30. September 2010

Kampanien – „Marina di Casal Velino“ vom 26.06. – 10.07.2010

Reisebericht von Diana Tacke [diana.tacke at gmx.de]
FROSCH Reiseziel Sportclub „Il Tempio“ in Kampanien, Italien

Meine 2. Reise mit Frosch begann bei schönstem Deutschland-Sommerwetter und schon am Flughafen in Köln traf ich direkt die ersten Frösche.

Auch im Flieger saßen neben mir zufälligerweise zwei weitere „Fröschinnen“, so dass die ersten Kontakte geknüpft waren und die Zeit wie im Fluge (muharhar) verging.

Nachdem wir Deutschland bei herrlichem Sonnenschein und ca. 30°C verlassen hatten, landeten wir in Neapel (nicht Nepal – da hatte uns die Stewardess dann doch einen Moment verunsichert) unter vielen, grauen Wolken und Tröpfelregen. Die ersten langen Gesichter machten sich breit, als wir auf die restlichen Deutschlandflüge warteten und sogar vor einem kleinen Regenschauer Schutz suchen mussten.

Daniela, unsere Reiseleiterin, versuchte aber alles, um die leicht düstere Stimmung zu retten (während wir durch inzwischen strömenden Regen per Bus Richtung Marina Casal Velino unterwegs waren). Ein Anruf im Hotel bestätigte ihr, dass in Marina Casal noch die Abendsonne schien und kein Zeichen auf Regen hindeutete. Außerdem unterhielt sie uns die lange Busfahrt hinweg immer wieder mit Anekdoten, Geschichten und gab uns schon mal die erforderlichen Basis-Infos zum Hotel, Bezahlen vor Ort, Städtchen usw..

Diese Informationen konnten wir dann auch direkt im Hotel in die Tat umsetzen. Als erstes wurde eingecheckt und dabei bekamen wir unsere „Geldkarten“ ausgehändigt, die wir fix am Automaten in der Eingangshalle aufladen konnten. Ist eigentlich ganz einfach, Karte rein, Betrag einwerfen, Karte rausnehmen. Sollte das Teil mal wie wild piepsen (und das tut es gern), einfach nochmal versuchen und weitermachen, das beruhigt sich dann schon wieder. 😉

Obwohl die offizielle Essenszeit schon vorüber war, gab es noch ein Menü für uns und einen extra eingedeckten Bereich im Speisesaal. Außerdem konnten wir da schon unsere Essensauswahl für den kommenden Abend treffen.

Danach saß man nur noch gemeinsam auf der Poolterrasse und lernte sich ein wenig kennen, bevor es –zumindest für mich- recht früh aufs Zimmer ging, dass natürlich auch erst mal ausführlich inspiziert werden wollte.

Ich hatte ein gemeinsames Doppelzimmer im Erdgeschoss gebucht und muss sagen, dass ich damit mehr als zufrieden war. Auf der eigenen Terrasse gab es einen Wäscheständer für jedes Zimmer (superpraktisch) und einen Tisch mit zwei Stühlen.

Im ausreichend großen Zimmer sogar einen Fernseher –den wir nie angemacht haben-, Klimaanlage, Dusche und WC und sogar ein Bidet. Alles sehr sauber und die Betten waren bequem.

Auch meine Zimmernachbarin lernte ich direkt kennen. Und wie von Frosch gewohnt, war es wieder total locker und ungezwungen. Vor meinem ersten Froschurlaub letztes Jahr hatte ich noch die schlimmsten Befürchtungen, aber die sind mir inzwischen alle genommen und ich hoffe, ich habe weiterhin so nette Mädels mit auf dem Zimmer!! 🙂

Da wir am Samstag im Dunkeln angekommen waren, hatte man sich leider kein genaues Bild mehr vom Strand und der Umgebung machen können. Aber die sonntägliche Morgensonne lockte aus den Zimmern und auf die geniale Poolterrasse heraus. Den Morgen so zu beginnen, in der Sonne neben dem großen Pool sitzen, frühstücken und aufs Meer schauen, ja das hat schon was. Der Urlaub war da!!

Am ersten Vormittag startete bereits der allseits bekannte Frosch-„Stress“ ;-). Erst mal Infoboard checken, dann Begrüßung durch die Teamer und Blue-Soul-Mitarbeiter an der Strandbar und dann gab’s auch schon die ersten Schnuppertouren.

Ich bin ja bisher nur ein kleiner-zweimal-gereister Frosch, aber ich muss schon sagen, was das Frosch-Board in Kampanien bietet ist der Hammer! So viele Ausflüge, Touren, Sportmöglichkeiten, ich war wirklich froh zwei Wochen zu bleiben, weil ich so vieles mitmachen wollte und teilweise echt die „Qual der Wahl“ hatte. Super!

Die Tagesausflüge werden von Blue Soul organisiert. Ich habe die „CilenTour“ und einen Ausflug nach Positano an der Amalfiküste mitgemacht.

Beide sind absolut traumhaft. Zwar gibt’s bei beiden relativ lange Busfahrten, aber die Wanderungen an sich sind toll und ich bin so in Foto-Euphorie verfallen, dass ich am liebsten alle 5 Meter ein neues Bild geknipst hätte (naja hab ich eigentlich auch).

Bei der CilenTour sind wir einige Stunden gewandert und auf der Strecke dann mittags in eine kleine Trattoria eingekehrt, in der es selbstgemachte Pasta gibt. Kann ich echt nur jedem empfehlen, das war wirklich klasse und so lecker, dass man noch am liebsten den Teller abgeleckt hätte ;-). Danach ging es wieder ein Stück mit dem Bus weiter und dann wurde wieder gewandert bis zum Nachmittag. Gegen Abend kam man per Bus zurück und hatte noch Zeit für eine schnelle Dusche oder Abkühlen im Pool vor dem Abendessen.

Nach Positano sind wir auf dem „Pfad der Götter“ gewandert und es war wirklich traumhaft. Die Aussichten und die Umgebung… zu schön um wahr zu sein, man ist einfach hin und weg. Um an den Strand und die Promenade von Positano zu kommen, muss man etwas mehr als 1100 Treppenstufen runter laufen. Man möge mir verzeihen, die genaue Zahl habe ich vergessen. Habe es auch nur geschafft bis 700 mitzuzählen, dann hab ich mich leider verzählt, menno… Nach ein wenig Freizeit in Positano ging es dann per Fähre von Positano über Amalfi nach Salerno, wo der Bus für die Rückfahrt wartete. Wirklich gelungene Ausflüge und auch die anderen, die beim Vesuv waren oder die andere Amalfi-Tour mitgemacht hatten, waren immer hellauf begeistert.

Leider gibt’s da für mich trotzdem einen kleinen Kritikpunkt. Nämlich der Preis. Klar, dass Transfer und Mitarbeiter bezahlt werden wollen, aber jeder dieser Tagesausflüge kostete mich 28 Euro zzgl. Geld für Essen und Getränke oder auch das Ticket für die Fähre in Positano. Die Ausflüge waren wirklich super und haben sich gelohnt und ich bin auch sehr froh, dass ich sie mitgemacht habe; aber andererseits fielen die anderen Touren für mich aus, weil es einfach zu teuer geworden wäre.

Natürlich muss das jeder für sich entscheiden, aber günstig kann man es halt nicht nennen.

Ansonsten bin ich auch mehr ein Wanderfan und habe daher nur zwei kleine Bike-Touren mitgemacht. Die Schnuppertour und die zum Strand von Ascea. Beide waren nicht sonderlich anspruchsvoll oder lange, haben aber trotzdem sehr viel Spaß gemacht. Die anderen Touren waren auf einer Skala von ist-zu-schaffen bis absolut-Hardcore vertreten. Aber alle Rückkehrer waren immer ganz euphorisch.

Die Wandertouren, die wir machten, waren alle recht gut zu schaffen. Dadurch dass bei uns zwei Wochen lang die Sonne nur so knallte, war es einfach durch die Hitze sehr anstrengend. Aber auch da zeigten die Teamer Flexibilität und so wurden Touren auch mal kurzerhand etwas abgeändert, damit sich genügend Teilnehmer fanden.

Genauso die Fitnesskurse, von Bauch-Beine-Po über Step-Aerobic, Nordic Walking, Volleyball, Hallo Wach, Blue Hour bis Pilates war alles dabei. Und durch Teilnehmermangel habe ich dann auch mal eine Privatstunde Aerobic abbekommen, fühlte mich fast wie mit einem Personal Trainer. War echt super, nochmal vielen Dank auf diesem Weg, liebe Daniela!

Außerdem wurde das Team auch nicht müde andere Aktivitäten zu organisieren oder anzubieten. Daniela dachte sich einen richtigen, kleinen Italienisch-Sprachkurs aus und  –natürlich- wurde jedes WM-Spiel per Beamer übertragen und die Deutschland-Spiele selbstverständlich groß abgefeiert!! Jetzt hätte „Schlaaand“ eigentlich nur noch Meister werden müssen… 😉

Und erwähnt sollte auch noch das Sport-Angebot von Blue-Soul werden. Ich war bei der Cat-Schnuppertour dabei, war schnorcheln, kajaken und habe einen Ausritt gemacht (letzteres übrigens mein persönliches Urlaubshighlight ). Obwohl –wie oben schon gesagt- alles nicht billig, musste halt doch ein wenig von dem Angebot von mir genutzt werden. Ich war zum 1.Mal in meinem Leben schnorcheln, hätte mir von unserem Schnorchelguide auch ein wenig mehr Empathie gewünscht, aber dennoch war es schon genial. Und einem weißen Hai sind wir glücklicherweise nicht begegnet!! Surfen und tauchen sind nicht so meine Welt, dennoch muss ich zugeben, dass ich mich von Tauchlehrer Roberts Begeisterung für den Wassersport fast ein wenig anstecken ließ. Wer so enthusiastisch über seinen Job spricht und ihn so offensichtlich gerne tut, der weiß auch die Leute zu begeistern, da macht’s schon Spaß nur zuzusehen. 🙂

Hatte ich durch einige Urlaubsberichte schon gefürchtet, in Kampanien partymäßig etwas zu kurz zu kommen, so wurde ich positiv überrascht. Ob Fackelwanderung, Casal Velino by night, Mottoparty oder sogar italienisches Karaoke (war lustiger als es klingt!!), für jeden war was dabei und wir konnten uns alle so richtig auszappeln. Und unter sternenklarem Himmel durch die Nacht zu feiern, wann hat man das schon mal?? Das war klasse!!

Und trotzdem, wer mal keine Lust auf irgendwas davon hatte, konnte nach gewohnter Frosch-Manier –ohne böse Blicke zu ernten- auch früh ins Bett gehen oder den Tag faul am Strand verbringen. Kein Zwang, kein Muss, nur tolle Angebote und nette Menschen. Das hat Frosch wirklich drauf.

Das Örtchen Marina di Casal Velino ist klein und eher unspektakulär. Eiscafes, ein paar Restaurants, Kneipen… Einerseits nett, dass man nicht dauernd von typischen Touristenfallen (nachgemachte Labels und Billig-Souvenirs) umgeben ist, aber andererseits fiel es schon fast schwer, ein paar Postkarten für die Zurückgebliebenen zu finden. Gemütlich die Strandpromenade direkt bis zum Hafen hinunter zu flanieren ist aber schon nett und zu gucken gibt es auf jeden Fall genug. Vom Hotel aus sind es in gemütlichem Schritt ca. 15-20 Minuten zu gehen, ein kleiner, angenehmer Spaziergang.

Na, aber wie das eben so ist, gibt es leider auch Mängel. Zumindest bestanden die für mich.

Zu der Zeit, in der ich nach Marina Casal reiste, gab es noch den „sagenumwobenen“ Strandbagger. Durch Stürme und Unwetter sind die Strände in der Velia-Bucht (wozu auch der Strand vom Hotel gehört) sehr abgetragen worden. Der Strandbagger versuchte, unter großem Getöse, „Steinbarrieren“ im Meer zu errichten, um Schutz vor großen Flutwellen zu bieten. Ebenso war der Hotelstrand inzwischen sehr geschrumpft und es gab keinen Sandstrand, der sanft ins Meer übergeht, sondern große Felsbrocken, die die Sicht versperrten. Zudem viel Kies im Sand und den ein oder anderen Sandgraben (in und außerhalb des Wassers), den es zu bezwingen gab. Durch die Arbeit des Baggers war das Wasser auch permanent aufgewühlt und brackig-braun – beim einzigen Mal, als ich im Meer war, schwamm ich direkt gegen einen bis unter die Wasseroberfläche reichenden Felsen, an dem ich mir Bauch und Knie aufschürfte. Danach hatte ich dann genug vom Meer und tummelte mich nur noch im Pool.

Klar sehe ich ein, dass diese Arbeiten wichtig für die Küste sind und ich will sie auch überhaupt nicht kritisieren. Aber Fakt ist: Meine Mitreisenden und ich wurden von Frosch nicht auf diese Zustände hingewiesen. Wenn ich Urlaub buche sind mir Strand und Meer sehr wichtig und in diesen 2 Wochen konnte ich dies überhaupt nicht genießen. Der Strand war winzig und überhaupt nicht mehr so wie auf den Fotos im Katalog dargestellt und der Bagger hielt sich von 13 Tagen ca. 9 Tage genau vor dem Hotelstrand auf. Hätte ich das vorher gewusst, hätte ich vielleicht umgebucht. Sollte so etwas noch einmal passieren, würde ich mir von Frosch eine rechtzeitige Information und Umbuchungsmöglichkeit wünschen!

Leider fand ich auch das Essen im Hotel nicht gerade gut. Das ist natürlich auch Geschmackssache. Was ich nicht mag, finden andere vielleicht superlecker, aber das hier ist mein Urlaubsbericht und mir hat es leider meistens nicht geschmeckt.

Das Frühstück war jeden Tag gleich, Marmelade, Nutella, Brot und Margarine immer in abgepackten kleinen Plastiktöpfchen, das Obst zum Teil verdötscht, die Brötchen klein und geschmacklos, Kaffee und O-Saft aus dem Automaten. Wer wollte, konnte sich spezielle Kaffeearten  oder andere Getränke gesondert bestellen, das kostete aber natürlich extra. Auch Wurst und Käse wurden nicht groß erneuert, es gab nur gekochte Eier, die einen Tag steinhart und am nächsten weich und glibberig waren; kurzum: Man ist natürlich nicht verhungert, aber besonders toll ist es auch nicht, dreizehnmal dasselbe zu frühstücken.

Auch das Abendessen hat mich nicht vom Hocker gehauen. Es gab eine Vorspeise, die immer verbindlich feststand. Der kulinarische Genuss bei mit-Mayonnaise-gefüllten-Tomaten und stutenartigen-speckgespickten-Teigstücken war mir dabei oft nicht klar…

Bei den beiden Hauptgerichten konnte man am Abend vorher jeweils aus 2 Gerichten für sich auswählen. Ein Abändern am nächsten Abend war aber auch noch möglich. Fast immer gab es etwas mit Meeresfrüchten und da ich die kleinen ‚Racker‘ nun mal einfach nicht runter bekomme, war meine Auswahl doch sehr begrenzt. Und auch sowas wie „Wiener Schnitzel“ ist ein netter Versuch, aber das sollte man dann doch lieber zu Hause essen als in Bella Italia. Meistens habe ich mich mit Beilagen wie Salat über Wasser gehalten oder man hat eben auswärts gegessen. Das war dann wiederum köstlich…

Das Gute an der Hotelküche: Ich kam wieder und hatte nicht ein Gramm zugenommen. Ist für Frauen ja auch schon mal etwas Positives!

Da ich meine beiden großen Negativpunkte jetzt ans Ende gesetzt habe, klingt der Bericht vielleicht etwas schlecht. Das wollte ich aber so nicht rüberbringen. Essen und Strand haben mich gestört, aber es gab sehr viele Punkte auf der Positiv-Seite. Das Programm, die Landschaft, das Hotel an sich – daran gab es absolut nichts zu meckern und es war einfach nur toll. Vor allem ein herzliches Dankeschön an die Teamer, die wirklich immer freundlich und ansprechbar waren, auch früh morgens oder an ihren freien Tagen!! Daniela, Jan, Milena und die Jungs+Mädels von Blue Soul – ihr habt euren Job wirklich super gemacht!

So, damit wünsche ich allen, die ihren Urlaub noch vor sich haben oder schon wieder für 2011 planen, eine schöne Vorfreudezeit und alles Gute!

Diana

2 Gedanken zu „Kampanien – „Marina di Casal Velino“ vom 26.06. – 10.07.2010

  1. Pia

    Hallo Diana,

    ich war vor 2 Wochen auch 2 Wochen in Casal Velino, und inzwischen ist kein Bagger mehr da, dafür ein neuer Koch. Das Frühstück war wirklich etwas eintönig, aber sonst hat mir alles sehr gut gefallen. Scheint ja teilweise doch sehr saisonabhängig zu sein, was man so erlebt…

    Viele Grüße

    Pia

  2. Eddy

    Hallo Zusammen,
    ich kann da Diana nur zustimmen. Super viele schöne Angebote aber eine schlechte Küche. Das Essen stand unter Rotlichtlampen bereit und war trotzdem kalt und auch oft nicht schmackhaft zubereitet. Also hat sich in 2011 auch nicht viel geändert. Ich kann da in der Mittagspause die Pizza im Blue Soul empfehlen.
    Das Sportprogramm war allerdings sehr gut, zumal auch Beachvolleyball angeboten wurde.
    Ciao
    Eddy

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