16. Oktober 2012

Kampanien – gelungener Abschluss des Sommers!

Reisebericht von Britta Siemers [Britta.Siemers at gmx.de]
FROSCH Reiseziel Sportclub „Il Tempio“ in Kampanien, Italien

Diesen Herbst wollte ich den Sommer noch ein wenig verlängern und habe mich nach längerem Überlegen für Kampanien entschieden. Mich reizte einerseits die Kultur, so dass auch ein wenig Abwechslung da ist (wenn einem danach ist), andererseits das umfangreiche Programm. Und so ging es am 06. Oktober 2012 zu unchristlichen Zeiten mitten in der Nacht zu Flughafen mit Flugziel  Neapel.

In Neapel angekommen wurden wir wie üblich gleich vom Frosch-Teamer in Empfang genommen. Zunächst mussten wir leider noch auf einen anderen Flieger warten, so dass wir den Urlaub gleich mit einem leckeren Cappuccino starteten, um die Zeit zu überbrücken.

Auf dem Transfer nach Marina di Casal Velino konnte man schon einen Blick auf den Vesuv werfen – der Vulkan ist gut sichtbar von der Autobahn aus.
Im Hotel Il Tempio angekommen konnten wir auch – trotz der zeitigen Anreise – schon unsere Zimmer beziehen. Ich hatte wieder einmal ein halbes Doppelzimmer gebucht und kann auch wieder nur sagen, dass es eine optimale Möglichkeit ist, ein wenig am Reisepreis zu sparen, ohne dass es den Urlaub auch nur ansatzweise verschlechtert. Außerdem hat man ja auch gleich einen Gesprächspartner, wenn man denn allein reist.

Der erste Tag verlief ziemlich unspektakulär, da Ab- und Anreisetag war und wegen des Schlafmangels bei mir sowieso nicht wirklich Lust auf Erkundung stand. Lediglich einen Spaziergang zum Dorf – ca. 15 Gehminuten ist der Hafen von Marina di Casal Velino entfernt – haben wir dann in einer kleinen Gruppe unternommen. Der Weg führt zwar kurz an der Hauptstraße entlang, führt einen dann aber den Großteil direkt an der Promenade zum Hafen, so dass man einen tollen Blick auf´s Meer hat. Der Ort selbst ist sehr schön – die Gegend ist sicher Urlaubsgebiet im Sommer für die Italiener, aber man hat nicht das typische Massentouri-Gefühl und das ist wunderbar! Es gibt unter anderem eine leckere Eisdiele und eine phantastische Yoghurteria – diese befindet sich auf der linken Seite der breiten Straße (etwa in der Mitte), die vom Hafen zu dem Doppelkreisel führt. Wer einmal im Ort ist sollte sich dieses Geschmackserlebnis auf keinen Fall entgehen lassen!!!

Abends gab es dann die erste Mahlzeit – jeden Abend sollte es von nun an ein 4-Gänge-Menu geben mit einer leckeren kleinen Vorspeise, danach folgt ein Pastagericht (welches man am Tag zuvor zwischen zwei Varianten wählen kann), als Hauptgericht gibt es wahlweise Fleisch oder Fisch (ebenfalls am Tag zuvor wählbar) und zum Abschluss folgt dann ein Dessert. Das Essen fand ich die gesamte Woche sehr lecker und abwechslungsreich und – zum Großteil – typisch italienisch.
Im Gegensatz zum Abendessen war das Frühstücksbuffet wenig abwechslungsreich – aber das ist ja typisch für südliche Länder. Aber hungrig ist sicher keiner in seinen Tag gestartet 😉

Am Sonntagmorgen folgte dann nach dem Frühstück die froschtypische Inforunde. Anschließend fanden die ebenfalls typischen Einführungstouren statt, so dass man eine kleine Orientierung über die nähere Umgebung bekommt und auch weiß, wo man das Wichtigste vor Ort findet.
Wir haben die Einführungswanderung mitgemacht und auch das leckere Eis noch im Ort genossen – dann sind wir allerdings auf eigene Faust schon zu einer Wanderung gestartet.
Die Landschaft ist herrlich – zwar auch bergig und dadurch sicher für Wanderungen und Radtouren auch anstrengend, aber selbst im Oktober noch grün, und es blühen hier und da sogar noch Blumen. Außerdem ließen wir uns immer wieder auf den Wanderungen Weintrauben und Feigen schmecken, die wir einfach am Wegesrand pflücken konnten.
Auf unserer Wanderung hatten wir viele schöne Ausblicke in die Landschaft und haben einen genaueren Eindruck bekommen, wie vielfältig und abwechslungsreich Kampanien – insbesondere der Nationalpark Cilento – ist. Die Berge im Hinterland sind sogar bis über  1.700 Meter hoch!

Abends fand dann die Welcome-Party statt. Diese Woche waren knapp über 60 Frösche im Hotel, damit zwar nicht ausgebucht, aber doch sehr gut gefüllt. Die Teamer haben sicher eine Menge zu tun gehabt – aber ein solch umfangreiches Programm habe ich bislang nicht bei Frosch erlebt! GROSSES LOB AN DIE TEAMER!!!!

Zunächst werden einige interessante Ausflüge angeboten – wobei ich lediglich den Kulturtrip auf den Vesuv,  verbunden mit einem Besuch in Pompeji , gemacht habe. Da die Anfahrt doch ein wenig länger ist, wollte ich meine „kurze“ Woche nicht mit 2 Tagestrips vollstopfen, sondern lieber noch Frischluft tanken, bevor bei uns der Herbst und Winter richtig loslegt.
Weiter wurden täglich bis zu zwei Wanderungen und Radtouren angeboten, wobei immer eine leichtere sowie eine schwerere Variante zur Auswahl standen. Abgesehen davon gab es einiges an Wassersportmöglichkeiten, und um diese Jahreszeit wird sogar noch eine separat buchbare Wanderwoche angeboten.

Ich habe das Frosch-Programm am Montag mit dem Ausflug auf den Vesuv und nach Pompeji gestartet. Die erste Stunde im Bus wurde von der Reiseleitung von BlueSoul – dem Kooperationspartner von Frosch vor Ort – mit einigen Infos über das Cilento gefüllt. Nach einem kurzen Cappuccino-Stopp wurde uns im Bus ein Film über Pompeji und den Ausbruch des Vulkans vor fast 2000 Jahren gezeigt. Nach ca. 2 Stunden Fahrt ging es dann die restlichen Höhenmeter zu Fuß hinauf auf den Vesuv. Glücklicherweise hatten wir auch gute Sicht, so dass man über Neapel einen tollen Blick hatte. Eine Führung vor Ort rundete das Programm ab. Danach ging es geschlossen weiter nach Pompeji. Es wurde auch hier eine offizielle Führung angeboten, die auch wunderbar organisiert wurde.
Hier habe ich mich jedoch von der Gruppe abgeseilt, da ich lieber auf eigene Faust die Ausgrabungsstätte besichtigen wollte. Auch das war überhaupt kein Problem, und wir haben uns alle später wieder am Ausgang getroffen.
Diese Ausflugskombi fand ich sehr interessant – aber sicher ist das auch Geschmackssache.

Am Dienstag habe ich mich gleich für zwei Radtouren angemeldet – die Woche will ja genutzt werden 😉 Die Schwierigkeitsgrade der Touren wurden mit Sternchen versehen (5 Sternchen = schwer, 1 Sternchen = leicht). Gleichzeitig gab es einen Ordner zur Info, in welchem der jeweilige Tourenverlauf detaillierter aufgeführt wurde. Die erste Tour am Morgen war – für mich – ziemlich anspruchsvoll. Es ging über insgesamt ca. 700 hm und ca. 35 km in die nähere Umgebung – aber der Ausblick war doch eine sehr schöne Entschädigung für das Gestrampele auf die Berge 😉
Auf den Touren wurde immer ein Cappuccino-Stopp eingeplant, so dass man auch ein nettes Ziel hatte, auf das man sich freuen konnte.
Die Nachmittagstour ging an ein Küstenörtchen in nördlicher Richtung. Alle Touren gehen größtenteils über Straße – wobei die ausgewählten Straßen wenig befahren sind. Ab und an geht es auch über Schotterpisten, aber keine Querfeldeintouren, so dass der Anspruch eher an die Kondition als an die Technik des Mountainbikens geht. Aber auch hier haben die Bike-Guides am Abend zuvor noch genaue Beschreibungen geliefert und standen einem mit Rat & Auskunft gern zur Seite.

Mittwoch habe ich mich dann für eine Tageswanderung entschieden. Die Tour zur Ziegenfarm war mit 18 km beschrieben und mit einigen Höhenmetern – und „Achtung – nasse Füße“! Dies war keine leere Versprechung, denn am Abend vorher gab es einen kräftigen Regenschauer, so dass wir auf der Tour auch die Schuhe ausgezogen haben, um über einen sonst eher  trockenen Bach zu kommen.  Ein wenig Abenteuer muss sein 😉 Wir hatten auf der Tour mächtig Spaß! Es war sehr abwechslungsreich und ging über Trampelpfade immer weiter in die Höhe, über Bachläufe und durch Eukalyptuswälder bis zu einem Agriturismo, wo wir am späten Mittag lecker mit hauseigenem Ziegenkäse verköstigt wurden. Anschließend gab es noch eine kurze Führung durch die Käserei und die Möglichkeit zum Einkaufen der hauseigenen Produkte. Nach der ausgedehnten Mittagspause ging es dann wieder abwärts zurück zum Hotel.

Am Donnerstag – um die Abwechslung einzuhalten – habe ich mir wieder eine Biketour rausgesucht – diese hat mich allerdings echt geschafft mit knapp 50 km und 700 hm, so dass ich den Nachmittag am hauseigenen Strand gefaulenzt habe und sogar zu müde war, um mir zur Belohnung ein leckeres Eis im Ort zu gönnen. ABER auch die Pizza an der hauseigenen Strandbar ist extrem lecker – wie das mit Steinofenpizzen in Italien so ist 😉

Meinen letzten Tag – Freitag – wollte ich mit einer Wanderung auf den Monte Sacro abschließen. Die Tour gehörte zu den Wanderwochentouren und stand zwar nicht auf dem Frosch-Programm, aber bei freien Plätzen hat man durchaus die Möglichkeit, einzelne Touren der Wanderwoche zu buchen. Der Monte Sacro ist mit 1.700 Metern der zweithöchste Berg im Cilento. Zunächst fuhren wir mit dem Bus auf ca. 700 oder 800 Meter Höhe, von dort ging es über einen alten Pilgerpfad auf die Spitze des Berges. Oben befindet sich ein altes Kloster. Leider wurden wir auf der Wanderung von einem heftigen Gewitter überrascht, so dass die Wanderung abgebrochen wurde. Nachdem wir alle einmal klatschnass geworden waren und die Sicht gleich Null war, fand das aber keiner von uns besonders schlimm 😉

Im Hotel angekommen haben wir dann festgestellt, dass nicht nur wir, sondern leider alle Aktiven vom Gewitter überrascht wurden. Aber da wir die Woche über so tolles Wetter hatten, hat es eigentlich jeder sportlich gesehen 😉 Aber die spontane Programmänderung mit einem Abschiedsspaziergang in den Ort (als es wieder trocken war) war auch schön 😉

Und schon war die eine Woche um. An den Abenden zuvor wurde über eine Fackelwanderung an den Naturstrand bis hin zum italienischen Kinofilm immer etwas geboten. Am letzten Abend fand an der Strandbar dann eine kleine Abschiedsparty statt, wo Angelo uns noch einmal einige schöne Augenblicke, die auf den Ausflügen festgehalten wurden, auf der Leinwand gezeigt hat.

Mein Fazit:
Kampanien ist ein herrlich abwechslungsreiches Ziel. Es wird sehr viel geboten, und auch für die ganz Aktiven ist der Nachmittag noch gut ausgefüllt. Aber auch für diejenigen, die nur ein wenig Bewegung und dafür mehr Strand und Meer genießen möchten, ist das Ziel lohnenswert. Es ist kein typisches Touristenörtchen, so dass man vergeblich irgendwelche Hotelburgen sucht – man findet aber ein (wie ich finde) typisches Italien – mit Einheimischen, die einen immer mit einem Lächeln grüßen, und alten beschaulichen Dörfern, in denen die Zeit stehen geblieben zu sein scheint.
Sicher gibt es von Reisezeit zu Reisezeit Unterschiede. Ich persönlich würde mich wieder für den Herbst entscheiden – dann ist es nicht mehr zu heiß für die sportlichen Aktivitäten, aber noch angenehm warm tagsüber und erholsam frisch am Abend.

Ein dickes DANKESCHÖN an die Froschteamer vor Ort – Daniela, Janine und Angelo. Ihr habt ein super umfangreiches Programm auf die Beine gestellt, so dass einem die Entscheidung sehr schwer fiel, was man zuerst und was zuletzt machen soll (Vergleichbares hatte ich bislang bei Frosch noch nicht in dem Umfang!). Ihr habt stets gute Laune verbreitet, habt tolle Tipps gegeben, konntet sehr viel Interessantes über die Umgebung des Cilento erzählen und es hat riesig Spaß gemacht, mit Euch diese Gegend zu erkunden.

Für mich war es ein gelungener Sommerabschluss – und mit Sicherheit nicht mein letzter Besuch in Kampanien!

3 Gedanken zu „Kampanien – gelungener Abschluss des Sommers!

  1. Sabine Kahn

    Du sprichst mir mit Deinem Reisebericht aus dem Herzen, ich bin gerade zurück und muss sagen, das ich umbedingt noch einmal dort hin möchte um einige andere Ausflüge zu machen. Eine Woche ist zu kurz für all die schönen Vorschläge.

  2. Diana

    Ich bin auch grade am Samstag zurückgekommen.
    Schöner Bericht und ich kann auch allem nur zustimmen. Und der Ausflug an die Amalfiküste war auch noch sehr lohnenswert.

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