11. September 2009

Cefalu – Sizilien (13.06. – 27.06.2009)

Reisebericht von Svenja
FROSCH Reiseziel Hotel Kalura in Cefalu – Sizilien

Der jährliche Mädelsurlaub war wieder dran. Unterschiedliche Interessen, unterschiedlich lange Urlaube und unterschiedliche Wohnorte in Deutschland. Was tun? Wieder mit Frosch weg. Wohin? In die Sonne.
Und schon ging es los in den Norden Siziliens nach Cefalu.

Und schon die erste Frage: Warum landen wir im Südosten der Insel (Catania) und nicht im Norden (Palermo) und müssen 3 Stunden in einem nicht-klimatisierten Bus bei 40 Grad (im Bus waren es sicher 50) durch Sizilien kurven?
Na ja, da wir noch genug schwitzen werden, kommt es auf die paar Tropfen auch nicht an.

Angekommen im Hotel Kalura wurden wir von Birgit und Marco begrüßt und untergebracht. Drei von uns in der Divers Lodge und eine im Hotel.

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Insgesamt waren wir in der ersten Woche ca. 35 und in der zweiten Woche ca. 20 Frösche. Das Durchschnittsalter lag bei ca. 40 Jahren und es waren erstaunlich wenig Alleinreisende dabei.

Die Divers Lodge ist direkt neben dem Hotel (ich hatte eher eine kleine Wanderung erwartet). Die Zimmer und die sanitären Anlagen sind ganz einfach, aber zum Schlafen ausreichend. Eines unserer Zimmer hatte eine ca. 4 m hohe Decke, sodass ans Mückenjagen nicht zu denken war (Mückenspray dringend empfohlen). In meinem Zimmer fiel ca. 2x/Tag der Strom nach Betätigen eines Lichtschalters durch einen Kurzschluss aus, sodass ich den Weg zur Rezeption des Hotels bald im Schlaf kannte und die Hotelangestellten jedes Mal die Sicherungen wieder reindrehen mussten. Unter die tropfende Klimaanlage an der Ausgangstür haben wir ein Badezimmerhandtuch zur Sturzvermeidung auf den Boden gelegt.

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Das Zimmer im Hotel war auch zum Schlafen geeignet, wenn man Mückenspray hatte und sich wegen der nächtlichen Müllabfuhraktionen Stöpsel in die Ohren steckte.
Nach 3 Nächten hatte Marion gelernt -wegen eines sich mitten im Zimmer unter Kopfhöhe befindlichen Sturzes-, den Kopf an der richtigen Stelle einzuziehen und kam die restlichen Tage ohne Beulen zum Frühstück. Wegen der Verletzungsgefahr und zum Teil sehr dunklen Räumen durften andere Frösche nach Beschwerde ihre „Butzen“ tauschen.
Wirklich herrlich an der Hotelanlage ist der große Pool, an dem wir uns nach den Aktivitäten trafen und unseren Urlaub in der Sonne genießen konnten.

Am Meer waren wir vier nur selten, obwohl die steile Treppe eigentlich gut zu bewältigen ist (ich hatte mit 200 statt mit ca. 60 Stufen gerechnet).
Aber die Liegestühle sind unbequem und Badeschuhe würden den Weg ins Meer vereinfachen. In der zweiten Woche war wegen schlechten Wetters die Betonplattform komplett überschwemmt, sodass keiner mehr runter ging.

Toll ist die große Terrasse des Hotels, auf der bei gutem Wetter Frühstück und Abendessen eingenommen werden. Wirklich ein Traum!!
Das Abendessen dauert lange. Zwischen den einzelnen Gängen (deren gab es 4) war immer genug Zeit, wieder Hunger zu bekommen. Als ich dann kapiert hatte, dass ich die Hauptspeise eigentlich nie mochte und mich einfach an den beiden Pastagerichten vorher satt gegessen habe, gab es für mich bezüglich des Essens kein Problem mehr. Das mit der Hauptspeise ist allerdings relativ, Geschmäcker sind halt verschieden.

Das Örtchen Cefalu ist vom Hotel ca. 20 Minuten Fußweg über Asphalt entfernt. Der Weg kann heiß werden, aber das Örtchen ist nett mit einer Kathedrale, vielen kleinen Gassen und einer super leckeren Eisdiele. An den abendessenfreien Tagen waren wir dort Pizzaessen und später in einer Cocktailbar, um den letzten Abend der Woche gemütlich ausklingen zu lassen.

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Und jetzt zum Wichtigsten an Froschurlauben: den Aktivitäten.
Dank Birgit und Marco war täglich für jeden etwas dabei. Die Touren wurden dem Wetter und der Gruppenstärke angepasst und auch mit wenig Teilnehmern durchgeführt (in der zweiten Woche waren wir oft nur drei Teilnehmer bei den Biketouren).

Erholung heißt für mich, auf dem Rad die Berge hochzustrampeln, schwitzend mein Ziel zu erreichen und abends tot ins Bett zu fallen.

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Von diesen Touren gibt es auf Sizilien genug. Flach ist eigentlich nur die Einsteigertour in die eine Richtung der Küste (landschaftlich meiner Meinung nach eher langweilig) und die Kunsthoteltour an der Küste entlang Richtung Osten (ca. 45 km, vielleicht 200 hm, gut zu schaffen und empfehlenswert).

Aber sonst geht es auf den von Marco super gepflegten Rädern immer ab in die Berge. Meist auf Asphalt hoch und Off-Road runter. Und wo ich am Berg meist vorne mitfuhr, war ich auf den Off-Road-Strecken immer die Letzte. Aber das ist wie bisher in allen Froschurlauben völlig egal. Da wird immer gewartet, gibt es Techniktipps und aufmunternde Worte eines gar nicht schwitzenden Marcos.

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Wanderungen habe ich auch einige mitgemacht:
Was mich störte war, dass man immer erst 20 Minuten zum öffentlichen Bus laufen musste und bezüglich der Abfahrzeiten (v.a. bei der Rückfahrt) total abhängig war. So wurden die Wanderungen gezwungenermaßen meist in der Mittagshitze durchgeführt. Vorteil ist natürlich der geringere Preis als bei eigenen Froschbussen und ich muss sagen, Birgit hat das immer hervorragend gemanagt. Die Wanderungen sind bis auf die Macabubbo-Wanderung gut zu schaffen und für jeden geeignet. Belohnt für so manchen Anstieg wird man immer mit herrlichen Ausblicken und einem leckeren Eis.

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Palermo kann man auch allein erkunden. Wir sind zu viert mit dem Zug (10 Euro für Hin- und Rückfahrt) hingefahren und haben mittels Reiseführer eine eigene Stadtbesichtigung gemacht.

Ich fand Palermo hektisch, laut und baufällig und würde dort nicht nochmals hin.
Mein Tipp: Macht lieber die Biketour in Palermo mit (da braucht ihr nicht bei 40 Grad Hitze die Strecken zu laufen) oder nehmt einen offenen Stadtrundfahrtbus. Erkundigt euch vorher am Schalter nach der Abfahrtzeit des Zuges zurück, die Pläne stimmen nicht und fahrt nicht mit einem Mietauto nach Palermo.

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Externe Ausflüge habe ich gar nicht mitgemacht, für mich war es ein reiner Sporturlaub ohne Kultur. Am Abend kamen die Ausflügler aber immer begeistert zurück. Ätna, Stromboli, Agrigento….muss alles toll gewesen sein und ist für mich sicher nochmals eine Kulturreise nach Sizilien wert.

Mein Fazit: Einfache Unterkunft mit tollem Pool. Angenehme Gruppengröße (bei uns 20-35) mit netten Fröschen (Altersdurchschnitt ca. 40 Jahre). Engagierte Guides mit tollen (eher anstrengenden) Biketouren und vielen Wanderungen (gut zu schaffen). Für Partysuchende ist Cefalu sicher nicht geeignet.

Und zu meinen Mädels: Gerne im nächsten Jahr wieder (ich hoffe dann wieder zu sechst)!!

Viel Spaß in Cefalu,
Svenja

2 Gedanken zu „Cefalu – Sizilien (13.06. – 27.06.2009)

  1. Michael

    Also den Ätna-Ausflug hättest du mitmachen müssen, atemberaubend. Im Vergleich dazu ist der Vesuv nur ein Loch im Boden. Das mit dem Balken im Zimmer ist schon der Schuß, vor allem wenn du über 1.90 bist. Ich würde allen Cefalu-Reisenden ende September, Anfang Oktober empfehlen, da ist das Wetter mit 25 Grad absolut perfekt und es kühlt nachts auch net so ab.
    Gruß aus Stuttgart, Michael.

  2. Thomas

    Hallo,
    also der Stromboli Ausflug war ebenfalls super. Kann ich nur empfehlen. Wanderung die Abends beginnt und in die Nacht hinein. Mit Stirnlampen die Feuerfontänen sehen. Diese waren nicht gerade klein.
    Die Wanderung auf den Drachenberg(oder fels?) kann ich auch nur empfehlen. Super Aussicht und nicht so schwer wie gesagt. Für jedermann zu schaffen, der sich halbwegs gut bewegen kann.
    Grüße aus Solingen, Thomas

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