26. Juni 2014

Hotel Pontos im Mai 2014

Reisebericht von Andreas B. (AB-Frosch@war-im-urlaub.de)
FROSCH Reiseziel Sportclub Hotel Pontos in Sarti, Griechenland

Hotel Pontos im Mai 2014
Reise vom 24.05. bis 07.06.2014 von Andreas B.

Mitten in der Nacht ging’s los zum Flughafen Düsseldorf. Der Abflug war für 6:30 Uhr angesetzt. Und das an einem Samstag. Nach dem Einchecken bei Sonnenaufgang musste ich noch zwei Stunden warten. Herrlicher Sonnenschein durchflutete den Bus, der uns bis vor die Rolltreppe vor dem Flieger brachte. Nach ca. 20 Minuten Stillstand durften wir aussteigen und die Treppe heraufstürmen. Die Eile war unnötig, denn im Flieger konnten wir uns über eine Stunde an die Sitze gewöhnen ehe endlich die Elektronik der Toilettenspülung wieder funktionstüchtig war – so die offizielle Entschuldigung vom Piloten. Um Viertel nach 8 Uhr, kurz vor dem eigentlichen Landetermin, durften wir endlich in Düsseldorf abheben.

Nach 2 ½ stündigem Flug mit fantastischem Ausblick über die schneebedeckten Gipfel der Alpen landeten wir in Thessaloniki. Weitere 90 Minuten benötigte der hoteleigene Mercedes-Bus, um uns nach Sarti ins Pontos zu bringen. Mit schönstem Sonnenschein wurden wir von der Wanderteamerin Christin begrüßt. Schnell den Koffer ins Zimmer gebracht, Strandtuch ausgepackt und schon ging‘s die paar Meter ans Meer. Endlich: der Urlaub konnte beginnen.

Das Hotel hat sich seit meinem letzten Besuch vor fünf Jahren kaum verändert. Der Rezeptionsbereich wurde komplett renoviert und ist jetzt wie ein gemütliches Wohnzimmer mit einem Sessel, Sofa, Fernseher und einer kleinen Bibliothek ausgestattet. Der schöne Raum wird leider kaum genutzt, denn wenn das Abendbrot gegen 21:30 Uhr vorbei ist wird auch die Eingangstür verschlossen. Die beiden von mir erhofften Computer mit Internetzugang sind der Renovierung zum Opfer gefallen. Stattdessen wurde an einem W-LAN Netz gebastelt, was auch meistens funktionierte.

Beachvolleyballcamp
Seit meinem vorletzten Froschurlaub habe ich Geschmack am Beachvolleyball gefunden. In fast malerischer Kulisse liegt das Beachvolleyballfeld inmitten der Dünen direkt am Strand.

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Besonders der Drill bei den Beachvolleyball-Camps hat es mir angetan. Morgens um 7 Uhr klingelte der Wecker. Ohne den hätte ich es wohl nicht geschafft, pünktlich zu sein. Was tue ich mir da in meinem Urlaub nur an, dachte ich bei den beiden frühmorgentlichen Trainingseinheiten. Die anderen Übungsstunden waren am Nachmittag. Bei Hitze und deutlich stärkerem Wind lies uns Trainer Simon baggern, schmettern und – ganz streng wie auf der Homepage angekündigt: auf Hüftstütz folgt Liegestütz – bis die letzten Schweißtropfen aus den Poren kamen. 😉

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Am Freitag durften wir bei den abschließenden „Sarti-Open“ zeigen, was wir gelernt haben. Während sich die echten Beachvolleyballer in Zweierteams selber finden durften, wurden die Viererteams von Simon mit Anfänger und Profis zusammengestellt. In der Vorrunde wurden in Gruppenspielen die Teilnehmer für das Halbfinale ermittelt. Das Finale fand dann in der untergehenden Abendsonne statt. Die Sieger auf dem „Treppchen“ erhielten jeweils eine Urkunde und einen Preis, der meist sofort getrunken wurde.

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Mountainbike für Anfänger bis zum Profi
Ein Froschurlaub ohne Mountainbiketour geht natürlich gar nicht. Da wir am Anfang der Saison waren, hatten wir nagelneue Räder, die bei unserer Ankunft z. T. noch nicht einmal gefahren waren. Das haben wir natürlich sofort geändert. Für die Tour zur berühmten Yoghurt-Bucht war kein Rad mehr zu haben. Vor dem Hotel sammelten wir uns zum Start, versorgt mit Helm, Wasser und Sonnencreme. Die erste Steigung am Hausberg war schnell erklommen, danach ging es nur noch bergab und am Meer entlang. Schon nach wenigen Kilometern erreichten wir das ersehnte Ziel.

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Im „5 Steps to the Beach“ machten wir halt und stärkten uns mit einem Yoghurt, gebratenen Kalamaris und einem kühlen Fix. Wer wollte konnte noch ein paar Meter weiter strampeln und erreichte

Die unvollendete Stadt:
Vor inzwischen über 20 Jahren wurden zwischen Sykia und Kalamitsi über 70 km Straßennetz und mehrere Brücken samt Kanalisation angelegt, um (unbestätigten Aussagen nach) einen Altersruhesitz für höhere Beamte aus Politik, Militär und Polizei zu ermöglichen. Die fehlende Wasserversorgung war der Grund, warum die Häuser nicht mehr gebaut wurden und die Strassen und Brücken mehr und mehr verfallen. Heute erfreuen sich Kuh- und Schafherden an dem Grün in der verkehrsberuhigten Zone.

Unter http://kriaritsi.gr/infrastructure.php?lang=en kannst du Näheres nachlesen.

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Für die fortgeschrittenen Biker hatte unser Bike-Guide Pascal mehrere, abwechslungsreiche Routen in den Bergen ausfindig gemacht. Nach den oft anspruchsvollen Anstiegen zeigten sich dann die versprochenen „schönen Landschaften“.

Um zur Wetterhütte auf dem Berg direkt hinter dem Hotel zu kommen mussten wir gute 90 Minuten bergauf strampeln. Oben angekommen erstreckte sich ein Plateau mit einer herrlichen Aussicht bis zur anderen Küstenseite. Dort ging es immer wieder auf und ab um letztlich in einem großen Bogen in Sykia oder Kalamitsi zu landen, dort eine kleine Mittagspause zu machen und zum Abschluss der Tour die letzten Meter nach Sarti auszurollen.

Mal radelte unser Bike-Guide voran, um uns die richtige Abzweigung zu zeigen, mal war er am Ende, um die Nachzügler einzusammeln. Immer wieder gerne zeigte er uns seine Fahrkünste auf einem Rad.

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Die Coast to Coast-Tour ist die schönste, aber auch anspruchsvollste Tour. Mangels genügend Anmeldungen kann der Transfer auf die andere Küstenseite schon mal ausfallen. Wenn sich genügend konditionsstarke Radler finden kann die Tour verlängert werden in dem auch der Hinweg mit Bike über den Berg führt. Mit einer Pause mehr ist auch das gut zu schaffen. Auf jeden Fall wird man auf der anderen Seite der Berge mit einer schönen Fahrt entlang der Küste belohnt. Bei der Mittagspause in Toroni lockt wieder frisch gebratene Kalamari, die man sich – frisch gefangen und sonnengetrocknet – selber aussuchen kann.

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Hotel Pontos
Das Hotel Pontos ist schon einige Jahre älter, als das neugebaute Sarti Beach. Nicht unerwähnt lassen möchte ich den griechischen Eigentümer vom Hotel Pontos. Man merkt, dass er jahrelang in Deutschland gelebt und die Mentalität angenommen hat. Er sorgt für Sauberkeit und Ordnung. Das Abendbrot fängt pünktlich um 20 Uhr an. Die Tische müssen einzeln stehen bleiben, wie uns erst der Kellner und nach mehrfacher Ungehorsamkeit unsererseits auch der Chef höchst selbst bestätigte. So sei es im Vertrag festgehalten, wie er uns lautstark versicherte und setzte sich in die Nähe…

Wir hätten gerne in größeren Gruppen zusammengesessen, was meiner Meinung nach bei einer Gruppenreise nur verständlich wäre.

Nur für die Sicherheit der Gäste, so wurden wir aufgeklärt, wurde eine Kamera am Pool installiert. Nicht für den Barkeeper, so hatte ich vermutet, der damit schneller sehen kann, wenn die Gläser der Gäste wieder leer waren. Dem Barkeeper muss ich bei der Gelegenheit ein Lob aussprechen. Sehr regelmäßig kam er an die Tische und Liegen am Pool, um höflich nach unseren Wünschen zu fragen und versorgte uns mit Kaffee oder Bier je nach Bedarf. Die Bierkrüge an der Bar werden in der Tiefkühltruhe vorgekühlt, sodass beim frisch gezapften Bier sich kleine Eiskristalle im Bier bilden. So bleibt das Bier einige Zeit länger in angenehmer Trinktemperatur.

Die Zimmer sind für die Hitze im Hochsommer gebaut. Die Klimaanlage haben wir nicht gebraucht, da es auch so angenehm kühl und dunkel war. Große, helle Fenster hätten die Zimmer zur Sauna gemacht. Bei dem kleinen Fernseher wurden uns nach einigen Tagen sogar gleich zwei deutsche Sender eingestellt. Aber wer braucht die schon im Urlaub. Wichtiger war uns der große Balkon. Nach einer anstrengenden Tour lässt sich dort in der Abendsonne herrlich ein Bierchen trinken. Da unser Balkon zur nordwestlichen Flussseite gelegen war, konnten wir täglich den Abend und die ganze Nacht dem Froschkonzert lauschen. Empfindliche Gemüter sollten sich Ohrenstöpsel einpacken. Das frische Bier dazu holt man sich besser an der Hotelbar für 3 Euro. Alternativ gibt’s Kühlschränke im Verleih für 30 € die Woche. Zahlbar in bar natürlich, denn trotz aller modernen Technik im Hotel ist das bezahlen mit EC oder Kreditkarte nicht möglich. Da auch der Geldautomat im Ort nicht immer Geld ausspuckt, sollte man eine größere Menge Bargeld dabei haben. Dann lohnt es sich auch, im Hotel ein Schließfach zu mieten. Bares brauchst du z. B. für: Getränkekarte 55 €, Festbike 39 €, Volleyballcamp 69 €, Bootsausflug 30 €, evt. Mietauto oder Motorroller, Mittagessen (z.B. leckere Dorade 12 €), sowie die Getränke am Strand, bei den Radtouren.

Im Sarti Beach Hotel stehen übrigens die Kühlschränke kostenlos zur Verfügung, genauso wie die Liegen am Strand.

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Samstag – Abreisetag. Ein herrlicher Sonnenaufgang macht die Abreise doppelt schwer. Wieder ist ein schöner Urlaub vorbei mit viel Sonnenschein, schönen Biketouren, spannenden Volleyballspielen und nächtlichen Partys. Schön, dass ihr dabei wart: Jessika, Andreas, Daniel, Jens, Tanja, Jenni, Jörg, Gudi, Basti, Benni, Christian und all die anderen Frösche.

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4 Gedanken zu „Hotel Pontos im Mai 2014

  1. Axel

    Toll, Andreas, immer wieder eine Wohltat, Deine Berichte zu lesen. Habe mich an meine nun einige Jahren zurück liegende Salti Aufenthalte gut erinnert. Beim ersten war die Düne noch unangetastet und die Neckermann-Reisen typischen Schirmreihen nicht existent – erinnert halt an Pauschalreise und „Standardisierung“. Ciao, Axel aus Bonn.

  2. Andreas

    Diesen Reisebericht finde ich super, genauso wie ich es auch vor Ort in Sarti erlebt habe. Vielleicht klappt es ja demnächst mal mit Kühlschranken auf den Zimmern, damit man auch im Zimmer mal ne kalte Cola oder ein Bierchen trinken kann und somit die schönen vorhandenen Balkone auch genutzt werden. 30 Euro Kühlschrankmiete für 1 Woche finde ich stark übertrieben, das sollte Frosch mal ändern, so wie im Sarti Beach. Was ich noch erwähnte möchte ist der Transfer zum Flughafen, wo man teilweise 3 Stunden warten musste bis es los ging, das ist zu lang und länger wie eine Stunde sollte es doch nicht sein, lieber 10 Euro für die Reise mehr verlangen, damit der Start in den Urlaub nicht schon negativ beginnt. Sonst kann ich aber Sarti und das Pontos nur empfehlen und der Reisebericht ist wirklich toll.

  3. Andreas

    Hi Andreas,
    wer einen Kühlschrank will, wird wohl ins Sarti Beach ausweichen müssen. Da wird das ganze Hotel inklusive Küche von Teamern gemanagt.
    Ich werde erst mal die anderen Destinationen bereisen, bevor ich noch mal nach Sarti fliege.
    Sonnige Grüße
    Andreas

  4. Andreas

    Hallo Andreas, nächstes Mal werde ich ins Sarti Beach gehen – nicht nur wegen des Kühlschranks. Das gesamte Haus inklusive Küche wird von Teamern geleitet, d.h. die Wünsche der Gäste werden erhört. Auch die Zimmer sind größer und heller. Ich werde aber erst mal andere Destinationen bereisen. Gruß Andreas B.

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