sehr gut, viel Auswahl und für jeden etwas dabei. Als dann noch ein lustiger Kölner an unseren Tisch kam, war klar, das wird eine coole Woche! Irgendwann forderte dann aber das frühe Aufstehen seinen Tribut. Glücklicherweise bin ich sofort eingeschlafen, denn genau vor meinem Fenster lagen in jener Nacht die Partyboote, die ziemlich laut waren.

07.09.2015
Erstmal frühstücken. Auch hier war ich über die große Auswahl und den Kaffee (der war wirklich ok, obwohl viele gemeckert haben, ich habe schon sehr viel schlimmere Plörre vorgesetzt bekommen) positiv überrascht. Es gibt sogar vernünftiges dunkles Brot!

Um 10 Uhr startete die Frosch-Info auf der Terrasse mit anschließender Mountainbike-Einweisung und dann Aufbruch zur Schnupper-Wanderung respektive Schnupper-Radtour. Ich bin mit Teamerin Birgit gewandert, es ging zu den beiden Salzseen im Nationalpark, wo wir dann in der Konoba „Mali Raj“ (kleines Paradies) einkehrten und anschließend baden konnten.

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Abends gab es eine Welcome-Party für die neuen Gäste mit einem Quiz. Allerdings war es ziemlich windig, so dass es nicht sehr spät wurde.

08.09.2015
Heute ging die Wanderung auf den Montokuc, den zweitgrößten Berg der Insel mit traumhafter Aussicht. Dort oben trafen wir auch die Radfahrer, die den Berg von der anderen Seite her bezwungen hatten.

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Abends gab es die Möglichkeit, im Nachbarort einen Film über die Insel zu schauen. Eine absolut empfehlenswerte Veranstaltung, wir waren sehr beeindruckt von der schon fast verschwenderischen Flora und Fauna auf Mljet.

09.09.2015
Heute stand für uns Wanderer der „Spaziergang“ zur Odysseus-Grotte auf dem Programm. Für Leute mit kurzen Beinen ist der durchaus anstrengend. 😉 In die Grotte, in der Odysseus 7 Jahre mit der Nymphe Calypso verbracht haben soll, kann man reinschwimmen und sich vom herrlichen Farbenspiel verzaubern lassen. Danach ging die Wanderung weiter nach Babino Polje, wo wir auf einem Landgut von dessen reizendem Besitzer mit lokalen Spezialitäten wie Käse, Schinken und diversen Schnäpsen verwöhnt wurden.

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Wenn man abends noch nicht gut genug hatte, konnte man noch einen Abend-Spaziergang mitmachen, inklusive Sternenhimmel, sehr romantisch!

10.09.2015
Donnerstags haben die Teamer ihren freien Tag, also heißt es, sich selbst beschäftigen. Aber gar kein Problem, es gibt diverse Vorschläge: Ausflug nach Dubrovnik, Speedboot nach Korcula, Bootsfahrt zur Klosterinsel, Rollerfahren etc. etc. Wir entschieden uns mit sechs Personen die frühe Tour nach Dubrovnik zu machen. Um 5:15 ging es mit dem Hotelbus zur Fähre im Nachbarhafen. Gegen 8 Uhr waren wir in Dubrovnik, um sofort die alte Stadtmauer zu erstürmen bevor die Kreuzfahrtschiffe kommen und die Stadt voll wird. Es war zwar ein bisschen bedeckt, aber für so eine Stadtbesichtigung optimal.

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Danach waren wir noch gemütlich bummeln und shoppen und haben gegen 16 Uhr die Fähre zurück genommen, die direkt vor unserem Hotel hält. Ich muss sagen, ich war richtig froh, wieder zurück in unserem malerischen „Zuhause auf Zeit“ zu sein, denn der Unterschied zwischen der beschaulichen Insel und den Touristenmassen in Dubrovnik war dann doch krass.

11.09.2015
Heute stand mal ein Power-Relax-Tag an. Abends konnte man mit der Gruppe in einer der schönen Konobas im Hafen essen, was sehr lecker war und einen wunderschönen Sonnenuntergang bescherte.

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12.09.2015
Heute gab es eine Kanutour zur Klosterinsel Sv. Marija im Veliko Jezero (großer Salzsee). Da niemand mountainbiken wollte, wurden wir von beiden Teamern begleitet. Das Paddeln machte großen Spaß, wir waren immer zu zweit in einem Boot und auch die Ungeübteren (öhöm) wurden von unserem aufmerksamen Teamer Bileam sicher zum Ziel gelotst.

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Nach einem kleinen Spaziergang auf der Insel und der Suche nach und dem erfolgreichen Aufspüren von Hermann (wer das ist müsst Ihr selber rausfinden :-))ging es dann wieder zurück nach „Mali Most“ (kleine Brücke), der Stelle wo beide Salzseen ineinander übergehen.

Am Abend gab es eine Fotoshow der Woche, was für viele Lacher sorgte, dann hieß es leider schon Farewell für die Leute, deren Urlaub zu Ende war oder die noch auf die Hike- oder Bike-Boote gingen.

13.09.2015
Abschied der „alten“ und Ankunft der „neuen“ Frösche.

14.09.2015
Lustigerweise traf ich beim Frühstück eine alte Bekannte aus einem früheren Frosch-Urlaub. Zweite Woche also auch gerettet ;-).

Der Tag lief ähnlich ab wie in der Woche zuvor, Schnupperwandern um die neuen Leute ein bisschen kennen zu lernen, abends gab es wieder die Welcome-Party, diesmal haben wir ein heiteres Vokabel-Raten gespielt und es war durch den Jugowind richtig schön warm.

15.09.2015
Die heutige Wanderung ging nach Polace, ein sehr schönes kleines Hafenörtchen mit altem Römerpalast und Garfield war auch da ;-)!

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16.09.2015
In aller Ruhe haben wir nochmal die Klosterinsel auf eigene Faust per Boot erkundet.

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17.09.2015
Es war wieder Donnerstag und diesmal ging es mit dem Speedboot nach Korcula, auch klein Dubrovnik genannt. Dort ist es wunderschön.

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Das Speedbootfahren war eine echte Gaudi. Als wir auf dem Rückweg unseren Fahrer mit „Hello again“ begrüßten und während der Fahrt „Komm hol das Lasso raus“ anstimmten, ließ dieser es sich nicht nehmen, die Überfahrt noch etwas wilder zu gestalten. Leider dauerte der Spaß nur 45 Minuten, ich hätte noch ein paar extra Runden drehen können.

18.09. + 19.09.2015
Die beiden letzten Tage nochmal zum Relaxen und Baden genutzt.

20.09.2015
Leider hieß es heute Abschied nehmen. Der Himmel bescherte zunächst einen schönen Sonnenaufgang, weinte dann aber zum Abschied noch kräftig, was man gut verstehen kann 😉

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Mein Fazit:
Mljet ist eine wunderbare Destination zum Erholen und Natur pur genießen. Wer auf Party aus ist, ist hier nicht richtig. Die Strandbar schloss an den meisten Abenden schon um 22 Uhr, so dass man wenn man noch ein bisschen feiern wollte, sein eigenes Bierchen mitbringen musste. Trotzdem haben wir sehr viel Spaß gehabt.

Das Hotel Odisej ist sicherlich schon ein bisschen in die Jahre gekommen, hat aber Charme und Vieles wird durch die Freundlichkeit der Mitarbeiter und den ausgesprochen guten Service wettgemacht. Wie schon erwähnt, fand ich die Verpflegung reichhaltig und gut. Etwas nervig waren die langen Schlangen am abendlichen Büffet. Dass man oft nachwürzen musste, fand ich nicht tragisch. Es gibt immer wieder Gäste, die sich über alles beschweren, aber in südlichen Ländern läuft halt einiges anders.

Zu den Fahrradtouren kann ich leider gar nichts sagen. Den glücklichen Gesichtern unserer „Biker-Kollegen“ nach zu urteilen, scheinen diese aber auch grandios gewesen zu sein.

Ein bisschen schade war die Größe der Gruppe (41 Personen) in der zweiten Woche. In der ersten waren es 28, so dass man jeden kannte, dies war in der zweiten Woche nicht mehr möglich. Mit 26 Leuten durch die Landschaft zu traben, hat nicht den gleichen Erlebniswert wie mit 9 oder 11 Leuten. Unsere Teamer haben sich bravourös bemüht, es allen recht zu machen, z.B. musste in der zweiten Woche die Grotten-Tour zweimal angeboten werden, weil so viele mit wollten und dadurch fiel eine andere Tour weg. Vielen Dank an Birgit und Bileam für die super Organisation und die schönen Erlebnisse. Ihr habt uns einen wirklich tollen Urlaub auf einer einzigartigen Perle der Natur bereitet! Weiter so!

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Viele liebe Grüße,

Andrea