27. Juli 2018

Frosch Sportclub Villa Antonio auf Peljesac, Kroatien – öfter mal was Neues

Reisebericht von Miriam Scharfe – Juni 2018
FROSCH Reiseziel Frosch Sportclub Villa Antonio, Insel Peljesac / Kroatien

Ich habe mich in diesem Sommer erstmalig alleine auf den Weg gemacht. Das auch noch in einen neuen Sportclub, für den die erste Saison gerade erst begonnen hatte.

Die Anreise nach Peljesac

Der Flug von Düsseldorf verlief reibungslos. In Dubrovnik angekommen gab es aber die ersten „Schwierigkeiten“.
Es standen sehr viele „Abholer“ in der Flughafenhalle. Auch nach intensiver Suche konnte ich nicht das bekannte orangene Frosch Schild finden.
Einfach nicht da…
Aber ich fand bzw. wurde gefunden von anderen Fröschen. Schnell waren wir zu viert. Und dann kam einer, der erkannt hatte, dass nicht Frosch auf dem Schild steht, sondern unsere Namen… Das muss man ja erstmal wissen.
Am Ende saßen wir zu acht im Transfer nach Peljesac. Dieser dauert gut 2 h und wer mit Serpentinen Probleme hat, sollte eine Reisetablette nehmen.

Der Sportclub Villa Antonio

Die Villa Antonio liegt mitten in einem Weinberg, aber leider auch direkt oberhalb der Hauptstraße. 2 supersteile Einfahrten führen zum Grundstück.
Das Haus sieht genauso aus wie auf den Fotos. Die Pooltrrasse ist mit Liegen und Schirmen ausgestattet und schön groß. Man muss nur aufpassen, dass man sich nicht die Zehen anstößt an den schräg verlegten Bodenfliesen.

Die Zimmer im Haus sind sehr unterschiedlich. Teilweise auch etwas renovierungsbedürftig. Die Reinigung der Zimmer war regelmäßig, aber nicht unbedingt erfolgreich. Der Boden wurde nur manchmal gefegt, selten gewischt (in den 14 Tagen).  Aber die meisten Zimmer haben einen atemberaubenden Blick über die Bucht.

Die Verpflegung

Das Abendbuffet ist sehr reichhaltig und lecker. An der Getränkeversorgung müsste noch gearbeitet werden. Auf der einen Seite hieß es, Frosch Gäste konsumieren zu wenig, auf der anderen Seite saßen wir regelmäßig in Weinlaune da und wurden nicht bedient. Nach ein paar Tagen haben wir uns mit dem Hotelpersonal arrangiert und es geschafft, dass nachmittags die Poolbar geöffnet wurde. Wir haben selber Musik angemacht am Pool, und auch abends für die ein oder andere Party gesorgt. Oder bei einem Wein auf der Terrasse zusammengesessen. Die wöchentliche Weinprobe ist ein abendliches Highlight. Die Türen zum Weinkeller werden geöffnet und man darf sich durchkosten.

Die Umgebung

Die Bucht ist steinig, man kann aber auch ohne Badeschuhe bis ins Wasser gelangen. Seeigel waren direkt am Wasserzugang nicht zu sehen. Durch den Kieselstrand hält sich der Dreck im Zimmer in Grenzen, was bei einem Sandstrand schon schwieriger wäre.  Es gibt Schattenplätze unter den Bäumen, Liegen und Sonnenschirme gibt es an diesem Strand nicht. Das Wasser ist hier glasklar und wird recht schnell tief. Man kann ausgezeichnet schwimmen und planschen.
Es gibt zwei Bars in der Bucht, man bekommt neben Getränken auch verschiedene Snacks und Speisen.

Der Weg zum Strand führt über das Nachbargrundstück, ein Stück die Hauptstraße entlang und dann bergab über den Campingplatz. Der Weg ist ok. Man kann ihn gut gehen (ca 10 Minuten bergab, 15 bergauf, mein Gefühl…).  Einziges Manko ist diese Straße! Es ist viel Verkehr und die fahren schon ganz schön wild. Als Fußgänger ist es durchaus gruselig.
Auch alle Touren haben mit der Hauptstraße zu tun. Für mich als Bikerin nicht ganz so dramatisch, für die Wanderer war das aber ein Problem!

Der Ort Orebic liegt gute 5 km entfernt, zu Fuß quasi nicht erreichbar (entlang der Straße…), mit dem Bike rollt man flott den Berg runter.
Hier ist ein bisschen was los, es gibt Restaurants, Eisdielen, den Hafen, kleine Souvenir Läden, Bankomat, Wechselstube.

Das Programm

Die Biktetouren führen in die Gegend rund um Orebic, auch zur Nachbarinsel Korcula. Die Touren sind für alle geübten Radfahrer gut machbar. Es gibt wenig echtes Mountainbike-Gelände. Natürlich ist es in der Sommerhitze anstrengend und das Gelände ist bergig.
Leider reichte das Tourenprogramm nur für 1 Woche. In der 2. Woche war die Gruppe größer, so dass wir den „Neuen“ den Vortritt bei den Rädern gelassen haben.
Auch die Wanderung schlängeln sich in und um Orebic. Zum Kloster, in eine einsame Bucht, und das Highlight: auf den höchsten Berg von Peljesac. Den Sveti Ija. Eine anspruchsvolle, anstrengende Wanderung!

Die Bootstour mit dem Kapitän Mirko ist empfehlenswert. Informativ, spannend, schön.
Schnorcheln am versunkenen Wrack zum Beispiel.  Ansonsten ist die Unterwasserwelt eher traurig. Wenig Fische, keine anderen Meeresbewohner, alles wirkt wie abgefischt und umgepflügt.

Es waren 2 Teamer vor Ort, die ihren Job engagiert erfüllt haben. Sie hatten alle Hände voll zu tun, auch mit der Vermittlung zwischen Gästen und Hotelpersonal. 2 Teamer sind für die Größe der Gruppe etwas knapp bemessen.

Mein Fazit

Ich hatte eine tolle Reise, was nicht zuletzt an den Menschen lag! Der Sportclub hat Potential, aber es müssten dringend noch weitere Touren gescoutet werden.

Miriam Scharfe

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

* Die Checkbox für die Zustimmung zur Speicherung ist nach DSGVO zwingend.

Ich stimme zu.