19. Januar 2010

„Grüne Oase“ Griechenlands

22. Juni – 06. Juli 2009
Samos: Hotel Yolanda, Kokkari
geschrieben von: Marina (rosa-bluetezeit at arcor.de)

Die kleine grüne Insel hat uns gleich zu Beginn begeistert. Soviel Grün, sieht man selten in Griechenland. Das türkisfarbene Wasser tat sein Übriges. Der Froschurlaub konnte beginnen…

Der 1. Eindruck

Schon aus dem Flieger sah man wie grün und bergig die Insel ist. Die Fahrt vom Flughafen zum Hotel dauerte ca. 45 Minuten. Der Süden, wo sich auch der Flughafen befand, ist deutlich flacher als der Norden der Insel. Wir fuhren u.a. durch die Hafenstadt Pythagorio.

Der kleine Hafen sah vom weiten sehr einladend aus, die nächste Stadt war Samos-Stadt, die deutlich quirliger war als die Hafenstadt.

Und dann endlich: Kokkari

Vom Weiten sah man schon das türkisfarbene Wasser und die direkt am Meer gelegenen kleinen weißen Häuser, sogar einen kleinen Hafen gab es. Herrlich!

Bild-1-Kokkari

Das Hotel

Das Hotel befindet sich am Ende des Dorfes Kokkari (ca. 10-12 Minuten Fußweg entfernt) an einem Hang gelegen.

Beim ersten Blick aufs Hotel, waren wir noch ein wenig skeptisch. Es sah schon sehr einfach aus. Die „Empfangsbereich“ bestand aus einer Getränketheke und einer Sitzecke.

Die Teamerin Simone begrüßte uns herzlich mit einem kalten Getränk (Mario, ebenfalls Teamer, sah man erst beim Abendessen. Der An- und Abreisetag ist Mario’s Bike-Pflege-Tag). Wie oben bereits erwähnt ist das Hotel sehr einfach, ABER in Punkto Sauberkeit gabs nichts zu beanstanden. Die Zimmer sind klein und zweckmäßig eingerichtet. Diese nutzt man ja eh nur zum Schlafen. Apropos Schlafen: Die Matratzen waren in dieser Saison neu angeschafft worden! Durch das fest eingebaute Fliegenrollo an der Terrassentür, hatte man auch keine nervigen „summenden“ Tierchen im Zimmer. Im neuen Sommerkatalog 2010 habe ich gelesen, dass die Zimmer renoviert werden und ein Pool wird auch gebaut!

Das Abendessen wurde in einer Taverne unterhalb des Hotels eingenommen. Das Essen war O.K., aber es könnte noch ausgebaut werden! Der einmal in der Woche stattfindende Grillabend war dafür sehr lecker.

Das Frühstücksbuffet war für griechische Verhältnisse reichhaltig. Es gab verschiedene Sorten Marmelade, Honig, Müsli, mehrmals pro Woche griechischen Joghurt, 2 verschiedene Brotsorten, frisches Obst und Gemüse sowie gekochte Eier.

Das Frühstück wird unter freien Himmel auf der Terrasse eingenommen.

Bild-2-Berge

Das Dorf

Kokkari ist ein kleines malerisches Fischerdörfchen, umgeben von waldreichen Bergketten, an einer weiten idyllischen Bucht. Das Dorf ist sicherlich der schönste Ort auf Samos!
Urige Tavernen, kleine Geschäfte, und die typisch griechischen Kafenios prägen das Ortsbild. In näherer Umgebung findet man hier sowohl ausgedehnte Kiesstrände (Badeschuhe empfehlenswert), als auch kleinere wunderbar idyllische Badebuchten, von denen besonders der Lemonákia- und der Tsamadoú-Strand (ca.  10-15 Minuten vom Hotel entfernt) zu erwähnen sind. Hier badet man, umgeben von Weinbergen und Olivenhainen, zweifellos am schönsten.

Eine kleine schmale „Hauptstraße“ (der Name verspricht mehr, als er in Wirklichkeit hergibt) geht durchs Dörfchen. Der Durchgangsverkehr wird über eine Umgehungstraße um das Dorf geleitet. Zwischen Meer und Straße sind zahlreiche nette Cafes und urige Tavernen. Auf der anderen Straßenseite sind vereinzelt kleine Kioske bzw. kleine „Tante Emmaläden“. Autovermieter haben sich hier auch angesiedelt.

Ja, der Ort ist wirklich „süß“, klein und überschaubar.

Es gibt einen schönen kleinen Hafen mit zahlreichen Cafes und Tavernen. Kleine Souvenirgeschäfte laden zum Bummeln ein. Der Massentourismus hat hier zum Glück noch nicht Einzug gehalten. Es gibt weit und breit keine Hotelbettenburgen. Vereinzelt gibt es kleine Hotels und Pensionen in unmittelbarer Nähe der kleinen „Hauptstraße“. So ein schöner und malerischer Ort ist wirklich eine Seltenheit. Wunderschön!

Bild-4-Strand

Das Programm

Dies ist bunt gemischt – wie immer!

Simone war die Expertin rund ums Wandern, Mario war der Experte fürs Biken.

Einmal pro Woche wird eine Jeeptour angeboten. Ausflüge zu den faszinierenden Potami-Wasserfällen, ein Bootsausflug auf die unbewohnte Insel Samiopoula wurde auch angeboten. Sowie mehrere Wander- und Biketouren. Wir hatten unseren Schwerpunkt aufs Wandern gelegt. Fast alle Touren können direkt vom Hotel aus gestartet werden.

Die erste Tour (nicht die Schnupperwanderung!) hatte es schon in sich! Bei gefühlten 30 Grad im Schatten gings stetig bergauf. Schatten gabs auf dem Weg zum Kloster leider kaum, da die schönen Wälder größtenteils durch das große Feuer im Jahre 2000 zerstört worden sind. Keine Angst, es gibt noch genügend Wälder links und rechts 😉

Der Weg zum Kloster war an einigen Stellen doch sehr steil und ziemlich buschig. Die, die lange Hosen hatten waren eindeutig im Vorteil. Die anderen hatten mit einigen dornigen Sträuchern zu kämpfen.

Entlang der Wanderroute hatten man fast immer Ausblick auf die Küste bis hinunter nach Kokkari, bis zur Bucht von Samos und bei klarem Wetter sogar bis zur türkischen Küste. Das türkisfarbene Meer nicht zu Vergessen. Einfach wunderschön!

Zurück gings einen sonnigen Singletrail bergab – puuuh, war das anstrengend und heiß.

Bild-3-Wasserfaelle

Die Wanderung durch das  Nachtigallental sowie die Potami-Wasserfälle sind sehr zu empfehlen. Die Wanderung zu den Wasserfällen ist sehr abwechslungsreich. Angefangen mit der „selbstgezimmerten“ Treppe die sehr steil nach oben zu einer Taverne führt, anschließend geht man in Badeklamotten wieder eine andere Treppe nach unten zu einem Flußbett. Das Wasser ist (brrh) erfrischend kalt. Nun geht es im Gänsemarsch durch das Wasser zu den Wasserfällen, von Kniehoch bis zum Kinn! Dank Mario, gar kein Problem! Er kennt jeden Stein und jeden Ast der sich im Wasser „versteckt“ hat.

Nach all der Anstrengung und Stunden später, haben wir dem traumhaften Potamistrand und der Hippieh-Bar (mit 2-3 Himmelbetten am Strand!) ein Besuch abgestattet und relaxt.

Was auch ein Erlebnis für sich ist, ist die ganztägige Jeeptour einmal quer über die Insel zur Südseite. Mario ist hier mit Herz und Seele dabei! Wow. Klasse wars!

Am Abend hat man einige Mühe den Staub vom Körper zu entfernen.

Bild-5-Jeeptour

Die Teamer

Simone und Mario sind einfach super! Wir haben wir gelacht. Mario hat immer einen flotten Spruch parat. Mario ist ja ein „Urgsetein“ auf der Insel. Jeder kennt Mario und fast überall gibt es Prozente, wenn man sagt, dass man von Mario kommt.

Was wir alle ganz toll fanden war, dass jeder von „seiner“ Woche eine CD mit Fotos bekommt sowie ein persönliches Foto auf eine Karte geklebt, mit persönlicher Anrede und den besten Grüßem von Simone und Mario. Vielen lieben Dank für soviel Engament!

Fazit

Samos ist klein, aber fein, mit wunderschönen grünen und bergigen Landschaften sowie türkisfarbenem Wasser. Die Leute sind nett und freundlich. Wie oben bereits erwähnt, gibt es hier keinen Massentourismus. Der Ort Kokkari malerisch schön und hat viel Flair.

Samos, wir kommen sicherlich wieder!

2 Gedanken zu „„Grüne Oase“ Griechenlands

  1. Uwe

    Das sieht da ja wunderschön aus, ich war zwar schon zwei mal in Griechenland aber wusste nicht das es da auch sowas schönes gibt.

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