9. September 2009

Berge und Mehr – ChampĂ©ry, Schweiz (01.08.-08.08.2009)

Reisebericht von Roland Müller (rolmue_73 at gmx.de)
FROSCH Reiseziel Sportclub Onu, ChampĂ©ry – Schweiz

Nach einer sehr schönen Skiwoche im Sportclub ONU im Winter wollte ich unbedingt wissen wie es in den  Portes du Soleil wohl im Sommer ausschauen würde. Also Mountainbike geschnappt und nichts wie hin.
Da im Sommer keine organisierte Anfahrt angeboten wird bleibt die Anreise mit dem Zug oder dem Auto. Ich habe mich mit einem Freund zusammen für das Auto entschieden – im Gegensatz zum Winter kann man bis zum Sportclub hinauf fahren. Die Straße windet sich langsam immer höher und hat ein wenig Abenteuercharakter – ist halt nicht die gewohnte Autoumgebung aber durchaus fahrbar…

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Das Châlet Onu, welches auf etwa 1800 m relativ einsam oben auf der Alm liegt, bietet einen wunderschönen Blick auf die schweizer- und die französischen Alpen. Der Sportclub ist zweckmäßig renoviert und eingerichtet und bietet eigentlich alles was der Erholungssuchende braucht. Vor allem die kleine Sauna mit Panoramaaufenthaltsraum lockt auch bei strahlendem Sonnenschein.
Nur wer unbedingt Party sucht ist hier oben auf dem Berg fehl am Platz.
Dafür bietet die Umgebung genügend Gelegenheit zu sportlichen Aktivitäten.

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Frosch bietet täglich eine geführte ausgiebige Wanderung und eine anspruchsvolle Mountainbiketour. In beiden Fällen wird man auf seine Kosten kommen und abends wissen was man getan hat. Es steht natürlich jedem frei auch auf eigene Faust die Gegend zu erkunden. Durch den neuen Multipass ist dies vor allem für Wanderer interessant, da für ein geringes Entgelt alle Lifte (sowohl die in der Schweiz als auch die in Frankreich) genutzt werden können. Mountainbiker müssen jede Fahrt einzeln zahlen, dies ist mit 4,50 EUR bzw. 6 SF aber auch erschwinglich und nicht mit den Skipasspreisen im Winter vergleichbar. Damit erhöht sich der Aktionsradius erheblich bzw. ermöglicht auch mal einen erholsamen Lift-Tag :o)

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Außerdem ist Portes du Soleil ein Mekka für Downhill-Fahrer, da hier insgesamt 27 Lifte im Sommer in Betrieb sind und wer sich die speziellen Fahrräder mal genauer angeschaut hat wird sofort zustimmen, dass man damit nur ungern bergauf fahren möchte. Für diese Sportart sind eigene Downhill-Strecken ausgeschildert die man mit einem normalen Mountainbike besser meidet. Leider bietet Frosch hier kein Schnupper-Biken an – vermutlich wegen der erhöhten Verletzungsgefahr…
Aber auch als „normaler“ Mountainbiker kommt man auf seine Kosten, obwohl man auch schon mal seltsam angeschaut wird, wenn man den Berg in der anderen Richtung bezwingt.

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Die Einführungswanderung über vier Stunden habe ich schon als recht anspruchsvoll empfunden und bin den Rest der Woche lieber mit dem Mountainbike unterwegs gewesen. Ich hatte zwar mein eigenes Bike dabei aber die Räder vor Ort sind auch voll in Ordnung. Wer bei den Geländebedingungen gerne in den Komfort einer Vollfederung kommen möchte muss eben ein wenig drauflegen und sich ein Festbike mieten.
Die Strecken waren durchweg anspruchsvoll und haben sich von Tag zu Tag gesteigert. Obwohl ich zu Hause schon ein wenig Mountainbike fahre sind die Alpen doch eine ganz andere Kategorie… Dafür wird man mit Erfolgserlebnissen belohnt, wenn man schwierigere Passagen gemeistert hat; zu knifflige Stücke lassen sich zur Not auch mal schiebend bezwingen. Schließlich entschädigen die grandiose Aussicht und die langen Abfahrten für vieles und wenn man genug hat, kann man am Abend mit der Gondel zurück auf den Berg gelangen.

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Am Donnerstag wurde statt des gewohnten Programms eine Einführung ins Klettern gegeben, die von allen, die mit dabei waren nur positiv bewertet wurde. Ich habe den Tag in kleiner Gruppe mit einer Wanderung nach Frankreich verbracht.

Das Frühstück und Abendessen war wieder sehr gut und einen Abend haben wir kurzerhand nach draußen verlagert und bei schönem Wetter gegrillt. Außerdem gab es wie im Winter die Möglichkeit sich „Pistenbrote“ für die Tagesausflüge zu machen. Nachmittägliche Waffeln oder Kuchen haben das ganze nett ergänzt.

Das Frosch-übliche Rahmenprogramm durfte natürlich auch nicht fehlen: Kicker- und Bouleturnier, Nachtwanderung, Farewell-Party. etc.

Ich habe in dieser viel zu kurzen Woche meine Grenzen im Mountainbiken ausloten können und habe mich nebenbei gut erholt und täglich in der Sauna entspannt.
Wieder einmal ein gelungener Urlaub mit Frosch!

3 Gedanken zu „Berge und Mehr – ChampĂ©ry, Schweiz (01.08.-08.08.2009)

  1. Silke

    Ich bin beeindruckt, wie grün Champery Ende März-Anfang April ist :-)! (Siehe Daten in der Überschrift!)

    Silke

  2. Timo

    Hallo Silke,
    vielen Dank für den Hinweis, wir haben es korrigiert!

    Jetzt passt es wieder: Weisser Winter – grüner Sommer!

    Beste Grüße aus dem Büro,

    Timo

  3. Martin

    Jo schöner Bericht, habe hier 2007 zwei Wochen Downhill betrieben, dabei war das Onu ideale Basis. Dass sich Frosch mit Freeride/Downhillern schwer tut liegt zum einen am Konzept (alle Angebote einsteiger freundlich) und an den Guides … preislich wird Frosch auch immer teurer und ist somit für Biker-Gruppen uninteressant, wenn man mal allein ne Woche in den Bikepark will ist es aber OK. Was das Verletzungsrisiko betrifft, beim Skifahren passieren mehr Unfälle… aber egal!

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