31. Mai 2009

Hotel König in Saalbach – Kurzwoche vom 27.02 bis 05.03.2009

Reisebericht von Heike Baecker (heike-baecker at web.de)
FROSCH Reiseziel Sportclub König in Saalbach – Österreich

Es war mein 7. Skiurlaub mit Frosch Reisen und wie jedes Jahr war die Vorfreude groß, auch wenn dieses Jahr leider nur eine Kurzwoche drin war. Wir standen pünktlich um 22.00 Uhr in Köln-Deutz am Bahnhof und da kam auch schon unser Bus. Unser Gepäck wurde verstaut und rein ging es in den Doppeldeckerbus. Leider war der Bus schon sehr voll, aber die Mitreisenden rückten zusammen und wir bekamen noch 4 Plätze in der ersten Reihe. Ob die Plätze gut waren, so direkt an der großen Scheibe, da waren wir uns noch nicht so sicher, also packten wir erst mal den Sekt und die kleinen Leckereien aus und los ging der Urlaub. Nach gut 2 Stunden Fahrt, welche übrigens sehr ruhig und äußerst angenehm war, gab es eine Pause von 40 Minuten und der Bus wurde als Schlafbus umgebaut. Da wir immer noch in der ersten Reihe waren, war unser Einstieg in unser Schlafabteil sehr eng, gut das wir alle so schlank sind, dafür war unsere Liegefläche super groß. Eingekuschelt in unsere eigenen Decken (der Bus hat leider nicht immer genug) schlummerten wir schnell ein. Nach ca. 6 Stunden Schlaf war die Nacht für uns zu Ende und der Bus wurde wieder umgebaut. Danach ging die Fahrt weiter und trotz gesperrter Straßen, wegen Lawinengefahr, waren wir um 9.15 Uhr im Hotel König.

Dort erfreuten wir uns alle an viel Schnee, einem leckeren Frühstück und einem Kaffee. Wir wurden freundlich vom Teamleiter begrüßt und bekamen direkt Skipässe, obwohl wir diese vorab gar nicht gebucht hatten. Meine Freundin brauchte noch Skier, welche wir mit einem kleinen Rabatt direkt hinterm Haus abholen konnten (5 Tage Atomic-Carverski, Stöcke und Schuhe für 80,- Euro).
Jetzt stand unserem ersten Skitag bei strahlend blauem Himmel nichts mehr im Wege und den haben wir auch bis 16.00 Uhr genutzt. Natürlich waren wir jetzt auf unsere Zimmer gespannt, bisher war ich nur im Zwölferkogel und Thuiner, also Schlüssel abgeholt und rein ins Zimmer. Das Zimmer war eigentlich ganz ok, bis auf die fehlende Tür im Badezimmer (nur ein Vorhang) und daneben direkt das Bett, das ging gar nicht, also wieder runter und reklamiert. Nach kurzem überlegen bekamen wir ein anderes Zimmer und da war sogar ein ganz neues Bad drin Nummer 106, Zimmer 208 war auch ok.
Koffer auspacken, 1 Stunde schlafen, umziehen und jetzt ab zum Willkommenssekt und Abendessen.
Es stellte sich das ganze Team vor, dessen Durchschnittsalter 28 Jahre war und dann gab es ein super leckeres Abendessen, eine große Salatschüssel, Brot, Suppe, Hauptspeise und Nachtisch und das jeden Abend (ein großes Lob an die Köchin und den Service, einfach Spitze!!!).

Der zweite Skitag (Sonntag) strahlend blauer Himmel, heute war Skigebietsführung vom Haus angesagt, 3 Skiguids standen bereit, wir teilten uns selber in 3 verschiedene Gruppen ein, eine gemütliche Gruppe, eine mittlere Gruppe und die Rasergruppe. Wer noch einen Skikurs brauchte, für den befand sich die Skischule direkt hinter dem Haus. Wir entschieden uns für die mittlere Gruppe, also Skier auf die Schulter und ca. 8 Minuten warm machen (durch Saalbach laufen bis zum Lift), dort angekommen, ab in den Sessel und auf den Berg. Caro war unsere Führerin und sie hat das ganz toll gemacht, super Tempo, erklärt wo wir sind, wie es weiter geht und das bis 13.00 Uhr.
Mittagstreffpunkt war die Hütte „Walleggalm“ in Saalbach, dort finden auch schon mal tolle Live-Auftritte statt, natürlich hatten wir einen Platz an der Sonne ein großes Radler und es ging uns super.
Durch den gemeinsamen Skitag lernte man schon mal ein paar Leute aus dem Haus kennen, welche alle sehr nett waren. Caro erklärte uns den Rückweg und jetzt waren wir auf uns selber gestellt, für mich kein Problem, war ja schon 5 mal in dem Skigebiet, wo jedoch der Schnee noch nie so super war wie in diesem Jahr, einfach genial. Nach einer schönen Pause machten wir uns auf den Heimweg, wo der Einkehrschwung in der Hinterhagalm nicht fehlen durfte. Bei dem schönen Wetter platzierten wir uns in der Sonne, denn tanzen kann man auch im Freien, leider war die Musik drausen etwas leise.
Gegen 18.00 Uhr machten wir uns auf den Heimweg, duschen und ab zum leckeren Abendessen.
Nach dem Essen wurden wir vom Haus zu einem AprĂ©skiabend hinter dem Haus eingeladen. Eigentlich waren wir total kaputt, jedoch sah das draußen so einladend schön aus, das Team hatte eine Bar aus Schnee gebaut, dass wir uns noch für ein Stunde zu einem Glühwein zu den anderen gesellten.

Der Montag war leider morgens nicht so schön, wir hatten Schneeregen und Nebel, aber bei nur
5 Skitagen fuhren wir trotzdem los. Diesmal gingen wir ein Stück ca. 5 Minuten unten an der Straße lang und stiegen in die Gondel Schattberg-West ein. Oben angekommen machten wir 2 Abfahrten und entschieden uns dann (wegen schlechter Sicht) für eine urige Hütte „ Limbergalm„. Da der Nebel einfach nicht verschwand, waren wir doch tatsächlich 3 Stunden in der Hütte, doch dann starten wir wieder durch und fanden den rechten Weg auf die Pisten. An der Hinterhagalm wollten wir dann ein wenig AprĂ©ski machen, jedoch waren drinnen alle Plätze reserviert, obwohl alles frei war (sehr merkwürdig) und weil uns das einfach zu blöd war, sind wir direkt zum Bauer abgefahren. Dort war gute Stimmung, gute Musik und um 18.15 Uhr machten wir uns (der Hunger machte sich bemerkbar) auf den Heimweg, einmal über die Straße, Skier anziehen und den Skischulhang direkt bis zum Haus fahren. Nach einem äußerst schmackhaften Abendessen, war heute Karaokeabend an der Theke angesagt. Es gab ein paar Freiwillige die mit machten und es wurde ein ganz lustiger Abend.

Dienstag Morgen, der Blick aus dem Fenster „Nebel“, egal wir hatten ja heute wieder eine Skigebietsführer, also ab zum Frühstück und in die Skiklamotten, heute war Leogang an der Reihe. Die Pisten waren wieder super und die Sicht war auch gar nicht so schlimm wie vermutet. Wir fuhren super Pisten und es war wieder eine tolle Gruppe, heute war Christof unser Skiguid und wir waren zügig unterwegs, eine Abfahrt schöner wie die andere. Leider endete für uns der Skitag um 12.00 Uhr, weil meine Freundin sich bei der Talabfahrt nach Leogang einen Kreuzbandriss zuzog. Ein unglücklicher Sturz an einer einfachen Stelle, die Hilfsbereitschaft der ganzen Gruppe war super. Sofort blieben alle von unserer Skigruppe stehen und jeder half wo er konnte. Besonders nett war, dass Christopf unser Skiguid sofort zurückkam, als er von dem Unfall hörte. Nachdem meine Freundin abtransportiert wurde und der Krankenwagen vorfuhr war die Frage wohin mit den Skiern wir waren ja immerhin in Leogang und wohnten in Saalbach, doch Christof war so nett und ist abends extra nach Leogang gefahren um unsere Skier ab zu holen, das war echt nett.
Als wir vom Krankenhaus wieder kamen, wurde uns direkt vom gesamten Team und auch von den Mitreisenden Hilfe angeboten, da merkt man mal wieder das die Frösche doch eine große Gemeinschaft sind. Meine Freundin bekam Krücken ausgeliehen, Eis zum Kühlen wurde aufs Zimmer gebracht und am Abreisetag durfte sie so lang wie möglich im Zimmer bleiben.
Doch der Tag war noch nicht vorbei, es stand noch eine Rodelpartie auf dem Programm (natürlich ohne meine Freundin, die hatte die Fernbedienung). Nach dem Abendessen wurden wir von dem Bummelzug vor dem Hotel abgeholt. Es war eine rasante Fahrt mit lauter Stimmungsmusik, doch schließlich erreichten wir den Reiterkogel in Hinterglemm. Dort liehen wir uns Schlitten aus (Pfandgebühr 20,- Euro sollte man wissen) und fuhren mit der Gondel bis zur Mittelstation. Ich fand noch eine nette Mitfahrerin aus unserem Haus und so rodelten wir gemeinsam die Rodelbahn runter. Jedoch rodeln ist nicht gleich rodeln, denn diese Rodelbahn ist nicht nur wahnsinnig lang, sondern hat Kurven und einige Buckel, es war nicht nur ein riesen Spaß sondern der Gaudi schlechthin. Nach einer schnellen Rodelpartie ca. 15 Minuten, fuhren wir mit Bauchschmerzen vor lauter lachen wieder mit der Gondel hoch. Oben stärkten wir uns erstmal mit einem leckeren Radler und rodelten dann zu unserem Treffpunkt die Pfefferalm, welche etwa auf der Mitte der Strecke liegt (kann man leicht übersehen). So eine urige Hütte hat man noch nicht gesehen, einfach ein Muss für jedermann. Wir machten eine Pause von ca. 30 Minuten und wieder lernte man neue Leute aus dem Haus kennen. Doch jetzt mussten wir wieder auf den Schlitten und immer bergab. Inzwischen waren noch viel mehr Buckel auf der Strecke, was man am nächsten Tag auch mit blauen Flecken an den Beinen belegen konnte, es war heftig aber auch gut. Unten angekommen wartete auch schon der Bummelzug auf uns und wir fuhren zurück zum Hotel, wo wir zum aufwärmen ein Glühwein, gestiftet vom Haus, bekamen und noch etwas geplaudert wurde.

Mittwoch war leider schon unser Abreistag und es hieß Koffer packen. Um 10.00 Uhr mussten wir die Zimmer räumen und dann ging es noch mal auf die Piste, bei strahlend blauen Himmel. Zwei von uns blieben im Haus (natürlich der Kreuzbandriss) und bekamen Liegestühle auf die Terrasse gestellt, auch so kann man einen Tag genießen. Meine Bekannte und ich machten uns auf den Weg zur Gondelstation die Strecken bis nach Hinterglemm und wieder zurück, sehr schöne lange Abfahren und ein super Abschluss für einen gelungenen Skiurlaub. Zurück im Hotel konnten wir noch in der Sauna duschen, bekamen noch Würstchen als Heimreisesnack und um 18.45 Uhr fuhren wir mit dem Bus ab. Erwähnen möchte ich noch, das meine Freundin und ihr Gepäck mit dem Auto 150m weit bis zum Bus gefahren wurde. Für die tolle Hilfsbereitschaft bei dem ganzen Team möchten wir uns noch mal ganz herzlich bedanken. Die Rückfahrt verlief sehr ruhig, um ca. 22.00 Uhr wurde die hintere Hälfte des Busses als Schlafbus umgebaut, da die vorderen Gäste keinen Schlafbus gebucht hatten. Um 4.15 Uhr trafen wir in Köln-Deutz ein und ließen trotz des Kreuzbandrisses einen schönen Urlaub hinter uns.

Natürlich sind wir nächstes Jahr wieder mit Frosch-Reisen unterwegs, als Ziel wünschen wir uns mal ein nettes Haus in Sölden, ansonsten wird es wieder Saalbach sein.

Saalbach ist für jeden ideal der nicht gerne jede Piste zweimal fährt, ein Skizirkus halt. Es ist ein super ausgeschildertes Skigebiet, wer will kann AprĂ©ski machen, abends weg gehen oder auch im Haus bleiben.

Zu dem Hotel König möchte ich noch sagen, dass viele Gruppen im Haus waren und somit es natürlich immer Cliquen gab, da wir auch zu viert waren störte uns das nicht. Es gab auch einen großen Tisch, an dem allein- oder zu zweit Reisende saßen und miteinander Kontakt knüpfen konnten. Eigentlich war für jeden was dabei und man konnte sich mit allen nett Unterhalten. Die Gäste im Haus waren zwischen 35 und 45 Jahre alt und das Verhältnis zwischen Mann und Frau war ausgeglichen, Kinder waren um die Zeit gar nicht im Haus.

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