13. November 2009

Geburtstag auf Samos…

Reisebericht von Friederike von Cossel
FROSCH Reiseziel Sportclub Helen Yolanda, Samos – Griechenland

… konnte ich dieses Jahr dank meiner Freundin Katrin feiern, die die Reise nach Samos initiiert hat. Meine erste (froschunerfahrene) Reaktion auf den Namen des Veranstalters war allerdings: „Frosch SPORTreisen? Bist du wahnsinnig? Ich habe bestimmt nicht vor, mich ausgerechnet zu meinem Geburtstag ob meines sehr mäßigen Fitnesslevels zum Horst zu machen!“

Ich hätte mir keine Sorgen machen brauchen.

Der Titel des Horsts war schon vergeben – wenn auch ganz anders, als erwartet.

„Yippie yippie yeah,…“: Zum ersten Mal mit Frosch unterwegs

Froschtypisch sind nach meiner Erfahrung: die lockere Atmosphäre, die Gruppenorientierung, die manchmal ein bisschen was von Klassenfahrt hatte (etwa beim gemeinsamen Abendessen, dessen Qualität leider der einzige Wehmutstropfen war), aber nie gezwungen oder verordnet rüberkam – es bestand auch immer die Möglichkeit, sein eigenes Ding zu machen. Und, glücklicherweise, gab es keinerlei sportarroganten Attitüden, trotz der sehr gemischten Zusammensetzung „meiner“ Gruppe in sportlicher Hinsicht: alle Wanderungen und Radtouren waren machbar und die Betreuung durch die Teamer Simone und Mario kompetent, engagiert und unermüdlich freundlich.

1_Wandern

Es wurde also gewandert (und auch Rad gefahren, aber von mir nur sehr wenig),

2_Eleni

auf ausreichendes Trinken und gute Rasten geachtet und

3_Gruppenfoto

dabei regelmäßig ein hübsches Foto zur Erinnerung geschossen. Schön war daran, dass alle Abreisenden eine CD mit Fotos „ihrer“ Woche überreicht bekamen – toller Service, nicht mal seine Fotos muss man selber machen – obwohl auch regelmäßig gute Tipps für eigene Aufnahmen gegeben wurden: „Um die Ecke kommt ein pittoresker toter Baum, holt schon mal eure Kameras raus!“ Ok. Wenn du es sagst, Simone…

„…yippie yeah yippie yippie…”: Zum ersten Mal auf Samos

Ich kannte, im Unterschied zu manchen Wiederholungstätern, Samos noch gar nicht und war vollends begeistert. Nord- und Südseite lassen sich deutlich unterscheiden, und mit Kokkari im Norden haben die Frösche eine optimale Wahl getroffen:

Die Kiesstrände, die zunächst zweifelnd beäugt wurden, erwiesen sich beim steten Wind als ein Segen (und die Kiesel sind ja auch hübsch rund geschliffen, kein Gedanke, dass man auf fiese scharfe Kanten tritt) – freie Bahn fürs „Power-Beachen“, falls man mal nicht radeln wollte –,

und die umliegende Natur ist einfach weitaus grüner und vielfältiger als im kargeren Süden,

immer wieder ergänzt von kleinen und natürlich dem Tourismus erschlossenen, aber eben doch atmosphärischen und authentischen Bergdörfern.

6_Olivenbaum

Die dank der Berge überall zu überwindenden Steigungen waren zwar bisweilen fordernd (schnauf…), sorgten aber stets für grandiose Ausblicke – siehe Simones pittoresken Baum oder auch

7_Lemonakia

die immer wieder schöne Aussicht von der „Hauskapelle“ auf einen der nahe liegenden Strände, in diesem Fall Lemonakia. Ein beliebtes Spiel war es deshalb bald, sich potentielle Zweit-, Dritt- und Viertwohnsitze zu überlegen!

„…Krawall und Remmi-Demmi!“: Mit Frosch auf Samos –

das war im Sommer 2009 keineswegs von Krach, sondern vor allem von den beiden wirklich tollen Teamern Simone und Mario geprägt. In ihrem jugendlichen Überschwang stellten die beiden sich als „die Uschi und der Horst“ (ha!) vor – ihre Einsatzfreude, Kompetenz und der Spaß, den sie offensichtlich an ihrem Job hatten, sorgten aber für eine ganz und gar nicht horstige Betreuung im Hotel Helen Yolanda.

Wenn man sich also erstmal in Marios Sprüche-Repertoire eingehört hatte, konnte man sich freuen

8_Nachtigallental

auf Wanderungen im Nachtigallental mit seiner fast rheinländischen Atmosphäre und als Radler auf den Ouzo, den Mario allen Radlern versprochen hatte, die es schafften, die gleichnamige Rampe zu bewältigen. Ich war nicht dabei, ich weiß nicht, wie viele es geschafft haben!

9_Jeepfahrt

Wem die Schotterpisten per Mountainbike irgendwann zu anstrengend wurden, der konnte sich Marios Inseltour per Jeep anschließen – dabei konnte man nicht nur einen größeren und sehr lohnenswerten Radius erkunden, sondern auch seine Fahrerqualitäten erproben, oh ja…

10_TUEV-Treppe

Ein absolutes Highlight waren die Wasserfälle in Potami, zu denen man waten – schwimmen – klettern musste, und die man nur über eine total Vertrauen erweckende Treppe von der Taverne aus erreichte – laut Mario, na klaro, TÜV geprüft, ne, alles klar…

Und mein Geburtstag? Der fiel auf einen Tag zur freien Verfügung. Das konnte aber die Teamer (in dem Fall wahrscheinlich Simone) nicht davon abhalten, mir meinen obligatorischen Geburtstagskuchen aufs Zimmer zu stellen – ein weiterer Beleg für das rührende (ok, es war wohl doch ein Fertigkuchen…) Engagement der beiden.

Fazit also:
Wenn man Sonne, Natur und Strand sucht und weniger die Partymeile, dann ist man in Kokkari auf Samos sehr gut aufgehoben –

wenn man einen engagierten, aber nicht (re-)animierten organisierten Urlaub sucht, ist man bei Frosch genau richtig –

wenn noch ein bisschen, nur ein bisschen, an der Qualität des Abendessens gedreht wird, dann ist auch die kulinarische Seite des Urlaubs perfekt –

und wenn schließlich auch in den nächsten Jahren so tolle und engagierte Teamer wie Simone und Mario vor Ort sind, dann können sich künftige Frösche wirklich glücklich schätzen!

Friederike, Samos 10.-17. August 2009

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