19. Januar 2009

Dolomiti Superski in Alba di Canazei 01/2009

Reisebericht von Nora Meier (norameier at web.de)
FROSCH Reiseziel Dolomiten – Sporthotel Maria Teresa

Die Anreise

Am Abend des 2. Weihnachtsfeiertages 2008 machten wir uns zum Frankfurter Flughafen auf, um dort als letzte Zustiegsmöglichkeit in den Frosch-Reisebus Richtung Dolomiten einzusteigen. Wie gewohnt kam dieser auch pünktlich und die Busanreise lief soweit ohne Verzögerungen ab, obwohl wir unterwegs noch die Zillertaler Skifahrer absetzten und noch Zeit für einen ersten italienischen Capuccino auf einer Raststätte hatten. So kamen wir am nächsten Morgen noch vor 11 Uhr im Hotel Maria Teresa in Alba di Canazei an, wo wir mit Croissants und Cappucino von den Frosch Teamern Martina und Susanne und den Hotelbesitzern mit Claudia und ihrer Familie begrüßt wurden.

Martina und Susanne gaben uns einen ersten Überblick, wichtige Informationen rund ums Skifahren und –ausleihen (sehr günstig!) und verteilten die Zimmer, von denen die meisten schon bezugsfertig waren.

Da eine Freundin von uns mit dem Zug von München kam, haben wir ihr noch mit Martinas Hilfe Anweisungen gegeben, wie sie mit öffentlichen Bussen, von Bozen ins Fassatal nach Alba die Canazei kommt. Auch die Eigenanreiser die mit dem Auto kamen (z.B. von Berlin! â˜ș) fanden problemlos zum Hotel.

Das Skigebiet – Die Skiwoche

Einige der Gäste wollten am ersten Tag (Samstag) noch gemütlich machen und die Orte Alba und Canazei erkundigen, aber die Sonne und der gute Schnee haben mich gleich auf die Piste gezogen. Da es die Möglichkeit eines Halbtagesskipasses gibt, konnte ich mir gleich am ersten Tag stressfrei die Gebiete von Belvedere und Col Rodella überhalb von Canazei anschauen. Eine so schöne Kulisse hatte ich bisher noch in keinem anderen Skigebiet.

Am zweiten Tag (Sonntag) gab es dann eine geführte Skitour in zwei Gruppen in das Hausgebiet Ciampac und Buffaure hinter Alba. Dieses Gebiet ist selten überfüllt und hat einige leichte und mittelschwere Pisten. Eine Gruppe fuhr auch noch von dort aus bis in das Gebiet vom Rosengarten (Cartinaccio), das zwar nur wenige Pisten hat aber wunderschön ist und das Übungsgebiet von Alberto Tomba war

Am Montag folgten wir der Skigebietsführung bis nach Ciampinoi unterhalb des bekannten Langkofels (Sassolungo), in dem wie fast überall leichte und mittelschwere, meist breite Pisten überwiegen. Zum Abschluss fuhren wir noch auf den Aussichtspunkt von Sass Pordoi mit fantastischem Rundumblick.

Am Dienstag machten wir uns auf eigene Faust über Arraba und den Fedaia-Pass in Richtung Marmolada-Gletscher, dem höchsten Berg der Dolomiten (3.343 m) auf. Auf Punta Rocca (3.250m) hatten wir eine gigantische Sicht über die Dolomiten mit der Sella Gruppe und dem Langkofel in der Ferne. Obwohl viel Betrieb auf den Pisten war, war dies für mich die schönste Tour und ein absolutes Highlight überhaupt. Man kann sogar für ca. 70 Euro mit dem Hubschrauber Ausflüge vom Skigebiet (Corvara) auf die Marmolada machen. In der Gondel zum Gletscher haben wir noch Stefan Raab gesehen, der aber nicht sehr begeister war, dass ihn deutsche Touristen erkannt hatten.

Am Mittwoch mussten wir früh aufstehen, um zur weltbekannten Lagazuoi-Abfahrt zu kommen. Mit Skiern sind wir zunächst vom Trentin bis nach Armentarola in Venezien gefahren. Dort muss man einen Bus über einen Pass zum Lagazuoi nehmen. Nachdem die Gondel dort Probleme hatte, sahen wir zunächst die Chance schwinden, diese 12 km lange Abfahrt in einem Felskessel, vorbei an einem gefrorerenen Wasserfall zu nehmen, aber es klappte letztlich dank eines netten „Liftboys“ doch noch. Anschließend wird man von einem Pferdegespann über ein flaches Stück gezogen, um wieder zurückzukommen. Mal ein anderes Fortkommen auf Skiern!

Am Neujahrstag (Donnerstag) umrundeten wir dann mit Martina und Susanne die Sella Ronda, die uns auch durch das Grödnertal und an dem bekannten Ort Wolkenstein (dahinter St. Christina und St. Ulrich) vorbeiführte.

Freitag fuhren wir auf eigene Faust Richtung Corvara, das uns schon beim durchqueren der Sellaronda gut gefallen hatte. Hier sind viele breite blaue Pisten, die zwischen vielen schönen Wäldern liegen.

Am Samstag hatte wir noch einen ganzen Sktitag (bzw. Hüttentag), bevor wir mit einer Minestrone von Claudia gestärkt, den Bus um 17 Uhr Richtung Heimat nahmen. Da gegen Abend in Canazei immer Stau ist, fuhren wir statt durch das Fassatal über den Sella-Pass durchs Grödnertal heim, was auch nochmal beeindruckend war.

Das Rundherum

Das fantastischen Panorma der Dolomiten entschädigt auf alle Fälle dafür, dass das Apres-Ski nicht ganz so wild ist, wie zum Beispiel in Österreich. In Alba kann man „Ta Olga“ leckeren Bombardino trinken, für die Stimmung muss man allerdings selbst sorgen. In Canazei gibt es auch ein paar nette Gelegenheiten zum Apres-Ski, auch wenn die meisten Bars eher CafĂ©-mässig aussehen. Der Glühwein in der „Bar Peter“ neben der Gondel und gegenüber der Bushaltestelle in Canazei ist auf alle Fälle zu empfehlen.

Zum Rahmenprogramm von Frosch gehörten Snowtubing (absolut empfehlenswert mit Spassfaktor und ohne Verletzungsrisiko), Besuch eines Eishockeyspiels, Bowling im Nachbarhotel, Besuch einer Fackelabfahrt der einheimischen Skilehrer mit freiem Glühwein in Alba und eine Fackelwanderung.

Das Hotel

Wie schon im Katalog beschrieben ist das Hotel bzw. die Zimmer eher klein und einfach eingerichtet, aber sehr sauber, was will man mehr! Auch das italienische Essen war gut. Zu den vier Gängen gehörte zunächst ein Salatbuffet (immer frisch und gut!), dann eine Pasta oder Risotto (auch lecker), danach der Hauptgang und ein Nachtisch. Wer schon mal mit Frosch in Salbach-Hinterglemm war, ist essenstechnisch sicherlich verwöhnt (auch was das Frühtück angeht), dennoch hat es im Maria-Teresa gut geschmeckt

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass wir eine super Woche mit tollem Schnee, viel Sonne, gut präparierten und breiten Pisten, sehr engagierten Teamern und netten Gästen hatten. Trotz der vollen Pisten während der Neujahrswoche hat das Skifahren sehr viel Spass gemacht!

Übrigens: Mithilfe der Skipassnummer kann man auf www.dolomitiSuperski.com unter „Genussfahrercheck“ nachschauen, wie viele Pisten- und Höhenkilometer man zurückgelegt hat. Da kommt doch einiges an Kilometern in einer Woche zusammen!

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