3. April 2012

Kitzbühel ist eine Reise wert!

Reisebericht von Claudia Rüdebusch (Schokoholik at gmx.de)
FROSCH Reiseziel Sportclub Tyrol in Kitzbühel, Österreich

“Ein neues Skigebiet im Frosch-Angebot – das müssen wir uns unbedingt ansehen” – so dachten wir und buchten für die 4. Januarwoche 2012 den Sportclub Tyrol in Kitzbühel. Dass an unserem Ankunftswochenende das Hahnenkammrennen statt fand, wussten wir bei Reisebuchung nicht, haben wir aber gerne als zusätzlichen Programmpunkt angenommen.

Nach einer (anstrengenden…) Anreise im Schneeexpress, der eigens dafür eingesetzt ist, durstige und tanzwütige SkifahrerInnen in die unterschiedlichsten österreichischen Skigebiete zu bringen, war der erste Eindruck im Sportclub Tyrol sehr positiv. Gleich hinter dem Empfangsbereich befindet sich eine gemütliche Bar und auf der anderen Seite der schöne, helle Speisesaal. Dort stand schon das Frühstücksbuffet für uns bereit und wir konnten uns nach der langen Fahrt stärken. Das gesamte Haus wurde im Jahr 2011 renoviert und macht einen sehr guten Eindruck. Unser Zimmer (Kategorie A) war angenehm groß, mit einem modernen Bad und sogar mit Balkon ausgestattet. Von dort aus konnten wir die Teamer beim Schnee schippen oder auch beim Autos aus dem Schnee schieben beobachten. Der besondere Vorzug des Sportclubs liegt darin, dass er sich mitten im Zentrum von Kitzbühel befindet und man somit einen Abstecher in die dortigen Geschäfte und Kneipenszene machen kann. Die hohe Porschedichte ist bei einem Gang durch die Straßen neben den schönen (aber leider zumeist sehr teuren) Läden zusätzlich sehenswert.

Am Ankunftstag bestand für uns die Überlegung Ski zu fahren oder sich von der langen Reise auszuruhen und die nähere Umgebung zu erkunden. Da an jenem Samstag das Abfahrtsrennen des besagten Hahnenkammrennens statt gefunden hat, war unsere Idee, sich dem Spektakel auf Skier von der Piste aus zu nähern. Leider war das Wettkampfgelände weiträumig abgesperrt, so dass wir nichts zu sehen bekommen haben – und zusätzlichesEintrittsgeld wollten wir nicht ausgeben, da das Rennen schon fast vorüber war. Am nächsten Tag haben wir uns Karten für den Slalom gekauft und es nicht bereut. Es war sehr interessant das Rennen live zu sehen – die Atmosphäre war toll und wir haben die richtigen Stelle zum Zuschauen erwischt. Merkwürdig – die Piste scheint gar nicht so steil zu sein, wenn man daneben steht, aber wenn man sie dann fährt, stellt man plötzlich fest, dass sie es doch ist und dass sie vor allem total vereist ist.

Durch den Besuch beim Slalom haben wir leider das erste von den Fröschen angebotene Skiguiding verpasst, allerdings hatten wir in den folgenden Tagen noch mehrmals die Gelegenheit, an diesen teil zu nehmen. Auf diese Weise haben wir das Skigebiet insgesamt sehr gut kennen gelernt und waren besonders erfreut über die vielen Lifte mit Sitzheizung. Auch das internationale Publikum in diesem Skigebiet war sehr beeindruckend – so haben wir im Bus mit einem Herrn aus Ohio gesprochen und auf der Piste eine Dame aus Tokio kennen gelernt. Insgesamt betrachtet ist das Skigebiet sehr schön (wenn man über leider relativ viele Ziehwege und einige Schlepplifte hinweg sehen kann) und wir haben auch einige Hütten gefunden, die uns sehr gut gefallen haben. Positiv zu vermerken sind auch die Preise auf den Hütten, die keinen „Kitzbühel-Aufschlag“ haben, wie wir vorher vermutet hatten.

In der ersten Wochenhälfte hat Petrus es leider nicht so gut mit uns gemeint. Es hat viel geschneit (was natürlich von den Schneebedingungen her nicht besser hätte sein können) und die Sicht war teilweise schlecht bis nicht vorhanden. Ich glaube, ich bin noch nie soviel blind gefahren und so viele Buckelpisten gab es vorher auch noch in keinem Skigebiet…. Die zweite Wochenhälfte hat uns dann aber für die schlechten Tage vorher entschädigt. Und als das Wetter besser wurde, haben wir auch endlich mal die tollen Aussichten genießen können. Wir hatten den Eindruck, in einem riesengroßen Skigebiet zu sein, denn in der zweiten Wochenhälfte sah plötzlich alles ganz anders aus als in den ersten Tagen.

Neben den Skiguidings wurde uns von den Fröschen ein schönes Wochenprogramm geboten: So wurden wir an einem Nachmittag nach dem Skifahren mit frisch gebackenem Kuchen empfangen, ein anderes Mal mit Waffeln und auch ein Apres-Ski-Nachmittag hat nicht gefehlt. Die Abende haben wir unter anderem mit einem Musikquiz, einem Kickerturnier und einem Nagelcup verbracht. Besonders hervorzuheben ist der Hüttenabend, an dem die Frosch-Küche kalt geblieben ist und wir auf die Ganslernalm-Hütte gegangen sind. Dort gab es erst leckeres Abendessen und danach war Party angesagt. Mit einer Fackelwanderung durch pudrigen Neuschnee ging es zurück ins Frosch-Haus.

Zusammenfassend lässt sich sagen: Auch wenn das Wetter anfangs nicht mit gespielt hat, haben wir eine klasse Woche in einem schönen Sportclub und einem tollen Skigebiet erlebt. Die Frösche haben sich viel Mühe gegeben, damit die Woche für uns sehr angenehm wird.

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