5. Oktober 2009

Kampanien im September – 2 Wochen sind eigentlich zu kurz…

Reisebericht von Gunther Haschker (Gunther at learntomove.de)
FROSCH Reiseziel Sportclub „Il Tempio“ in Kampanien

Auch dieses Jahr ging es wieder mit Frosch in den Sommerurlaub. Ziel war dieses Mal Kampanien und das „Il Tempio“ in Marina de Casal Velino. Um es vorweg zu nehmen: Der Urlaub hat unsere Erwartungen in jeder Hinsicht erfüllt bzw. übertroffen. Neben den in anderen Berichten bereits mehrfach erwähnten kulinarischen Köstlichkeiten des Hotels hat uns besonders die Vielzahl der Aktivitäten beeindruckt, die wirklich keine Wünsche offen lassen. Wanderungen und Mountainbiketouren in allen Schwierigkeitsstufen, Kultur und Naturschönheiten sowie Wassersport und Fitness – Sportlerherz was willst Du mehr.

Nach unserer Ankunft am Samstag und dem ersten positiven Eindruck vom Abendessen ging es Sonntag mit den bereits bekannten Informationsveranstaltungen los. Die Schnupperwanderung war etwas länger als gewohnt und hielt an jeder Ecke etwas zu essen parat: Weintrauben, Feigen, Tomaten, Melonen, Birnen usw. Dank der Erläuterungen von Andrea und Sindy eine sehr kurzweilige Angelegenheit und das abschließende Eis war auch nicht zu verachten!

Der Montag brachte dann die erste MTB-Tour nach Acciaroli, die mit 28 km und 300hm recht zahm ausfiel. Ein nettes kleines Örtchen mit kleinem Hafen und netten Cafés sowie mehreren interessanten Geschäften (für Frauen) – unbedingt Crema de Café probieren, gilt übrigens für alle Touren und alle Pausen! Zufrieden wieder im Hotel wartete Andrea mit einer Runde Nordic Walking. Obwohl kein Freund des „Stöckchengehens“ habe ich mich als einziger Mann überreden lassen und war positiv überrascht. Zum einen hat Andrea die Technik sehr detail-liert erläutert, zum anderen hat Nordic Walking doch in Ansätzen etwas mit Sport zu tun, wenn man es richtig macht ☺.

kampanien1

Am Dienstag hatten wir unsere erste intensive Erfahrung mit Sindy von Blue Soul. An dieser Stelle schon einmal ein „herzliches Dankeschön“ für die tollen Ausflüge, die detaillierten In-formationen und die „Grenzerfahrungen“. Der Ausflug begann mit einer Busfahrt in das Hinterland, wo wir dann durch die Calore Schlucht wanderten. Auf verschlungenen Bergpfaden und alten römischen Wasserleitungen ging es auf und ab, um dann zum Mittagessen mit selbstgemachten Nudeln verwöhnt zu werden. Anschließend ging es mit dem Bus nach Laurino, wo wir zuerst am Fuße des Städtchens die Kirche der heiligen Elena besichtigten (inkl. Geschichte und Bad von Sindy im 9 Grad kalten Wasser), um dann den steilen Anstieg nach Laurino in Angriff zu nehmen. Wie jeder Ausflug mit Sindy nichts für „Weicheier“, aber die gibt es bei Frosch ja eher selten.

Am Mittwoch stand dann für mich die Panorama-Tour auf dem Programm (700hm, 35 km und 7km Schotterpiste), während Uli (meine Gattin) sich die Tagestour an die Amalfi-Küste und in das Tal der Mühlen inkl. abendlichem Bootstrip nach Salerno gönnte. Während wir Mountainbiker die Aussicht vom Panorama-Restaurant genossen, hatte die Amalfi-Küste eine unzählige Vielfalt von überwältigenden Panoramen zu bieten – unbedingt empfehlenswert.

Donnerstag war für uns Ruhetag, während ansonsten „Hike & Bike“ auf dem Programm stand. Zuerst gilt es eine ordentliche Wanderung auf den Monte Sacro oder den Monte Stella zu bewältigen, um dann mit den Rädern (werden hintransportiert) eine wundervolle Abfahrt zu genießen. Wir haben es in den beiden Wochen leider nicht geschafft, haben aber die zufriedenen Gesichter der Teilnehmer gesehen. Ganz Harte können die Touren natürlich auch komplett hochfahren…

kampanien2Für den Freitag hatten wir wieder das Vergnügen, eine Wanderung mit Sindy zu erleben. An-gekündigt als leichte Wanderung durch Olivenhaine entpuppte sich der Trip nach Pichotta als mittleres Survivaltraining mit integrierter Olivenölverkostung. Da die Tour längere Zeit nicht begangen war, musste Sindy (Lara Croft kann einpacken…) den Weg zeitweise mit der Ma-chete freihauen bzw. kurzfristig neue Wege suchen. Auf dem Gipfel angekommen gab es frisches Brot, Oliven, Käse, Tomaten und Olivenöl zum Testen – sehr gelungene Aktion! Der Abstieg war nicht weniger interessant und der abschließende Rundgang durch Pichotta mit dem obligatorischen Crema de Café rundeten den gelungenen Ausflug zusätzlich ab.

Samstag und Sonntag stand dann in Eigeninitiative ein Trip nach Salerno (muß nicht unbe-dingt sein) und eine Wanderung nach Velia (antike Ausgrabungsstätte) auf dem Programm. Einfach mit dem Rad oder zu Fuß zu erreichen bietet Velia eine antike Stadt von ehemals 80.000 Einwohnern mit zahlreichen Gebäuden und detaillierten Erläuterungen sowie der Möglichkeit für ein Picknick mit imposantem Ausblick.

kampanien3

Für den Montag hatten wir uns dann die Fahrt nach Pompeji vorgenommen. Entgegen der Mehrheit sind wir nicht mit auf den Vesuv gegangen und haben es auch nicht bereut. Das an-tike Pompeji bietet eine solche Vielzahl an außergewöhnlichen Ausgrabungen, das man durchaus auch einen ganzen Tag darin verbringen kann. Wir hatten 5 Std. inkl. Führung und haben gerade mal die Hälfte gesehen. Absolut gigantisch war allerdings der einsetzende Re-gen. Innerhalb weniger Minuten stand alles unter Wasser, allerdings funktionierte der Wasserabfluss auch nach 2000 Jahren reibungslos – ganz im Gegensatz zum heutigen Pompeji! Wir verbrachten einen Teil des Regens im Bordell, mussten aber der nächsten Gruppe weichen und wurden bis auf die Haut nass.

kampanien4
Jupitertempel mit Vesuv

kampanien5

Bordell mit Abbildungen

kampanien6

Stadtmauer

kampanien8Am Dienstag war dann wieder MTB angesagt. Die Tour nach Ceraso und Castelnuovo hatte neben 42,5km und 780hm ein sehr welliges Profil zu bieten. Zwischenzeitlich gab es 50% Schwund unter den Teilnehmer (… der Hund war schuld…), letztendlich waren aber wieder alle zusammen und bewältigten die letzte Etappe kpl. und ohne abzusteigen. Der fantastische Ausblick von der Burg und die nette Bedienung entschädigten für die Strapazen.

Der Mittwoch brachte dann ausgiebigen Regen, was uns aber nicht daran hinderte, eine kleine MTB-Tour nach Acquavella zu unternehmen. Alex und wir 3 tapferen Mitstreiter kämpften uns also bei strömendem Regen den Berg hinauf, um dann die Räder teilweise runter zu schieben, da die Strasse zu glatt war – verkehrte Welt.

kampanien9

Für den Donnerstag haben wir uns dann eine Wanderung mit Andrea ausgesucht. Der Weg nach Pioppi war durchgehend gut zu begehen und so ergaben sich zahlreiche Gespräche unter den „Fröschen“. Zwischendurch begegneten wir einem einheimischen Elektrohändler, der uns erst einmal sein Ferienhaus inkl. Hunden, Ziege Pedro, Kanarienvögel und selbstgebautem Springbrunnen zeigen musste. Ein Paradebeispiel für die Freundlichkeit der Italiener, die wir in den beiden Wochen an allen Ecken kennen gelernt haben. In Pioppi wurden wir dann von einem Schlauchboot abgeholt und direkt am Hotel abgesetzt. Bis an den Strand eine saubere und trockenen Sache – wäre da nicht die letzte Welle gewesen, die uns alle kpl. überrollt hat.

Freitag haben wir die Woche dann mit einer kleinen MTB-Tour nach Acciaroli und einer Kajak-Tour auf dem Meer und dem nahe liegenden Fluß ausklingen lassen. Auch hier mussten wir uns der letzten Welle am Strand geschlagen geben…

Insgesamt kann man den Urlaub nur als absolut gelungen bezeichnen. Neben den zahlreichen Aktivitäten, die locker auch für 3 Wochen reichen, gibt es ein recht abwechslungsreiches Fitness-Programm von Andrea und ein ebenso großes Angebot an Wassersportaktivitäten. Das Beach-Volleyballfeld könnte mal überholt werden, genügt aber den allgemeinen Ansprüchen.

Zum Schluß möchten wir uns noch einmal bei dem gesamten Team von Frosch und Blue Soul für den schönen Urlaub und die tollen Erlebnisse bedanken.

kampanien10
Frühstücksterrasse Hotel

kampanien11

Blick nach Castelnuovo

kampanien12

Amalfiküste

4 Gedanken zu „Kampanien im September – 2 Wochen sind eigentlich zu kurz…

  1. Andrea

    Danke und liebe Grüße vom ganzen Team aus Kampanien 🙂 Immer wieder schön zu lesen wenn es euch bei uns gefallen hat!

  2. Simone

    Hallo Gunther,danke für den schönen Beitrag ,ich fand Italien auch wunderschön und werde wohl das Froschziel Italien nächstes Jahr nochmal in Angriff nehmen.Danke nochmal an das Team.

  3. Myriam

    Hallo Gunther,

    Du hast sehr treffend die schöne Zeit im Il Tempio beschrieben. Die gemeinsame Wanderung mit Euch und dem Rest der Truppe hat auch mir sehr viel Spaß gemacht.

  4. Klaus

    Gunther, dein Reisebericht ist prima und auch die Fotos bringen mich dort in den Gebieten die du besucht hast. Danke für die tiefgehende Beschreibung.

    Viel Erfolg,
    Klaus

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

* Die Checkbox für die Zustimmung zur Speicherung ist nach DSGVO zwingend.

Ich stimme zu.