3. Dezember 2013

Der Gardasee – ein Traum für Mountainbiker

Reisebericht von Andrea F. (froehlicha at hotmail.com)
FROSCH Reiseziel Sporthotel Ambassador in Riva del Garda, Italien

Wir hatten uns als Reiseziel im Sommer für den Gardasee entschieden; er gilt als das europäische Mekka für Mountainbiker. Und wir wurden nicht enttäuscht!
Das Hotel Ambassador ist kein eigenes Froschhotel und liegt ca. 200 m vom See entfernt ruhig im Landesinneren. Die Zimmer sind ausreichend geräumig und haben einen Balkon.

Im Hotel bekamen wir jeden Morgen ein umfangreiches Frühstücksbuffet mit Eiern, vielen Müslisorten, frischem Obst, Brot, Brötchen, Wurst, Käse und natürlich den typisch italienischen Kuchen/Keksen angeboten.
Das Abendessen gab es nur 2x in der Woche im Hotel – einmal als Pasta- und einmal als Grillabend. Beides war ok, kommt aber an den gewohnten Anspruch der eigenen Froschhäuser nicht heran. An 3 Abenden fuhr uns ein Shuttle in ein anderes Hotel, wo es Vor-, Haupt- und Nachspeise sowie ein Beilagenbuffet gab; ausgewählt wurde immer aus jeweils 4 verschiedenen Alternativen – auch Vegetarier wurden satt. An den verbleibenden 2 Abenden haben wir die örtlichen Restaurants kennengelernt – und das hat sich gelohnt, die italienische Küche ist einfach lecker.

Das Hotel hat eine Tiefgarage mit kostenlosen Stellplätzen für PKW sowie abgeschlossene Räume für mitgebrachte Räder. Frosch hatte ca. 12 Mountainbikes, die kostenlos genutzt werden konnten. Im Garten befindet sich ein Swimmingpool und ein Whirlpool sowie Liegestühle, Sitzecke und Tische mit Stühlen, so dass man auch draußen frühstücken konnte.

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Der nördliche Teil des Gardasees bietet für alle Sportler etwas – Riva gilt als Mountainbike-Revier, Arco für Kletterer und Torbole ist das Wassersportrevier.
Von Riva aus starteten auch alle Touren – für die Wanderer ebenso wie für die Mountainbiker.

Nach dem Anreisetag am Samstag fanden Sonntag die ersten Schnuppertouren statt – frühen Nachmittag für die Wanderer auf den Hausberg (Monte Brione) und anschließend (nach der Bike-Einweisung im Keller) auch die Radtour. Zeitlich war es möglich, an beidem teilzunehmen. Im Laufe der Woche steigerte sich der Anspruch der Mountainbike- und Wander-Touren. Am Abend zuvor wurde die Tour für den nächsten Tag mit Zeitumfang und Höhenmeter vorgestellt. Selbstverständlich ist die Teilnahme freiwillig – jeder kann auch eigene Touren fahren oder einfach „nur zum Gardasee gehen“ oder die Umgebung auf eigene Faust erkunden.

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Refugio auf dem Tremalzo

Da wir nach der Schnupperwanderung nur Mountainbike gefahren sind, kann ich zu den Wanderungen nichts mehr sagen und berichte deshalb jetzt über die Mountainbike-Touren: Montags erkundeten wir zur Einführung das Sarcatal, am Dienstag fuhren wir über die sog. Ponale zum Lago di Ledro, die Strecke führt am Berg entlang hinauf über einen zum größten Teil nur für Radfahrer und Wanderer freigegebenen Weg – mit herrlichem Blick auf den Gardasee.
Mittwoch war der freie Tag für die Teamer, so dass wir unseren Tag selbst planten. Wir hatten uns für einen Schnupperkurs Catamaran-Segeln in Torbole entschieden. Der Kurs ist mit Lehrer und geht über 2 Stunden, bei dem aktives Mitmachen auf dem Catamaran möglich ist – macht riesig Spaß und ist empfehlenswert.

Tags darauf fuhren wir die sog. „Best of trails“-Tour Richtung Lago di Cavedine – mit super Strecken und Trails für jeden Geschmack und Können.
Freitags hatten wir uns die Königsetappe „Tremalzo“ vorgenommen und sind insgesamt 2.000 Höhenmeter gefahren. Hier ist es sinnvoll, möglichst früh und bei guten Wetter (bzw. keinem Nebel) die Tour zu fahren. Der Weg führt über die Ponale zum Lago die Ledro, dann sind es nochmal ca. 1.300 Höhenmeter, die sich über Asphalt in vielen vielen Kurven nach oben ziehen. Am Gipfel sind zwei Refugios, wo man sich die schwer verdiente Pasta gönnen soll und muss. Wer den Anstieg nicht selber fahren will, kann den Service von Shuttle-Bussen nutzen, die einen mit Rad auf 1.600 Meter hochfahren. Der Weg hinunter geht über viel Geröll und Schotter und strapaziert die Bremsen bis auf’s äußerste. Die Mühen werden durch grandiose Abfahrten und Ausblicke mehr als belohnt.

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Ponale entlang des Gardasees

Insgesamt ist der Gardasee ein Traum für jeden Mountainbiker, das Gelände ist vielfältig und bietet für trainierte Fahrer wunderschöne Strecken. Bis auf spezielle Downhill-Wege waren für mich alle Strecken mit meinem Hardtail zu bewältigen; aber auch Fully-Fahrer kommen auf ihre Kosten. So ist in wenigen Kilometern Entfernung ein Bike-Park mit 3 Runden in unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen kostenlos nutzbar; speziell für BMX-Fahrer gibt es noch einen eigenen Parcour.

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