15. August 2013

Dieses Mal sollte es Korfu sein

Reisebericht von Rudi Krott [r.krott at gmx.net]
FROSCH Reiseziel Sportclub Paradise in Agios Georgios, Griechenland

Nach vielen Wintersportreisen mit Frosch, haben wir vor einiger Zeit die Familien-Sommerreisen für uns entdeckt. Erst Fourka, letztes Jahr Sarti und jetzt sollte es Korfu sein.

Am 29.07 ging es von Düsseldorf aus los und wir landeten pünktlich um 15h in der Lagune von Korfu. Unser 9 jähriger Sohn Tim meinte beim Landeanflug: „Wir klatschen gleich aufs Wasser.“ Wer den Fughafen von Korfu nicht kennt, sollte sich den mal anschauen. Die Start- und Landebahn ist tatsächlich auf einer Lagune ins Meer gebaut und beim Landen sieht das schon fast wie eine Wasserlandung aus.

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“Landung auf Korfu“

Ein Mietwagen, den wir aus Kostengründen schon vorher per Internet reserviert hatten, hat uns in den 2 Wochen sehr gute Dienste geleistet. Während der 45minütigen Fahrt vom Flughafen zum Sportclub „Paradis“ bekommt man schon mal einen ersten Eindruck von der Schönheit der grünsten aller griechischen Inseln und kann sich mal etwas an das griechische Tempo gewöhnen.

Im „Paradise“ angekommen, begrüßte uns ein bekanntes Gesicht herzlich. Marco, der Mountainbikeguide, war der Teamer der uns in Empfang nahm. Genau dieser Marco war auch letztes Jahr auch auf Sarti der Mountainnbikeguide.

Im „Paradise“ erlebten wir aber erstmal eine kleine Niedergeschlagenheit. Als wir nach 10 Stunden Anreise unsere, von zu Hause gewohnten, 150qm Wohnraum gegen 15qm griechisches Zimmer tauschten, waren wir enttäuscht und fragten uns wie wir es hier 14Tage aushalten sollten. Das Zimmer war für drei Personen wirklich ziemlich winzig und spartanisch ausgestattet. Auch die gesamte Hotelanlage nebst Pool ziemlich klein und beengt. Papier ist ja bekanntlich geduldig und im Katalog sah schon alles etwas größer aus, es waren wohl gute Fotografen am Werk. Später erfuhren wir dann von anderen Familien, dass sie genau das gleiche empfunden haben wie wir.

Abends ging es dann gemeinsam zum Essen in die Taverne San Carlos, in der wir 4 x pro Woche beköstigt wurden. Beim Essen, wurden dann schon die ersten Bekanntschaften gemacht und wir merken schon deutlich den Unterschied zum mittlerweile üblichen Pauschaltourismus.

Zwischen Hauptgang und Dessert, gab es dann, wie an jedem der kommenden 14 Abende, eine kleine Ansprache der Teamer in welcher das Programm des nächsten Tages vorgestellt wurde. Im Paradise hatten wir reichlich Auswahl an Sportmöglichkeiten und jeder konnte auf seine Kosten kommen.

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„San Carlos“

Der Schwerpunkt des Paradise, lag eher beim Wassersport (Surfen, Kiten, Katamaran, SUP), aber auch die Biker und Wanderer kamen nicht zu kurz. Möglich wird das Angebot für die Ewachsenen aber nur durch das tolle Kinder- und Jugenprogramm. Mein Sohn hat ab dem zweiten Tag nur noch mit „seinen Freunden“ zusammen am Tisch gegessen und keine Veranstaltung mehr ausgelassen. Es kam sogar manchmal etwas „Stress“ auf weil er wegen dem Surfkurs nicht immer Zeit hatte am Kinderprogramm teilzunehmen.

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„Schnupperkurs“

Wir haben dann auch am ersten Tag die Schnuppertouren mitgemacht. Meine Frau ist gewandert, mein Sohn war mit den Kindern unterwegs und ich bin geradelt. Da wir schon etwas Froscherfahrung haben, wissen wir, dass die ersten Tage nicht so sehr im Zeichen des Sportes stehen, aber sehr wichtig zum Kennenlernen sind.

Das Programm der Biker:
Am Sonntag gab es die Kennenlern-Dorfrunde, Montag die Strandrunde, Dienstag dann eine erste hügelige Tour „ rund um den Zuckerhut“, Mittwoch eine Tagestour mit Transfer, Donnerstag die „Power Gordi Tour“, Freitag das „große Clomos Rennen“.

In der zweiten Woche fing es erstmal gleich an, also Dorfrunde und Strandrunde, aber dann kam „über Stock und Stein“, die Klippentour und Südtour. Freitags ist wieder „Clomos Rennen“. Samstags ist dann der Tag an welchem man sich von den Freizeitprogrammen erholen kann J
Bei den Wanderern war es ähnlich: Dorf-, Strand-, Hügel-, Tagestour, usw.

Die Biktouren wurde von Marco geführt. Er nimmt seine Arbeit ziemlich gewissenhaft und sorgt somit auch dafür, dass alle wieder gesund und munter zurückkommen. Die ersten 2 Touren eignen sich für die ganze Familie und ab dem dritten Tag wird es sportlich. Auf Korfu gibt es zwar keine wirklich hohen Berge, doch Hügel gibt es reichlich. So haben die meisten Touren durch das ständige Rauf und Runter über 1.000 Höhenmeter. Die Nordtour zählt sogar über 1.600.
Bis auf die „Stock und Stein Tour“ geht es meistens über kleine Straßen, durch Wälder und Olivenhaine, über Hügel und an der Küste entlang. Das schöne an Korfu ist, dass man fast überall einen sehr hohen Baumbestand hat und dass es somit, trotz griechischer Hitze, viel Schatten gibt.  Die Insel ist im Süden sehr schmal. Dadurch kann man, wenn man einen Hügel erklommen hat,  oben die tolle Aussicht und oftmals den Blick auf beide Küsten genießen.

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 “Blick auf Korfu“

Mittags machen die Biker an einer der zahlreichen Tavernen halt und es wird eine ausgedehnte Pause eingelegt. Die Froschteamer wissen wo es schön ist und lecker schmeckt.

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“Notos Beach Taverne“

Jeden Freitag findet das „große Clomos Rennen“ statt, an welchem dann die 3 Froschhäuser teilnehmen können. (Es gibt in Agios Georgios nämlich neben dem „Paradise“ das „Dionyssos“ und „das Hotel“San Georgio). Dieses Rennen ist ein nicht ganz ernst zu nehmender Spaß, bei dem der Clomos Hausberg erklommen wird. Die Strecke ist zwar nur 3,2 Km lang, hat aber 230 Höhenmeter und dass kann bei 35C° schon mal ziemlich schweißtreibend wirken.
Die Biker des Paradise hatten in unseren 2 Urlaubswochen klar die Nase vorne. Die „Mamas und Papas“ des Paradies haben den Fröschen aus den Nachbaranlagen keine Chance auf einen Podiumplatz gelassen.

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„Zieleinlauf beim Clomos Rennen“

Gewandert wurde mit der Sylvia, die auch die Hausleitung im Paradise innehat. Die Sylvia kommt aus der Schweiz und sie hat alles was eine gute Wanderführerin braucht, sogar den passenden Dialekt.

Die Surf- und Segelstation war für die Meisten die zentrale Anlaufstelle am Nachmittag. Die Wanderer,  Biker und  Kinder, waren gegen 14h alle zurück und dann ging es auf zum Strand. Die Surfer, Kiter, Kat-Segler waren sowieso schon dort und viele andere versuchten sich auch mal in diesen Wassersportarten.

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„Wasserstation“

Die Station wird von Tom geleitet. Er und sein Team passen auch optisch ganz gut zu diesen Sportarten. Die günstige Lage der Station bescherte uns immer einen schönen Wind für jede Könnerstufe. In der Regel kam der Nachmitagswind immer von Land. Der Wind ging mittags los und wurde im Laufe des Nachmittags immer stärker. So waren die Anfänger in der Mittagszeit auf dem Wasser, danach die es schon etwas erfahreneren und so ab 15h waren die Cracks dran.

Ich habe nach 25 Jahren der Surfenthaltsamkeit nochmal den Weg aufs Brett gefunden. Erstaunlicherweise verlernt man fast nichts und ich konnte bis 15h noch gut auf dem Brett bleiben und hatte  nochmal richtig Spaß. Schnupperkurse, Auffrischkurse, Surfschein usw. werden für Erwachsene, Kinder und Jugendliche angeboten.

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„Surftalent“

Die Abende waren eine sehr kurzweilige Angelegenheit. Nach Abendessen und Ansprache der Teamer, gab es fast immer irgendeinen Event: Tischtennisturnier, Kickerturnier, Ratespielchen, Musikabend mit Marko und Denis, Kindervorführungen und Siegerehrungen (Clomos Rennen, Sandburgencontest,..). Dienstagsabends waren die Eltern beim Nachbarhotel zum Abtanzen auf der Party eingladen.

Die Poollandschaft fiel ja leider etwas klein aus, aber im Nachhinein hat es mich nicht mal besonders gestört. Dieser kleinere Pool war für die Kinder zum Spielen und Toben optimal. Die Erwachsenen, die noch Energie zuviel hatten, konnten 300m zum benachtbarten Frosch-Hotel wandern und im großen 20m Sportbecken  Längen ziehen oder einfach nur mal ein paar Minuten die Ruhe des kinderlosen Erwachsenenclubs genießen, ich hab das fast täglich gemacht. J

Hier noch meine persönliche Bewertung:

Negatives: Wirklich Negatives gab es in meinen Augen eigentlich nichts, trotzdem habe ich 2 Sachen welche besser sein sollten:

  1. Unser Zimmer war für 3 Personen deutlich zu klein und es gab zudem kaum Möglichkeit sein Gepäck richtig unterzubringen.
  2. Wir waren in 4 von 7 Abenden gemeinsam in einer griechischen Taverne essen. Das ist eigentlich eine gute Sache, aber die Taverne San Carlos war im griechischen Vergleich nicht besonders gut. Qualität, Menge, Geschmack und Einfallsreichtum der Speisen waren begrenzt, und wir somit unzufrieden. Das griechische Essen vom Froschkoch war in allen Punkten viel besser!

Positives:

  1. Das Froschteam war ausnamslos hoch motiviert und sehr sympatisch.
  2. Korfu ist die schönste griechische Insel die ich kenne.
  3. Die Griechen waren so entspannt und gastfreundlich wie ich das schon seit Jahrzehnten kenne, auch zu Deutschen. J
  4. Das Sportmaterial war in guten Zustand und hat mir keinerlei Probleme bereitet.
  5. Das Beste an Frosch sind für mich aber die Gäste und dieser Meinung sind auch meine Frau und mein Sohn.

Es liegt wohl am Frosch-Konzept „zusammen Sport treiben und Spaß haben“, dass soviele Menschen zusammenfinden, die mehr oder weniger auf der gleichen Wellenlänge sind.

Mein Fazit zu diesem Urlaub ist „einfach super“

2 Gedanken zu „Dieses Mal sollte es Korfu sein

  1. Viola

    Na dann freue ich mich schon auf meinen Urlaub im September auf Korfu. Bisher war ich schon ein paarmal auf Samos. Dort ist es auch wunderschön.

  2. Klaus

    Ich kann mich den Ausführungen von Rudi anschließen. Freundliches Team, gutes Essen im Paradise. Ein angenehm großer Pool zum Bahnenziehen ist in einem Nachbarhotel (300m) Zu dritt sind die Zimmer im Paradise deutlich zu klein, auch ein dritter Stuhl wird nicht gestellt.
    Ich hatte statt Surfen Kiten gebucht. Dies hatte zur Folge, dass ich die erste Woche an keinen Aktionen mit anderen teilnehmen konnte, da das Boot zur Kiteschule vor Ende der Vormittagsaktionen losfährt (Treffen um 12:30, Abfahrt um 13:15…) und erst knapp vor dem Abendessen zurück kommt. Auch schwacher Wind war kein Grund später loszufahren. Kann daher vom Kiten nur Abraten.

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