23. August 2008

Jassu aus Korfu!

Reisebericht von Nina Heuser
FROSCH Reiseziel Sportclub Korfu, Griechenland

Der Ort
Agios Georgios ist ein erstaunlich ruhiger Ort mit einem langen Sandstrand, der sich im Norden in eine Dünenlandschaft ausdehnt. Wie auf der ganzen Insel sind die Briten in der Übermacht: das spiegelt sich in den netten Sonderangeboten der Bars und Tavernen wieder – es scheint, griechisches Essen hat gegen Hamburger, Karaoke und Fußballübertragungen der Premier League verloren.

Anfang Juni waren fast keine Touristen da, die vielen Bars und Tavernen (es gibt auch welche ohne Engländer!) sind leer. Von den Teamern wird die Harley Bar empfohlen – den Tip kann ich weitergeben. Die Spaghetti dort sind wirklich lecker!

Im Ort gibt es ein All-inclusive Hotel – es wirkte, als wären dessen Gäste außer uns die einzigen im ganzen Ort. Auch der Strand war immer leer. Empfehlen würde ich die Liegen vor dem o.g. Hotel – an der Stelle wird der Strand wenigstens morgens vom angespülten Schilf gesäubert. An den anderen Ecken (auch vor der Mango Bar) türmte sich dahingegen meterhoch Schilf, der aber wohl in der Hauptsaison auch dort weggeräumt wird.

Das Hotel

Das Hotel liegt in einem wunderschönen großen und gepflegten Garten. Das Haus hat zwei Stockwerke und wirkt ebenfalls gepflegt. Die Frühstücksterrasse liegt vorm Gebäude. Leider hatten wir Pech mit dem Wetter und konnten nicht jeden Morgen draußen frühstücken, aber die Terrasse ist ein schöner Ort, um den Tag zu beginnen.

Hinter dem Hotel liegt der saubere und recht große Pool. Dort ist es sehr ruhig und ideal zum Erholen. Es waren immer genügend Liegen am Pool frei, und die Bäume bieten ausreichend Schatten. Der Platz um den Pool ist sehr großzügig, so dass sich alle Gäste verteilen.
Die Poolbar hat unterschiedliche Öffnungszeiten – leider schließt sie schon um 18 Uhr. Hier könnte man ruhig eine Stunde länger öffnen, da sich um die Zeit doch noch sehr viele Frösche am Pool rumtreiben. Die Bar bietet Snacks und, besonders zu empfehlen, den besten Frappee, den wir auf der Insel getrunken haben.
Die Einrichtungen können von den Gästen des Hotels und Clubs genutzt werden. Vorm Urlaub stellten wir uns, wie sicher viele, die Frage, was von beidem wir buchen sollen. Ich würde das Hotel empfehlen – in den Studios ist man so weit weg vom Meer und der Mango Bar. Die Studios liegen zwischen Wohnhäusern, mitten im Feld.

Die Zimmer
Das Zimmer ist geräumig und hell. Es gibt ausreichend Ablagemöglichkeiten, wobei der Schrank seltsam roch. Das Bad ist ausgestattet mit einer Badewanne. Aus dem Wasserhahn bzw. Duschbrause kam erstaunlich viel Wasser. Den Kühlschrank haben wir nicht benutzt. Im Fernseher werden griechische Programme gezeigt. Der Balkon lädt auch mal dazu ein, dort etwas auszuspannen.
Die Zimmer werden täglich geputzt, wobei meiner Meinung nach die Ecken dabei ausgelassen werden. Einmal pro Woche gibt es auch neue Handtücher.
Anfang Juni war es nachts recht kühl, so dass das dünne Bettlaken nicht ausgereicht hat. Mein Tip: Nehmt einen langen Pulli mit – dann wird man auch an den Armen schon mal nicht mehr von den vielen Mücken gestochen!
Über den eher kleinen Betten war schon ein Moskitonetz angebracht. In Korfu gibt es viele Mücken, die die Nachtruhe entweder durch Gesumme neben dem Ohr oder durch Juckreiz der unzähligen Stiche stören: man sollte auf jeden Fall einen Mückenstecker, Soventol und Autan von zu Hause mitbringen.
Wir hatten ein Zimmer im 1. Stock, direkt über der Frühstücksterrasse. Das ist aus zwei Gründen eher unglücklich: Nachts wird man von jedem Heimkehrer geweckt, der das eiserne Eingangstor auf- und zuschließt, und morgens beginnen die zwei netten Damen vom Frühstück die Tische und Stühle auf der Terrasse aufzustellen. Die Nacht“ruhe“ endet dann spätestens um halb 7.

Die Bar
Ein Highlight des Clubs ist sicher die Mango Bar direkt am Meer. Abends schaut man auf die Wellen und sieht den Sonnenuntergang.
In der Bar wird das Abendessen serviert, was ein weiteres Highlight ist. An der Stelle noch mal ein Lob an das Küchenteam Michele und Thorsten – das Hähnchen in Pesto war wirklich ein Traum. Es gibt ein Salatbuffet, verschiedene Hauptgerichte und ein Dessert. Das Essen ist abwechslungsreich und lecker.

Eigentlich sollte abends in der Bar auch gefeiert werden. Wir waren während der EM auf Korfu, so dass die Parties abends dem Fußball zum Opfer gefallen sind. Vielleicht lag es auch an der Zusammenstellung der Truppe – der Altersdurchschnitt war wesentlich höher, als ich es von bisherigen Froschreisen kannte.

Sport und Teamer
Der Sportclub auf Korfu bietet ein vielfältiges Sportprogramm an. Es sind genügend Fahrräder vorhanden, die Bike- und auch Wandertouren werden in verschiedenen Schwierigkeitsgraden angeboten.
Das Aerobic-Programm von Teamerin Saskia und Janne ist abwechslungsreich und kurzweilig.
Die Teamer haben sich wirklich Mühe gegeben, die Woche kurzweilig und interessant zu gestalten. Durch die verschiedenen „Sportlergattungen“ (Extrembiken, Extremsurfen und Extrembeaching) sowie dem Unterschied zwischen Hotelgästen und Studiofröschen ergab sich keine große Froschfamilie, sondern eher kleine Grüppchen, was ich persönlich schade fand.

Ausflüge
Der Busausflug nach Korfu ist mit 17 Euro recht teuer. Wir haben uns ein Auto geliehen und sind einen Tag über die Insel gefahren. Der Autoverleih in Agios Georgios ist günstig, die Straßen über die Insel leer, aber schlecht ausgebaut. Trotzdem sieht man mit dem Auto wirklich schöne Ecken Korfus.
Den Bootsausflug nach Paxos und Antipaxos sollte man auf keinen Fall versäumen: das Meer hat dort eine unschlagbar blaue Färbung, die beiden Inseln sind wirklich sehr schön.

Fazit
Korfu ist wirklich eine schöne Insel; durch die Olivenhaine kann man auch im Schatten Sport treiben, es gibt traumhafte Tavernen und zu viele Engländer. Der Club ist eine schöne Urlaubsanlage, das Freizeitprogramm vielfältig und abwechslungsreich und das Essen wirklich lecker. Wie gut einem eine Reise mit Frosch gefällt, hängt von der Gruppe ab – in der Gruppe hier kam nicht so richtig Partystimmung auf. Trotzdem kann man auch Korfu empfehlen: für Alleinreisende und Paare.

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