25. Juni 2008

Inselfreuden auf Lesbos vom 04. bis 18. Juni 2008

Reisebericht von Anja Friese (anja_friese at web.de)
FROSCH Reiseziel Sportclub Hotel Aphrodite, Lesbos – Griechenland

Urlaubsplanung mit acht Frosch-Freunden aus ganz Deutschland?! Kann das überhaupt funktionieren? Ja! Sogar erstaunlich gut! Ein gemeinsamer Termin war schnell gefunden, und auch in punkto Ziel wurden wir uns sofort einig: Lesbos – noch ein Neuling im Froschrepertoire.

Die drittgrößte griechische Insel ist eine echte Bereicherung im Reiseangebot: Berge bis zu knapp 1000 m Höhe, kleine Buchten, Olivenbäume so weit das Auge reicht, ursprüngliche, einsam gelegene Örtchen, hübsche Esel und sehr freundliche Griechen.

Das familiengeführte „Hotel Aphrodite“ liegt ganz im Norden der Insel direkt am Meer an einer privaten Badebucht. Abgesehen vom Wellenrauschen, Möwengeschrei und gelegentlichem Ziegenglöckchenklingeln absolute Ruhe! Auch wenn einigen Teilen des Hauses eine Renovierung gut tun würde (für Herbst 2008 geplant), habe ich mich in meinem Einzelzimmer im Haupthaus sehr wohl gefühlt. Dazu beigetragen hat auf jeden Fall auch das engagierte und sympathische Hotel-Team. Ein großer Pool, Palmen im Garten, jede Menge Liegestühle, überall viel Platz.

Frühstück und Abendessen gab es jeden Tag auf der großen Terrasse. Mit dem Frühstück war ich sehr zufrieden, auch wenn mehr frisches Obst eine nette Ergänzung gewesen wäre. Das Abendessen hat noch Entwicklungspotenzial, aber das Salatbuffet war immer wunderbar: Tomaten, Feta, Tzatziki, gefüllte Weinblätter – köstlich!
Zweimal pro Woche wird das Abendessen außerhalb des Hotel organisiert. Eine schöne Abwechslung und eine gute Gelegenheit, die Lokale von Molivos kennen zu lernen. Besonders beliebt waren auch die Barbeque-Abende in der Strandbar. Sehr idyllisch bei Sonnenuntergang.

Lesbos

Der kleine Ort Molivos, zu Fuß ca. zwanzig Minuten entfernt, gilt als eines der touristischen Zentren von Lesbos. Von Trubel, Kitsch und Hotelburgen jedoch keine Spur!

Lesbos

Lesbos

Seit den 1950er-Jahren steht der Ort unter Denkmalschutz. Gekrönt von einer mittelalterlichen Burg, mit schmalen, kopfsteingepflasterten Gassen, unzähligen Treppen, hübschen Läden, Tavernen und CafĂ©s – sehr malerisch!

Lesbos
Bummeln ist hier ein Vergnügen. Besonders die Schmuckgeschäfte sind für weibliche Froschgäste eine Versuchung. Und auch in den Läden der heimischen Frauenkooperative lassen sich wunderbare Mitbringsel finden: Insel-Honig, Olivenöl, auf Lesbos gebrannter Ouzo, allerlei schmackhafte Saucen, handgetöpferte Schüsseln etc.
Nach erfolgreichem Einkauf kann man bei einem kühlen FrappĂ© aufs Meer und den kleinen Hafen blicken.

Nun aber zum aktiven Teil des Urlaubs:
Das Frosch-Sportprogramm auf Lesbos konzentriert sich aufs Mountainbiken, Wandern und Wassersport (Surfen, Katamaran, Kajak). Fast jeden Tag werden Wander- und Bike-Touren angeboten. Die meiste Zeit habe ich im Sattel meines Festbikes verbracht und die Insel mit dem Rad erkundet.

Lesbos bietet ein durchaus anspruchsvolles MTB-Terrain: viele Schotterpisten, Steine, steile Rampen, aber natürlich auch rasante Abfahrten auf der Teerstraße. Für geübtere Biker herrlich, für Anfänger an einigen Stellen nicht ganz so geeignet.

Zum Einstieg gab es eine etwas einfachere Tour zum kleinen Küstenort Skála SikaminĂ©as. Über einige Steigungen auf Schotter, am Meer entlang, vorbei an den heißen Quellen von EftaloĂş. Unser Ziel war eine liebevoll dekorierte Taverne im Bilderbuch-Hafen, wo man sehr leckeren griechischen Joghurt mit Honig, Obst und Nüssen oder fluffige Pfannkuchen essen kann. Eine schöne Atmosphäre: Katzenfamilien auf der Suche nach Leckerbissen, Oktopus-Tentakel zum Trocknen aufgehängt, Fischer, die ihre Netze flicken, eine weiße Kapelle und ein Papagei, der die Tavernengäste unterhält.

Lesbos

Die anderen Bike-Touren führten uns kreuz und quer durch den Norden der Insel. Nach schweißtreibenden Anstiegen wurden wir immer mit herrlichen Ausblicken belohnt und in den gemütlichen Dörfern von den Griechen mit fröhlichen Jássas-Rufen begrüßt.
Überall am Wegesrand gibt es Quellen, an denen wir unsere Trinkwasservorräte auffüllen konnten.

Besonders gut gefiel mir die MTB-Tour zu einem der zwei höchsten Berge der Insel, dem LepĂ©tymnos (968 m). Die lange Fahrt hat sich gelohnt. Auf dem Gipfel stehend sieht man weit über die Insel bis zum Golf von Kalloni.

Lesbos

Insgesamt über 8000 Höhenmeter haben wir uns erkurbelt. Sicherlich nicht unbedingt üblich für Froschreisen im Süden und nicht Jedermanns Sache, aber für mich eine riesige Urlaubsfreude!
Jede Bike-Tour wurde anschließend zusammen mit Bike-Guide Michel in der Strandbar mit einem Mythos-Bier begossen. Ein schöner Abschluss nach der gemeinsamen Anstrengung.

Nach den Touren blieb nachmittags immer noch viel Zeit, um zu baden, am Strand zu faulenzen, zu lesen, den Surfern und Katamaran-Seglern zuzuschauen oder sich selbst noch aufs Brett zu stellen. Lesbos ist zwar keine klassische Badeinsel – feine Sandstrände sind rar – aber der Kieselstrand hat auch seine Vorteile. Zumindest war man nach dem Einschmieren mit Sonnencreme nie sandig paniert.

Lesbos ist sicherlich eines der ruhigeren Frosch-Reiseziele. Das Angebot an Aktivitäten ist überschaubar, es bleibt neben dem Sport viel Zeit zum Seele baumeln lassen. Einige Mit-Urlauber hätten sich noch den einen oder anderen Ausflug gewünscht; vielleicht könnte Frosch das Programm noch etwas ausbauen.

Das „Hotel Aphrodite“ erlebt in diesem Jahr seine erste Frosch-Saison. Einige Wünsche und Bedürfnisse der Frösche sind wahrscheinlich noch ungewohnt, aber dieses Haus passt meines Erachtens sehr gut ins Konzept. Vielleicht wird ja sogar in Zukunft ein eigener Frosch-Sportclub daraus?!

Herzlichen Dank für zwei sehr erholsame und fröhliche Urlaubswochen an unsere Teamer Jeanette, Michel und Denis und an das gesamte Aphrodite-Team!

Anja Friese
24. Juni 2008

2 Gedanken zu „Inselfreuden auf Lesbos vom 04. bis 18. Juni 2008

  1. Axel F.

    Hallo !
    Lesbos scheint eine traumhafte Insel zu sein, die dazu noch nicht so überlaufen ist wie andere. Vom Hotel auf dem Palmenweg zum Strand – genial.
    Gruß Axel

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