21. Februar 2013

Irland Aktiv, 15. bis 22. September 2012

Reisebericht von Annette Winkler und Theresia Zeller
FROSCH Reiseziel Irland – Connemara Aktivreise

Am Samstag machten sich meine Freundin und ich auf den Weg zum Münchner Flughafen. Um 14 Uhr sollten wir eigentlich am Flughafen in Dublin auf unsere Mitreisenden treffen. Da sich unsere Flugzeiten aber kurzfristig nach hinten verschoben und wir nicht auf Anhieb  den Treffpunkt im richtigen Terminal gefunden haben, mussten leider 17 erwartungsvolle Menschen auf die zwei Mädls aus Bayern warten. Zu unserer großen Freude wurden wir aber sehr herzlich von unserem bayerischen Reiseleiter Thomas empfangen und machten uns sogleich auf die ca. vierstündige Fahrt nach Tourmakeady. Begleitet von irischer Musik bekamen wir einen ersten Eindruck von der Grünen Insel mit unendlichen Wiesen mit Kühen und Schafen.

Meine Freundin und ich waren im Annaghs View untergebracht – ein wirklich sehr schönes kleines Häuschen mit traumhaftem Blick auf den See Lough Mask. Dort starteten wir bei einem ausgiebigen Frühstück unseren ersten richtigen Urlaubstag am Sonntag. Es stand eine Wanderung ins Hochmoor an. Nachdem wir alle unsere Fahrräder entgegen genommen hatten, lag eine kurze Fahrt zum Ausgangspunkt vor uns. Von dort sind wir zu unserem Rundgang gestartet. Wir stellten fest, dass wir eine sehr lustige Truppe waren und hatten vom ersten Tag an sehr viel Spaß miteinander. Keiner der Urlauber hatte Probleme mit der Anforderung an die Kondition. Während der Wanderung betreuten uns unsere beiden Reiseleiter und erzählten uns viel zu Landschaft und Geschichte Irlands. Irland zeigte sich wettertechnisch wie erwartet: mal Regen, mal Sonne, mal Wind.

Am Abend ließen wir den ersten Tag im Pub mit Guiness und Whisky ausklingen und lernten uns so immer besser kennen.

Zwar steckte uns die Wanderung noch in den Beinen, trotzdem ging es am Montag zum Radeln. Glücklicherweise wurden uns zwei verschiedene Touren mit unterschiedlicher Länge und Ziel angeboten. Wir entschieden uns, getrennte Wege zu gehen – einmal gemütlich und einmal etwas anspruchsvoller. Die kurze Tour ging zu einer verlassenen Klosteranlage, die lange nach Cong. Die Fahrräder leisteten uns gute Dienste, sodass alle mehr oder weniger geschafft ans Ziel kamen.

Am Dienstag besichtigten wir Galway, wo uns ein kleiner Bus hinbrachte. Nach einer kurzen, interessanten Stadtführung gingen wir in kleinen Gruppen getrennte Wege, die einen shoppen, die anderen suchten den Atlantik. Auf dem Rückweg hielten wir fürs Abendessen bei einem „Familienbetrieb“ und wurden bestens bewirtet. Ein Teil der Gruppe traf sich am Abend noch auf einen Absacker im Pub in Tourmakeady. Wie sich herausstellen sollte, wurde das unser Stammpub, indem meine Freundin und ich jeden Abend viel Spaß mit Iren und Mitreisenden hatten.

Da die Wetterverhältnisse am Mittwoch einigermaßen in Ordnung waren, konnten wir uns zu Fuß auf den Weg zu unserer Kanutour auf dem Lough Mask machen. Aufgeteilt in zweier und dreier Kanus übten wir zuerst nahe um Ufer das Steuern – mehr oder weniger erfolgreich. Danach ging‘s raus auf den See. Der Reiseleiter begleitete uns ganz bequem mit dem Motorboot um eventuell Gekenterte schnell ans Ufer zu bringen. Wie die vergangen Tage auch, kam es auch durchaus nass von oben. Mit der richtigen Kleidung für uns aber kein Problem. Unser Lunchpaket nahmen wir auf einer kleinen Insel gemeinsam mit „wilden“ Pferden zu uns. Relativ früh zurück, hatten wir den Rest des Tages zu unserer freien Verfügung. Einige nutzten die Zeit, um ins nahegelegenen „Shoppingcenter“ ins „Stadtzentrum“ zu fahren. Dieses bestand aus zwei Zapfsäulen, einem Postamt und einem Tante-Emma-Laden sowie – nicht zu vergessenen –  einem Pub, wo wir natürlich wieder ein irisches Bier zu uns nehmen mussten. Als die einzigen zwei Bayern in der Gruppe versuchten wir unser kulturelles Erbe unseren Mitreisenden nahe zu bringen. Bis heute wissen wir nicht, ob sie verstanden haben, was eine richtige Maß Bier ist!

Nach dem Abendessen in unserem Stammpub gab es eine Tanzstunde der irischen Art. Uns wurden drei traditionelle Tänze gezeigt, die wir mit viel Humor geübt haben.

Der nächste Tag sollte vom Wetter her gesehen, der schlechteste werden. Geplant war eine Wanderung auf den Klippen in Achill. Leider machte uns Regen und Nebel einen Strich durch die Rechnung, sodass es zu gefährlich gewesen wäre. Wir machten das Beste aus der Situation und unternahmen eine kurze Wanderung auf der Insel. Bis auf die Unterwäsche durchnässt, landeten wir mal wieder im Pub, welcher zum Glück einen offenen Kamin besaß. Wir lernten das Getränk „Hot Whisky“ kennen und lieben.

Der Freitag entschädigte uns. Es war der einzige durchgehend sonnige Tag ohne Regen. Dieser Tag stand uns zur freien Verfügung. Wir beide nutzen die Chance uns die Arbeit eines irischen Schäfers zeigen zu lassen.

Am letzten Abend – wir waren alle etwas traurig, dass der Urlaub schon wieder zu Ende ging – gab‘s Barbecue. Das war das mit Abstand beste Essen. Traditionsgemäß haben wir die letzten Stunden im Maire Lukes (unser Stammpub) verbracht.

Einige von uns nutzten die Chance, noch ein paar Tage dran zu hängen und Dublin zu erkunden. Für uns ging es leider zurück ins wunderschöne Bayern, wo wir mit vielen Erinnerungen am Samstag landeten.

Alles in Allem war die Reise nach Irland eine tolle Erfahrung, die wir jederzeit weiterempfehlen würden. Die Unternehmungen sind mit normaler Kondition locker zu schaffen. Die Insel an sich ist einfach traumhaft und auf jeden Fall eine Reise wert. Nur eins sollte man nicht vergessen: die Regenjacke!!

Annette Winkler und Theresia Zeller

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