20. April 2006

Crans Montana im August 2005

Zum Frosch Reiseziel Sportclub Carlton in Crans Montana

von André Berkenfeld

Eigentlich sollte im Sommer 2005 ein größerer bzw. längerer Urlaub für mindestens 4 Wochen anstehen, doch ein Freund sprang ab und alleine wollte ich eine so lange Reise dann auch nicht machen. Da ich jedoch schon zweimal alleine unterwegs war und zudem im Jahr 2000 bereits mit Frosch auf Korsika gewesen bin, schaute ich mal wieder auf der netten Webseite nach. Sofort stach mir die Golfwoche in Crans Montana ins Auge, welche glücklicherweise im Sommer 2005 zum ersten Mal angeboten wurde. So stand die Entscheidung fest: Eine Woche im Frosch-Hotel Carlton in Crans Montana inklusive einer Golfwoche.

Zufällig erfuhr ich, dass eine Arbeitskollegin von mir schon des Öfteren Teamerin bei Frosch war. Sie erzählte mir – aus erster Hand – nur positives über das Hotel, die Freizeitmöglichkeiten und besonders über das gute Essen.

Crans Montana

Die Anreise organisierte ich in Eigenregie, so dass ich Freitagabends vom HBF in Münster losfuhr und vormittags in Sierre in der Schweiz ankam. Ich wählte die Transportvariante mit der Zahnradbahn, welche direkt aus Sierre abfuhr. Es ging 1000 Meter extrem steil nach Crans hoch und ich bekam sofort einen traumhaften Ausblick auf das Terrain, welches ich nun die bevorstehende Woche erkunden durfte. Schon in dieser Zanhradbahn traf ich auf eine weitere Frosch-Urlauberin, so dass ich nicht alleine im Carlton Hotel ankam. Uns liefen direkt einige Abreisende in die Arme, welche uns freundlich begrüßten, uns beneideten auf Grund der bevorstehenden Woche und uns mit informativen „Insider-Tipps“ versorgten. Daraufhin durften wir schon vorzeitig die Zimmer beziehen. Ich hatte ein Doppelzimmer gebucht und kam mit einem waschechten Kölner auf das Zimmer, welcher schon eine Woche im Carlton verbracht hatte. Er informierte mich über zahlreiche Touren und Angebote, die ich auf keinen Fall verpassen durfte und ich merkte schnell, dass eine Woche hierzu nicht ausreichen würde. Also suchte ich mir die für mich besten Häppchen heraus.

Im großzügigen Aufenthaltsraum kam ich sofort mit anderen Neuankömmlingen ins Gespräch, während wir schon hungrig auf das als „vorzüglich“ angepriesene Abendessen warteten.Ich durfte bei den „alten Hasen“ mit am Tisch sitzen, welche schon eine Woche im Carlton verbringen durften. Und wirklich wahr, das Essen sollte mich nicht enttäuschen. Ganz im Gegenteil: so gut habe ich noch in keinem Urlaub gegessen; eigentlich müsste ich das Wort speisen benutzen. Denn bei Kürbiskernsuppe als Vorspeise, schweizerischem Raclette-Abend, und Eisdessertbombe läuft mir jetzt noch das Wasser im Mund zusammen!!!

Das Hotel ist im Stil der 30er Jahre gehalten und bietet mit der traumhaften Sicht von der kostenlos zu benutzenden Sauna und dem Partyraum im Untergeschoss zwei absolute Highlights. So haben wir z.B. im August eine Weihnachtsparty im Partyraum gefeiert, inklusive Kickerturnier. Jeder musste sich weihnachtlich verkleiden und mein Kölner Zimmergenosse und ich malten uns mit Creme eine weißen Schnurrbart und traten mit zu Säcken verknüpften Handtüchern als Nikolaus-Paar auf. Leider schieden wir übermotiviert und mangels Trainings gnadenlos in der ersten Runde aus. Aber der Party war der Bringer, denn das Carlton war mit ca. 80 Gästen sehr gut gefüllt und der Altersdurchschnitt lag bei geschätzten 33 Jahren.

Auf der ersten Wander- bzw. Mountainbike-Etappe zum Kennenlernen hat es leider kräftig geregnet, aber trotzdem waren alle sehr gut gelaunt und man konnte wirklich zwanghaft mit jedem ins Gespräch kommen. Man merkt schon, dass man sich auf einer Höhe von 1500 Metern bewegt und die Luft knapper wird, aber man akklimatisiert sich eigentlich recht schnell. So merkt man beispielsweise bei der MTB-Tour durchs wunderschöne Rhone-Tal nicht, dass man locker etwa 100 Kilometer zurück legt. Wer Lust und noch Kraft hat, kann dann am Ende der Tour die etwa 1000 Höhenmeter zum Carlton auf Zeit fahren, ich bin mit der Zahnradbahn gefahren.

Crans Montana

Mit Spannung fuhren wir dann in einer kleinen Gruppe mit Schlägern ausgestattet zum mondänen und elitären Golfclub von Crans, wo uns der französische Golflehrer Bernard erwartete. Ein unglaublich lustiger und lebensfroher Zeitgenosse mit sehr vielen Golf-Anekdoten auf Lager. Er kannte sogar die „Tante Jutta aus Kalkutta“, an welche er durch eine Teilnehmerin erinnert wurde… Von Bernard lernt man eine Menge Technik, so dass wir nach der Driving Range, dem Pitching- und dem Putting-Grün zum Abschluss des Kurses auf der öffentlichen 9-Loch-Golfanlage spielen durften. Allerdings vermisse ich die traumhafte Aussicht auf die Wallis-Berge in Deutschland, denn ich habe mich vor einiger Zeit bei einem Golfclub in Deutschland zum Probegolfen angemeldet und arbeite nun – inspiriert durch Crans Montana – auf meine Platzreife hin.

Crans Montana

Aber neben dem Golfunterricht hatte ich noch genügend Zeit für eine grandiose MTB-Tour und eine Wanderung zum bekannten Ort Leukerbad. Die zahlreichen Unterhaltungen mit den verschiedensten Frosch-Teilnehmern möchte ich nicht missen An einer Kletterwand an einem Parkhaus erhielten wir eine Einführung in die Materie des Kletterns, welche wir einen Tag später an einem Naturfelsen ausprobieren durften. Wer einmal eine Felswand 8 Meter hoch geklettert ist, kommt von diesem Sport so schnell nicht wieder los!

Crans Montana

Der „Herbergsvater“ AndrĂ© und sein Frosch-Team sind allesamt lustige und einfallsreiche Gastgeber, welche zusammen mit dem grandiosen Alpen-Panorama einen für mich unvergesslichen Sommerurlaub ermöglicht haben, zumal ich in Crans meine jetzige Freundin kennen gelernt habe.
Crans ist immer eine Reise wert!

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