24. Januar 2012

Crans Montana Carlton 6. – 15. Januar 2012

Reisebericht von Katrin Beckmann (katrin.beckmann68 at gmx.de)
FROSCH Reiseziel Frosch Sportclub Carlton in Crans Montana, Schweiz

Seit 1999 fahre ich mindestens einmal im Jahr, eher aber zweimal mit Frosch in den Urlaub. Bisher war es jedes Mal ein voller Erfolg, aber diese Woche im Januar ist kaum noch zu toppen! Mein Mann hatte Mitleid mit mir, da er in dieser Saison bereits zwei Mal im Schnee war. Also setzte er sich vor den Rechner und buchte mir Schwuppdiwupp die Singlereise ins Carlton. Sicherheitshalber habe ich dann noch bei Frosch angerufen, ob es wohl Ärger gibt, wenn ich als glücklich Verheiratete an dieser Reise teilnähme. „Kein Problem“ war die Antwort, die Reise ist ausgeschrieben für Singles und – was ich in diesem Falle war – Alleinreisende. Dann gab es auch noch 15 % auf diese Woche und gebucht war das Einzelzimmer mit Etagenbad.

Bisher bin ich immer gerne mit dem Schlafbus gefahren. In diesem Falle wurde kein Schlafbus, sondern Relaxliegen angeboten. Sehr gespannt erwartete ich den Bus und wurde positiv überrascht. Noch nie gab es solch einen modernen und gepflegten Bus! Die Beinfreiheit der Relaxliegen ist phänomenal. Man kann die Rückenlehne sehr weit zurückstellen, allerdings nicht ganz in die Waagerechte. Dadurch tut einem nach einiger Zeit der Hintern ein bisschen weh, weil das Gewicht des Oberkörpers auf dem Selben lastet.  Die ausklappbaren Halter, die die Unterschenkel unterstützen, waren für meine Durchschnittsgröße von 1,65 m ausreichend. Größeren Menschen rate ich das ganze mit dem Rucksack oder ähnlichem zu verlängern, bzw. zu unterstützen. Nach wie vor bleiben die Schlafbusse mein Favorit, aber aufgrund der Gesetzeslage (Anschnallpflicht während der Fahrt in Reisebussen) werden wir wohl damit rechnen müssen, dass die Schlafbusse nach und nach verschwinden und dann sind die Relaxliegen eine annehmbare Alternative.

Nach einer – für mich – sehr angenehmen Fahrt kamen wir pünktlich in Crans Montana an. Wir wurden freundlich von Jan im Bus begrüßt und dann ging es sofort ab in die Bar! Nein, nicht zum trinken! Zum Umziehen um dann zackig auf die Piste zu kommen. In der Zwischenzeit besorgte uns das Team die Skipässe. Egal ob man vorher die Pässe bucht, oder ob man etwas anderes gebucht hat. Das Team ist flexibel genug um noch einmal zu frage, was man aktuell eigentlich möchte. Acht Tage Pass oder Sieben Tage Pass, Versicherung oder nicht, die große Versicherung, oder die Kleine, ganz egal, Jan und sein Team besorgen den gewünschten Pass und sobald man umgezogen ist kann es los gehen!

Das ist auch nicht weiter schwierig. Nur die Treppe am Haus hoch, dann ein paar Meter auf den Skiern gerutscht und schon ist man an der Liftstation. So muss Skiurlaub sein! Kein Skibus, kein langes Geschleppe der Skier etc.

Am ersten Tag machten wir dann aber doch lange Gesichter…Nebel, lange Schlangen an den Liften, nur wenige Liftanlagen und Pisten geöffnet…aber im Nachhinein wissen wir ja: es war die tollste Woche!

Ab Sonntag wurden die Lifte und Pisten schlagartig leerer, das Wetter nur wenig besser. Aaaaaber ab Montag, das reinste Paradies! Traumwetter, aber keiner da! Es scheint die beste Woche zu sein. Die Leute haben Weihnachten und Silvester im Skiurlaub verbracht und müssen wieder arbeiten, die Kinder wieder zur Schule.
Manchmal saßen wir im Lift und konnten unten auf den Pisten kaum jemanden sehen. Und wenn man mal jemanden gesehen, dann war es meistens jemand aus dem Haus Carlton.

Im Haus selber habe ich mich sehr wohl gefühlt. Obwohl ich die günstigste Kategorie mit Etagenbad gebucht hatte, konnte ich mich sehr gut entspannen. Ich liebe diese alten Räume mit den antiken Waschbecken. Bei zwei Wasserhähnen, man muss sich dann überlegen, ob man den Mund nach dem Zähneputzen kalt oder heiß ausspülen möchte. Oder man mischt die optimale Temperatur im bereitgestellten Zahnputzbecher.

Die Sauna, ein Traum! Von dem wundervollen Blick aus der Sauna des Carlton wurde ja bereits zur Genüge berichtet.
Da wir in der Woche nur etwa dreißig Leute waren, herrschte abends die perfekte Atmosphäre im Saunabereich. Es wurde geblödelt und erzählt, aber man hatte auch genug Zeit und Ruhe um die Augen zu schließen und zu entspannen. Auch erwischte man meistens eine der bequemen Liegen, da wir ja nicht so viele Leute waren.

Das Abendessen war gut und reichlich. Wie von Frosch gewohnt gab es immer Suppe, Salat, Hauptgang und Dessert. Ein Hüttenabend, bei dem auswärts gegessen wird, findet nicht statt im Carlton. Dafür gibt es einen Racletteabend, was ich für eine sehr schöne Alternative zum Hüttenabend halte. Ganz ehrlich! Nach so einem intensiven Tag auf den Skiern steht mir meist nicht mehr so der Sinn danach, das gemütliche Haus zu verlassen um in eine, meist sehr enge und warme Hütte zu gehen. Die Fackelwanderung inklusive Schnaps, im Anschluss ans Raclette, wurde dann aber doch noch gerne angenommen.
Nach den Abendessen sind wir dann  immer in der Bar verschwunden, wo meistens ein Event und oder eine Party stattfand.
Zum Beispiel das übliche, aber immer wieder gerne angenommene KICKERTURNIER! Ich erwähne nicht ganz ohne Schadenfreude, dass ich – obwohl mit Schalketrikot bekleidet – und mit Skilehrer Gerald an meiner Seite Turniersiegerin geworden bin. Höhö, und das, obwohl mich das Froschteam, wegen meines Trikots noch vor Turnierbeginn disqualifizieren wollte…nicht das ich Schalkefan wäre, aber mir war (schon beim Kofferpacken in Deutschland) zu Ohren gekommen, dass man damit die Organisatoren des Turniers…tja, wie soll ich sagen?…irritieren kann. Zum Glück hat mein Sohn noch ein ausgewaschenes Auswärtstrikot des Vereins.

Im Laufe der Woche habe ich dann noch den Geländekurs belegt. Grundsätzlich war ich von Kompetenz und insbesondere vom pädagogischen Geschick des Skilehrers Markus sehr angetan. Leider war die Gruppe – wie viele waren wir? Elf oder zwölf? – etwas groß geraten. Wir hatten zwar noch „Lumpensammler“ Gerald dabei, der die gestürzten Schüler nebst Ski aus dem Schnee fischen sollte, aber die Gruppe war vom Können her sehr inhomogen, vielleicht hätte man uns besser in zwei Gruppen geteilt, zumal ja zwei Skilehrer da waren. Aber, und das waren nicht die Schuld des Team, war der Tiefschnee, den man ja nun mal zum Tiefschneefahren benötigt, etwas suboptimal, will heissen, sehr verharscht an der Oberfläche.

Zu guter Letzt würde ich gerne noch etwas über den schönen Ort Crans Montana sagen. Geht aber nicht! Ich war in dieser Woche, dank dem hervorragend motivierten Froschteam und deren Rahmenprogramm, der super Gästegruppe die ich kennenlernen durfte, der Pistenverhältnisse und des Wetters so im „Stress“, dass ich es nicht geschafft habe das Haus, nach dem Skitag noch zu verlassen. Und das, obwohl der Ort wirklich direkt an das Haus grenzt! Aber wer braucht schon einen mondänen Ort, wenn er sich im Carlton wohlfühlen kann!

Ich komme wieder! Bin schon ganz neugierig auf die Mountainbiketouren, die in der Sommersaison angeboten werden, und zum Skifahren komme ich ganz gewiss auch wieder!

Vielen Dank und bis bald!

3 Gedanken zu „Crans Montana Carlton 6. – 15. Januar 2012

  1. Kai

    Hallo Katrin,

    ein sehr netter Bericht, leider bin ich nicht so der Wintersportler.

    Crans im Sommer kann ich nur empfehlen, da kannst Du Dich richtig austoben – und solltest Dein Zauberrad mitnehmen!

    Viele Grüße,

    Kai

  2. Reiner

    Hallo Katrin,

    das hört sich ja sehr gut an. Petra und ich sind ab dem 24.02.12 in Crans.
    Ich hoffe wir haben auch soviel Glück.

    Viele Grüße

    Reiner

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