19. März 2012

Dolomiti Superski die Zweite. Oder: Weil es so schön war

Reisebericht von Annette
FROSCH Reiseziel Sportclub Maria Teresa in den Dolomiten, Italien

Es fällt uns schwer, den Skiurlaub zu buchen, denn der Winter und damit der Schnee lassen auf sich warten und das nicht nur im Rheinland, sondern auch in den Bergen. Aber was soll’s: No risk – no fun. Wir buchen die Reise nach Canazei in den Dolomiten, Haus Teresa, weil es 2011 so schön war.

Dann kommt er, der Schnee. Österreich versinkt im Schnee. Doch leider schafft es der weiße Niederschlag nicht bis in die italienischen Alpen. Zum Glück sind die Italiener Meister im Schnee machen. Unser Skifahren ist gesichert.

Samstags angekommen, stehen wir nachmittags nach einem leckeren Frühstück schon auf der Piste in Alba, dem Haushang. Es ist knackig kalt. Die „italienische“ Sonne lacht vom Himmel und die italienischen Liftboys lächeln. Das muss man den Italienern lassen, charmant sind sie.

Frosch hat das Skiguiding auf 5 Tage erweitert. Keiner muss sich also alleine aufmachen und das Skigebiet erkunden. Es gibt soviel zu sehen: Die Marmolada von der man einen fantastischen Blick auf die Sella Gruppe hat, das Fassatal, Alta Badia, das Grödnertal, die Seiser Alm. Das Gebiet ist riesig. Da die Entfernungen weit sind, geht es meistens morgens bereits um 8.30 h los. Also nichts für Langschläfer. Aber natürlich ist es jedem selbst überlassen mitzufahren. Man kann den Tag auch gemütlich angehen lassen.

Am dritten Tag machen wir uns in einer Minigruppe auf den Weg zur Kreuzkofel Gruppe. Das ist nahezu die entfernteste Stelle/Punkt von Canazei aus gesehen. Sie liegt im Gebiet von Alta Badia. Um 9.00 Uhr starten wir, wir sind schnell unterwegs. So gegen 13.00 Uhr erreichen wir die kleine Kapelle, die vor dem Massiv liegt. Wunderschön. Der Ort wirkt wie eine Pilgerstätte. Als wir dort ankamen, sang ein fünfköpfiger Männerchor in der Kapelle acapella. Ein wunderschöner Klang und eine tolle Atmosphäre lagen in der Luft. Später fuhren die fünf Herren dann vor uns auf der Piste, leider ohne zu singen. 😉

Wir haben uns eine kurze Rast an der Hütte neben der Kapelle gegönnt, uns dann aber wieder auf den Heimweg gemacht. Strammes Durchfahren sowohl auf der Hinfahrt, als auch auf der Rückfahrt war angesagt. Wichtig ist es die Gondel in Arabba zu erreichen. Dann ist man auf der sicheren Seite und kann in Canazei schlafen, also quasi „zu Hause“.

Das Essen war klasse. Ute hat für unser leibliches Wohl gesorgt und uns nicht nur abends kulinarisch versorgt und mit vier Gängen verwöhnt, auch morgens überraschte sie uns.

So gab es mal Honigmelone zum Frühstück – natürlich neben dem täglich üblichen frischen Obst -. Dann überraschte sie uns mit Birchler Müsli oder mit kleinen Blätterteigteilchen gefüllt mit Mohn oder Marmelade. Sehr lecker war’s.

Wie gewohnt, haben wir unsere Pistenbrote geschmiert, wir konnten wählen zwischen  selbstgebackenem Brot oder Brötchen oder beides.

Die Sonne schien die ganze Woche. Lediglich am Freitag zog sich zum ersten Mal der Himmel zu. Die Wolken versprachen Schnee und der kam auch. Die Nacht hindurch hat es geschneit, so dass die Berge am Folgetag wie mit Puderzucker bedeckt aussahen und sich uns die Dolomiten in einer Winterlandschaft präsentierten. Das war schon lange überfällig. Am Samstag – unser Abreisetag – lachte wieder die Sonne vom Himmel und die Pisten mit dem frisch gefallenen Schnee, waren ein Traum. J

Insgesamt sind wir in sieben Tagen ca. 322 km gefahren und haben ca. 59.113 Höhenmeter überwunden.

Das Team war super nett, aufgeschlossen und unkompliziert. Wir fühlten uns wohl.

Der Abschied fiel uns nicht leicht. Aber es war ja die erste und nicht die einzige Skiwoche in dieser Saison.

Ski heil, Annette

0 Gedanken zu „Dolomiti Superski die Zweite. Oder: Weil es so schön war

  1. Michael Boeken

    Hey,
    Ihr habt den Tracker gehabt! Sonst könnte man ja die gefahrenen km/Höhendifferenzen nue schwerlich addieren. Das gab es „zu meiner Zeit“ in den Dolomiten noch nicht. Immerhin 46 km durchschnittlich pro Tag, das ist eine beachtliche Leistung und entspricht nicht weniger als 3 (drei!) Sella Runden an einem Tag. Und zwar 2 x die große (grüne, gegen den U.sinn = 15,7) und einmal die orangene im Or-zeigersinn, die mit 13,5 km korzere Runde. Das gilt es jetzt erst einmal zu toppen.
    Trotz und vielleicht auch gerade wegen der Kritikpunkte ein fairer und ehrlicher, lebendiger und somit schön zu lesender Bericht.
    mit einem herzlichen Dankeschön
    322 km und/oder 59.113 HM sind jetzt schon mal die Marke, die zu knacken ist
    von Michael aus Hannover

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